Auf meinem Hauptblog (The Power Station) findet ihr heute eine SongListe, mit Liedern, die mich auf meinem bisherigen walk of life begleitet haben. Alte und neue Songs, Songs die ich mag, und Songs, die ich hasse. Ein bisschen old school (viele der Lieder sind schon über 20, 30 Jahre alt; die beiden ältesten stammen von 1967, sind also genauso alt wie ich).
Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir Eure Listen schicken könntet. Lieder, die euch begeistert, inspiriert und vielleicht sogar getröstet haben.
Die ursprüngliche Idee stammt übrigens von einem Blogger/ einer Bloggerin, dessen/deren Weblog ich leider nicht mehr finden kann. Ein Klick und weg. Jedenfalls: man sollte über einen gewissen Zeitraum möglichst every day ein bestimmtes Lied posten. Ich hab das ganze etwas modifiziert. Auch die Zahl der Vorschläge etwas eingeschränkt: es waren ursprünglich 30, drei oder vier davon hab ich weggelassen.
Hier die ‘überarbeitete’ Liste:
your favorite song
A song that reminds you of someone
A song that reminds of you of somewhere
A song that reminds you of a certain event
A song that you know all the words to
A song that you can dance to
A song that makes you dream
A song from your favorite band
A song from a band you hate
A song that is a guilty pleasure
A song that no one would expect you to love
A song that describes you
A song that you hear often on the radio
A song that you wish you heard on the radio
A song from your favorite album
A song that you listen to when you’re angry
A song that you listen to when you’re happy
A song that you listen to when you’re sad
A song that you want to play at your wedding
A song that you want to play at your funeral
A song that makes you laugh
A song that you wish you could play
A song that makes you feel guilty
A song from your childhood
Your favorite song at this time last year
Warum wieso weshalb hab ich ja immer noch nicht ganz erklärt … naja, das erste Blog war ja auch nur eine Art AppetitZüngler … oder wie man das kulinarisch definieren will … also für mich ein wichtiges erstes Posting … so eine Art AufwärmProzess vor dem großen Lauf …. ins Ungewisse …denn dieses Blog soll ja nicht nur einen Monat, sondern mindestens ein Jahr Bestand haben … deshalb “langer Lauf“, wobei dazu natürlich … freie Assoziation ein langer Atem gehört … und den will ich mir ja gerade erschreiben …jeden Tag … 30 Minuten … also für geübte Jogger so ca. 10 km ….für ungeübte 2-Finger-Daneben-Tipper … und Immer-Wieder-Korrigieren-Müsser …so was wie ein verzweifelter 10-Zeilen-Kampf …. einige meiner Tipp- und Rechtschreibfehler bleiben von mir aber trotzdem unentdeckt …ich denke, ist auch ganz gut so … unplugged sozusagen …ungestöpselt ….ähm, ist das jetzt schon pornografisch ? Ich meine, der rote Faden, das Grundthema ist ja die *L* in allen Formen und Farben… die ganze Palette … also erste Blicke, verlieben, dieses immer und überall zu spürende Kribbeln im Bauch, oder in oder an welchem Körperteil auch immer …. Berührungen ….heißer (und kalter) Sex…. Enttäuschungen, Fremdgehen möglicherweise…. Momente des Entliebens … und dazwischen garantiert viel Chaos und Verrücktheit …
Natürlich werde ich auch immer mal wieder ein paar Exkurse einlegen müssen, die notwendig sind…zur Auflockerung …und vielleicht auch mal ein Foto ..irgendwas Grafisches einfügen …zur Verdeutlichung ….manche Leute brauchen das ja …ich nehme mich da nicht aus … hab auch immer noch nicht herausgefunden, wo jetzt mein persönlicher Schwerpunkt liegt … auditiver oder visueller Typ …manchmal reicht hören einfach nicht aus … ich muss es schwarz auf weiß lesen, um es begreifen zu können … manches klingt auch zu unglaubwürdig …hmm, dass ich jetzt gerade hier sitze, allein in meiner Küche z.B. …Kaffee trinke ..mir immer noch ein anstrengender WeltuntergangsTraum ( so eine Mischung aus “ I, Robot” …und die “Killerbienen greifen an” ) nachhängt, mein Sohn gerade aufgewacht ist, … ok. ein erster Hinweis ….dass der rote Faden endlich wieder aufgenommen wird …. Sohn also das Produkt zweier sich (ehemals) Liebender …wow, noch ein Hinweis …
Ok, bevor meine 30 Minuten wieder um sind für heute, noch ein paar facts …über mich über meinen “L”-Status ….etwas komprimiert und lieblos zusammengefasst … aber die Zeit rennt mir davon …
ich bin 41, männlich (aber ich glaube, das habt Ihr schon mitbekommen), lebe in Nürnberg , Bavaria,
lebe seit über einem Jahr getrennt …habe 2 Kinder ( Mädchen, 11 J. und Junge, 8 J.) …
Tja, Freunde … Leser oder wie auch immer …ich bin schon ein paar Sekunden über meinem Limit …und will nicht maßlos werden ….bis morgen ….
Was ich gehört habe : “The Mozart Album” ….Klassik, ja, bin musikalisch nicht festgelegt … nur Schlager gehen gar nicht …. bähpfuispuckwürgundkotz ….und versucht bloß nicht, mich vom Gegenteil überzeugen zu wollen …
Aus aktuellem Anlass heute mal ein kleiner Exkurs …aber don´t panic … wir bleiben beim Thema … also *L* kann ja sehr vielfältig sein … und manchmal frag ich mich, was uns dazu führt, immer ein- und denselben Typ Frau oder Mann gut bzw. schlecht zu finden … diese Parallelen, die dann zu erkennen sind, sollten doch ein individuelles GeschmacksMuster oder einen bestimmten Hinweis zu unserer eigenen Person liefern …
Scarlett Johannson , Reese Witherspoon und Ryan Reynolds z. B…. da gäbe es auf beiden Seiten einiges an Auffälligkeiten, Ähnlichkeiten ….beide Frauen sind augenscheinlich blond … beide sind in *NEW* York bzw. Orleans geboren …und sie können singen (wer besser singt will ich gar nicht erst beurteilen wollen) …und beide stehen oder standen auf denselben Mann … und er auf sie… und merkwürdigerweise auch ich …aber das ist, denk ich nix besonderes …. 80 % der männlichen Weltbevölkerung bis 80 Jahre ( incl. Woody Allen) schätz ich, würden mit mir da in einem großen SchnittmengePool baden …mindestens …allein schon die sexy OriginalStimme von Scarlett J…. schön rauchig … erinnert mich irgendwie immer an die mehr als sinnliche Lauren Bacall …naja, und Reese ist einfach supersüß und eben auch supersexy …ok, beide sind definitiv zu jung für mich …und auch too far away . ..auf alle Fälle in jeglicher Hinsicht unerreichbar ..ein feuchter Tagtraum.. .illusionär. einfach mal so ein Trip nach L.A. oder wo immer sie sich dauerhaft aufhalten … kann ich mir auch gar nicht leisten ( außer es findet sich ein Sponsor )…und so´n normales PromiViewing …dazu eigne ich mich nicht …früher ok, so mit 14 hatte ich eines der ersten deutschen BravoMadonnaPoster in meinem BoyRoom …inzwischen find ich allerdings, dass sie das Ganze übertreibt …eigentlich wäre es für sie an der Zeit, sich mal komplett neu zu erfinden …und nicht nur Variationen ein und desselben Themas abzuliefern… PopDiscoRetroMusic …ups, schon wieder abgeschweift …obwohl, Madonna war ja auch mal blond …oder immer mal wieder …aber “Scarlett + Reese = Madonna in her early years “ der Vergleich hinkt total ….Madonna war von Anfang an karrieregeil und ging über Männerleichen ..gnadenlos…also so ein LadyKillerInstinkt hab ich bei den beiden noch nicht entdecken können … sie haben trotz aller Professionalität etwas vollkommen unverfälschtes und (Über)Natürliches …
Das erste was ich von Scarlett zu sehen bekam war ihr knackiger Po …eigentlich sehr ungewöhnlicher Blickwinkel …aber eine der ersten Einstellungen von “Lost in Translation” …hmm, und bei Reese, weiß ich gar nicht …. hab mir eine DVD meiner Tochter angeschaut …nee, das erste Mal, wo ich sie wahrnehmen durfte, war in “Sweet Home Alabama” ….naja, ehrlich gesagt, hat sie damals keinen großen Eindruck hinterlassen … hab sie schnell vergessen …hmm, und das nächste Zusammentreffen war dann “Natürlich blond” 1 + 2 ; so ein TeenieFilm ….so ein feelgood Movie …hab mich auch besonders gut danach gefühlt … aber richtig lieb gewonnen hab ich sie mit einem ihrer letzten großen Auftritte …”Walk the Line” … einfach überragend …göttlich …niederknie- und immerwiedergänsehaut-bekommen-Gefühl …mehr sag ich nicht dazu …
Tja, Leute … schon wieder ist meine Zeit um …lol…will´s ja nicht übertreiben …
Was ich gehört habe : K. T. Tunstall, Adele, Kate Nash & Co. …irgendwie ziemlich british diesmal
Wie alles begann … tja, irgendwie zu schön um wahr zu sein …like a dream or a fantasy …fairy-tale-mäßig ….aber wehe, wehe, wenn ich auf das böse, schlimme Ende sehe … naja, eins nach dem anderen …
Ich muss vorwegschicken, dass ich extrem schüchtern bin …zumindest was das berühmte erste Mal betrifft … also Blickkontakt halten (diese magische 20-Sekunden-Ja-ich-mag-dich-komm-sprich-mit-mir-Grenze überschreiten ) und dann natürlich der damit unweigerlich verbundene notwendige (Small)-Talk ….Eisbrecher-Mentalität hab ich nicht … es gibt Typen, die baggern ohne Ende … reden dabei im Grunde nur belangloses Zeug … und haben damit fatalerweise auch noch Erfolg … also bei mir muss, das was ich sagen könnte und würde , wenn ich es denn wagen würde, jedes Mal durch ein unendlich feinmaschiges Sieb gerieselt werden … und dieses Sieb ist mitten in meinem Kopf … eigentlich IST es mein Kopf …es gibt glaub ich keinen Millimeter da oben, der nicht als Wächter meiner potentiellen Worte fungiert …ich BIN ein Kopf …lol….
Das Unglaubliche geschah, als ich sie das erste Mal vor ungefähr 12 Jahren sah …reimt sich blöderweise sogar … wir waren Nachbarn … wohnten beide im Erdgeschoss …in einem WohnungsBauGesellschaftsHaus …. sie Mitte, ich rechts (für die Statistiker unter euch) …uns trennte nur eine hauchdünne Wand … keine Ahnung, was für ein Material letztlich … 3 mm dünne Spanplatte … oder zusammengeleimtes, jahrhundertealtes JapanPapier …ziemlich brüchig …durchlässig … zumindest hab ich alles gehört …war zum OhrenVoyeur verdammt …anfangs war mir das sehr unangenehm … es war mein Schlafzimmer und direkt nebenan befand sich ihr Wohnzimmer …nur durch einen provisorischen Raumteiler abgeschirmt (sie behauptete übrigens später, mich akustisch nie wahrgenommen zu haben) … sie war immer so bis nach 24.00 Uhr wach ..somit wären wir die idealen Nachbarn gewesen …damals jedoch war ich ein sehr seltsamer Typ … ich studierte Sozialwesen an der FH Nürnberg ( nur 3 oder 4 Semester, hab mich dann selbst exmatrikuliert ) …irgendwie färbte dieses Studium auf mich ab ….ich machte dadurch eine radikale WesensVeränderung durch ….qualmte so 3 Schachteln Gitanes (bis zu meinem 21. Lebensjahr war ich rauchfrei) … las viel …Sartre, Camus, Th. Bernhard, Cioran …alles mögliche … jedenfalls war ich für andere damals eine Zumutung …zumindest eine Herausforderung im negativen Sinn … hatte immer die Rolladen runter, oder zumindest so weit, dass nur wenig Licht in meine Existenzialisten-Höhle dringen konnte . ich lebte sehr unstrukturiert ..tja, aber dann trat sie in mein Leben …am besten gebe ich ihr mal ein Pseudonym …Alice …hmm, genau … dieser Howard-Carpendale-Song …”Tür an Tür mit Alice” …lol…habe ich immer schon gehasst, aber ich denke da gibt es noch so ein englisches/ amerikanisches Original dazu …egal, Alice jedenfalls schaffte es, dass ich eines Tages richtig schön ausrastete …und das schaffen nur sehr wenige Menschen … zwar bin ich kein Pazifist im eigentlichen Sinne … auch kein Friedensaktivist … eher ruhig und verschlossen . hmm, und zur damaligen Zeit sogar ein echter Menschenfeind.. nichtsgestoweniger, es gibt kurze Momente da kocht mein Verstand über …und jene Nacht vor 12 Jahren war so ein Augenblick unkontrollierter emotionaler Eruption … sie hatte laute Musik an …es war noch ein Besucher da …Musik und Fetzen ihrer Unterhaltung ….. Reizüberflutung …ich bekam unweigerlich Kopfschmerzen … wurde auch nach 2 Aspirin nicht wirklich besser … das dumpfe BassGeHämmer … Lachen …kurze Stille… noch mehr Lachen … CD-Wechsel …irgendwann konnte ich nicht mehr …es war auch schon deutlich nach 24.00 Uhr und ich tat, was ein Mann und Misanthrop eben tut, wenn er genervt ist … er vertraut auf seine ureigensten Fähigkeiten und trommelt mit den Fäusten gegen die Wand …diese verdammte, zartfeine Trennlinie zwischen uns …
Tja, und was dann geschah ….werdet ihr morgen erfahren …meine Zeit ist wieder überschritten ….
Und was ich gehört habe: A Fine Frenzy …One Cell in the Sea …
Hmm, wie ging es also mit Alice weiter … nach meinem Wutausbruch …gegen die Wand boxen (also trommeln und klopfen hätte sich irgendwie anders angehört) war erstmal Ruhe … beängstigende Ruhe…was mich wiederum be-UNRUHIG-te …ich bekam ein schlechtes Gewissen …und redete mir ein, dass es vorher, also vor meinem BigBen alles schön harmonisch und irgendwie auch gemütlich war … zu wissen, dass ich nicht allein auf dieser Welt war … dass es da noch jemanden gab, sogar ein weiblicher Jemand, der mit mir zumindest in einem gemeinsamen Raum-Zeit-Kontinuum lebte …
ich hab die halbe Nacht nicht geschlafen … hab mich immer hin und hergewälzt und mir überlegt, wie ich diesen Faux Pas bloß wieder gutmachen könnte … und da ich ja, wie erwähnt, extrem schüchtern bin … gab es für mich nur die Möglichkeit einer indirekten, “stummen” Entschuldigung …. ich kaufte ihr eine Flasche Rotwein ( hatte natürlich keine Ahnung , ob sie überhaupt so was trinken würde … Alkohol überhaupt … aber ein MultiVitaminSaft wäre sicher das falsche Signal gewesen .— ) besorgte mir noch eine CD ( Stephan Eicher / *Engelberg* , die hab ich damals bis zum Erbrechen rauf und runter gehört)
und hab das ganze dann mit einer “Very Sorry” Karte in einem Beutel an ihre Wohnungstür gehängt ….Sie kam immer zu unterschiedlichen Zeiten nach Hause … und von daher wusste ich nicht den genauen Zeitpunkt des Entdeckens dieser Tüte … naja, es war wenigstens eine kleine Geste der Entschuldigung … aber gleichzeitig hoffte ich, sie auch mal sehen zu können … sie hatte – der dünnen Wand nach zu urteilen – eine sehr angenehme, sexy Stimme … und sie lachte sehr viel …Humor und Ironiefähigkeit sind bei mir große Sympathiewerte …eigentlich das Wichtigste … außer Sexiness und Ausstrahlung natürlich
Die Sache mit der Tüte an der Tür hat das Ganze also ins Rollen gebracht …der gordische Knoten oder das Ei des Kolumbus war gelegt …sie hat sich bei mir ein paar Tage später mit einer Karte bedankt …höflich aber zurückhaltend …ein paar Sätze, die aber meine Fantasie weiter beflügelten … wie sah diese Person aus … der Schrift nach zu urteilen, noch sehr jung …jünger als ich, vermutlich … ok., ich bin kein Graphologe …aber wenn mich jemand berührt, interessiert, dann beschäftigte ich mich auch mit den abwegigsten Dingen …mit Details … und diese Karte habe ich immer und wieder gelesen …sie war bald löchriger und transparenter als diese verdammte Wand zwischen uns …
Tja, dann hörte ich ein paar Tage gar nichts mehr von ihr … nebenan war Stille … vielleicht war sie im Urlaub … sobald eine gewisse angedachte Regelmäßigkeit durchbrochen wird, mach ich mir Sorgen …konnte schon nachts nicht mehr ruhig schlafen … ich vermisste ihre Geräusche … ihre unsichtbare Anwesenheit …zum Glück war sie nach ein paar Tagen dann doch plötzlich wieder da … zumindest ein unterdrücktes Röcheln … das dann ein paar Stunden zu einem Hüsteln wurde … dann zu einem länger anhaltenden Husten und schließlich zu einem immer wiederkehrenden Hustenanfall … es hörte sich schlimm an … und ich saß da, wartete darauf, dass es besser wurde … wollte wieder ihre Stimme, ihr Lachen hören … manchmal telefonierte sie …aber ich verstand nichts …immer wieder unterbrochen durch dieses schreckliche Husten …gegen das ich nichts tun konnte … ich war hilflos … gefangen in meiner Höhle … allein mit meiner extremen Schüchternheit … ich lag oft da, in meinem Bett (eigentlich nur eine Matratze, ein paar Kissen eine Decke) und hörte ihr zu … machte mir Gedanken, ob und wann sie endlich wieder gesund würde … irgendwann wurde sie es dann auch …
Und was dann geschah … ist ein weiteres posting wert … aber morgen … meine Zeit ist wieder rum …
Was ich gehört habe : Jem… K. Tunstall … und gerade Colbie Caillat … Battle …
Falsche Zeitrechnung ….also WordPress denkt , dass ich meinen letzten Beitrag gestern Nachmittag um 10.26 eingestellt habe ….ich weiß nicht … leben die im TakaTukaLand und ich auf´m Mars ? Oder ist das irgendeine unterirdische, streng geheime Schaltzentrale, die die Zeiten nach ZufallsPrinzip vergibt … weiß man ja nie, CIA, Bush und Co. sind ja omnipotent …. und da WordPress ja ein *amerikanisches Ding* ist …und Wahlkampf und Mrs Thatcher ….lol…. ok, sehr freie Assoziation …vielleicht kann mir ja von euch einer erklären, wieso weshalb warum ich angeblich Nachmittags gebloggt haben soll … es war definitiv heute um 00.20 und ein paar Zerquetsche …falls es überhaupt jemanden interessiert ….hmm, aber derzeit 8 Besucher (war ein paar Mal an einem FremdPC, kann sein, dass das auch mitgezählt wird), Null comments und Null verlinks …lol… anscheinend ist meine Theorie dann doch etwas weit hergeholt …CIA und so … die wissen wahrscheinlich gar nicht, dass es mich gibt …
Was ich gehört habe: Diesmal nix, bin gerade erst aufgestanden … aber Kaffee getrunken …gestern war´s koffeinfreier … meine NotRation, wenn gar nix mehr geht …
Es dauerte dann wirklich nicht mehr lange, bis ich Alice endlich zu sehen bekam … irgendwann hörten diese grausamen HustenAttacken auf … ich konnte wieder guten Gewissens schlafen … es war Sommer …naja, und dann war es soweit …an einem Nachmittag …sie raubte mir den Atem …den genauen Vorgang des Ereignisses habe ich vergessen … ich weiß nur noch, dass wir uns im Hausflur begegnet sind … ohne Vorwarnung ….es passierte einfach …ich wollte gerade meine Wohnung verlassen …stand an der Tür …und da sah ich sie … sie stand bei den Briefkästen …direkt neben meiner Tür diese Posteinwurfschlitze …sie kam gerade vom Joggen, war dementsprechend ziemlich verschwitzt und aus anderen Gründen wie ich etwas außer Atem …in meiner Erinnerung wollen sich ihre Brustwarzen auf ihrem weißen T-Shirt abzeichnen … sie war unglaublich sexy … das schönste Wesen, das mir jemals begegnet war …sie hatte dieses gewisse Etwas, eine blendende Aura … und das AllerBeste: sie lächelte mich an … irgendwie wusste sie sofort wer ich war …ich meine, wer ich WIRKLICH war … es klingt verrückt, aber sie schien direkt durch mich hindurchschauen zu können …bis tief in mein Herz … wir hatten trotz meiner Schüchternheit eine kleine Konversation , auch diese hab ich vergessen …und dann verschwand sie … in ihre Wohnung … klar, dass sie kein langes Gespräch mit mir suchte, schließlich wollte sie bestimmt unter die Dusche … und wahrscheinlich hat sie auch meine durchdringenden Blicke wahrgenommen … tja, ich schaue die Leute immer an …sehr intensiv …und das kann oft falsch verstanden werden … in ihrem Fall war es aber das richtige Verhalten … ein paar Tage später hatten wir unser erstes Date …aber bis es soweit war, musste ich noch ein paar Kleinigkeiten erledigen ….irgendwie war ich auch ganz erleichtert, kein notorischer ÜberallStaubFusselBeseitiger zu sein, somit konnte ich mich bis zu unserem “Treffen” ablenken …meine Single-Höhle benötigte dringend eine General-Reinigung …das Studenten-*Dolce-far-niente* und der Zustand des Allein-Lebens hatten deutliche äußere Spuren hinterlassen, die es nun galt in einer konzertierten Aktion zu beseitigen … ich putze mich regelrecht um den Verstand …malte mir aus, dass sie trotz meines plötzlichen ReinigungsWahns noch Ecken in meiner Wohnung finden könnte, die ich vergessen hatte … naja, an diesem blöden, rissigen PVC-Boden in der Küche konnte ich nichts mehr ändern, auch mit der tomatenroten Lackfarbe an den Wänden meines Mini-Badezimmers würde sie sich arrangieren müssen ( ich hatte noch nicht mal fließend warmes Wasser, und Badewanne auffüllen mit Hilfe eines röhrenden Boilers war stets Glückssache und eine Sache von Stunden, bis es endlich soweit war; ein alter Holzofen in meinem Wohnzimmer war der absolute …ja, Burner ( eben weil er nie richtig warm wurde; erst nach meinem Auszug erhielt die Wohnung alles das, was ihr bis dahin fehlte …Zentralheizung, neue, funkelnde Badewanne, glasklare Fenster etc.) …neben dieser elenden Putzerei musste ich mir natürlich auch Gedanken machen, was ich so alles noch besorgen musste … wir hatten vereinbart, eine Art Picknick zu veranstalten … wir würden runter ( die Straße war wirklich abschüssig und führte geradewegs zum Ziel) zur Wöhrder Wiese gehen, dort ein bisschen walken ( naja, spazieren gehen wäre übertrieben gewesen …) und uns dann irgendwo niederlassen, was essen … reden und rauchen … zum Glück war sie auch dem blauen Dunst nicht abgeneigt … ok, wie es dann wirklich war, erfahrt ihr morgen … denn wieder sind 30 Minuten um …
Apropos Zeit …Uhr usw. … wordpress zeigt immer noch komische Zeiten an … stimmt alles vorne und hinten nicht … aber egal, darüber reg ich mich jetzt nicht mehr auf …also auf meiner clock ist es jetzt 6.59 Uhr ( jaaaaa, früh …Morgengrauen etc.) … und es ist Freitag, der 3.Oktober 2008 …Tag der Deutschen Einheit …. ach ja, Alice ist in Demmin geboren, ein echtes Ost-Kind, lebte dann ein paar Jahre in BerlinBerlin und ist dann nach Masserberg/ Thüringen …Rennsteig gezogen …tja, und ich bin in der Nähe von Hamm aufgewachsen , also Ruhrgebiet …dann nach Göttingen … dann ins Allgäu …. und nun seit über 20 Jahren in Nürnberg ….also Ost-West-Connection … beste Voraussetzungen, sollte man meinen …immerhin wuchs da was zusammen, was offensichtlich zusammengehörte …
Was für Musik heute …Mix … very british wieder …Amy MacDonald … Jem …also das gleiche wie gestern, oder ?! Bin ich schon einseitig ….langweilig ???
Die Wöhrder Wiese war der ideale Treffpunkt, gerade bei dieser Wahnsinnshitze im August ´95 …4. August 1995, um genau zu sein … .über 32° Celsius bestimmt.. .unser “KennenlernTag”, der auch in unseren Ringen eingraviert wurde.
Der Tag, an den wir uns, egal was alles so danach passierte, immer erinnern werden. Hmm, ich will jetzt nicht melancholisch werden oder rumjammern, wie schön es damals war und wie beschissen es heute ist, without her … wir sind uns jetzt meilenweit entfernt, leben in einem anderen Universum …und doch haben unsere PlanetenBahnen immer wieder mal, für einen kurzen Moment eine *ZentralGestirnsSonne* …wow, nach Melancholie jetzt also noch triefender Kitsch ….
Also, ganz objektiv (sic !) weiter ….zurück zum 4. August …die Straße, die zum eigentlichen Treffpunkt führte …Haus an Haus, ein paar Wohnblocks, und am Ende der Strecke ein Telefonhäuschen, dann die Ampel überqueren, an der Grundschule und dem Fußballfeld vorbei, etwas weiter ein großes hölzernes Dach, unter dem man sich vor Regen (und Hitze) schützen konnte … davor zwei TischTennisPlatten …und voilá …das Ziel … der See ( hmm, vielleicht gibt´s bald mal ein paar pics, damit Ihr Euch das besser vorstellen könnt ….( “Euch” ? ; in einer Woche 12 Besucher auf meiner Site …lol… versehentliche oder zumindest zufällige Klicks wahrscheinlich…)…der Weg zum Ziel allerdings war verbunden mit mindestens einem halben Liter Schweiß, und das bei einem zeitlichen Aufwand von höchstens 5 Minuten …das lag zum einen an dem 3-kiloschweren Rucksack mit den Tausend Sachen, die ich vorher eingekauft hatte…Wein, Brot, Haribos, Käse, Wurst, selbst Gläser, Besteck und Taschentücher …ähm, Wassermelone nicht zu vergessen …ich hab endlich einmal an alle Eventualitäten gedacht …naja, und zum anderen war es ihr magischer Hintern, der mich auf Touren hielt und mir den Schweiß auf die Stirn treten ließ …
Anfangs nur ein kurzes flüchtiges Hallo, als wir uns zur verabredeten Zeit vor der Haustür begegneten, dann drehte sie mir den Rücken zu und ging voran ….mit relativ sicheren und zielorientierten Schritten, so als hätte sie schon einen genauen Plan, oder zumindest, als wüsste sie, was als nächstes kommen würde ..
