Heute ist wieder einer der Tage, an denen eigentlich nichts passiert ist. Zwar war ich heute mit Alice bei einer Schulaufführung im “Theater Pfütze”, das wahrscheinlich einem, der nicht in Nürnberg wohnt, wenig sagt. Unser Sohn hat dort einen Auftritt gehabt. Schwarz gekleidet und mit einem Streifen Buntpapier in der Hand stellte er “knisterndes” Feuer dar. Eine winzige Statistenrolle, bei der er nur mitgemacht hat, weil alle in seiner Klasse sich daran beteiligt haben. Hmm, die Aufführung war ziemlich lahm, was aber nicht an den Kindern, sondern am Stück selbst und an der Inszenierung lag.
Anschließend hab ich noch mit Alice und den Kids selbst gebackene Pizza gegessen, hab wie immer viel beobachtet und wenig gesagt. Und jetzt sitze ich hier, wieder allein, erschöpft und müde, draußen regnet es in Strömen und ich werde vielleicht noch etwas lesen … keine Ahnung … also alles sehr langweilig und auch nicht wirklich mitteilenswert.
I can’t help my feelings i’ll go outta my mind
These playas come to get me cuz they like my behind
I can’t love my business if I can’t get a trick
Down on Santa Monica where tricks are for kids
Whoa… c’mon and kick me
Whoa… c’mon and kick me
come on and kick me
You’ve got your problems
I’ve got my hash cracker
You’ve got your big cheese
I’ve got my hash cracker
I can’t help my bookies they get outta control
I know that you don’t care but i want you to know
The knee stocking flavor is a favorite treat
Of men that don’t bother with the taste of a teat
Whoa… c’mon and kick me
Whoa… c’mon and kick me
come on and kick me
You’ve got your problems
I’ve got my hash cracker
You’ve got your big cheese
I’ve got my hash cracker
Whoa… c’mon and kick me
Whoa… c’mon and kick me
come on and kick me
You’ve got your problems
I’ve got my hash cracker
You’ve got your big cheese
I’ve got my hash cracker
Die Tage, an denen ich die ganze Welt umarmen möchte, sind seltener geworden. Vielleicht weil ich spüre, dass es immer schwerer wird, mich zu verlieben … was kommt und was bleibt … nach Alice …und nach “flame” und all den anderen, eher flüchtigen Begegnungen ? Es hat nichts mit Altsein zu tun, sondern mit der Befürchtung, dass es einfach “zu spät” ist. Es kommt mir vor, als würde ich mich nicht vom Fleck bewegen, auf der gleichen Stelle treten … immer den gleichen dumpfen Schmerz fühlen …und kann ihn noch nicht mal mehr lokalisieren …er ist einfach “in mir drin” … irgendwo …und ich suche einen Schalter, oder einen Haltegriff … irgendwas, das mich nicht mehr so zurückfallen lässt … kopfüber in die Vergangenheit stürzen …mehr und mehr spulen sich die Erinnerungsfäden ab … und von dem ehemaligen Willen, nur noch in der Gegenwart zu leben, ist nicht mehr viel übrig geblieben …und je öfter ich in dieser Zwischenwelt bewege, desto mehr kommt mir die Wirklichkeit abhanden … aber das muss wahrscheinlich so sein …
Was ich gehört habe ? Emmy the Great – *We almost had a Baby*
Viel zu viele dieser schottischen Jelly Beans gegessen, die Alice den Kindern und mir gestern mitgebracht hat. Mir ist jetzt irgendwie schlecht. (Am besten schmecken die mit Cinnamon und Liquorice, insgesamt sind es 28 verschiedene Geschmacksrichtungen, deshalb wahrscheinlich auch dieses komische Bauchgefühl).
Eigentlich hätte Alice ja einen Jet Lag haben müssen, stattdessen fühle ich mich heute in meinen eigenen vier Wänden immer noch deplatziert. Alles ist innerhalb nur einer Woche so fremd geworden. Mit den Gedanken bin ich immer noch in der EHEmaligen Wohnung. Ich hab´mich heute sogar schon dabei erwischt, einen Espresso machen zu wollen, obwohl ich weder eine Maschine noch kaffeeähnliches Pulver im Haus hab. Irgendwie auch tragikomisch, das ganze.
Wie soll das erst werden, wenn Alice in den nächsten Monaten für drei Wochen auf Kur fährt ? Wahrscheinlich werde ich danach richtiges Heimweh haben … mich zurücksehnen nach einer Welt, die nur noch in der Erinnerung existiert.
Was ich gehört habe ? Regina Spektor “Field Below”
Vor ein paar Monaten hab´ich an einem Literaturwettbewerb teilgenommen, bin aber nicht unter den Top 10 gelandet (was für mich allerdings auch vorher schon klar war, zum einen wegen der hohen Anzahl der Mitbewerber/innen und zum anderen wegen der doch ziemlich mäßigen Qualität des von mir eingereichten Textes). Aber macht Euch am besten selbst ein Bild:
tiefer
“Unsere Mutter ist schon seit über einem Jahr tot. Nur einen Monat danach starb auch ihr Mann. Einige werteten das als Liebesbeweis. Sie kannten unseren Vater nicht. Und schon gar nicht Romy, die immer noch schwarz trägt.
Wie eine aufsässige Waise hält sie die viel zu große Schaufel in der Hand. Es ist die dritte Nacht, die wir draußen verbringen. Wir haben es fast geschafft. Der Garten sieht jetzt wie eine Mondlandschaft aus. Hundert kleine und große Erdhügel, die sich neben ausgehobenen Kratern türmen.
“Verdammt, Chris, du musst tiefer graben!” Ich habe mich damit abgefunden, dass Romy das Kommando übernommen hat. Sie spricht sehr leise. Das Haus unserer Eltern liegt im Niemandsland. Keine Nachbarn, die uns hören könnten. Außer meinen Schwestern und mir ist kein Mensch hier draußen. Es gibt noch nicht mal eine richtige Straße, die zu diesem Anwesen führt. Unser Vater hielt es für vorteilhaft, ein weit abgelegenes Grundstück zu erwerben. Karen sagt, er sei schon immer ein Zivilisationskritiker gewesen. Romy meint, dass Karen übertreibt. Karen lebt mit ihrem Mann in Wien. Aber Wien darf man nicht mit diesem weltabgewandten Flecken Erde vergleichen.
“Wir sind ägyptische Grabräuber”, sagt Karen. “Und Leichenschänder”, flüstere ich. Romy hält sich den Strahl der Taschenlampe unters Kinn. Sie wirkt noch eine Spur blasser als sonst. “Wenn Vater das gehört hätte”, sagt sie und drückt Karen die Schaufel in die Hand. “Er glaubte nicht an ein Leben nach dem Tod”, sagt Karen. “Er glaubte an überhaupt nichts.“, sage ich. Wobei das so nicht stimmte. Denn auch wenn unser Vater kein Mensch war, der einer Religion anhing, hatte er dennoch eigene feste Glaubensrichtlinien. Daran hielt er bis zu seinem Tod fest. Einer dieser Grundsätze lautete: “Gold ist Macht.” Er hatte eine etwas merkwürdige Aussprache. Er vertauschte immer einzelne Buchstaben. So sagte er statt Geld Gold und statt Leben Lieben. Ich nehme an, ihm war bewusst, welche Verwirrung er damit auslösen konnte. Noch nicht mal unsere Mutter verstand ihn am Schluss mehr. Ab einem gewissen Punkt verstummte er dann ganz. “Vater war ein einsamer Idiot”, sagt Karen. Romy blendet sie nun mit den Strahl der Taschenlampe. “Vater hat uns dieses Leben ermöglicht”. Ihre Stimme klingt lauter. Aber immer noch sehr zurückhaltend. Romy kann nie richtig aus der Haut fahren, das ist ihr Problem. Zum Glück ist Karen hier. Auch wenn sie Romys Zwillingsschwester ist, hat sie trotzdem nicht viel mit ihr gemeinsam. Eigentlich ist Karen mehr wie ich. Wir sind uns beide darüber im Klaren, dass dieses Unternehmen zum Scheitern verurteilt ist. Dass wir nicht den von Romy in Aussicht gestellten väterlichen Schatz finden werden. Wir wollen sie nur nicht allein graben lassen. Aus familiärem Pflichtbewusstsein. Und seitdem sie ständig versucht, sich umzubringen, fühlen wir uns noch verantwortlicher für sie. Ihre Freitodinszenierungen haben aber nichts mit unseren Eltern zu tun. Romy ist schon immer ein Mensch gewesen, der alles zu persönlich nimmt. Sobald sie das Gefühl hat, verlassen und missverstanden zu werden -was in ihren Augen dasselbe ist- unternimmt sie einen weiteren Versuch, sich das Leben zu nehmen. Das letzte Mal vor drei Wochen. Sie gab vor, sich die Pulsadern aufzuschneiden, wenn wir nicht endlich wieder zum Haus fahren würden, um dort nach dem Vermächtnis zu suchen. Sie sagte tatsächlich Vermächtnis, und sah dabei wie Greta Garbo aus. Selbstvergessen und irgendwie entrückt. Romy liebt dunkle Geheimnisse und Verschwörungstheorien. Hinter jeder Ecke lauert bei ihr irgendein Abgrund. Hier im nächtlichen Garten vermutet sie so was wie ein Familienerbe. Ihrer Meinung nach kann es unmöglich sein, dass uns lediglich dieses herunter-gekommene Anwesen bleibt. Unser Vater hat nie Geld in die Renovierung des Hauses gesteckt. Romy war sich vollkommen sicher. “Da muss noch mehr sein. Ich weiß es.” Diesen Satz wiederholt sie täglich mindestens fünf Mal. Dennoch kann sie uns nicht dazu ermutigen, noch schneller und tiefer zu graben.
Unser Vater war ein undurchschaubarer Mensch. Das sagen alle. Und es stimmte. Er war nie da. Ständig auf Geschäftsreise. “Bis zum Wochenende”, versprach er immer. Und wir saßen dann am Samstagmorgen in der Küche und warteten auf seine Ankunft. Natürlich kam er nicht. “Er hasst uns”, sagte unsere Mutter. Und Romy, die damals sechs oder sieben war, wollte uns trösten. “ Er muss Gold machen, damit wir wieder was zu essen haben”. Schließlich kam er dann an Tagen, an denen wir gar nicht mehr mit ihm gerechnet haben. Er gab keine Erklärungen für seine Abwesenheit ab. Er war nur plötzlich wieder da. Legte ein kleines Bündel Geldscheine auf den Tisch, und wollte keine Fragen beantworten. Außerdem war da immer noch ein in braunspeckiges Papier eingeschlagenes Päckchen. “Hier, für dich” sagte er zu unserer Mutter. Dann verfiel er in Schweigen. Im Grunde genommen war er immer unterwegs. 365 Tage im Jahr. Selbst wenn er zu Hause war, dachte er ans Geschäftliche. Ruhelos zog er von einem Ort zum andern. Er rief nie an und sagte nie, wohin seine nächste Reise ging. Er war einfach verschwunden.
“Warum soll er auf diesem verdammten Grundstück einen Schatz vergraben haben ? Vor allem, wo er nie Zeit hatte”, fragt Karen genervt. Sie streicht sich ihre Haare aus der Stirn und ich kann ihre Katzenaugen sehen. “Irgendwo muss es sein”. Romy steht dicht vor ihr. Die Taschenlampe, die einzige Lichtquelle, erhellt ihre Gesichter.
“Ja, klar, irgendwo im Nirgendwo”. Es hört sich wie der traurige Refrain eines Schlagers an.
“ Lasst uns weiter graben. Nur diese eine Nacht noch”, sagt Romy.
“ Die allerletzte.”
“Ja”, sagt Romy.
“Wenn du willst, könnten wir auch noch sämtliche Bäume hier fällen.”
Der Lichtkegel der Taschenlampe trifft sie wieder mitten ins Gesicht.
“ Scheiße, warum blendest du dich zur Abwechslung nicht mal selbst ?!”
Karen wirft ihr die Schaufel hin.
“Ich kann nicht mehr, ok.”
Sie dreht Romy den Rücken zu und geht ins Haus.
Am nächsten Tag sitzen wir in der Küche. Hier hat sich nichts verändert. Immer noch können wir die Anwesenheit unserer Mutter spüren. Und wenn ich die Augen schließe, sehe ich ihre nervösen Hände und habe ich den Geruch ihres Angstschweißes in der Nase. Wir lebten in ständiger Ungewissheit.
“Wir konnten uns von ihm noch nicht mal richtig verabschieden”, sagt Romy.
“Hätte das was geändert ?”, fragt Karen.
“Natürlich, für mich schon”, sagt Romy.
“Es macht keinen Unterschied mehr.”
“ Er hat uns alle geliebt”, sagt Romy.
Wir schweigen. Und dann überlegen wir, was wir als nächstes tun werden. Unser Vater war eine Woche tot, da stellten Karen und ich das Haus gründlich auf den Kopf. Was wir fanden, war nicht der Rede wert. Wäsche, Geschirr, Konservendosen und ein bisschen Schmuck. Dabei trug unsere Mutter noch nicht mal eine Armbanduhr. Und nun, da wir auch noch den gesamten Garten durchkämmt haben, bleibt eigentlich nur noch ein Ort übrig. Der Dachboden. Das große Tabu. Es war der Platz unserer Mutter. Ihre Sicherheitszone. Es gab Zeiten, da verbrachte sie mehrere Tage hintereinander dort oben. Manchmal konnten wir sie leise weinen hören. Aber niemand von uns hat sie jemals gefragt, was sie da oben machte. Am Anfang fanden wir es auch noch interessant, den Badezimmerschrank zu öffnen. Erst war es eine magische Schatztruhe, dann nur noch die Büchse der Pandora. Mutter kaufte immer mehr Lippenstifte, Make up und andere Kosmetikprodukte. Nicht nur der Badezimmerschrank, das halbe Bad stand irgendwann voll mit diesem Zeug. Mutter sah wie ein Clown aus. Und setzte dann auch ein Clownslächeln auf. Jeden Abend erzählte sie uns eine Geschichte. Etwas zum Lachen, wie sie sagte. Aber nicht wegen der Geschichte, sondern wegen ihr versuchten wir die Erzählungen lustig zu finden. Wir waren zufrieden, wenn wir für einen kurzen Augenblick ihre eingefrorene Maske auftauen konnten.
“Ich gehe da bestimmt nicht rauf.” Karen sieht an mir vorbei. Sie starrt Romy an.
“Vielleicht sollten wir besser noch mal … ” Sie verstummt, löst sich von Karens Blick und schaut aus dem Fenster.
“ Ich mach´s”, sage ich. “Damit das alles endlich aufhört.”
Die Stufen zum Dachboden sind staubig und knarren bei jedem Schritt. Aber ich gehe weiter. Romy und Karen stehen unten. Zum Glück sehen sie nicht, wie ich mich mit geschlossenen Augen Richtung Dachbodentür bewege. Und ich zittere. Dabei dachte ich immer, dass ich dazu unfähig wäre. Weinen kann ich ja auch nicht. Noch nicht mal auf der Beerdigung. Keine innere Trauer. Ich bin einfach nicht schmerzempfindlich. Ich habe nur immer Angst, aber das ist was anderes.
Ich stelle mir vor, wie meine Schwestern an der untersten Treppenstufe stehen und ebenfalls die Augen geschlossen halten. Vielleicht setzt ihre Atmung für einen Moment aus. So wie bei mir, als ich mit ausgestrecktem Zeigefinger die Tür aufstoße. Zum Glück hat unsere Mutter nie Schlüssel benutzt, denke ich. Und das erste was mir auffällt, ist diese wunschlose Stille. Durch die Dachluke fällt gedämpftes Licht auf ein altes Sofa. Es ist mit einem weißen, eingestaubten Laken bedeckt. Ich setze mich, stelle mir vor, wie unsere Mutter dort wartete. Sie hatte immer diese leicht abwartende Haltung. Die Hände auf den Knien und den Oberkörper etwas nach vorne geneigt. Ihren Blick auf einen weit entfernten Punkt gerichtet. Dort wo es vielleicht noch Zukunft gab.
Als ich aufstehen will, entdecke ich einen Brief. Eingeklemmt zwischen Armlehne und eines der Sofapolster. Ich falte ihn auseinander und blicke auf die unbeholfene Handschrift unseres Vaters.
“Sofia,
du weißt, ich konnte nie viel Worte verlieren. Und ich bin dir dankbar, dass du mir keine Fragen gestellt hast.
Wenn mein Bruder dich nicht im Stich gelassen hätte, wären wir möglicherweise nur gute Fremde geblieben. Und auch nach all den Jahren kann ich nicht mehr als Ergebenheit für dich empfinden. Liebe gab es nicht zwischen uns. Ja, wir waren uns treu. Haben nie gestritten. In gewisser Weise haben wir uns sogar aneinander gewöhnt. Aber sonst ?
Ich schreibe dir, weil du ein Recht hast, es als Erste zu erfahren. Ich habe Krebs. Die Ärzte geben mir noch ein paar Monate. Es wird plötzlich geschehen sagen sie. Aber ich habe keine Angst vor dem Tod.
Ich möchte nur niemanden dabei haben, wenn es soweit ist. In den nächsten Monaten werde ich deshalb noch seltener nach Hause kommen. Auf alle Fälle lass ich dir jedes Mal Geld da. Auch wenn es nicht viel ist, hoffe ich, dass Ihr erstmal damit über die Runden kommt.
Vielleicht solltet Ihr das Haus verkaufen. Es hat Euch und mir kein Glück gebracht. Aber was ist das schon, dieses Glück ? Es ist nichts. Liebe ist nichts. Und das Leben auch nicht. “
Kein Gruß, keine Unterschrift. Ich falte den Brief wieder zusammen. Ja, es ist tatsächlich nichts. Nichts als die schwer lesbare Notiz eines Menschen, den niemand kannte. Ich stecke das Schreiben in meine Hosentasche, stehe langsam auf. Mir fällt erst jetzt auf, wie karg dieser Raum eingerichtet ist. Eigentlich ist er leer. Das Sofa, eine alte Holzkiste, die davor steht und in der hinteren rechten Ecke des Dachbodens merkwürdig hohe Stapel von Irgendwas. Als ich näher hingehe, stellen sie sich als diese Päckchen, die unser Vater unserer Mutter schenkte, heraus. Sie hat sie zu fünf, fast gleich hohen Türmen aufgebaut. Wahrscheinlich sind es über zweihundert ungeöffnete Päckchen. Meine Hand greift nach einem dieser väterlichen Souvenirs. Irgendwie fühle ich mich dabei schuldig. Als hätte ich damit dieses futuristische Kunstwerk zerstört. Und gleichzeitig unsere Familie verraten.
Meine Schwestern stehen immer noch an derselben Stelle. Weil mir plötzlich schwindlig wird, umarme ich sie. Fast so wie früher. Nur dass mir ihre Körper jetzt weicher und größer vorkommen.
“Was ist los mit dir ?”, fragt Karen.
“ Nichts. Tut mir Leid. Alles in Ordnung”, sage ich und löse mich langsam wieder aus der Umarmung. Für einen Moment schauen wir uns nur an.
“ Er hatte Recht.”, sage ich und halte Romy und Karen eine Tafel Schokolade hin. Zartbitter.
“ Da oben gibt es noch viel mehr. Diese kleinen Päckchen, na Ihr wisst schon.”
“ Was meinst du damit, er hatte Recht ?”, sagt Karen.
“Er hat wirklich Gold gemacht.”
Und als Beweis entferne ich das Schokoladenpapier und zeige ihnen die darunter verborgene matt glänzende Folie.
“Gold, seht Ihr.”
Karen blickt mich ungläubig an, genauso wie Romy. Dann fängt sie an zu lachen. Und irgendwann lachen wir alle. Wir können gar nicht mehr damit aufhören.”
Mittlerweile habe ich gelernt, zwischen einzelnen Büchern -wie bei einem mehr oder minder interessanten TV-Abend- hin- und her zu zappen. Eigentlich nahm ich an, mich dadurch mental zu überfordern, wenn nicht sogar zu überfüttern. Aber ich fühle mich erstaunlicherweise sehr gut dabei. Keinerlei Beeinträchtigungen, weder geistig noch körperlich negative Auswirkungen. Vielleicht liegt es auch an der breitgefächerten Bücherauswahl. Vom Kinderbuch bis zu dem letzten Werk eines französischen Nobelpreisträgers eine ziemlich bunte Mischung, wie ich finde.
Ok., hier die Bücher kurz mal im Einzelnen vorgestellt:
1. Fernanda Eberstadt “Liebeswut” … Wie der Titel schon andeutet, dreht sich alles um Liebe und natürlich auch um Verzweiflung, Wut und Zerstörung. Da ich bisher aber nur knapp die Hälfte des Opus Magnum gelesen habe ( 320 von ca. 700 Seiten), kann ich noch kein abschließendes Urteil fällen, eines kann ich jedoch bereits jetzt schon sagen: der Klappentext, der eine Kritik von Breat Easton Ellis wiedergibt, ist etwas irreführend, denn das Werk ist alles, nur nicht “wild-erotisch”, jedenfalls nicht im Sinn, wie ich es verstehen würde … es ist erotisch, manchmal auch etwas derb …aber ansonsten …ok., vielleicht ist von dieser emotionalen, überbordenden Wucht im letzten Teil des Buches mehr vorhanden …
2. Sally Nicholls “Ways to live forever” … Hm, das Buch habe ich schon ausgelesen, trotzdem wirken die Worte noch nach, wie ein immerwährendes Echo haben sich manche Kapitel in mein Langzeitgedächtnis eingepflanzt … eigentlich ist es ja ein Jugendbuch. Es geht um einen leukämiekranken Jungen namens Sam, der über die letzten Monate seiner am Ende tödlichen Krankheit berichtet … anhand von Listen, die Sam erstellt, lernt man ihn und seine Welt besser kennen … Listen über Dinge, die Sam vor seinem Tod gerne noch erleben will, wie z.B. einen Weltrekord aufstellen, ein berühmter Wissenschaftler werden oder einen Geist sehen. Und er schafft es tatsächlich, sich all diese “letzten Wünsche “ zu erfüllen …auf seine Weise … und mit Hilfe seines ebenfalls dem Tode geweihten Freundes, der genauso am Leben hängt wie er, gelingen ihm die unwahrscheinlichsten Dinge.
3. Blake Nelson “Paranoid Park” … ebenfalls ein (wohl leider) in die Kategorie fallendes Jugendbuch, immerhin wird es in Deutschland vom Kinder- und Jugendbuchverlag “Beltz & Gelberg” verlegt …darin geht es um einen Jungen, der aus Notwehr einen Menschen getötet hat und nun mit seinem Gewissen kämpft, sich jeden Tag fragt, wie und ob er mit dieser Schuld leben kann …
Den auf dem Buch basierenden Film von Gus van Sant muss ich mir dann wahrscheinlich auch noch irgendwann angucken …
4. Joe Dunthorne “Submarine” … hmm, auch wieder ein Jugendbuch ? Ich weiß es noch nicht … ich weiß nur, dass es unglaublich ironisch und oft auch sehr sarkastisch geschrieben ist und ein wahnsinnig tolles Cover hat …
5. Claude Simon “Die Trambahn” … ein Buch, das mich stark an Thomas Bernhard erinnert … aber nur von der Syntax her; ein geradezu unendlicher Wortrausch, Sätze die kein Ende zu nehmen scheinen und denen eine faszinierende Sprachgewalt innewohnt …
Was ich gehört habe ? Noisettes “ Scratch Your Name”
Warum wieso weshalb hab ich ja immer noch nicht ganz erklärt … naja, das erste Blog war ja auch nur eine Art AppetitZüngler … oder wie man das kulinarisch definieren will … also für mich ein wichtiges erstes Posting … so eine Art AufwärmProzess vor dem großen Lauf …. ins Ungewisse …denn dieses Blog soll ja nicht nur einen Monat, sondern mindestens ein Jahr Bestand haben … deshalb “langer Lauf“, wobei dazu natürlich … freie Assoziation ein langer Atem gehört … und den will ich mir ja gerade erschreiben …jeden Tag … 30 Minuten … also für geübte Jogger so ca. 10 km ….für ungeübte 2-Finger-Daneben-Tipper … und Immer-Wieder-Korrigieren-Müsser …so was wie ein verzweifelter 10-Zeilen-Kampf …. einige meiner Tipp- und Rechtschreibfehler bleiben von mir aber trotzdem unentdeckt …ich denke, ist auch ganz gut so … unplugged sozusagen …ungestöpselt ….ähm, ist das jetzt schon pornografisch ? Ich meine, der rote Faden, das Grundthema ist ja die *L* in allen Formen und Farben… die ganze Palette … also erste Blicke, verlieben, dieses immer und überall zu spürende Kribbeln im Bauch, oder in oder an welchem Körperteil auch immer …. Berührungen ….heißer (und kalter) Sex…. Enttäuschungen, Fremdgehen möglicherweise…. Momente des Entliebens … und dazwischen garantiert viel Chaos und Verrücktheit …
Natürlich werde ich auch immer mal wieder ein paar Exkurse einlegen müssen, die notwendig sind…zur Auflockerung …und vielleicht auch mal ein Foto ..irgendwas Grafisches einfügen …zur Verdeutlichung ….manche Leute brauchen das ja …ich nehme mich da nicht aus … hab auch immer noch nicht herausgefunden, wo jetzt mein persönlicher Schwerpunkt liegt … auditiver oder visueller Typ …manchmal reicht hören einfach nicht aus … ich muss es schwarz auf weiß lesen, um es begreifen zu können … manches klingt auch zu unglaubwürdig …hmm, dass ich jetzt gerade hier sitze, allein in meiner Küche z.B. …Kaffee trinke ..mir immer noch ein anstrengender WeltuntergangsTraum ( so eine Mischung aus “ I, Robot” …und die “Killerbienen greifen an” ) nachhängt, mein Sohn gerade aufgewacht ist, … ok. ein erster Hinweis ….dass der rote Faden endlich wieder aufgenommen wird …. Sohn also das Produkt zweier sich (ehemals) Liebender …wow, noch ein Hinweis …
Ok, bevor meine 30 Minuten wieder um sind für heute, noch ein paar facts …über mich über meinen “L”-Status ….etwas komprimiert und lieblos zusammengefasst … aber die Zeit rennt mir davon …
ich bin 41, männlich (aber ich glaube, das habt Ihr schon mitbekommen), lebe in Nürnberg , Bavaria,
lebe seit über einem Jahr getrennt …habe 2 Kinder ( Mädchen, 11 J. und Junge, 8 J.) …
Tja, Freunde … Leser oder wie auch immer …ich bin schon ein paar Sekunden über meinem Limit …und will nicht maßlos werden ….bis morgen ….
Was ich gehört habe : “The Mozart Album” ….Klassik, ja, bin musikalisch nicht festgelegt … nur Schlager gehen gar nicht …. bähpfuispuckwürgundkotz ….und versucht bloß nicht, mich vom Gegenteil überzeugen zu wollen …
Aus aktuellem Anlass heute mal ein kleiner Exkurs …aber don´t panic … wir bleiben beim Thema … also *L* kann ja sehr vielfältig sein … und manchmal frag ich mich, was uns dazu führt, immer ein- und denselben Typ Frau oder Mann gut bzw. schlecht zu finden … diese Parallelen, die dann zu erkennen sind, sollten doch ein individuelles GeschmacksMuster oder einen bestimmten Hinweis zu unserer eigenen Person liefern …
Scarlett Johannson , Reese Witherspoon und Ryan Reynolds z. B…. da gäbe es auf beiden Seiten einiges an Auffälligkeiten, Ähnlichkeiten ….beide Frauen sind augenscheinlich blond … beide sind in *NEW* York bzw. Orleans geboren …und sie können singen (wer besser singt will ich gar nicht erst beurteilen wollen) …und beide stehen oder standen auf denselben Mann … und er auf sie… und merkwürdigerweise auch ich …aber das ist, denk ich nix besonderes …. 80 % der männlichen Weltbevölkerung bis 80 Jahre ( incl. Woody Allen) schätz ich, würden mit mir da in einem großen SchnittmengePool baden …mindestens …allein schon die sexy OriginalStimme von Scarlett J…. schön rauchig … erinnert mich irgendwie immer an die mehr als sinnliche Lauren Bacall …naja, und Reese ist einfach supersüß und eben auch supersexy …ok, beide sind definitiv zu jung für mich …und auch too far away . ..auf alle Fälle in jeglicher Hinsicht unerreichbar ..ein feuchter Tagtraum.. .illusionär. einfach mal so ein Trip nach L.A. oder wo immer sie sich dauerhaft aufhalten … kann ich mir auch gar nicht leisten ( außer es findet sich ein Sponsor )…und so´n normales PromiViewing …dazu eigne ich mich nicht …früher ok, so mit 14 hatte ich eines der ersten deutschen BravoMadonnaPoster in meinem BoyRoom …inzwischen find ich allerdings, dass sie das Ganze übertreibt …eigentlich wäre es für sie an der Zeit, sich mal komplett neu zu erfinden …und nicht nur Variationen ein und desselben Themas abzuliefern… PopDiscoRetroMusic …ups, schon wieder abgeschweift …obwohl, Madonna war ja auch mal blond …oder immer mal wieder …aber “Scarlett + Reese = Madonna in her early years “ der Vergleich hinkt total ….Madonna war von Anfang an karrieregeil und ging über Männerleichen ..gnadenlos…also so ein LadyKillerInstinkt hab ich bei den beiden noch nicht entdecken können … sie haben trotz aller Professionalität etwas vollkommen unverfälschtes und (Über)Natürliches …
Das erste was ich von Scarlett zu sehen bekam war ihr knackiger Po …eigentlich sehr ungewöhnlicher Blickwinkel …aber eine der ersten Einstellungen von “Lost in Translation” …hmm, und bei Reese, weiß ich gar nicht …. hab mir eine DVD meiner Tochter angeschaut …nee, das erste Mal, wo ich sie wahrnehmen durfte, war in “Sweet Home Alabama” ….naja, ehrlich gesagt, hat sie damals keinen großen Eindruck hinterlassen … hab sie schnell vergessen …hmm, und das nächste Zusammentreffen war dann “Natürlich blond” 1 + 2 ; so ein TeenieFilm ….so ein feelgood Movie …hab mich auch besonders gut danach gefühlt … aber richtig lieb gewonnen hab ich sie mit einem ihrer letzten großen Auftritte …”Walk the Line” … einfach überragend …göttlich …niederknie- und immerwiedergänsehaut-bekommen-Gefühl …mehr sag ich nicht dazu …
Tja, Leute … schon wieder ist meine Zeit um …lol…will´s ja nicht übertreiben …
Was ich gehört habe : K. T. Tunstall, Adele, Kate Nash & Co. …irgendwie ziemlich british diesmal
Wie alles begann … tja, irgendwie zu schön um wahr zu sein …like a dream or a fantasy …fairy-tale-mäßig ….aber wehe, wehe, wenn ich auf das böse, schlimme Ende sehe … naja, eins nach dem anderen …
Ich muss vorwegschicken, dass ich extrem schüchtern bin …zumindest was das berühmte erste Mal betrifft … also Blickkontakt halten (diese magische 20-Sekunden-Ja-ich-mag-dich-komm-sprich-mit-mir-Grenze überschreiten ) und dann natürlich der damit unweigerlich verbundene notwendige (Small)-Talk ….Eisbrecher-Mentalität hab ich nicht … es gibt Typen, die baggern ohne Ende … reden dabei im Grunde nur belangloses Zeug … und haben damit fatalerweise auch noch Erfolg … also bei mir muss, das was ich sagen könnte und würde , wenn ich es denn wagen würde, jedes Mal durch ein unendlich feinmaschiges Sieb gerieselt werden … und dieses Sieb ist mitten in meinem Kopf … eigentlich IST es mein Kopf …es gibt glaub ich keinen Millimeter da oben, der nicht als Wächter meiner potentiellen Worte fungiert …ich BIN ein Kopf …lol….
Das Unglaubliche geschah, als ich sie das erste Mal vor ungefähr 12 Jahren sah …reimt sich blöderweise sogar … wir waren Nachbarn … wohnten beide im Erdgeschoss …in einem WohnungsBauGesellschaftsHaus …. sie Mitte, ich rechts (für die Statistiker unter euch) …uns trennte nur eine hauchdünne Wand … keine Ahnung, was für ein Material letztlich … 3 mm dünne Spanplatte … oder zusammengeleimtes, jahrhundertealtes JapanPapier …ziemlich brüchig …durchlässig … zumindest hab ich alles gehört …war zum OhrenVoyeur verdammt …anfangs war mir das sehr unangenehm … es war mein Schlafzimmer und direkt nebenan befand sich ihr Wohnzimmer …nur durch einen provisorischen Raumteiler abgeschirmt (sie behauptete übrigens später, mich akustisch nie wahrgenommen zu haben) … sie war immer so bis nach 24.00 Uhr wach ..somit wären wir die idealen Nachbarn gewesen …damals jedoch war ich ein sehr seltsamer Typ … ich studierte Sozialwesen an der FH Nürnberg ( nur 3 oder 4 Semester, hab mich dann selbst exmatrikuliert ) …irgendwie färbte dieses Studium auf mich ab ….ich machte dadurch eine radikale WesensVeränderung durch ….qualmte so 3 Schachteln Gitanes (bis zu meinem 21. Lebensjahr war ich rauchfrei) … las viel …Sartre, Camus, Th. Bernhard, Cioran …alles mögliche … jedenfalls war ich für andere damals eine Zumutung …zumindest eine Herausforderung im negativen Sinn … hatte immer die Rolladen runter, oder zumindest so weit, dass nur wenig Licht in meine Existenzialisten-Höhle dringen konnte . ich lebte sehr unstrukturiert ..tja, aber dann trat sie in mein Leben …am besten gebe ich ihr mal ein Pseudonym …Alice …hmm, genau … dieser Howard-Carpendale-Song …”Tür an Tür mit Alice” …lol…habe ich immer schon gehasst, aber ich denke da gibt es noch so ein englisches/ amerikanisches Original dazu …egal, Alice jedenfalls schaffte es, dass ich eines Tages richtig schön ausrastete …und das schaffen nur sehr wenige Menschen … zwar bin ich kein Pazifist im eigentlichen Sinne … auch kein Friedensaktivist … eher ruhig und verschlossen . hmm, und zur damaligen Zeit sogar ein echter Menschenfeind.. nichtsgestoweniger, es gibt kurze Momente da kocht mein Verstand über …und jene Nacht vor 12 Jahren war so ein Augenblick unkontrollierter emotionaler Eruption … sie hatte laute Musik an …es war noch ein Besucher da …Musik und Fetzen ihrer Unterhaltung ….. Reizüberflutung …ich bekam unweigerlich Kopfschmerzen … wurde auch nach 2 Aspirin nicht wirklich besser … das dumpfe BassGeHämmer … Lachen …kurze Stille… noch mehr Lachen … CD-Wechsel …irgendwann konnte ich nicht mehr …es war auch schon deutlich nach 24.00 Uhr und ich tat, was ein Mann und Misanthrop eben tut, wenn er genervt ist … er vertraut auf seine ureigensten Fähigkeiten und trommelt mit den Fäusten gegen die Wand …diese verdammte, zartfeine Trennlinie zwischen uns …
Tja, und was dann geschah ….werdet ihr morgen erfahren …meine Zeit ist wieder überschritten ….
Und was ich gehört habe: A Fine Frenzy …One Cell in the Sea …
Hmm, wie ging es also mit Alice weiter … nach meinem Wutausbruch …gegen die Wand boxen (also trommeln und klopfen hätte sich irgendwie anders angehört) war erstmal Ruhe … beängstigende Ruhe…was mich wiederum be-UNRUHIG-te …ich bekam ein schlechtes Gewissen …und redete mir ein, dass es vorher, also vor meinem BigBen alles schön harmonisch und irgendwie auch gemütlich war … zu wissen, dass ich nicht allein auf dieser Welt war … dass es da noch jemanden gab, sogar ein weiblicher Jemand, der mit mir zumindest in einem gemeinsamen Raum-Zeit-Kontinuum lebte …
ich hab die halbe Nacht nicht geschlafen … hab mich immer hin und hergewälzt und mir überlegt, wie ich diesen Faux Pas bloß wieder gutmachen könnte … und da ich ja, wie erwähnt, extrem schüchtern bin … gab es für mich nur die Möglichkeit einer indirekten, “stummen” Entschuldigung …. ich kaufte ihr eine Flasche Rotwein ( hatte natürlich keine Ahnung , ob sie überhaupt so was trinken würde … Alkohol überhaupt … aber ein MultiVitaminSaft wäre sicher das falsche Signal gewesen .— ) besorgte mir noch eine CD ( Stephan Eicher / *Engelberg* , die hab ich damals bis zum Erbrechen rauf und runter gehört)
und hab das ganze dann mit einer “Very Sorry” Karte in einem Beutel an ihre Wohnungstür gehängt ….Sie kam immer zu unterschiedlichen Zeiten nach Hause … und von daher wusste ich nicht den genauen Zeitpunkt des Entdeckens dieser Tüte … naja, es war wenigstens eine kleine Geste der Entschuldigung … aber gleichzeitig hoffte ich, sie auch mal sehen zu können … sie hatte – der dünnen Wand nach zu urteilen – eine sehr angenehme, sexy Stimme … und sie lachte sehr viel …Humor und Ironiefähigkeit sind bei mir große Sympathiewerte …eigentlich das Wichtigste … außer Sexiness und Ausstrahlung natürlich
Die Sache mit der Tüte an der Tür hat das Ganze also ins Rollen gebracht …der gordische Knoten oder das Ei des Kolumbus war gelegt …sie hat sich bei mir ein paar Tage später mit einer Karte bedankt …höflich aber zurückhaltend …ein paar Sätze, die aber meine Fantasie weiter beflügelten … wie sah diese Person aus … der Schrift nach zu urteilen, noch sehr jung …jünger als ich, vermutlich … ok., ich bin kein Graphologe …aber wenn mich jemand berührt, interessiert, dann beschäftigte ich mich auch mit den abwegigsten Dingen …mit Details … und diese Karte habe ich immer und wieder gelesen …sie war bald löchriger und transparenter als diese verdammte Wand zwischen uns …
Tja, dann hörte ich ein paar Tage gar nichts mehr von ihr … nebenan war Stille … vielleicht war sie im Urlaub … sobald eine gewisse angedachte Regelmäßigkeit durchbrochen wird, mach ich mir Sorgen …konnte schon nachts nicht mehr ruhig schlafen … ich vermisste ihre Geräusche … ihre unsichtbare Anwesenheit …zum Glück war sie nach ein paar Tagen dann doch plötzlich wieder da … zumindest ein unterdrücktes Röcheln … das dann ein paar Stunden zu einem Hüsteln wurde … dann zu einem länger anhaltenden Husten und schließlich zu einem immer wiederkehrenden Hustenanfall … es hörte sich schlimm an … und ich saß da, wartete darauf, dass es besser wurde … wollte wieder ihre Stimme, ihr Lachen hören … manchmal telefonierte sie …aber ich verstand nichts …immer wieder unterbrochen durch dieses schreckliche Husten …gegen das ich nichts tun konnte … ich war hilflos … gefangen in meiner Höhle … allein mit meiner extremen Schüchternheit … ich lag oft da, in meinem Bett (eigentlich nur eine Matratze, ein paar Kissen eine Decke) und hörte ihr zu … machte mir Gedanken, ob und wann sie endlich wieder gesund würde … irgendwann wurde sie es dann auch …
Und was dann geschah … ist ein weiteres posting wert … aber morgen … meine Zeit ist wieder rum …
Was ich gehört habe : Jem… K. Tunstall … und gerade Colbie Caillat … Battle …
Falsche Zeitrechnung ….also WordPress denkt , dass ich meinen letzten Beitrag gestern Nachmittag um 10.26 eingestellt habe ….ich weiß nicht … leben die im TakaTukaLand und ich auf´m Mars ? Oder ist das irgendeine unterirdische, streng geheime Schaltzentrale, die die Zeiten nach ZufallsPrinzip vergibt … weiß man ja nie, CIA, Bush und Co. sind ja omnipotent …. und da WordPress ja ein *amerikanisches Ding* ist …und Wahlkampf und Mrs Thatcher ….lol…. ok, sehr freie Assoziation …vielleicht kann mir ja von euch einer erklären, wieso weshalb warum ich angeblich Nachmittags gebloggt haben soll … es war definitiv heute um 00.20 und ein paar Zerquetsche …falls es überhaupt jemanden interessiert ….hmm, aber derzeit 8 Besucher (war ein paar Mal an einem FremdPC, kann sein, dass das auch mitgezählt wird), Null comments und Null verlinks …lol… anscheinend ist meine Theorie dann doch etwas weit hergeholt …CIA und so … die wissen wahrscheinlich gar nicht, dass es mich gibt …
Was ich gehört habe: Diesmal nix, bin gerade erst aufgestanden … aber Kaffee getrunken …gestern war´s koffeinfreier … meine NotRation, wenn gar nix mehr geht …
Es dauerte dann wirklich nicht mehr lange, bis ich Alice endlich zu sehen bekam … irgendwann hörten diese grausamen HustenAttacken auf … ich konnte wieder guten Gewissens schlafen … es war Sommer …naja, und dann war es soweit …an einem Nachmittag …sie raubte mir den Atem …den genauen Vorgang des Ereignisses habe ich vergessen … ich weiß nur noch, dass wir uns im Hausflur begegnet sind … ohne Vorwarnung ….es passierte einfach …ich wollte gerade meine Wohnung verlassen …stand an der Tür …und da sah ich sie … sie stand bei den Briefkästen …direkt neben meiner Tür diese Posteinwurfschlitze …sie kam gerade vom Joggen, war dementsprechend ziemlich verschwitzt und aus anderen Gründen wie ich etwas außer Atem …in meiner Erinnerung wollen sich ihre Brustwarzen auf ihrem weißen T-Shirt abzeichnen … sie war unglaublich sexy … das schönste Wesen, das mir jemals begegnet war …sie hatte dieses gewisse Etwas, eine blendende Aura … und das AllerBeste: sie lächelte mich an … irgendwie wusste sie sofort wer ich war …ich meine, wer ich WIRKLICH war … es klingt verrückt, aber sie schien direkt durch mich hindurchschauen zu können …bis tief in mein Herz … wir hatten trotz meiner Schüchternheit eine kleine Konversation , auch diese hab ich vergessen …und dann verschwand sie … in ihre Wohnung … klar, dass sie kein langes Gespräch mit mir suchte, schließlich wollte sie bestimmt unter die Dusche … und wahrscheinlich hat sie auch meine durchdringenden Blicke wahrgenommen … tja, ich schaue die Leute immer an …sehr intensiv …und das kann oft falsch verstanden werden … in ihrem Fall war es aber das richtige Verhalten … ein paar Tage später hatten wir unser erstes Date …aber bis es soweit war, musste ich noch ein paar Kleinigkeiten erledigen ….irgendwie war ich auch ganz erleichtert, kein notorischer ÜberallStaubFusselBeseitiger zu sein, somit konnte ich mich bis zu unserem “Treffen” ablenken …meine Single-Höhle benötigte dringend eine General-Reinigung …das Studenten-*Dolce-far-niente* und der Zustand des Allein-Lebens hatten deutliche äußere Spuren hinterlassen, die es nun galt in einer konzertierten Aktion zu beseitigen … ich putze mich regelrecht um den Verstand …malte mir aus, dass sie trotz meines plötzlichen ReinigungsWahns noch Ecken in meiner Wohnung finden könnte, die ich vergessen hatte … naja, an diesem blöden, rissigen PVC-Boden in der Küche konnte ich nichts mehr ändern, auch mit der tomatenroten Lackfarbe an den Wänden meines Mini-Badezimmers würde sie sich arrangieren müssen ( ich hatte noch nicht mal fließend warmes Wasser, und Badewanne auffüllen mit Hilfe eines röhrenden Boilers war stets Glückssache und eine Sache von Stunden, bis es endlich soweit war; ein alter Holzofen in meinem Wohnzimmer war der absolute …ja, Burner ( eben weil er nie richtig warm wurde; erst nach meinem Auszug erhielt die Wohnung alles das, was ihr bis dahin fehlte …Zentralheizung, neue, funkelnde Badewanne, glasklare Fenster etc.) …neben dieser elenden Putzerei musste ich mir natürlich auch Gedanken machen, was ich so alles noch besorgen musste … wir hatten vereinbart, eine Art Picknick zu veranstalten … wir würden runter ( die Straße war wirklich abschüssig und führte geradewegs zum Ziel) zur Wöhrder Wiese gehen, dort ein bisschen walken ( naja, spazieren gehen wäre übertrieben gewesen …) und uns dann irgendwo niederlassen, was essen … reden und rauchen … zum Glück war sie auch dem blauen Dunst nicht abgeneigt … ok, wie es dann wirklich war, erfahrt ihr morgen … denn wieder sind 30 Minuten um …
Apropos Zeit …Uhr usw. … wordpress zeigt immer noch komische Zeiten an … stimmt alles vorne und hinten nicht … aber egal, darüber reg ich mich jetzt nicht mehr auf …also auf meiner clock ist es jetzt 6.59 Uhr ( jaaaaa, früh …Morgengrauen etc.) … und es ist Freitag, der 3.Oktober 2008 …Tag der Deutschen Einheit …. ach ja, Alice ist in Demmin geboren, ein echtes Ost-Kind, lebte dann ein paar Jahre in BerlinBerlin und ist dann nach Masserberg/ Thüringen …Rennsteig gezogen …tja, und ich bin in der Nähe von Hamm aufgewachsen , also Ruhrgebiet …dann nach Göttingen … dann ins Allgäu …. und nun seit über 20 Jahren in Nürnberg ….also Ost-West-Connection … beste Voraussetzungen, sollte man meinen …immerhin wuchs da was zusammen, was offensichtlich zusammengehörte …
Was für Musik heute …Mix … very british wieder …Amy MacDonald … Jem …also das gleiche wie gestern, oder ?! Bin ich schon einseitig ….langweilig ???
Die Wöhrder Wiese war der ideale Treffpunkt, gerade bei dieser Wahnsinnshitze im August ´95 …4. August 1995, um genau zu sein … .über 32° Celsius bestimmt.. .unser “KennenlernTag”, der auch in unseren Ringen eingraviert wurde.
Der Tag, an den wir uns, egal was alles so danach passierte, immer erinnern werden. Hmm, ich will jetzt nicht melancholisch werden oder rumjammern, wie schön es damals war und wie beschissen es heute ist, without her … wir sind uns jetzt meilenweit entfernt, leben in einem anderen Universum …und doch haben unsere PlanetenBahnen immer wieder mal, für einen kurzen Moment eine *ZentralGestirnsSonne* …wow, nach Melancholie jetzt also noch triefender Kitsch ….
Also, ganz objektiv (sic !) weiter ….zurück zum 4. August …die Straße, die zum eigentlichen Treffpunkt führte …Haus an Haus, ein paar Wohnblocks, und am Ende der Strecke ein Telefonhäuschen, dann die Ampel überqueren, an der Grundschule und dem Fußballfeld vorbei, etwas weiter ein großes hölzernes Dach, unter dem man sich vor Regen (und Hitze) schützen konnte … davor zwei TischTennisPlatten …und voilá …das Ziel … der See ( hmm, vielleicht gibt´s bald mal ein paar pics, damit Ihr Euch das besser vorstellen könnt ….( “Euch” ? ; in einer Woche 12 Besucher auf meiner Site …lol… versehentliche oder zumindest zufällige Klicks wahrscheinlich…)…der Weg zum Ziel allerdings war verbunden mit mindestens einem halben Liter Schweiß, und das bei einem zeitlichen Aufwand von höchstens 5 Minuten …das lag zum einen an dem 3-kiloschweren Rucksack mit den Tausend Sachen, die ich vorher eingekauft hatte…Wein, Brot, Haribos, Käse, Wurst, selbst Gläser, Besteck und Taschentücher …ähm, Wassermelone nicht zu vergessen …ich hab endlich einmal an alle Eventualitäten gedacht …naja, und zum anderen war es ihr magischer Hintern, der mich auf Touren hielt und mir den Schweiß auf die Stirn treten ließ …
Anfangs nur ein kurzes flüchtiges Hallo, als wir uns zur verabredeten Zeit vor der Haustür begegneten, dann drehte sie mir den Rücken zu und ging voran ….mit relativ sicheren und zielorientierten Schritten, so als hätte sie schon einen genauen Plan, oder zumindest, als wüsste sie, was als nächstes kommen würde ..
Ich konnte sie also erstmal nur von hinten betrachten …sie trug einen extrem luftigen Rock, der selbst bei totaler Windstille diesen berühmten Marylin Monroe-Effekt hervorrufen konnte … sehr braune, glattrasierte, elegante Beine …hmm, ich bin eher der blasse Typ …insgeheim verglich ich also sogar schon unsere Hauttypen …und stellte mir dabei die seltsamsten und verbotensten Konstellationen vor …
Irgendwann gingen wir dann doch nebeneinander her … spätestens auf dem asphaltierten Weg rund im den See …sahen uns das erste Mal so richtig … flirteten sofort miteinander ..eye to eye …meine krankhafte Zurückhaltung wich einer umfassenden Neugierde … Interesse an ihrer Person … ich wollte alles wissen, jedes Detail … entwickelte detektivischen Spürsinn, was ihre stummen Gesten anbetraf …. weshalb lächelte sie manchmal so geheimnisvoll …wieso rauchte sie so nervös …war es wegen der Situation …wegen mir …naja, mein GitanesKonsum stieg auch mit jeder Minute an …
Nach einer Viertelstunde mussten wir uns setzen …und veranstalteten dann eines unserer ersten ParkBankPicknicks … ich denke, weniger weil wir Hunger hatten, als um unsere Erregung zu verbergen ….ich nehme an, diese innere Angespanntheit lässt sich durch den Vorgang des Essens etwas abschwächen, oder zumindest für ein paar Minuten vor dem Anderen – das noch fremde Wesen neben uns auf der Bank- geheimhalten… aber auf Dauer war diese emotionale Stimmung … diese elektrisierende Knistern, das uns umgab, zu stark, um im Verborgenen zu bleiben.
Und wir redeten, redeten, redeten… und konnten gar nicht mehr aufhören … dabei kamen wir uns immer näher …unsere Blicke wurden immer intensiver …wir hatten uns gefunden …ja, und verliebt …dieses sprichwörtliche Liebe-auf-den-ersten-Blick …
Hmm, , Time is running out … schon 5 Minuten über der Zeit …aber ich wollte die Alice-Geschichte jetzt unbedingt *abschließen* ( was für ein grausames Wort !) … hab etwas komprimiert und (leider) einige Details weggelassen …
Gehört habe ich diesmal Coldplay , “A rush of Blood to the …”
Wie entsteht Liebe ? Und wann hört sie auf ? Wie lange liebt man ? Was spielt sich davor, danach und dazwischen ab ?
Wenn man liebt, also mitten *drin* steckt …denke ich reflektiert man darüber wenig, zumindest wenn alles *normal* läuft …es gibt dann andere Prioritäten …Alltag, Karriere, und klar, manchmal auch Kinder …Liebe gehört also irgendwann zum Leben dazu … zu einem gemeinsamen Leben…. Liebe verschüttet …oder zur Selbstverständlichkeit geworden …
Fragen nach “L” ..übrigens hab ich dieses große Wort jetzt mal ausgeschrieben …sonst weigere ich mich ja, es in voller Länge und in der ganzen Tragkraft und Bedeutungsschwere zu etablieren …und es tut gar nicht weh …wahrscheinlich weil es mehr diesen analytischen Blickwinkel ausgesetzt ist …
Liebe auf dem Seziertisch … oder unter dem Mikroskop … einfach nur ein Gegenstand, den ich im Laufe dieses Blogs versuche in seine Einzelteile zu zerlegen ….
Millionen von Wissenschaftlern haben das getan ..Tausende Kilometer Fachliteratur … auch in der Belletristik .. sie alle reden und sprechen in irgendeiner Form von “L“ ….Shakespeare tat es … Goethe ….Houellebecq ( von dem ich nichts gelesen habe …nur viel gehört) auch …hmm, demnach ist “L” inflationär …. jede/r redet darüber …
Und dann die Betroffenen selbst ….sicher auch Millionen von unglücklich Nicht-Liebenden …Nicht-Mehr-Liebenden … oder Nicht-Mehr-Geliebt-Werdenden …einsame und verlassene Personen …die sich Gedanken machen … ungeschriebene Gedanken meist …
Womit kann man Liebe vergleichen … diesen Prozess …hmm, das erste was mir dazu einfiel, war ein Seil …groooooße Symbolkraft, I know …
In irgendeinem Zusammenhang …. esoterisch …christlich… pädagogisch …psychologisch …. denke ich, habe ich diesen Vergleich schon mal wahrgenommen … aber egal, never mind … ich finde, er passt …
Ein SEIL also, das auf dem Boden liegt … auf einer Lichtung ..auf einer ruhigen Straße … irgendwo…. schlaff und noch unberührt …und zwei Fremde …Mann und Frau ( wobei es auch “Gleichgeschlechtliche” sein können, warum nicht … ich hasse Kategorien … festgelegte (Denk)Strukturen —- selbstauferlegte Vorbehalte/Vorurteile … schwarz /weiß ..klug /dumm …schön/ hässlich … klar, sie machen das Leben leichter …SchubladenDenken birgt aber die Gefahr des Nicht-Mehr-Hinterfragen-Müssens … es ist so, wie es ist … ich schweife wieder ab…lol)
Diese zwei Unbekannten nähern sich langsam …klar, es muss Neugier im Spiel sein . ..auch Schüchternheit ..Unbekümmertheit … dieses Seil … Fremde, die sich Fragen stellen …und die beide davorstehen .. dieses Seil betrachten … und dann auf sich selbst aufmerksam werden …sich anschauen … dann wieder dieses Seil …einer der beiden, der sich bückt … vorsichtig das Seil berührt … den anderen dazu ermutigt, dasselbe zu tun …ein erstes gemeinsames , sinnliches Unternehmen …ja, somit einen Berührungspunkt herstellen …erforschen, aus welchem Material dieser Gegenstand besteht …wie er sich in der Hand hält … irgendwann ist es nicht mehr nur dieses Seil, das untersucht wird … die Fremden, die ja nun schon etwas Gemeinsames erlebt haben, sind sich nicht mehr ganz so unbekannt …sie halten ihre Blicke aus …lächeln sich unter idealen Bedingungen an … spielen mit der Situation … mit dem Seil … streicheln es … halten es …mit einer, zwei Händen …
Dieser spielerische UrZustand …ja, hat etwas paradiesisches … weltabgewandtes … zwei Menschen, die beginnen sich anzunähern … die sich einer gemeinsamen Sache widmen … dieses Seil nur als Ausgangspunkt …als Verbindungsstück … irgendwann zieht jeder an einem Ende …das Seil strafft sich … hält aber dieses Kräftegleichgewicht aus …Gleichgewicht deshalb, weil (wieder unter “idealen” Gesichtspunkten) der eine Partner auf den anderen Rücksicht nimmt, nicht zu fest zieht …nicht seine Stärke ausspielt … ausnutzt …
Hmm, dieses Seil zwischen ihnen … mit ihnen … das immer wieder eine Rolle spielt … ein fester Bestandteil ihrer Beziehung darstellt …wird mit der Zeit jedoch immer mehr beansprucht … brüchiger … es wird altersanfällig …manchmal auch vernachlässigt … liegengelassen … dem Regen, Schnee, Wind ausgesetzt …es wird noch benutzt, aber eher im Sinne von gebraucht … ist nur noch ein Gegenstand unter vielen …hat seine Magie eingebüßt …und an diesem Seil, wenn es mal gespannt ist, ziehen nicht mehr nur zwei Personen … eine ganze Mannschaft … keine Balance mehr …und dann dauert es nicht mehr lange, bis sich jeder von diesem Seil abwendet … es hat nun völlig seine Elastizität … seine Zugkraft verloren … ist rau … unansehnlich geworden … und verrottet irgendwann … unbeachtet …
Ja, ich muss gestehen, meine Sicht … sehr negativ … aber im Kern vielleicht doch zutreffend …
Die Zeit ist heute übrigens schon längst überschritten … ich habe nach den passenden Worten suchen müssen … es waren denk ich, insgesamt 45 Minuten …
Aber heute ist Sonntag … ausnahmsweise breche ich also mit meinen Regeln …
Was ich gehört habe ….Rachael Yamagata …passt diesmal, oder ?
What´s *L* got to do with it … or with Y.O.U. ? Wie stellt sie es an, dass wir uns immer wieder verlieben … ein Leben lang …bis zum Tod (und darüber hinaus ?) ..auch wenn wir es besser wissen müssten … ich meine, der Mensch ist verdammt noch Mal ein lernendes Wesen, dass gefälligst aus seinen Niederlagen lernen sollte …die notwendigen Konsequenzen ziehen …also allein bleiben …naja, ZUSAMMEN ist man doch immer noch weniger allein … möglich, dass das die Aufgabe ist … naja, jeder hat doch eine Bestimmung mit auf dem Weg bekommen … der Mensch lebt, um zu lieben …every single person is addicted to love …
Mein erster Kuss war mit 9 … ich kann mich nicht an das Mädchen erinnern, weiß noch nicht mal mehr ihren Namen… ob blond oder braun …ob sie oder ich den ersten Schritt gemacht hat … es ist einfach passiert … ohne Vorwarnung, unbeabsichtigt …spielerisch quasi … ich weiß nur noch, dass wir in Bewegung waren … ich muss hinter ihr hergelaufen sein …sie muss mich vorher etwas *provoziert* haben …hat sie vielleicht geahnt, wie es dann weitergehen würde … ich denke nicht, es war ein Spiel …
irgendwann hab ich dann das Mädchen zu fassen bekommen … wir waren atemlos… haben uns angelächelt … atemlos und etwas herausfordernd …hmm, und dann … hat sie oder ich … oder wir beide… der Kuss jedenfalls hat süß geschmeckt ..ein flüchtiges, unbekümmertes Berühren unserer Lippen … es war eindeutig eine Mischung aus Sommer, Kaugummi und einem undefinierbaren, unwiderruflichen, unnachahmlichen Duft nach … Mädchen eben …
Ich hab sie nie wiedergesehen …mir war auch nicht bewusst, dass es etwas Besonderes war … das erste Mal sozusagen … ich weiß nur, dass es gut war … es hat sich gut angefühlt … ich weiß noch, dass da außerdem noch ein leichtes Kribbeln war …mehr aber nicht … dieser Duft … und dieses merkwürdige Kribbeln . .. und wenn ich heute darüber nachdenke … auch mein Herz muss schwerer geworden sein… um ein paar Milligramm … normalerweise sollte es sich ja leichter anfühlen …aber in diesem Moment …und in den Momenten danach …mein Herz schrumpft dann zu einem warmen, festen Klumpen zusammen …
Seitdem gab es bestimmt unendlich viele Küsse … und das schreckliche, dass all diese Folge-Küsse (wie soll ich sie sonst nennen ?!) nicht nachhaltig in Erinnerung geblieben sind … ich meine, ich könnte die verschiedenen Arten der Küsse/ des Küssens nicht den entsprechenden Frauen zuordnen … das macht mir Angst … a kiss is just a kiss … oder bin ich einfach nicht sensibel genug … geht es eventuell anderen auch so ? Ist dieses Glücksgefühl des Küssens, des vorher stattgefundenen Augenkontakts … der schnellere Herzschlag … das leichte Öffnen der Mundes .. Zungen, die zueinander finden ….ist das alles nichts besonderes … für mich… ???
Hmm, ich weiß nur, dass ich weiterküssen … mich weiter verlieben werde … die gleichen “L”-Fehler wieder begehen werde … es sind ja keine Fehler, im eigentlichen Sinn … keine Ver*fehl*ungen …
sondern ein Wachsen … ein Weitergehen …nicht innehalten … on the road to ultimate “L” …
Was ich gehört habe : also beim letzten Satz … sehr peinlich, aber wahr … Janet Jackson … Free Xone …
Heute die Frage, wo “L” anfängt, wo sie aufhört, und was so dazwischen passiert . (diese Frage hab ich auch schon im Beitrag “Liebe ein Seil ? versucht zu ergründen, ich weiß) ..das Thema ist natürlich viel zu komplex, auch emotional zu stark *vorbelastet*, als dass man es nüchtern und (vor)urteilsfrei beantworten könnte …. zumindest kann ich es nicht … jed/e hat ja auch andere Erfahrungen auf diesem Gebiet gemacht … ist befangen …
Am besten ist es dieses “L” anhand von Zitaten zu erschließen, … ihm dadurch so nah wie möglich zu kommen. Es gibt z.B. Schriftsteller, die einen für andere Menschen nur schwer vermittelbaren Sachverhalt so punktgenau und *wort-getreu* umfassen, dass man atem- und sprachlos vor den jeweiligen Sätzen steht, sie ehrfürchtig wie ein übergroßes detailreiches Gemälde betrachtet und sich fragt, wie so etwas Großes und Wunderschönes möglich ist. Ein Autor, den ich ganz langsam auch immer besser und umfassender verstehe, ist Shakespeare …klar, jede/r hat seine Vorstellung von ihm, manche sehen ihn nur als verstaubten Klassiker , als einen schwer zugänglichen Dramatiker ….goethe- und schiller-gleich … sich deshalb nicht mit ihm beschäftigen …aus Angst oder Gleichmut …Shakespeare geht im Strudel der heutigen Zeit immer mehr unter … klar, er gehört sicher zu einem der meistgespielten Dramatiker …ist irgendwo immer allgegenwärtig …aber im Grunde doch so fern …
Ok, hier ein Zitat vom genialen S-h-a-k-e-s-p-e-a-r-e (my all-time hero) , das ich gefunden habe …nur ein paar Worte, die mich betroffen gemacht haben, ich sie auswendig lerne, und die mit jedem neuen Tag eine neue Bedeutung gewinnen, Worte eben, die keine abschließende Aussage bieten, keine Lösung, sondern nur einen änderbaren “Tatbestand” wiedergeben …
“ Verderben erhasche meine Seele, wenn ich dich nicht liebe- und wenn ich dich nicht mehr liebe, so ist die Welt wieder zum Chaos worden.”
Ein Satz aus Othello …sicher, aus dem textlichen Zusammenhang gerissen, aber ist er daher weniger wert, nur weil er ein PuzzleTeil aus einem großen Werk darstellt ? Prügelt mich, wenn ihr wollt, wenn ich des Meister´s Werk so isoliert und zerstückelt habe …brutal herausgeschnitten …
Nichtsdestoweniger …dieser Satz spiegelt eine große Emotionalität, eine überaus bewusste Leidensfähigkeit wider …denn was ist die “L” …vorher ein verwirrender Gemütszustand … ein leeres Chaos …man verliebt sich (plötzlich) und alles ist auf einmal so klar, durchscheinend … alles bekommt eine andere Farbe, eine andere Bedeutung …dieser Dschungel der vorangegangenen Wirrnis …ja, vor dem Zustand der “L” war die Erde öd und leer …und dann, durch “dich” plötzlich bewohnt …bewohnbar geworden … aber was wird passieren, wenn diese “L” endet, vielleicht genauso plötzlich, wie sie angefangen hat …wenn das alles nichts mehr gilt … hmm, dann wieder dieses Chaos, nur in einer anderen Ausdehnung … schwerer …unerträglicher … und möglicherweise getrieben von der verbotenen Sehnsucht, sich wieder zu verl…., nur um zu vergessen, was vorher war, oder um diesen nicht wiederholbaren, singulären Zustand doch irgendwie zu reproduzieren … immer und immer wieder neu erlebbar zu machen …und irgendwann kommt der Tod …ja, “L” und Tod liegen sehr eng beieinander …gute Freunde …
Aber können wir am Schluss sagen, dass wir geliebt haben ..bedingungslos und selbstlos , wahrhaftig …. nicht das verfluchte “ich” sondern das unendlich kostbarere du…. alles dafür aufgegeben haben oder zumindest in Erwägung gezogen … für ein paar Augenblicke uns vergessen …das Chaos geordnet …wenn das möglich war, hätten wir wirklich eine LebensBerechtigung gehabt und könnten uns der ewigen Ruhe (???) hingeben …
Es fällt mir diesmal schwerer als sonst, einen passenden Schluss zu finden … ich bin jetzt wieder auf mich selbst zurückgeworfen .. aber vielleicht ist das ja auch gut so … mit Shakespeare allein gelassen …
Was ich gehört habe …Mother Love Bone ( bringt mich etwas zum lächeln …wegen dem “L” in der Mitte …love in the center of all things ..) … und Meat Puppets …ok, diese Musik passt nicht wirklich zum Othello-Zitat …
Ausnahmsweise schreib ich jetzt mal die WortGedankenSpiele mit “L” aus … in voller Länge, so wie sie mir in mein Gehirn schießen … experimenteller Blödsinn … aber es ist ja wie beim TV-Glotzen … wem´s nicht gefällt, einfach stopp drücken oder gleich wegzappen … also hier ein paar wilde, willkürliche Wort-Familien-Spiele .— Erfindungen eines einsamen, kranken und daher vielleicht auch unzurechnungsfähigen Herzens …diesmal auch exakt 30 Minuten lang …ideale TeststreckenZeit (aber ob´s für eine empirische Forschungseinheit reicht, wage ich zu bezweifeln)….da fällt einem einiges ein … also mir zumindest ( I´ll hope so…) :
ge-liebtes, LiebesFluchten ( ähm , ein bereits existierender Buch-/Filmtitel ?). ver-liebt, ausge-liebt, zu-ge-liebt, krank-ge-liebt, LiebesMacht, LiebesGlück, LiebesUnGlück, ab-ge-liebt, LiebesVergnügen, zer-geliebt, Ge-Liebter, LiebesHeirat, LiebesVersprechen, LiebesVerrat, liebgewonnen, LiebesBlödigkeit, LiebesLieder, liebes-arm, LiebesVerrücktheit, Geliebtheit ( hm, Wortschöpfung meinerseits … müsste ich jetzt mal näher drüber nachdenken …ähm, nee, existiert anscheinend doch bereits, sonst wär´s rechtschreibprüfungsmäßig hier bei mir rot unterkringelt …“hohe Exzellenz, Eure teure Geliebtheit” …), be-liebt, ZwangsLiebe ( auch das Wort scheint es irgendwie schon zu geben …erschreckend, doch, wirklich !), LiebesVerrat, durch-ge-liebt ( seeeehr ausbeuterisch, Macho-Spraacke !!!), KünstlerLiebe, LiebesGeilheit, LiebesReiz, InstinktLiebe (what´s that ?), liebes-müde,
quer-geliebt, PaarLiebe ( logisch , Voraussetzung ?, wann ist ein Paar ein Paar ??? ( Grönemeyer-Fragestellung ), ach ja, EigenLiebe, aus-ge-liebt, tod-ge-liebt, LiebesTrunk ….
Erbärmlich !!!!!! Ich schäme mich … die Zeit ist um … und wenn ich mir jetzt das Ergebnis betrachte … keine Ahnung, , mehr als 30 werden es nicht sein, ich hab nicht nachgezählt, will mich lieber (…lol…) im Ungewissen lassen …aber 30 LiebesWorte ( aha !!!) in 30 Minuten würde bedeuten jede Minute ein “Einfall” ….brainstorming sieht irgendwie anders aus … mich würde ja interessieren, wie viel *Ihr* so
schafft …. in der Hoffnung, dass es vielleicht doch nicht an mir liegt … sondern ein allgemeines Problem darstellt … kognitiver Tunnel ….ähm, jetzt fallen mir z.B. …die Worte wie Schuppen von den Augen …war´s dieses zeitliche Limit … so ne Art Prüfungsstress ??? Keine Ahnung ….zumindest weiß ich jetzt, worüber ich morgen poste … ist mir gerade eingefallen …
Was ich (eben) gehört habe ( vielleicht lag´s auch an der Musikauswahl …lol… ich versuche mich rauszureden … Entschuldigungen für meine Unfähigkeit zu suchen …lol…) : Franz Ferdinand, Starsailor, Radiohead, Manic Street Preachers ….
Wahrscheinlich musste ich es tun. Aus einem inneren Zwang heraus, oder weil die Gesetze der Liebe, bzw. der Nicht-Liebe es so voraussetzten … es einfach jede/r dann tut, weil er/sie es tun muss …tun will …aus Wut, Rache oder um sich neu definieren zu können, oder einfach um zu vergessen …ein ungeschriebenes Gesetz …
Ich spreche vom ersten *FrauenKontakt* nach einer Trennung … nach dem endgültigen Bruch einer nicht mehr zu rettenden Beziehung …man ist jahrelang zusammen, teilt alle Dinge … die wichtigen und unwichtigen … und irgendwann kommt dann der Punkt, an dem man glaubt, dass es ewig so weitergeht …man erliegt einer Täuschung … einem fatalen Irrtum …(( das ist jetzt eine arg verkürzte (und langweilige, stark verallgemeinerte … verallgemeinernde ) Version, dessen was mir einem widerfahren kann …Details werden später nachgeliefert))
Aber egal, dass sind alles Nebengedanken , oder wenn man so will, Voraussetzungen oder die Folge eines dann irgendwann stattfindenden Neuanfangs. Trennung, Trauer und ein bis zum Erdmittelpunkt-Versinken-Wollens ( jedenfalls hat es sich für mich so angefühlt, rein biotechnisch aber völlig ausgeschlossen , ich weiß)… aber irgendwann wagt man es dann doch … oder setzt alles daran, damit es soweit kommt ….
Es war Sommer, Mitte August. Ein fast windstiller und warmer Abend . 4 Wochen nach dem “Aus”…
Der erste, offizielle *Freigang* …allein und planlos … nur ein ungefähres Ziel im Kopf …
Nürnberg hat zwar fast eine halbe Million Einwohner, aber dafür nur eine Handvoll wirklich guter und auch gut besuchter Kneipen / Cafés … und eines dieser Lokale heißt “Meisengeige” … eigentlich ein KinoCafé … alles in einem also (“arthouse“…alternativ …sub-kulturell … studentisch …verraucht,( vor diesem blödsinnigen Verbot, ClubbeitragsZwang ) …und im Sommer kann man dort bis 23.00 Uhr draußen sitzen …auf dem breit angelegten Bürgersteig …seinen Kaffee, Wein, Bier was auch immer genießen ..lesen… und schauen ( public viewing, ist so eine Art öffentlicher Laufsteg ) … ziemlich frequentiert, dieses Viertel ….
Es war Anfang der Woche, ich denke Montag oder Dienstag, kurz nach 19.00 Uhr … ich saß an einem der Außentische … die um diese Zeit noch zu haben sind … und blätterte in der Rolling Stone vom Vormonat oder in einer meiner Filmzeitschriften … also ich war ein “pretender” … las nicht, sondern beobachtete meine Umgebung …und hoffte auf eine Begegnung ….
Ein paar Minuten später setzte sich eine junge Frau an den Nebentisch, bestellte sich einen Kaffee, holte ihr Handy raus … und schrieb und las …SMSe …ab und zu hielt sie inne … und starrte ausdruckslos vor sich hin ….ich beobachtete sie aus den Augenwinkeln … scheu und unsicher …wie immer …und ich stellte mir vor, wie ich sie ansprechen würde …ein Gespräch mit ihr führen …meine extreme Zurückhaltung aufgeben und es einfach “tun” …
Und malte mir 1000 erste Sätze aus, die ich gleich wieder verwarf … dumme, blödsinnige Sätze wie “Hi, na, wie geht´s ?” ( der blödeste Spruch den ich kenne; kam daher überhaupt nicht in Frage) bis hin zu …ja, dem perfekten Einstiegssatz, der mir dann auch einfiel … ich bin aufgrund meiner Hemmungen sehr unkreativ …lol…(aber ich schaffte es dann doch, unter größter Überwindung) :
“Hmm, kommt er nicht ?”
Sie sah mich natürlich erstmal ungläubig an .
“ Wen meinst du ?”
“Naja, ich meine … dein Handy …”
“ Ach so … neee, is nur mein Ex …der schreibt mir ständig …nervt total …”
Das erste Mal, das sie lächelte …
“ Ok., also wartest du nicht wirklich …”
“ Ne, absolut nich , ich bin öfter hier …wohn gleich da drüben …”
Sie deutete auf ein Haus, ein paar Meter entfernt.
Naja, ich geb jetzt nicht das ganze Gespräch wieder ( ist ja auch eher üblicher small-talk; eigentlich wollte ich eher die Stimmung schildern, atmosphärisch erlebbar machen) … außerdem ist meine Zeit wieder mal um….hab mich etwas ver-zettelt … keine gradlinige Story, sorry … morgen aber erzähl ich den Rest der Geschichte …
Was ich gehört habe ….Travis …my eyes … ( komischerweise haben die Songtitel immer einen (in)direkten Bezug zum Posting ..lol … oder ist das nur eine von mir gewollte, musikalische Verbindung …)
Sie trug den Nachnamen einer berühmten Latino-Queen …mehr werde und kann ich nicht preisgeben..
Jede/r hat ein gewisses Recht auf Anonymität … vielleicht hab ich ja auch schon zuviel verraten….