Ich konnte sie also erstmal nur von hinten betrachten …sie trug einen extrem luftigen Rock, der selbst bei totaler Windstille diesen berühmten Marylin Monroe-Effekt hervorrufen konnte … sehr braune, glattrasierte, elegante Beine …hmm, ich bin eher der blasse Typ …insgeheim verglich ich also sogar schon unsere Hauttypen …und stellte mir dabei die seltsamsten und verbotensten Konstellationen vor …
Irgendwann gingen wir dann doch nebeneinander her … spätestens auf dem asphaltierten Weg rund im den See …sahen uns das erste Mal so richtig … flirteten sofort miteinander ..eye to eye …meine krankhafte Zurückhaltung wich einer umfassenden Neugierde … Interesse an ihrer Person … ich wollte alles wissen, jedes Detail … entwickelte detektivischen Spürsinn, was ihre stummen Gesten anbetraf …. weshalb lächelte sie manchmal so geheimnisvoll …wieso rauchte sie so nervös …war es wegen der Situation …wegen mir …naja, mein GitanesKonsum stieg auch mit jeder Minute an …
Nach einer Viertelstunde mussten wir uns setzen …und veranstalteten dann eines unserer ersten ParkBankPicknicks … ich denke, weniger weil wir Hunger hatten, als um unsere Erregung zu verbergen ….ich nehme an, diese innere Angespanntheit lässt sich durch den Vorgang des Essens etwas abschwächen, oder zumindest für ein paar Minuten vor dem Anderen – das noch fremde Wesen neben uns auf der Bank- geheimhalten… aber auf Dauer war diese emotionale Stimmung … diese elektrisierende Knistern, das uns umgab, zu stark, um im Verborgenen zu bleiben.
Und wir redeten, redeten, redeten… und konnten gar nicht mehr aufhören … dabei kamen wir uns immer näher …unsere Blicke wurden immer intensiver …wir hatten uns gefunden …ja, und verliebt …dieses sprichwörtliche Liebe-auf-den-ersten-Blick …
Hmm, , Time is running out … schon 5 Minuten über der Zeit …aber ich wollte die Alice-Geschichte jetzt unbedingt *abschließen* ( was für ein grausames Wort !) … hab etwas komprimiert und (leider) einige Details weggelassen …
Gehört habe ich diesmal Coldplay , “A rush of Blood to the …”
Wie entsteht Liebe ? Und wann hört sie auf ? Wie lange liebt man ? Was spielt sich davor, danach und dazwischen ab ?
Wenn man liebt, also mitten *drin* steckt …denke ich reflektiert man darüber wenig, zumindest wenn alles *normal* läuft …es gibt dann andere Prioritäten …Alltag, Karriere, und klar, manchmal auch Kinder …Liebe gehört also irgendwann zum Leben dazu … zu einem gemeinsamen Leben…. Liebe verschüttet …oder zur Selbstverständlichkeit geworden …
Fragen nach “L” ..übrigens hab ich dieses große Wort jetzt mal ausgeschrieben …sonst weigere ich mich ja, es in voller Länge und in der ganzen Tragkraft und Bedeutungsschwere zu etablieren …und es tut gar nicht weh …wahrscheinlich weil es mehr diesen analytischen Blickwinkel ausgesetzt ist …
Liebe auf dem Seziertisch … oder unter dem Mikroskop … einfach nur ein Gegenstand, den ich im Laufe dieses Blogs versuche in seine Einzelteile zu zerlegen ….
Millionen von Wissenschaftlern haben das getan ..Tausende Kilometer Fachliteratur … auch in der Belletristik .. sie alle reden und sprechen in irgendeiner Form von “L“ ….Shakespeare tat es … Goethe ….Houellebecq ( von dem ich nichts gelesen habe …nur viel gehört) auch …hmm, demnach ist “L” inflationär …. jede/r redet darüber …
Und dann die Betroffenen selbst ….sicher auch Millionen von unglücklich Nicht-Liebenden …Nicht-Mehr-Liebenden … oder Nicht-Mehr-Geliebt-Werdenden …einsame und verlassene Personen …die sich Gedanken machen … ungeschriebene Gedanken meist …
Womit kann man Liebe vergleichen … diesen Prozess …hmm, das erste was mir dazu einfiel, war ein Seil …groooooße Symbolkraft, I know …
In irgendeinem Zusammenhang …. esoterisch …christlich… pädagogisch …psychologisch …. denke ich, habe ich diesen Vergleich schon mal wahrgenommen … aber egal, never mind … ich finde, er passt …
Ein SEIL also, das auf dem Boden liegt … auf einer Lichtung ..auf einer ruhigen Straße … irgendwo…. schlaff und noch unberührt …und zwei Fremde …Mann und Frau ( wobei es auch “Gleichgeschlechtliche” sein können, warum nicht … ich hasse Kategorien … festgelegte (Denk)Strukturen —- selbstauferlegte Vorbehalte/Vorurteile … schwarz /weiß ..klug /dumm …schön/ hässlich … klar, sie machen das Leben leichter …SchubladenDenken birgt aber die Gefahr des Nicht-Mehr-Hinterfragen-Müssens … es ist so, wie es ist … ich schweife wieder ab…lol)
Diese zwei Unbekannten nähern sich langsam …klar, es muss Neugier im Spiel sein . ..auch Schüchternheit ..Unbekümmertheit … dieses Seil … Fremde, die sich Fragen stellen …und die beide davorstehen .. dieses Seil betrachten … und dann auf sich selbst aufmerksam werden …sich anschauen … dann wieder dieses Seil …einer der beiden, der sich bückt … vorsichtig das Seil berührt … den anderen dazu ermutigt, dasselbe zu tun …ein erstes gemeinsames , sinnliches Unternehmen …ja, somit einen Berührungspunkt herstellen …erforschen, aus welchem Material dieser Gegenstand besteht …wie er sich in der Hand hält … irgendwann ist es nicht mehr nur dieses Seil, das untersucht wird … die Fremden, die ja nun schon etwas Gemeinsames erlebt haben, sind sich nicht mehr ganz so unbekannt …sie halten ihre Blicke aus …lächeln sich unter idealen Bedingungen an … spielen mit der Situation … mit dem Seil … streicheln es … halten es …mit einer, zwei Händen …
Dieser spielerische UrZustand …ja, hat etwas paradiesisches … weltabgewandtes … zwei Menschen, die beginnen sich anzunähern … die sich einer gemeinsamen Sache widmen … dieses Seil nur als Ausgangspunkt …als Verbindungsstück … irgendwann zieht jeder an einem Ende …das Seil strafft sich … hält aber dieses Kräftegleichgewicht aus …Gleichgewicht deshalb, weil (wieder unter “idealen” Gesichtspunkten) der eine Partner auf den anderen Rücksicht nimmt, nicht zu fest zieht …nicht seine Stärke ausspielt … ausnutzt …
Hmm, dieses Seil zwischen ihnen … mit ihnen … das immer wieder eine Rolle spielt … ein fester Bestandteil ihrer Beziehung darstellt …wird mit der Zeit jedoch immer mehr beansprucht … brüchiger … es wird altersanfällig …manchmal auch vernachlässigt … liegengelassen … dem Regen, Schnee, Wind ausgesetzt …es wird noch benutzt, aber eher im Sinne von gebraucht … ist nur noch ein Gegenstand unter vielen …hat seine Magie eingebüßt …und an diesem Seil, wenn es mal gespannt ist, ziehen nicht mehr nur zwei Personen … eine ganze Mannschaft … keine Balance mehr …und dann dauert es nicht mehr lange, bis sich jeder von diesem Seil abwendet … es hat nun völlig seine Elastizität … seine Zugkraft verloren … ist rau … unansehnlich geworden … und verrottet irgendwann … unbeachtet …
Ja, ich muss gestehen, meine Sicht … sehr negativ … aber im Kern vielleicht doch zutreffend …
Die Zeit ist heute übrigens schon längst überschritten … ich habe nach den passenden Worten suchen müssen … es waren denk ich, insgesamt 45 Minuten …
Aber heute ist Sonntag … ausnahmsweise breche ich also mit meinen Regeln …
Was ich gehört habe ….Rachael Yamagata …passt diesmal, oder ?
What´s *L* got to do with it … or with Y.O.U. ? Wie stellt sie es an, dass wir uns immer wieder verlieben … ein Leben lang …bis zum Tod (und darüber hinaus ?) ..auch wenn wir es besser wissen müssten … ich meine, der Mensch ist verdammt noch Mal ein lernendes Wesen, dass gefälligst aus seinen Niederlagen lernen sollte …die notwendigen Konsequenzen ziehen …also allein bleiben …naja, ZUSAMMEN ist man doch immer noch weniger allein … möglich, dass das die Aufgabe ist … naja, jeder hat doch eine Bestimmung mit auf dem Weg bekommen … der Mensch lebt, um zu lieben …every single person is addicted to love …
Mein erster Kuss war mit 9 … ich kann mich nicht an das Mädchen erinnern, weiß noch nicht mal mehr ihren Namen… ob blond oder braun …ob sie oder ich den ersten Schritt gemacht hat … es ist einfach passiert … ohne Vorwarnung, unbeabsichtigt …spielerisch quasi … ich weiß nur noch, dass wir in Bewegung waren … ich muss hinter ihr hergelaufen sein …sie muss mich vorher etwas *provoziert* haben …hat sie vielleicht geahnt, wie es dann weitergehen würde … ich denke nicht, es war ein Spiel …
irgendwann hab ich dann das Mädchen zu fassen bekommen … wir waren atemlos… haben uns angelächelt … atemlos und etwas herausfordernd …hmm, und dann … hat sie oder ich … oder wir beide… der Kuss jedenfalls hat süß geschmeckt ..ein flüchtiges, unbekümmertes Berühren unserer Lippen … es war eindeutig eine Mischung aus Sommer, Kaugummi und einem undefinierbaren, unwiderruflichen, unnachahmlichen Duft nach … Mädchen eben …
Ich hab sie nie wiedergesehen …mir war auch nicht bewusst, dass es etwas Besonderes war … das erste Mal sozusagen … ich weiß nur, dass es gut war … es hat sich gut angefühlt … ich weiß noch, dass da außerdem noch ein leichtes Kribbeln war …mehr aber nicht … dieser Duft … und dieses merkwürdige Kribbeln . .. und wenn ich heute darüber nachdenke … auch mein Herz muss schwerer geworden sein… um ein paar Milligramm … normalerweise sollte es sich ja leichter anfühlen …aber in diesem Moment …und in den Momenten danach …mein Herz schrumpft dann zu einem warmen, festen Klumpen zusammen …
Seitdem gab es bestimmt unendlich viele Küsse … und das schreckliche, dass all diese Folge-Küsse (wie soll ich sie sonst nennen ?!) nicht nachhaltig in Erinnerung geblieben sind … ich meine, ich könnte die verschiedenen Arten der Küsse/ des Küssens nicht den entsprechenden Frauen zuordnen … das macht mir Angst … a kiss is just a kiss … oder bin ich einfach nicht sensibel genug … geht es eventuell anderen auch so ? Ist dieses Glücksgefühl des Küssens, des vorher stattgefundenen Augenkontakts … der schnellere Herzschlag … das leichte Öffnen der Mundes .. Zungen, die zueinander finden ….ist das alles nichts besonderes … für mich… ???
Hmm, ich weiß nur, dass ich weiterküssen … mich weiter verlieben werde … die gleichen “L”-Fehler wieder begehen werde … es sind ja keine Fehler, im eigentlichen Sinn … keine Ver*fehl*ungen …
sondern ein Wachsen … ein Weitergehen …nicht innehalten … on the road to ultimate “L” …
Was ich gehört habe : also beim letzten Satz … sehr peinlich, aber wahr … Janet Jackson … Free Xone …
Heute die Frage, wo “L” anfängt, wo sie aufhört, und was so dazwischen passiert . (diese Frage hab ich auch schon im Beitrag “Liebe ein Seil ? versucht zu ergründen, ich weiß) ..das Thema ist natürlich viel zu komplex, auch emotional zu stark *vorbelastet*, als dass man es nüchtern und (vor)urteilsfrei beantworten könnte …. zumindest kann ich es nicht … jed/e hat ja auch andere Erfahrungen auf diesem Gebiet gemacht … ist befangen …
Am besten ist es dieses “L” anhand von Zitaten zu erschließen, … ihm dadurch so nah wie möglich zu kommen. Es gibt z.B. Schriftsteller, die einen für andere Menschen nur schwer vermittelbaren Sachverhalt so punktgenau und *wort-getreu* umfassen, dass man atem- und sprachlos vor den jeweiligen Sätzen steht, sie ehrfürchtig wie ein übergroßes detailreiches Gemälde betrachtet und sich fragt, wie so etwas Großes und Wunderschönes möglich ist. Ein Autor, den ich ganz langsam auch immer besser und umfassender verstehe, ist Shakespeare …klar, jede/r hat seine Vorstellung von ihm, manche sehen ihn nur als verstaubten Klassiker , als einen schwer zugänglichen Dramatiker ….goethe- und schiller-gleich … sich deshalb nicht mit ihm beschäftigen …aus Angst oder Gleichmut …Shakespeare geht im Strudel der heutigen Zeit immer mehr unter … klar, er gehört sicher zu einem der meistgespielten Dramatiker …ist irgendwo immer allgegenwärtig …aber im Grunde doch so fern …
Ok, hier ein Zitat vom genialen S-h-a-k-e-s-p-e-a-r-e (my all-time hero) , das ich gefunden habe …nur ein paar Worte, die mich betroffen gemacht haben, ich sie auswendig lerne, und die mit jedem neuen Tag eine neue Bedeutung gewinnen, Worte eben, die keine abschließende Aussage bieten, keine Lösung, sondern nur einen änderbaren “Tatbestand” wiedergeben …
“ Verderben erhasche meine Seele, wenn ich dich nicht liebe- und wenn ich dich nicht mehr liebe, so ist die Welt wieder zum Chaos worden.”
Ein Satz aus Othello …sicher, aus dem textlichen Zusammenhang gerissen, aber ist er daher weniger wert, nur weil er ein PuzzleTeil aus einem großen Werk darstellt ? Prügelt mich, wenn ihr wollt, wenn ich des Meister´s Werk so isoliert und zerstückelt habe …brutal herausgeschnitten …
Nichtsdestoweniger …dieser Satz spiegelt eine große Emotionalität, eine überaus bewusste Leidensfähigkeit wider …denn was ist die “L” …vorher ein verwirrender Gemütszustand … ein leeres Chaos …man verliebt sich (plötzlich) und alles ist auf einmal so klar, durchscheinend … alles bekommt eine andere Farbe, eine andere Bedeutung …dieser Dschungel der vorangegangenen Wirrnis …ja, vor dem Zustand der “L” war die Erde öd und leer …und dann, durch “dich” plötzlich bewohnt …bewohnbar geworden … aber was wird passieren, wenn diese “L” endet, vielleicht genauso plötzlich, wie sie angefangen hat …wenn das alles nichts mehr gilt … hmm, dann wieder dieses Chaos, nur in einer anderen Ausdehnung … schwerer …unerträglicher … und möglicherweise getrieben von der verbotenen Sehnsucht, sich wieder zu verl…., nur um zu vergessen, was vorher war, oder um diesen nicht wiederholbaren, singulären Zustand doch irgendwie zu reproduzieren … immer und immer wieder neu erlebbar zu machen …und irgendwann kommt der Tod …ja, “L” und Tod liegen sehr eng beieinander …gute Freunde …
Aber können wir am Schluss sagen, dass wir geliebt haben ..bedingungslos und selbstlos , wahrhaftig …. nicht das verfluchte “ich” sondern das unendlich kostbarere du…. alles dafür aufgegeben haben oder zumindest in Erwägung gezogen … für ein paar Augenblicke uns vergessen …das Chaos geordnet …wenn das möglich war, hätten wir wirklich eine LebensBerechtigung gehabt und könnten uns der ewigen Ruhe (???) hingeben …
Es fällt mir diesmal schwerer als sonst, einen passenden Schluss zu finden … ich bin jetzt wieder auf mich selbst zurückgeworfen .. aber vielleicht ist das ja auch gut so … mit Shakespeare allein gelassen …
Was ich gehört habe …Mother Love Bone ( bringt mich etwas zum lächeln …wegen dem “L” in der Mitte …love in the center of all things ..) … und Meat Puppets …ok, diese Musik passt nicht wirklich zum Othello-Zitat …
Ausnahmsweise schreib ich jetzt mal die WortGedankenSpiele mit “L” aus … in voller Länge, so wie sie mir in mein Gehirn schießen … experimenteller Blödsinn … aber es ist ja wie beim TV-Glotzen … wem´s nicht gefällt, einfach stopp drücken oder gleich wegzappen … also hier ein paar wilde, willkürliche Wort-Familien-Spiele .— Erfindungen eines einsamen, kranken und daher vielleicht auch unzurechnungsfähigen Herzens …diesmal auch exakt 30 Minuten lang …ideale TeststreckenZeit (aber ob´s für eine empirische Forschungseinheit reicht, wage ich zu bezweifeln)….da fällt einem einiges ein … also mir zumindest ( I´ll hope so…) :
ge-liebtes, LiebesFluchten ( ähm , ein bereits existierender Buch-/Filmtitel ?). ver-liebt, ausge-liebt, zu-ge-liebt, krank-ge-liebt, LiebesMacht, LiebesGlück, LiebesUnGlück, ab-ge-liebt, LiebesVergnügen, zer-geliebt, Ge-Liebter, LiebesHeirat, LiebesVersprechen, LiebesVerrat, liebgewonnen, LiebesBlödigkeit, LiebesLieder, liebes-arm, LiebesVerrücktheit, Geliebtheit ( hm, Wortschöpfung meinerseits … müsste ich jetzt mal näher drüber nachdenken …ähm, nee, existiert anscheinend doch bereits, sonst wär´s rechtschreibprüfungsmäßig hier bei mir rot unterkringelt …“hohe Exzellenz, Eure teure Geliebtheit” …), be-liebt, ZwangsLiebe ( auch das Wort scheint es irgendwie schon zu geben …erschreckend, doch, wirklich !), LiebesVerrat, durch-ge-liebt ( seeeehr ausbeuterisch, Macho-Spraacke !!!), KünstlerLiebe, LiebesGeilheit, LiebesReiz, InstinktLiebe (what´s that ?), liebes-müde,
quer-geliebt, PaarLiebe ( logisch , Voraussetzung ?, wann ist ein Paar ein Paar ??? ( Grönemeyer-Fragestellung ), ach ja, EigenLiebe, aus-ge-liebt, tod-ge-liebt, LiebesTrunk ….
Erbärmlich !!!!!! Ich schäme mich … die Zeit ist um … und wenn ich mir jetzt das Ergebnis betrachte … keine Ahnung, , mehr als 30 werden es nicht sein, ich hab nicht nachgezählt, will mich lieber (…lol…) im Ungewissen lassen …aber 30 LiebesWorte ( aha !!!) in 30 Minuten würde bedeuten jede Minute ein “Einfall” ….brainstorming sieht irgendwie anders aus … mich würde ja interessieren, wie viel *Ihr* so
schafft …. in der Hoffnung, dass es vielleicht doch nicht an mir liegt … sondern ein allgemeines Problem darstellt … kognitiver Tunnel ….ähm, jetzt fallen mir z.B. …die Worte wie Schuppen von den Augen …war´s dieses zeitliche Limit … so ne Art Prüfungsstress ??? Keine Ahnung ….zumindest weiß ich jetzt, worüber ich morgen poste … ist mir gerade eingefallen …
Was ich (eben) gehört habe ( vielleicht lag´s auch an der Musikauswahl …lol… ich versuche mich rauszureden … Entschuldigungen für meine Unfähigkeit zu suchen …lol…) : Franz Ferdinand, Starsailor, Radiohead, Manic Street Preachers ….
Wahrscheinlich musste ich es tun. Aus einem inneren Zwang heraus, oder weil die Gesetze der Liebe, bzw. der Nicht-Liebe es so voraussetzten … es einfach jede/r dann tut, weil er/sie es tun muss …tun will …aus Wut, Rache oder um sich neu definieren zu können, oder einfach um zu vergessen …ein ungeschriebenes Gesetz …
Ich spreche vom ersten *FrauenKontakt* nach einer Trennung … nach dem endgültigen Bruch einer nicht mehr zu rettenden Beziehung …man ist jahrelang zusammen, teilt alle Dinge … die wichtigen und unwichtigen … und irgendwann kommt dann der Punkt, an dem man glaubt, dass es ewig so weitergeht …man erliegt einer Täuschung … einem fatalen Irrtum …(( das ist jetzt eine arg verkürzte (und langweilige, stark verallgemeinerte … verallgemeinernde ) Version, dessen was mir einem widerfahren kann …Details werden später nachgeliefert))
Aber egal, dass sind alles Nebengedanken , oder wenn man so will, Voraussetzungen oder die Folge eines dann irgendwann stattfindenden Neuanfangs. Trennung, Trauer und ein bis zum Erdmittelpunkt-Versinken-Wollens ( jedenfalls hat es sich für mich so angefühlt, rein biotechnisch aber völlig ausgeschlossen , ich weiß)… aber irgendwann wagt man es dann doch … oder setzt alles daran, damit es soweit kommt ….
Es war Sommer, Mitte August. Ein fast windstiller und warmer Abend . 4 Wochen nach dem “Aus”…
Der erste, offizielle *Freigang* …allein und planlos … nur ein ungefähres Ziel im Kopf …
Nürnberg hat zwar fast eine halbe Million Einwohner, aber dafür nur eine Handvoll wirklich guter und auch gut besuchter Kneipen / Cafés … und eines dieser Lokale heißt “Meisengeige” … eigentlich ein KinoCafé … alles in einem also (“arthouse“…alternativ …sub-kulturell … studentisch …verraucht,( vor diesem blödsinnigen Verbot, ClubbeitragsZwang ) …und im Sommer kann man dort bis 23.00 Uhr draußen sitzen …auf dem breit angelegten Bürgersteig …seinen Kaffee, Wein, Bier was auch immer genießen ..lesen… und schauen ( public viewing, ist so eine Art öffentlicher Laufsteg ) … ziemlich frequentiert, dieses Viertel ….
Es war Anfang der Woche, ich denke Montag oder Dienstag, kurz nach 19.00 Uhr … ich saß an einem der Außentische … die um diese Zeit noch zu haben sind … und blätterte in der Rolling Stone vom Vormonat oder in einer meiner Filmzeitschriften … also ich war ein “pretender” … las nicht, sondern beobachtete meine Umgebung …und hoffte auf eine Begegnung ….
Ein paar Minuten später setzte sich eine junge Frau an den Nebentisch, bestellte sich einen Kaffee, holte ihr Handy raus … und schrieb und las …SMSe …ab und zu hielt sie inne … und starrte ausdruckslos vor sich hin ….ich beobachtete sie aus den Augenwinkeln … scheu und unsicher …wie immer …und ich stellte mir vor, wie ich sie ansprechen würde …ein Gespräch mit ihr führen …meine extreme Zurückhaltung aufgeben und es einfach “tun” …
Und malte mir 1000 erste Sätze aus, die ich gleich wieder verwarf … dumme, blödsinnige Sätze wie “Hi, na, wie geht´s ?” ( der blödeste Spruch den ich kenne; kam daher überhaupt nicht in Frage) bis hin zu …ja, dem perfekten Einstiegssatz, der mir dann auch einfiel … ich bin aufgrund meiner Hemmungen sehr unkreativ …lol…(aber ich schaffte es dann doch, unter größter Überwindung) :
“Hmm, kommt er nicht ?”
Sie sah mich natürlich erstmal ungläubig an .
“ Wen meinst du ?”
“Naja, ich meine … dein Handy …”
“ Ach so … neee, is nur mein Ex …der schreibt mir ständig …nervt total …”
Das erste Mal, das sie lächelte …
“ Ok., also wartest du nicht wirklich …”
“ Ne, absolut nich , ich bin öfter hier …wohn gleich da drüben …”
Sie deutete auf ein Haus, ein paar Meter entfernt.
Naja, ich geb jetzt nicht das ganze Gespräch wieder ( ist ja auch eher üblicher small-talk; eigentlich wollte ich eher die Stimmung schildern, atmosphärisch erlebbar machen) … außerdem ist meine Zeit wieder mal um….hab mich etwas ver-zettelt … keine gradlinige Story, sorry … morgen aber erzähl ich den Rest der Geschichte …
Was ich gehört habe ….Travis …my eyes … ( komischerweise haben die Songtitel immer einen (in)direkten Bezug zum Posting ..lol … oder ist das nur eine von mir gewollte, musikalische Verbindung …)
Sie trug den Nachnamen einer berühmten Latino-Queen …mehr werde und kann ich nicht preisgeben..
Jede/r hat ein gewisses Recht auf Anonymität … vielleicht hab ich ja auch schon zuviel verraten….