Hmm, was gäbe es noch über sie zu sagen ? 24, modisch selbstbewusst ( sie hatte ihren individuellen Stil), schulterlanges, blondes Haar, blaue (grün-blaue ???) Augen (die Augenfarbe ist eines der unwichtigsten ästhetischen GesichtsPunkte …, darauf achte ich nie, auch nicht auf Wimperntusche u. ä. ; wahrscheinlich wie 90 % der Männer … es gibt einfach andere optische Reize für uns .. achten die Frauen etwa auf solche Sachen ? Ganz ehrlich …würde mich wirklich mal interessieren … naja, es gibt natürlich (weibliche wie männliche) Artgenossen die haben keine Augen, sondern funkelnde Diamanten … strahlend … und irgendwie Molly-Moon-mäßig … hypnotische Wirkung … ich zähle mich da zu den “normalen” Männern …höchstens (ab einem gewissen Erregungsgrad ) matt glänzend …mehr nicht …
Auf alle Fälle hatte sie bald ihr Handy zur Seite gelegt, unterhielt sich angeregt mit mir. Es war wie ein Wunder, ich meine, es war keine stockende, zähe Unterhaltung … sondern ein (fast) ununterbrochenes, interessiertes Reden …für mich ist >gute< Kommunikation wie ein perfekt gespieltes TennisMatch ( obwohl ich von dieser Sportart keine Ahnung hab; die Regeln sind mir nach wie vor unbekannt) …die Bälle gehen IMMER über das Netz …
Irgendwann haben wir uns auch über unser Privatleben unterhalten … ich erzählte ihr alles …diese ganze Situation, in der ich mich damals befand … benutzte dabei sogar – als wäre es schon eine unabänderlicher Tatsache – das Wort *Trennung* … und das Merkwürdige war, dass sie es aufnahm, als es das Natürlichste der Welt … als wäre nichts dabei, dass ich jetzt hier bei ihr saß und nicht woanders… bei meiner Frau, meinen Kindern …und dass sie jetzt diese Position einnahm… Zuhörerin, Seelentrösterin …sie verstand mich …und ich sie …. der Typ, der ihr immer wieder SMSe schrieb (sie hatte, wie gesagt, ihr Handy während unserer Unterhaltung wieder in ihrer Tasche verschwinden lassen) war besessen von ihr …einmal lag er in ihrem Bett… nackt und teilweise blutend …er hatte sich *geritzt* …aus Liebe, behauptete er … weil er nicht kapiert hätte, dass sie mit ihm Schluss gemacht hätte, sagte sie …
Es wurde später und später …nach Mitternacht … mittlerweile mussten wir von der Straße ins Cafe übersiedeln …saßen nun an einem bequemen Ecktisch …und unterhielten uns immer noch …es gab keine Pausen zwischen unseren Worten … ich habe so etwas weder vor noch nachher erlebt …und jetzt, über ein Jahr zurückliegend, frage ich mich, was ich damals für sie gefühlt habe … war es ein Flirt, wollte ich sie “rumkriegen” …mir damit beweisen, dass ich noch dazu in der Lage war, zu lieben … seelisch, körperlich … dass ich immer noch liebenswert war … egal, was die bisher wichtigste Person über mich dachte …war es Fremdgehen ( es kam nicht zum Sex), war es trotz allem schon ein gedachter Seitensprung , oder nur eine harmlose, nächtliche Romanze …? Auf alle Fälle waren sicherlich ein paar egoistische Gedanken dabei …
Der Abend gipfelte in einer SalzstangenEntführung … unter normalen Umständen wäre mir solche spontane Handlung unmöglich gewesen … vielleicht lag es auch an der enthemmenden Wirkung des Alkohols …jedenfalls bediente ich mich ganz unverfroren an einem Glas Salzstangen, das ein Gast vor sich stehen hatte … lächelte ihn an, während ich ins Glas griff, und entschuldigte mein Verhalten mit dem Argument, dass es sich um einen akuten Notfall handeln würde, andernfalls müsste meine Freundin ( ja, so bezeichnete ich sie ) auf der Stelle verhungern …
Ich habe sie noch nach Hause begleitet ( diese zwei Häuser weiter, ein lächerlich kurzer Weg) ….zum Schluss lagen wir uns still in den Armen … ein Abschied für immer …
Wir tauschten noch unsere e-mail-Adressen aus … ich schrieb ihr auch, es kam aber keine Antwort …
im Nachhinein denke ich, genau die richtige Entscheidung, warum sollte man ein solches Aufeinandertreffen wiederholen … wir haben uns alles gesagt … an einem einzigen Abend …für 5 oder 6 Stunden waren wir uns so nahe, wie man sich (unter diesen Umständen) kommen konnte… als eigentlich Fremde, die durch Zufall aufeinanderstießen …
Was ich gehört habe …momentan läuft Myslovitz …W Sieci ….polnisch also ( hmm bin ich übrigens auch, großväterlicherseits … aber ich spreche es nicht … verstehe es auch nicht …)
Das letzte Date/ Treffen fand vor ein paar Tagen statt. Es ist deshalb so erwähnenswert, weil es im krassen Gegensatz zu meinem ersten “außerehelichen” Kontakt steht ( die letzten beiden postings) ….sowohl was die Art des Treffens (es war eine Online-Bekanntschaft ) als auch den Ablauf dieser “Begegnung” betrifft …
Naja, wie laufen typische InterNet-Datings ab ? Ich vermute, sie haben alle irgendwie dasselbe Muster …denselben Verlauf …
man gibt eine Anzeige auf … oder man antwortet auf eine … bei mir war es letzteres …
Anzeigen sind ja Angebote ….schriftliche Offerten … meist eine kurze Zusammenfassung seiner Person/ Persönlichkeit … im schlimmsten Fall ist es eine strukturlose Aufzählung äußerer Faktoren …Alter, Größe, Gewicht, Haarfarbe …für mich alles sekundäre Gesichtspunkte …außerdem oftmals nicht der Realität entsprechend …kleine Lügen… entweder fatale Selbstüberschätzung oder aber ein Negieren bzw. ein verzweifeltes Infragestellen des eigenen “Ich”s … dazwischen ist oft nichts zu finden …
Jedenfalls bin ich ein Suchender …und auch immer wieder bereit, auf außergewöhnliche und interessant klingende Annoncen zu antworten … einfach weil ich wissen will, wer sich hinter diesen Inseraten verbirgt … Neugierde gepaart mit dem Wunsch, endlich am Ziel ankommen zu können … jemand zu finden, mit dem es wieder möglich ist, zu fühlen, zu denken …; was ich mir genau darunter vorstelle, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt darlegen ….sonst verzettel ich mich nur wieder ….
Wir tauschen ein paar mails aus …meist nur drei, vier Sätze ….hmm, sie klang sehr sachlich… sie war überhaupt nicht überschwänglich …auch nicht nervös …sie war …ja, indifferent …
Für mich stellte sie daher von Anfang an bereits eine gewisse Herausforderung dar … und so machten wir dann auch einen Treffpunkt aus … nicht in Nürnberg …sondern in Erlangen … ca.30 km entfernt …
Und das war schon einer der ersten Fehler… die Gelassenheit, mit der sie dem Treffen mit mir entgegensah, führte auch bei mir zu einer Lässigkeit …in der Organisation …Erlangen und Nürnberg sind eng mit einander verknüpfte Universitätsstädte …und der Studentenfluss …dieses Pendeln zwischen den einzelnen Standorten war für mich immer eine Selbstverständlichkeit … ich besitze kein Auto, bin deshalb auf die öffentlichen Nahverkehrsmittel bzw. in diesem Fall auf die Deutsche Bahn AG angewiesen …und war mir daher absolut sicher, dass in regelmäßigen Abständen … im 15-Minuten-Takt, ein Zug fahren würde ( und nicht nur alle 25 Minuten , wie dann tatsächlich der Fall … und die Fahrt dauert auch noch mal so lang, ich hatte also überhaupt kein “StreckenGefühl” …)
Ich hatte, da ich vor dem Date noch einige Bücher in der Bibliothek abgeben wollte, schon angekündigt, dass es voraussichtlich ein paar Minuten später werden könnte … sie hatte auch noch ein paar Dinge zu erledigen und war damit einverstanden …alles kein Problem …
Das offizielle Treffen sollte um 18.00 Uhr in “Den Arcarden” erfolgen …einem modernen, langweiligen EinkaufsCenter …… passte also perfekt zu einem solchen nun auch schon für mich leidenschaftslos gewordenen Date (an jenem Tag beschäftigte ich mich gedanklich mit einer ganz anderen Person, war im Grunde überhaupt nicht in der Lage, mich richtig zu konzentrieren) …jedenfalls kam ich rund 45 Minuten zu spät … und ich hasse es, zu spät zu kommen …ich will nicht behaupten, dass Pünktlichkeit zu meinen herausragenden Eigenschaften gehört, in der Regel verspäte ich mich aber allerhöchstens um 10 Minuten …
Sie saß jedenfalls schon in dem Cafe im ersten Stock ( > 3 Zeiten < , schon über den Namen könnte ich jetzt stundenlang philosophieren …tue es aber nicht …VerzettelungsGefahr …) an einem der hinteren Tische … und sah … ja, ich benutze dieses Wort jetzt noch mal, indifferent aus …weder gelangweilt noch ungeduldig noch verärgert über meine Verspätung … sie schaute nur kurz zu mir hin … ich entschuldigte mich 1000 Mal … es war mir peinlich …die Bedienung kam, ich bestellte einen Café Latte… trank … und hörte ihr zu … und dachte an eben die *andere Person* … ich weiß gar nicht, ob sie das mitbekam … denn sie redete von sich … es war ihr Leben, das sie mir nahebringen wollte …
Sie arbeitete in einem ArchivierungsZentrum … ist dort für die ServerTechnik verantwortlich . ein ServerAusfall wegen Überhitzung … und 100.000 Euro futsch …. es fielen immer wieder bestimmte Namen … die ich schon vergessen habe …sie sprach über ihren Chef … über ihren Ex… über Augsburg ….dort würde sie einmal im Jahr zu Weihnachten hinfahren … Autofahren sowieso, als Beifahrerin schlafe sie immer ein …(gähnte sogar dabei, als wolle sie mir beweisen, wie müde sie dann werden konnte, aber ich bezog diese Mattigkeit auf meine Anwesenheit …) … sie redete auch über Essen …Essensvorbereitung … etc … zwischendurch mal fragte ich, auch um sie etwas in Verwirrung zu versetzen, ob sie rauchen würde …. “ Das weißt du ! Hab ich dir doch geschrieben, oder ? …” Auf einmal wirkte sie erschüttert über meine Ignoranz … aber das Gespräch wurde dann gleich von ihr weitergeführt ….
Ich will nicht lästern … steht mir nicht zu … ich hatte diese Situation ja selbst gewollt … und wäre ja auch gar nicht in der Lage gewesen, einen sinnvollen Gesprächsbeitrag zu leisten … naja, es gab sonst noch ein paar Peinlichkeiten …
Wir waren uns nach rund einer Stunde einig ( bzw. schloss das EinkaufsCenter um 20.00, also eine geradezu ideale Gelegenheit, das Treffen beenden zu können ) … eine unausgesprochene Übereinkunft … wir liefen dann jeder für sich nebeneinander her . sie zum Parkplatz , ich Richtung Bahnhof ….. sie redete … und ich war in Gedanken versunken … an einem anderen Ort, meilenweit entfernt … bei einer anderen Person ….
Musik ist wie der unverwechselbare Duft eines bestimmten Ereignisses der Vergangenheit … eigentlich wächst unser MusikGedächtnis erst mit der <gestohlenen> Erinnerung … an eine Person … es gibt kein musikalisches “erstes Mal” bei mir … ich höre einen Song …einige Textzeilen bleiben mir im Kopf … verwischen dann aber wieder ( ein zu schnell gemaltes Aquarell auf meiner Seele), verbergen sich … und tauchen plötzlich irgendwann wieder auf …unverhofft … und dann hat das Lied mich endgültig besetzt … und gleichzeitig entsteht das Verlangen, diesen Song mit jemandem zu teilen … verbunden mit dem Wunsch, die- oder derjenige möge das Gleiche wie ich empfinden … die Liebe zur Musik, zu einem ganz bestimmten song , wird im Idealfall schließlich zum gemeinsamen Erleben …
Die Frage, was einer hört, wann er es hört, und vor allem, wie er dabei empfindet …eine persönliche Landkarte …Kontinente …Planeten …allumfassend …. endlos ….
Hmm, heute bin ich etwas “confused” … stehe neben mir … 1000 Lieder – lost rhymes and rhythms – in meinem Kopf, die sich zu einem ultimativen “L”-Song zusammenfügen wollen …zu einer großen *hymne à l´amour* ….
Ein paar dieser Lieder konnte ich selektieren … loslösen vom Konzentrat …
1. “ My funny Valentine” in der Chet Baker-Version .. brüchig, verletzlich …Baker singt nicht … er leidet …er macht diesen Song, an dem sich vor und nach ihm unzählige Interpreten versucht haben , zu seinem Song …wie >~*gott *< , der einem leblosem Etwas Leben einhaucht …
2. “ Je suis venu te dire que je m´en vais” …. Gainsbourg , Serge … noch ein ewig “Leidender” … der seine Verwundbarkeit kompensierte, indem er sich nach und nach dem “blauen Dunst” verschrieb … und sich damit dem Unvermeidlichen aussetze ….<Abschied ist immer ein unausgesprochenes Element wahrer Liebe>
3. “Guggisberglied” …Stephan Eicher … ein Schweizer “traditional” – sprachlos vor Ergriffenheit …von der Schönheit und Einfachheit der Worte
4. Shelter from the Storm”- Bob Dylan ….einfach nur die Augen schließen …und dann abwarten, was passiert …
5. “ I hope that I don´t fall in love with you” – Tom Waits …a real nighthawk -song … um Mitternacht …ein Glas Whiskey in der Hand …an “ L” denken
6. “Save me”- Amiee Mann … she was the one, who saved me …
7. “Blowers Daughter”- Damian Rice ….der *dazugehörige* Film “Closer” ist einer der erschütternsten und glaubwürdigsten über “L” … deren >zerstörerischer< Kraft ….ein Film wie ein Faustschlag mitten ins Herz
8. “Pale blue eyes” – Lou Reed …. eigentlich kein typischer Love-Song-Schreiber … eher ein literarisch geprägter Typ … etwas wie Edgar Allen Poe ( ok, “ The Raven”, eine seiner letzten CD´s ,*beweist* es) …der dunklen Seite des Lebens zugeneigt …
9. “Barefoot” – K.D. Lang …”… I´d walk trough the snow barefoot if you´d open up the door …”
10.“ Storybook Love”- Willy de Ville … ein Lied, das losgelöst vom eigentlichen Soundtrack
( “ Princess Bride”) eine ganz andere, allumfassende Wirkung erzielt …danach noch “heaven stood still” anhören … und nur noch eins wollen … in Liebe sterben ….
Ein ganz wichtiges Lied hätte ich beinahe vergessen … ein Lied, das mir seit ein paar Stunden – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr aus dem Kopf gehen will … ich mir gerade auf youtube das entsprechende Video angeschaut habe …hmm, jetzt Endlosschleife… ein sehr bekannter Song, aber ist er deshalb weniger wert … weniger emotional …?
Please listen closely now ….to Peter Gabriel & Kate Bush … ********* “Don´t give up” …
Es gibt glücklicherweise regelmäßig L-Songs, die sich an die Oberfläche meines musikalischen Gedächtnisses drängen, um dort für einige Zeit wieder ihren Platz einnehmen zu können
Meine extreme (Anfangs)Schüchternheit treibt mich immer zu den merkwürdigsten und aber auch besten Orten …
In Nürnberg ist es um wirklich gute Kneipen und Cafés schlecht bestellt … vor 20 Jahren gab es zumindest noch das KOMM … Sammelbecken für alles was alternativ an den Rand gedrängt wurde … Hippies (auch eine Seltenheit), real Punks (wo sind sie geblieben, die mit schwarzer Lederjacke, und Ratte auf der Schulter ?), Langhaarige Freaks ( wobei ich lange Haare bei Männern sehr gewöhnungsbedürftig finde …vor allem wenn das Ganze durch einen sauber geflochtenen Zopf zusammengehalten wird …das ist jetzt kein Vorurteil, nur ein für meine Augen ästhetisches Verbrechen …ich krieg dann automatisch Fluchtgedanken)….
Die Zeiten haben sich radikal geändert … das KOMM wurde stark renoviert, architektonisch entfremdet, es wurde geglättet … “sauber” gemacht , nichts ist dort mehr mit gesellschaftlich radikalen Themen in Verbindung zu bringen … das alte Team wurde fast komplett ausgewechselt oder hat freiwillig abgedankt …ab und zu mal ein kurzer, zarter Windhauch, der an alte Zeiten erinnern soll ( für die ****EwigGestrigen”””” , die sich doch noch in dieses neue Gebäude verirren …und dann hoffungslos verlaufen ..
Das Beste am “neuen“ KOMM sind noch die Sanitäranlagen … (die scheinen aller RenovierungsWut standgehalten zu haben oder wurden sie nur schlicht übersehen ?) … Wände noch extrem graffitiverschmiert oder mit Stickern ver- und beklebt (einer über den anderen) und auch die 4meterlange “Pissrinne“ (sorry, Mädels, lest bitte drüber weg) original beibehalten ( oder wer weiß, vielleicht ist das nur mein Empfinden, vielleicht eine “öffentliche” KunstInstallation, irgendein überlebter BeuysSchüler, der sich daran “versucht“ hat ( by the way, I love Beuys … auch wenn ich ihn nicht verstehe; seine KunstAuffassung ist destruktiv und irgendwie immer wieder “konservierungsbedürftig “ … der Vergänglichkeit ausgeliefert …oh Mann, ich labere pseudo-kunstwissenschaftlich ….auch darüber wird noch zu reden sein … +++++Kunst ist Kunst ist Kunst … ist “L”++++)
Selbst das KOMM-Kino …völlig anders nun , angepasst …auch wenn es immer noch so heißt, die Preise völlig überzogen … kleinste Leinwand der Welt, enge schwarze “AbsolutNichtKinoSessel” und leider mainstream Arthouse …die wichtigsten Filme werden regelmäßig unterschlagen, oder es wird kein Wert darauf gelegt, sie zu besorgen …
Ok, Themaverfehlung oder wieder mal verzettelt… denn eigentlich wollte ich über mein gestriges (leider im Grunde genommen, fehlgeschlagenes) soziales Kompetenztraining berichten .
Ich war im “Fatal” … Jagdstr. 11 (oder 12 ?) … DER Schwulen/ Lesben- SzeneTreff hier in Nürnberg , denke ich, ((will ich) vermuten), obwohl von wirklich schwulem Publikum gestern nichts zu sehen war … außer den 2 hinter der Bar, die sind zwar (eindeutig ?) schwul sind, aber sie arbeiten ja da … also angestellte Schwule (lol, was für eine böse Unterstellung ) …es sind dann meist die “normalen” 20 bis 50-jährigen NichtSchwulen, die diesen Ort aufsuchen …so wie ich … es kostete mich deswegen keine Überwindung ….was mir fehlt, ist die Motivation oder auch die innere Notwendigkeit, mal aus meinen eigenen 4 Wänden zu fliehen, rauszugehen … und Neues , neue Leute … vielleicht die “L” meines Lebens zu entdecken ( aber diesen Glauben hab ich irgendwie nicht mehr ) ….
Jedenfalls war zum Zeitpunkt meines Eintreffens im “Fatal” ( kurz nach 18.30 ) das Lokal fast menschenleer, zwei Leute, die vor der Eingangstür rauchen (mussten), die 2 hinter der Bar ( und in der Küche), und ein paar an den einzelnen Tischen verteilten Gäste …die alle (eindeutig ?) nicht schwul “aussahen” …
Genau, das ist meine wichtigste Erkenntnis des gestrigen Tages … ich konnte meine Vor(ur)teile gegenüber der “schwulen” Bevölkerung ( hatte ja leider nur die 2 hinter dem Tresen …) bestätigt finden bzw. widerlegen …ich finde es äußerst wichtig , sich und auch seine Umwelt immer wieder in Frage zu stellen … nichts ist das, was es scheint … vor allem wenn es ein manipuliertes Denken ist
( gesellschaftlich veranlasste/ produzierte Denkmuster ), das immer schlecht ist … deshalb verweigere ich mich auch seit längerem dem Studium der Zeitung ( ZeitungsLesen war mal meine liebste Beschäftigung …. doch dann kann der Golfkrieg …11. September … und es wurde nur noch *ge-meint* und nicht mehr berichtet … alles war eingefärbt ….historisch verklärt … in Schieflage gebracht …) … naja, ab und zu werde ich rückfällig … lese aber eher den FeuilletonTeil … keine (Lokal)politik …etc …
Wie krieg ich jetzt bloß wieder die Kurve …lol ….? Außerdem mein Limit, diese 30 Minuten schon längst wieder überschritten …
Reicht nur noch für einen kurzen atmosphärischen / gedanklichen Eintrag ….
Was lässt mich so über meine sich innig liebenden “GeschlechtsGenossen” denken … warum faszinieren sie mich und wirken doch so fern und “fremd” auf mich … vielleicht weil ich mir vorstelle, wie mich jemand umarmt … küsst … auf den Mund … ein Mann ?
Ach ja Vorurteile, die bestätigt werden konnten … ( hatte ja nur die 2 “angestellten” Schwulen ) … sie tragen alle ein knappes T-Shirt, einen Ohrring … haben ein tolles, dezentes Parfüm ( ich bin sehr anfällig für Düfte …), und sind superfreundlich, im Sinne von aufmerksam und aufgeschlossen …
also alles in allem positive Merkmale …alles, was die “Anderen” ( wer sind sie ?) oft nicht (mehr) haben … diese für alles zugängliche “WeltSicht” … unvoreingenommen und “open minded” ….
Auf alle Fälle werde ich bald wieder ins “Fatal” … dort weiter meine VorUrteile bestätigen ….
diesmal vielleicht auch ohne MotivationsSchwierigkeiten … ohne die mir innewohnende Antriebsarmut …
Manchmal muss man sich eben mal selbst einen Arschtritt verpassen …
Was ich gehört habe ?
Red Hot Chili Peppers …. “Stadium Arcadium” ….
Wasser ist ein Element, das immer da war (dagewesen sein muss)…auch als die Erde noch wüst und leer war …unbewohnt …Wasser als Grundlage des Lebens ….naja, und wenn wir die Hominisation …diesbezüglich die evolutionäre Theorie des Wasser-Affen, als Tatsache begreifen ……dann sollte man annehmen, dass wir eine ganz besondere Beziehung …ja, fast schon eine Liebe zu diesem Element empfinden (müssten) …
Ohne Wasser keine Zivilisation (zivilisierten) Menschen … unser Körper besteht ja auch zum Großteil aus Wasser … und wir müssen immer auch wieder Flüssiges zu uns nehmen, um nicht auszutrocknen … GedankenAssoziation wie immer …
Auf was ich eigentlich hinaus will … ich bin ein *Schwimmer* … ein täglicher Schwimmer … ein hoffnungslos Süchtiger …ohne Schwimmen geht bei mir nichts mehr … I´m addicted …
Und das Verwunderlichste, ich war es vorher – vor einem Jahr noch nicht – Wasser hatte bis dahin (fast) keinerlei Bedeutung für mich …naja, Duschen, Baden, Trinken, Regen usw. gehört ja zu einem jeden Leben dazu, aber darüber hinaus …?
Wenn man es genau betrachtet, wurde ich ins Wasser getrieben …wurde gezwungen, mich ins Wasser zu begeben …trennungsbedingt …als vor einem Jahr die Welt über mich einbrach …ich erstmal Wochen danach betäubt war …innere Leere, die mit Bewegungslosigkeit einherging …ich etwas unternehmen musste, um nicht ganz unterzugehen …
Dieser inneren und äußeren Bewegungslosigkeit etwas entgegenzusetzen …wieder Körper (und Seelen)Spannung zu erreichen …wieder etwas zu empfinden …natürlich hätte ich auch psychologische Hilfe in Anspruch nehmen können ( was ich in der Vergangenheit auch mal “versucht” habe … aber
Psychologen sind für mich Ärzte …selbst wenn sie keinen weißen Kittel anhaben …sie operieren dich…
greifen mit kalten Zangen nach deinem “Innersten” …)
Das erste, was ich “nach der Trennung” ausprobiert habe , war Joggen … aber nach einer halben Stunde taten mir die Knie weh … es war unmöglich, weiterzulaufen … von der Kondition her ging es eigentlich …. es war ok. … und genau das war dann auch ein weiteres Problem … ich wollte ein dauerhaftes KörperWieder(emp)finden erzielen … kein Augenblickliches, nur aus Zwang heraus entstandenes ….etwas, das man macht, um es zu machen … ohne eigentlichen Bezug …
Mein zweiter sportiver Versuch war “FitnessTraining” …. einige von Euch sind sicher regelmäßige Besucher eines Studios, in dem man vor allem seine Muskeln (oder NUR seine Muskeln) “aufbauen” kann …für mich aber war das noch schlimmer als Joggen … all diese Gewichte, Streckbänke …Laufbänder … das passte eindeutig nicht zu mir …
Und ich wollte schon aufgeben … mich wieder der Starre meines Körpers hingeben … da entdeckte ich …ja, die Liebe zum Wasser …
Früher war ich natürlich immer wieder mal im Schwimmbad … allein, mit oder ohne Kids, Frau …
aber es war nur ein “Besuch” …
Und jetzt ist es ALLES (was ich habe) …ohne Schwimmen ist für mich Leben nicht mehr vorstellbar …Schwimmen als Therapie … *ultimate passion* …und um mich nicht ganz zu verlieren, ist es zeitlich begrenzt … genau 1 Stunde 50 Minuten … jeden Tag … my daily pleasure …
Ich könnte jetzt ohne Ende weiter philosophieren … über Wasser, über das Treibenlassen … sich ins Wasser begeben … Oberflächenspannung …Nicht-Untergehen (Nicht-Unterkriegen-Lassen) .. und werde das auch bestimmt immer wieder ( in meinen späteren BlogEinträgen) … einfach weil das Schwimmen einen wichtigen Teil meines Tages einnimmt …nicht mehr wegzudenken ist …
Was ich gehört habe … Online-Radio …Wort- und Musikbeiträge …
“Weiss nid was es isch “…. listen to Stephan Eicher ….but will you really understand me him ?
Tja, ich weiss auch nicht, was es ist … dieses unbestimmte Gefühl …bin ich drüber hinweg, stehe ich nun wirklich über den Dingen ?
Meine “inner feelings” dachte ich schon seit langem abgetötet zu haben … begraben, deep down …und jetzt ? Nein, will sie nicht wieder *aktivieren*, es ist eher eine Art Phantomschmerz, etwas was nicht da sein kann, und es dann doch irgendwie ist …
Ok, die “Trennung” … das “endgültige Ende” war Anfang Juli 2007 …ich weiß, dass ich oft geschrieben habe “seit einem Jahr” …”vor einem Jahr” …aber wenn man es ganz genau nimmt, ist es schon weit länger zurückliegend … 15 Monate …die Chronologie der Ereignisse ist bei mir etwas durcheinander geraten, und oft wünsche ich mir natürlich, dass es tatsächlich ein paar Monate “weniger” wären … aber würde das etwas ändern ?
Und wie beendet man eine Beziehung, wie schafft man es, Erinnerungen sterben zu lassen ? Sucht man in seinem “Inneren” nach einer Möglichkeit des absoluten Vergessens … ein Auslöschen aller Ereignisse, die mit “ihr” zusammenhängen ( …in Zusammenhang gebracht werden können ) … irgendwie muss ja jeder damit zurecht kommen …es ist kein Jammern an sich, obwohl ich oft lamentiere… ich möchte nur hinterfragen, um zu verstehen, wann etwas zu Ende ist, um unwiederbringlich Platz für “Neues” zu schaffen … wann ist es ein “Abschied für immer” ?
Hmm, natürlich gibt es zu diesem “Thema” den Film “ Eternal Sunshine of the Spotless Mind” …den ich mir immer noch nicht anschauen konnte …
Tausend Fragen und eben so viele mögliche Antworten also …
Was mich emotional etwas näher zu ihr gebracht hat , waren die letzten Tage, an denen sie versucht hat, so etwas wie eine neue Unbefangenheit mir gegenüber zu zeigen, die mich einerseits irritiert und andererseits natürlich auch freut ( wir “zerfleischen” uns nicht, kein Hass …haben wir auch “vorher” nicht) …wir unterhalten uns …merkwürdige Themen … dass sie ihren “Freund”, der gleich anschließend in ihr Leben (ohne mich) trat , eigentlich nicht wirklich zu lieben glaubt liebt … dass es große Unterschiede zwischen ihnen gibt … sie ihn verlassen möchte, wenn sich daran nichts ändert … dass sie ihm noch eine “letzte Chance” einräumen möchte … ab Freitag fliegt sie mit ihm nach Mallorca …ein letzter Versuch also …
Nur warum erzählt sie mir das ? Demjenigen, der nicht mehr da ist … nur noch die Rolle des stillen Beobachters ihrer neugefundenen Existenz einnimmt … ist es das reine Verlangen, sich irgendjemandem mitzuteilen .. der sie vielleicht wirklich verstehen könnte, einfach weil er sie zu gut kennt …oder ist es nur eine Bemühung, wieder etwas Intimität aufkommen zu lassen … haben wir nun etwa eine Art Bündnis geschlossen … indem sie mir erzählte, was noch nicht mal “er” weiß … Ironie des Schicksals also …ich weiß ausnahmsweise (?) mal mehr als die Person, wegen der sie mich verlassen hat …
Ja, Liebe saugt einen aus, zerstört, tötet …. ein innerer, aussichtsloser Kampf …GefühlsChaos ….Abgründe …mit freiem Blick auf den Herzmittelpunkt … grenzenlos verwundbar …
Liebe heilt aber auch … ist das Schönste und Beste was uns passieren kann ….und was ist unsere wirkliche Bestimmung, warum leben und atmen hier … nicht um irgendwelche sch***** Reichtümer anzuhäufen…. love is living …
Natürlich kann auch Liebe Abhängigkeiten schaffen …materialistisch werden …anfängliche Selbstlosigkeit in hierarchische Strukturen verwandeln …natürlich ist es nicht die Liebe an sich, sondern die Liebenden, die irgendwann die eigenen Grenzen nicht mehr wahrnehmen, sie überschreiten … und damit nach und nach alles zum Einsturz bringen ….
Warum ich heute so *depressiv* …. destruktiv bin ? Vielleicht weil ich spüre, dass ich krank werde …erste Anzeichen sind schon da … es fühlt sich wie ein grippaler Infekt an … ist aber was völlig anderes …vor ungefähr einem Jahr hatte ich dasselbe (körperliche) Empfinden … Symptom einer inneren, radikalen Wende …irgendetwas passiert mit in mir … oder ich muss es *passierend machen* ….mein Überlebenswille, der sich nun gedanklich und physisch meldet … ein AlarmSystem, das mir mitteilt, dass sich etwas ändern muss … dass mein bisher geführtes Leben nicht mehr so weitergehen kann …
*Vor einem Jahr* war ich lovesick (?) …ich wohnte noch mit Alice zusammen …wir zerfleischten uns ….mit jedem Tag wurde es schlimmer …und es musste eine Situation herbeigeführt werden, die uns wieder “normal” werden lassen konnte …
Die einzige Lösung aus diesem Zustand war das Weggehen, Loslassen, eine räumliche Distanz herzustellen …aber bis ich diese Entscheidung treffen konnte … diesen *point of no return* akzeptieren und dann auch “ausführen” konnte …war ein langer, schmerzhafte Prozess … etwas, das sich in mir festsetzte … ein unheilbar eingebildeter Virus, der mich befiel ….
Einen Monat bevor ich auszog ausziehen konnte, wurde ich krank …bekam leichtes Fieber, mein Kopf fühlte sich schwer an, meine Nase war dauernd verstopft und ich konnte kaum mehr richtig sprechen ….ich hatte gerade angefangen, zu begreifen, dass Alice mich tatsächlich nicht mehr liebte, dass es kein Spiel war …. kein schonungsloser Albtraum, aus dem ich doch noch irgendwann wieder erwachen würde (darauf hoffte ich … nur ein lang anhaltender, grausamer Traum, den ich versuchte, mit meinen Ängsten in der Vergangenheit in Verbindung zu setzen, zu vergleichen … doch zwangsläufig an der Andersartigkeit und RealitätsHärte scheiterte ….der “Traum” war einfach zu lang, zu wirklichkeitsnah, als bloß ein Traum zu sein …)
Ich brauch zukünftig mehr Motivation …Struktur in meinem Leben …dieses Blog hilft mir ungemein …diese klar umrissenen 30 Minuten der Introspektion … des kurzen Innehaltens … des ZurückGeworfenSeins auf mich selbst ….mein “Ego” hinterfragen … mich selbst in Frage zu stellen …
Diese akute “Krankheit” als Ausdruck meiner Zerrissenheit …aber auch als Chance zu begreifen …als ein Neuanfang, der schon lange fällig war … die Unzulänglichkeit meiner NichtHandlungen muss ein Ende haben …
BlogEinträge schreiben, Schwimmen (obwohl ich mich nicht gut fühle) das alles ist notwendig, um mich zumindest wieder ein Stück weit selbst zu finden …
Noch habe ich keine klaren Vorstellungen / Entschlüsse gefasst , nur das dringende Verlangen nach radikaler Veränderung ….
Was ich gehört habe ? Charlotte Gainsbourg … 5:55 ….schon etwas älter, ich weiß … bringt mich aber
hoffentlich dazu, endlich mal den Film anzuschauen “ Science of Sleep” …mit ihr und Gael Garcia Bernal … ( selbst vor Filmen habe ich derzeit Angst … oder zu große Ehrfurcht …)
Eigentlich kann ich gar nicht schwimmen, ich versuche immer nur, mich so geschickt wie möglich über Wasser zu halten … und ich bin erst recht kein Taucher (mit oder ohne Brille und Flossen) und auch kein Turmspringer ( allein schon wegen der HöhenAngst; 1 Meter-Brett-Höhe ist für mich 100 in Wirklichkeit, also bin extrem “verhältnisgestört“) …
Wenn man bei mir von einer Disziplin sprechen kann, dann ist es das Brust*schwimmen* …>Rücken< kann ich auch, aber da fühle ich mich immer wie eine aufgeblähte Leiche, also lass ich´s …außerdem der uneingeschränkte Anblickauf meinen meines Bauches muss nicht sein … und an die Holzdecke des Schwimmbads glotzen ist auch nicht gerade besonders prickelnd …
Andere Schwimmarten müsste ich mir erst erlernen selbst beibringen …Kraulen z.B. finde ich sehr interessant …man driftet schneller durchs Wasser …und sieht besser aus dabei … und ist dann wahrscheinlich auch schneller erschöpft …keine Ahnung, ob ich mein aktuelles Pensum von 1 Stunde und 50 Minuten so ohne weiteres halten könnte, ob ich nicht nach einer halben Stunde keuchend und kurz vor dem Infarkt stehend aus dem Becken gezogen werden müsste … wahrscheinlich ja, denn als Süchtiger wie ich, hat man keine Chance, sich selbst zu stoppen …man will diesen special Kick erleben, ja, irgendwann ( so nach einer Stunde ungefähr) schwimmst du nicht mehr, sondern wirst geschwommen …klingt komisch, ist aber so …als würdest du an einem unsichtbaren Seil ( nein, nicht DAS Seil ) durch die Bahn gezogen. Nur wer ist am anderen Ende ? Niemand, oder … einer dieser durchtrainierten Schwimmmeister ? Naja, ein paar weibliche gibt´s auch …
Was hat das alles mit dem großen, magischen “L” zu tun ? ”L” zum Wasser zum Beispiel… du musst nicht nur gerne schwimmen …du musst es lieben …dadurch unterscheide ich mich vielleicht von einigen der täglichen Mitschwimmer … viele von ihnen sehen es als unbedingte zu erfüllende Pflicht, manche von ihnen sicher auch als Qual an, also nichts was wirklich Spaß macht … sondern nur eine Alternative/ Ergänzung zum FitnessStudio darstellt …sie sehen oft richtig unglücklich, geplagt aus, wenn sie ihre Bahnen schwimmen …
( klar, alles in allem, super ausgerüstet, Schwimmbrille, verdammt ganzkörper-glattrasiert ( naja, Wasserwiderstand dann profischwimmermäßig stark reduziert), (schwarze) Badekappe etc.; ich finde diese “Maßnahmen” ziemlich übertrieben … es sind ja zu 99 % keine SpitzenSportler, die da ins Wasser gehen …aber egal, was ich im Grunde genommen sagen will … bei vielen ( nicht nur bei Schwimmern) fehlt es an echter Leidenschaft, es ist dann nur noch Besessenheit …
Und alles was ohne Leidenschaft geschieht, geschieht eigentlich nicht wirklich …passiert nur so nebenbei …aber auch bin da manchmal nicht ganz ehrlich zu mir selbst … denn es gibt tatsächlich Tage, an denen ich mich ins Bad quäle, an denen ich nichts (oder wenig) empfinde …und mich frage, warum ich das mache …
Aber sobald ich im Wasser bin, ein paar Lagen geschwommen bin, weiß ich wieder warum ….
wegen dem “absoluten Glück” ….