Hmm, was gäbe es noch über sie zu sagen ? 24, modisch selbstbewusst ( sie hatte ihren individuellen Stil), schulterlanges, blondes Haar, blaue (grün-blaue ???) Augen (die Augenfarbe ist eines der unwichtigsten ästhetischen GesichtsPunkte …, darauf achte ich nie, auch nicht auf Wimperntusche u. ä. ; wahrscheinlich wie 90 % der Männer … es gibt einfach andere optische Reize für uns .. achten die Frauen etwa auf solche Sachen ? Ganz ehrlich …würde mich wirklich mal interessieren … naja, es gibt natürlich (weibliche wie männliche) Artgenossen die haben keine Augen, sondern funkelnde Diamanten … strahlend … und irgendwie Molly-Moon-mäßig … hypnotische Wirkung … ich zähle mich da zu den “normalen” Männern …höchstens (ab einem gewissen Erregungsgrad ) matt glänzend …mehr nicht …
Auf alle Fälle hatte sie bald ihr Handy zur Seite gelegt, unterhielt sich angeregt mit mir. Es war wie ein Wunder, ich meine, es war keine stockende, zähe Unterhaltung … sondern ein (fast) ununterbrochenes, interessiertes Reden …für mich ist >gute< Kommunikation wie ein perfekt gespieltes TennisMatch ( obwohl ich von dieser Sportart keine Ahnung hab; die Regeln sind mir nach wie vor unbekannt) …die Bälle gehen IMMER über das Netz …
Irgendwann haben wir uns auch über unser Privatleben unterhalten … ich erzählte ihr alles …diese ganze Situation, in der ich mich damals befand … benutzte dabei sogar – als wäre es schon eine unabänderlicher Tatsache – das Wort *Trennung* … und das Merkwürdige war, dass sie es aufnahm, als es das Natürlichste der Welt … als wäre nichts dabei, dass ich jetzt hier bei ihr saß und nicht woanders… bei meiner Frau, meinen Kindern …und dass sie jetzt diese Position einnahm… Zuhörerin, Seelentrösterin …sie verstand mich …und ich sie …. der Typ, der ihr immer wieder SMSe schrieb (sie hatte, wie gesagt, ihr Handy während unserer Unterhaltung wieder in ihrer Tasche verschwinden lassen) war besessen von ihr …einmal lag er in ihrem Bett… nackt und teilweise blutend …er hatte sich *geritzt* …aus Liebe, behauptete er … weil er nicht kapiert hätte, dass sie mit ihm Schluss gemacht hätte, sagte sie …
Es wurde später und später …nach Mitternacht … mittlerweile mussten wir von der Straße ins Cafe übersiedeln …saßen nun an einem bequemen Ecktisch …und unterhielten uns immer noch …es gab keine Pausen zwischen unseren Worten … ich habe so etwas weder vor noch nachher erlebt …und jetzt, über ein Jahr zurückliegend, frage ich mich, was ich damals für sie gefühlt habe … war es ein Flirt, wollte ich sie “rumkriegen” …mir damit beweisen, dass ich noch dazu in der Lage war, zu lieben … seelisch, körperlich … dass ich immer noch liebenswert war … egal, was die bisher wichtigste Person über mich dachte …war es Fremdgehen ( es kam nicht zum Sex), war es trotz allem schon ein gedachter Seitensprung , oder nur eine harmlose, nächtliche Romanze …? Auf alle Fälle waren sicherlich ein paar egoistische Gedanken dabei …
Der Abend gipfelte in einer SalzstangenEntführung … unter normalen Umständen wäre mir solche spontane Handlung unmöglich gewesen … vielleicht lag es auch an der enthemmenden Wirkung des Alkohols …jedenfalls bediente ich mich ganz unverfroren an einem Glas Salzstangen, das ein Gast vor sich stehen hatte … lächelte ihn an, während ich ins Glas griff, und entschuldigte mein Verhalten mit dem Argument, dass es sich um einen akuten Notfall handeln würde, andernfalls müsste meine Freundin ( ja, so bezeichnete ich sie ) auf der Stelle verhungern …
Ich habe sie noch nach Hause begleitet ( diese zwei Häuser weiter, ein lächerlich kurzer Weg) ….zum Schluss lagen wir uns still in den Armen … ein Abschied für immer …
Wir tauschten noch unsere e-mail-Adressen aus … ich schrieb ihr auch, es kam aber keine Antwort …
im Nachhinein denke ich, genau die richtige Entscheidung, warum sollte man ein solches Aufeinandertreffen wiederholen … wir haben uns alles gesagt … an einem einzigen Abend …für 5 oder 6 Stunden waren wir uns so nahe, wie man sich (unter diesen Umständen) kommen konnte… als eigentlich Fremde, die durch Zufall aufeinanderstießen …
Was ich gehört habe …momentan läuft Myslovitz …W Sieci ….polnisch also ( hmm bin ich übrigens auch, großväterlicherseits … aber ich spreche es nicht … verstehe es auch nicht …)
Das letzte Date/ Treffen fand vor ein paar Tagen statt. Es ist deshalb so erwähnenswert, weil es im krassen Gegensatz zu meinem ersten “außerehelichen” Kontakt steht ( die letzten beiden postings) ….sowohl was die Art des Treffens (es war eine Online-Bekanntschaft ) als auch den Ablauf dieser “Begegnung” betrifft …
Naja, wie laufen typische InterNet-Datings ab ? Ich vermute, sie haben alle irgendwie dasselbe Muster …denselben Verlauf …
man gibt eine Anzeige auf … oder man antwortet auf eine … bei mir war es letzteres …
Anzeigen sind ja Angebote ….schriftliche Offerten … meist eine kurze Zusammenfassung seiner Person/ Persönlichkeit … im schlimmsten Fall ist es eine strukturlose Aufzählung äußerer Faktoren …Alter, Größe, Gewicht, Haarfarbe …für mich alles sekundäre Gesichtspunkte …außerdem oftmals nicht der Realität entsprechend …kleine Lügen… entweder fatale Selbstüberschätzung oder aber ein Negieren bzw. ein verzweifeltes Infragestellen des eigenen “Ich”s … dazwischen ist oft nichts zu finden …
Jedenfalls bin ich ein Suchender …und auch immer wieder bereit, auf außergewöhnliche und interessant klingende Annoncen zu antworten … einfach weil ich wissen will, wer sich hinter diesen Inseraten verbirgt … Neugierde gepaart mit dem Wunsch, endlich am Ziel ankommen zu können … jemand zu finden, mit dem es wieder möglich ist, zu fühlen, zu denken …; was ich mir genau darunter vorstelle, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt darlegen ….sonst verzettel ich mich nur wieder ….
Wir tauschen ein paar mails aus …meist nur drei, vier Sätze ….hmm, sie klang sehr sachlich… sie war überhaupt nicht überschwänglich …auch nicht nervös …sie war …ja, indifferent …
Für mich stellte sie daher von Anfang an bereits eine gewisse Herausforderung dar … und so machten wir dann auch einen Treffpunkt aus … nicht in Nürnberg …sondern in Erlangen … ca.30 km entfernt …
Und das war schon einer der ersten Fehler… die Gelassenheit, mit der sie dem Treffen mit mir entgegensah, führte auch bei mir zu einer Lässigkeit …in der Organisation …Erlangen und Nürnberg sind eng mit einander verknüpfte Universitätsstädte …und der Studentenfluss …dieses Pendeln zwischen den einzelnen Standorten war für mich immer eine Selbstverständlichkeit … ich besitze kein Auto, bin deshalb auf die öffentlichen Nahverkehrsmittel bzw. in diesem Fall auf die Deutsche Bahn AG angewiesen …und war mir daher absolut sicher, dass in regelmäßigen Abständen … im 15-Minuten-Takt, ein Zug fahren würde ( und nicht nur alle 25 Minuten , wie dann tatsächlich der Fall … und die Fahrt dauert auch noch mal so lang, ich hatte also überhaupt kein “StreckenGefühl” …)
Ich hatte, da ich vor dem Date noch einige Bücher in der Bibliothek abgeben wollte, schon angekündigt, dass es voraussichtlich ein paar Minuten später werden könnte … sie hatte auch noch ein paar Dinge zu erledigen und war damit einverstanden …alles kein Problem …
Das offizielle Treffen sollte um 18.00 Uhr in “Den Arcarden” erfolgen …einem modernen, langweiligen EinkaufsCenter …… passte also perfekt zu einem solchen nun auch schon für mich leidenschaftslos gewordenen Date (an jenem Tag beschäftigte ich mich gedanklich mit einer ganz anderen Person, war im Grunde überhaupt nicht in der Lage, mich richtig zu konzentrieren) …jedenfalls kam ich rund 45 Minuten zu spät … und ich hasse es, zu spät zu kommen …ich will nicht behaupten, dass Pünktlichkeit zu meinen herausragenden Eigenschaften gehört, in der Regel verspäte ich mich aber allerhöchstens um 10 Minuten …
Sie saß jedenfalls schon in dem Cafe im ersten Stock ( > 3 Zeiten < , schon über den Namen könnte ich jetzt stundenlang philosophieren …tue es aber nicht …VerzettelungsGefahr …) an einem der hinteren Tische … und sah … ja, ich benutze dieses Wort jetzt noch mal, indifferent aus …weder gelangweilt noch ungeduldig noch verärgert über meine Verspätung … sie schaute nur kurz zu mir hin … ich entschuldigte mich 1000 Mal … es war mir peinlich …die Bedienung kam, ich bestellte einen Café Latte… trank … und hörte ihr zu … und dachte an eben die *andere Person* … ich weiß gar nicht, ob sie das mitbekam … denn sie redete von sich … es war ihr Leben, das sie mir nahebringen wollte …
Sie arbeitete in einem ArchivierungsZentrum … ist dort für die ServerTechnik verantwortlich . ein ServerAusfall wegen Überhitzung … und 100.000 Euro futsch …. es fielen immer wieder bestimmte Namen … die ich schon vergessen habe …sie sprach über ihren Chef … über ihren Ex… über Augsburg ….dort würde sie einmal im Jahr zu Weihnachten hinfahren … Autofahren sowieso, als Beifahrerin schlafe sie immer ein …(gähnte sogar dabei, als wolle sie mir beweisen, wie müde sie dann werden konnte, aber ich bezog diese Mattigkeit auf meine Anwesenheit …) … sie redete auch über Essen …Essensvorbereitung … etc … zwischendurch mal fragte ich, auch um sie etwas in Verwirrung zu versetzen, ob sie rauchen würde …. “ Das weißt du ! Hab ich dir doch geschrieben, oder ? …” Auf einmal wirkte sie erschüttert über meine Ignoranz … aber das Gespräch wurde dann gleich von ihr weitergeführt ….
Ich will nicht lästern … steht mir nicht zu … ich hatte diese Situation ja selbst gewollt … und wäre ja auch gar nicht in der Lage gewesen, einen sinnvollen Gesprächsbeitrag zu leisten … naja, es gab sonst noch ein paar Peinlichkeiten …
Wir waren uns nach rund einer Stunde einig ( bzw. schloss das EinkaufsCenter um 20.00, also eine geradezu ideale Gelegenheit, das Treffen beenden zu können ) … eine unausgesprochene Übereinkunft … wir liefen dann jeder für sich nebeneinander her . sie zum Parkplatz , ich Richtung Bahnhof ….. sie redete … und ich war in Gedanken versunken … an einem anderen Ort, meilenweit entfernt … bei einer anderen Person ….
Musik ist wie der unverwechselbare Duft eines bestimmten Ereignisses der Vergangenheit … eigentlich wächst unser MusikGedächtnis erst mit der <gestohlenen> Erinnerung … an eine Person … es gibt kein musikalisches “erstes Mal” bei mir … ich höre einen Song …einige Textzeilen bleiben mir im Kopf … verwischen dann aber wieder ( ein zu schnell gemaltes Aquarell auf meiner Seele), verbergen sich … und tauchen plötzlich irgendwann wieder auf …unverhofft … und dann hat das Lied mich endgültig besetzt … und gleichzeitig entsteht das Verlangen, diesen Song mit jemandem zu teilen … verbunden mit dem Wunsch, die- oder derjenige möge das Gleiche wie ich empfinden … die Liebe zur Musik, zu einem ganz bestimmten song , wird im Idealfall schließlich zum gemeinsamen Erleben …
Die Frage, was einer hört, wann er es hört, und vor allem, wie er dabei empfindet …eine persönliche Landkarte …Kontinente …Planeten …allumfassend …. endlos ….
Hmm, heute bin ich etwas “confused” … stehe neben mir … 1000 Lieder – lost rhymes and rhythms – in meinem Kopf, die sich zu einem ultimativen “L”-Song zusammenfügen wollen …zu einer großen *hymne à l´amour* ….
Ein paar dieser Lieder konnte ich selektieren … loslösen vom Konzentrat …
1. “ My funny Valentine” in der Chet Baker-Version .. brüchig, verletzlich …Baker singt nicht … er leidet …er macht diesen Song, an dem sich vor und nach ihm unzählige Interpreten versucht haben , zu seinem Song …wie >~*gott *< , der einem leblosem Etwas Leben einhaucht …
2. “ Je suis venu te dire que je m´en vais” …. Gainsbourg , Serge … noch ein ewig “Leidender” … der seine Verwundbarkeit kompensierte, indem er sich nach und nach dem “blauen Dunst” verschrieb … und sich damit dem Unvermeidlichen aussetze ….<Abschied ist immer ein unausgesprochenes Element wahrer Liebe>
3. “Guggisberglied” …Stephan Eicher … ein Schweizer “traditional” – sprachlos vor Ergriffenheit …von der Schönheit und Einfachheit der Worte
4. Shelter from the Storm”- Bob Dylan ….einfach nur die Augen schließen …und dann abwarten, was passiert …
5. “ I hope that I don´t fall in love with you” – Tom Waits …a real nighthawk -song … um Mitternacht …ein Glas Whiskey in der Hand …an “ L” denken
6. “Save me”- Amiee Mann … she was the one, who saved me …
7. “Blowers Daughter”- Damian Rice ….der *dazugehörige* Film “Closer” ist einer der erschütternsten und glaubwürdigsten über “L” … deren >zerstörerischer< Kraft ….ein Film wie ein Faustschlag mitten ins Herz
8. “Pale blue eyes” – Lou Reed …. eigentlich kein typischer Love-Song-Schreiber … eher ein literarisch geprägter Typ … etwas wie Edgar Allen Poe ( ok, “ The Raven”, eine seiner letzten CD´s ,*beweist* es) …der dunklen Seite des Lebens zugeneigt …
9. “Barefoot” – K.D. Lang …”… I´d walk trough the snow barefoot if you´d open up the door …”
10.“ Storybook Love”- Willy de Ville … ein Lied, das losgelöst vom eigentlichen Soundtrack
( “ Princess Bride”) eine ganz andere, allumfassende Wirkung erzielt …danach noch “heaven stood still” anhören … und nur noch eins wollen … in Liebe sterben ….
Ein ganz wichtiges Lied hätte ich beinahe vergessen … ein Lied, das mir seit ein paar Stunden – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr aus dem Kopf gehen will … ich mir gerade auf youtube das entsprechende Video angeschaut habe …hmm, jetzt Endlosschleife… ein sehr bekannter Song, aber ist er deshalb weniger wert … weniger emotional …?
Please listen closely now ….to Peter Gabriel & Kate Bush … ********* “Don´t give up” …
Es gibt glücklicherweise regelmäßig L-Songs, die sich an die Oberfläche meines musikalischen Gedächtnisses drängen, um dort für einige Zeit wieder ihren Platz einnehmen zu können
Meine extreme (Anfangs)Schüchternheit treibt mich immer zu den merkwürdigsten und aber auch besten Orten …
In Nürnberg ist es um wirklich gute Kneipen und Cafés schlecht bestellt … vor 20 Jahren gab es zumindest noch das KOMM … Sammelbecken für alles was alternativ an den Rand gedrängt wurde … Hippies (auch eine Seltenheit), real Punks (wo sind sie geblieben, die mit schwarzer Lederjacke, und Ratte auf der Schulter ?), Langhaarige Freaks ( wobei ich lange Haare bei Männern sehr gewöhnungsbedürftig finde …vor allem wenn das Ganze durch einen sauber geflochtenen Zopf zusammengehalten wird …das ist jetzt kein Vorurteil, nur ein für meine Augen ästhetisches Verbrechen …ich krieg dann automatisch Fluchtgedanken)….
Die Zeiten haben sich radikal geändert … das KOMM wurde stark renoviert, architektonisch entfremdet, es wurde geglättet … “sauber” gemacht , nichts ist dort mehr mit gesellschaftlich radikalen Themen in Verbindung zu bringen … das alte Team wurde fast komplett ausgewechselt oder hat freiwillig abgedankt …ab und zu mal ein kurzer, zarter Windhauch, der an alte Zeiten erinnern soll ( für die ****EwigGestrigen”””” , die sich doch noch in dieses neue Gebäude verirren …und dann hoffungslos verlaufen ..
Das Beste am “neuen“ KOMM sind noch die Sanitäranlagen … (die scheinen aller RenovierungsWut standgehalten zu haben oder wurden sie nur schlicht übersehen ?) … Wände noch extrem graffitiverschmiert oder mit Stickern ver- und beklebt (einer über den anderen) und auch die 4meterlange “Pissrinne“ (sorry, Mädels, lest bitte drüber weg) original beibehalten ( oder wer weiß, vielleicht ist das nur mein Empfinden, vielleicht eine “öffentliche” KunstInstallation, irgendein überlebter BeuysSchüler, der sich daran “versucht“ hat ( by the way, I love Beuys … auch wenn ich ihn nicht verstehe; seine KunstAuffassung ist destruktiv und irgendwie immer wieder “konservierungsbedürftig “ … der Vergänglichkeit ausgeliefert …oh Mann, ich labere pseudo-kunstwissenschaftlich ….auch darüber wird noch zu reden sein … +++++Kunst ist Kunst ist Kunst … ist “L”++++)
Selbst das KOMM-Kino …völlig anders nun , angepasst …auch wenn es immer noch so heißt, die Preise völlig überzogen … kleinste Leinwand der Welt, enge schwarze “AbsolutNichtKinoSessel” und leider mainstream Arthouse …die wichtigsten Filme werden regelmäßig unterschlagen, oder es wird kein Wert darauf gelegt, sie zu besorgen …
Ok, Themaverfehlung oder wieder mal verzettelt… denn eigentlich wollte ich über mein gestriges (leider im Grunde genommen, fehlgeschlagenes) soziales Kompetenztraining berichten .
Ich war im “Fatal” … Jagdstr. 11 (oder 12 ?) … DER Schwulen/ Lesben- SzeneTreff hier in Nürnberg , denke ich, ((will ich) vermuten), obwohl von wirklich schwulem Publikum gestern nichts zu sehen war … außer den 2 hinter der Bar, die sind zwar (eindeutig ?) schwul sind, aber sie arbeiten ja da … also angestellte Schwule (lol, was für eine böse Unterstellung ) …es sind dann meist die “normalen” 20 bis 50-jährigen NichtSchwulen, die diesen Ort aufsuchen …so wie ich … es kostete mich deswegen keine Überwindung ….was mir fehlt, ist die Motivation oder auch die innere Notwendigkeit, mal aus meinen eigenen 4 Wänden zu fliehen, rauszugehen … und Neues , neue Leute … vielleicht die “L” meines Lebens zu entdecken ( aber diesen Glauben hab ich irgendwie nicht mehr ) ….
Jedenfalls war zum Zeitpunkt meines Eintreffens im “Fatal” ( kurz nach 18.30 ) das Lokal fast menschenleer, zwei Leute, die vor der Eingangstür rauchen (mussten), die 2 hinter der Bar ( und in der Küche), und ein paar an den einzelnen Tischen verteilten Gäste …die alle (eindeutig ?) nicht schwul “aussahen” …
Genau, das ist meine wichtigste Erkenntnis des gestrigen Tages … ich konnte meine Vor(ur)teile gegenüber der “schwulen” Bevölkerung ( hatte ja leider nur die 2 hinter dem Tresen …) bestätigt finden bzw. widerlegen …ich finde es äußerst wichtig , sich und auch seine Umwelt immer wieder in Frage zu stellen … nichts ist das, was es scheint … vor allem wenn es ein manipuliertes Denken ist
( gesellschaftlich veranlasste/ produzierte Denkmuster ), das immer schlecht ist … deshalb verweigere ich mich auch seit längerem dem Studium der Zeitung ( ZeitungsLesen war mal meine liebste Beschäftigung …. doch dann kann der Golfkrieg …11. September … und es wurde nur noch *ge-meint* und nicht mehr berichtet … alles war eingefärbt ….historisch verklärt … in Schieflage gebracht …) … naja, ab und zu werde ich rückfällig … lese aber eher den FeuilletonTeil … keine (Lokal)politik …etc …
Wie krieg ich jetzt bloß wieder die Kurve …lol ….? Außerdem mein Limit, diese 30 Minuten schon längst wieder überschritten …
Reicht nur noch für einen kurzen atmosphärischen / gedanklichen Eintrag ….
Was lässt mich so über meine sich innig liebenden “GeschlechtsGenossen” denken … warum faszinieren sie mich und wirken doch so fern und “fremd” auf mich … vielleicht weil ich mir vorstelle, wie mich jemand umarmt … küsst … auf den Mund … ein Mann ?
Ach ja Vorurteile, die bestätigt werden konnten … ( hatte ja nur die 2 “angestellten” Schwulen ) … sie tragen alle ein knappes T-Shirt, einen Ohrring … haben ein tolles, dezentes Parfüm ( ich bin sehr anfällig für Düfte …), und sind superfreundlich, im Sinne von aufmerksam und aufgeschlossen …
also alles in allem positive Merkmale …alles, was die “Anderen” ( wer sind sie ?) oft nicht (mehr) haben … diese für alles zugängliche “WeltSicht” … unvoreingenommen und “open minded” ….
Auf alle Fälle werde ich bald wieder ins “Fatal” … dort weiter meine VorUrteile bestätigen ….
diesmal vielleicht auch ohne MotivationsSchwierigkeiten … ohne die mir innewohnende Antriebsarmut …
Manchmal muss man sich eben mal selbst einen Arschtritt verpassen …
Was ich gehört habe ?
Red Hot Chili Peppers …. “Stadium Arcadium” ….
Wasser ist ein Element, das immer da war (dagewesen sein muss)…auch als die Erde noch wüst und leer war …unbewohnt …Wasser als Grundlage des Lebens ….naja, und wenn wir die Hominisation …diesbezüglich die evolutionäre Theorie des Wasser-Affen, als Tatsache begreifen ……dann sollte man annehmen, dass wir eine ganz besondere Beziehung …ja, fast schon eine Liebe zu diesem Element empfinden (müssten) …
Ohne Wasser keine Zivilisation (zivilisierten) Menschen … unser Körper besteht ja auch zum Großteil aus Wasser … und wir müssen immer auch wieder Flüssiges zu uns nehmen, um nicht auszutrocknen … GedankenAssoziation wie immer …
Auf was ich eigentlich hinaus will … ich bin ein *Schwimmer* … ein täglicher Schwimmer … ein hoffnungslos Süchtiger …ohne Schwimmen geht bei mir nichts mehr … I´m addicted …
Und das Verwunderlichste, ich war es vorher – vor einem Jahr noch nicht – Wasser hatte bis dahin (fast) keinerlei Bedeutung für mich …naja, Duschen, Baden, Trinken, Regen usw. gehört ja zu einem jeden Leben dazu, aber darüber hinaus …?
Wenn man es genau betrachtet, wurde ich ins Wasser getrieben …wurde gezwungen, mich ins Wasser zu begeben …trennungsbedingt …als vor einem Jahr die Welt über mich einbrach …ich erstmal Wochen danach betäubt war …innere Leere, die mit Bewegungslosigkeit einherging …ich etwas unternehmen musste, um nicht ganz unterzugehen …
Dieser inneren und äußeren Bewegungslosigkeit etwas entgegenzusetzen …wieder Körper (und Seelen)Spannung zu erreichen …wieder etwas zu empfinden …natürlich hätte ich auch psychologische Hilfe in Anspruch nehmen können ( was ich in der Vergangenheit auch mal “versucht” habe … aber
Psychologen sind für mich Ärzte …selbst wenn sie keinen weißen Kittel anhaben …sie operieren dich…
greifen mit kalten Zangen nach deinem “Innersten” …)
Das erste, was ich “nach der Trennung” ausprobiert habe , war Joggen … aber nach einer halben Stunde taten mir die Knie weh … es war unmöglich, weiterzulaufen … von der Kondition her ging es eigentlich …. es war ok. … und genau das war dann auch ein weiteres Problem … ich wollte ein dauerhaftes KörperWieder(emp)finden erzielen … kein Augenblickliches, nur aus Zwang heraus entstandenes ….etwas, das man macht, um es zu machen … ohne eigentlichen Bezug …
Mein zweiter sportiver Versuch war “FitnessTraining” …. einige von Euch sind sicher regelmäßige Besucher eines Studios, in dem man vor allem seine Muskeln (oder NUR seine Muskeln) “aufbauen” kann …für mich aber war das noch schlimmer als Joggen … all diese Gewichte, Streckbänke …Laufbänder … das passte eindeutig nicht zu mir …
Und ich wollte schon aufgeben … mich wieder der Starre meines Körpers hingeben … da entdeckte ich …ja, die Liebe zum Wasser …
Früher war ich natürlich immer wieder mal im Schwimmbad … allein, mit oder ohne Kids, Frau …
aber es war nur ein “Besuch” …
Und jetzt ist es ALLES (was ich habe) …ohne Schwimmen ist für mich Leben nicht mehr vorstellbar …Schwimmen als Therapie … *ultimate passion* …und um mich nicht ganz zu verlieren, ist es zeitlich begrenzt … genau 1 Stunde 50 Minuten … jeden Tag … my daily pleasure …
Ich könnte jetzt ohne Ende weiter philosophieren … über Wasser, über das Treibenlassen … sich ins Wasser begeben … Oberflächenspannung …Nicht-Untergehen (Nicht-Unterkriegen-Lassen) .. und werde das auch bestimmt immer wieder ( in meinen späteren BlogEinträgen) … einfach weil das Schwimmen einen wichtigen Teil meines Tages einnimmt …nicht mehr wegzudenken ist …
Was ich gehört habe … Online-Radio …Wort- und Musikbeiträge …
“Weiss nid was es isch “…. listen to Stephan Eicher ….but will you really understand me him ?
Tja, ich weiss auch nicht, was es ist … dieses unbestimmte Gefühl …bin ich drüber hinweg, stehe ich nun wirklich über den Dingen ?
Meine “inner feelings” dachte ich schon seit langem abgetötet zu haben … begraben, deep down …und jetzt ? Nein, will sie nicht wieder *aktivieren*, es ist eher eine Art Phantomschmerz, etwas was nicht da sein kann, und es dann doch irgendwie ist …
Ok, die “Trennung” … das “endgültige Ende” war Anfang Juli 2007 …ich weiß, dass ich oft geschrieben habe “seit einem Jahr” …”vor einem Jahr” …aber wenn man es ganz genau nimmt, ist es schon weit länger zurückliegend … 15 Monate …die Chronologie der Ereignisse ist bei mir etwas durcheinander geraten, und oft wünsche ich mir natürlich, dass es tatsächlich ein paar Monate “weniger” wären … aber würde das etwas ändern ?
Und wie beendet man eine Beziehung, wie schafft man es, Erinnerungen sterben zu lassen ? Sucht man in seinem “Inneren” nach einer Möglichkeit des absoluten Vergessens … ein Auslöschen aller Ereignisse, die mit “ihr” zusammenhängen ( …in Zusammenhang gebracht werden können ) … irgendwie muss ja jeder damit zurecht kommen …es ist kein Jammern an sich, obwohl ich oft lamentiere… ich möchte nur hinterfragen, um zu verstehen, wann etwas zu Ende ist, um unwiederbringlich Platz für “Neues” zu schaffen … wann ist es ein “Abschied für immer” ?
Hmm, natürlich gibt es zu diesem “Thema” den Film “ Eternal Sunshine of the Spotless Mind” …den ich mir immer noch nicht anschauen konnte …
Tausend Fragen und eben so viele mögliche Antworten also …
Was mich emotional etwas näher zu ihr gebracht hat , waren die letzten Tage, an denen sie versucht hat, so etwas wie eine neue Unbefangenheit mir gegenüber zu zeigen, die mich einerseits irritiert und andererseits natürlich auch freut ( wir “zerfleischen” uns nicht, kein Hass …haben wir auch “vorher” nicht) …wir unterhalten uns …merkwürdige Themen … dass sie ihren “Freund”, der gleich anschließend in ihr Leben (ohne mich) trat , eigentlich nicht wirklich zu lieben glaubt liebt … dass es große Unterschiede zwischen ihnen gibt … sie ihn verlassen möchte, wenn sich daran nichts ändert … dass sie ihm noch eine “letzte Chance” einräumen möchte … ab Freitag fliegt sie mit ihm nach Mallorca …ein letzter Versuch also …
Nur warum erzählt sie mir das ? Demjenigen, der nicht mehr da ist … nur noch die Rolle des stillen Beobachters ihrer neugefundenen Existenz einnimmt … ist es das reine Verlangen, sich irgendjemandem mitzuteilen .. der sie vielleicht wirklich verstehen könnte, einfach weil er sie zu gut kennt …oder ist es nur eine Bemühung, wieder etwas Intimität aufkommen zu lassen … haben wir nun etwa eine Art Bündnis geschlossen … indem sie mir erzählte, was noch nicht mal “er” weiß … Ironie des Schicksals also …ich weiß ausnahmsweise (?) mal mehr als die Person, wegen der sie mich verlassen hat …
Ja, Liebe saugt einen aus, zerstört, tötet …. ein innerer, aussichtsloser Kampf …GefühlsChaos ….Abgründe …mit freiem Blick auf den Herzmittelpunkt … grenzenlos verwundbar …
Liebe heilt aber auch … ist das Schönste und Beste was uns passieren kann ….und was ist unsere wirkliche Bestimmung, warum leben und atmen hier … nicht um irgendwelche sch***** Reichtümer anzuhäufen…. love is living …
Natürlich kann auch Liebe Abhängigkeiten schaffen …materialistisch werden …anfängliche Selbstlosigkeit in hierarchische Strukturen verwandeln …natürlich ist es nicht die Liebe an sich, sondern die Liebenden, die irgendwann die eigenen Grenzen nicht mehr wahrnehmen, sie überschreiten … und damit nach und nach alles zum Einsturz bringen ….
Warum ich heute so *depressiv* …. destruktiv bin ? Vielleicht weil ich spüre, dass ich krank werde …erste Anzeichen sind schon da … es fühlt sich wie ein grippaler Infekt an … ist aber was völlig anderes …vor ungefähr einem Jahr hatte ich dasselbe (körperliche) Empfinden … Symptom einer inneren, radikalen Wende …irgendetwas passiert mit in mir … oder ich muss es *passierend machen* ….mein Überlebenswille, der sich nun gedanklich und physisch meldet … ein AlarmSystem, das mir mitteilt, dass sich etwas ändern muss … dass mein bisher geführtes Leben nicht mehr so weitergehen kann …
*Vor einem Jahr* war ich lovesick (?) …ich wohnte noch mit Alice zusammen …wir zerfleischten uns ….mit jedem Tag wurde es schlimmer …und es musste eine Situation herbeigeführt werden, die uns wieder “normal” werden lassen konnte …
Die einzige Lösung aus diesem Zustand war das Weggehen, Loslassen, eine räumliche Distanz herzustellen …aber bis ich diese Entscheidung treffen konnte … diesen *point of no return* akzeptieren und dann auch “ausführen” konnte …war ein langer, schmerzhafte Prozess … etwas, das sich in mir festsetzte … ein unheilbar eingebildeter Virus, der mich befiel ….
Einen Monat bevor ich auszog ausziehen konnte, wurde ich krank …bekam leichtes Fieber, mein Kopf fühlte sich schwer an, meine Nase war dauernd verstopft und ich konnte kaum mehr richtig sprechen ….ich hatte gerade angefangen, zu begreifen, dass Alice mich tatsächlich nicht mehr liebte, dass es kein Spiel war …. kein schonungsloser Albtraum, aus dem ich doch noch irgendwann wieder erwachen würde (darauf hoffte ich … nur ein lang anhaltender, grausamer Traum, den ich versuchte, mit meinen Ängsten in der Vergangenheit in Verbindung zu setzen, zu vergleichen … doch zwangsläufig an der Andersartigkeit und RealitätsHärte scheiterte ….der “Traum” war einfach zu lang, zu wirklichkeitsnah, als bloß ein Traum zu sein …)
Ich brauch zukünftig mehr Motivation …Struktur in meinem Leben …dieses Blog hilft mir ungemein …diese klar umrissenen 30 Minuten der Introspektion … des kurzen Innehaltens … des ZurückGeworfenSeins auf mich selbst ….mein “Ego” hinterfragen … mich selbst in Frage zu stellen …
Diese akute “Krankheit” als Ausdruck meiner Zerrissenheit …aber auch als Chance zu begreifen …als ein Neuanfang, der schon lange fällig war … die Unzulänglichkeit meiner NichtHandlungen muss ein Ende haben …
BlogEinträge schreiben, Schwimmen (obwohl ich mich nicht gut fühle) das alles ist notwendig, um mich zumindest wieder ein Stück weit selbst zu finden …
Noch habe ich keine klaren Vorstellungen / Entschlüsse gefasst , nur das dringende Verlangen nach radikaler Veränderung ….
Was ich gehört habe ? Charlotte Gainsbourg … 5:55 ….schon etwas älter, ich weiß … bringt mich aber
hoffentlich dazu, endlich mal den Film anzuschauen “ Science of Sleep” …mit ihr und Gael Garcia Bernal … ( selbst vor Filmen habe ich derzeit Angst … oder zu große Ehrfurcht …)
Eigentlich kann ich gar nicht schwimmen, ich versuche immer nur, mich so geschickt wie möglich über Wasser zu halten … und ich bin erst recht kein Taucher (mit oder ohne Brille und Flossen) und auch kein Turmspringer ( allein schon wegen der HöhenAngst; 1 Meter-Brett-Höhe ist für mich 100 in Wirklichkeit, also bin extrem “verhältnisgestört“) …
Wenn man bei mir von einer Disziplin sprechen kann, dann ist es das Brust*schwimmen* …>Rücken< kann ich auch, aber da fühle ich mich immer wie eine aufgeblähte Leiche, also lass ich´s …außerdem der uneingeschränkte Anblickauf meinen meines Bauches muss nicht sein … und an die Holzdecke des Schwimmbads glotzen ist auch nicht gerade besonders prickelnd …
Andere Schwimmarten müsste ich mir erst erlernen selbst beibringen …Kraulen z.B. finde ich sehr interessant …man driftet schneller durchs Wasser …und sieht besser aus dabei … und ist dann wahrscheinlich auch schneller erschöpft …keine Ahnung, ob ich mein aktuelles Pensum von 1 Stunde und 50 Minuten so ohne weiteres halten könnte, ob ich nicht nach einer halben Stunde keuchend und kurz vor dem Infarkt stehend aus dem Becken gezogen werden müsste … wahrscheinlich ja, denn als Süchtiger wie ich, hat man keine Chance, sich selbst zu stoppen …man will diesen special Kick erleben, ja, irgendwann ( so nach einer Stunde ungefähr) schwimmst du nicht mehr, sondern wirst geschwommen …klingt komisch, ist aber so …als würdest du an einem unsichtbaren Seil ( nein, nicht DAS Seil ) durch die Bahn gezogen. Nur wer ist am anderen Ende ? Niemand, oder … einer dieser durchtrainierten Schwimmmeister ? Naja, ein paar weibliche gibt´s auch …
Was hat das alles mit dem großen, magischen “L” zu tun ? ”L” zum Wasser zum Beispiel… du musst nicht nur gerne schwimmen …du musst es lieben …dadurch unterscheide ich mich vielleicht von einigen der täglichen Mitschwimmer … viele von ihnen sehen es als unbedingte zu erfüllende Pflicht, manche von ihnen sicher auch als Qual an, also nichts was wirklich Spaß macht … sondern nur eine Alternative/ Ergänzung zum FitnessStudio darstellt …sie sehen oft richtig unglücklich, geplagt aus, wenn sie ihre Bahnen schwimmen …
( klar, alles in allem, super ausgerüstet, Schwimmbrille, verdammt ganzkörper-glattrasiert ( naja, Wasserwiderstand dann profischwimmermäßig stark reduziert), (schwarze) Badekappe etc.; ich finde diese “Maßnahmen” ziemlich übertrieben … es sind ja zu 99 % keine SpitzenSportler, die da ins Wasser gehen …aber egal, was ich im Grunde genommen sagen will … bei vielen ( nicht nur bei Schwimmern) fehlt es an echter Leidenschaft, es ist dann nur noch Besessenheit …
Und alles was ohne Leidenschaft geschieht, geschieht eigentlich nicht wirklich …passiert nur so nebenbei …aber auch bin da manchmal nicht ganz ehrlich zu mir selbst … denn es gibt tatsächlich Tage, an denen ich mich ins Bad quäle, an denen ich nichts (oder wenig) empfinde …und mich frage, warum ich das mache …
Aber sobald ich im Wasser bin, ein paar Lagen geschwommen bin, weiß ich wieder warum ….
wegen dem “absoluten Glück” ….
Was ich gehört habe ? “ Das absolute Glück” …von Peter Licht …lol… Koinzidenz, oder nur geklaut, aber der Song gefällt mir …
“…Und würd ich wissen, wo kein anderer ist , würd ich wissen, wo du bist …”
Hmm, wo meine Ex ist, weiß ich … sie ist weg …heute Nacht, nach Mallorca. .. mit ihrem LoverLover …für 10 Tage …hab ich aber schon geschrieben …und muss mir egal sein …also leidenschaftslose Anteilnahme ( klingt ja fast wie *Beileid*) der jetzigen Situation …
Sie ist nicht mehr meine No. 1 …längst haben andere ihren Platz eingenommen …aber trotzdem muss ich heute (aus gegebenem Anlass) doch über sie schreiben … und ich habe es kommen sehen, aber da bin ich garantiert nicht der Einzige … schon das erste Mal, als ich davon erfuhr, dachte ich, dass das nur schief gehen kann … Madonna kann sich nicht an einen einzigen Mann binden ….ihm diese “ewige Treue” schenken … Heiraten und eine Familie “gründen” …schon allein die “Sache” mit Sean Penn, mit dem sie ja auch liiert war, war von Anfang an zum Scheitern verurteilt … sie waren “too different”… Sie, die gerade den musikalischen Olymp erklommen hatte und er noch auf der Warteliste …noch ein Mr. Nobody …früher habe ich ihn gehasst ( nicht nur weil Madonna, (und nur sie) meine alleinige und uneingeschränkte Aufmerksamkeit besaß, mein Vertrauen und meine Bewunderung, ich war ihr untergebener Fan …stellte weder sie, noch ihre “Aktionen” jemals in Frage …und es tat verdammt weh, sie an der Seite eines solchen Typen zu sehen ; ja, damals war alles anders, meine *FanEifersucht* kannte keine Grenzen… ich war ihr treuer, willenloser *Sklave* …sie hätte damals alles von mir haben können …)
Nun, wo sich mein *FAN*atismus gelegt hat, ich Madonna nur noch als “eine unter vielen” sehe, also nicht mehr überhöht und verklärt ….fällt meine “Bewertung” ihrer Person, oder das was sie darstellen will, natürlich ganz anders aus …. es etwas deutlicher zu sagen , sie ist vielleicht gut für eine (längere) *bed time story* …einfach weil die diese “BoyToy”-Mentalität hat … sie spielt mit den Männern … sie ist diejenige, die IMMER die Kontrolle ausübt …einfach weil sie Madonna ist …no, she´s no saint ..definitley not …nur spielt sie diese Rolle des “Man Eaters” perfekt … es ist keine Rolle mehr, sondern schon zu ihrem Selbst geworden …Madonna die Gefangene ihrer eigenen Inszenierung …auch wenn sie vorgibt, sich immer wieder selbst zu *erfinden* …und dann doch nur eine “Variation” ihres Egos +ab+liefert ..
Klar, ich bin hart in meinem Urteil, aber ich war lange “mit ihr zusammen”, und vielleicht fühle ich mich deshalb berechtigt, so etwas sagen zu können (außerdem ist meine “Ehe” ja auch gescheitert) … ich besaß alle Platten (das erste Album “Madonna” Anfang der 80er, mein Zimmer voller BravoPoster …Madonna kontrollierte mein Leben …oder fast, natürlich hatte ich auch noch andere Interessen und Verpflichtungen …und zur damaligen Zeitpunkt, niemand der meine Besessenheit teilte, alle fanden sie nur <gut> oder <ok> …aber niemand war bereit, alles für sie stehen und liegen zu lassen …
Ich kaufte mir auch ihre weiteren Platten (auch die verschiedenen Soundtracks; sah auch die dazugehörigen ( rückblickend grauenvollen Filme) …vielleicht hab ich sogar von ihr geträumt …
Aber inzwischen ist sie nur noch eine *Randfigur* …ein frühes Produkt meiner wilden Jugend …
Was ist passiert ? Bin ich “reifer” geworden …habe sie und das Business durchschaut …oder war es eine zwangsläufige Entwicklung … habe ich sie “gebraucht” … war sie Teil meiner Selbstfindung … oder nur
etwas, was jeder und jedem irgendwann “passiert” …? Dieses “andere” Leben … diese Anhänglichkeit, Obsession … mit einem Star …?
Was geblieben ist, sind ihre (guten) Lieder …und Melancholie… ja, fast schon so etwas wie Trauer … mitansehen zu müssen, wie sie sich nach und nach selbst zugrunde richtet … die letzten Fotos sind einfach zu schrecklich … es ist diese äußere Fassade, die große, unübersehbare Risse bekommen hat … und Madonna war immer jemand, der größten Wert auf ihren Körper gelegt hat …nun ist sie eine “alte” Frau geworden …was absolut nichts schlechtes ist … jede/r wird alt …nur es ist eine Frage der Einstellung (und vielleicht auch eine Frage, wie die FanGemeinde darauf reagieren könnte, wenn sie merkt, dass Madonna auch nur ein “Mensch” ist ..eine Sterbliche unter Sterblichen … jemand, der älter wird … ) Aber sie will um jeden Preis alterslos bleiben …ihre Songs sollen reifen, aber ihr Äußeres unveränderbar bleiben … dieser Widerspruch ist das, was ihr nun zum Verhängnis werden kann …. denn diesmal muss sie sich wirklich grundlegend neu erfinden … zu groß ist die Kluft zwischen ihr und ihrem SelbstBild …
Arme Madonna, armer Guy Ritchie … und am bedauernswertesten …ihre Tochter Lourdes Maria …
Was ich gehört habe … natürlich Madonna …wäre ja auch blasphemisch, wenn nicht … “American Life”
Bis vor ein paar Monaten war es mir nicht möglich, *L*-Filme anzuschauen. Allein der Gedanke, dass sich in diesen Filmen (mindestens) 2 Menschen küssen könnten, oder unverschämter Weise auch gleich (anschließend) Sex haben, war für mich unerträglich. Vor der Trennung hatte ich damit überhaupt keine Probleme, ganz im Gegenteil, es waren neben Action, Thriller und ab und zu auch etwas Horrorshow ( nur die richtigen SplatterMovies, *Saw*, *Hostel*, die mit Verlust von Körperteilen oder ähnlichem einhergehen, sind für mich nicht konsumierbar ( konsumierbar im wirklich wörtlichen Sinn zu verstehen, da könnte ich kotzen …; “ The Ring“, “Sawn of the Dead* ( auch das Original) hingegen unglaublich ironisch ( very britsh) und auch *Hot Fuzz * >vom “gleichen” Team< ( nicht eigentlich ein HorrorFilm, nur an einigen Stellen etwas eklig; nicht zu vergessen * Dusk ´til Dawn* …/ Salma Hayek, Clooney , Keitel / ( was macht der überhaupt jetzt ?) etwas mexican style, die abgefahrene Musik dazu; Tarantino kopiert sich meiner Meinung nach nur noch selbst, ist sein eigener cooler ZitatenLieferant geworden; aber ich lass mich wie immer gern vom Gegenteil überzeugen, vielleicht ist sein letzter Film “Death Proof” ja wirklich exorbitant) meine liebsten Filme (wow, KlammerProblem gerade noch so lösen können …).
Aber ich denke, heimlich tun das alle Männer ( “L“-Filme gucken) , nur ist es ihnen peinlich. Passt nicht zum allgemeinen Männerbild. Genauso wenig wie Onanieren, Weinen dürfen müssen, sich die Achselhaare rasieren, oder (ein)parfümieren; alles Dinge, die man(n) nicht öffentlich “erledigt” oder zumindest es vehement abstreitet. Das Beste, was einem echten Mann in diesem Fall passieren kann, sind Freundinnen, die ihn dazu nötigen, mit ihm im Kino zu gehen, um dort tränenreiche Filme wie “Pretty Women”, “Schlaflos in Seattle“, “Die Brücken am Fluss” u.ä. anzuschauen (ok, bei “Titanic” gilt dann natürlich die Ausrede, dass man(n) sich nicht für die “L”-Story an sich interessiert, sondern für Schiffstechnik).
Für mich wäreauch die endgültige ( Single)Männerquote beim “Sex and the City”-KinoFilm interessant … wie viele sich dazu bekennen, sich “outen” …also ich jederzeit, nur habe ich ihn schlicht und einfach *verpasst* …aber bei “La Boum”, “Dirty Dancing”, “Die Hochzeit meines besten Freundes” ( eigentlich alle Filme mit Julia R.; neuerdings spielt sie ja auch jenseits dieser Romantic-Comedy-Schiene; Erin Brockovich war eine Art Wendepunkt für sie) und anderen “eindeutigen” Streifen, habe ich kein Problem.
Gestern allerdings habe ich (zum zweiten Mal in kürzester Zeit, was sonst nie und niemals vorkommt !) einen Film angeschaut, der mich absolut hingerissen hat, von der ersten Sekunde an in seinen Bann gezogen … und ich überleg mir, ob ich demnächst bei mir nicht einen “GebetsTeppich” ( als “Atheist” keine leichte Aufgabe) ausrollen soll, und jedes Mal, wenn ich den Film wiedersehe ( denn das muss ich), mich in Erfurcht verbeuge und Asche auf mein Haupt streue.
Der Film heißt “Across the Universe”, und ist … naja, was eigentlich … ein bebildertes BeatlesSongBook, ein Rock ´n Roll-Musical der ganz besonderen Art, eine Hymne auf die Liebe (diesmal wieder ausgeschrieben) …oder einfach ein wunderbares *AugenSpiel* … ?
Der Regisseurin Julie Taymor ist es gelungen, eine unglaubliche Zahl an bekannten BeatlesSongs in eine schlüssige Handlung zu integrieren ….wobei die eigentliche Story schnell erzählt ist … es ist die Geschichte von Lucy und Jude ( klar, sofort Beatles-Song-Assoziation hervorrufend), die durch die Wirren historischer Ereignisse sich finden, sich (kurz) aus den Augen verlieren, um dann im großen Finale wieder aufeinandertreffen …viel American LifeStyle der 60er und 70er Jahre ( BeatlesTime also) … VietnamKrieg, MartinLutherKing …StudentenRevolte ….aber don´t panic, es ist kein politischer Film, wie vielleicht “JFK” oder “Nixon” … die Liebe zwischen den Darstellern ist der Haupterzählstrang …”Love is all you need” ….
Alle Beatles-Lieder werden übrigens von den Mitspielern selbst gesungen … und ich denke, wenn man diese Neuinterpretation hört, wird man auch die alten Lieder der “Fab4” in einem völlig anderen musikalischen Zusammenhang wahrnehmen …
Wenn man an die Beatles, oder auch an andere “alte” Bands … Singer/Songwriter wie die Rolling Stones, Pink Floyd, Bob Dylan oder (der frühe) Rod Stewart ( warum denn gerade der jetzt ?) denkt, fühlt man sich teilweise als musikalisch “rückständig” ….ok, die Stones sind immer noch da, aber welche/r 20jährige hört sich noch freiwillig deren Musik an …?
Und das ist sicher auch dann ein weiterer Punkt, der “Across the Universe” so sehenswert macht … die Hauptrollen werden von Leuten um die 20 gespielt … also junge, unverbrauchte Typen , die leidenschaftlich und mit viel Herzblut spielen …
Und ein paar (gesangliche) Cameo-Auftritte von Bono (U2), Salma Hayek (als sexy Krankenschwester) und selbst Joe Cocker, sind auch dabei…
Muss ich weiterschwärmen, oder habt Ihr auch so verstanden was ich will ? Natürlich, dass Ihr Euch diesen kraftvollen, psychodelischen und faszinierenden Film anschaut … immer und immer wieder … bis Ihr Augenkrämpfe bekommt … oder anfangt einen Gebetsteppich zu knüpfen ….
Was ich gehört habe ? Ein bisschen Beatles ( ob´s geholfen hat ? I don´t know) …Queen, Spencer Davis Group … Ike & Tina Turner … alles und nichts also …nur was sagt das über meinen derzeitigen (Gemüts)Zustand aus ….?
Gestern Abend. Es war kurz vor Neun. Alice rief an. Aus Mallorca. Ihre Stimme klang fröhlich und klar, meine wohl eher sachlich kühl. Irgendwie konnte ich ja nicht verdrängen, mit wem sie gerade dort war. Vielleicht stand er ja sogar direkt neben ihr, hörte ihr ungeduldig wartend zu.
Zwischen Alice und mir liegen momentan nicht nur 1300 km Luftlinie, sondern ganze Welten. Eine nicht mehr zu überwindende Entfernung . Eine total andere Welt. Ein anderes Jahrtausend.
Um einen Eindruck zu vermitteln, welche Gesprächsebene wir mittlerweile erreicht haben, hier eine, zugegeben, etwas freie Wiedergabe unseres Telefonats.
“ Hi, hier ist Alice”
“Hi”
“ Na, wie geht´s euch ? Alles ok ?”
“Ja, alles ok, warum auch nicht ?”
“ Hätte ja auch anders sein können. Was macht denn F. ?”
“ Der schläft schon..”
“ Hmm, ist doch noch gar nicht so spät. Erst 9”
“ Er war total müde und morgen muss er wieder früh raus.”
“ Sag ihm bitte, dass ich angerufen hab. “
“ Klar, mach ich.”
“ Wie ist es denn morgen Abend ? Soll ich mich da früher melden ? Ich will ihn unbedingt noch sprechen”
“ Am besten vor 8. Da ist er sicher noch wach.”
“ Ja, ok. Und was macht T. ?”
“ Die ist in ihrem Zimmer. Soll ich sie holen…?”
“ Nee, musst du nicht unbedingt. Ich hab ja gestern mit ihr gesprochen, auf ihrem Handy …”
“ Ja, hat sie mir erzählt”
“ Wie ist denn das Wetter so bei Euch ?”
“ Kalt und sonnig, keine Ahnung, 13 oder 14 Grad.”
“ Also hier ist es echt warm, ich kann sogar mit kurzer Hose rumlaufen.”
“ Hmm…”
“ Naja, Schwimmen geht nicht mehr, dafür ist es schon zu kalt. Und außerdem, unser Hotel ist ja nicht direkt am Meer …”
“ Naja, auch logisch, Mitte Oktober …”
“ Genau, aber das Hotel hat einen Pool …”
“Hmm…”
“ Ok, also ich melde mich dann morgen wieder. Sag den Beiden, dass ich angerufen hab, ja.”
“ Ja, mach ich…”
“ Dann noch einen schönen Abend”
“ Ja, dir auch…”
“ Ciao”
“Ciao”
Man kann sich unterhalten und gar nichts sagen. Es war noch nicht mal familiärer SmallTalk, es war ein nie stattgefundenes Gespräch zweier sich fremd gewordener Personen, ehemals Liebender. Ein stummes Rauschen. Ein kurzer Alptraum ohne große Nachwirkung. Niemand von uns wird sich in ein paar Wochen daran erinnern können.
Was ich gehört habe … und immer noch höre… Ray Charles …Genius Loves Company …
Zur Zeit lebe ich *retro* ….oder besser gesagt, bin zurückgeworfen in eine andere “Zeit” …kleines, feines Wortspiel, das mich aber trotzdem nicht weiterbringt …
Momentan jedenfalls bin ich in die *alte* EheWohnung zurückgezogen …meine Ex ( could there be a better word ?) ist ja mit ihrem Typen in Mallorca ( 7 Tage noch) und die Kinder müssen jeden Tag zur Schule …
Würden sie bei mir übernachten, wäre es ein unnötig weiter Weg ( Straßenbahn, Bus) , sie müssten mit meiner 1-Zimmer-Wohnung zurechtkommen, mit meiner verrückt spielenden Nachtspeicherheizung ( die mehr einheizt, als Wärme abgibt) und müssten grundsätzlich sich über einen längeren Zeitraum mit meinem “neuen” Leben, meinen LebensInhalten (Möbel, Bücher, Essen) arrangieren (alles, was sonst nur für ein, zwei Tage am Wochenende gilt, wäre für 10 Tage Mallorca-Abwesenheit “bindend” (gewesen) …
“Hier” haben sie jeder ihr eigenes Zimmer, ihre (Spiel)Sachen und viel mehr Platz ( insgesamt fast 100 m²), Hof und dann auch den Stadtpark in der Nähe … der Stadtpark, dieses mit vielen Erinnerungen verbundene Areal … das im Laufe der Jahre auch einige (kleinere) Veränderungen durchgemacht hat …ein großes ÄrzteHaus, das am Rand der Grünfläche hochgezogen wurde, ein hässliches, modernes Gebäude… oder die Straße der “Kinderrechte” gleich hinter dem Kiosk …ein etwas überambitioniertes pädagogisches Projekt, an deren KunstInstallation anscheinend Kinder beteiligt gewesen sein sollen, aber so wie es sich darstellt, eindeutig die Handschrift ( zumindest zu über 80 %) von ein paar fleißigen SpielPädagogen trägt …
Egal, diese alte, neue Lebenswelt passt einfach nicht mehr … wie ein seit langem verlorengegangenes Kleidungsstück, eine Jacke z.B. , die man plötzlich wiederfindet, und bei der man feststellen muss, dass sie überall zu klein geworden ist …ausgeblichener vielleicht sogar … jedenfalls ist diese Jacke definitiv nicht mehr die Jacke, an die ich mich erinnern kann …
Eine Wohnung, in der man jahrelang viel Zeit verbracht hat, die man bis auf den letzten Winkel blind ertasten konnte …die einem vertraut war, hatte für mich schon bald diese Vertrautheit eingebüsst …
Ziemlich schnell sogar, ein paar Wochen nach meinem Auszug, bekam die “alte” Wohnung ein neues Gesicht. Dinge wurden verändert, Wände neu gestrichen, Zimmer neu eingeteilt (das *ehe*malige gemeinsame Schlafzimmer ist nun das Zimmer unserer Tochter) … das Bad wurde neu eingerichtet, neue (Ikea)Holzmöbel … alles war plötzlich neu und verändert …die ursprünglichen, alltäglichen Gegenstände bekamen ein verändertes Aussehen …. ich konnte keinen Bezug mehr zu den Dingen herstellen ..sie waren beziehungslos geworden … . und es war auf einmal ein anderer Geruch wahrnehmbar … ein Mix aus BioGemüse und ÖkoTee ( mutwillige Übertreibung, I know), aber es hat nicht gut gerochen, ein fremder Geruch, der irgendwie überhaupt nicht passte … zu den übriggebliebenen Bewohnern …
Vermutlich stammte ( jetzt merkwürdigerweise hat sich dieses olfaktorische, Übelkeit hervorrufende
Aroma verflüchtigt, ist nicht mehr da, oder nehme ich es einfach nur nicht mehr wahr ?) dieser “Mief” von ihrem Typen, mit dem sie jetzt auf Mallorca ist (wie duftet eigentlich diese Insel ?)