Was ich gehört habe ? “ Das absolute Glück” …von Peter Licht …lol… Koinzidenz, oder nur geklaut, aber der Song gefällt mir …
“…Und würd ich wissen, wo kein anderer ist , würd ich wissen, wo du bist …”
Hmm, wo meine Ex ist, weiß ich … sie ist weg …heute Nacht, nach Mallorca. .. mit ihrem LoverLover …für 10 Tage …hab ich aber schon geschrieben …und muss mir egal sein …also leidenschaftslose Anteilnahme ( klingt ja fast wie *Beileid*) der jetzigen Situation …
Sie ist nicht mehr meine No. 1 …längst haben andere ihren Platz eingenommen …aber trotzdem muss ich heute (aus gegebenem Anlass) doch über sie schreiben … und ich habe es kommen sehen, aber da bin ich garantiert nicht der Einzige … schon das erste Mal, als ich davon erfuhr, dachte ich, dass das nur schief gehen kann … Madonna kann sich nicht an einen einzigen Mann binden ….ihm diese “ewige Treue” schenken … Heiraten und eine Familie “gründen” …schon allein die “Sache” mit Sean Penn, mit dem sie ja auch liiert war, war von Anfang an zum Scheitern verurteilt … sie waren “too different”… Sie, die gerade den musikalischen Olymp erklommen hatte und er noch auf der Warteliste …noch ein Mr. Nobody …früher habe ich ihn gehasst ( nicht nur weil Madonna, (und nur sie) meine alleinige und uneingeschränkte Aufmerksamkeit besaß, mein Vertrauen und meine Bewunderung, ich war ihr untergebener Fan …stellte weder sie, noch ihre “Aktionen” jemals in Frage …und es tat verdammt weh, sie an der Seite eines solchen Typen zu sehen ; ja, damals war alles anders, meine *FanEifersucht* kannte keine Grenzen… ich war ihr treuer, willenloser *Sklave* …sie hätte damals alles von mir haben können …)
Nun, wo sich mein *FAN*atismus gelegt hat, ich Madonna nur noch als “eine unter vielen” sehe, also nicht mehr überhöht und verklärt ….fällt meine “Bewertung” ihrer Person, oder das was sie darstellen will, natürlich ganz anders aus …. es etwas deutlicher zu sagen , sie ist vielleicht gut für eine (längere) *bed time story* …einfach weil die diese “BoyToy”-Mentalität hat … sie spielt mit den Männern … sie ist diejenige, die IMMER die Kontrolle ausübt …einfach weil sie Madonna ist …no, she´s no saint ..definitley not …nur spielt sie diese Rolle des “Man Eaters” perfekt … es ist keine Rolle mehr, sondern schon zu ihrem Selbst geworden …Madonna die Gefangene ihrer eigenen Inszenierung …auch wenn sie vorgibt, sich immer wieder selbst zu *erfinden* …und dann doch nur eine “Variation” ihres Egos +ab+liefert ..
Klar, ich bin hart in meinem Urteil, aber ich war lange “mit ihr zusammen”, und vielleicht fühle ich mich deshalb berechtigt, so etwas sagen zu können (außerdem ist meine “Ehe” ja auch gescheitert) … ich besaß alle Platten (das erste Album “Madonna” Anfang der 80er, mein Zimmer voller BravoPoster …Madonna kontrollierte mein Leben …oder fast, natürlich hatte ich auch noch andere Interessen und Verpflichtungen …und zur damaligen Zeitpunkt, niemand der meine Besessenheit teilte, alle fanden sie nur <gut> oder <ok> …aber niemand war bereit, alles für sie stehen und liegen zu lassen …
Ich kaufte mir auch ihre weiteren Platten (auch die verschiedenen Soundtracks; sah auch die dazugehörigen ( rückblickend grauenvollen Filme) …vielleicht hab ich sogar von ihr geträumt …
Aber inzwischen ist sie nur noch eine *Randfigur* …ein frühes Produkt meiner wilden Jugend …
Was ist passiert ? Bin ich “reifer” geworden …habe sie und das Business durchschaut …oder war es eine zwangsläufige Entwicklung … habe ich sie “gebraucht” … war sie Teil meiner Selbstfindung … oder nur
etwas, was jeder und jedem irgendwann “passiert” …? Dieses “andere” Leben … diese Anhänglichkeit, Obsession … mit einem Star …?
Was geblieben ist, sind ihre (guten) Lieder …und Melancholie… ja, fast schon so etwas wie Trauer … mitansehen zu müssen, wie sie sich nach und nach selbst zugrunde richtet … die letzten Fotos sind einfach zu schrecklich … es ist diese äußere Fassade, die große, unübersehbare Risse bekommen hat … und Madonna war immer jemand, der größten Wert auf ihren Körper gelegt hat …nun ist sie eine “alte” Frau geworden …was absolut nichts schlechtes ist … jede/r wird alt …nur es ist eine Frage der Einstellung (und vielleicht auch eine Frage, wie die FanGemeinde darauf reagieren könnte, wenn sie merkt, dass Madonna auch nur ein “Mensch” ist ..eine Sterbliche unter Sterblichen … jemand, der älter wird … ) Aber sie will um jeden Preis alterslos bleiben …ihre Songs sollen reifen, aber ihr Äußeres unveränderbar bleiben … dieser Widerspruch ist das, was ihr nun zum Verhängnis werden kann …. denn diesmal muss sie sich wirklich grundlegend neu erfinden … zu groß ist die Kluft zwischen ihr und ihrem SelbstBild …
Arme Madonna, armer Guy Ritchie … und am bedauernswertesten …ihre Tochter Lourdes Maria …
Was ich gehört habe … natürlich Madonna …wäre ja auch blasphemisch, wenn nicht … “American Life”
Bis vor ein paar Monaten war es mir nicht möglich, *L*-Filme anzuschauen. Allein der Gedanke, dass sich in diesen Filmen (mindestens) 2 Menschen küssen könnten, oder unverschämter Weise auch gleich (anschließend) Sex haben, war für mich unerträglich. Vor der Trennung hatte ich damit überhaupt keine Probleme, ganz im Gegenteil, es waren neben Action, Thriller und ab und zu auch etwas Horrorshow ( nur die richtigen SplatterMovies, *Saw*, *Hostel*, die mit Verlust von Körperteilen oder ähnlichem einhergehen, sind für mich nicht konsumierbar ( konsumierbar im wirklich wörtlichen Sinn zu verstehen, da könnte ich kotzen …; “ The Ring“, “Sawn of the Dead* ( auch das Original) hingegen unglaublich ironisch ( very britsh) und auch *Hot Fuzz * >vom “gleichen” Team< ( nicht eigentlich ein HorrorFilm, nur an einigen Stellen etwas eklig; nicht zu vergessen * Dusk ´til Dawn* …/ Salma Hayek, Clooney , Keitel / ( was macht der überhaupt jetzt ?) etwas mexican style, die abgefahrene Musik dazu; Tarantino kopiert sich meiner Meinung nach nur noch selbst, ist sein eigener cooler ZitatenLieferant geworden; aber ich lass mich wie immer gern vom Gegenteil überzeugen, vielleicht ist sein letzter Film “Death Proof” ja wirklich exorbitant) meine liebsten Filme (wow, KlammerProblem gerade noch so lösen können …).
Aber ich denke, heimlich tun das alle Männer ( “L“-Filme gucken) , nur ist es ihnen peinlich. Passt nicht zum allgemeinen Männerbild. Genauso wenig wie Onanieren, Weinen dürfen müssen, sich die Achselhaare rasieren, oder (ein)parfümieren; alles Dinge, die man(n) nicht öffentlich “erledigt” oder zumindest es vehement abstreitet. Das Beste, was einem echten Mann in diesem Fall passieren kann, sind Freundinnen, die ihn dazu nötigen, mit ihm im Kino zu gehen, um dort tränenreiche Filme wie “Pretty Women”, “Schlaflos in Seattle“, “Die Brücken am Fluss” u.ä. anzuschauen (ok, bei “Titanic” gilt dann natürlich die Ausrede, dass man(n) sich nicht für die “L”-Story an sich interessiert, sondern für Schiffstechnik).
Für mich wäreauch die endgültige ( Single)Männerquote beim “Sex and the City”-KinoFilm interessant … wie viele sich dazu bekennen, sich “outen” …also ich jederzeit, nur habe ich ihn schlicht und einfach *verpasst* …aber bei “La Boum”, “Dirty Dancing”, “Die Hochzeit meines besten Freundes” ( eigentlich alle Filme mit Julia R.; neuerdings spielt sie ja auch jenseits dieser Romantic-Comedy-Schiene; Erin Brockovich war eine Art Wendepunkt für sie) und anderen “eindeutigen” Streifen, habe ich kein Problem.
Gestern allerdings habe ich (zum zweiten Mal in kürzester Zeit, was sonst nie und niemals vorkommt !) einen Film angeschaut, der mich absolut hingerissen hat, von der ersten Sekunde an in seinen Bann gezogen … und ich überleg mir, ob ich demnächst bei mir nicht einen “GebetsTeppich” ( als “Atheist” keine leichte Aufgabe) ausrollen soll, und jedes Mal, wenn ich den Film wiedersehe ( denn das muss ich), mich in Erfurcht verbeuge und Asche auf mein Haupt streue.
Der Film heißt “Across the Universe”, und ist … naja, was eigentlich … ein bebildertes BeatlesSongBook, ein Rock ´n Roll-Musical der ganz besonderen Art, eine Hymne auf die Liebe (diesmal wieder ausgeschrieben) …oder einfach ein wunderbares *AugenSpiel* … ?
Der Regisseurin Julie Taymor ist es gelungen, eine unglaubliche Zahl an bekannten BeatlesSongs in eine schlüssige Handlung zu integrieren ….wobei die eigentliche Story schnell erzählt ist … es ist die Geschichte von Lucy und Jude ( klar, sofort Beatles-Song-Assoziation hervorrufend), die durch die Wirren historischer Ereignisse sich finden, sich (kurz) aus den Augen verlieren, um dann im großen Finale wieder aufeinandertreffen …viel American LifeStyle der 60er und 70er Jahre ( BeatlesTime also) … VietnamKrieg, MartinLutherKing …StudentenRevolte ….aber don´t panic, es ist kein politischer Film, wie vielleicht “JFK” oder “Nixon” … die Liebe zwischen den Darstellern ist der Haupterzählstrang …”Love is all you need” ….
Alle Beatles-Lieder werden übrigens von den Mitspielern selbst gesungen … und ich denke, wenn man diese Neuinterpretation hört, wird man auch die alten Lieder der “Fab4” in einem völlig anderen musikalischen Zusammenhang wahrnehmen …
Wenn man an die Beatles, oder auch an andere “alte” Bands … Singer/Songwriter wie die Rolling Stones, Pink Floyd, Bob Dylan oder (der frühe) Rod Stewart ( warum denn gerade der jetzt ?) denkt, fühlt man sich teilweise als musikalisch “rückständig” ….ok, die Stones sind immer noch da, aber welche/r 20jährige hört sich noch freiwillig deren Musik an …?
Und das ist sicher auch dann ein weiterer Punkt, der “Across the Universe” so sehenswert macht … die Hauptrollen werden von Leuten um die 20 gespielt … also junge, unverbrauchte Typen , die leidenschaftlich und mit viel Herzblut spielen …
Und ein paar (gesangliche) Cameo-Auftritte von Bono (U2), Salma Hayek (als sexy Krankenschwester) und selbst Joe Cocker, sind auch dabei…
Muss ich weiterschwärmen, oder habt Ihr auch so verstanden was ich will ? Natürlich, dass Ihr Euch diesen kraftvollen, psychodelischen und faszinierenden Film anschaut … immer und immer wieder … bis Ihr Augenkrämpfe bekommt … oder anfangt einen Gebetsteppich zu knüpfen ….
Was ich gehört habe ? Ein bisschen Beatles ( ob´s geholfen hat ? I don´t know) …Queen, Spencer Davis Group … Ike & Tina Turner … alles und nichts also …nur was sagt das über meinen derzeitigen (Gemüts)Zustand aus ….?
Gestern Abend. Es war kurz vor Neun. Alice rief an. Aus Mallorca. Ihre Stimme klang fröhlich und klar, meine wohl eher sachlich kühl. Irgendwie konnte ich ja nicht verdrängen, mit wem sie gerade dort war. Vielleicht stand er ja sogar direkt neben ihr, hörte ihr ungeduldig wartend zu.
Zwischen Alice und mir liegen momentan nicht nur 1300 km Luftlinie, sondern ganze Welten. Eine nicht mehr zu überwindende Entfernung . Eine total andere Welt. Ein anderes Jahrtausend.
Um einen Eindruck zu vermitteln, welche Gesprächsebene wir mittlerweile erreicht haben, hier eine, zugegeben, etwas freie Wiedergabe unseres Telefonats.
“ Hi, hier ist Alice”
“Hi”
“ Na, wie geht´s euch ? Alles ok ?”
“Ja, alles ok, warum auch nicht ?”
“ Hätte ja auch anders sein können. Was macht denn F. ?”
“ Der schläft schon..”
“ Hmm, ist doch noch gar nicht so spät. Erst 9”
“ Er war total müde und morgen muss er wieder früh raus.”
“ Sag ihm bitte, dass ich angerufen hab. “
“ Klar, mach ich.”
“ Wie ist es denn morgen Abend ? Soll ich mich da früher melden ? Ich will ihn unbedingt noch sprechen”
“ Am besten vor 8. Da ist er sicher noch wach.”
“ Ja, ok. Und was macht T. ?”
“ Die ist in ihrem Zimmer. Soll ich sie holen…?”
“ Nee, musst du nicht unbedingt. Ich hab ja gestern mit ihr gesprochen, auf ihrem Handy …”
“ Ja, hat sie mir erzählt”
“ Wie ist denn das Wetter so bei Euch ?”
“ Kalt und sonnig, keine Ahnung, 13 oder 14 Grad.”
“ Also hier ist es echt warm, ich kann sogar mit kurzer Hose rumlaufen.”
“ Hmm…”
“ Naja, Schwimmen geht nicht mehr, dafür ist es schon zu kalt. Und außerdem, unser Hotel ist ja nicht direkt am Meer …”
“ Naja, auch logisch, Mitte Oktober …”
“ Genau, aber das Hotel hat einen Pool …”
“Hmm…”
“ Ok, also ich melde mich dann morgen wieder. Sag den Beiden, dass ich angerufen hab, ja.”
“ Ja, mach ich…”
“ Dann noch einen schönen Abend”
“ Ja, dir auch…”
“ Ciao”
“Ciao”
Man kann sich unterhalten und gar nichts sagen. Es war noch nicht mal familiärer SmallTalk, es war ein nie stattgefundenes Gespräch zweier sich fremd gewordener Personen, ehemals Liebender. Ein stummes Rauschen. Ein kurzer Alptraum ohne große Nachwirkung. Niemand von uns wird sich in ein paar Wochen daran erinnern können.
Was ich gehört habe … und immer noch höre… Ray Charles …Genius Loves Company …
Zur Zeit lebe ich *retro* ….oder besser gesagt, bin zurückgeworfen in eine andere “Zeit” …kleines, feines Wortspiel, das mich aber trotzdem nicht weiterbringt …
Momentan jedenfalls bin ich in die *alte* EheWohnung zurückgezogen …meine Ex ( could there be a better word ?) ist ja mit ihrem Typen in Mallorca ( 7 Tage noch) und die Kinder müssen jeden Tag zur Schule …
Würden sie bei mir übernachten, wäre es ein unnötig weiter Weg ( Straßenbahn, Bus) , sie müssten mit meiner 1-Zimmer-Wohnung zurechtkommen, mit meiner verrückt spielenden Nachtspeicherheizung ( die mehr einheizt, als Wärme abgibt) und müssten grundsätzlich sich über einen längeren Zeitraum mit meinem “neuen” Leben, meinen LebensInhalten (Möbel, Bücher, Essen) arrangieren (alles, was sonst nur für ein, zwei Tage am Wochenende gilt, wäre für 10 Tage Mallorca-Abwesenheit “bindend” (gewesen) …
“Hier” haben sie jeder ihr eigenes Zimmer, ihre (Spiel)Sachen und viel mehr Platz ( insgesamt fast 100 m²), Hof und dann auch den Stadtpark in der Nähe … der Stadtpark, dieses mit vielen Erinnerungen verbundene Areal … das im Laufe der Jahre auch einige (kleinere) Veränderungen durchgemacht hat …ein großes ÄrzteHaus, das am Rand der Grünfläche hochgezogen wurde, ein hässliches, modernes Gebäude… oder die Straße der “Kinderrechte” gleich hinter dem Kiosk …ein etwas überambitioniertes pädagogisches Projekt, an deren KunstInstallation anscheinend Kinder beteiligt gewesen sein sollen, aber so wie es sich darstellt, eindeutig die Handschrift ( zumindest zu über 80 %) von ein paar fleißigen SpielPädagogen trägt …
Egal, diese alte, neue Lebenswelt passt einfach nicht mehr … wie ein seit langem verlorengegangenes Kleidungsstück, eine Jacke z.B. , die man plötzlich wiederfindet, und bei der man feststellen muss, dass sie überall zu klein geworden ist …ausgeblichener vielleicht sogar … jedenfalls ist diese Jacke definitiv nicht mehr die Jacke, an die ich mich erinnern kann …
Eine Wohnung, in der man jahrelang viel Zeit verbracht hat, die man bis auf den letzten Winkel blind ertasten konnte …die einem vertraut war, hatte für mich schon bald diese Vertrautheit eingebüsst …
Ziemlich schnell sogar, ein paar Wochen nach meinem Auszug, bekam die “alte” Wohnung ein neues Gesicht. Dinge wurden verändert, Wände neu gestrichen, Zimmer neu eingeteilt (das *ehe*malige gemeinsame Schlafzimmer ist nun das Zimmer unserer Tochter) … das Bad wurde neu eingerichtet, neue (Ikea)Holzmöbel … alles war plötzlich neu und verändert …die ursprünglichen, alltäglichen Gegenstände bekamen ein verändertes Aussehen …. ich konnte keinen Bezug mehr zu den Dingen herstellen ..sie waren beziehungslos geworden … . und es war auf einmal ein anderer Geruch wahrnehmbar … ein Mix aus BioGemüse und ÖkoTee ( mutwillige Übertreibung, I know), aber es hat nicht gut gerochen, ein fremder Geruch, der irgendwie überhaupt nicht passte … zu den übriggebliebenen Bewohnern …
Vermutlich stammte ( jetzt merkwürdigerweise hat sich dieses olfaktorische, Übelkeit hervorrufende
Aroma verflüchtigt, ist nicht mehr da, oder nehme ich es einfach nur nicht mehr wahr ?) dieser “Mief” von ihrem Typen, mit dem sie jetzt auf Mallorca ist (wie duftet eigentlich diese Insel ?)
In meiner augenblicklichen Wohnung riecht es anders …es riecht nach Büchern, viel Kaffee, nach Schwimmbad ( oder besser nach Schwimmbadsachen, auch wenn ich die jeden Tag in die Waschmaschine gebe, der Geruch nach Chlor ist trotzdem allgegenwärtig )… es ist alles kleiner (36 m² + großer Balcony) , überall liegen “Sachen” rum …DVDs, gelesene und ungelesene Lektüre ….meine CDs meterhoch gestapelt …auf der Spüle in der Küche türmt sich ab und zu das schmutzige Geschirr ( Folgen eines exzessiv (ausgelebten) SingleDaseins) …ein paar Poster an den Wänden … viele Kalender ( Türme, Paris, Bäume, Edward Hopper etc.; ich bin kalendersüchtig !) …es hat etwas Provisorisches …so als würde ich noch “auf der Suche” sein …nach der richtigen Wohnung, …nach dem richtigen Leben …and someone, who would like to share this life with me …
Übrigens, ein neuer Vorsatz von mir, eine andere SeinsAuffassung, die ich mir anlernen will:
Im Hier und Jetzt zu leben … weder auf der Überholspur noch in irgendwelche Seitenwege abzubiegen, Sackgassen letztlich …ich will ab sofort präsenter sein …die Welt um mich herum stärker wahrnehmen, mit wacheren Augen, offenerem Herzen …ja, das will ich wirklich … ich hoffe nicht nur ein unerfüllbarer Wunsch, sondern auch eine zu bewältigende “Aufgabe” …
Was ich gehört habe ? Dandy Warhols … Mission Control
Gedichte sind wie Lieder … Songs, die man sich immer wieder anhören kann ..1000 Mal hintereinander, wenn es sein muss …. und an gewissen Lieblingsstellen lauter drehen ..der Refrain, der deinen Kopf irgendwann zum Explodieren bringt ….und du anfangen musst zu tanzen und zu träumen …
Nur wann habe ich das letzte Mal getanzt ? Nach einem Gedicht , mein ich … nicht nur, dass ich nicht tanzen kann, nur ein oder zwei Schritte …. back and forwards …mehr nicht …
Lyrik ist für mich immer noch ein unerschlossenes literarisches Feld …früher hab ich es selbst mal versucht, aber schnell eingesehen, dass es nicht meine Art von Literatur ist … damals, ja … und heute … in diesem Moment unternehme ich den Versuch einer zarten Annäherung …und muss erkennen, dass ich durch meine Voreingenommenheit … meine innere Verweigerungshaltung einiges verpasst habe …oder vielleicht ist ja jetzt die Zeit gekommen, in der ich empfänglicher, verstehender werde …
Auf alle Fälle hier ein unbeschreiblich schönes Poem von einem “AltersGenossen” , Albert Ostermaier (41)…ein L_Gedicht … (denn darum geht es ja in diesem Blog ) das ich hier unkommentiert ( Lyrik sollte nie einer Kritik ausgesetzt sein; die Gründe sind vielleicht an anderer Stelle mal erklärbar)lassen möchte … nur es ist tatsächlich ein Song, mit Sogwirkung; Ostermaier erfindet für die Liebe …für die gefühlte, sinnliche Art der Liebe eine eigene, neue, unverbrauchte Sprache ..so als wäre es das erste Mal, das dir jemand von dem wahren Wunder und der Erotik der “L“ berichtet ….und das auch noch in deutsch ( einer Sprache, die normalerweise keine melodisch-lyrische Klangfolge für dein Hirn liefern kann …Goethe verblasst in meinen Augen angesichts dieser Ostermaier´schen Poetik )
KALLIGRAPHIE
müsste ich deinen körper in
eine blindenschrift übersetzen
auf weiches papier oder in das
wasser eines flusses am abend
wäre es eine linie die nie aufhört
als kreiste meine fingerspitze auf
der innenfläche deiner hand über
den puls in deine armbeuge hinauf
zu deinen schulterblättern bis zu
deinem nacken wo sie unter deinen
haaren verschwindet und sich fast
verliert bevor sie hinabgleitet an
deinem schlüsselbein zu dem
punkt der keinen namen kennt
nur wege so dass sie wieder
kreisen muss bis dein atem
schneller wird deine haut sich
spannt wie ein fell und ich
zittere als würde es perlen
unter meinem rücken regnen
das ist dein herz das ich in
meiner hand bis in die augen
schlagen höre und ich tauche
wieviel zeit ist vergangen meine
fingerspitze in deinen bauchnabel
drücke dich leicht und sammle einen
tropfen schweiss auf dem ich meine
spur weiter ziehe und je ferner ich auf
deine schenkel ausweiche desto tiefer
berühre ich dich erkunde dein knie
das auf und ab den horizont
deiner beine hinter dem
ich mich wie eine
sonne
ausstrecken
möchte ein glas milch
das über die tischkante kippt
über deine zehen die buchten
zwischen ihnen das bett deiner
sohle jetzt musst du lachen und
ich bin blind vor glück lege meinen
finger auf deine lippen doch nur
um dich danach zu küssen und zu
wissen dass wenn ich die augen
öffne meine blicke die reise von
neuem beginnen
Die Vergangenheit holt mich ständig ein … ich befinde mich immer wieder plötzlich im Auge des Orkans … und kann das was geschehen ist, dann fast körperlich wieder_erlebbar machen …
Noch ein PuzzleStück von Alice also …wie immer in einer etwas freien, willkürlichen Anordnung …unterbrochen von anderen Postings …immer nur über Alice zu erzählen, würde bald ermüdend wirken… es ist ja auch eine Geschichte, die niemand mit mir “teilen“ kann …lesen ja, möglicherweise auch begreifen und nachvollziehen, was damals passiert ist … aber teilen kann man, denke ich nur, gemeinsame Erlebnisse … und beim wahrhaften, echten Teilen sind eben meist nur zwei Personen beteiligt …
Die ersten Wochen waren unbeschreiblich … die erste Woche an sich glich einem Traum im Wachzustand … ja, ich war 4 oder 5 Tage hintereinander fast ohne eine Minute meine Augen zu schließen, lag nachts neben ihr ( meist in ihrem Bett ) und sah ihr beim Schlafen zu … ihr Gesicht brannte sich dabei tief unter meine Haut …wurde eben dieser berühmte Teil …
Nach den durchwachten Nächten fühlte ich mich tagsüber wie leicht entflammbares Material …ein unachtsam weggeworfenes Streichholz , und ich wäre unweigerlich in Flammen aufgegangen …ihr Duft hing an mir … wie eine zweite Haut, die sich über meiner bildete … auch wenn sie weg war, war sie da …
Abends wartete ich dann in ihrer Wohnung, es gab da eine blaue Couch in ihrem Zimmer. Zwar hatte ich immer ein Buch dabei, aber schon nach einer Seite schweiften meine Gedanken ab… so ist das wohl, wenn man “ in L” ist …
Jeder, der liebt, erlebt diesen Zustand der Entrücktheit… Verrücktheit … der inneren Schwerelosigkeit … like astronauts on the moon …man wird automatisch leichter …jedenfalls habe ich mich so gefühlt ….
Es hat sowohl etwas ungemein Beruhigendes als auch Faszinierendes, dass die anfängliche Leidenschaft bei jeder Person auf der ganzen Welt auf ähnlichen Gefühlen basiert …eine fremde Sprache, aber dieselben Gefühlsebenen … was würde passieren, wenn man alle momentan Liebenden … *all loving and beloved persons* … zusammenführen würde … eine weltweite “BIG L-PARTY” veranstalten würde …wäre es möglich durch diese konzentrierte Zusammenballung an Emotionen für einen kurzen Moment die Erde anzuhalten … für eine Millisekunde nur … ein Schweigen aller anderen, negativen Aktionen herbeizuführen ?
Kriege …Mord …alles, was Menschen anderen Menschen zufügen, wenn sie eben nicht lieben …ihre ganze Energie auf negative Dinge ausrichten ….verschwenden ….
Wären Hass, Vernichtung und auch letztlich der Tod überwindbar …könnte man es kraft der universellen, weltumspannenden “L” schaffen, andere Menschen anzustecken … davon zu überzeugen, wie sinnlos und absurd dieses ständige “Zerstören”, diese “Vorsätzlichkeit negativer Handlungen” ist ?
Wer liebt, tötet nicht …
Bin ich naiv … Am I a Dreamer ? Hmm, John Lennon ….but I´m not the only one …
Diesmal hab ich *Combat Lover* ( was für ein passender Titel …komisch, finden die Lieder mich, oder ich sie ?) von Nina Kinert gehört ….
He´s a real French Man …Gitanes-kettenrauchend ( nur in diesem Fall erst nach ur langer Zeit nach einer Zigarette verlangend; komisch, sonst hatte er immer selbst welche dabei … in welch große Abhängigkeit hatte er sich da gebracht ?) und sehr charmant …auf seine, ganz besondere Art . Und sie ? Definitiv die 80er-Jahre_Diva des Black Soul/ R & B …. schon das eine gefährliche, explosive Mischung …
Sie also (Whitney Houston) die Million Dollar Baby Queen und er (Gainsbourg) zur damaligen Zeit *nur* eine nationale Größe … zumindest was das french business betrifft …. er konnte und hat auch (fast) mit jeder “Französin” …einen Skandal hervorgerufen … an erster Stelle natürlich Jane Birkin, dann aber auch Brigitte Bardot, France Gall, Catherine Deneuve, Isabelle Adjani …und seine Tochter Charlotte …
Er war Verführer und Verführter in einer Person … es gibt keinen vor und nach ihm …er war eine absolute Ausnahmeerscheinung … einzigartig ….unbeschreiblich …
Und wenn man das Video anschaut, kann man zumindest erahnen, was er sonst noch alles “angerichtet” hat … er war unberechenbar in seinen Äußerungen / Aktionen … nichts war bei ihm geplant …er war jemand, den es eigentlich gar nicht geben durfte …
Das Video mit ihm, bzw. die Fernsehsendung … live and uncut … so was wäre heute …nach NippleGate und anderer *Katastrophen* nicht mehr möglich … in der jetzigen Medienlandschaft wird alles der Schere geopfert …vorher gesichtet und dann konsumierbar / massentauglich entschärft …sind diese Live-Sendungen denn überhaupt noch live … oder zeitversetztes, und daher harmloses Unterhaltungsprogramm … ?
Egal, Gainsbourg ist in dem Video einfach ein drunken (?!) ( er wirkte irgendwie immer geistesanwesend …entweder im Gitanes-Himmel oder wirklich etwas angetrunken ) Gentleman …schon allein die Begrüßungsgeste …der Handkuss zeugt ja von großer Ehrerbietung ( er benutzt auch immer wieder das Wort “sublime“ (erhaben) , sowohl was ihre Person, als auch ihre Stimme betrifft) … großer Respekt vor Whitney also … und dass er sie f**** will, ist da doch eine logische Konsequenz … das wollte damals jede/r …nur er hat es eben dann auch ausgesprochen …
Wahnsinnig köstlich auch, wie der Moderator ( Michel Drucker, heute auch noch in dieser Funktion tätig …”Vivement Dimanche” auf France 2 ) immer wieder versucht, die Worte Gainsbourgs´ zu übersetzen, in eine Whitney_gerechte Sprache … und damit den großen Gentleman noch mehr herausfordert …
Ok, schaut Euch einfach das Video an … genießt es … und verbreitet es weiter …
Was ich gehört habe ? Diesmal …neee, nicht Serge …sondern ….ups, very distressing …. “Paul Simon in Concert” …
Tja, anscheinend ist das youtube_Video nicht länger “available” …aber Ihr könnt es dort trotzdem jederzeit selbst anschauen … am besten ” Gainsbourg Houston” als Schlagworte eingeben …
Morgen vielleicht mal ein youtube-Video … das dann auch wirklich “funktioniert”
Ok, für alle die nicht mehr länger warten können, gibt es jetzt also schon das versprochene YouTubeVideo …
diesmal hoffentlich in voller Länge und “available” … das mit Serge ist wirklich mehr als ärgerlich …
Camille ist übrigens auch Französin ( ja… merkt man irgendwie) a verrrry sexy french female … das neue Album “Hole” (fast alle darauf vorhandenen Lieder auf englisch) aus dem der Song stammt, besitze ich leider noch nicht …
Aber das Live Album von ihr … natürlich auch alle bisherigen Clips gesehen …. *Ta Douleur* solltet Ihr euch auch unbedingt noch anschauen …
Was ich diesmal gehört habe ? Versteht sich das nicht von selbst …lol ?
Es gibt übrigens noch eine Camille, Camille Jones … “The Creeps” …. auch unbedingt empfehlenswert … und das Video erinnert mich auch entfernt an die “echte“ Camille …
Jeden Tag ging* ich daran vorbei, auch zu einer bestimmten Zeit, doch eben nicht zu dieser Zeit, die notwendig gewesen wäre, es zu sehen oder zu erleben, das Glück. Nun muss ich sowieso gestehen, dass KirchenBesuche, das Besichtigen sakraler Gebäude grundsätzlich ein Unbehagen bei mir auslösen. Keine Hochachtung oder pietätvolles Verhalten hervorruft, sondern nur Befremdung. Diese ganzen KreuzGänge, überall dieser Geruch …. meist kalter Weihrauch …wie abgestandenes Bier in einer ungelüfteten Kneipe, am Morgen danach.
Kirchen und ich …früher ja—- gezwungenermaßen …alle in meiner`*Familie* sind streng katholisch, es wurde einfach vorausgesetzt, dass die “Nachgeborenen” diese “Gläubigkeit” automatisch auch teilen … es wurde nichts hinterfragt … weder die Unbefleckte Empfängnis noch die Unfehlbarkeit des Papstes …was ja irgendwo auch zusammenhängt …nur ich war der Einzige, der sich immer wieder mit dieser Thematik beschäftigt hat … auch mit Fegefeuer …Jenseits …der Apokalypse ( ja, die mag ich …versteh sie nicht … aber diese düsteren Prophezeiungen üben einen ganz besonderen Reiz auf mich aus … wenn nichts mehr so sein wird, wie wir es kennen … dieser (göttliche) Vernichtungswille …) Mittlerweile bin ich aus der Institution ausgetreten, eine Vereinigung, deren Machterhalt wichtiger ist als das Glück “der Anderen”.
Was ist Glück überhaupt ? Viele Leute benutzen den Begriff ja geradezu inflationär ….“Da hast du aber Glück gehabt” . ..“Du hast mir Glück gebracht “.. “Viel Glück” …auch als Eigenschaftswort …als Frage gestellt : “Bist du (jetzt) glücklich ? Oder so (idiotische) Sprüche wie “ Dumme haben immer Glück” … was ja bedeuten würde, dass die *Intelligenzia* eben ständig unglücklich wäre … vielleicht stimmt es ja auch … sind es nicht gerade “denkende “Genies”, die immer wieder Kriege anzetteln … Kriegspläne schmieden, Bomben bauen und auch zum Einsatz bringen ? Vielleicht ihre Art, das Glück dann doch irgendwie zu finden …Glück suchen, indem es anderen geraubt wird …mit bestialischer Brutalität …vielleicht hat der Wille, zu siegen paradoxerweise immer mit Glück zu tun … eben das Glück der Sieger …Luck is always on their side … klar, ich übertreibe und vereinfache wieder mal …aber das ist meine ganz persönliche Weise, mich dem *Glück* zu nähern … wenn nichts mehr bliebt, alles verschwindet … immer noch der Kopf bleibt …die Gedanken, die dir niemand nehmen kann … weder Sieger noch Besiegter Zugriff auf deine Denkinhalte haben …
Ist es nicht unwahrscheinlich zynisch …pietätlos … dem Glück eine feste (tägliche) Bereitschaft zuzuordnen … es einzugrenzen … seinem Zauber und seiner Zufälligkeit zu berauben ( Glück hat ja auch immer was einem unerwarteten Ereignis zu tun …) Nein, Glück lässt sich nicht berechnen, keine Glücksformel errechnen, den exakten Zeitpunkt bestimmen….
Und für jeden von uns ist Glück anders … Glück kann für viele schon mit einem Lächeln beginnen … für wieder andere mit der Gewissheit verbunden, dass da jemand ist, den man lieben kann …immer lieben wird ….24 hours … und nicht nur von 16.00 – 19.00 Uhr …
Und dann gibt es leider auch jene Leute, die Glück nur in Verbindung mit finanziellem Gewinn sehen …Glücksspieler … wobei Geld an sich ja auch kein Gewinn und Glück an sich mehr bringt …BörsenCrash …
Was ich gehört habe ? Texas … Song Book …
* Ein Tag nachdem ich das Foto gemacht habe, war das Transparent plötzlich verschwunden, es hing mindestens ein halbes Jahr dort … habe ich es entweiht, entwürdigt ? Falls ja , wäre das dann tatsächlich ein kleiner, privater Erfolg , über den ich stolz und ja …. glücklich sein sollte ….