In meiner augenblicklichen Wohnung riecht es anders …es riecht nach Büchern, viel Kaffee, nach Schwimmbad ( oder besser nach Schwimmbadsachen, auch wenn ich die jeden Tag in die Waschmaschine gebe, der Geruch nach Chlor ist trotzdem allgegenwärtig )… es ist alles kleiner (36 m² + großer Balcony) , überall liegen “Sachen” rum …DVDs, gelesene und ungelesene Lektüre ….meine CDs meterhoch gestapelt …auf der Spüle in der Küche türmt sich ab und zu das schmutzige Geschirr ( Folgen eines exzessiv (ausgelebten) SingleDaseins) …ein paar Poster an den Wänden … viele Kalender ( Türme, Paris, Bäume, Edward Hopper etc.; ich bin kalendersüchtig !) …es hat etwas Provisorisches …so als würde ich noch “auf der Suche” sein …nach der richtigen Wohnung, …nach dem richtigen Leben …and someone, who would like to share this life with me …
Übrigens, ein neuer Vorsatz von mir, eine andere SeinsAuffassung, die ich mir anlernen will:
Im Hier und Jetzt zu leben … weder auf der Überholspur noch in irgendwelche Seitenwege abzubiegen, Sackgassen letztlich …ich will ab sofort präsenter sein …die Welt um mich herum stärker wahrnehmen, mit wacheren Augen, offenerem Herzen …ja, das will ich wirklich … ich hoffe nicht nur ein unerfüllbarer Wunsch, sondern auch eine zu bewältigende “Aufgabe” …
Was ich gehört habe ? Dandy Warhols … Mission Control
Gedichte sind wie Lieder … Songs, die man sich immer wieder anhören kann ..1000 Mal hintereinander, wenn es sein muss …. und an gewissen Lieblingsstellen lauter drehen ..der Refrain, der deinen Kopf irgendwann zum Explodieren bringt ….und du anfangen musst zu tanzen und zu träumen …
Nur wann habe ich das letzte Mal getanzt ? Nach einem Gedicht , mein ich … nicht nur, dass ich nicht tanzen kann, nur ein oder zwei Schritte …. back and forwards …mehr nicht …
Lyrik ist für mich immer noch ein unerschlossenes literarisches Feld …früher hab ich es selbst mal versucht, aber schnell eingesehen, dass es nicht meine Art von Literatur ist … damals, ja … und heute … in diesem Moment unternehme ich den Versuch einer zarten Annäherung …und muss erkennen, dass ich durch meine Voreingenommenheit … meine innere Verweigerungshaltung einiges verpasst habe …oder vielleicht ist ja jetzt die Zeit gekommen, in der ich empfänglicher, verstehender werde …
Auf alle Fälle hier ein unbeschreiblich schönes Poem von einem “AltersGenossen” , Albert Ostermaier (41)…ein L_Gedicht … (denn darum geht es ja in diesem Blog ) das ich hier unkommentiert ( Lyrik sollte nie einer Kritik ausgesetzt sein; die Gründe sind vielleicht an anderer Stelle mal erklärbar)lassen möchte … nur es ist tatsächlich ein Song, mit Sogwirkung; Ostermaier erfindet für die Liebe …für die gefühlte, sinnliche Art der Liebe eine eigene, neue, unverbrauchte Sprache ..so als wäre es das erste Mal, das dir jemand von dem wahren Wunder und der Erotik der “L“ berichtet ….und das auch noch in deutsch ( einer Sprache, die normalerweise keine melodisch-lyrische Klangfolge für dein Hirn liefern kann …Goethe verblasst in meinen Augen angesichts dieser Ostermaier´schen Poetik )
KALLIGRAPHIE
müsste ich deinen körper in
eine blindenschrift übersetzen
auf weiches papier oder in das
wasser eines flusses am abend
wäre es eine linie die nie aufhört
als kreiste meine fingerspitze auf
der innenfläche deiner hand über
den puls in deine armbeuge hinauf
zu deinen schulterblättern bis zu
deinem nacken wo sie unter deinen
haaren verschwindet und sich fast
verliert bevor sie hinabgleitet an
deinem schlüsselbein zu dem
punkt der keinen namen kennt
nur wege so dass sie wieder
kreisen muss bis dein atem
schneller wird deine haut sich
spannt wie ein fell und ich
zittere als würde es perlen
unter meinem rücken regnen
das ist dein herz das ich in
meiner hand bis in die augen
schlagen höre und ich tauche
wieviel zeit ist vergangen meine
fingerspitze in deinen bauchnabel
drücke dich leicht und sammle einen
tropfen schweiss auf dem ich meine
spur weiter ziehe und je ferner ich auf
deine schenkel ausweiche desto tiefer
berühre ich dich erkunde dein knie
das auf und ab den horizont
deiner beine hinter dem
ich mich wie eine
sonne
ausstrecken
möchte ein glas milch
das über die tischkante kippt
über deine zehen die buchten
zwischen ihnen das bett deiner
sohle jetzt musst du lachen und
ich bin blind vor glück lege meinen
finger auf deine lippen doch nur
um dich danach zu küssen und zu
wissen dass wenn ich die augen
öffne meine blicke die reise von
neuem beginnen
Die Vergangenheit holt mich ständig ein … ich befinde mich immer wieder plötzlich im Auge des Orkans … und kann das was geschehen ist, dann fast körperlich wieder_erlebbar machen …
Noch ein PuzzleStück von Alice also …wie immer in einer etwas freien, willkürlichen Anordnung …unterbrochen von anderen Postings …immer nur über Alice zu erzählen, würde bald ermüdend wirken… es ist ja auch eine Geschichte, die niemand mit mir “teilen“ kann …lesen ja, möglicherweise auch begreifen und nachvollziehen, was damals passiert ist … aber teilen kann man, denke ich nur, gemeinsame Erlebnisse … und beim wahrhaften, echten Teilen sind eben meist nur zwei Personen beteiligt …
Die ersten Wochen waren unbeschreiblich … die erste Woche an sich glich einem Traum im Wachzustand … ja, ich war 4 oder 5 Tage hintereinander fast ohne eine Minute meine Augen zu schließen, lag nachts neben ihr ( meist in ihrem Bett ) und sah ihr beim Schlafen zu … ihr Gesicht brannte sich dabei tief unter meine Haut …wurde eben dieser berühmte Teil …
Nach den durchwachten Nächten fühlte ich mich tagsüber wie leicht entflammbares Material …ein unachtsam weggeworfenes Streichholz , und ich wäre unweigerlich in Flammen aufgegangen …ihr Duft hing an mir … wie eine zweite Haut, die sich über meiner bildete … auch wenn sie weg war, war sie da …
Abends wartete ich dann in ihrer Wohnung, es gab da eine blaue Couch in ihrem Zimmer. Zwar hatte ich immer ein Buch dabei, aber schon nach einer Seite schweiften meine Gedanken ab… so ist das wohl, wenn man “ in L” ist …
Jeder, der liebt, erlebt diesen Zustand der Entrücktheit… Verrücktheit … der inneren Schwerelosigkeit … like astronauts on the moon …man wird automatisch leichter …jedenfalls habe ich mich so gefühlt ….
Es hat sowohl etwas ungemein Beruhigendes als auch Faszinierendes, dass die anfängliche Leidenschaft bei jeder Person auf der ganzen Welt auf ähnlichen Gefühlen basiert …eine fremde Sprache, aber dieselben Gefühlsebenen … was würde passieren, wenn man alle momentan Liebenden … *all loving and beloved persons* … zusammenführen würde … eine weltweite “BIG L-PARTY” veranstalten würde …wäre es möglich durch diese konzentrierte Zusammenballung an Emotionen für einen kurzen Moment die Erde anzuhalten … für eine Millisekunde nur … ein Schweigen aller anderen, negativen Aktionen herbeizuführen ?
Kriege …Mord …alles, was Menschen anderen Menschen zufügen, wenn sie eben nicht lieben …ihre ganze Energie auf negative Dinge ausrichten ….verschwenden ….
Wären Hass, Vernichtung und auch letztlich der Tod überwindbar …könnte man es kraft der universellen, weltumspannenden “L” schaffen, andere Menschen anzustecken … davon zu überzeugen, wie sinnlos und absurd dieses ständige “Zerstören”, diese „Vorsätzlichkeit negativer Handlungen“ ist ?
Wer liebt, tötet nicht …
Bin ich naiv … Am I a Dreamer ? Hmm, John Lennon ….but I´m not the only one …
Diesmal hab ich *Combat Lover* ( was für ein passender Titel …komisch, finden die Lieder mich, oder ich sie ?) von Nina Kinert gehört ….
He´s a real French Man …Gitanes-kettenrauchend ( nur in diesem Fall erst nach ur langer Zeit nach einer Zigarette verlangend; komisch, sonst hatte er immer selbst welche dabei … in welch große Abhängigkeit hatte er sich da gebracht ?) und sehr charmant …auf seine, ganz besondere Art . Und sie ? Definitiv die 80er-Jahre_Diva des Black Soul/ R & B …. schon das eine gefährliche, explosive Mischung …
Sie also (Whitney Houston) die Million Dollar Baby Queen und er (Gainsbourg) zur damaligen Zeit *nur* eine nationale Größe … zumindest was das french business betrifft …. er konnte und hat auch (fast) mit jeder “Französin” …einen Skandal hervorgerufen … an erster Stelle natürlich Jane Birkin, dann aber auch Brigitte Bardot, France Gall, Catherine Deneuve, Isabelle Adjani …und seine Tochter Charlotte …
Er war Verführer und Verführter in einer Person … es gibt keinen vor und nach ihm …er war eine absolute Ausnahmeerscheinung … einzigartig ….unbeschreiblich …
Und wenn man das Video anschaut, kann man zumindest erahnen, was er sonst noch alles “angerichtet” hat … er war unberechenbar in seinen Äußerungen / Aktionen … nichts war bei ihm geplant …er war jemand, den es eigentlich gar nicht geben durfte …
Das Video mit ihm, bzw. die Fernsehsendung … live and uncut … so was wäre heute …nach NippleGate und anderer *Katastrophen* nicht mehr möglich … in der jetzigen Medienlandschaft wird alles der Schere geopfert …vorher gesichtet und dann konsumierbar / massentauglich entschärft …sind diese Live-Sendungen denn überhaupt noch live … oder zeitversetztes, und daher harmloses Unterhaltungsprogramm … ?
Egal, Gainsbourg ist in dem Video einfach ein drunken (?!) ( er wirkte irgendwie immer geistesanwesend …entweder im Gitanes-Himmel oder wirklich etwas angetrunken ) Gentleman …schon allein die Begrüßungsgeste …der Handkuss zeugt ja von großer Ehrerbietung ( er benutzt auch immer wieder das Wort “sublime“ (erhaben) , sowohl was ihre Person, als auch ihre Stimme betrifft) … großer Respekt vor Whitney also … und dass er sie f**** will, ist da doch eine logische Konsequenz … das wollte damals jede/r …nur er hat es eben dann auch ausgesprochen …
Wahnsinnig köstlich auch, wie der Moderator ( Michel Drucker, heute auch noch in dieser Funktion tätig …”Vivement Dimanche” auf France 2 ) immer wieder versucht, die Worte Gainsbourgs´ zu übersetzen, in eine Whitney_gerechte Sprache … und damit den großen Gentleman noch mehr herausfordert …
Ok, schaut Euch einfach das Video an … genießt es … und verbreitet es weiter …
Was ich gehört habe ? Diesmal …neee, nicht Serge …sondern ….ups, very distressing …. “Paul Simon in Concert” …
Tja, anscheinend ist das youtube_Video nicht länger „available“ …aber Ihr könnt es dort trotzdem jederzeit selbst anschauen … am besten “ Gainsbourg Houston“ als Schlagworte eingeben …
Morgen vielleicht mal ein youtube-Video … das dann auch wirklich „funktioniert“
Ok, für alle die nicht mehr länger warten können, gibt es jetzt also schon das versprochene YouTubeVideo …
diesmal hoffentlich in voller Länge und “available” … das mit Serge ist wirklich mehr als ärgerlich …
Camille ist übrigens auch Französin ( ja… merkt man irgendwie) a verrrry sexy french female … das neue Album “Hole” (fast alle darauf vorhandenen Lieder auf englisch) aus dem der Song stammt, besitze ich leider noch nicht …
Aber das Live Album von ihr … natürlich auch alle bisherigen Clips gesehen …. *Ta Douleur* solltet Ihr euch auch unbedingt noch anschauen …
Was ich diesmal gehört habe ? Versteht sich das nicht von selbst …lol ?
Es gibt übrigens noch eine Camille, Camille Jones … “The Creeps” …. auch unbedingt empfehlenswert … und das Video erinnert mich auch entfernt an die “echte“ Camille …
Jeden Tag ging* ich daran vorbei, auch zu einer bestimmten Zeit, doch eben nicht zu dieser Zeit, die notwendig gewesen wäre, es zu sehen oder zu erleben, das Glück. Nun muss ich sowieso gestehen, dass KirchenBesuche, das Besichtigen sakraler Gebäude grundsätzlich ein Unbehagen bei mir auslösen. Keine Hochachtung oder pietätvolles Verhalten hervorruft, sondern nur Befremdung. Diese ganzen KreuzGänge, überall dieser Geruch …. meist kalter Weihrauch …wie abgestandenes Bier in einer ungelüfteten Kneipe, am Morgen danach.
Kirchen und ich …früher ja—- gezwungenermaßen …alle in meiner`*Familie* sind streng katholisch, es wurde einfach vorausgesetzt, dass die “Nachgeborenen” diese “Gläubigkeit” automatisch auch teilen … es wurde nichts hinterfragt … weder die Unbefleckte Empfängnis noch die Unfehlbarkeit des Papstes …was ja irgendwo auch zusammenhängt …nur ich war der Einzige, der sich immer wieder mit dieser Thematik beschäftigt hat … auch mit Fegefeuer …Jenseits …der Apokalypse ( ja, die mag ich …versteh sie nicht … aber diese düsteren Prophezeiungen üben einen ganz besonderen Reiz auf mich aus … wenn nichts mehr so sein wird, wie wir es kennen … dieser (göttliche) Vernichtungswille …) Mittlerweile bin ich aus der Institution ausgetreten, eine Vereinigung, deren Machterhalt wichtiger ist als das Glück “der Anderen”.
Was ist Glück überhaupt ? Viele Leute benutzen den Begriff ja geradezu inflationär ….“Da hast du aber Glück gehabt” . ..“Du hast mir Glück gebracht “.. “Viel Glück” …auch als Eigenschaftswort …als Frage gestellt : “Bist du (jetzt) glücklich ? Oder so (idiotische) Sprüche wie “ Dumme haben immer Glück” … was ja bedeuten würde, dass die *Intelligenzia* eben ständig unglücklich wäre … vielleicht stimmt es ja auch … sind es nicht gerade “denkende “Genies”, die immer wieder Kriege anzetteln … Kriegspläne schmieden, Bomben bauen und auch zum Einsatz bringen ? Vielleicht ihre Art, das Glück dann doch irgendwie zu finden …Glück suchen, indem es anderen geraubt wird …mit bestialischer Brutalität …vielleicht hat der Wille, zu siegen paradoxerweise immer mit Glück zu tun … eben das Glück der Sieger …Luck is always on their side … klar, ich übertreibe und vereinfache wieder mal …aber das ist meine ganz persönliche Weise, mich dem *Glück* zu nähern … wenn nichts mehr bliebt, alles verschwindet … immer noch der Kopf bleibt …die Gedanken, die dir niemand nehmen kann … weder Sieger noch Besiegter Zugriff auf deine Denkinhalte haben …
Ist es nicht unwahrscheinlich zynisch …pietätlos … dem Glück eine feste (tägliche) Bereitschaft zuzuordnen … es einzugrenzen … seinem Zauber und seiner Zufälligkeit zu berauben ( Glück hat ja auch immer was einem unerwarteten Ereignis zu tun …) Nein, Glück lässt sich nicht berechnen, keine Glücksformel errechnen, den exakten Zeitpunkt bestimmen….
Und für jeden von uns ist Glück anders … Glück kann für viele schon mit einem Lächeln beginnen … für wieder andere mit der Gewissheit verbunden, dass da jemand ist, den man lieben kann …immer lieben wird ….24 hours … und nicht nur von 16.00 – 19.00 Uhr …
Und dann gibt es leider auch jene Leute, die Glück nur in Verbindung mit finanziellem Gewinn sehen …Glücksspieler … wobei Geld an sich ja auch kein Gewinn und Glück an sich mehr bringt …BörsenCrash …
Was ich gehört habe ? Texas … Song Book …
* Ein Tag nachdem ich das Foto gemacht habe, war das Transparent plötzlich verschwunden, es hing mindestens ein halbes Jahr dort … habe ich es entweiht, entwürdigt ? Falls ja , wäre das dann tatsächlich ein kleiner, privater Erfolg , über den ich stolz und ja …. glücklich sein sollte ….
Was wäre, wenn ….? Ich liebe solche hypothetischen Fragen. Aus den verschiedensten Gründen. Hauptsächlich, weil sich solche Fragestellungen nie im realen Leben ergeben. Was wäre, wenn ich morgen eine Million geschenkt bekommen …gewinnen würde ? Aber so banal will ich mich nicht befragen. Trotzdem ist alles, was jetzt kommt, noch unwahrscheinlicher als 6 Richtige …aber dadurch nicht weniger reizvoll. Ich hab ja an einigen Stellen in meinem Blog schon meine Sympathie für Schwule / Lesben …. eben für alle, die abseits der üblichen Norm leben wollen …geschildert. Und ich habe auch versucht zu erläutern, wieso und weshalb. Einer der wichtigsten Ursachen ist die immer wieder erkennbare Aufgeschlossenheit ….dieser freie, uneingeschränkte Blick und auch die Offenheit… einfach eine völlig andere als bei “HeteroSexuellen” ….da stößt man irgendwann automatisch an Grenzen des Nichtverstehens … oder NichtverstehenWollens …
Und weil ich gestern einen etwas kirchenlastigen Artikel geschrieben habe, naja, zumindest was das GlücksFoto betrifft, und meine Abneigung gegen christliche Werte und Wertvorstellungen vielleicht nicht deutlich genug zum Ausdruck kam, hier ein Posting, das dem Ganzen hoffentlich Rechnung trägt …
Denn wenn es eine Institution gibt, die immer wieder versucht, ihre totale Aversion, ja ihren Ekel gegenüber Schwulen/Lesben zu zeigen … gegenüber LebensModelle die mit dem *wahren Christentum* nicht vereinbar sind …dann ist es die katholische Kirche … naja, wohin dieses kranke Denken führt, sieht man am deutlichsten bei den gefallenen Zölibatisten …die sich dann in der Bibelstunde an kleine Jungs ranmachen …ihre Sexualität heimlich ausleben müssen …und wenn es einen Orte der Sünde gibt, dann sind es sicher Klöster … allein dieses alltägliche Eng- aufeinander_Leben … diese gleichgeschlechtliche SchicksalsGemeinschaft ist geradezu dazu auserkoren, sexuelle Monster oder zumindest sexuelle Psychopaten hervorzubringen …. und welcher Priester hat noch nicht … auch in seiner Amtszeit versucht, zumindest bei sich selbst Hand anzulegen …? Dunkelste Dunkelziffer überhaupt …. ein tabuisiertes Tabu …
Ok, wieder zurück zum eigentlichen Thema … Was wäre wenn …? …Ja, was wäre wenn ich schwul wäre ? Welche Favoriten hätte ich …auf welche Typen würde ich stehen ? Herb männlich … feminine Männer …. breite Schultern … großes Herz …. stahlharter Blick …. oder schüchtern, sensibel …?
Um das herauszufinden, wieder eine meiner “Listen” …”LieblingsListen” …best of …. und jede/r, die/ der interpretieren will, darf das natürlich ….bin für alle Spekulationen offen … sowohl was meine (abartigen) GedankenGänge als auch was meine sexuellen Neigungen betrifft …
Wie ich während des Erstellens dieser Liste festgestellt habe, sind es alles Schauspieler …komisch kein einziger Singer/ Songwriter oder “Mann des öffentlichen Lebens” dabei … hmm, und was sagt das jetzt über meinen Charakter aus ?
Die Reihenfolge ist übrigens rein zufällig, also keine Rangfolge … erst der, dann der …rein hypothetisch also ….
1. Will Smith
Weil er einfach supersexy ist …und einen tollen Humor hat …
2. Kiefer Sutherland
Herb männlich … herb verletzlich … zumindest als Jack Bauer “24”
3. Bruce Willis
Würde für etwas Action in meinem arg so faden und erlebnislosen Leben sorgen …würde mehr als 4
Mal langsamer für ihn sterben
4. Sean Penn
Weil er so “sophisticated” ist … so intellectual …
5. Daniel Auteuil
Er ist Franzose, und ich liebe Frankreich …reicht also als Argument
6. Christian Bale
Nicht nur weil er als *Maschinist * schauspielerisch über seine körperlichen Grenzen gegangen ist …
sondern auch weil er nicht hollywoodmäßig verdorben ist …und sich immer *jenseitige* Rollen
sucht … “American Psycho” at *his* best
7. Johnny Depp
Jaaaaaaaaaaaaaaaa, darf in keiner Liste fehlen …. ansonsten, no comment
8. Jason Statham
Wenn ich mal von Bruce Willis gelangweilt wäre …und einen Transporter bräuchte …
9. Gael Carcia Bernal
Die entsprechende Szenenfolge in “Lust for Life” wäre sehr anregend … alles rein hypothetisch, ok
Und er taucht immer wieder mal in Almodovar´s Filme auf … ich liebe Mexikaner … ich liebe
Spanier ….
10. Daniel Craig
Herb männlich ….100 % … und anders als Nr. 2
Ok, und morgen kommt der ~Gegenschlag ~ , die Gegenliste … der *weibliche* Gegenentwurf sozusagen …lol …
Heute hab ich (immer wieder mal) SUPERBUS gehört …. “Travel the World” …
Another List ….was wäre wenn (?) ….diesmal müsste ich allerdings meinen Blickwinkel radikal ändern …und damit auch die Fragestellung an sich …hmm, in dem Sinne ist es nun auch keine reine “Was wäre wenn …?”Frage mehr, sondern eine “Was ist …?” _*Angelegenheit* …
Es gibt wahrscheinlich keine bessere`*Methode* mehr über Menschen und über ihre jeweilige Persönlichkeit, ihr inneres Befinden zu erfahren, als über Listen, Fragebögen oder Interviews. Es ist diese Unmittelbarkeit, bedingt durch kluge Fragestellungen, die die Anziehungskraft solcher *Ermittlungen* ausmacht. Nun ja, im folgenden handelt es sich bei mir “nur” um eine derzeitige LieblingsListe bezüglich attraktiver, intelligenter Frauen, mit denen ich vielleicht gerne ein Gespräch, oder einen gemeinsamen Abend verbringen würde. Was natürlich sehr, sehr hypothetisch ist … noch hypothetischer als die Liste im letzten Post …und irgendwie auch anmaßend, ich weiß…
Trotzdem, hier nun >The Best of the Best< …. “The female List” ( in willkürliche Rangfolge)
1. Audrey Tautou
Weil sie Französin ist, ich Frankreich liebe, sie gute Filme macht ( naja, außer vielleicht “Der Da Vinci Code“, der ist wirklich esoterischer Schrott und da war sie tatsächlich nur eine nette Französin in einem 125 Millionen_ Ami-Blockbuster, leider auch Jean Reno als Mitspieler dabei , also hat man lediglich zwei der auch international bekannten Stars gecastet …. ich frage mich, warum Gérard Depardieu da nicht auch noch mitgespielt hat ???) …”Zusammen ist man weniger allein” gehört für mich zu einem der schönsten Filme (allerdings behaupten viele, das Buch sei um Längen besser …) …und natürlich “Die fabelhafte Welt der Amélie” … Das erste Mal hab ich Mademoiselle Tautou in “Schöne Venus” gesehen, allerdings nicht richtig wahrgenommen, die Story war etwas flach … amüsant, mehr aber auch nicht … naja, also ich bin auch nicht der Typ der sich in einen Schönheitssalon verlaufen würde, ganz gleich welches Personal dort bedienen würde ….
2. Julia Roberts
Weil sie immer besser wird …. schauspielerisch auch mit 41 erst am Anfang steht …
3. Natalie Portman
Unbeschreiblich in ihrer darstellerischen Ausdruckskraft … in verschiedensten Rollen … ich denke
sie kann alles spielen, wenn sie will …bester Film bisher “Garden State”
4. Sharleen Spiteri
Die Sängerin von *Texas* … melodische Stimme, tolles Aussehen ( naja, ich bin irgendwo auch “optisch” reizbar)
5. Lucy Alexis Liu
“3 Engel für Charlie” geschenkt …. aber *Lucky Number Slevin* hat mich endgültig überzeugt ….
6. Drew Barrymore
Naja, war doch eigentlich logisch … wer Lucy Liu sagt, muss auch Barrymore sagen … ich liebe ihr
Lächeln … und in “50 erste Dates” war sie einfach nur bezaubernd …ich stehe eben auf “romantic
kitsch”, geb ich zu …
7. K. T. Tunstall
Auch ihr Lächeln fasziniert mich immer wieder und wieder … und ihr brillantes Gitarrenspiel … ihr
Outfit …
8. Jodie Foster
Wegen ihrem distanzierten Wesen … privat nicht greifbar …und überhaupt sehr androgyn
9. Janis Joplin …
“L” in Heaven …Cloud 9
10. Reese Witherspoon
Ups, hätte ich jetzt beinahe vergessen …
Hmm, und was ich gehört habe ? Astor Piazolla …”Libertango” …passt irgendwie wieder mal
Schwimmen ist immer anders. Jeder Tag ist eine andere, neue, noch nie dagewesene Erfahrung. Ein anderes “feeling“. Meine Gedanken, die stets durch die großflächig aufs Wasser fallende Lichtflut (derzeit unterbrochen durch lichtlose, düstere Abschnitte)…, durch sich ständig verändernde Lichtverhältnisse , ab_gelenkt werden. Die Dinge bekommen dadurch ein anderes Aussehen. Besonders die Gesichter der Anderen, die sich mit mir im Becken befinden. Dieser unberechenbare Licht_Faktor, der dann alles entweder glänzend oder matt erscheinen lässt. Und in dieser (Jahres)_zeit, die für mich schwer erträglich ist …(graue, manchmal bedrohlich schwarze Wolkenmassen, die sich dann auf meinen Körper legen … einfach nicht verschwinden wollen…) …sind meine Gedanken noch schwerer als sonst … Herbst hat für mich automatisch mit Abschied zu tun … mit Verlassenheit ….mit VerlassenWerden.. etwas, das nicht wiederkommt ..Herbst ist meine schlimmste JahresZeit …und da ich sowieso grundsätzlich zur Melancholie neige …ist es nun verstärkt …oft schon schmerzhaft …
Und ich musste an einen Film denken, der diese innere Zerrissenheit… dieses Gefühl der Leere, sehr gut “transportiert”. Der einfach das widerspiegelt, was ich fühle, denke — und fühlen und denken will …
Filme sind für mich wie Bücher … sie duften …strömen einen ganz bestimmten Geruch aus …nicht die Handlung, die nur noch bruchstückhaft in Erinnerung geblieben ist … nein, es sind einzelne Szenen …Fragmente … die dann wie Konfetti in meinem Kopf herumwirbeln … die sich treffen … sich verbinden … um dann wiederum ein Ganzes zu ergeben … ein neues Ganzes …
Ok., der Film…. dieser unkontrollierte Konfettiregen in meinem Kopf …heißt “Lust for Life” … oder im Original “Y tu mamá también” (ein mexikanischer Film …*new_mexican*, in seiner BildGestaltung sehr europäisch, erinnert irgendwie an *Nouvelle Vague*) … und wird unverschämter Weise oft als ein “Jugendfilm” propagiert … was er in meinen Augen definitiv nicht ist ( was soll überhaupt dieses dauernde Kategorisieren ? Und was ist, verdammt, ein “Jugendfilm” …ein Film für Jugendliche… der die *typischen* “Probleme” von Jugendlichen behandelt … weil Jugendliche in dem Film vorkommen ? ( die Hauptdarsteller sind alle über 20 …lol….))….
Während des Films kommt es zu einer erotisch aufgeladenen *UnterWasserPool_Situation* der beiden Protagonisten … das ist das erste Bild, was mir durch den Kopf ging … diese mit Herbstlaub bedeckte Wasseroberfläche, dann diese tauchenden Körper …auch das Geräusch des Wassers … diese dumpfe
Stille, die sich dabei ergibt …
Und dann noch die Kuss_Szene …zwischen Tenoch ( Diego Luna ; wow, für diesen Namen, für diesen Typen braucht man echt einen “Waffenschein”) und Julio ( Gael Garcia Bernal; ja genau der, einer meiner theoretisch_hypothetischen *Kandidaten* ) … es ist eine sich aus der Situation ergebene, und daher natürliche “Konsequenz” der vorangegangenen Ereignisse zwischen den Beiden …eine vorher unausgesprochene Sympathie, die dann eben körperliche “Folgen” nach sich zieht … klar, es ist teilweise auf diese enthemmende Wirkung des Alkohols zurückzuführen… und die gemeinsame Liebe zu der Frau, die sie selbst zu zeitweiligen “Liebenden” macht … es ist kein Coming_Out … aber auch keine sexuelle Orientierungslosigkeit …
Schwer zu erklären, wieder mal, da der Film in sich “offen” ist … kein eindeutiges Ende bietet …und das ist ja auch das Großartige an *großen* Filmen … diese Nachwirkung … Filme, an die man sich immer wieder erinnern muss … die einen nicht mehr loslassen … bestimmte Szenen, die einem noch Monate (in meinem Fall schon fast über ein Jahr her) später *verfolgen* ….
Hmm, und wenn Ihr hier den Trailer angeschaut … und “Lust for Life” bekommen habt … besorgt Euch den ganzen Film … er ist absolut lebens_erweiternd …. lebens_verändernd ….ein Film, der Euch noch lange im Gedächtnis bleiben wird ….
Diesmal hab ich …*Actes Sud* … Sophie Auster …. gehört.
In meinem jetzigen Zustand ist es mehr als verhängnisvoll, bloggen zu wollen . Meine Worte finden momentan nicht mehr zu mir. Mein Kopf ist nicht mehr querdenkend, sondern überhaupt nicht mehr denkend … er scheint es verlernt zu haben. Alles ist plötzlich so banal, angesichts der Tatsache, dass ich mich wieder verliebt habe. Nur diesmal ist es total anders. Das Gefühl ist jetzt tiefer … kommt dem *normalen* Gefühl, das ich *üblicherweise* habe, nicht annähernd entgegen.
Und deshalb wäre jedes weitere Wort zu viel.
Ich schweige und lasse heute (wieder mal) ein Gedicht (von Thomas Brasch) da, das meine Gefühle, die ich für die bestimmte Person habe, am besten widerspiegelt.
SCHLAFLIED FÜR K.
Nacht oder Tag oder jetzt
Will ich bei dir liegen
Vom schlimmsten Frieden gehetzt
Zwischen zwei Kriegen
Ich oder wir oder du
Denken ohne Gedanken
Schließ deine Augen zu
Siehst du die Städte schwanken
In den Traum oder Tod oder Schlaf
Komm in den Steingarten
wo ich dich nie traf
will ich jetzt auf dich warten
Ich liebe StraßenbahnFahr(t)en … diese Geräusche, die Atmosphäre , die vielen ShowEffekte … dieses eng Aufeinandersitzen/ NebeneinanderStehen unterschiedlichster Menschen, aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen … naja, manchmal wird es auch peinlich, gerade wenn man die Gespräche der Mitfahrenden *ertragen* muss … oder immer wieder diese Unruhe die entsteht, wenn plötzlich jemand auf irgendeinem Handy angerufen wird, und alle automatisch in ihre Hand- oder Jackentaschen greifen müssen (ein innerer Zwang … Automatismus ?) ….obwohl mancher Klingelton so eindeutig und einmalig ist, dass es keinerlei Verwechslung und Irritation angesichts des Besitzers des jeweiligen MobilPhones geben sollte … welche Frau ab 60 hat schon einen Eminem-Klingelton (außer sie hat zufällig das Handy ihres Enkels dabei) ?
Naja, egal … was hat das alles mit dem großen und magischen “L” zu tun, werden sich jetzt einige von Euch fragen …
Okay, also es gab gestern eine Szene in der Bahn, die ich einfach nicht mehr aus meinem Kopf kriege, weil sie mir gezeigt hat, was passiert, wenn das große, magische “L” nicht mehr existiert … irgendwann abhanden und verloren gegangen ist …
Es war kurz vor Neun, so meine Straßenbahn_PrimeTime, also da kann man mich immer sehen ( ansprechen vielleicht nicht gerade …) Linie 6 oder 8 Richtung Aufseßplatz, für die die es genau wissen möchten, und von dort aus dann in die U-Bahn Richtung Plärrer, für die die es noch etwas genauer wissen möchten ( mehr verrat ich jetzt aber nicht …)
Jedenfalls befand sich gestern früh in der Linie 6 ein älteres Ehepaar, schwer ihr wahres Alter zu schätzen, ich tippe mal auf 60 + X , naja, die Frau hatte sich bereits einen Platz auf einem Dreiersitz, gleich neben dem Einstieg gesichert, der Mann stand noch bei der Tür, und als die Bahn dann unerwartet heftig anfuhr, geriet er ins Schwanken, versuchte sein Gleichgewicht zu halten, und trat dabei seiner Frau auf den Fuß. Die Frau verzog augenblicklich schmerzhaft das Gesicht und gab einen kurzen Schrei von sich. Der Mann nahm es nicht mal zur Kenntnis, weder eine Entschuldigung, noch irgendeine andere Äußerung des Bedauerns. Im Gegenteil, er toppte das Ganze noch, indem er sich demonstrativ neben ihr hinsetzte, oder besser gesagt, sich mit seinem Gewicht einfach fallen ließ. Mit der Schwere seines ganzen Körpers. Und dabei gab er seiner Frau einen extrem verachtenden Seitenblick, so als wäre sie an seinem Dasein Schuld, an seinem Leben. Nicht nur an dem kurzzeitigen Verlust des Gleichgewichtes, sondern an allem was war und ist und auch nicht mehr ist …Ein Blick tiefster Verachtung, des Hasses …Und die Frau nahm es nicht wahr, jedenfalls nicht so wahr, wie ich es erwartet hätte … aber jetzt, während ich das hier niederschreibe, ist es im Grunde genommen das einzig denkbare, logische Verhalten … wie lange mögen sie zusammen sein, das Leben zusammen ertragen ? Wie viele Jahrzehnte ? Und wann genau ist es zu dieser Verachtung gekommen, welches Ereignis war ausschlaggebend dafür ? Oder war es schleichender Prozess ( es sind immer Prozesse, denk ich, eine Kette kleiner und großer Ereignisse) ?
Und ist sie (die Frau) tatsächlich immer die “Unterlegene” …oder gab und gibt es da Momente (stiller) Rebellion ? Ich wünschte mir, dass zumindest noch eine feine, kleine “Rache”Aktion ihrerseits möglich ist … naja, zumindest, dass sie noch in der Lage ist, ihm ab und zu mal ein bisschen Abführmittel in den Tee zu schütten…
Nicht dass ich “Gleiches” mit “Gleichem” vergelten will … mir gefällt der Gedanke überhaupt nicht, dass es Menschen gibt, die sich (gegenseitig ) “Schlechtes” antun … sich quälen oder gequält werden …
Wiederum überleg ich mir immer, wie es dazu kommen konnte …wie der- oder diejenige früher war… wie es zur Verliebtheit zwischen ihnen gekommen ist, kommen konnte ( oder war es ein simples Zweckbündnis, wie bei meinen Eltern, eine “arrangierte” Ehe ?)… zum Bruch … und was diese Paare trotz allem noch aneinander bindet …warum sie sich nicht trennen können ? Welche Abhängigkeiten, welche Kräfte dafür verantwortlich sind. Macht der Gewohnheit … Angst vor dem Nichts (gerade im Alter, wo die Aussicht auf totale Einsamkeit am größten sein muss ) …?
Das Leben ist … komischerweise immer eine zyklische Erfahrung … alles kommt irgendwann nochmal wieder … Sterben müssen heißt … das definitive Ende … *the big sleep* Menschen können … grausam sein. Menschen sollten … toleranter sein ( ähm, logische Schlussfolgerung ?) Die Welt braucht … mich nicht, aber vielleicht dich. Das Wichtigste im Leben ist … das große, magische “L” Unwichtig ist …soziales und berufliches KarriereDenken. Vergangenheit ist … immer auch Gegenwart und Zukunft (wow, wie klugscheißerisch) Zukunft bedeutet … immer neue Chancen. Zeit ist …. fließend ( oder zerfließend wie so eine Dali_Uhr) Liebe ist …everything at everytime Freunde haben ist …neben der “L” das Wichtigste … Glück ist …das Gegenteil von Unglück. Gefühle sind … unkontrollierbar (zumindest für mich) Konflikte bedeuten …auch sich selbst in Frage zu stellen. Hoffnung ist …a pain in the ass. Glauben können ist ...eine Gabe, die ich nicht besitze … Träume sind …immer mehrdeutig. Visionen sind …(noch) unverwirklichte Träume. Veränderung bedeutet … gleichzeitig auch den Willen dazu. Stagnation bedeutet … Tod. Ich brauche …unendlich viel …von allem. Angst habe ich vor ….körperlichen und seelischen Schmerzen. Mut bedeutet … über sich hinauswachsen. Das Allerschwerste ist ... ehrlich zu sich selbst zu sein. Es ist so leicht … sich selbst aufzugeben. Verlieren bedeutet …nicht zu gewinnen. Gewinnen heißt ... nicht zu verlieren. Perfekt sein bedeutet …makellos langweilig zu sein. Versagen bedeutet …es noch einmal (zu einem späteren) Zeitpunkt versuchen zu können. Ich liebe Versager … Verlust ist …schmerzhaft. Schmerz ist …schmerzvoll. Arbeit bedeutet … Geldverdienen. Geld bedeutet …zu arbeiten ( ich habe keinen großen Bezug dazu; merkt man wahrscheinlich) Leistung ist …der Gedanke und Wille, besser als andere zu sein, also langweilig(st) Stärke ist … Mut haben, sich wichtige Fragen zu stellen. Phantasie kann … lebensrettend sein. Kreativität ist … ebenfalls lebensrettend. Menschen, die andere nach ihrem Bild formen wollen ... sind weder kreativ noch phantasievoll, sondern nur besitzergreifend (teilweise leide ich auch unter dieser “Krankheit” …zumindest tendenziell versuche ich immer in das Leben anderer einzuwirken, in dem ich mich mit meinen Gefühlen “dazwischenstelle”) Gesundheit für meine Lieben … ist mir äußerst wichtig … ich will, dass es allen gut geht …auch den nicht so “Lieben” … Gerechtigkeit ist …Utopie…leider.
….will ich erreichen > mehr in der Gegenwart leben
…. mag ich an mir besonders > meine Selbstzweifel; meine manisch_depressiven Schübe
… hasse ich an mir > zuviel, um es hier wiedergeben zu können.
Was ich gehört habe ? Cassandra Wilson …Belly of the Sun
Es war vor zwei Tagen. Und ich bin immer noch verwirrt, und sollte es eigentlich nicht sein. Jetzt wo ich endlich wieder zu mir gefunden habe, mir meine eigene Freiheit erkämpft habe. Auch mein Denken ein anderes geworden ist. Ja, ich bin ein anderer, gezeichnet und auch gestärkt durch dieses letzte Jahr gegangen, ich musste meine Person hinterfragen, mich mit mir und vor allem mit meinen Fehlern auseinandersetzen, musste mich irgendwie auch neu erfinden. Mich neu positionieren, die Richtung wechseln.
Und gerade jetzt, wo ich es geschafft habe, auch wieder die Fähigkeit erlangt, mich neu zu verlieben, will das alte Leben zurück zu mir. Das alte Leben das ist Alice. Neuerdings versucht sie wieder sich mir anzunähern. Es passiert immer häufiger, dass sie körperlichen Kontakt zu mir sucht , mich umarmt, sich an mich schmiegt. Ich lasse diese Berührungen geschehen, wehre mich nicht dagegen. Empfinde aber noch nicht mal mehr diesen Phantomschmerz. Nun hat sie vor zwei Tagen den Vorschlag gemacht doch mal gemeinsam ins Kino zu gehen. In einen französischen Film, Titel ist unwichtig. Was zählt ist die Tatsache, dass sie Verbindungen herzustellen versucht und ich trotz aller Gleichgültigkeit nicht weiß, wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll. Natürlich wäre es richtig, ihr unmissverständlich verstehen zu geben, dass ich ihre Nähe nicht will, ihre Körperlichkeit nicht ertrage. Hmm, manchmal bin ich unbeschreiblich feige, nicht nur weil ich Angst habe vor der Auswirkung meiner Antwort. Es würde ja bestimmt nicht bei diesem einen Kinobesuch bleiben, es würden andere folgen, und alles irgendwie wieder von vorne anfangen.
Alles, was schon beendet war, würde neu beginnen. Das wäre meine größte Angst …
Sowohl Alice als auch ich haben uns seit der Trennung verändert, manchmal ist sie mir regelrecht fremd. Neuerdings interessiert sie sich z. B. für Wirtschaftsthemen, für die Bankenkrise … Dinge, die ihr vorher nicht wichtig waren, die sie weit von sich gewiesen hat …genau wie ich …
Bei mir hat sich natürlich auch einiges geändert …mein Denken allgemein … ich bin sensibler geworden, denke ich … oder besser gesagt, anfälliger …und nachdenklicher … ich war vorher schon sehr kopflastig …und es ist eine bestimmte Grundtraurigkeit in mir dazugekommen, die einfach nicht mehr weggehen will …auch wenn sich an meinem Humor und an meiner Ironie nicht viel geändert hat … an manchen Tagen kann ich teilweise sehr zynisch und gemein sein …was allerdings nicht zu entsprechenden Taten führt … es sind nur gedankliche Überlegungen …mehr nicht …
Morgen sehe ich Alice wieder. Ich werde mich versuchen, indifferent zu verhalten … nichts zu unternehmen, nicht auf ihre Annäherungsversuche zu reagieren. Und hoffe damit, ihr deutliche Zeichen zu geben. Also im Grunde genommen werde ich mich wie immer verhalten … ein übliches Verhaltensmuster von mir … etwas was ich (noch nicht) ändern kann …
Was ich gehört habe … A Fine Frenzy … wieder mal …
Mein planloser TagesPlan wurde verplant …. einfach innerhalb weniger Sekunden über den Haufen geworfen ….. und ich musste umplanen … bin somit planloser than ever before …
Jetzt aber echt, da baut man sich mühsam einen wackligen Turm aus vielen schönen bunten Bauklötzen, und dann kommt jemand ( in diesem Fall Alice) daher, und stößt ihn (unbeabsichtigt) um …und ich bin leider nicht gerade ein schneller und perfekter Türmchenbauer …das dauert, bis ich mir ein neues architektonisches Konzept ausgedacht haben werde ( Futur III ? …lol…)
Ein Plan zu erstellen ist ja nichts anderes als eine Liste zu erarbeiten, ob nun im Kopf oder auf irgendeinem Zettel. Etwas, was man dringend tun muss oder zumindest versuchen sollte, in Angriff zu nehmen …
Ich weiß immer nur was ich nicht tun werde, also so eine Art mentales Ausschussverfahren…
Aber ich will Euch jetzt nicht mit meinem PlanDenken langweilen, sondern Euch wieder mal eine Liste zukommen lassen. Es ist ja Herbst, es ist kalt, ungemütlich und wird vor allem ziemlich früh dunkel.
Also man kann natürlich jetzt wunderbar ins Schwimmbad gehen, stundenlang seine Runden drehen, und gegen den Herbst / “Herbstdepression” ankämpfen …(Ist es wirklich ein gefühlter Abschied, oder ein Neuanfang ?)
Oder man kann ins Kino gehen, sich eine DVD ausleihen/kaufen und ….
Für diesen Fall wieder eine meiner obligatorischen Listen ( nach den Song-, Gay- und Best-of-Women_Listen) Und endlich mal wieder etwas “praktisch” Anwendbares.
Eine Liste mit den für mich derzeit besten, schönsten, traurigsten, komischten (?) Liebesgeschichten auf Zelluloid (oder auf irgendeinem ComputerZeugsMaterial,) gebannt.
Wie immer 10 “Stück” ( a *tenpack* ), wie immer in wahlloser Reihenfolge und wie immer erweiterbar ( wer weiß, ob diese Liste nach 2 Monaten nicht eine ganz andere wäre ?)
1. American Beauty ….
Kevin Spacey wächst über sich hinaus … erst diese innere Leere, die Gleichförmigkeit des Alltags, die er nach außen hin sichtbar werden lässt und dann dieser plötzliche Lichtblick (die CheerLeader_Szene), der für ihn zu einem eruptiven, alles entscheidenden Wendepunkt wird …
Eine moderne “Lolita”-Story, nein, es ist mehr… viel mehr …ein Film über LiebesAbgründe …über das Suchen und nicht Finden_Können…. melancholisch, verzweifelt in der Kameraführung … jede/r im Film sucht nach seiner Art das Glück der “L” … und am Ende hat es niemand gefunden …
2. Beim ersten Mal …
Superlustig … real… Momente mit hohem Wiedererkennungswert … eine intelligente Komödie …auch für Nichtschwangere und Ehelose …für dich, für sie, für ihn …einfach für jeden ….
3. Garden State …
Schon allein aufgrund der KrankenhausWarteSzene sehenswert …Natalie Portman
und Zach Braff …(ist es Zufall, dass beide jüdisch sind ? Haben Juden einen besseren, weitaus tiefgreifenderen Humor ( auch Woody Allen ) als Andere ?)
4. Im Reich der Sinne
Hmm, naja, also als “L”-Film der ganz besonderen Art …ich saß vor 10 Jahren mal in einer Kinovorstellung mit ungefähr 20 Leuten in diesem Film; jede/r von uns wusste, auf was er sich eingelassen hatte ( der Film ist “ab 18”, und die Aushangfotos sprachen auch eine sehr deutliche Sprache) …und über die Hälfte verließ während der Vorführung das Kino …es ist eben ein äußerst extremer, polarisierender Film …mit einem radikalen, für Viele verstörendem Ende …Im gleichen Kino hab ich ein paar Wochen später Warhols “Frankenstein” auf 3D gesehen … und da blieben alle bis zum Schluss sitzen … hmm, Im Reich der Sinne auf 3D, nicht auszudenken, was da so alles passiert wäre …
5. Wilde Nächte
Französischer Film, auch sehr verstörend … ich denke, der erste Film der sich damals so intensiv mit dem Thema “Aids” beschäftigt hat … die Tragik lag darin, dass der Hauptdarsteller und Regisseur Cyril Collard ein paar Monate nach Fertigstellung des Films starb .. an Aids …
Ich kann mich noch gut an Romane Bohringer, die die weibliche Hauptrolle neben ihm spielte, erinnern, und wie sie bei der Preisverleihung des Cesars ( drei Tage nach seinem Tod) in Tränen ausbrach …
6. Zusammen ist man weniger allein …
Über diesen Film habe ich ja eigentlich an anderer Stelle schon so einiges geschrieben … er beinhaltet alles, was das Leben ausmacht …Liebe, Tod und Freundschaft …nicht gerade in dieser Reihenfolge, aber es kommt alles darin vor …
7. High Fidelity
Hmm, ein Film der hauptsächlich die Liebe zur Musik zum Thema hat … ein sehr “männlicher” Film … also männliche Erzählperspektive .. mit einem umwerfenden, grandiosen John Cusack ( der übrigens gerade in einem Anti_Bush_Film zu sehen ist …“War, Inc“.) . Ein Schauspieler, der mit jedem weiteren Film beweist, dass er zu den Größten der Größten gehört …und dazu braucht er noch nicht mal einen Oscar …
8. Außer Atem
Endlich mal ein Jean-Luc Goddard-Film, den ich verstanden habe ( bei anderen Filmen von ihm komm ich mir immer wieder wie ein Vollidiot vor, ich verstehe ihn nicht wirklich… aber ich mag ihn, weil er mich jedes Mal aufs Neue verwirrt) … und schwarzweiß übt immer einen ganz besonderen Reiz auf mich aus … black and white and Paris and Belmondo … wow, gibt es da noch ´ne Steigerung ?
9. Cyrano de Bergerac
Auch wenn der Film schon fast 20 Jahre alt ist, er hat nichts von seiner Poetik und seiner Aktualität eingebüßt … Liebe ist doch in jedem Jahrhundert gleich … es ändert sich nur das “Décor” …
10. Pretty Woman
Jaaaa, musste jetzt kommen … manchmal bin ich *extremely mainstream* …
Hmm, die Liste wäre nicht vollständig ohne den besten, rührensten (sic !) , schönsten, traurigsten, revolutionärsten, wildesten, coolsten, beatlemaniac`sten, abgefahrensten, innovativsten, melodischten Liebesfilm aller Zeiten … of all times …
ACROSS THE UNIVERSE
Ansehen sozugsagen „verdammte“ Pflicht …
Hab Euch ja schon einiges über ihn erzählt. Also los, worauf wartet Ihr noch …?! Scheiße noch mal, holt ihn Euch endlich! ( Ich kann nervtötend sein, aber in diesem Fall bin ich es gerne !) Heute, jetzt und sofort !!!
Erotomanie …hmm, hört sich eigentlich harmlos an, ist es aber nicht …jedenfalls nicht in seiner extremsten Form…
Aber der Reihe nach. Wieso denn heute plötzlich ein Eintrag über eine psychische (Wahrnehmungs)Störung ? Ganz einfach, ich habe vor kurzem wieder mal einen Film angeschaut. Was im Grunde genommen ja auch nichts außergewöhnliches darstellt.
Außergewöhnlich hingegen ist die Art der Täuschung, der ich (anfangs) erlegen bin.
Ich dachte ein Tautou_Film ist ein Tautou_Film ist ein Tautou_Film ist ein …
Da kann also gar nichts “schiefgehen”. Es ist wie eine ganz bestimmte Sorte Eis, die egal wo und wann man sie isst, immer gleich schmeckt. Ok, manchmal ist da ein etwas seltsamer Nachgeschmack, aber das liegt dann sicher nicht am Eis selbst, sondern an der Eisdiele … dachte ich bisher jedenfalls, naja ….
Es handelte sich also um einen Film mit einer meiner absoluten Lieblings-Schauspielerinnen …. genau, Audrey Tautou. Mittlerweile habe ich ja schon einige gute (und leider auch schlechte) Streifen von ihr gesehen. Der beste ist sicher
“Zusammen ist man weniger allein” (auch in der Besten-Liste vertreten) und der schlechteste “ Der Da Vinci Code” (dort bleibt sie merkwürdig farblos, ist im wahrsten Sinn des Wortes eine “NebenDarstellerin”).
“Wahnsinnig verliebt” wurde 2002, kurz nach “Die fabelhafte Welt der Amelié” gedreht. Da “Amelié” so ein irrsinniger Erfolg war, ist es verständlich, dass Tautou sich der Gefahr ausgesetzt sah, für ewig auf die Rolle des liebens_werten, charmanten Pariser Mädchens festgelegt sein zu müssen; und nichts lag da näher als einen Charakter zu spielen, der dem der Amelié völlig entgegengesetzt war, sozusagen ihre große, böse Schwester.
Und so kam es dann wahrscheinlich zu dieser Rollenwahl.
In der ersten Szene von “Wahnsinnig verliebt” kauft Angélique (Audrey Tautou) in einem Blumenladen eine einzige Rose und bitte den Floristen diese Rose an ihren Freund zu schicken …der Händler sagt, dass er dies nur bei einem größeren Strauß Blumen möglich sei, eine einzelne Rose wäre dafür nicht geeignet …doch Angélique besticht den Floristen durch ihr betörendes Lächeln und somit nimmt das Schicksal ihren Lauf …
Erst war ich noch der Ansicht, einen üblichen Tautou_Film zu gucken, das änderte sich aber sobald ich merkte, dass da etwas nicht ganz stimmen konnte. Man bekam nie den Mann ihrer Träume zu sehen, hörte sie immer nur von ihm schwärmen, sogar eine gemeinsame Reise nach Florenz war geplant, doch scheiterte daran, dass Angéliques Freund nicht am Flughafen auftauchte. Alleingelassen und verzweifelt liegt sie dann mit endlos traurigem Blick in ihrem Bett …
Und da wird plötzlich der Blickwinkel oder die Richtung geändert.