Was wäre, wenn ….? Ich liebe solche hypothetischen Fragen. Aus den verschiedensten Gründen. Hauptsächlich, weil sich solche Fragestellungen nie im realen Leben ergeben. Was wäre, wenn ich morgen eine Million geschenkt bekommen …gewinnen würde ? Aber so banal will ich mich nicht befragen. Trotzdem ist alles, was jetzt kommt, noch unwahrscheinlicher als 6 Richtige …aber dadurch nicht weniger reizvoll. Ich hab ja an einigen Stellen in meinem Blog schon meine Sympathie für Schwule / Lesben …. eben für alle, die abseits der üblichen Norm leben wollen …geschildert. Und ich habe auch versucht zu erläutern, wieso und weshalb. Einer der wichtigsten Ursachen ist die immer wieder erkennbare Aufgeschlossenheit ….dieser freie, uneingeschränkte Blick und auch die Offenheit… einfach eine völlig andere als bei “HeteroSexuellen” ….da stößt man irgendwann automatisch an Grenzen des Nichtverstehens … oder NichtverstehenWollens …
Und weil ich gestern einen etwas kirchenlastigen Artikel geschrieben habe, naja, zumindest was das GlücksFoto betrifft, und meine Abneigung gegen christliche Werte und Wertvorstellungen vielleicht nicht deutlich genug zum Ausdruck kam, hier ein Posting, das dem Ganzen hoffentlich Rechnung trägt …
Denn wenn es eine Institution gibt, die immer wieder versucht, ihre totale Aversion, ja ihren Ekel gegenüber Schwulen/Lesben zu zeigen … gegenüber LebensModelle die mit dem *wahren Christentum* nicht vereinbar sind …dann ist es die katholische Kirche … naja, wohin dieses kranke Denken führt, sieht man am deutlichsten bei den gefallenen Zölibatisten …die sich dann in der Bibelstunde an kleine Jungs ranmachen …ihre Sexualität heimlich ausleben müssen …und wenn es einen Orte der Sünde gibt, dann sind es sicher Klöster … allein dieses alltägliche Eng- aufeinander_Leben … diese gleichgeschlechtliche SchicksalsGemeinschaft ist geradezu dazu auserkoren, sexuelle Monster oder zumindest sexuelle Psychopaten hervorzubringen …. und welcher Priester hat noch nicht … auch in seiner Amtszeit versucht, zumindest bei sich selbst Hand anzulegen …? Dunkelste Dunkelziffer überhaupt …. ein tabuisiertes Tabu …
Ok, wieder zurück zum eigentlichen Thema … Was wäre wenn …? …Ja, was wäre wenn ich schwul wäre ? Welche Favoriten hätte ich …auf welche Typen würde ich stehen ? Herb männlich … feminine Männer …. breite Schultern … großes Herz …. stahlharter Blick …. oder schüchtern, sensibel …?
Um das herauszufinden, wieder eine meiner “Listen” …”LieblingsListen” …best of …. und jede/r, die/ der interpretieren will, darf das natürlich ….bin für alle Spekulationen offen … sowohl was meine (abartigen) GedankenGänge als auch was meine sexuellen Neigungen betrifft …
Wie ich während des Erstellens dieser Liste festgestellt habe, sind es alles Schauspieler …komisch kein einziger Singer/ Songwriter oder “Mann des öffentlichen Lebens” dabei … hmm, und was sagt das jetzt über meinen Charakter aus ?
Die Reihenfolge ist übrigens rein zufällig, also keine Rangfolge … erst der, dann der …rein hypothetisch also ….
1. Will Smith
Weil er einfach supersexy ist …und einen tollen Humor hat …
2. Kiefer Sutherland
Herb männlich … herb verletzlich … zumindest als Jack Bauer “24”
3. Bruce Willis
Würde für etwas Action in meinem arg so faden und erlebnislosen Leben sorgen …würde mehr als 4
Mal langsamer für ihn sterben
4. Sean Penn
Weil er so “sophisticated” ist … so intellectual …
5. Daniel Auteuil
Er ist Franzose, und ich liebe Frankreich …reicht also als Argument
6. Christian Bale
Nicht nur weil er als *Maschinist * schauspielerisch über seine körperlichen Grenzen gegangen ist …
sondern auch weil er nicht hollywoodmäßig verdorben ist …und sich immer *jenseitige* Rollen
sucht … “American Psycho” at *his* best
7. Johnny Depp
Jaaaaaaaaaaaaaaaa, darf in keiner Liste fehlen …. ansonsten, no comment
8. Jason Statham
Wenn ich mal von Bruce Willis gelangweilt wäre …und einen Transporter bräuchte …
9. Gael Carcia Bernal
Die entsprechende Szenenfolge in “Lust for Life” wäre sehr anregend … alles rein hypothetisch, ok
Und er taucht immer wieder mal in Almodovar´s Filme auf … ich liebe Mexikaner … ich liebe
Spanier ….
10. Daniel Craig
Herb männlich ….100 % … und anders als Nr. 2
Ok, und morgen kommt der ~Gegenschlag ~ , die Gegenliste … der *weibliche* Gegenentwurf sozusagen …lol …
Heute hab ich (immer wieder mal) SUPERBUS gehört …. “Travel the World” …
Another List ….was wäre wenn (?) ….diesmal müsste ich allerdings meinen Blickwinkel radikal ändern …und damit auch die Fragestellung an sich …hmm, in dem Sinne ist es nun auch keine reine “Was wäre wenn …?”Frage mehr, sondern eine “Was ist …?” _*Angelegenheit* …
Es gibt wahrscheinlich keine bessere`*Methode* mehr über Menschen und über ihre jeweilige Persönlichkeit, ihr inneres Befinden zu erfahren, als über Listen, Fragebögen oder Interviews. Es ist diese Unmittelbarkeit, bedingt durch kluge Fragestellungen, die die Anziehungskraft solcher *Ermittlungen* ausmacht. Nun ja, im folgenden handelt es sich bei mir “nur” um eine derzeitige LieblingsListe bezüglich attraktiver, intelligenter Frauen, mit denen ich vielleicht gerne ein Gespräch, oder einen gemeinsamen Abend verbringen würde. Was natürlich sehr, sehr hypothetisch ist … noch hypothetischer als die Liste im letzten Post …und irgendwie auch anmaßend, ich weiß…
Trotzdem, hier nun >The Best of the Best< …. “The female List” ( in willkürliche Rangfolge)
1. Audrey Tautou
Weil sie Französin ist, ich Frankreich liebe, sie gute Filme macht ( naja, außer vielleicht “Der Da Vinci Code“, der ist wirklich esoterischer Schrott und da war sie tatsächlich nur eine nette Französin in einem 125 Millionen_ Ami-Blockbuster, leider auch Jean Reno als Mitspieler dabei , also hat man lediglich zwei der auch international bekannten Stars gecastet …. ich frage mich, warum Gérard Depardieu da nicht auch noch mitgespielt hat ???) …”Zusammen ist man weniger allein” gehört für mich zu einem der schönsten Filme (allerdings behaupten viele, das Buch sei um Längen besser …) …und natürlich “Die fabelhafte Welt der Amélie” … Das erste Mal hab ich Mademoiselle Tautou in “Schöne Venus” gesehen, allerdings nicht richtig wahrgenommen, die Story war etwas flach … amüsant, mehr aber auch nicht … naja, also ich bin auch nicht der Typ der sich in einen Schönheitssalon verlaufen würde, ganz gleich welches Personal dort bedienen würde ….
2. Julia Roberts
Weil sie immer besser wird …. schauspielerisch auch mit 41 erst am Anfang steht …
3. Natalie Portman
Unbeschreiblich in ihrer darstellerischen Ausdruckskraft … in verschiedensten Rollen … ich denke
sie kann alles spielen, wenn sie will …bester Film bisher “Garden State”
4. Sharleen Spiteri
Die Sängerin von *Texas* … melodische Stimme, tolles Aussehen ( naja, ich bin irgendwo auch “optisch” reizbar)
5. Lucy Alexis Liu
“3 Engel für Charlie” geschenkt …. aber *Lucky Number Slevin* hat mich endgültig überzeugt ….
6. Drew Barrymore
Naja, war doch eigentlich logisch … wer Lucy Liu sagt, muss auch Barrymore sagen … ich liebe ihr
Lächeln … und in “50 erste Dates” war sie einfach nur bezaubernd …ich stehe eben auf “romantic
kitsch”, geb ich zu …
7. K. T. Tunstall
Auch ihr Lächeln fasziniert mich immer wieder und wieder … und ihr brillantes Gitarrenspiel … ihr
Outfit …
8. Jodie Foster
Wegen ihrem distanzierten Wesen … privat nicht greifbar …und überhaupt sehr androgyn
9. Janis Joplin …
“L” in Heaven …Cloud 9
10. Reese Witherspoon
Ups, hätte ich jetzt beinahe vergessen …
Hmm, und was ich gehört habe ? Astor Piazolla …”Libertango” …passt irgendwie wieder mal
Schwimmen ist immer anders. Jeder Tag ist eine andere, neue, noch nie dagewesene Erfahrung. Ein anderes “feeling“. Meine Gedanken, die stets durch die großflächig aufs Wasser fallende Lichtflut (derzeit unterbrochen durch lichtlose, düstere Abschnitte)…, durch sich ständig verändernde Lichtverhältnisse , ab_gelenkt werden. Die Dinge bekommen dadurch ein anderes Aussehen. Besonders die Gesichter der Anderen, die sich mit mir im Becken befinden. Dieser unberechenbare Licht_Faktor, der dann alles entweder glänzend oder matt erscheinen lässt. Und in dieser (Jahres)_zeit, die für mich schwer erträglich ist …(graue, manchmal bedrohlich schwarze Wolkenmassen, die sich dann auf meinen Körper legen … einfach nicht verschwinden wollen…) …sind meine Gedanken noch schwerer als sonst … Herbst hat für mich automatisch mit Abschied zu tun … mit Verlassenheit ….mit VerlassenWerden.. etwas, das nicht wiederkommt ..Herbst ist meine schlimmste JahresZeit …und da ich sowieso grundsätzlich zur Melancholie neige …ist es nun verstärkt …oft schon schmerzhaft …
Und ich musste an einen Film denken, der diese innere Zerrissenheit… dieses Gefühl der Leere, sehr gut “transportiert”. Der einfach das widerspiegelt, was ich fühle, denke — und fühlen und denken will …
Filme sind für mich wie Bücher … sie duften …strömen einen ganz bestimmten Geruch aus …nicht die Handlung, die nur noch bruchstückhaft in Erinnerung geblieben ist … nein, es sind einzelne Szenen …Fragmente … die dann wie Konfetti in meinem Kopf herumwirbeln … die sich treffen … sich verbinden … um dann wiederum ein Ganzes zu ergeben … ein neues Ganzes …
Ok., der Film…. dieser unkontrollierte Konfettiregen in meinem Kopf …heißt “Lust for Life” … oder im Original “Y tu mamá también” (ein mexikanischer Film …*new_mexican*, in seiner BildGestaltung sehr europäisch, erinnert irgendwie an *Nouvelle Vague*) … und wird unverschämter Weise oft als ein “Jugendfilm” propagiert … was er in meinen Augen definitiv nicht ist ( was soll überhaupt dieses dauernde Kategorisieren ? Und was ist, verdammt, ein “Jugendfilm” …ein Film für Jugendliche… der die *typischen* “Probleme” von Jugendlichen behandelt … weil Jugendliche in dem Film vorkommen ? ( die Hauptdarsteller sind alle über 20 …lol….))….
Während des Films kommt es zu einer erotisch aufgeladenen *UnterWasserPool_Situation* der beiden Protagonisten … das ist das erste Bild, was mir durch den Kopf ging … diese mit Herbstlaub bedeckte Wasseroberfläche, dann diese tauchenden Körper …auch das Geräusch des Wassers … diese dumpfe
Stille, die sich dabei ergibt …
Und dann noch die Kuss_Szene …zwischen Tenoch ( Diego Luna ; wow, für diesen Namen, für diesen Typen braucht man echt einen “Waffenschein”) und Julio ( Gael Garcia Bernal; ja genau der, einer meiner theoretisch_hypothetischen *Kandidaten* ) … es ist eine sich aus der Situation ergebene, und daher natürliche “Konsequenz” der vorangegangenen Ereignisse zwischen den Beiden …eine vorher unausgesprochene Sympathie, die dann eben körperliche “Folgen” nach sich zieht … klar, es ist teilweise auf diese enthemmende Wirkung des Alkohols zurückzuführen… und die gemeinsame Liebe zu der Frau, die sie selbst zu zeitweiligen “Liebenden” macht … es ist kein Coming_Out … aber auch keine sexuelle Orientierungslosigkeit …
Schwer zu erklären, wieder mal, da der Film in sich “offen” ist … kein eindeutiges Ende bietet …und das ist ja auch das Großartige an *großen* Filmen … diese Nachwirkung … Filme, an die man sich immer wieder erinnern muss … die einen nicht mehr loslassen … bestimmte Szenen, die einem noch Monate (in meinem Fall schon fast über ein Jahr her) später *verfolgen* ….
Hmm, und wenn Ihr hier den Trailer angeschaut … und “Lust for Life” bekommen habt … besorgt Euch den ganzen Film … er ist absolut lebens_erweiternd …. lebens_verändernd ….ein Film, der Euch noch lange im Gedächtnis bleiben wird ….
Diesmal hab ich …*Actes Sud* … Sophie Auster …. gehört.
In meinem jetzigen Zustand ist es mehr als verhängnisvoll, bloggen zu wollen . Meine Worte finden momentan nicht mehr zu mir. Mein Kopf ist nicht mehr querdenkend, sondern überhaupt nicht mehr denkend … er scheint es verlernt zu haben. Alles ist plötzlich so banal, angesichts der Tatsache, dass ich mich wieder verliebt habe. Nur diesmal ist es total anders. Das Gefühl ist jetzt tiefer … kommt dem *normalen* Gefühl, das ich *üblicherweise* habe, nicht annähernd entgegen.
Und deshalb wäre jedes weitere Wort zu viel.
Ich schweige und lasse heute (wieder mal) ein Gedicht (von Thomas Brasch) da, das meine Gefühle, die ich für die bestimmte Person habe, am besten widerspiegelt.
SCHLAFLIED FÜR K.
Nacht oder Tag oder jetzt
Will ich bei dir liegen
Vom schlimmsten Frieden gehetzt
Zwischen zwei Kriegen
Ich oder wir oder du
Denken ohne Gedanken
Schließ deine Augen zu
Siehst du die Städte schwanken
In den Traum oder Tod oder Schlaf
Komm in den Steingarten
wo ich dich nie traf
will ich jetzt auf dich warten
Ich liebe StraßenbahnFahr(t)en … diese Geräusche, die Atmosphäre , die vielen ShowEffekte … dieses eng Aufeinandersitzen/ NebeneinanderStehen unterschiedlichster Menschen, aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen … naja, manchmal wird es auch peinlich, gerade wenn man die Gespräche der Mitfahrenden *ertragen* muss … oder immer wieder diese Unruhe die entsteht, wenn plötzlich jemand auf irgendeinem Handy angerufen wird, und alle automatisch in ihre Hand- oder Jackentaschen greifen müssen (ein innerer Zwang … Automatismus ?) ….obwohl mancher Klingelton so eindeutig und einmalig ist, dass es keinerlei Verwechslung und Irritation angesichts des Besitzers des jeweiligen MobilPhones geben sollte … welche Frau ab 60 hat schon einen Eminem-Klingelton (außer sie hat zufällig das Handy ihres Enkels dabei) ?
Naja, egal … was hat das alles mit dem großen und magischen “L” zu tun, werden sich jetzt einige von Euch fragen …
Okay, also es gab gestern eine Szene in der Bahn, die ich einfach nicht mehr aus meinem Kopf kriege, weil sie mir gezeigt hat, was passiert, wenn das große, magische “L” nicht mehr existiert … irgendwann abhanden und verloren gegangen ist …
Es war kurz vor Neun, so meine Straßenbahn_PrimeTime, also da kann man mich immer sehen ( ansprechen vielleicht nicht gerade …) Linie 6 oder 8 Richtung Aufseßplatz, für die die es genau wissen möchten, und von dort aus dann in die U-Bahn Richtung Plärrer, für die die es noch etwas genauer wissen möchten ( mehr verrat ich jetzt aber nicht …)
Jedenfalls befand sich gestern früh in der Linie 6 ein älteres Ehepaar, schwer ihr wahres Alter zu schätzen, ich tippe mal auf 60 + X , naja, die Frau hatte sich bereits einen Platz auf einem Dreiersitz, gleich neben dem Einstieg gesichert, der Mann stand noch bei der Tür, und als die Bahn dann unerwartet heftig anfuhr, geriet er ins Schwanken, versuchte sein Gleichgewicht zu halten, und trat dabei seiner Frau auf den Fuß. Die Frau verzog augenblicklich schmerzhaft das Gesicht und gab einen kurzen Schrei von sich. Der Mann nahm es nicht mal zur Kenntnis, weder eine Entschuldigung, noch irgendeine andere Äußerung des Bedauerns. Im Gegenteil, er toppte das Ganze noch, indem er sich demonstrativ neben ihr hinsetzte, oder besser gesagt, sich mit seinem Gewicht einfach fallen ließ. Mit der Schwere seines ganzen Körpers. Und dabei gab er seiner Frau einen extrem verachtenden Seitenblick, so als wäre sie an seinem Dasein Schuld, an seinem Leben. Nicht nur an dem kurzzeitigen Verlust des Gleichgewichtes, sondern an allem was war und ist und auch nicht mehr ist …Ein Blick tiefster Verachtung, des Hasses …Und die Frau nahm es nicht wahr, jedenfalls nicht so wahr, wie ich es erwartet hätte … aber jetzt, während ich das hier niederschreibe, ist es im Grunde genommen das einzig denkbare, logische Verhalten … wie lange mögen sie zusammen sein, das Leben zusammen ertragen ? Wie viele Jahrzehnte ? Und wann genau ist es zu dieser Verachtung gekommen, welches Ereignis war ausschlaggebend dafür ? Oder war es schleichender Prozess ( es sind immer Prozesse, denk ich, eine Kette kleiner und großer Ereignisse) ?
Und ist sie (die Frau) tatsächlich immer die “Unterlegene” …oder gab und gibt es da Momente (stiller) Rebellion ? Ich wünschte mir, dass zumindest noch eine feine, kleine “Rache”Aktion ihrerseits möglich ist … naja, zumindest, dass sie noch in der Lage ist, ihm ab und zu mal ein bisschen Abführmittel in den Tee zu schütten…
Nicht dass ich “Gleiches” mit “Gleichem” vergelten will … mir gefällt der Gedanke überhaupt nicht, dass es Menschen gibt, die sich (gegenseitig ) “Schlechtes” antun … sich quälen oder gequält werden …
Wiederum überleg ich mir immer, wie es dazu kommen konnte …wie der- oder diejenige früher war… wie es zur Verliebtheit zwischen ihnen gekommen ist, kommen konnte ( oder war es ein simples Zweckbündnis, wie bei meinen Eltern, eine “arrangierte” Ehe ?)… zum Bruch … und was diese Paare trotz allem noch aneinander bindet …warum sie sich nicht trennen können ? Welche Abhängigkeiten, welche Kräfte dafür verantwortlich sind. Macht der Gewohnheit … Angst vor dem Nichts (gerade im Alter, wo die Aussicht auf totale Einsamkeit am größten sein muss ) …?
Das Leben ist … komischerweise immer eine zyklische Erfahrung … alles kommt irgendwann nochmal wieder … Sterben müssen heißt … das definitive Ende … *the big sleep* Menschen können … grausam sein. Menschen sollten … toleranter sein ( ähm, logische Schlussfolgerung ?) Die Welt braucht … mich nicht, aber vielleicht dich. Das Wichtigste im Leben ist … das große, magische “L” Unwichtig ist …soziales und berufliches KarriereDenken. Vergangenheit ist … immer auch Gegenwart und Zukunft (wow, wie klugscheißerisch) Zukunft bedeutet … immer neue Chancen. Zeit ist …. fließend ( oder zerfließend wie so eine Dali_Uhr) Liebe ist …everything at everytime Freunde haben ist …neben der “L” das Wichtigste … Glück ist …das Gegenteil von Unglück. Gefühle sind … unkontrollierbar (zumindest für mich) Konflikte bedeuten …auch sich selbst in Frage zu stellen. Hoffnung ist …a pain in the ass. Glauben können ist ...eine Gabe, die ich nicht besitze … Träume sind …immer mehrdeutig. Visionen sind …(noch) unverwirklichte Träume. Veränderung bedeutet … gleichzeitig auch den Willen dazu. Stagnation bedeutet … Tod. Ich brauche …unendlich viel …von allem. Angst habe ich vor ….körperlichen und seelischen Schmerzen. Mut bedeutet … über sich hinauswachsen. Das Allerschwerste ist ... ehrlich zu sich selbst zu sein. Es ist so leicht … sich selbst aufzugeben. Verlieren bedeutet …nicht zu gewinnen. Gewinnen heißt ... nicht zu verlieren. Perfekt sein bedeutet …makellos langweilig zu sein. Versagen bedeutet …es noch einmal (zu einem späteren) Zeitpunkt versuchen zu können. Ich liebe Versager … Verlust ist …schmerzhaft. Schmerz ist …schmerzvoll. Arbeit bedeutet … Geldverdienen. Geld bedeutet …zu arbeiten ( ich habe keinen großen Bezug dazu; merkt man wahrscheinlich) Leistung ist …der Gedanke und Wille, besser als andere zu sein, also langweilig(st) Stärke ist … Mut haben, sich wichtige Fragen zu stellen. Phantasie kann … lebensrettend sein. Kreativität ist … ebenfalls lebensrettend. Menschen, die andere nach ihrem Bild formen wollen ... sind weder kreativ noch phantasievoll, sondern nur besitzergreifend (teilweise leide ich auch unter dieser “Krankheit” …zumindest tendenziell versuche ich immer in das Leben anderer einzuwirken, in dem ich mich mit meinen Gefühlen “dazwischenstelle”) Gesundheit für meine Lieben … ist mir äußerst wichtig … ich will, dass es allen gut geht …auch den nicht so “Lieben” … Gerechtigkeit ist …Utopie…leider.
….will ich erreichen > mehr in der Gegenwart leben
…. mag ich an mir besonders > meine Selbstzweifel; meine manisch_depressiven Schübe
… hasse ich an mir > zuviel, um es hier wiedergeben zu können.
Was ich gehört habe ? Cassandra Wilson …Belly of the Sun
Es war vor zwei Tagen. Und ich bin immer noch verwirrt, und sollte es eigentlich nicht sein. Jetzt wo ich endlich wieder zu mir gefunden habe, mir meine eigene Freiheit erkämpft habe. Auch mein Denken ein anderes geworden ist. Ja, ich bin ein anderer, gezeichnet und auch gestärkt durch dieses letzte Jahr gegangen, ich musste meine Person hinterfragen, mich mit mir und vor allem mit meinen Fehlern auseinandersetzen, musste mich irgendwie auch neu erfinden. Mich neu positionieren, die Richtung wechseln.
Und gerade jetzt, wo ich es geschafft habe, auch wieder die Fähigkeit erlangt, mich neu zu verlieben, will das alte Leben zurück zu mir. Das alte Leben das ist Alice. Neuerdings versucht sie wieder sich mir anzunähern. Es passiert immer häufiger, dass sie körperlichen Kontakt zu mir sucht , mich umarmt, sich an mich schmiegt. Ich lasse diese Berührungen geschehen, wehre mich nicht dagegen. Empfinde aber noch nicht mal mehr diesen Phantomschmerz. Nun hat sie vor zwei Tagen den Vorschlag gemacht doch mal gemeinsam ins Kino zu gehen. In einen französischen Film, Titel ist unwichtig. Was zählt ist die Tatsache, dass sie Verbindungen herzustellen versucht und ich trotz aller Gleichgültigkeit nicht weiß, wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll. Natürlich wäre es richtig, ihr unmissverständlich verstehen zu geben, dass ich ihre Nähe nicht will, ihre Körperlichkeit nicht ertrage. Hmm, manchmal bin ich unbeschreiblich feige, nicht nur weil ich Angst habe vor der Auswirkung meiner Antwort. Es würde ja bestimmt nicht bei diesem einen Kinobesuch bleiben, es würden andere folgen, und alles irgendwie wieder von vorne anfangen.
Alles, was schon beendet war, würde neu beginnen. Das wäre meine größte Angst …
Sowohl Alice als auch ich haben uns seit der Trennung verändert, manchmal ist sie mir regelrecht fremd. Neuerdings interessiert sie sich z. B. für Wirtschaftsthemen, für die Bankenkrise … Dinge, die ihr vorher nicht wichtig waren, die sie weit von sich gewiesen hat …genau wie ich …
Bei mir hat sich natürlich auch einiges geändert …mein Denken allgemein … ich bin sensibler geworden, denke ich … oder besser gesagt, anfälliger …und nachdenklicher … ich war vorher schon sehr kopflastig …und es ist eine bestimmte Grundtraurigkeit in mir dazugekommen, die einfach nicht mehr weggehen will …auch wenn sich an meinem Humor und an meiner Ironie nicht viel geändert hat … an manchen Tagen kann ich teilweise sehr zynisch und gemein sein …was allerdings nicht zu entsprechenden Taten führt … es sind nur gedankliche Überlegungen …mehr nicht …
Morgen sehe ich Alice wieder. Ich werde mich versuchen, indifferent zu verhalten … nichts zu unternehmen, nicht auf ihre Annäherungsversuche zu reagieren. Und hoffe damit, ihr deutliche Zeichen zu geben. Also im Grunde genommen werde ich mich wie immer verhalten … ein übliches Verhaltensmuster von mir … etwas was ich (noch nicht) ändern kann …
Was ich gehört habe … A Fine Frenzy … wieder mal …
Mein planloser TagesPlan wurde verplant …. einfach innerhalb weniger Sekunden über den Haufen geworfen ….. und ich musste umplanen … bin somit planloser than ever before …
Jetzt aber echt, da baut man sich mühsam einen wackligen Turm aus vielen schönen bunten Bauklötzen, und dann kommt jemand ( in diesem Fall Alice) daher, und stößt ihn (unbeabsichtigt) um …und ich bin leider nicht gerade ein schneller und perfekter Türmchenbauer …das dauert, bis ich mir ein neues architektonisches Konzept ausgedacht haben werde ( Futur III ? …lol…)
Ein Plan zu erstellen ist ja nichts anderes als eine Liste zu erarbeiten, ob nun im Kopf oder auf irgendeinem Zettel. Etwas, was man dringend tun muss oder zumindest versuchen sollte, in Angriff zu nehmen …
Ich weiß immer nur was ich nicht tun werde, also so eine Art mentales Ausschussverfahren…
Aber ich will Euch jetzt nicht mit meinem PlanDenken langweilen, sondern Euch wieder mal eine Liste zukommen lassen. Es ist ja Herbst, es ist kalt, ungemütlich und wird vor allem ziemlich früh dunkel.
Also man kann natürlich jetzt wunderbar ins Schwimmbad gehen, stundenlang seine Runden drehen, und gegen den Herbst / “Herbstdepression” ankämpfen …(Ist es wirklich ein gefühlter Abschied, oder ein Neuanfang ?)
Oder man kann ins Kino gehen, sich eine DVD ausleihen/kaufen und ….
Für diesen Fall wieder eine meiner obligatorischen Listen ( nach den Song-, Gay- und Best-of-Women_Listen) Und endlich mal wieder etwas “praktisch” Anwendbares.
Eine Liste mit den für mich derzeit besten, schönsten, traurigsten, komischten (?) Liebesgeschichten auf Zelluloid (oder auf irgendeinem ComputerZeugsMaterial,) gebannt.
Wie immer 10 “Stück” ( a *tenpack* ), wie immer in wahlloser Reihenfolge und wie immer erweiterbar ( wer weiß, ob diese Liste nach 2 Monaten nicht eine ganz andere wäre ?)
1. American Beauty ….
Kevin Spacey wächst über sich hinaus … erst diese innere Leere, die Gleichförmigkeit des Alltags, die er nach außen hin sichtbar werden lässt und dann dieser plötzliche Lichtblick (die CheerLeader_Szene), der für ihn zu einem eruptiven, alles entscheidenden Wendepunkt wird …
Eine moderne “Lolita”-Story, nein, es ist mehr… viel mehr …ein Film über LiebesAbgründe …über das Suchen und nicht Finden_Können…. melancholisch, verzweifelt in der Kameraführung … jede/r im Film sucht nach seiner Art das Glück der “L” … und am Ende hat es niemand gefunden …
2. Beim ersten Mal …
Superlustig … real… Momente mit hohem Wiedererkennungswert … eine intelligente Komödie …auch für Nichtschwangere und Ehelose …für dich, für sie, für ihn …einfach für jeden ….
3. Garden State …
Schon allein aufgrund der KrankenhausWarteSzene sehenswert …Natalie Portman
und Zach Braff …(ist es Zufall, dass beide jüdisch sind ? Haben Juden einen besseren, weitaus tiefgreifenderen Humor ( auch Woody Allen ) als Andere ?)
4. Im Reich der Sinne
Hmm, naja, also als “L”-Film der ganz besonderen Art …ich saß vor 10 Jahren mal in einer Kinovorstellung mit ungefähr 20 Leuten in diesem Film; jede/r von uns wusste, auf was er sich eingelassen hatte ( der Film ist “ab 18”, und die Aushangfotos sprachen auch eine sehr deutliche Sprache) …und über die Hälfte verließ während der Vorführung das Kino …es ist eben ein äußerst extremer, polarisierender Film …mit einem radikalen, für Viele verstörendem Ende …Im gleichen Kino hab ich ein paar Wochen später Warhols “Frankenstein” auf 3D gesehen … und da blieben alle bis zum Schluss sitzen … hmm, Im Reich der Sinne auf 3D, nicht auszudenken, was da so alles passiert wäre …
5. Wilde Nächte
Französischer Film, auch sehr verstörend … ich denke, der erste Film der sich damals so intensiv mit dem Thema “Aids” beschäftigt hat … die Tragik lag darin, dass der Hauptdarsteller und Regisseur Cyril Collard ein paar Monate nach Fertigstellung des Films starb .. an Aids …
Ich kann mich noch gut an Romane Bohringer, die die weibliche Hauptrolle neben ihm spielte, erinnern, und wie sie bei der Preisverleihung des Cesars ( drei Tage nach seinem Tod) in Tränen ausbrach …
6. Zusammen ist man weniger allein …
Über diesen Film habe ich ja eigentlich an anderer Stelle schon so einiges geschrieben … er beinhaltet alles, was das Leben ausmacht …Liebe, Tod und Freundschaft …nicht gerade in dieser Reihenfolge, aber es kommt alles darin vor …
7. High Fidelity
Hmm, ein Film der hauptsächlich die Liebe zur Musik zum Thema hat … ein sehr “männlicher” Film … also männliche Erzählperspektive .. mit einem umwerfenden, grandiosen John Cusack ( der übrigens gerade in einem Anti_Bush_Film zu sehen ist …“War, Inc“.) . Ein Schauspieler, der mit jedem weiteren Film beweist, dass er zu den Größten der Größten gehört …und dazu braucht er noch nicht mal einen Oscar …
8. Außer Atem
Endlich mal ein Jean-Luc Goddard-Film, den ich verstanden habe ( bei anderen Filmen von ihm komm ich mir immer wieder wie ein Vollidiot vor, ich verstehe ihn nicht wirklich… aber ich mag ihn, weil er mich jedes Mal aufs Neue verwirrt) … und schwarzweiß übt immer einen ganz besonderen Reiz auf mich aus … black and white and Paris and Belmondo … wow, gibt es da noch ´ne Steigerung ?
9. Cyrano de Bergerac
Auch wenn der Film schon fast 20 Jahre alt ist, er hat nichts von seiner Poetik und seiner Aktualität eingebüßt … Liebe ist doch in jedem Jahrhundert gleich … es ändert sich nur das “Décor” …
10. Pretty Woman
Jaaaa, musste jetzt kommen … manchmal bin ich *extremely mainstream* …
Hmm, die Liste wäre nicht vollständig ohne den besten, rührensten (sic !) , schönsten, traurigsten, revolutionärsten, wildesten, coolsten, beatlemaniac`sten, abgefahrensten, innovativsten, melodischten Liebesfilm aller Zeiten … of all times …
ACROSS THE UNIVERSE
Ansehen sozugsagen “verdammte” Pflicht …
Hab Euch ja schon einiges über ihn erzählt. Also los, worauf wartet Ihr noch …?! Scheiße noch mal, holt ihn Euch endlich! ( Ich kann nervtötend sein, aber in diesem Fall bin ich es gerne !) Heute, jetzt und sofort !!!
Erotomanie …hmm, hört sich eigentlich harmlos an, ist es aber nicht …jedenfalls nicht in seiner extremsten Form…
Aber der Reihe nach. Wieso denn heute plötzlich ein Eintrag über eine psychische (Wahrnehmungs)Störung ? Ganz einfach, ich habe vor kurzem wieder mal einen Film angeschaut. Was im Grunde genommen ja auch nichts außergewöhnliches darstellt.
Außergewöhnlich hingegen ist die Art der Täuschung, der ich (anfangs) erlegen bin.
Ich dachte ein Tautou_Film ist ein Tautou_Film ist ein Tautou_Film ist ein …
Da kann also gar nichts “schiefgehen”. Es ist wie eine ganz bestimmte Sorte Eis, die egal wo und wann man sie isst, immer gleich schmeckt. Ok, manchmal ist da ein etwas seltsamer Nachgeschmack, aber das liegt dann sicher nicht am Eis selbst, sondern an der Eisdiele … dachte ich bisher jedenfalls, naja ….
Es handelte sich also um einen Film mit einer meiner absoluten Lieblings-Schauspielerinnen …. genau, Audrey Tautou. Mittlerweile habe ich ja schon einige gute (und leider auch schlechte) Streifen von ihr gesehen. Der beste ist sicher
“Zusammen ist man weniger allein” (auch in der Besten-Liste vertreten) und der schlechteste “ Der Da Vinci Code” (dort bleibt sie merkwürdig farblos, ist im wahrsten Sinn des Wortes eine “NebenDarstellerin”).
“Wahnsinnig verliebt” wurde 2002, kurz nach “Die fabelhafte Welt der Amelié” gedreht. Da “Amelié” so ein irrsinniger Erfolg war, ist es verständlich, dass Tautou sich der Gefahr ausgesetzt sah, für ewig auf die Rolle des liebens_werten, charmanten Pariser Mädchens festgelegt sein zu müssen; und nichts lag da näher als einen Charakter zu spielen, der dem der Amelié völlig entgegengesetzt war, sozusagen ihre große, böse Schwester.
Und so kam es dann wahrscheinlich zu dieser Rollenwahl.
In der ersten Szene von “Wahnsinnig verliebt” kauft Angélique (Audrey Tautou) in einem Blumenladen eine einzige Rose und bitte den Floristen diese Rose an ihren Freund zu schicken …der Händler sagt, dass er dies nur bei einem größeren Strauß Blumen möglich sei, eine einzelne Rose wäre dafür nicht geeignet …doch Angélique besticht den Floristen durch ihr betörendes Lächeln und somit nimmt das Schicksal ihren Lauf …
Erst war ich noch der Ansicht, einen üblichen Tautou_Film zu gucken, das änderte sich aber sobald ich merkte, dass da etwas nicht ganz stimmen konnte. Man bekam nie den Mann ihrer Träume zu sehen, hörte sie immer nur von ihm schwärmen, sogar eine gemeinsame Reise nach Florenz war geplant, doch scheiterte daran, dass Angéliques Freund nicht am Flughafen auftauchte. Alleingelassen und verzweifelt liegt sie dann mit endlos traurigem Blick in ihrem Bett …
Und da wird plötzlich der Blickwinkel oder die Richtung geändert.
Und alles aus der Sicht des “Liebhabers” erzählt. Ein etwas älterer, verheirateter Kardiologe, dessen Frau schwanger ist …
Es ist nicht nur der Blickwinkel, der sich geändert hat, sondern auch die Erzählweise, sprunghaft wird da Vergangenes mit Gegenwärtigem vermischt, bis eine Art Gesamteindruck entsteht …vorher also alles verwirrend und im Laufe des Films dann logisch und erschreckend hellsichtig.
Nach und nach erfahren wir, dass Angélique sich diese Liebe nur eingebildet hat, dass diese Beziehung nur eine Wunschvorstellung ist, die sie jedoch zu immer extremeren Taten führt ( zu Lügen, Mord und sonstigen Handlungen) …bis sie schließlich aus lauter Verzweiflung (möglicherweise auch aus einer gewissen Berechnung heraus, schließlich sind wir geneigt, ihr irgendwann alles zuzutrauen) einen Selbstmordversuch unternimmt. Schließlich ist es aber jener Kardiologe, der ihr (durch Herzmassage (mhmm)und Mund_zu_Mundbeatmung das Leben rettet … was sie natürlich nur noch “wahnsinniger” lieben lässt …
Ok, das Ende will ich an dieser Stelle nicht verraten, wär ja auch gemein…
Jedenfalls ist es keiner dieser üblichen Tautou_Filme ….und das ist eine durchaus positive Überraschung.