Und alles aus der Sicht des “Liebhabers” erzählt. Ein etwas älterer, verheirateter Kardiologe, dessen Frau schwanger ist …
Es ist nicht nur der Blickwinkel, der sich geändert hat, sondern auch die Erzählweise, sprunghaft wird da Vergangenes mit Gegenwärtigem vermischt, bis eine Art Gesamteindruck entsteht …vorher also alles verwirrend und im Laufe des Films dann logisch und erschreckend hellsichtig.
Nach und nach erfahren wir, dass Angélique sich diese Liebe nur eingebildet hat, dass diese Beziehung nur eine Wunschvorstellung ist, die sie jedoch zu immer extremeren Taten führt ( zu Lügen, Mord und sonstigen Handlungen) …bis sie schließlich aus lauter Verzweiflung (möglicherweise auch aus einer gewissen Berechnung heraus, schließlich sind wir geneigt, ihr irgendwann alles zuzutrauen) einen Selbstmordversuch unternimmt. Schließlich ist es aber jener Kardiologe, der ihr (durch Herzmassage (mhmm)und Mund_zu_Mundbeatmung das Leben rettet … was sie natürlich nur noch “wahnsinniger” lieben lässt …
Ok, das Ende will ich an dieser Stelle nicht verraten, wär ja auch gemein…
Jedenfalls ist es keiner dieser üblichen Tautou_Filme ….und das ist eine durchaus positive Überraschung.
Demnächst wird sie übrigens als Coco Chanel zu sehen sein … ähm, wieder ein *typischer* Tautou_Film ? Ich denke und hoffe nicht …
Was ich gehört habe ? Into the Future _ Bunny Lake
Für alle die es noch nicht wissen ( naja, auch nicht wissen können, ich habe es bisher ja noch nicht erwähnt; beruflich bin ich Buchhändler, Antiquar, und somit natürlich grundsätzlich “ein Lesender”), ich liebe nicht nur Filme, Musik sondern auch Literatur. Wenn ich mich allerdings zwischen diesen 3 Kategorien entscheiden müsste, täte ich mich mehr als schwer. Weil für mich alle 3 Arten kultureller
“Ablenkung “gleich wichtig sind; sie stehen dicht beieinander und ergänzen sich geradezu. Ich kann ohne eines der 3 Elemente auf Dauer nicht leben. Und da ich noch nichts zu meinem LeseVerhalten, zu meinen literarischen Vorlieben und Abneigungen geschrieben habe, hier nun ein entsprechender *Fragebogen* zum Thema.
Was liest du gerade ?
Mindestens 3 Bücher auf einmal (natürlich nicht gleichzeitig gleichzeitig, sondern gleichzeitig nebeneinander (her); alles andere würde mich maßlos überfordern; null multitasking-fähig ) ; diesmal sind es : Nick Hornby “ A long Way down” ( vier potentielle Selbstmörder treffen zufällig an einem Sylvesterabend aufeinander und gehen einen gemeinsamen Deal ein: Neuer gemeinsamer Selbstmordtermin ist der 14.02 … also Valentine´s Day ); Mark Haddon “Supergute Tage oder die Sonderbarste Welt des Christopher Boone (noch nicht gelesen) , und Andreas Steinhöfel “ Die Mitte der Welt” (auch noch nicht angefangen, aber das werde ich definitiv als erstes lesen)
Welches Buch hat dich zuletzt beeindruckt ?
Schwere Frage, auch wieder sehr viele … also ich könnte jetzt nur Autoren nennen, aber Namedropping war noch nie mein Fall … ich kann höchstens sagen, von welchem Buch ich zuletzt schwer enttäuscht wurde … Miranda July ..”11 Wahrheiten“….eigentlich eine Drehbuchautorin und Filmemacherin; ok, es war ihr erstes Buch (eine Ansammlung von 11 Short Stories) und die ersten paar Seiten waren auch ganz amüsant, aber irgendwann hat mir die Übersetzung wohl den Rest gegeben … sehr schlampige und umgangssprachliche “translation” … uns so was geht mir immer total auf die Nerven …vielleicht ist das Original ja besser … keine Ahnung
Sammelst du irgendwas ?
Ja, Katastrophentage … ach so, papiermäßig … hmm, also Bücher allgemein … und dann ganz speziell meine französische Filmzeitschriften-Sammlung (Studio Magazine, Premiere etc.)
Schreibst du Widmungen in Bücher ?
Niemals, ich finde dieses Recht haben nur die Autoren der Bücher selbst … wenn, dann würde ich höchstens wagen, eine Karte beizufügen … aber Bücher Anderer beschriften finde ich zutiefst abstoßend
Schreibst du deinen Namen in deine Bücher ?
Weder in meine noch in andere ….
Welches Buch hast du doppelt ?
Hmm, “Der kleine Prinz” … ein paar Paul Auster Bücher , Wörterbücher ….
Von wem würdest du dir gern was vorlesen lassen ?
Also Hörbücher sind ein großes Problem für mich … ich muss den Text immer selbst lesen können …und Vorlesungen schläfern mich meist ein …
Sitzt du im Kino lieber am Rand oder in der Mitte ?
Bei Literaturverfilmungen immer am Rand, in der Nähe des Notausgangs …
und sonst in der Mitte mit freier Sicht auf die Leinwand … Beinfreiheit ist fast noch wichtiger …also wenn ich in so einem engen Kinosessel 2 Stunden und mehr aushalten soll, ist das eine echte Qual …
Welche ist deine liebste Romanfigur ?
Ich kann mir schwer Namen merken, aber ganz spontan Madame Bovary (naja, wenn man einen Handwerker auffordert, ohne großes Zögern ein Werkzeug und eine Farbe zu nennen, kommt immer ein roter Hammer dabei raus; frag einen Buchhändler spontan nach seiner Lieblingsromanfigur dann erhältst du in 90 % der Fälle Madame Bovary oder Lolita als Antwort …lol… sehr extreme literarische Figuren … zusammen würden sie schon fast kontraproduktiv aufeinander einwirken …)
Nach welchem System ordnest du deine Bücher ?
Kopf_Hand_System … manchmal findet mein Kopf ein Buch, das meiner Hand entglitten ist …oder umgekehrt
Lesen: Vor dem ins Bett Gehen oder nach dem Aufstehen ?
Naja, immer und überall (außer in Öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf dem Klo …), sollte es nicht besser heißen “im Bett” lesen …. weil vor dem ins Bett gehen …wer macht denn schon so was ?
Welches Buch würdest du deinem größten Feind schenken ?
Hmm, also ich mag keine Feindschaften, also hab ich auch keine Menschen, denen ich feindlich gesinnt sein müsste … aber ich würde Menschen, die ich nicht mag, auch keine Bücher schenken, und wenn doch dann Bücher mit leeren Seiten … Denkanstoss also …
Hardcover oder Paperback ?
Beides …vollkommen egal … Hauptsache Lesestoff
Zeitung aus Papier oder im Netz ?
Hmm, ich lese derzeit selten Zeitungen … alles läuft irgendwie auf GehirnWäsche hinaus …. spekulativ, manipulativ und tendenziell ….
Von welchem Buch bist du zum ersten Mal so richtig gefesselt worden ?
Hmm, “ Die 3 Fragezeichen” … ich dachte immer Alfred Hitchcock hätte alle Bände selbst geschrieben … damals war ich eben sehr naiv
Deine liebste Literaturverfilmung ?
Sehr schwere Frage … unbeantwortbar, da ich sooo wahnsinnig viele gute kenne …(auch sehr viel schlechte) … aber so ganz spontan die meisten Shakespeare_Verfilmungen (selbst Mel Gibson´s “Hamlet”) , dann Jane Austen ….und “Smoke” von Paul Auster bzw. Wanyne Wang …
Tägliche oder wöchentliche Pflichtlektüre ?
Hmm, die Frage erübrigt sich doch …
Bester RomanTitel ?
Das bonbonfarbene tangerinrot-gespritzte Stromlinienbaby , ein Essay_Band von Tom Wolfe ; der engl. Titel lautet übrigens “The Kandy-Kolored Tangerine-Flake Streamline Baby”
Welches Buch sollte jeder Mensch gelesen haben ?
Irgendeins von Thomas Bernhard, Lobo Antunes , Josef Winkler, Wolf Haas, E.M. Cioran oder einen der *Rabbit*_Romane von John Updike …
Lustigstes Buch ?
Ich lese nur ernste, depressiv machende Bücher … hahaha ..
Was ich gehört habe ? All over again _ The Runners
Ach ja …. Yes we can !!! Congratulation, Mr. Obama !
Es gibt sehr viele Situationen in denen ich schüchtern reagiere. Also extrem schüchtern. Im Grunde genommen nur “anfänglich” schüchtern, denn sobald ich eine Person auch nur ein bisschen näher kenne/ kennengelernt habe, legt sich diese Befangenheit von selbst. Ja, werden jetzt einige von Euch einwenden, da hast du ein Problem. Ja, richtig, stimmt. Und ein sehr großes eigentlich auch. Denn durch diese Anfangsschüchternheit ist es für mich nicht leicht, andere Menschen kennen zu lernen. Kennenlernen funktioniert ja meist über körperliche Signale, zumindest ein Blick oder ein Lächeln, irgendetwas, was für andere interessant sein könnte, oder auch ein Grund, dass sie mich ansprechen. Weil ich bin ja so ein “shy boy” bin. Hmm, sicher bin ich irgendwie unschlagbar in Anblicken und Lächeln … aber alles was dann folgt … bzw. folgen sollte. Natürlich warte ich, dass mich jemand anspricht. Das wäre ideal. Also ich blicke, so intensiv ich kann und erhalte dann umgehend, ebenso intensiv ein Kommunikationsangebot. Aber so läuft das eben nun mal nicht, weder sozial noch sozialpsychologisch …und schon gar nicht individualpsychologisch …man könnte jetzt 1000 pschos und 1000 “logos” draus machen. Tatsache ist und bleibt eben mein *Manko* auf diesem Gebiet.
Früher hat man schüchterne Leute ja als blöd bezeichnet … also “ Das ist aber ein sehr blöder Mensch” hätte dann nichts anderes bedeutet als “ das ist aber ein sehr schüchterner Mensch” Demnach würde ich mich sogar als ur_blöd bezeichnen wollen.
Nur wie gehe ich damit um ? In Zukunft. Es gab mal eine ganz kurze Phase (ein paar Wochen nach der Trennung ; die Latino_Queen (wer sich erinnert) oder auch ein, zwei andere Begegnungen, bei denen ich meine “anfängliche” Schüchternheit überwinden konnte, und den ersten Schritt gemacht habe). Einmal hab ich sogar eine “Lesende” angesprochen, sie war in ein Buch von Orhan Pamuk vertieft, naja, war irgendwie ideal, als Buchhändler/Antiquar kennt man natürlich einige literarische Tüpen …wenn auch nur dem Namen nach … das hat den Einstieg enorm erleichtert ….
Ein anderes Mal habe ich mich einen ganzen Abend mit einer Malerin unterhalten (davon werde ich noch an anderer Stelle berichten, muss mir nur einen entsprechenden Hinweis in meinem mentalen Gedächtniskasten hinterlassen) …und es war fantastisch, obwohl ich überhaupt nichts von Kunst verstehe …
Hmm, es hab also Momente in der Vergangenheit, in denen ich nicht schüchtern war. Sicherlich angetrieben von der Angst “allein sein” zu müssen, alles verloren zu haben, weder Zukunft noch Gegenwart zu besitzen …. also sehr eigennützige Gedanken, die mich dazu bewogen haben, aus diesem System der “inneren” Blockade auszubrechen. Zur Zeit stehe ich jedoch wieder am Anfang, bei Null, wahrscheinlich noch etwas weiter als vom Anfang ( absurde Formulierung, ich weiß) entfernt …
Wer weiß ob es mir demnächst gelingt, ein paar Schritte in die richtige (?) Richtung zu unternehmen …
Das größte Hindernis ist dabei immer wieder der Kopf … dieses Monstrum, das falsche Signale liefert, das mich ständig in die Irre führen will ( diese Stimme in meinem Gehirn: “Nein, tu es nicht ! Bloß nicht ! Denk nach verdammt !” …) …und mich in meinen Handlungen stoppt …
Naja, es ist jetzt kurz nach 7.00 morgens, ein neuer Tag auf alle Fälle der anbricht …und mal sehen, was so alles geschieht oder nicht geschieht .. oder inwieweit ich Dinge geschehen lassen kann …
Was ich gehört habe ? Franz Ferdinand _ *Lucid Dreams* und dies und das
Neben meiner Schüchternheit kämpfe ich noch gegen andere innere Dämonen. Alle haben etwas mit Selbstzweifel, die manchmal bis zur Selbstverleugnung gehen, zu tun. Klar, ich bin sehr extrem, extrem *psycho*, introspektiv und noch einiges mehr.
Etwas, was ich auch sehr schlecht kann, ist, über Sex zu sprechen, naja, bestimmte Begriffe, Begrifflichkeiten verwenden. Ich bin da sehr konservativ (und katholisch) erzogen worden. Über Sex und alles was damit zu tun hatte, wurde in meiner Familie nicht gesprochen. Es wurde fast völlig ausgeklammert, mit 10 Jahren bekam ich immer noch die Story von den Bienen und Blüten erzählt, oder so ähnlich. Jedenfalls war alles sehr „botanisch“, pflanzenbestäuberisch…insektisch ( keine Ahnung, vielleicht ist das auch der Grund für meine äußerste Bienen- und Wespenphobie). Jedenfalls fand der Geschlechtsakt mit Küssen seinen Höhepunkt. Wobei es ein ganz besonderer Kuss sein musste, das wurde mir gerade noch so vermittelt. Logisch, denn sonst müssten alle Frauen, die jemals geküsst worden sind, ja schwanger sein. Also über die Hälfte, mindestens, der weiblichen Weltbevölkerung. Und manche Frauen werden ja auch sehr oft und sehr heftig, fast täglich geküsst. Meine kindliche Vorstellungskraft stieß bald an ihre Grenzen, aber bis 10 ist man eben Kind, leichtgläubig, naja, man hört auf das familiäre Umfeld. Man nimmt die größte Lüge als absolute Wahrheit. Es musste also wahrscheinlich was mit der besonderen Zusammensetzung des männlichen Speichels, oder zumindest mit irgendeinem Sekret, das die Männer beim “Kussvorgang” absondern, zu tun haben. Und mit dem Alter. Bei Kindern passiert gar nichts. So dachte ich damals. Und hätte ich weiter auf meine Familienangehörigen gehört, dann wäre ich jetzt sexueller noch verklemmter, als ich es sowieso schon bin. Aber zum Glück gibt es da ja noch andere Quellen, die einem nach und nach zugänglich waren. Die “Bravo” z. B. hat einen entscheidenden Einfluss auf mein sexuelle Aufklärung. Mhmm, keine Ahnung, wie Viele das rückblickend behaupten können. Aber ich schätze mal, fast jede/r 2. hatte mit dieser oder einer ähnlichen Zeitschrift sein (zweites) sexuelles “Erwachen”. Endlich kam ich weg von dem tierischen Erklärungsmuster und lernte nun den Menschen, besonders den “jungen” Menschen, in seiner ganzen anatomischen “Größe” kennen. Und neue Wörter. Penis, Vagina (ob Wörter wie “ficken”, “Schwanz”,“bumsen” oder ähnliches verwendet wurden weiß ich nicht, aber das “Dr. SommerTeam” war da schon sehr freizügig bei der Wortwahl) Und auch der Kuss, oder das Küssen bekam nun eine ganz andere Bedeutung. Plötzlich las ich, dass man vom Küssen nicht schwanger werden konnte, egal wie lange und wie oft. Küssen hatte von nun an seine “gefährliche” Wirkung verloren. Nicht dass es ein normaler Vorgang war, nein, da stand, dass es das Schönste und Beste und einfach Wundervollste sei, was man (neben dem Sex) miteinander erleben konnte ( das ist es wirklich!). Und es gehörte dazu. Kuss ist Vorspiel. Küssen auch ohne Sex. Küssen ist alles und nichts. Küssen ist etwas, was man tun konnte, auch wenn man erst ein paar Tage miteinander *ging* … Mit diesem Begriff habe ich allerdings heute noch so meine Probleme. “Ich gehe mit ihr“ sagt für mich überhaupt nichts aus. Und auf Fragen wie “Gehst du mit ihr ?” konnte ich grundsätzlich immer nur mit einem Ja antworten. Gehen ist ja Fortbewegung, ich mache es täglich, mir begegnen dabei jedes Mal Frauen mit denen ich gehe, auch mal stehenbleibe. Das hat keine Bedeutung für mich; amüsiert mich nur immer wieder, wie einfallslos die Menschen gerade beim Schönsten der Welt sein können. Oder “ins Bett gehen”, alles hat irgendwie mit “gehen” zu tun. Wobei ich natürlich nicht mit jeder Frau, der ich begegne, “ins Bett” gehe. Also ich gehe, und nichts passiert. Wahnsinnig scharfsinnige Schlussfolgerung, ich weiß.
Vielleicht werde ich morgen etwas posten, was Euch ein bisschen meine sexuelle Begrifflichkeit nahebringt.
Komisch, dass ich eben so ironisch sein konnte, obwohl ich mich heute fühle wie lebendig begraben. Es hat auch was mit Liebe zu tun. Bei mir hat es das ja irgendwie immer …
Mittlerweile wohne ich schon über ein Jahr in dieser 1ZimmerSingleWohnung … 36 qm² incl. Balkon …keine Haustiere, keine großen Partys …als Nachbar einen ziemlich geheimnisvollen Elektriker …zumindest behauptet er das von sich (aber wie kann ich ihm Glauben schenken … naja, ab und zu bekommt er (nächtlichen) Besuch von einem Wasserinstallateur ( wieso und warum ?) … aber ich bin wie immer sehr neugierig …mein größter Fehler, ich weiß…
Auf was ich eigentlich hinaus will … ich denke in letzter Zeit immer an die verschiedenen Wohnungen, Räume und Plätze, die, bevor ich hier einzog, mit oder ohne Alice bewohnt habe …allein in Nürnberg bin ich innerhalb der letzten 20 Jahre mindestens 4 Mal umgezogen … also alle 5 Jahre quasi …echt tolle Quote …
Naja, die erste Wohnung war ein sogenanntes “Dienstzimmer” … ich arbeite Ende der 80er Jahre als Zivi in einem Alten- und Blindenheim …und dort hatte ich im Souterrain einen kleinen, schlichten, zweckorientierten Raum … eben ein Dienstzimmer … mit einem Dienstfernseher … einem Dienstbett … und Dienstmöbeln … das einzige nichtdienstliche waren meine Bücher, meine Kleidung und mehrere kleine Dinge, die diesem Zimmer wenigstens etwas Persönliches gaben …
Nach ca. 18 Monaten bin ich dann ausgezogen … während meiner Dienstzeit ( ich merke, sehr viel “Dienst” …) lernte ich eine Köchin kennen (sie arbeitete auch im Souterrain … nur ein paar hundert Meter weiter … Dienstwohnung und Küche waren durch einen Flur miteinander “verbunden” …), und wir sind dann zusammengezogen … ich zu ihr …für ungefähr ein halbes Jahr ging das gut mit uns … irgendwann meinte sie, dass sie meine Bücher(sammlung) erdrücken würde (diese Bücher hatte ich in mehrere ihrer Regale untergebracht … und ich muss ihr irgendwie Recht geben, es waren definitiv viele Bücher …)
Ich nahm mir daraufhin eine ErdgeschossWohnung ( 2 Zimmer, Küche, Bad) …WEG_Eigentum …relativ günstig …und zentral gelegen …aber mit einem alten, nie richtig funktionierenden Holzofen …FelseckerStr. (für alle, die sich etwas in Nürnberg auskennen) …nebenan wohnte Alice ….alles weitere in meinen älteren Posts nachzulesen …
Nach ein paar Monaten …(sie war inzwischen schwanger) zogen wir zusammen in die Gartenstadt .. also in den tiefsten Süden … fast schon TrabantenStadt …eine eigene Welt für sich… sehr dörflich … abgeschieden …und elitär … hier wohnten die “Besserverdienenden” …meist mit eigenem Haus (oder Doppelhaushälfte) …wir wohnten dort zur “Untermiete” bei einem etwas seltsamen Ehepaar (genauso seltsam wie der Elektriker nebenan) … und das war auch das Hauptproblem … der Mann starb und die nun alleinlebende Frau wurde noch seltsamer …zwar hatten wir unseren eigenen Wohnbereich …auch wieder erdgeschoss_mäßig … aber sie kam zu den unmöglichsten Zeiten … oft mitten in der Nacht … und klopfte uns (und unser Baby) aus dem Schlaf … irgendwann kapitulierten wir … und zogen wieder aus … eine ziemliche Nacht-und-Nebel-Aktion …die ein übles Nachspiel hatte (da wir es nicht einsahen, die Wohnung zu renovieren, schließlich waren wir noch nicht mal 3 Jahre dort; wir zahlten ihr eine völlig unangemessene Summe für diesen “Umzug” …aber egal ..)
Ab diesem Zeitpunkt lebten wir in der Jagdstr. (ja genau, ein paar Meter weiter ist das “Fatal”) wieder mit ein paar mehr Quadratmetern (3 Zimmer), aber irgendwie immer noch zu wenig Platz
( es wurden immer mehr Bücher …der gesamte Flur ein einziges, für Alice unbegreifliches, bis unter die Decke ragendes unsortiertes System an Regalen, in denen die Bücher archiviert wurden …) …
Aber auch dort wurden wir nicht glücklich … nicht wegen den Büchern, an die hatte sich Alice gewöhnt … sondern weil die Vermieter … ein älteres Ehepaar, das leider auch noch eine Straße entfernt wohnte … nie die notwendigen Reparaturen durchführte … oder durchführen ließ …irgendwann hatten wir genug … und zogen wiederum aus und um …
Diesmal in die WurzelbauerStr. (Nähe Stadtpark) …ca. 100 qm² und diese 4_Zimmerwohnung ist nach wie vor Lebensmittelpunkt von Alice und den Kindern (unser Sohn wurde 2000 geboren) …ein kleiner Balkon …Hofbereich … viel Bäume…ideal …zu ideal … denn ich wohne ja nicht mehr da …bin nur noch stundenweise dort zu Besuch …ein Fremder im eigenen Haus ( ja, den entsprechenden Simenon_Roman kenn ich …) …schlafe auch mal da, wenn Alice Nachtdienst hat …
Heute schaff ich es irgendwie nicht, mich zu konzentrieren … schlecht geschlafen …motivationslos …aber bevor ich gehe, lass` Euch noch einen Song da… sorry, aber es ist echt kompliziert mit mir …
Der Charakter eines Menschen lässt sich oft an den *Sachen*, die er mag oder nicht mag, bestimmen. Naja, letztendlich wieder die Summe aller Dinge, schnittmengenorientiert. Also ein großer Topf mit den Seelen- und NervenEnden der jeweiligen Person, geschüttelt und nicht gerührt …ein ordentlich geordnetes Chaos quasi ..
Momentan bin ich extrem ungeduldig, unausgewogen, zickig und fordernd (ganz bestimmten Menschen gegenüber, die mir das Allerwertvollste sind, was ich “besitze“) .. mhmm, grundsätzlich bin ich zur Zeit charakterlich nicht gerade “gefestigt“, es befindet sich innerlich einiges im Um- und Aufbruch … ich stelle zu viele (selbstverständliche) Dinge in Frage …manchmal fällt es mir schwer, die grundlegendsten Elemente des *Seins* zu akzeptieren … ich muss sie immer wieder auseinandernehmen, auf den Kopf stellen, mit einer scharfen Schere zerschneiden … mein Schicksal, mein Charakter ? Keine Ahnung …
Ok, hier nun eine wieder mal eine wahllose und sicher auch seltsame Aufzählung der “things”, die ich an mir nicht mag (denn für mich ist es weitaus schwerer, Eigenschaften und Gegenstände zu benennen, die mir eben nicht gefallen; eine “I don´t like_Liste” zu erstellen), möglicherweise kann man daraus wieder Rückschlüsse ziehen, über die Person, die ich denke zu sein ( die ich nicht bin ?) …
Ich mag nicht:
…meine unwahrscheinliche, nervige Ungeduld ( wirklich sehr störend und zerstörerisch), zu frühes Aufstehen nach alptraummäßiger Nacht; SmallTalk(ing); lange, nächtliche Autofahren (als Beifahrer sieht man sich immer genötigt, den Fahrer am Einschlafen zu hindern, und erzählt dann die merkwürdigsten und idiotischten Dinge); Discos (naja, Tanzen allgemein; Alice liebt Discos, und nachdem sie mich einmal mitgenommen hatte, weiß ich auch warum…); zu viele Leute im Schwimmbad ( ich habe einen sehr großen Schwimmradius, der sich bei entgegenkommenden Mitschwimmer leider nicht immer ohne weiteres schnell “verkleinern” lässt); Beerdigungen ( wer mag die schon, aber ich denke da an ein … zwei der wichtigsten Personen in meinem Leben…); sture Menschen, die auf ihren Standpunkt beharren (manchmal kann ich sicher auch so sein, ohne es zu merken und zu wollen), Herrmann Hesse ( „Steppenwolf“ seeeeeehr grausam, esoterisch ..); öffentliche WC´s ( ja, ich habe ein “Klo_Problem“, das ich in diesem Jahrhundert wohl auch nicht mehr lösen werde..); Menschen die Bücher wie Gebrauchsgegenstände behandeln (Knicke, Eselsohren etc.); Songs die mit einem LaLaLaLaLaLaLaLaLa enden …oder beginnen ( hmm, ok, es gibt auch da ein paar wenige Ausnahmen; Embrace z.B. “The good will out” ( also am Schluss ein ganzer LaLaLaLa_Chor); Menschen, die von sich behaupten, soviel essen zu können, wie sie wollen und trotzdem dabei nicht dick werden ( Kalorien sind nun mal mörderisch, versauen dir deine Figur; ohne schwimmen wöge ich jetzt bestimmt eine Tonne (ich lieeeebe Chips !) …); Motivationslosigkeit ( Antriebsarmut in jeglicher Form …also das ist bei mir immer wieder das Problem schlechthin … ich bin eben nun mal von Grund auf faul und träge); Männer mit geflochtenen Zöpfen ( kommt zwar selten vor, aber wenn ich einen sehe, dann … verdammt, ich muss unbedingt toleranter werden) ….
Ok, ich denke, das reicht fürs Erste …zuviel Intro_Spektion ist auf Dauer auch nicht gut …
Was ich gehört habe ? Könnt Ihr ja sehen …The Killers feat. Lou Reed …. “Tranquilize“…1000 Mal hintereinander … Ich liebe diesen Song !