Demnächst wird sie übrigens als Coco Chanel zu sehen sein … ähm, wieder ein *typischer* Tautou_Film ? Ich denke und hoffe nicht …
Was ich gehört habe ? Into the Future _ Bunny Lake
Für alle die es noch nicht wissen ( naja, auch nicht wissen können, ich habe es bisher ja noch nicht erwähnt; beruflich bin ich Buchhändler, Antiquar, und somit natürlich grundsätzlich “ein Lesender”), ich liebe nicht nur Filme, Musik sondern auch Literatur. Wenn ich mich allerdings zwischen diesen 3 Kategorien entscheiden müsste, täte ich mich mehr als schwer. Weil für mich alle 3 Arten kultureller
“Ablenkung “gleich wichtig sind; sie stehen dicht beieinander und ergänzen sich geradezu. Ich kann ohne eines der 3 Elemente auf Dauer nicht leben. Und da ich noch nichts zu meinem LeseVerhalten, zu meinen literarischen Vorlieben und Abneigungen geschrieben habe, hier nun ein entsprechender *Fragebogen* zum Thema.
Was liest du gerade ?
Mindestens 3 Bücher auf einmal (natürlich nicht gleichzeitig gleichzeitig, sondern gleichzeitig nebeneinander (her); alles andere würde mich maßlos überfordern; null multitasking-fähig ) ; diesmal sind es : Nick Hornby “ A long Way down” ( vier potentielle Selbstmörder treffen zufällig an einem Sylvesterabend aufeinander und gehen einen gemeinsamen Deal ein: Neuer gemeinsamer Selbstmordtermin ist der 14.02 … also Valentine´s Day ); Mark Haddon “Supergute Tage oder die Sonderbarste Welt des Christopher Boone (noch nicht gelesen) , und Andreas Steinhöfel “ Die Mitte der Welt” (auch noch nicht angefangen, aber das werde ich definitiv als erstes lesen)
Welches Buch hat dich zuletzt beeindruckt ?
Schwere Frage, auch wieder sehr viele … also ich könnte jetzt nur Autoren nennen, aber Namedropping war noch nie mein Fall … ich kann höchstens sagen, von welchem Buch ich zuletzt schwer enttäuscht wurde … Miranda July ..”11 Wahrheiten“….eigentlich eine Drehbuchautorin und Filmemacherin; ok, es war ihr erstes Buch (eine Ansammlung von 11 Short Stories) und die ersten paar Seiten waren auch ganz amüsant, aber irgendwann hat mir die Übersetzung wohl den Rest gegeben … sehr schlampige und umgangssprachliche “translation” … uns so was geht mir immer total auf die Nerven …vielleicht ist das Original ja besser … keine Ahnung
Sammelst du irgendwas ?
Ja, Katastrophentage … ach so, papiermäßig … hmm, also Bücher allgemein … und dann ganz speziell meine französische Filmzeitschriften-Sammlung (Studio Magazine, Premiere etc.)
Schreibst du Widmungen in Bücher ?
Niemals, ich finde dieses Recht haben nur die Autoren der Bücher selbst … wenn, dann würde ich höchstens wagen, eine Karte beizufügen … aber Bücher Anderer beschriften finde ich zutiefst abstoßend
Schreibst du deinen Namen in deine Bücher ?
Weder in meine noch in andere ….
Welches Buch hast du doppelt ?
Hmm, “Der kleine Prinz” … ein paar Paul Auster Bücher , Wörterbücher ….
Von wem würdest du dir gern was vorlesen lassen ?
Also Hörbücher sind ein großes Problem für mich … ich muss den Text immer selbst lesen können …und Vorlesungen schläfern mich meist ein …
Sitzt du im Kino lieber am Rand oder in der Mitte ?
Bei Literaturverfilmungen immer am Rand, in der Nähe des Notausgangs …
und sonst in der Mitte mit freier Sicht auf die Leinwand … Beinfreiheit ist fast noch wichtiger …also wenn ich in so einem engen Kinosessel 2 Stunden und mehr aushalten soll, ist das eine echte Qual …
Welche ist deine liebste Romanfigur ?
Ich kann mir schwer Namen merken, aber ganz spontan Madame Bovary (naja, wenn man einen Handwerker auffordert, ohne großes Zögern ein Werkzeug und eine Farbe zu nennen, kommt immer ein roter Hammer dabei raus; frag einen Buchhändler spontan nach seiner Lieblingsromanfigur dann erhältst du in 90 % der Fälle Madame Bovary oder Lolita als Antwort …lol… sehr extreme literarische Figuren … zusammen würden sie schon fast kontraproduktiv aufeinander einwirken …)
Nach welchem System ordnest du deine Bücher ?
Kopf_Hand_System … manchmal findet mein Kopf ein Buch, das meiner Hand entglitten ist …oder umgekehrt
Lesen: Vor dem ins Bett Gehen oder nach dem Aufstehen ?
Naja, immer und überall (außer in Öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf dem Klo …), sollte es nicht besser heißen “im Bett” lesen …. weil vor dem ins Bett gehen …wer macht denn schon so was ?
Welches Buch würdest du deinem größten Feind schenken ?
Hmm, also ich mag keine Feindschaften, also hab ich auch keine Menschen, denen ich feindlich gesinnt sein müsste … aber ich würde Menschen, die ich nicht mag, auch keine Bücher schenken, und wenn doch dann Bücher mit leeren Seiten … Denkanstoss also …
Hardcover oder Paperback ?
Beides …vollkommen egal … Hauptsache Lesestoff
Zeitung aus Papier oder im Netz ?
Hmm, ich lese derzeit selten Zeitungen … alles läuft irgendwie auf GehirnWäsche hinaus …. spekulativ, manipulativ und tendenziell ….
Von welchem Buch bist du zum ersten Mal so richtig gefesselt worden ?
Hmm, “ Die 3 Fragezeichen” … ich dachte immer Alfred Hitchcock hätte alle Bände selbst geschrieben … damals war ich eben sehr naiv
Deine liebste Literaturverfilmung ?
Sehr schwere Frage … unbeantwortbar, da ich sooo wahnsinnig viele gute kenne …(auch sehr viel schlechte) … aber so ganz spontan die meisten Shakespeare_Verfilmungen (selbst Mel Gibson´s “Hamlet”) , dann Jane Austen ….und “Smoke” von Paul Auster bzw. Wanyne Wang …
Tägliche oder wöchentliche Pflichtlektüre ?
Hmm, die Frage erübrigt sich doch …
Bester RomanTitel ?
Das bonbonfarbene tangerinrot-gespritzte Stromlinienbaby , ein Essay_Band von Tom Wolfe ; der engl. Titel lautet übrigens “The Kandy-Kolored Tangerine-Flake Streamline Baby”
Welches Buch sollte jeder Mensch gelesen haben ?
Irgendeins von Thomas Bernhard, Lobo Antunes , Josef Winkler, Wolf Haas, E.M. Cioran oder einen der *Rabbit*_Romane von John Updike …
Lustigstes Buch ?
Ich lese nur ernste, depressiv machende Bücher … hahaha ..
Was ich gehört habe ? All over again _ The Runners
Ach ja …. Yes we can !!! Congratulation, Mr. Obama !
Es gibt sehr viele Situationen in denen ich schüchtern reagiere. Also extrem schüchtern. Im Grunde genommen nur “anfänglich” schüchtern, denn sobald ich eine Person auch nur ein bisschen näher kenne/ kennengelernt habe, legt sich diese Befangenheit von selbst. Ja, werden jetzt einige von Euch einwenden, da hast du ein Problem. Ja, richtig, stimmt. Und ein sehr großes eigentlich auch. Denn durch diese Anfangsschüchternheit ist es für mich nicht leicht, andere Menschen kennen zu lernen. Kennenlernen funktioniert ja meist über körperliche Signale, zumindest ein Blick oder ein Lächeln, irgendetwas, was für andere interessant sein könnte, oder auch ein Grund, dass sie mich ansprechen. Weil ich bin ja so ein “shy boy” bin. Hmm, sicher bin ich irgendwie unschlagbar in Anblicken und Lächeln … aber alles was dann folgt … bzw. folgen sollte. Natürlich warte ich, dass mich jemand anspricht. Das wäre ideal. Also ich blicke, so intensiv ich kann und erhalte dann umgehend, ebenso intensiv ein Kommunikationsangebot. Aber so läuft das eben nun mal nicht, weder sozial noch sozialpsychologisch …und schon gar nicht individualpsychologisch …man könnte jetzt 1000 pschos und 1000 “logos” draus machen. Tatsache ist und bleibt eben mein *Manko* auf diesem Gebiet.
Früher hat man schüchterne Leute ja als blöd bezeichnet … also “ Das ist aber ein sehr blöder Mensch” hätte dann nichts anderes bedeutet als “ das ist aber ein sehr schüchterner Mensch” Demnach würde ich mich sogar als ur_blöd bezeichnen wollen.
Nur wie gehe ich damit um ? In Zukunft. Es gab mal eine ganz kurze Phase (ein paar Wochen nach der Trennung ; die Latino_Queen (wer sich erinnert) oder auch ein, zwei andere Begegnungen, bei denen ich meine “anfängliche” Schüchternheit überwinden konnte, und den ersten Schritt gemacht habe). Einmal hab ich sogar eine “Lesende” angesprochen, sie war in ein Buch von Orhan Pamuk vertieft, naja, war irgendwie ideal, als Buchhändler/Antiquar kennt man natürlich einige literarische Tüpen …wenn auch nur dem Namen nach … das hat den Einstieg enorm erleichtert ….
Ein anderes Mal habe ich mich einen ganzen Abend mit einer Malerin unterhalten (davon werde ich noch an anderer Stelle berichten, muss mir nur einen entsprechenden Hinweis in meinem mentalen Gedächtniskasten hinterlassen) …und es war fantastisch, obwohl ich überhaupt nichts von Kunst verstehe …
Hmm, es hab also Momente in der Vergangenheit, in denen ich nicht schüchtern war. Sicherlich angetrieben von der Angst “allein sein” zu müssen, alles verloren zu haben, weder Zukunft noch Gegenwart zu besitzen …. also sehr eigennützige Gedanken, die mich dazu bewogen haben, aus diesem System der “inneren” Blockade auszubrechen. Zur Zeit stehe ich jedoch wieder am Anfang, bei Null, wahrscheinlich noch etwas weiter als vom Anfang ( absurde Formulierung, ich weiß) entfernt …
Wer weiß ob es mir demnächst gelingt, ein paar Schritte in die richtige (?) Richtung zu unternehmen …
Das größte Hindernis ist dabei immer wieder der Kopf … dieses Monstrum, das falsche Signale liefert, das mich ständig in die Irre führen will ( diese Stimme in meinem Gehirn: “Nein, tu es nicht ! Bloß nicht ! Denk nach verdammt !” …) …und mich in meinen Handlungen stoppt …
Naja, es ist jetzt kurz nach 7.00 morgens, ein neuer Tag auf alle Fälle der anbricht …und mal sehen, was so alles geschieht oder nicht geschieht .. oder inwieweit ich Dinge geschehen lassen kann …
Was ich gehört habe ? Franz Ferdinand _ *Lucid Dreams* und dies und das
Neben meiner Schüchternheit kämpfe ich noch gegen andere innere Dämonen. Alle haben etwas mit Selbstzweifel, die manchmal bis zur Selbstverleugnung gehen, zu tun. Klar, ich bin sehr extrem, extrem *psycho*, introspektiv und noch einiges mehr.
Etwas, was ich auch sehr schlecht kann, ist, über Sex zu sprechen, naja, bestimmte Begriffe, Begrifflichkeiten verwenden. Ich bin da sehr konservativ (und katholisch) erzogen worden. Über Sex und alles was damit zu tun hatte, wurde in meiner Familie nicht gesprochen. Es wurde fast völlig ausgeklammert, mit 10 Jahren bekam ich immer noch die Story von den Bienen und Blüten erzählt, oder so ähnlich. Jedenfalls war alles sehr “botanisch”, pflanzenbestäuberisch…insektisch ( keine Ahnung, vielleicht ist das auch der Grund für meine äußerste Bienen- und Wespenphobie). Jedenfalls fand der Geschlechtsakt mit Küssen seinen Höhepunkt. Wobei es ein ganz besonderer Kuss sein musste, das wurde mir gerade noch so vermittelt. Logisch, denn sonst müssten alle Frauen, die jemals geküsst worden sind, ja schwanger sein. Also über die Hälfte, mindestens, der weiblichen Weltbevölkerung. Und manche Frauen werden ja auch sehr oft und sehr heftig, fast täglich geküsst. Meine kindliche Vorstellungskraft stieß bald an ihre Grenzen, aber bis 10 ist man eben Kind, leichtgläubig, naja, man hört auf das familiäre Umfeld. Man nimmt die größte Lüge als absolute Wahrheit. Es musste also wahrscheinlich was mit der besonderen Zusammensetzung des männlichen Speichels, oder zumindest mit irgendeinem Sekret, das die Männer beim “Kussvorgang” absondern, zu tun haben. Und mit dem Alter. Bei Kindern passiert gar nichts. So dachte ich damals. Und hätte ich weiter auf meine Familienangehörigen gehört, dann wäre ich jetzt sexueller noch verklemmter, als ich es sowieso schon bin. Aber zum Glück gibt es da ja noch andere Quellen, die einem nach und nach zugänglich waren. Die “Bravo” z. B. hat einen entscheidenden Einfluss auf mein sexuelle Aufklärung. Mhmm, keine Ahnung, wie Viele das rückblickend behaupten können. Aber ich schätze mal, fast jede/r 2. hatte mit dieser oder einer ähnlichen Zeitschrift sein (zweites) sexuelles “Erwachen”. Endlich kam ich weg von dem tierischen Erklärungsmuster und lernte nun den Menschen, besonders den “jungen” Menschen, in seiner ganzen anatomischen “Größe” kennen. Und neue Wörter. Penis, Vagina (ob Wörter wie “ficken”, “Schwanz”,“bumsen” oder ähnliches verwendet wurden weiß ich nicht, aber das “Dr. SommerTeam” war da schon sehr freizügig bei der Wortwahl) Und auch der Kuss, oder das Küssen bekam nun eine ganz andere Bedeutung. Plötzlich las ich, dass man vom Küssen nicht schwanger werden konnte, egal wie lange und wie oft. Küssen hatte von nun an seine “gefährliche” Wirkung verloren. Nicht dass es ein normaler Vorgang war, nein, da stand, dass es das Schönste und Beste und einfach Wundervollste sei, was man (neben dem Sex) miteinander erleben konnte ( das ist es wirklich!). Und es gehörte dazu. Kuss ist Vorspiel. Küssen auch ohne Sex. Küssen ist alles und nichts. Küssen ist etwas, was man tun konnte, auch wenn man erst ein paar Tage miteinander *ging* … Mit diesem Begriff habe ich allerdings heute noch so meine Probleme. “Ich gehe mit ihr“ sagt für mich überhaupt nichts aus. Und auf Fragen wie “Gehst du mit ihr ?” konnte ich grundsätzlich immer nur mit einem Ja antworten. Gehen ist ja Fortbewegung, ich mache es täglich, mir begegnen dabei jedes Mal Frauen mit denen ich gehe, auch mal stehenbleibe. Das hat keine Bedeutung für mich; amüsiert mich nur immer wieder, wie einfallslos die Menschen gerade beim Schönsten der Welt sein können. Oder “ins Bett gehen”, alles hat irgendwie mit “gehen” zu tun. Wobei ich natürlich nicht mit jeder Frau, der ich begegne, “ins Bett” gehe. Also ich gehe, und nichts passiert. Wahnsinnig scharfsinnige Schlussfolgerung, ich weiß.
Vielleicht werde ich morgen etwas posten, was Euch ein bisschen meine sexuelle Begrifflichkeit nahebringt.
Komisch, dass ich eben so ironisch sein konnte, obwohl ich mich heute fühle wie lebendig begraben. Es hat auch was mit Liebe zu tun. Bei mir hat es das ja irgendwie immer …
Der Charakter eines Menschen lässt sich oft an den *Sachen*, die er mag oder nicht mag, bestimmen. Naja, letztendlich wieder die Summe aller Dinge, schnittmengenorientiert. Also ein großer Topf mit den Seelen- und NervenEnden der jeweiligen Person, geschüttelt und nicht gerührt …ein ordentlich geordnetes Chaos quasi ..
Momentan bin ich extrem ungeduldig, unausgewogen, zickig und fordernd (ganz bestimmten Menschen gegenüber, die mir das Allerwertvollste sind, was ich “besitze“) .. mhmm, grundsätzlich bin ich zur Zeit charakterlich nicht gerade “gefestigt“, es befindet sich innerlich einiges im Um- und Aufbruch … ich stelle zu viele (selbstverständliche) Dinge in Frage …manchmal fällt es mir schwer, die grundlegendsten Elemente des *Seins* zu akzeptieren … ich muss sie immer wieder auseinandernehmen, auf den Kopf stellen, mit einer scharfen Schere zerschneiden … mein Schicksal, mein Charakter ? Keine Ahnung …
Ok, hier nun eine wieder mal eine wahllose und sicher auch seltsame Aufzählung der “things”, die ich an mir nicht mag (denn für mich ist es weitaus schwerer, Eigenschaften und Gegenstände zu benennen, die mir eben nicht gefallen; eine “I don´t like_Liste” zu erstellen), möglicherweise kann man daraus wieder Rückschlüsse ziehen, über die Person, die ich denke zu sein ( die ich nicht bin ?) …
Ich mag nicht:
…meine unwahrscheinliche, nervige Ungeduld ( wirklich sehr störend und zerstörerisch), zu frühes Aufstehen nach alptraummäßiger Nacht; SmallTalk(ing); lange, nächtliche Autofahren (als Beifahrer sieht man sich immer genötigt, den Fahrer am Einschlafen zu hindern, und erzählt dann die merkwürdigsten und idiotischten Dinge); Discos (naja, Tanzen allgemein; Alice liebt Discos, und nachdem sie mich einmal mitgenommen hatte, weiß ich auch warum…); zu viele Leute im Schwimmbad ( ich habe einen sehr großen Schwimmradius, der sich bei entgegenkommenden Mitschwimmer leider nicht immer ohne weiteres schnell “verkleinern” lässt); Beerdigungen ( wer mag die schon, aber ich denke da an ein … zwei der wichtigsten Personen in meinem Leben…); sture Menschen, die auf ihren Standpunkt beharren (manchmal kann ich sicher auch so sein, ohne es zu merken und zu wollen), Herrmann Hesse ( “Steppenwolf” seeeeeehr grausam, esoterisch ..); öffentliche WC´s ( ja, ich habe ein “Klo_Problem“, das ich in diesem Jahrhundert wohl auch nicht mehr lösen werde..); Menschen die Bücher wie Gebrauchsgegenstände behandeln (Knicke, Eselsohren etc.); Songs die mit einem LaLaLaLaLaLaLaLaLa enden …oder beginnen ( hmm, ok, es gibt auch da ein paar wenige Ausnahmen; Embrace z.B. “The good will out” ( also am Schluss ein ganzer LaLaLaLa_Chor); Menschen, die von sich behaupten, soviel essen zu können, wie sie wollen und trotzdem dabei nicht dick werden ( Kalorien sind nun mal mörderisch, versauen dir deine Figur; ohne schwimmen wöge ich jetzt bestimmt eine Tonne (ich lieeeebe Chips !) …); Motivationslosigkeit ( Antriebsarmut in jeglicher Form …also das ist bei mir immer wieder das Problem schlechthin … ich bin eben nun mal von Grund auf faul und träge); Männer mit geflochtenen Zöpfen ( kommt zwar selten vor, aber wenn ich einen sehe, dann … verdammt, ich muss unbedingt toleranter werden) ….
Ok, ich denke, das reicht fürs Erste …zuviel Intro_Spektion ist auf Dauer auch nicht gut …
Was ich gehört habe ? Könnt Ihr ja sehen …The Killers feat. Lou Reed …. “Tranquilize“…1000 Mal hintereinander … Ich liebe diesen Song !
Heute schaff ich es irgendwie nicht, mich zu konzentrieren … schlecht geschlafen …motivationslos …aber bevor ich gehe, lass` Euch noch einen Song da… sorry, aber es ist echt kompliziert mit mir …
Mittlerweile wohne ich schon über ein Jahr in dieser 1ZimmerSingleWohnung … 36 qm² incl. Balkon …keine Haustiere, keine großen Partys …als Nachbar einen ziemlich geheimnisvollen Elektriker …zumindest behauptet er das von sich (aber wie kann ich ihm Glauben schenken … naja, ab und zu bekommt er (nächtlichen) Besuch von einem Wasserinstallateur ( wieso und warum ?) … aber ich bin wie immer sehr neugierig …mein größter Fehler, ich weiß…
Auf was ich eigentlich hinaus will … ich denke in letzter Zeit immer an die verschiedenen Wohnungen, Räume und Plätze, die, bevor ich hier einzog, mit oder ohne Alice bewohnt habe …allein in Nürnberg bin ich innerhalb der letzten 20 Jahre mindestens 4 Mal umgezogen … also alle 5 Jahre quasi …echt tolle Quote …
Naja, die erste Wohnung war ein sogenanntes “Dienstzimmer” … ich arbeite Ende der 80er Jahre als Zivi in einem Alten- und Blindenheim …und dort hatte ich im Souterrain einen kleinen, schlichten, zweckorientierten Raum … eben ein Dienstzimmer … mit einem Dienstfernseher … einem Dienstbett … und Dienstmöbeln … das einzige nichtdienstliche waren meine Bücher, meine Kleidung und mehrere kleine Dinge, die diesem Zimmer wenigstens etwas Persönliches gaben …
Nach ca. 18 Monaten bin ich dann ausgezogen … während meiner Dienstzeit ( ich merke, sehr viel “Dienst” …) lernte ich eine Köchin kennen (sie arbeitete auch im Souterrain … nur ein paar hundert Meter weiter … Dienstwohnung und Küche waren durch einen Flur miteinander “verbunden” …), und wir sind dann zusammengezogen … ich zu ihr …für ungefähr ein halbes Jahr ging das gut mit uns … irgendwann meinte sie, dass sie meine Bücher(sammlung) erdrücken würde (diese Bücher hatte ich in mehrere ihrer Regale untergebracht … und ich muss ihr irgendwie Recht geben, es waren definitiv viele Bücher …)
Ich nahm mir daraufhin eine ErdgeschossWohnung ( 2 Zimmer, Küche, Bad) …WEG_Eigentum …relativ günstig …und zentral gelegen …aber mit einem alten, nie richtig funktionierenden Holzofen …FelseckerStr. (für alle, die sich etwas in Nürnberg auskennen) …nebenan wohnte Alice ….alles weitere in meinen älteren Posts nachzulesen …
Nach ein paar Monaten …(sie war inzwischen schwanger) zogen wir zusammen in die Gartenstadt .. also in den tiefsten Süden … fast schon TrabantenStadt …eine eigene Welt für sich… sehr dörflich … abgeschieden …und elitär … hier wohnten die “Besserverdienenden” …meist mit eigenem Haus (oder Doppelhaushälfte) …wir wohnten dort zur “Untermiete” bei einem etwas seltsamen Ehepaar (genauso seltsam wie der Elektriker nebenan) … und das war auch das Hauptproblem … der Mann starb und die nun alleinlebende Frau wurde noch seltsamer …zwar hatten wir unseren eigenen Wohnbereich …auch wieder erdgeschoss_mäßig … aber sie kam zu den unmöglichsten Zeiten … oft mitten in der Nacht … und klopfte uns (und unser Baby) aus dem Schlaf … irgendwann kapitulierten wir … und zogen wieder aus … eine ziemliche Nacht-und-Nebel-Aktion …die ein übles Nachspiel hatte (da wir es nicht einsahen, die Wohnung zu renovieren, schließlich waren wir noch nicht mal 3 Jahre dort; wir zahlten ihr eine völlig unangemessene Summe für diesen “Umzug” …aber egal ..)
Ab diesem Zeitpunkt lebten wir in der Jagdstr. (ja genau, ein paar Meter weiter ist das “Fatal”) wieder mit ein paar mehr Quadratmetern (3 Zimmer), aber irgendwie immer noch zu wenig Platz
( es wurden immer mehr Bücher …der gesamte Flur ein einziges, für Alice unbegreifliches, bis unter die Decke ragendes unsortiertes System an Regalen, in denen die Bücher archiviert wurden …) …
Aber auch dort wurden wir nicht glücklich … nicht wegen den Büchern, an die hatte sich Alice gewöhnt … sondern weil die Vermieter … ein älteres Ehepaar, das leider auch noch eine Straße entfernt wohnte … nie die notwendigen Reparaturen durchführte … oder durchführen ließ …irgendwann hatten wir genug … und zogen wiederum aus und um …
Diesmal in die WurzelbauerStr. (Nähe Stadtpark) …ca. 100 qm² und diese 4_Zimmerwohnung ist nach wie vor Lebensmittelpunkt von Alice und den Kindern (unser Sohn wurde 2000 geboren) …ein kleiner Balkon …Hofbereich … viel Bäume…ideal …zu ideal … denn ich wohne ja nicht mehr da …bin nur noch stundenweise dort zu Besuch …ein Fremder im eigenen Haus ( ja, den entsprechenden Simenon_Roman kenn ich …) …schlafe auch mal da, wenn Alice Nachtdienst hat …
Verschlafen …verplant … verpasst … ver …. shit, ich schreib später noch einen richtigen, echten, revolutionären ( oder so was in der Art) Post … und bis dahin wieder einen musikalischen Platzhalter ….
Juliette >yes, she can sing !< Lewis ….. Got Love to kill ….
Einmal ist ja immer das erste Mal …und diesmal trifft es eben mich …oder soll mich treffen … selbstbestimmte Entscheidung … denn Liebe ohne Sex …? Ok, ich liefere hier mal spielerisch ein paar freie, und vor allem spontane Assoziationen zum Thema Sex, alles was ich damit in Verbindung bringe …in 30 Minuten
von A bis Z …einiges wird sicher sehr sexistisch klingen, bei anderen Wort werdet ihr Euch sicher ein Gähnen oder Stöhnen nicht unterdrücken können …
Ok, und los geht es …from A to Z ….*spontan mental* …
A … wie anal …
B ….wie Brüste, Beckenbodenmuskulatur ( naja, für alle die mal (post)schwanger waren, ganz wichtig)
C … wie Condom ( engl.)
D… wie Diaphragma
E … wie Ejakulation
F… wie Fuck
G … wie Genitalien
H … wie Hoden
I … wie Intimrasur
J … wie Juckreiz (nach einer Totalrasur … oder bei Erregung …lol…”J” ist echt ein grenzwertiger Buchstabe)
K … wie Klitoris
L … wie Lustschreie
M… wie Möse (endlich mal kein Fremdwort)
N … wie nackt
O … wie Oral(sex)
P … wie Penis ( ja ich weiß, Gähnfaktor 10+)
Q … wie Qualität … naja, oder Quantität während oder nach dem Höhepunkt …
R … wie Rosette …hmm, nix Kirchliches …
S … wieSuperSex … oder Sperma …also sehr naheliegend …
T … wie Titte ( wer Penis sagt, muss auch Titte sagen …)
U… wie ultimative sexuelle Erfahrung, was immer das auch sein soll … “U” ist wie “J” …ein schwerer Buchstabe
V … wie Venushügel
W … wie wichsen …(tut jede/r … sagt es aber nicht)
X … XES …rückwärts …von hinten, wie auch immer …
Y … wie Yoghurt_Ablecken … vom nackten Körper … ich hab “Y”s schon immer “gehasst” .
Z … wie Zauberstab … wusste bis vor kurzem echt nicht, dass man dieses so harmlose Wort nicht nur mit Harry Potter in Verbindung bringen kann …
Ok, geschafft … und noch nicht mal 30 Minuten gebraucht … wusste gar nicht wie einfach Sex für mich sein kann … obwohl ich grundsätzlich sehr große Hemmungen habe, einige der Begriffe dann auch auszusprechen …ok, wenn ich länger überlegt hätte, wären mir dann alle die wirklich schlimmen Dinge eingefallen …lol…
Was ich gehört habe ? Rachid Taha … “Rock el casba”
Ähm, jetzt fällt mir doch noch was mit “Y” ein … >youporn< …naja, mehr sag ich jetzt aber nicht …lol…
Gestern Abend … kurz nach 22.00 Uhr …der Todesstoß … der Final Cut … das große Finale … oder was auch immer …
Ich war bei Alice … in der ehemals gemeinsamen Wohnung also …so wie ich ja eigentlich immer da bin, wenn sie Spät- oder Nachtdienst hat …an unterschiedlichen Tagen …nur Ort und Jahreszeit wechseln sich nie ab …und bin für die Kids da …
Sie kam diesmal etwas früher nach Hause, hatte ihren Spätdienst in Z(wischen)dienst tauschen können … und war schon um kurz nach 21.00 Uhr da …sie hatte noch Zeit, sich mit unserer Tochter zu unterhalten …es ging über das nicht funktionierende Laptop …über ihr GeburtstagsFahrrad, das jetzt schon da war …ich hatte auch einen Wein besorgt … eine zwangsläufige Ersatz_Handlung, weil ich ein Bier aus dem Kühlschrank genommen habe, das eigentlich ihrem Freund (und somit auch ein bisschen ihr) gehörte … hab erst später seine Initialen auf der Flasche gefunden … naja, egal …
Jedenfalls tranken wir dann ein oder zwei Gläser … saßen auf ihrer Couch …und unterhielten uns noch etwas über unsere Kinder … ein möglichst unverfängliches Thema …Schulprobleme …das übliche …und irgendwann war es dann Zeit für mich, zu gehen …
Ich ziehe also meinen Mantel an, schultere meine Tasche auf …hab es schon fast geschafft …und da spricht sie mich noch mal an …
“Wann lassen wir uns eigentlich scheiden ?”
Klar, irgendwann musste dieser Satz fallen … doch er traf mich total unvorbereitet …ich hab immer Angst vor gewissen Wörtern und Sätzen … und dies war definitiv einer dieser Äußerungen, die ich nicht wahr_hören wollte … wahrnehmen schon gar nicht …
Alice lachte dabei, als sie es sagte … und als ich ihr sagte( mehr ging nicht) : “Keine Ahnung” … lachte sie wieder : “Ich auch nicht.”
Und ich ging … zur Straßenbahn … nach Hause … aber dieser Satz ist immer noch in mir … geht einfach nicht weg …hat nichts von seiner Endgültigkeit verloren …ist jetzt ein weiteres Tattoo …auf meiner *Herzinnenwand* …
Was ich gehört habe ? *I love you cause I have to* …Dogs die in hot cars (warum gerade dieser Song …?)
Mit nackten Füßen
lässt du
die Hitze der
Zerstörung
unwiederbringlich
hinter dir
folgst
immer nur der
Linie
dem Horizont
gehst
dieser Fata Morgana
entgegen
auch dann,
wenn die Sonne
dir die Haut verbrennt
alles unter deinen
schon blutigen Füßen
zu Stein
verglüht
und
du keinen Schmerz mehr
fühlst
nur die Unendlichkeit
die vorher
endlos
weit war
nun ein Stück näher
du
aber auch
dem Verfall
deinem Untergang
in die offenen Arme läufst.
Dein Tod ein
festes Datum
der Tag an dem du
stirbst
werden Andere
die Fackel aufnehmen
und für dich
langsamer
weniger
das Ende
der Zeit im Blick
haben
und
ausdauernd
dann
einen noch aussichtsloseren
Anfang wagen.
Wenn Ihr wollt, könnt Ihr es haben … my poem … nur ein Versuch, meine Gefühle zu orten …
Was ich gehört habe ? The Rascals … “Out of Dreams”
“Ich interessiere mich für Männer, die sich nicht für mich interessieren”, sagt Irène gleich zu Beginn des Films. Schon merkwürdig, wie manche FilmSätze auch Stunden und Tage *danach” eine nicht unbedeutende Wirkung erzielen können. Die einfach im Kopf hängenbleiben und nichts an ihrem allgemeingültigen (auch für “Männer” nachvollziehbaren) “Wahrheitsgehalt” einbüßen.
Gestern war also wieder einer meiner DVD_Chill_Abende. Der Tag war hart, mein AOL_Konto nicht abrufbar ( Wartungsarbeiten ….), und somit war es an der Zeit, mich mal wieder selbst zu belohnen. Und das geht am besten, wenn ich mir ein 40cm dickes MaxiSandwich mache, einen 500 g Joghurtbecher auslöffeln darf, eine 200 g Chipstüte bis auf den letzten Krümel leerfuttern …oder eben DVD gucken … oder idealerweise alles auf einmal … also *killing me softly* (by myself) sozusagen …
“Irène”(2002) ist ein französischer Film mit einer meiner “Lieblings-schauspielerinnen”, Cécile de France.
Irène ist gerade 30 geworden. Und es gelingt ihr nicht, den “Richtigen” zu finden. Und das (ausgerechnet) in der Stadt der Liebe. Ihre Eltern vermuten schon, dass sie lesbisch sei. Und auch ihre Freundinnen, die alle in einer mehr oder wenigen glücklichen Beziehung stecken, fragen sich so langsam woran es liegen könnte…
Naja, sie hat einige unübersehbare Talente … ist naiv, aufbrausend, etwas tollpatschig, schüchtern (wenn es drauf ankommt), schlechtgelaunt und manchmal auch ungerecht (wenn sie es eigentlich nicht sein sollte).
Schließlich hat sie dann doch mit ein paar Männern Kontakt. Der erste ist ein Möbelpacker (eine “flüchtige”, folgenlose Begegnung ( naja, er ist der *Mann ihrer Träume* ; oder einer ihrer Träume: er läuft ihr auf einem Weizenfeld entgegen, nackt, lediglich einen Umzugskarton vor seinem besten Stück haltend, naja, sie fallen übereinander her … aber da klingelt schon ihr Wecker …6.50 Uhr (so brutal wird man auch im realen Leben aus dem Schlaf gerissen), der dann später noch einmal auftaucht (aber nicht als Liebhaber, sondern in seiner *eigentlichen”, unerotischen Funktion als Möbelpacker…) …
Ein Arbeitskollege, Luca, mit dem sie aufgrund ihrer unbedachten und blauäugigen Art eine etwas merkwürdige Liaison eingeht …irgendwann haben sie dann CyberSex …das Internet spielt in dieser verrückten Story eine ganz wichtige, aber fatale Rolle, nimmt ziemlich krasse Züge an …vor allem wenn Irène dann irgendwann mit Labtop und angeschlossener Webcam ins Bett geht ( Luca beobachtet sie beim Schlafen …)…
Und dann gibt es da noch Francois …der ihre Wohnung renoviert (und über einen Zweitschlüssel verfügt) … ein liebenswerter Daydreamer, der ein Kind und leider auch (noch) eine Ex-Frau hat …beste Voraussetzungen also …und natürlich verstehen sich die Beiden erstmal gar nicht …Klassenunterschiede ( er, der einen einfachen Schulabschluss hat .. und sie, die Juristin, angestellt in einer großen Firma) … und auch in ihrem Lebensstil sind sie sehr unterschiedlich … Francois versteht es immer wieder, unbeabsichtigt ein *bisschen* in ihr Leben einzugreifen (füllt ihren Kühlschrank mit Biosachen …oder duscht sich, während ihrer vermeintlichen Abwesenheit) …
Naja, das Ende ist natürlich eine sich selbst erfüllende Prophezeiung …wie alle romantischen Komödien … wobei es sich bei diesem eindeutig Film um mehr handelt … eine Parabel auf das Leben …so wie es ist …und immer sein wird …deshalb heißt es ja ausschließlich Leben …
Was ich gehört habe ? Albert Hammond jr. …*Bright young thing* …
Ach ja … hier noch ein Clip aus dem Film … echt schwer, überhaupt was zu finden … gibt noch nicht mal einen Trailer auf youtube …
Wer bin ich eigentlich ? Was macht mich zu dem, der ich jetzt bin ? Bin ich fremdbestimmt, genetisch vorbelastet ….? Wie viel ich bin ich ? Das wahre, unverfälschte ich ? Spiele ich immer nur eine vorbestimmte Rolle … Produkt meiner Vergangenheit, der Kindheit …lasse ich mich ver_leiten ?
Fragen, die ich mir immer mal wieder stelle und ich danach immer verwirrter als vorher bin …weil ich einfach keine abschließende Antwort finde.
Ja, sicher, ich bin die Summe dessen, was in mich hineinerzogen wurde …was ich kopiert und imitiert habe …. abgeschaut von meinen Eltern, die ich doch nur am Rand kennengelernt habe.
Um besser und überhaupt verstehen zu können, warum ich der sein könnte, der ich letztlich bin ….hier eine (unvollständige) Aufzählung der “elterlichen” Qualitäten …
garantiert bin ich dabei ungerecht und auch ( vielleicht falsch) *urteilend* …. aber ich repräsentiere alle bei meinen Eltern wahrgenommen Eigenschaften selbst am allerbesten …
1. Die rechte oder linke (ich bin ein Mitte_Links_Schläfer) BettSeite ist nicht mehr “leer”, man kann ruhiger schlafen, und der Körper hat neben der eigenen noch eine andere WärmeQuelle …
2. Man kann (fast) alles durch 2 teilen
3. Die Selbstgespräche hören endlich auf
4. Man muss sich nicht ständig selbst lieben
5. Man hat ein “reflektierendes”, eingreifendes und korrigierendes Wesen
5 Gründe lieber allein zu leben…
1. Man kann sein Ego voll ausleben
2. Man kann scheiße drauf sein, ohne dem Anderen auf die Nerven zu gehen
3. Das Fernsehprogramm, deine DVDs, deine Musik, deine Bücher … auch *kulturell* darf man ein EgoSchwein sein
4. Die Zeit ist frei …
5. Man kann den Joghurtlöffel auch von unten ablecken, ohne dass man böse So_was_tut_man_nicht_Blicke erntet
5 Gründe, warum du 1. oder 2. nicht auf die Reihe kriegst …
1. “Alle Frauen, die mich interessieren, interessieren sich nicht für mich” …naja, “Irène (2002)”_Spruch, etwas abgeändert ….und übertrieben ,aber irgendwie trifft er doch zu …
2. Ich bin äußerst schüchtern
3. Ich bin ein extrem schwieriger Typ
4. Ich rede manchmal zu viel …und dann wiederum zu wenig … finde nie das richtige Maß …
5. Chaos bestimmt mein Leben …
Was ich gehört habe ? Rage against the Machine … *Bulls on Parade*
Schüchtern legst
du dich
neben mich
wärmend
deine Hand
dein Mund
alles
was du hast
es sind mehr als diese Worte
mehr als die Tage
und Nächte
die wir verbringen
und die wir an die
Liebe
erschöpfend
uns
jeder für sich
und auf seine Weise
verlieren
und
der Morgen
dessen Licht
unsere Körper
niemals erreichen wird
weil
wir
die Nacht
in uns tragen
und uns
die Planeten
endlich
nah
und sichtbar geworden sind.
Vielleicht erstmal die gute Nachricht vorweg: Bond ist nicht ”Herr der Ringe” … also keine Trilogie des Fantastischen … Bond ist immer noch (unglaubwürdig) sterblich. Und ich denke, dass nach *Casino Royale* nun auch *Quantum of Solace” bewiesen hat, dass wir in einer neuen Post_Connery_Moore_und_wie_sie_alle_noch_mal_heißen…Ära angekommen sind. Und dass der nächste Bond anders werden wird. Vespers Tod ist endgültig gerächt und nun muss der Craig_Bond zeigen, was er außer Leid und Trauer noch so drauf hat.
Ok, nun der Reihe nach. Ich war gestern also im Kino. Frühe Abend_Vorstellung. Große Leinwand, und so dachte ich, große Gefühle. Falsch gedacht, oder zumindest den Fehler gemacht, aufgrund des ersten Craig_Films Erwartungen zu hegen.
Im *CR* war Bond sehr emotional, hat Schwächen gezeigt (musste sogar weinen) und im “Quantum” ist alles auf Action und schnelle Schnitte reduziert. Irgendwie alles ruhelos und wirr. Und Craig sieht sehr gestresst und fertig aus (aber vielleicht war das ja auch die Intention …sozusagen (unserer) Zeit gerecht… das Karussell, das wir nicht mehr anhalten können …). Die komplette Story zu schildern wäre an dieser Stelle zu langweilig, außerdem kann dass ja mittlerweile selber jeder bei wiki & Co. nachlesen.
Interessanter wäre es, den Film mal von dem Aspekt der *L* zu betrachten, also das allumfassende Thema dieses Blogs. Und da muss ich sagen, wurde ich schwer enttäuscht. Casino hat Bonds Schwachstelle(n) aufgezeigt. Wer liebt, der leidet. Er hat gekämpft, erst sich der Frau (Vesper) sehr distanziert gezeigt …dann aber immer mehr angenähert… seinen Schutzpanzer abgestreift … er hat würdevoll geliebt …und kurz vor Schluss sogar bereit, seine Agententätigkeit für diese Frau zu opfern …naja, den “Rest” kennt Ihr ja (oder könnt es nachlesen) …
Und nun, in “Quantum” ist Bond sehr steif, nur beim Töten emotional und gnadenlos. Er zeigt ansonsten wenig Gefühle, es gibt auch keine Liebesszene zwischen Camille (seiner “Kampf_Gefährtin”) und ihm … es ist alles auf Action reduziert …
Klar, Bond_Filme toppen sich ja mittlerweile selbst … was Produktionskosten, Einspielergebisse betrifft … aber etwas bleibt dabei auf der Strecke…
Auch der Schurke “Mr. Greene” ist ja wohl der farbloseste und lächerlichste Gegenspieler, den Bond je hatte. Eine nicht ernstzunehmende Witzfigur… keine wirkliche Bedrohung …
Hmm, und während des Films musste ich auf einmal an einen anderen “ActionStar” denken … Bruce Willis … in Die Hard … und Die Harder …auch er hat mich in seinem letzten John McClane_Abenteuer enttäuscht …hatte einfach nicht mehr den Biss von “damals” … aber egal … Helden sterben immer etwas langsamer ….und “anders” …
Neben Internet, Schwimmen, DVD, Musik (hören) und sonstiger täglicher Bedürfnisbefriedigung …( ja, ich weiß, auch da gibt es eine (in)offiziell anerkannte “Liste” sogenannter GrundBedürfnisse … Schlafen, Atmen, Essen etc.)) ist “Lesen” momentan ein unglaublich wichtiger Faktor des “Über”Lebens geworden. Bis vor ein paar Monaten war ich nur ein unkonzentrierter Illustrierten_Blätterer …oder ich las ein, zwei Seiten in einem Buch, und legte es dann unbefriedigt zur Seite (oder noch schlimmer, ich schlief darüber ein >capital sin>) …nichts fesselte mich wirklich … aber wie gesagt, das ist nun Vergangenheit …ich bin wieder ein Lesender … neu geboren … wiedererweckt …oder wie immer man das nennen sollte …
Das einzige, was mich nun in den Wahnsinn treibt, ist der (ständig wachsende) Berg an (noch) nicht gelesener Lektüre .. ich müsste 200 Jahre alt werden (mindestens 10 VerjüngungsPillen (zumindest VitaminPillen) schlucken und mich stündlich am ganzen Körper mit AntifaltenCreme einschmieren; meine Schwimmbadbesuche ausdehnen, länger (schönheits)schlafen …um annähernd in den Genuss unendlichen Lebens (und Lesens) zu kommen …)
Hier eine (unvollständige) Liste der Bücher, die ich noch vor meinem Tod genießen möchte:
1. Francine Prose “ Unterwegs in die Hölle”
2. Michael Holroyd “Carrington”
3. Jean-Paul Sartre “ Die Suche nach dem Absoluten”
4. Nick Hornby “ A long way down”
5. Iris Murdoch “Der schwarze Prinz”
6. Massimo Piattelli-Palmarini “ Die Illusion zu wissen” Was hinter unseren Irrtümern steckt
7. A.L. Kennedy “Also bin ich froh”
8. Thomas Pynchon “ Die Versteigerung von No. 49”
9. John Updike “Selbstbewußtsein”
10. William Goldman “Die Brautprinzessin”
11. Aljean Harmetz “Verhaften Sie die üblichen Verdächtigen” Wie Casablanca gemacht wurde”
12. David Lynch “Talking”
13. Julie Burchill “Verdammt ich hatte recht !”
14. Michail Bulgakow “Der Meister und Margarita”
Und das Allerschlimmste, ich könnte ständig so weitermachen … eine Liste nach der anderen anfertigen … aber allein der Gedanke, für diese 14 Bücher mindestens ein halbes Jahr LeseZeit einplanen zu müssen ( ich lese seeeehr langsam), bringt mich um …kann mir nicht jemand helfen, und mir einen Teil der Last LUST abnehmen ?
Was ich gehört habe ? Metallica “ Garage” …beide CD´s hintereinander … jetzt bin ich taub …
Eine lange, einspurige Straße, die im Nichts enden wird …. mit vollem Bewusstsein steuere ich einem entfernten Punkt entgegen … gerate ins Straucheln, gehe aber schnell weiter … irgendwann beginne ich zu rennen… ..ohne abzubremsen …weil mit voller Wucht gegen diese unsichtbare Wand rasen will … blutend am Boden liegen … ich hab es mir einfach nicht anders verdient …
das Bild kippt
gestarrt vergewaltigt
mit Augen
übergossen
in ätzender Schwermut
und jetzt
der Rahmen reißt
geleimt verspalten
mit Händen
abgehackt
nun Blut übermalt
endlich
dieser launenhafte Atem
tonnenlastig freigesetzt
das Gleichgewicht der Atome
kernhaarig außer Kraft wirkt
dann
ist es Schicksal
leere Fügung
Ironie des Irrglaubens
wenn in Zukunft
der Naturgesetze
der Kunst
misstrauend
sich Alle abwenden
nur
die Germanisten bleiben
starrhalsig
reiben sich noch ihre Münder
wundgeleckt und ohne
zu hinterfragen
ketten sie sich an Illusionen
wollen hinter allem
Symbolgewalt erkennen
und sammeln
ewig dazu auserkoren
die Trümmer
ihrer selbstzerstörten
Gewissenlosigkeit ein.
Hmm, wieder nur ein Gedicht …und hat diesmal noch nicht mal was “L” zu tun … sorry, momentan bin ich etwas zu sturmgeplagt … schnee_gepeitscht … und lieb(es)los …
Heute mal das Beste zum Schluss, mein täglicher BlogEintrag … nicht vergessen, sondern nur etwas verspätet …und diesmal ein Zitat, das ich aus den Untiefen des I-Netzes gefischt habe, das mir schicksalsgleich geschenkt wurde. Vielleicht ein Zeichen von irgendwo …auf alle Fälle, etwas, was mich tief berührt, ja geradezu erschüttert hat. Manchmal sind es Andere, die die gleichen Gedanken und Gefühle wie man selbst hat, aber weitaus bessere und treffendere Worte wählen.
Eine davon ist ab heute Otti Pfeiffer, ein deutsche Lyrikerin und Kinder- und Jugendbuchautorin, von der ich leider bisher weder was gelesen, noch gehört habe (was ich natürlich ändern werde). Sie spricht das aus, was ich schon seit langem
verzweifelt in mir trage.
Zitat:
“Ich träume davon, dass jemand mich annähme, einfach so wie ich bin, mit meinen ungereimten Wünschen, unfertigem Charakter und alten Ängsten.
Ich träume davon, dass jemand mich gelten lässt, ohne mich zu erziehen, mit mir übereinstimmt, ohne sich anzustrengen.
Ich träume davon, dass ich mich nicht verteidigen muss, nicht erklären und kämpfen muss, dass einer mich liebt.”
End of quote. No comment.
Was ich gehört habe ? Inni Mer Syngur Vitleysingur … Sigur Ros
Heute bin ich wieder mehr als spät dran. Tut mir echt leid, ich hab mich unendlich verzettelt. Hab an einer Short Story gearbeitet … und das hat gedauert … Stunde um Stunde, und dabei hab ich alles andere um mich herum vergessen … Zeit, Raum und auch Blog …
Aber damit Ihr seht, dass ich wirklich “gearbeitet” habe, hier das Resultat :
QUIDQUID AGIS [ ...]
Reduktion, dachte er, darauf läuft alles hinaus, und das Fehlen jeglicher Phrasierung.
Diesen Gedanken hatte er heute schon ein paar Mal gehabt. Irgendwie war er zu seinem eigenen Klischee verkommen.
Er stand am geöffneten Balkonfenster und trank. Er hatte mit Gin angefangen, inzwischen war er zu Whiskey übergewechselt. Aber geschmacklich konnte er keinen großen Unterschied feststellen. Er wollte nur einen Zustand völliger Lähmung erreichen. Scheiß auf diesen grandiosen Ausblick, dachte er. Er starrte auf die Lichter, auf die Dächer der Stadt und wurde ständig durch diesen trächtigen Vollmond abgelenkt. Und scheiß auch auf dieses Hotel. Auf diese mit Antiquitäten überladene Deluxe Suite. Er wusste ja noch nicht mal, ob es das Imperial war. Und wer über-zeugte ihn davon, dass er tatsächlich in Wien war. Vielleicht wollte er ja lediglich, dass es Wien war. Er liebte den allgegenwärtigen Todesgeruch in den Gassen dieser Stadt. Gestern war es London. Letzte Woche Frankfurt oder Hamburg. Ja, verdammt, scheiß auf seine widerstandslose Gleichgültigkeit. Scheiß auf dieses Management, das sein Leben organisierte, ihn zu durch nichts unterscheidbare, letztlich todlangweilige Kulturmetropolen schickte. Scheiß auf die verdammte Komplexität des Daseins.
An seinem 12.Geburtstag sagte seine Mutter, die Musik wird dich garantiert noch umbringen. Und lächelte dabei. Dasselbe Lächeln, mit dem sie ihm ein paar Monate später sagte, verreck in der Gosse. Wie dein Vater. Er grinste, nahm noch einen weiteren Schluck, und erinnerte sich an den Tag ihres Todes. Es hatte in der Nacht davor angefangen zu schneien. Der erste Schnee. 17. November 2005. Er hatte an diesem Abend wieder Balakirev´s Islamey gespielt. In Chicago. Er kann sich sogar an die Härte des Klavierstuhls erinnern, an den tosenden Applaus, der ihn schon damals immer mehr anekelte. Und an die Journalistin der New York Times, die ihm am Morgen unbedingt bis zum Aufnahmestudio folgen musste. Sie hatte diesen Blick, den alle Frauen bekommen, wenn sie länger als zwei Minuten in seiner Nähe waren.
Nach dem Konzert fuhr er an diesem besagten Novembertag ungewöhnlicherweise sofort ins Hotel zurück. Sein Management hatte ihm eine Nachricht hinterlassen. Er sollte dringend den Chefarzt des Krankenhauses, in dem seine Mutter lag, anrufen. Doch weder am selben, noch am nächsten Tag meldete er sich.
Sie hatte Krebs. Somit hatte sie sich also die banalste und schrecklichste Krankheit ausgesucht, dachte er, und trank weiter. Es beruhigte ihn, die Lähmung des Körpers setzte sich fort. Nur der Mond blendete ihn immer noch.
Er hatte sie nie besucht. Kurze Telefonate. Long Distance Calls aus dem Nirgendwo. Das musste reichen. Wo bist du gerade, wollte sie immer wissen. Genauso gut hätte sie sich nach dem Wetter erkundigen können. Er sah jedes Mal auf die Uhr. Ihre Stimme wurde mit der Zeit immer brüchiger, zum Schluss nicht mehr als ein Flüstern. Ohne Ausreden zu suchen, legte er dann einfach auf.
Er hatte sich unzählige Gossen geschaffen. Gossen, die nur er kontrollieren konnte.
In jeder Stadt eine andere Nutte. Er wollte nie ihre Namen wissen. Es hätte ihm vom Wesentlichsten abgehalten. Ich will mit dir ficken, weil ich mich spüren will, sagte er zu ihnen. Kein Vor- und auch kein Nachspiel. Er wollte es nur hinter sich bringen, mehr nicht. Das Gleichgewicht in seinem Kopf wieder herstellen. Um wieder schlafen zu können. Je mechanischer sie ihn befriedigen konnten, desto mehr Geld ließ er da. Meist suchte er sich ältere Huren aus. Aber trotz ihrer Erfahrung musste er ihnen, wenn sie ihren Orgasmus vortäuschen wollten, den Mund zuhalten. Reduktion, dachte er, ist eine Illusion.
Illusion ist was für Arschlöcher. Er war nicht betrunken. Nackt, aber auf gar keinen Fall betrunken. Er war noch nie so klarsichtig wie heute Nacht. Es ist letztlich das, was er immer schon gewusst hatte, eingetroffen. Sein ganzes Leben hat er auf diesen Moment der Verfehlung gewartet. Diese eine verdammte beschissene Note. Unvermeidbar. Eine falsche Bewegung. Sich in der Taste vergriffen, eine Millisekunde zu schnell gewesen. Er grinste. Ja, andere vergreifen sich im Ton, er in der Taste. Niemand im Saal wird es bemerkt haben. Sie sind nicht an der Musik, sondern auf das Ereignis als solches fixiert. Blindwütige Idioten. Es war seine Berühmtheit, der Abglanz seiner Virtuosität, die sie an ihm so schätzen. Und ständig hatte er anschließend ihren Stallgeruch in der Nase. Parfümierte Liebhaber der luxuriösen Perversion, die ihn mit ihrer Dummheit jedes Mal aufs Neue belästigten. Um seine Feindseligkeit spüren zu lassen, spielte er ihnen ab und zu ein modernes Stück vor, etwas was sie nicht an Schuhmann, Chopin oder Rachmaninov erinnern konnte. Etwas verstörendes, sinnentleert, atonal. Ligeti zum Bespiel. Natürlich klatschten sie auch da, nur setzte der Applaus dann ein paar Augenblicke später ein und war deutlich schwächer. Doch inzwischen gab ihm das auch keine innere Befriedigung mehr.
Er wandte sich vom Fenster ab, ging in die Mitte des Hotelzimmers. Setzte sich an den Tisch, und versuchte seine Finger zu bewegen. Der Alkohol hatte ganze Arbeit geleistet, dachte er. Das letzte Mal hatte er sich vor fast genau drei Jahren in diesen Zustand versetzt, am Todestag seiner Mutter. Er schenkte sich den letzten Schluck Whiskey ein, und wollte nach der Waffe greifen. Eine 9mm Halbautomatik, die er einer der Nutten abgekauft hatte. Er hatte ihr dafür einen unverschämt hohen Preis gezahlt, aber Geld spielt keine Rolle. Und es war eine, die es nahezu perfekt machte, sie stöhnte nicht, war emotionslos. ließ ihn in Ruhe. Was er aber am meisten schätzte, war, dass sie ihm keine Fragen stellte.
Als er seinen Arm ausstreckte, um an ie Pistole am Rand des Tisches zu kommen , verspürte er einen merkwürdigen Druck, etwas was an ihm zerrte, ein klammernder Griff. Er fiel daraufhin wie ein schwerer Stein zu Boden, lag nun reglos da. Es muss doch an diesem scheiß Whiskey liegen, dachte er. Dann musste er brechen. Ein Schwall bittersüßer Kotze ergoss sich auf den königsblauen Teppich. Er schwitzte leicht, hangelte sich an diesem massiven Tischbein hoch und es gelang ihm tatsächlich, diese Pistole an sich zu nehmen. Zitternd sank er wieder zu Boden. Er war glücklich, unendlich geschwächt, aber glücklich über dieses ungeplante Chaos, das er der Nachwelt nun hinterlassen würde. Er, als einer der weltbesten Pianisten, nackt, mit einer Kugel im Kopf, Blut und Erbrochenem, und überall ein paar leere und halbleere Gläser Whiskey und Gin. Denn er benutzte immer neue Gläser, nie dasselbe.
Besser hätte er seinen Abgang nicht inszenieren können. Ursprünglich wollte er einen wankelmütigen, jungen Priester einladen, ihm von begangenen und erfundenen Sünden erzählen. Und mitten in der Unterredung dann die Pistole in den Mund schieben und abdrücken. Aber das hier hatte mehr Stil. Er hoffte, dass er noch mal brechen musste, am liebsten hätte er das ganze Hotel vollgekotzt. Obwohl er wartete und ihm unsagbar schlecht war, kam nur dieser Klammergriff wieder, nun merklich schmerzhafter. Ein Stechen. Er stöhnte, lächelte, und nahm kurz entschlossen die Pistole.
Er setzte sie sich an die Schläfe, und …
P(ost) M(mortem):
Ein in Wien geborenes Zimmermädchen, Ramona K. (24) fand ihn am nächsten Morgen. Er lag wie eine Ikone in einer Lache aus Erbrochenen, die Beine komisch angewinkelt, die Augen starr zur Decke gerichtet, neben seinem Kopf eine Waffe. Merkwürdigerweise aber nirgendwo Blut.
Am übernächsten Tag kündigte Ramona , wird nun in einem Monat nach Graz ziehen, dort eine Stelle als Haushälterin annehmen. Bei einem sogenannten Großindustriellen.
Sie hat nie eine Klavierstück von diesem Toten gehört. Für sie war es nur einer der versnobten Reichen, die sich so eine Deluxe Suite leisten konnten. Sie selbst steht auf Eminem, Placebo und The Killers.
Auch wenn es nicht so aussieht (lol) … ich bin wieder mal extrem abgelenkt … schreibe unentwegt Gedichte … kommentiere Gedichte … verschicke mails …lese …höre Musik … und lebe trotzdem noch …
Ich verändere mich … oder etwas IN MIR verändert sich … es ist wie neugeboren zu werden … noch besser…
endlich ein Ziel vor Augen zu haben … etwas , wofür es sich zu sterben lohnt … ja, auch wenn ich momentan sehr glücklich bin … das END_Ziel werde ich bestimmt nicht aus den Augen verlieren …
auch wenn sich momentan täglich neue Türen öffnen, durch die ich nur hindurchgehen muss… die Schelle überschreiten …
Ich kann noch nicht genau sagen, was es ist .., und ob dieses was von Dauer sein wird …vielleicht ist es auch wiederum ganz gut … denn gerade das zermürbt mich ja auch immer wieder … diese irre … schwanzbeißerische Denken…diese GehirnVerknotungs(über)windungsMöglichkeiten … ich kann gewisse Situationen einfach nicht RICHTIG genießen … sehe trotz allem immer wieder Fallstricke …doppelte Böden…
wie auch immer ….
Ich bin ein hellsichtiger Blinder … mal sehen was, passiert, wenn es passiert … weil es passiert
jetzt werde ich wieder nur ins Bett gehen … den morgentlichen Teufels Tageskreislauf etwas gelassener entgegensehen … und mich auch die stillen Lücken … die hellen Flecken (am Abend) freuen
Was ich gehört habe ? Undefinierbaren ur geilen Sooooouuuullll ( kenn weder die Band, noch den Titel …erscheint nicht auf der Tracklist bei fm4 …)
Die Hälfte von 100 ist 50 … und so viele Aufrufe hatte ich heute … Wahnsinn …weit über dem Durchschnitt, sollte mir das jetzt zu denken geben … so als Ansporn gedacht … und wer sind meine Leser … was wollen sie … was erwarten sie … Sex and Crime … mehr Persönliches … Alice & Co…. mehr über das, was ich ich mache … oder nicht mache … in dieser großen dunklen Stadt called Nürnberg …
Nürnberg und Weihnachten ist die Hölle …GlühweinExzess ….LebkuchenTod …alles und nichts …in zwei Tagen geht es los … eine Touristenflut ohne Ende …. 4 Wochen nonstop …Christkind_Public_Viewing auf dem Hauptmarkt … aber ich werde definitiv nicht dabei sein … Weihnachten als solches interessiert mich nicht … GeschenkeTerror …schenken, weil man beschenkt wird … größer, geiler, bunter, höher, weiter …
Ich werde mich ausklinken, zurückziehen …TV, DVD, schreiben, lesen ….am 1. Weihnachtstag haben alle Schwimmbäder hier zu … der Horror ….aber auch das werd ich überleben … über ein Jahr ohne Alice und einem kann nichts mehr schocken …
Zur Zeit lese und schreibe ich so viel wie noch nie … vernachlässige dadurch sehr viel … wichtige und unwichtige Dinge des Lebens …aber es ist gut so, wie es ist … irgendwie gibt mir das Schreiben die so lang vermisste Struktur … ich fühle mich gefestigter … und lerne mich jeden Tag neu kennen…
Und es fließt irgendwie alles aus mir heraus … kein angestrengtes, verzögertes Tröpfeln … nein, ein echter, konstanter Schreib_fluss …ich könnte ohne Ende jetzt so weitermachen …aber irgendwann kommt dann bestimmt doch nur noch eitles nichtssagendes Geschwätz raus …
Morgen werd ich vermutlich ein Gedicht oder einen Prosatext posten …mal sehen ….irgendwas, damit ihr sehen könnt, was ich gerade so mache …
Heute bin ich krank … Grippe … konnte also nicht schreiben, so wie ich es vorhatte … aber trotzdem etwas Geschriebenes von mir … eine Short Story, oder wie immer man das nennen will ….
Nur im Stehen; 4,9 % vol
Das, was noch in seinem Kopf ist, rutscht in für ihn unbekannte Tiefen, und er lässt sich einfach nur fallen. Auf diesen Holzstuhl. Eigentlich schon fast ein Dreifuß, weil das linke vordere Stuhlbein immer wieder mal gefährlich wackelt. Jedenfalls muss er jetzt was trinken, wie immer. Was Alkoholisches, was ja im Grunde genommen, für IHN jedenfalls, unmöglich ist, weil Trinken UND Sitzen geht gar nicht, weil da nichts fließt. Es stockt. ER wäre gestockt oder gestaut. Weil er sitzt ja aufrecht und nicht quer.
Der Alkohol schafft es in dieser Position bestenfalls bis zum Bauchnabel, bis zur Gürtellinie und dann staut es sich. So dass er innerhalb kürzester Zeit wie ein aufgeblähter Frosch dasitzen würde. Und dass wo er Vegetarier ist. Er kann Tiere nicht ausstehen. Er würde sich also in einen Frosch verwandeln, oder zumindest die Formen eines aufgeblähtes, froschähnliches Wesen annehmen, und deshalb geht Trinken bei ihm NUR IM STEHEN.
Der Holzstuhl befindet sich in direkter Nähe seines Schreibtisches, was auch notwendig und logisch ist, weil er ja schreibt. Er ist auf alle Fälle jemand, der ohne zu zittern einen Stift halten kann. Wenn er nicht gerade trinkt, was eigentlich Grundlage seines Schreibens ist. Ohne Alkohol keine Worte, und ohne Worte keinen Erfolg. Ohne Erfolg kein Geld und ohne Geld kein Alkohol. Er hat nur noch drei Flaschen Bier im Kühlschrank.
Früher waren es mindestens zwei Flaschen Wodka, und jetzt, drei Flaschen Bier, ein halbvergammelter Salatkopf und eine Wollmütze. Rein mathematisch gesehen hatte er früher einfach mehr Erfolg.
Die kühlschrankgekühlte Wollmütze dient der ENTHITZUNG des Kopfes. Er ist ein sehr extremer Typ. Entweder ist sein Kopf zu leer oder zu heiß. Für beide Fälle muss also stets Vorsorge getroffen werden. Nur drei Bier war keine Vorsorge mehr, sondern Notstand. Er müsste dringend Abhilfe schaffen. Abhilfe in Form von Worten, also Schreiben, also Alkohol, also erstmal. Und dieses erstmal wäre mit dem Öffnen der Kühlschranktür verbunden. Weil der Kühlschrank aber nicht in seinem Arbeitszimmer, sondern zweckmäßigerweise in der Küche steht, müsste er sich ERSTMAL in Bewegung setzen. Aber dieses in Bewegung setzen würde ein Aufstehen zur Folge haben, also ein sich vom Schreibtisch wegbewegen, WEGGEHENMÜSSEN. Und das würde er aufgrund seiner immer stärker werdenden Kopfleere nicht schaffen. UNTER GAR KEINEN UMSTÄNDEN.
Normalerweise holt er sich ERST Alkohol, und DANN geht er zum Schreibtisch, quasi das “Gesetz der Macht der Gewohnheit“ . Nur heute nicht. Weil er sich im Bad beim Rasieren geschnitten hat, weil er über ein Wort nachgedacht hat, das ihm dann nicht mehr aus dem Kopf ging, und er dann die sowieso schon stumpfe Klinge etwas zu tief ansetzte. Er kann kein Blut sehen, also etwas schon, aber NICHT DIESE MENGE an Blut, ja, fast schon eine Fontäne, etwas geradezu Obszönes. Er griff sich ein Handtuch, irgendeins, und merkte auf einmal diesen Schwindel, alles drehte sich. Er hatte daraufhin nur noch einen Gedanken, sich UNVERZÜGLICH zu setzen. Ja, erstmal setzen, diesen Schwindel, der jetzt ja zu dieser Kopfleere geführt hat, in den Griff zu kriegen. Das Bad führt direkt zum Arbeitszimmer, zum Schreibtischstuhl, also nichts lag UNMITTELBAR näher.
Das Wort war inzwischen verschwunden, nicht mehr in seinem Kopf, irgendwo zwischen seinen Beinen gelandet. Und er schaut an sich herunter. Aber das einzige, was er dort findet, ist das Handtuch mit den Blutspuren.
Und er hat trotz dieser Kopfleere nur eines im Sinn: BIER. Kühlschrank und Bier. Sofort und gleich. Und das alles OHNE aufstehen und WEGGEHEN zu müssen. Als erstes wirft er dieses Bluthandtuch zu Boden und während er diese für ihn als Schreibender, untypische Bewegung ausführt, erschließt sich auch schon die Lösung des Problems. Es ist ein Gedankenblitz in seinem ansonsten wort- und alkohollosen Gehirn:
Er würde sich einfach AUF DEM STUHL mit Hilfe des HANDTUCHS in die Küche bewegen Und schon sieht er eine direkte HANDTUCHSTUHLVERBINDUNGSLINIE vor sich.
Es ist eine kleine artistische Herausforderung, er muss sich und somit den Stuhl leicht kippen, um dann jeweils die einzelnen Stuhlbeine auf das Handtuch platzieren zu können. Glücklicherweise hat er sich in seiner schon im Bad abzeichnenden Kopfleere das größte Handtuch geschnappt. Das nächste ist, sich nun auf diesem Handtuch mit dem Stuhl unter zu Hilfenahme seiner Füße zum Ziel zu schieben. Es sind ungefähr 20 Meter, die er so zurücklegen muss.
Er schafft es tatsächlich, auch die Fußleisten zur Küche sind kein großes Hindernis für ihn, er gleitet und ruckelt praktisch dahin, wie ein melancholischer Eishockeyspieler auf brüchiger, ebener Fläche.
Und endlich. Das Bier rauscht friesisch herb seine Kehle runter. Becks. Von der Quelle bis zur Mündung. In SEINE MÜNDUNG. 4,9 % vol.. 0.5 l. IM STEHEN, oder Halbstehen, am Kühlschrank abstützend, weil er geschwächt ist von dieser ganzen Sache, diesem Herumgerutscheundgeschiebe auf dem Parkett. Aber er fühlt sich augenblicklich besser.
Das Bier ist praktisch mit einem Zug ausgetrunken und sein Kopfgefühl, sein Gedankenfluss wieder einigermaßen hergestellt. Nur seine Stirn fühlt sich nun plötzlich heiß an, und er ahnt schon, dass er die kühlschrankgekühlte Wollmütze brauchen würde. Was eigentlich besorgniserregend ist, weil sein Körper nicht so schnell zwei unterschiedliche BEDÜRFNISSE haben konnte, zum einen Alkoholdurst und fast gleichzeitig die Enthitzung seines Kopfes. Es wäre praktisch das erste Mal. Aber wenn es so sein sollte, bei der Gelegenheit könnte er ja gleich das nächste Bier herausholen, nicht dass er es nötig hätte, aber es ist ja quasi ein- und derselbe Handgriff.
Er öffnet den Kühlschrank, nimmt sich das Bier und die 3 oder 4 Grad kühle weiß karierte Mütze. Alles ist heute so anstrengend, denkt er, macht erst das Becks auf, trinkt, und zieht sich die Mütze an. Bier trinken und GLEICHZEITIG die Wollmütze, denkt er, ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig, während ihm plötzlich, wie mit einem Schlag wieder das Wort einfällt, das er unter dem Rasiermesser verloren hatte. HOCHWERTIG, ja genau, das war das Wort. Ein Textbaustein nur, aber dieses eine Wort würde ihm heute ermöglichen, weiterzuschreiben. HOCHWERTIG also. Im selben Moment, unbedacht und unvermittelt, in seinem Fall aber durchaus berechtigt,lässt er sich wieder auf den Stuhl fallen.
Der Stuhl ist innerhalb von Sekunden nur noch ein Dreifuß, das linke vordere Stuhlbein, sowie auch er, in einer glitschigen
Alkoholpfütze, um ihn herum grüne Bierglassplitter, die Wollmütze verrutscht und das Wort, das ihm das Leben zumindest für heute gerettet hätte, ist WEG, VERGRIFFEN UND AUSRADIERT.
Wie soll er weiterschreiben, denkt er und starrt, kopfleerer als je zuvor, auf den Inhalt des weit geöffneten Kühlschranks, also auf den halbvergammelten Salatkopf und die nun UNWIDERRUFLICH letzte Flasche Becks.
(Was ich gehört habe ? Bob Dylan … Mr. Tambourine Man
So wie´s aussieht hat´s mich diesmal wirklich erwischt …total und endgültig flachgelegt… Grippe, Husten, Schnupfen, Kopfschmerz whatever, das VOLLE PROGRAMM auf alle Fälle … ich bin kein Arzt, aber meine persönliche Diagnose sagt mir, dass ich krank bin. Zumindest so krank, dass ich nicht schwimmen gehen kann … die paar Schritte, die ich gehe, lassen sich an einer Hand abzählen …zum PC(mails schreiben, surfen, online-radio hören) in die Küche (hauptsächlich um Tee zu kochen/trinken; bevorzugt Fenchel und Pfefferminz, without sugar), ins Bad (naja Tee wird ja nicht nur “ausgeschwitzt” …) und dann ins Bett …
Essen, lesen, (viel) schlafen ( komm mir langsam wie ein dornengebettetes Dornröschen vor) und DVD (heute morgen “Unglaublich” mit Audrey Tautou gesehen; unglaublich konfus und enttäuschend) glotzen, bis mir die Augen tränen ..
Keine Ahnung, wie ich mich anhöre, also wenn ich sprechen würde …Selbstgespräche führe ich ja (noch) nicht …(wahrscheinlich kratzig, hüstelnd und asthmatisch )..
Was ich gehört habe ? “I´m Outta Time” … Oasis
Was ich heute noch (unbedingt) lesen werde:
Julie Burchill “Verdammt- ich hatte recht ! Eine Autobiographie” (und weitaus mehr als das … eine Weltbiographie … die Abgrunde “menschlichen” Lebens allumfassend beschreibend); Volltext ( DIE Literaturzeitung !!!); (vielleicht) John Updike (“Vermischtes”, Essays); und(oder auch) “Bambi vs Godzilla” von David Mamet (Über Hollywood und Drehbuchschreiben; David Mamet ( naja, er führt auch immer mal wieder selbst Regie, immer sehr nah an der Wahrheit ..)
Was ich essen werde:
viel Obst, wenig Fleisch …
Was ich mir (vielleicht) anschauen werde:
7 Virgines ; Hi-Lo Country (Stephen Frears Film, schon etwas älter) oder “Mein Date with Drew” (D. Barrymore) …oder “D.O.A.” ( FrauenPowerActionFilm) …
Heute geht nichts mehr … denkt Euch bitte einfach den Superlativ von “krank” …dann wisst Ihr warum …sorry
Aber bevor ich wieder verschwinde, lass ich Euch einen Song da, von einer *austrian band named Naked Lunch* … war sogar seltsamerweise mal auf eines ihrer Deutschlandkonzerte …
Zuerst die gute Nachricht … mir geht es etwas besser … und jetzt die daraus eigentlich (schlussfolgernde) … ich befinde mich in der Rekonvaleszenzphase ( ein schön langes und eigentlich unnötiges Wort) … d.h. ich bin noch nicht so fit, dass ich meine Gedanken in einer bloggemäßen Sprache ordnen kann ( ähm, konnte ich das JEMALS ?!) …zumindest besteht die vage Hoffnung, dass ich in zwei oder drei Tagen wieder mein Schwimmprogramm aufnehmen kann …komisch, dass ich mich sooo schnell ans Nichtschwimmen gewöhnen konnte … ja, es hat zwar etwas gejuckt unter den Fingern (Schwimmhäuten), und meine Kiemen waren etwas in Mitleidenschaft gezogen … aber heute war nur noch so eine Art Phantomschmerz zu spüren…
Liegt wahrscheinlich daran, dass ich momentan viel lese ( Nick Hornby : Long way down), Julie Burchill´s Biographie ….relativ viel DVD schaue ..für den letzten Film schäm ich mich sogar ein bisschen …D.O.A. (eine Bernd Eichinger / Constantin – Produktion) ein GirlieActionKungFuFight_Movie …keine Ahnung, was das eigentlich war, was ich mir da angeschaut hab … aber auf meiner Netzhaut flackert es immer noch so komisch …stahlharte Frauen, die im Anflug auf mich zurasen und mir die Kopfhaut rasieren wollen mit ihren Spielzeugdegen …
Naja, und dann habe ich einen etwas verwirrenden, aber trotz allem (von der Bildästhetik und den Schauspielerensemble) sehenswerten, französischen Film ( SCIENCE OF SLEEP/ Anleitung zum Träumen) angeschaut. Den Inhalt muss ich denke ich nicht wiedergeben, kann ja jeder selbst auf wiki nachlesen, oder auch googeln. Der Film war mit 2 meiner liebsten Schauspieler: Charlotte Gainsbourg und Gael Garica Bernal ( sehr sexy !). Der Film hat eine reale und eine “geträumte” Ebene …schwer das so in einfachen Worten wiederzugeben, vor allem weil während des Films immer komplexere und surrealere Momente auftauchen (auch weil immer mal wieder französisch und spanisch gesprochen wird; ist aber (zumindest auf der DVD untertitelt) , die einem als Zuschauer dann an der eigenen Wahrnehmung zweifeln lassen. Und es ist ein Film über die Liebe, so wie ich sie mag … ohne Kitsch und dennoch sehr romantisch …
Ein Zitat aus dem Film, klar, das könnt Ihr natürlich haben (anschauen müsst Ihr ihn denn aber unbedingt selbst; Pflichtprogramm !)
Der Hauptdarsteller ( Garcia Bernal) steht in einer Art künstlichem TV-Labor (ein anderes Wort fällt mir jetzt dazu nicht ein) und unterhält sich (sehr geiler, spanischer Akzent !) mit einem imaginären Publikum; dabei mixt er verschiedene, nicht gerade kulinarische (also essbare) Zutaten in einem großen Topf zusammen:
“ Hallo… und willkommen zu einer weiteren Folge von Television Educative. Heute zeig´ ich Ihnen, wie man Träume zubereitet. Viele von Ihnen denken, das ist ein einfacher Vorgang, aber die Wirklichkeit sieht komplizierter aus. Wie Sie sehen, liegt das Erfolgsgeheimnis in der sorgfältigen Mischung verschiedenster Zutaten: Zuerst geben wir ein paar beliebige Gedanken hinein. Und dann fügen wir wenig Nachklang vom Tag hinzu, vermischt mit ein paar Erinnerungen an die Vergangenheit. Das reicht für zwei. Liebe … Freundschaften … Partnerschaften… und all die anderen- “Schaften”. Dazu kommen ein paar Lieder vom Tage, Dinge die Sie gesehen haben und ein paar Spritzer… Persönliches… Okay… ich glaub´ das wird einer. Da kommt er schon…ja. Okay… jetzt muss es schnell gehen…”
Tja, so schnell also ist so ein Traum zubereitet, man braucht nur die richtigen Zutaten.
Zum Schluss noch der entsprechende Trailer zu dem Film, sozusagen als Aperitif
( “Augen- statt Magenöffner” ):
Tja, was soll ich sagen, meine Rekonvaleszenzphase dauert an … bin mit allen Medikamenten eingedeckt …Nasenspray, Aspirin, Lutschtabletten …Tees und heiße Zitrone_packs … kann sich nur noch um ein oder zwei Tage handeln, bis ich wieder vollkommen gesundet bin …
Vielleicht hilft ja der Gedanke an zukünftiger (oder gewesener) “L” weiter …
Und was wäre da besser geeignet als ein Gedicht von Pablo Neruda, dem großen chilenischen Weltdichter …
( ein Poem aus “Die Verse des Kapitäns”)
DEIN LACHEN
Nimm mir das Brot weg, wenn du
es willst, nimm mir die Luft weg,
aber lass mir dein Lachen.
Lass mir die Rosenblüte,
den Spritzstrahl, den du versprühst,
dieses Wasser, das plötzlich
aufschießt in deine Freude,
die jähe Pflanzenwoge,
in der du selbst zur Welt kommst.
Mein Kampf ist hart, und manchmal
komme ich heim mit müden
Augen, weil ich die Welt
gesehn, die sich nicht ändert,
doch kaum trete ich ein,
steigt dein Lachen zum Himmel,
sucht nach mir und erschließt mir
alle Türen des Lebens.
Meine Liebe, auch in der
dunkelsten Stunde lass dein
Lachen aufsprühn, und siehst du
plötzlich mein Blut als Pfütze
auf den Steinen der Straße,
so lache, denn dein Lachen
wird meinen Händen wie ein
frisch erglänzendes Schwert sein.
Und am herbstlichen Meer
soll deines Lachens Sturzflut
gischtend himmelwärts steigen,
und im Frühling, du Liebe,
wünsche ich mir dein Lachen
als Blüte, lang erwartet,
blaue Blume, die Rose
meines klingenden Landes.
Lache über die Nacht,
über den Tag, den Mond,
lache über den krummen
Gassen unserer Insel,
lache über den Burschen,
den Tollpatsch, der dich liebt,
aber wenn ich die Augen
öffne, wenn ich sie schließe,
wenn meine Schritte fortgehn,
wenn sie dann wiederkommen,
nimm mir das Brot, die Luft,
nimm mir das Licht, den Frühling,
aber niemals dein Lachen,
denn sonst würde ich sterben.
Was ich gehört habe? Tell The World … Vivian Girls
Heute reicht es leider wieder nur für ein Gedicht, das ich vor kurzem verfasst habe. Ich fühle mich immer noch geschwächt, und am liebsten würde ich jetzt gleich ins Bett gehen, schlafen, schlafen … und nicht an morgen denken …möglich, dass noch ein Rest “Krankheit” in mir steckt …
Bevor ich noch mehr ins Lamentieren gerate, hier das Gedicht:
L.
schon verspricht
dein Tag, was
meine Nacht
nicht halten kann, bringt
Vertrauen
das uns langsam erblinden
lässt, durch spröde Zeit,
der wir uns nun
tastend entfernen
Kreuze
begraben durch die
Schwere unserer Worte,
schenken uns keinen Glauben
mehr, führen zu neuen
Schluchten
die sich bis zum
Delta unserer Lieder ausdehnen,
erstickende Weite
widerhallend
endlose
Stille
bezeugt jetzt
das Ausmaß unserer Liebe.
(Was ich gehört habe ? Diesmal (ausnahmsweise) nichts
Noch 20 Tage bis Weihnachten, 27 bis Sylvester und 28 bis zum Jahr 2009. Und ich habe weder Geschenke noch Vorsätze gefasst.
Nun ja, dass mit den Geschenken ergibt sich bei mir meist in allerletzter Sekunde. Ich bin ein typischer Kurz_Vor_Ladenschluss_Käufer … am 24.12 ….zwischen 9.00 und 12.00 Uhr …vorher mache ich mir keine großen Gedanken darüber, wen oder was ich schenke. Obwohl ich mir jedes Mal wieder vornehme, dass es diesmal anders laufen muss. Tut es aber natürlich nicht. Kann sein, dass ich diesen Nervenkitzel brauch, oder dieses schmerzhafte Gefühl, diesen leichten Fieberschub, diese potentielle Hoffnungslosigkeit, die damit einhergeht. Aber bisher hat es immer wieder geklappt, spät aber nicht zu spät. Just in Time. Und in diesem Jahr werde ich Alice wieder nichts schenken. Komisch, wir hatten uns in den letzten Jahren immer geschworen, uns zumindest gegenseitig keine Geschenke zu überreichen, aber dieses “Versprechen” immer wieder gebrochen. Aber was schenkt man einer *Ex*, also wenn es Aus ist, und ist Schenken nicht etwas sehr (zu) Persönliches, ein Zeichen, das man diese Person (immer) noch mag ? Ich hasse sie nicht und sie mich auch nicht. Es hat sich zwischen uns eine etwas merkwürdige *nacheheliche* Beziehung entwickelt. In gewisser Weise vielleicht sogar besser und beständiger als unsere in Scherben liegende Ehe, keine Ahnung. Es wird das 2. Weihnachtsfest sein, das ich mit ihr und den Kindern verbringen werde. Im letzten Jahr saß ich nur einfach da, war gedanklich weit weg, dachte an vergangene Weihnachten, als alles noch anders war. Und komischerweise gab es bei uns während dieser Weihnachtszeit nie Streit. Vielleicht sogar die harmonischte (klar, no possible superlativ) Zeit im Jahr. Und ich hab Angst wieder in dieses Loch zu fallen, in das Dunkel zurückzugehen, wieder die an die Vergangenheit denken zu müssen. Naja, mal sehen, was wird. Diesmal muss Alice auch arbeiten, zwar nicht am 24., aber danach. Und dann werde ich wieder bei den Kindern sein.
Ok, bis dahin sind es dann doch noch 20 Tage. Irgendwie macht mich das jetzt schon wehmütig …
Was ich gehört habe ? Joss Stone …Introducing Joss Stone
Wieder krank … daher reicht´s leider wieder nur für einen Clip … aber der hat´s in sich … von einer der größten französischen Rapperinnen …. DIAMS — Ma France A Moi ….
Mhm, nur noch 10 Tage bis Weihnachten … heute geht´s mir (gesundheitlich) wieder etwas besser, wenn ich allerdings einen Blick auf den Bücherstapel neben mir werfe, packt mich wieder ein leichtes Fieber: dieser Stapel ungelesener “Meisterwerke” nimmt einfach nicht ab … ganz im Gegenteil: er wächst fast täglich an …und ich kann nichts dagegen unternehmen, außer zu hoffen, dass mir die letzten Dezembertage die notwendige Zeit geben, wenigstens in eines der Bücher etwas genauer hineinzuschauen, und nicht immer nur mit schlechtem Gewissen das Cover zu begutachten …
Hier also wieder mal eine Liste der Titel, die ich wohl erst im nächsten und übernächsten Jahr lesen werde (oder auch nicht):
- Patricia Highsmith “Meistererzählungen”
- James D. Watson “Die Doppelhelix”
- Petros Markaris “Balkan Blues”
- Anne Perry “Der Würger von der Cater Street”
- Paul Auster “Timbuktu”
- Céline Curiol “Von Liebe sprechen”
- David Foster Wallace “Kleines Mädchen mit komischen Haaren”
- Jonathan Carroll “Schlaf in den Flammen”
- James Patterson “Black Market”
- Antonio Munoz Molina “Der Winter in Lissabon”
- Tony Judt “Geschichte Europas”
Ihr seht, es bleibt also immer etwas zu tun … der Lesestoff geht echt nie aus …
Was ich gehört habe ? Kleerup – “Tower of Trellick”
In letzter Zeit habe ich eigentlich wenig über das eigentliche Thema dieses Blogs geschrieben. Über die “L” nämlich. Mhm, und leider gibt es von meiner Seite auch nichts Neues oder Berichtenswertes darüber, zumindest nicht, was meine Person betrifft. Ich stehe immer noch am Anfang, oder am Ende der *Suche*, wie man es betrachten will. Und ich unternehme natürlich auch nichts in diese Richtung, keinerlei Aktivitäten, die darauf hindeuten würden, dass sich bei mir in nächster Zeit etwas ändert. Naja, ich weiß, wer nichts macht, kann weder was falsch noch was richtig machen, aber auch nichts erwarten. Aber ich erwarte ja auch nichts. Ich stelle weder Forderungen noch Wünsche. Es bringt in meinen Augen wenig, immer darauf zu hoffen und sich zwanghaft in eine Richtung zu bewegen. Gerade, wenn man es am wenigsten erwartet, schlägt es zu, das Schicksal. Alle Aktivitäten, die ich in diesem Jahr unternommen habe, um mein Alleinsein und meine Liebesbedürftigkeit zu bekämpfen waren von fragwürdigem Erfolg. Ja, es gab interessante Begegnungen, auch “sexual intercourse”, aber darum geht es (mir) nicht. Das Wichtigste ist eine gleichgerichtete Denk- und dann auch Handlungsweise. Und die habe ich eben noch bei keiner Partnerin gefunden. Vielleicht stelle ich auch viel zu hohe Ansprüche, vielleicht jage ich einem Phantom, einem Idealbild, hinterher, das nur als Traumgespinst existiert.
Es waren eben nur Beinahe_Begegnungen. Möglicherweise muss ich auch erst nach und nach wieder lernen, einer anderen Person vertrauen zu können, nicht dieses normale Vertrauen, wenn man mal kurz aus dem Haus geht, und die Partnerin mal kurz aufpassen soll, sondern ein von Anfang an blindes Vertrauen, so wie, wenn man Jemandem sein ganzes Leben geben kann, und er gibt darauf acht. Was sicher auch wieder nur so ein bescheuertes Wunschbild von mir ist. Wahrscheinlich denke ich entweder zu romantisch_naiv … oder in gewissen, vielleicht sogar entscheidenden Situationen zu komplex . Es ist schwer mit mir auszukommen, schwer, sich mit mir zu unterhalten und am schwersten, mit mir über längere Zeit hinweg zusammenzuleben. Es ist einfach so.
Es gibt Tage, an denen gelingt es mir spielend, ein zugänglicher und freundlicher Typ zu sein und dann wieder (die meiste Zeit) bin ich abweisend kühl und introvertiert und niemand findet Zugang zu mir und meinen Gedanken. Ja, das ist sicher der wichtigste Punkt, mich in solchen Momenten zu verstehen …wenigstens zu wissen, was mit mir ist … mich dann einfach in Ruhe zu lassen, mich weder zu drängen noch verbal herauszufordern …das macht alles so verdammt schwierig. Viele denken, ich versetze mich absichtlich in einen Zustand der Unnahbarkeit, verwechseln es mit Hochmut oder verstehen es -was mir immer sehr leid tut- als persönlichen Angriff auf ihre Person. Aber das genaue Gegenteil ist meist der Fall, denn wenn ich jemanden wirklich liebe, versetzt mich das immer wieder in Erstaunen, aber auch in Verzweiflung, weil ich stets zweifle, ob und wie ich dieses Glück verdient habe, eine Gefährtin an meiner Seite zu haben, jemand der mich – wenn auch immer nur für kurze Zeit- so nimmt, wie ich bin.
Ok, damit dieser Post nicht noch mehr ins Melodramatische abgleitet, zum Schluss noch eine wirklich kindlich_naive Sichtweise auf das größte Rätsel der Menschheit, unser aller Rätsel …oder vielleicht wissen wir ja tief im Innern dennoch die Lösung … oder müssen nur wieder wie Kinder werden oder uns wenigstens ihrer Denkweise bewusst werden …
Was ich gehört habe ?Buraka Som Sistema *Kalemba (wegue Wegue)*
Heute steht mir der Kopf nicht wirklich nach bloggen, irgendwie bin ich momentan sehr unkonzentriert, denke über ungekaufte Weihnachtsgeschenke nach, über die Zukunft, über Liebe, über alles im Grunde genommen. Und ich weiß echt nicht, wie es weitergehen soll, was noch so passieren wird, ob es das gewesen ist … oder ob in einer dunklen, engen Gasse noch jemand auf mich wartet …
Musik ist mein derzeit einziger Begleiter, dem ich vertrauen will … und dies ein Song aus dem Archiv, den ich immer wieder gerne höre …
So langsam muss ich an Weihnachtsgeschenke denken, ob ich will, oder nicht … ich hasse es … Pflichtschenken, weil es jeder macht … und im Grunde genommen weiß man oft nicht, was man dem Anderen schenken soll …ok, es gibt manchmal Hinweise, kleine versteckte Andeutungen, die in einem Nebensatz versteckt sind …”irgendwann hätte ich gerne mal …; hmm letzte Woche ist mein MP3 Player kaputt gegangen …ich bräuchte irgendwann mal wieder einen neuen Schal ..” Früher hab ich immer auf diese Sätze geachtet, sie manchmal sogar ein halbes Jahr später abrufen können … aber früher war damals ist vorbei …wobei wir bei der wichtigen oder unwichtigen Frage wären, was man seiner “ehemaligen” Frau schenkt … ob man überhaupt was schenkt …und wenn, dann nur *etwas Kleines* …beim letzten Mal hab ich es tatsächlich geschafft, ihr nichts, aber auch absolut nichts, zu schenken …sie hingegen hat für mich ein schwachsinniges DuschgelSet gehabt …war es Verlegenheit oder einfach nur Schenken, weil man was schenken muss …ich hasse Materialismus jeder Art … klar, ich bin in gewisser Weise auch Sklave dieser “material world”, aber ich brauche keine GeldGeschenke, ich bin auch so glücklich, ich hab alles was ich brauch, und was ich nicht hab, brauch ich auch nicht …aber das kann man leider fast niemandem verständlich machen … auch nicht annähernd … wenn eine Peson, die sonst fast nie Zeit hat, sich eine Stunde mit mir unterhält, einfach so … dann ist das das größte Geschenk überhaupt … Aufmerksamkeit schenken, immer für den Anderen da sein …
Alice ist auch jedes Mal ausgerastet, wenn ich ihr gesagt habe, dass ich meinen Geburtstag nicht feiern will … es ist für mich ein Tag wie jeder andere …das hat sie leider nie kapiert … ich solle ein Vorbild für unsere Kinder sein … naja, ob ich jetzt meinen Geburtstag als was Besonderes betrachte oder nicht, mich an diesem Tag “beschenken” lasse, fand ich immer egal …ich meine, es ist meine Entscheidung und dieser fadenscheinige Grund “Erziehung” und “Vorbildfunktion” … aber lassen wir das …
Meine Tochter wünscht sich übrigens FußballBücher und/oder HighSchoolMusical Nintendo DS …mein Sohn ist noch unschlüssig …
1. Meine Eloquenz
2. Meine soziale Untreue
3. Die Art, wie ich manche Worte und Sätze betone
4. Manchmal kann ich sehr schweigsam sein … beleidigend schweigsam
5. Ich bin anfangs immer begeistert von einer Sache, von einem Projekt … verliere aber dann bald das Interesse
6. Ich kann nicht richtig streiten
7. Ich warte so lange ab, bis es meist zu spät ist
8. Ich denke zu perfektionistisch
9. Mein Übertreibungswille
10. Ich bin aufmerksamkeitssüchtig
Was ich gehört habe ? *Invaders must die* von Prodigy
1. Dass ich mein Schwimmtraining so konsequent durchführe …jeden Tag 1 h 50
2. Meine Intuition
3. Manchmal ein guter Zuhörer zu sein
4. Meine schnelle Auffassungsgabe
5. Meine sich entwickelnde Vorurteilslosigkeit
6. Ich brauche nicht viel, um glücklich sein zu können
7. Es gibt Leute, die behaupten, ich hätte eine angenehme (junge) Telefonstimme
8. Ich kann “treu” sein
9. Meine Ironiefähigkeit
10. Die schräge Kopfhaltung, die ich in gewissen Situationen einnehmen kann
Sorry, aber diesmal reicht es wieder nur für einen kurzen, mickrigen Post, denn ehrlich gesagt, weiß ich nicht, worüber ich heute berichten könnte … es hat sich nichts ereignet, was auch nur annähernd erwähnenswert wäre … und bevor ich nur schreibe, um zu schreiben, lass ich es lieber … und zeige euch lieber ein neues (?) Beyoncé Video …Single Ladies … hat echt genau den Beat, den ich brauche, um den Rest des Abends ohne größeren Schaden zu überstehen …
Die Songzeile …”Put a Ring on it” find ich irgendwie genial …
Es ist ihr erster Roman. Ein virtuoses Debüt, und von einem -vielleicht sogar dem- Autor Amerikas, nämlich Paul Auster, hoch gelobt. Seiner Ansicht nach, ist es “einer der schönsten Romane, den ich seit Jahren gelesen habe”. Zwar weiß ich nicht, wie viele Bücher Auster so im Jahr liest, aber auch ich muss mich seinem Urteil anschließen. Das Buch ist ganz außergewöhnlich, nicht nur was den Plot, sondern auch die Sprache betrifft. Es enthält keinen einzigen Dialogsatz, sondern ist durchgehend in indirekter Rede geschrieben, was allerdings irgendwann nicht mehr auffällt, vielleicht ist es ja auch gerade das, was das Buch so besonders macht. Es schafft dadurch eine ganz eigene, intime Atmosphäre, der man sich nicht mehr entziehen kann und schließlich nur noch atemlos getrieben sich dem Sog dieser Prosa hingibt.
Das Buch, um das es geht, heißt “Von Liebe sprechen” ( im französischen Original “Voix sans issue”) und wurde von Céline Curiol, einer 1975 in Lyon geborenen freien Journalistin geschrieben. Inzwischen lebt sie allerdings in New York (möglicherweise deshalb die Verbindung zu Auster; er hegt ja eine ganz besondere Liebe zu Frankreich, hat ja einige Jahre in Paris verbracht, ein paar französische Übersetzungen abgeliefert und ist an sich der *europäischte* unter den US- Schriftstellern).
Der Inhalt lässt sich in ein paar Sätzen wiedergeben. Die Protagonistin (deren Name übrigens nie genannt wird) lebt in Paris und ist als Bahnhofsansagerin im Gare du Nord beschäftigt. Sie begehrt einen Mann, der mit einer anderen Frau zusammenlebt, und wartet in ihrer Wohnung auf die sporadischen Anrufe eben dieses Liebhabers. Wobei das schon wieder übertrieben ist, eigentlich basiert ihre Leidenschaft auf einen innigen, nicht wiederholbaren Kuss in einer merkwürdig verbrachten Nacht. Ein kurzer Moment des Glücks, passiert auf einer Party, auf der auch Alkohol geflossen ist …
Das schöne an dem Buch ist, dass es am Ende noch Fragen gibt, deren Antworten der Leser selbst suchen muss … ein “open end” also, kein abgeschlossenes Ganzes ..und somit wirkt das Buch noch einige Zeit in einem nach … mir ging es jedenfalls so …
Bücher, die noch nach Monaten ihren Duft behalten …die auch, wenn ich längst den Inhalt vergessen habe, in mir ein wohliges, melancholisches Gefühl hervorrufen können, sind Bücher, an die ich mich ein Leben lang erinnern werde …
Was ich gehört habe ? Safe from Harm … Massive Attack
Weihnachtsblues …oder Stress … ich bastel gerade einen Kalender … ein HörspielpostkartenzitatenleseempfehlungenundandereGemeinheitenÜberraschungsdingsbums…
hätte nie gedacht, dass sowas Kleines soviel Arbeit machen kann …von Spass will ich gar nicht reden…
Ok, das war´s für heute wieder …reicht leider wieder nur für ein Video
Meine “Mutter” hat mich enterbt, und meine Ex_Schwiegermutter liegt mit einer schweren Eierstockentzündung im Krankenhaus. Und morgen ist Weihnachten … naja, wohl kein Zufall …
Über meine “Mutter” gäbe es einiges zu berichten. Sie ist für mich die Person, die ich weder lieben noch richtig hassen kann … auch Gleichgültigkeit wäre nicht die passende Bezeichnung für das, was ich für sie empfinde …
Auf alle Fälle bin ich auf Morgen gespannt …Weihnachten im Krankenhaus …natürlich werde ich sie besuchen … komisch, dass mir die “EX”Schwiegermutter weitaus vertrauter und auch näher ist, als meine eigene.
Mein “Vater” wäre auch mal ein Post wert … aber sicher erst nach Weihnachten ….
Was ich gehört habe ? *S.o.c.a.* Asian Dub Foundation
Wie ich vermutet habe, war dieser Tag wie jeder andere auch …trotz der Tatsache, dass wir ( Alice, ihr Bruder, ihr Vater, die Kinder und ich) den halben Tag im Krankenhaus verbracht haben, war es dennoch ein sehr gewöhnliches Zusammentreffen alter Bekannter …mehr nicht …es war ok. …die meiste Zeit sah ich dem Geschehen um mich herum taten- und auch geistlos zu (diesmal schaffte ich es sogar, für ein paar Minuten, meine Gehirntätigkeit herunterzufahren …) …abends dann die Geschenke (wie erwartet Duschgel, naja, und ein Badehandtuch …wie letztes Jahr auch …aber warum sollte mich das jetzt noch erregen, da Alice und ich ja nicht mehr zusammen sind) …
Das schönste Geschenk an diesem Tag war jedoch eine mail von einer Person, die ich unwahrscheinlich liebe …göttisch verehre …wir lieben uns auf eine ganz seltsam verrückte Weise … sind uns sehr, sehr ähnlich …und diese Person hat diesen Tag nicht nur gerettet … das wäre untertrieben … sondern hat mir gezeigt, dass es noch nicht zu spät ist, an das “Leben” zu glauben, oder wenigstens zu akzeptieren … es hat überhaupt nichts mit Weihachten zu tun, und ich möchte jetzt auch nicht zuviel schreiben … ich schaffe es auch nicht, das Ganze so verständlich zu machen, dass man es verstehen könnte …
Was ich gehört habe ? Anti_Weihnachtslieder —
Und für alle, die dennoch an Weihnachten und diesem ganzen Kult festhalten wollen hier das meines Erachtens einzig passende Video:
Über meine Eltern zu sprechen, fällt mir schwer … weil im Grunde genommen kenne ich sie gar nicht … in Wirklichkeit haben sie mich nur eine kurze Wegstrecke begleitet …zu kurz und doch unvergesslich …auch wenn ich manches verdrängen will … aber die Vergangenheit holt mich dann doch wieder ein … und das hat jetzt nichts mit Weihnachten an sich zu tun … es ist grundsätzlich so, dass ich oft darüber nachdenken muss (und letztlich auch will), um zu ergründen, wieso alles so gekommen ist … und ob es keine andere Lösung gab ..hmm, gab es denn überhaupt ein Problem … denn wenn man von Lösung spricht, wird ja vorausgesetzt, dass es ein Problem, oder zumindest eine Schieflage gab, die einer Korrektur bedurfte …
Ich nehme an, dass das Leben von Anfang an in einem Ungleichgewicht stand … also kein sicherer Hafen war … für niemand von uns eine Sicherheit bot … meine “Mutter” wurde überredet oder vielleicht auch (von ihren Eltern) überstimmt, die Ehe mit meinem Vater einzugehen …es war ein Arrangement …ich weiß nicht, ob es so was heute noch gibt … in “unserer” nun postmoderen Welt … vielleicht auf dem Land, in der tiefsten Provinz … dort wo keine andere Aussicht ( trotz I_Net und Online_Kontaktbörsen) besteht, mit den “richtigen” Partner in Verbindung zu treten … wo dann die eigenen Eltern die Auswahl über den zukünftigen Ehe(Lebens)partner entscheiden …jedenfalls war es bei meinen Eltern so… und dies dann bestimmt auch ausschlaggebend war, weshalb die Ehe von Anfang an dem Untergang geweiht war …sie waren einfach zu verschieden … meine Mutter eher sehr (christlich)konservativ und extrem häuslich Person ( naja, sie ging nicht direkt in ihrer Mutterrolle auf, eher in der Vorstellung, die damit verbunden war, oder die Vorstellung, der sie gerecht werden musste (in den Augen ihrer Eltern … also ein Teufelskreislauf …)) und mein Vater war derjenige, der seine Arbeit (er war Elektriker) über alles stellte …ein Workaholic (oder er flüchtete in die Arbeitswelt, weil sie ihm mehr Sicherheit als seine Frau und deren “Familie” bieten konnte … oder bereit war zu bieten … ich muss leider immer wieder im Konjunktiv sprechen, da ich es nur versuchen kann, zu rekonstruieren … ich war damals ja nur “mittelbar” beteiligt …ein kindlicher Zuschauer …konnte mir die Ergebnisse, aber nicht die Hintergründe vor Augen führen … ich sah, und begriff nichts …
Die ersten Wochen oder Monate wurde ich von meiner Mutter “aufgezogen” … oder ernährt (wobei sie mich nicht “gesäugt” hat … also mir die Brust gegeben, da sie es für unchristlich empfand, sich eine solch (wörtlich zu verstehende) Blöße zu geben …
Danach war sie immer öfter abwesend … fühlte sich kränklich … vielleicht war sie es teilweise auch … aber andererseits konnte sie in gewissen Situationen sehr gut schauspielern (manipulieren) …komisch, dass ich sie schon als Kind in dieser Hinsicht durchschauen konnte … sie lag dann tagelang mit Migräne im Bett … und alle mussten sich um sie kümmern … beziehungsweise in Ruhe lassen … sie duldete keinerlei Störung …
Naja, mein Vater flüchtete, in dem er immer vortäuschte, arbeiten gehen zu müssen … und wenn er nicht arbeiten ging, war es der Sport (er war in seiner Freizeit Handballer) … und meine Mutter flüchtete sich in erdachte Krankheiten … erst war es Migräne und dann etwas mit der Bauchspeicheldrüse … ich kam zwar manchmal an den Wochenenden zu Besuch zu meinen Eltern … hatte dort sogar ein eigenes Zimmer …aber unter der Woche lebte ich bei meiner Großtante, die dann letztlich auch, ob sie es wollte, oder nicht … für meine Erziehung … oder Nicht_Erziehung verantwortlich war … bei ihr hatte ich alle Freiheiten … positiv wie negativ …sie war viel mehr als meine “Mutter” es je sein konnte … und auch mein Vater entfernte sich immer mehr aus ihrem und meinem Leben … er war genauso abwesend wie meine “Mutter” … nur brachte er mir immer, wenn er mich besuchte oder am Wochenende abholte, eine gewisse Sympathie entgegen …ja, er freute sich, mich zu sehen … mit mir etwas zu unternehmen … und wenn er mich oft auch nur zu einem seiner HandballTuniere mitnahm … ich war stolz auf ihn … in allem was er tat … oder auch nicht tat …
Meine Mutter hingegen empfand mich nur als Störung … als ein Eindringling in ihre Welt der Krankheit ….ich kann mich nur an eine Situation erinnern, in dem so etwas wie Zuneigung in ihr aufflackerte … sie sah abends irgendeine Musiksendung im Fernsehen an …und übersetzte mir dann die Texte der englischen Interpreten ins Deutsche … oder tat sie es nur für sich ? Jedenfalls zeigte sie eine außergewöhnliche Begeisterung … sie saß vor dem TV als wäre es ein Altar … als hätte das Ganze etwas Anbetungswürdiges …als wäre es das Leben …ein LebensErsatz
Naja, als ich 6 oder 7 war, ließen sich meine Eltern dann scheiden … mein Vater hatte schnell eine andere (bessere ?) Frau gefunden … und meine “Mutter” blieb allein mit ihrer Krankheit …
Und ich erstmal noch ein paar Jahre bei meiner Großtante … bis wieder ein neues “Unglück” über uns (meiner Großtante und mir) hereinbrach … aber das ist eine andere Geschichte, die ich irgendwann mal … (oder auch nicht) erzählen werde …
Im Grunde genommen wollte ich nur eine Erklärung abgeben, warum ich dieses Fest der Familie … also Weihnachten … nicht feiern will oder kann … es noch nie konnte …
Auch wenn ich jetzt eigene Kinder habe …und eine Frau, die mich nicht mehr liebt und sich auch bald trennen wird …irgendwie wiederholt sich die Geschichte … nur ein paar Jahrzehnte später …
Sorry, heute aus Zeitmangel wieder nur ein kurzer Beitrag … wieder in Bild und Ton … in den nächsten Tagen werde ich dann mal versuchen, eine Art Jahresbilanz zu ziehen … rein persönlich, was mir so das Jahr gebracht hat, oder auch nicht … so die ganz speziellen HighLights und Katastrophen …
Aber hier jetzt ersatzweise erst mal ein Song von langhaarigen, alten HippoHappys … ja, auch auf so altes, abgedrehtes Zeug steh` ich ab und zu:
Gestern “angedroht” … und schon heute muss ich diesen “Schwarzen Peter” ziehen … naja, es gibt sicher schlimmeres als Zeitmangel, z.B. immer Zeit zu haben und nicht zu wissen, was damit anzufangen ist …
Hier also statt der ewigen VideoBeiträge mal ein Zitat, ein Aphorismus von Kafka …ich bewundere ihn, aber verstehe ihn nur teilweise … er ist sehr mysteriös …und lässt immer eine DenkTür offen, durch die dann zumindest ein kalter Windhauch meine armseligen Gehirnwindungen umstreifen kann …
Dieses Zitat allerdings ist nicht misszuverstehen ( und ist sozusagen ein LeitGedanke von mir):
“Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.”
Was ich gehört habe ? “99 Ways” von Lady Saw
Hmm, dies ist übrigens mein 100. Post ..( 99 Ways haben mich daran erinnert) … also an alle Liebenden, der sich immer wieder Liebe sich Zuwendenden (trotz aller Enttäuschungen) … Salute !
Hier also der lange angekündigte Jahresrückblick …in Form eines Fragebogens, den ich im Netz gefunden habe ( so eine Art „Stöckchen“) … mir wirft ja niemand so was zu … und deshalb muss ich sie mir immer selbst finden …und das, obwohl ich sehr gerne „ausgefragt werde“ ….
Ok, es geht los !
Vorherrschendes Gefühl für 2009?
gesteigerte Unruhe
2008 zum ersten Mal getan?
Ende September meinen ersten richtigen (!) BlogBeitrag geschrieben
2008 nach langer Zeit wieder getan?
Gedichte geschrieben
2008 leider nicht getan?
Einen 1000 Seiten Roman gelesen (z.B. den neusten Th. Pynchon)
Der hirnrissigste Plan?
Mich verlieben zu WOLLEN … also es als eine MUST_DO_Sache draus machen zu wollen
Die gefährlichste Unternehmung?
Ich lebe in ständiger Gefahr … also alles ist Gefahr …ich muss dazu noch nicht mal was unternehmen …
Die teuerste Anschaffung?
Ein 30 Euro _Phillips_ MP3 Player (der ein paar Monate später kaputtging) …also keine sprechende Waschmaschine mit 10 Gängen oder ein BatMobil …
(Un)wort des Jahres?
Liebe …und Weihnachten
Zugenommen oder abgenommen?
Immer gleich +/- 70 kg
Stadt des Jahres?
Wien … ich war noch nicht dort, aber ich glaube zu wissen, wie es dort ist
Alkoholexzesse?
Nein … ab und zu mal ein schwerer Kopf … aber nie über dem Limit (nicht in diesem Jahr)
Davon gekotzt?
Nein, nicht davon und auch nicht danach …
Haare länger oder kürzer?
So kurz wie immer
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ich bin immer kurzsichtig und blauäugig …daran wird sich sicher auch nichts ändern
Mehr Kohle oder weniger?
Ich bin ein NachtstromspeicherOfen …
Mehr ausgegeben oder weniger?
Mal mehr, mal weniger …
Mehr bewegt oder weniger?
Auch fast immer gleich … täglich 1 Stunde 50 Minuten Schwimmen … ansonsten normales, lockeres Vor_mich_hin_gehen ( meist Straßen – und UBahn …Einkäufe … nichts Spektakuläres …)
Höchste Handyrechnung?
Keine Ahnung … ich hasse Handys…
Krankenhausbesuche?
Ja, erst vor kurzem … d
Something´s going wrong …
Oktober 2, 2008 um 5:05 (Dawn has broken ...)
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Falsche Zeitrechnung ….also WordPress denkt , dass ich meinen letzten Beitrag gestern Nachmittag um 10.26 eingestellt habe ….ich weiß nicht … leben die im TakaTukaLand und ich auf´m Mars ? Oder ist das irgendeine unterirdische, streng geheime Schaltzentrale, die die Zeiten nach ZufallsPrinzip vergibt … weiß man ja nie, CIA, Bush und Co. sind ja omnipotent …. und da WordPress ja ein *amerikanisches Ding* ist …und Wahlkampf und Mrs Thatcher ….lol…. ok, sehr freie Assoziation …vielleicht kann mir ja von euch einer erklären, wieso weshalb warum ich angeblich Nachmittags gebloggt haben soll … es war definitiv heute um 00.20 und ein paar Zerquetsche …falls es überhaupt jemanden interessiert ….hmm, aber derzeit 8 Besucher (war ein paar Mal an einem FremdPC, kann sein, dass das auch mitgezählt wird), Null comments und Null verlinks …lol… anscheinend ist meine Theorie dann doch etwas weit hergeholt …CIA und so … die wissen wahrscheinlich gar nicht, dass es mich gibt …
Was ich gehört habe: Diesmal nix, bin gerade erst aufgestanden … aber Kaffee getrunken …gestern war´s koffeinfreier … meine NotRation, wenn gar nix mehr geht …
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