Verschlafen …verplant … verpasst … ver …. shit, ich schreib später noch einen richtigen, echten, revolutionären ( oder so was in der Art) Post … und bis dahin wieder einen musikalischen Platzhalter ….
Juliette >yes, she can sing !< Lewis ….. Got Love to kill ….
Einmal ist ja immer das erste Mal …und diesmal trifft es eben mich …oder soll mich treffen … selbstbestimmte Entscheidung … denn Liebe ohne Sex …? Ok, ich liefere hier mal spielerisch ein paar freie, und vor allem spontane Assoziationen zum Thema Sex, alles was ich damit in Verbindung bringe …in 30 Minuten
von A bis Z …einiges wird sicher sehr sexistisch klingen, bei anderen Wort werdet ihr Euch sicher ein Gähnen oder Stöhnen nicht unterdrücken können …
Ok, und los geht es …from A to Z ….*spontan mental* …
A … wie anal …
B ….wie Brüste, Beckenbodenmuskulatur ( naja, für alle die mal (post)schwanger waren, ganz wichtig)
C … wie Condom ( engl.)
D… wie Diaphragma
E … wie Ejakulation
F… wie Fuck
G … wie Genitalien
H … wie Hoden
I … wie Intimrasur
J … wie Juckreiz (nach einer Totalrasur … oder bei Erregung …lol…”J” ist echt ein grenzwertiger Buchstabe)
K … wie Klitoris
L … wie Lustschreie
M… wie Möse (endlich mal kein Fremdwort)
N … wie nackt
O … wie Oral(sex)
P … wie Penis ( ja ich weiß, Gähnfaktor 10+)
Q … wie Qualität … naja, oder Quantität während oder nach dem Höhepunkt …
R … wie Rosette …hmm, nix Kirchliches …
S … wieSuperSex … oder Sperma …also sehr naheliegend …
T … wie Titte ( wer Penis sagt, muss auch Titte sagen …)
U… wie ultimative sexuelle Erfahrung, was immer das auch sein soll … “U” ist wie “J” …ein schwerer Buchstabe
V … wie Venushügel
W … wie wichsen …(tut jede/r … sagt es aber nicht)
X … XES …rückwärts …von hinten, wie auch immer …
Y … wie Yoghurt_Ablecken … vom nackten Körper … ich hab “Y”s schon immer “gehasst” .
Z … wie Zauberstab … wusste bis vor kurzem echt nicht, dass man dieses so harmlose Wort nicht nur mit Harry Potter in Verbindung bringen kann …
Ok, geschafft … und noch nicht mal 30 Minuten gebraucht … wusste gar nicht wie einfach Sex für mich sein kann … obwohl ich grundsätzlich sehr große Hemmungen habe, einige der Begriffe dann auch auszusprechen …ok, wenn ich länger überlegt hätte, wären mir dann alle die wirklich schlimmen Dinge eingefallen …lol…
Was ich gehört habe ? Rachid Taha … “Rock el casba”
Ähm, jetzt fällt mir doch noch was mit “Y” ein … >youporn< …naja, mehr sag ich jetzt aber nicht …lol…
Gestern Abend … kurz nach 22.00 Uhr …der Todesstoß … der Final Cut … das große Finale … oder was auch immer …
Ich war bei Alice … in der ehemals gemeinsamen Wohnung also …so wie ich ja eigentlich immer da bin, wenn sie Spät- oder Nachtdienst hat …an unterschiedlichen Tagen …nur Ort und Jahreszeit wechseln sich nie ab …und bin für die Kids da …
Sie kam diesmal etwas früher nach Hause, hatte ihren Spätdienst in Z(wischen)dienst tauschen können … und war schon um kurz nach 21.00 Uhr da …sie hatte noch Zeit, sich mit unserer Tochter zu unterhalten …es ging über das nicht funktionierende Laptop …über ihr GeburtstagsFahrrad, das jetzt schon da war …ich hatte auch einen Wein besorgt … eine zwangsläufige Ersatz_Handlung, weil ich ein Bier aus dem Kühlschrank genommen habe, das eigentlich ihrem Freund (und somit auch ein bisschen ihr) gehörte … hab erst später seine Initialen auf der Flasche gefunden … naja, egal …
Jedenfalls tranken wir dann ein oder zwei Gläser … saßen auf ihrer Couch …und unterhielten uns noch etwas über unsere Kinder … ein möglichst unverfängliches Thema …Schulprobleme …das übliche …und irgendwann war es dann Zeit für mich, zu gehen …
Ich ziehe also meinen Mantel an, schultere meine Tasche auf …hab es schon fast geschafft …und da spricht sie mich noch mal an …
“Wann lassen wir uns eigentlich scheiden ?”
Klar, irgendwann musste dieser Satz fallen … doch er traf mich total unvorbereitet …ich hab immer Angst vor gewissen Wörtern und Sätzen … und dies war definitiv einer dieser Äußerungen, die ich nicht wahr_hören wollte … wahrnehmen schon gar nicht …
Alice lachte dabei, als sie es sagte … und als ich ihr sagte( mehr ging nicht) : “Keine Ahnung” … lachte sie wieder : “Ich auch nicht.”
Und ich ging … zur Straßenbahn … nach Hause … aber dieser Satz ist immer noch in mir … geht einfach nicht weg …hat nichts von seiner Endgültigkeit verloren …ist jetzt ein weiteres Tattoo …auf meiner *Herzinnenwand* …
Was ich gehört habe ? *I love you cause I have to* …Dogs die in hot cars (warum gerade dieser Song …?)
Mit nackten Füßen
lässt du
die Hitze der
Zerstörung
unwiederbringlich
hinter dir
folgst
immer nur der
Linie
dem Horizont
gehst
dieser Fata Morgana
entgegen
auch dann,
wenn die Sonne
dir die Haut verbrennt
alles unter deinen
schon blutigen Füßen
zu Stein
verglüht
und
du keinen Schmerz mehr
fühlst
nur die Unendlichkeit
die vorher
endlos
weit war
nun ein Stück näher
du
aber auch
dem Verfall
deinem Untergang
in die offenen Arme läufst.
Dein Tod ein
festes Datum
der Tag an dem du
stirbst
werden Andere
die Fackel aufnehmen
und für dich
langsamer
weniger
das Ende
der Zeit im Blick
haben
und
ausdauernd
dann
einen noch aussichtsloseren
Anfang wagen.
Wenn Ihr wollt, könnt Ihr es haben … my poem … nur ein Versuch, meine Gefühle zu orten …
Was ich gehört habe ? The Rascals … „Out of Dreams“
“Ich interessiere mich für Männer, die sich nicht für mich interessieren”, sagt Irène gleich zu Beginn des Films. Schon merkwürdig, wie manche FilmSätze auch Stunden und Tage *danach” eine nicht unbedeutende Wirkung erzielen können. Die einfach im Kopf hängenbleiben und nichts an ihrem allgemeingültigen (auch für „Männer“ nachvollziehbaren) “Wahrheitsgehalt” einbüßen.
Gestern war also wieder einer meiner DVD_Chill_Abende. Der Tag war hart, mein AOL_Konto nicht abrufbar ( Wartungsarbeiten ….), und somit war es an der Zeit, mich mal wieder selbst zu belohnen. Und das geht am besten, wenn ich mir ein 40cm dickes MaxiSandwich mache, einen 500 g Joghurtbecher auslöffeln darf, eine 200 g Chipstüte bis auf den letzten Krümel leerfuttern …oder eben DVD gucken … oder idealerweise alles auf einmal … also *killing me softly* (by myself) sozusagen …
“Irène”(2002) ist ein französischer Film mit einer meiner “Lieblings-schauspielerinnen”, Cécile de France.
Irène ist gerade 30 geworden. Und es gelingt ihr nicht, den “Richtigen” zu finden. Und das (ausgerechnet) in der Stadt der Liebe. Ihre Eltern vermuten schon, dass sie lesbisch sei. Und auch ihre Freundinnen, die alle in einer mehr oder wenigen glücklichen Beziehung stecken, fragen sich so langsam woran es liegen könnte…
Naja, sie hat einige unübersehbare Talente … ist naiv, aufbrausend, etwas tollpatschig, schüchtern (wenn es drauf ankommt), schlechtgelaunt und manchmal auch ungerecht (wenn sie es eigentlich nicht sein sollte).
Schließlich hat sie dann doch mit ein paar Männern Kontakt. Der erste ist ein Möbelpacker (eine “flüchtige”, folgenlose Begegnung ( naja, er ist der *Mann ihrer Träume* ; oder einer ihrer Träume: er läuft ihr auf einem Weizenfeld entgegen, nackt, lediglich einen Umzugskarton vor seinem besten Stück haltend, naja, sie fallen übereinander her … aber da klingelt schon ihr Wecker …6.50 Uhr (so brutal wird man auch im realen Leben aus dem Schlaf gerissen), der dann später noch einmal auftaucht (aber nicht als Liebhaber, sondern in seiner *eigentlichen”, unerotischen Funktion als Möbelpacker…) …
Ein Arbeitskollege, Luca, mit dem sie aufgrund ihrer unbedachten und blauäugigen Art eine etwas merkwürdige Liaison eingeht …irgendwann haben sie dann CyberSex …das Internet spielt in dieser verrückten Story eine ganz wichtige, aber fatale Rolle, nimmt ziemlich krasse Züge an …vor allem wenn Irène dann irgendwann mit Labtop und angeschlossener Webcam ins Bett geht ( Luca beobachtet sie beim Schlafen …)…
Und dann gibt es da noch Francois …der ihre Wohnung renoviert (und über einen Zweitschlüssel verfügt) … ein liebenswerter Daydreamer, der ein Kind und leider auch (noch) eine Ex-Frau hat …beste Voraussetzungen also …und natürlich verstehen sich die Beiden erstmal gar nicht …Klassenunterschiede ( er, der einen einfachen Schulabschluss hat .. und sie, die Juristin, angestellt in einer großen Firma) … und auch in ihrem Lebensstil sind sie sehr unterschiedlich … Francois versteht es immer wieder, unbeabsichtigt ein *bisschen* in ihr Leben einzugreifen (füllt ihren Kühlschrank mit Biosachen …oder duscht sich, während ihrer vermeintlichen Abwesenheit) …
Naja, das Ende ist natürlich eine sich selbst erfüllende Prophezeiung …wie alle romantischen Komödien … wobei es sich bei diesem eindeutig Film um mehr handelt … eine Parabel auf das Leben …so wie es ist …und immer sein wird …deshalb heißt es ja ausschließlich Leben …
Was ich gehört habe ? Albert Hammond jr. …*Bright young thing* …
Ach ja … hier noch ein Clip aus dem Film … echt schwer, überhaupt was zu finden … gibt noch nicht mal einen Trailer auf youtube …
1. Die rechte oder linke (ich bin ein Mitte_Links_Schläfer) BettSeite ist nicht mehr “leer”, man kann ruhiger schlafen, und der Körper hat neben der eigenen noch eine andere WärmeQuelle …
2. Man kann (fast) alles durch 2 teilen
3. Die Selbstgespräche hören endlich auf
4. Man muss sich nicht ständig selbst lieben
5. Man hat ein “reflektierendes”, eingreifendes und korrigierendes Wesen
5 Gründe lieber allein zu leben…
1. Man kann sein Ego voll ausleben
2. Man kann scheiße drauf sein, ohne dem Anderen auf die Nerven zu gehen
3. Das Fernsehprogramm, deine DVDs, deine Musik, deine Bücher … auch *kulturell* darf man ein EgoSchwein sein
4. Die Zeit ist frei …
5. Man kann den Joghurtlöffel auch von unten ablecken, ohne dass man böse So_was_tut_man_nicht_Blicke erntet
5 Gründe, warum du 1. oder 2. nicht auf die Reihe kriegst …
1. “Alle Frauen, die mich interessieren, interessieren sich nicht für mich” …naja, “Irène (2002)”_Spruch, etwas abgeändert ….und übertrieben ,aber irgendwie trifft er doch zu …
2. Ich bin äußerst schüchtern
3. Ich bin ein extrem schwieriger Typ
4. Ich rede manchmal zu viel …und dann wiederum zu wenig … finde nie das richtige Maß …
5. Chaos bestimmt mein Leben …
Was ich gehört habe ? Rage against the Machine … *Bulls on Parade*
Wer bin ich eigentlich ? Was macht mich zu dem, der ich jetzt bin ? Bin ich fremdbestimmt, genetisch vorbelastet ….? Wie viel ich bin ich ? Das wahre, unverfälschte ich ? Spiele ich immer nur eine vorbestimmte Rolle … Produkt meiner Vergangenheit, der Kindheit …lasse ich mich ver_leiten ?
Fragen, die ich mir immer mal wieder stelle und ich danach immer verwirrter als vorher bin …weil ich einfach keine abschließende Antwort finde.
Ja, sicher, ich bin die Summe dessen, was in mich hineinerzogen wurde …was ich kopiert und imitiert habe …. abgeschaut von meinen Eltern, die ich doch nur am Rand kennengelernt habe.
Um besser und überhaupt verstehen zu können, warum ich der sein könnte, der ich letztlich bin ….hier eine (unvollständige) Aufzählung der “elterlichen” Qualitäten …
garantiert bin ich dabei ungerecht und auch ( vielleicht falsch) *urteilend* …. aber ich repräsentiere alle bei meinen Eltern wahrgenommen Eigenschaften selbst am allerbesten …
Schüchtern legst
du dich
neben mich
wärmend
deine Hand
dein Mund
alles
was du hast
es sind mehr als diese Worte
mehr als die Tage
und Nächte
die wir verbringen
und die wir an die
Liebe
erschöpfend
uns
jeder für sich
und auf seine Weise
verlieren
und
der Morgen
dessen Licht
unsere Körper
niemals erreichen wird
weil
wir
die Nacht
in uns tragen
und uns
die Planeten
endlich
nah
und sichtbar geworden sind.
Vielleicht erstmal die gute Nachricht vorweg: Bond ist nicht ”Herr der Ringe” … also keine Trilogie des Fantastischen … Bond ist immer noch (unglaubwürdig) sterblich. Und ich denke, dass nach *Casino Royale* nun auch *Quantum of Solace” bewiesen hat, dass wir in einer neuen Post_Connery_Moore_und_wie_sie_alle_noch_mal_heißen…Ära angekommen sind. Und dass der nächste Bond anders werden wird. Vespers Tod ist endgültig gerächt und nun muss der Craig_Bond zeigen, was er außer Leid und Trauer noch so drauf hat.
Ok, nun der Reihe nach. Ich war gestern also im Kino. Frühe Abend_Vorstellung. Große Leinwand, und so dachte ich, große Gefühle. Falsch gedacht, oder zumindest den Fehler gemacht, aufgrund des ersten Craig_Films Erwartungen zu hegen.
Im *CR* war Bond sehr emotional, hat Schwächen gezeigt (musste sogar weinen) und im “Quantum” ist alles auf Action und schnelle Schnitte reduziert. Irgendwie alles ruhelos und wirr. Und Craig sieht sehr gestresst und fertig aus (aber vielleicht war das ja auch die Intention …sozusagen (unserer) Zeit gerecht… das Karussell, das wir nicht mehr anhalten können …). Die komplette Story zu schildern wäre an dieser Stelle zu langweilig, außerdem kann dass ja mittlerweile selber jeder bei wiki & Co. nachlesen.
Interessanter wäre es, den Film mal von dem Aspekt der *L* zu betrachten, also das allumfassende Thema dieses Blogs. Und da muss ich sagen, wurde ich schwer enttäuscht. Casino hat Bonds Schwachstelle(n) aufgezeigt. Wer liebt, der leidet. Er hat gekämpft, erst sich der Frau (Vesper) sehr distanziert gezeigt …dann aber immer mehr angenähert… seinen Schutzpanzer abgestreift … er hat würdevoll geliebt …und kurz vor Schluss sogar bereit, seine Agententätigkeit für diese Frau zu opfern …naja, den “Rest” kennt Ihr ja (oder könnt es nachlesen) …
Und nun, in “Quantum” ist Bond sehr steif, nur beim Töten emotional und gnadenlos. Er zeigt ansonsten wenig Gefühle, es gibt auch keine Liebesszene zwischen Camille (seiner “Kampf_Gefährtin”) und ihm … es ist alles auf Action reduziert …
Klar, Bond_Filme toppen sich ja mittlerweile selbst … was Produktionskosten, Einspielergebisse betrifft … aber etwas bleibt dabei auf der Strecke…
Auch der Schurke “Mr. Greene” ist ja wohl der farbloseste und lächerlichste Gegenspieler, den Bond je hatte. Eine nicht ernstzunehmende Witzfigur… keine wirkliche Bedrohung …
Hmm, und während des Films musste ich auf einmal an einen anderen “ActionStar” denken … Bruce Willis … in Die Hard … und Die Harder …auch er hat mich in seinem letzten John McClane_Abenteuer enttäuscht …hatte einfach nicht mehr den Biss von “damals” … aber egal … Helden sterben immer etwas langsamer ….und “anders” …
Neben Internet, Schwimmen, DVD, Musik (hören) und sonstiger täglicher Bedürfnisbefriedigung …( ja, ich weiß, auch da gibt es eine (in)offiziell anerkannte “Liste” sogenannter GrundBedürfnisse … Schlafen, Atmen, Essen etc.)) ist “Lesen” momentan ein unglaublich wichtiger Faktor des “Über”Lebens geworden. Bis vor ein paar Monaten war ich nur ein unkonzentrierter Illustrierten_Blätterer …oder ich las ein, zwei Seiten in einem Buch, und legte es dann unbefriedigt zur Seite (oder noch schlimmer, ich schlief darüber ein >capital sin>) …nichts fesselte mich wirklich … aber wie gesagt, das ist nun Vergangenheit …ich bin wieder ein Lesender … neu geboren … wiedererweckt …oder wie immer man das nennen sollte …
Das einzige, was mich nun in den Wahnsinn treibt, ist der (ständig wachsende) Berg an (noch) nicht gelesener Lektüre .. ich müsste 200 Jahre alt werden (mindestens 10 VerjüngungsPillen (zumindest VitaminPillen) schlucken und mich stündlich am ganzen Körper mit AntifaltenCreme einschmieren; meine Schwimmbadbesuche ausdehnen, länger (schönheits)schlafen …um annähernd in den Genuss unendlichen Lebens (und Lesens) zu kommen …)
Hier eine (unvollständige) Liste der Bücher, die ich noch vor meinem Tod genießen möchte:
1. Francine Prose “ Unterwegs in die Hölle”
2. Michael Holroyd “Carrington”
3. Jean-Paul Sartre “ Die Suche nach dem Absoluten”
4. Nick Hornby “ A long way down”
5. Iris Murdoch “Der schwarze Prinz”
6. Massimo Piattelli-Palmarini “ Die Illusion zu wissen” Was hinter unseren Irrtümern steckt
7. A.L. Kennedy “Also bin ich froh”
8. Thomas Pynchon “ Die Versteigerung von No. 49”
9. John Updike “Selbstbewußtsein”
10. William Goldman “Die Brautprinzessin”
11. Aljean Harmetz “Verhaften Sie die üblichen Verdächtigen” Wie Casablanca gemacht wurde”
12. David Lynch “Talking”
13. Julie Burchill “Verdammt ich hatte recht !”
14. Michail Bulgakow “Der Meister und Margarita”
Und das Allerschlimmste, ich könnte ständig so weitermachen … eine Liste nach der anderen anfertigen … aber allein der Gedanke, für diese 14 Bücher mindestens ein halbes Jahr LeseZeit einplanen zu müssen ( ich lese seeeehr langsam), bringt mich um …kann mir nicht jemand helfen, und mir einen Teil der Last LUST abnehmen ?
Was ich gehört habe ? Metallica “ Garage” …beide CD´s hintereinander … jetzt bin ich taub …
Eine lange, einspurige Straße, die im Nichts enden wird …. mit vollem Bewusstsein steuere ich einem entfernten Punkt entgegen … gerate ins Straucheln, gehe aber schnell weiter … irgendwann beginne ich zu rennen… ..ohne abzubremsen …weil mit voller Wucht gegen diese unsichtbare Wand rasen will … blutend am Boden liegen … ich hab es mir einfach nicht anders verdient …
das Bild kippt
gestarrt vergewaltigt
mit Augen
übergossen
in ätzender Schwermut
und jetzt
der Rahmen reißt
geleimt verspalten
mit Händen
abgehackt
nun Blut übermalt
endlich
dieser launenhafte Atem
tonnenlastig freigesetzt
das Gleichgewicht der Atome
kernhaarig außer Kraft wirkt
dann
ist es Schicksal
leere Fügung
Ironie des Irrglaubens
wenn in Zukunft
der Naturgesetze
der Kunst
misstrauend
sich Alle abwenden
nur
die Germanisten bleiben
starrhalsig
reiben sich noch ihre Münder
wundgeleckt und ohne
zu hinterfragen
ketten sie sich an Illusionen
wollen hinter allem
Symbolgewalt erkennen
und sammeln
ewig dazu auserkoren
die Trümmer
ihrer selbstzerstörten
Gewissenlosigkeit ein.
Hmm, wieder nur ein Gedicht …und hat diesmal noch nicht mal was „L“ zu tun … sorry, momentan bin ich etwas zu sturmgeplagt … schnee_gepeitscht … und lieb(es)los …
Heute mal das Beste zum Schluss, mein täglicher BlogEintrag … nicht vergessen, sondern nur etwas verspätet …und diesmal ein Zitat, das ich aus den Untiefen des I-Netzes gefischt habe, das mir schicksalsgleich geschenkt wurde. Vielleicht ein Zeichen von irgendwo …auf alle Fälle, etwas, was mich tief berührt, ja geradezu erschüttert hat. Manchmal sind es Andere, die die gleichen Gedanken und Gefühle wie man selbst hat, aber weitaus bessere und treffendere Worte wählen.
Eine davon ist ab heute Otti Pfeiffer, ein deutsche Lyrikerin und Kinder- und Jugendbuchautorin, von der ich leider bisher weder was gelesen, noch gehört habe (was ich natürlich ändern werde). Sie spricht das aus, was ich schon seit langem
verzweifelt in mir trage.
Zitat:
“Ich träume davon, dass jemand mich annähme, einfach so wie ich bin, mit meinen ungereimten Wünschen, unfertigem Charakter und alten Ängsten.
Ich träume davon, dass jemand mich gelten lässt, ohne mich zu erziehen, mit mir übereinstimmt, ohne sich anzustrengen.
Ich träume davon, dass ich mich nicht verteidigen muss, nicht erklären und kämpfen muss, dass einer mich liebt.”
End of quote. No comment.
Was ich gehört habe ? Inni Mer Syngur Vitleysingur … Sigur Ros
Heute bin ich wieder mehr als spät dran. Tut mir echt leid, ich hab mich unendlich verzettelt. Hab an einer Short Story gearbeitet … und das hat gedauert … Stunde um Stunde, und dabei hab ich alles andere um mich herum vergessen … Zeit, Raum und auch Blog …
Aber damit Ihr seht, dass ich wirklich „gearbeitet“ habe, hier das Resultat :
QUIDQUID AGIS [ ...]
Reduktion, dachte er, darauf läuft alles hinaus, und das Fehlen jeglicher Phrasierung.
Diesen Gedanken hatte er heute schon ein paar Mal gehabt. Irgendwie war er zu seinem eigenen Klischee verkommen.
Er stand am geöffneten Balkonfenster und trank. Er hatte mit Gin angefangen, inzwischen war er zu Whiskey übergewechselt. Aber geschmacklich konnte er keinen großen Unterschied feststellen. Er wollte nur einen Zustand völliger Lähmung erreichen. Scheiß auf diesen grandiosen Ausblick, dachte er. Er starrte auf die Lichter, auf die Dächer der Stadt und wurde ständig durch diesen trächtigen Vollmond abgelenkt. Und scheiß auch auf dieses Hotel. Auf diese mit Antiquitäten überladene Deluxe Suite. Er wusste ja noch nicht mal, ob es das Imperial war. Und wer über-zeugte ihn davon, dass er tatsächlich in Wien war. Vielleicht wollte er ja lediglich, dass es Wien war. Er liebte den allgegenwärtigen Todesgeruch in den Gassen dieser Stadt. Gestern war es London. Letzte Woche Frankfurt oder Hamburg. Ja, verdammt, scheiß auf seine widerstandslose Gleichgültigkeit. Scheiß auf dieses Management, das sein Leben organisierte, ihn zu durch nichts unterscheidbare, letztlich todlangweilige Kulturmetropolen schickte. Scheiß auf die verdammte Komplexität des Daseins.
An seinem 12.Geburtstag sagte seine Mutter, die Musik wird dich garantiert noch umbringen. Und lächelte dabei. Dasselbe Lächeln, mit dem sie ihm ein paar Monate später sagte, verreck in der Gosse. Wie dein Vater. Er grinste, nahm noch einen weiteren Schluck, und erinnerte sich an den Tag ihres Todes. Es hatte in der Nacht davor angefangen zu schneien. Der erste Schnee. 17. November 2005. Er hatte an diesem Abend wieder Balakirev´s Islamey gespielt. In Chicago. Er kann sich sogar an die Härte des Klavierstuhls erinnern, an den tosenden Applaus, der ihn schon damals immer mehr anekelte. Und an die Journalistin der New York Times, die ihm am Morgen unbedingt bis zum Aufnahmestudio folgen musste. Sie hatte diesen Blick, den alle Frauen bekommen, wenn sie länger als zwei Minuten in seiner Nähe waren.
Nach dem Konzert fuhr er an diesem besagten Novembertag ungewöhnlicherweise sofort ins Hotel zurück. Sein Management hatte ihm eine Nachricht hinterlassen. Er sollte dringend den Chefarzt des Krankenhauses, in dem seine Mutter lag, anrufen. Doch weder am selben, noch am nächsten Tag meldete er sich.
Sie hatte Krebs. Somit hatte sie sich also die banalste und schrecklichste Krankheit ausgesucht, dachte er, und trank weiter. Es beruhigte ihn, die Lähmung des Körpers setzte sich fort. Nur der Mond blendete ihn immer noch.
Er hatte sie nie besucht. Kurze Telefonate. Long Distance Calls aus dem Nirgendwo. Das musste reichen. Wo bist du gerade, wollte sie immer wissen. Genauso gut hätte sie sich nach dem Wetter erkundigen können. Er sah jedes Mal auf die Uhr. Ihre Stimme wurde mit der Zeit immer brüchiger, zum Schluss nicht mehr als ein Flüstern. Ohne Ausreden zu suchen, legte er dann einfach auf.
Er hatte sich unzählige Gossen geschaffen. Gossen, die nur er kontrollieren konnte.
In jeder Stadt eine andere Nutte. Er wollte nie ihre Namen wissen. Es hätte ihm vom Wesentlichsten abgehalten. Ich will mit dir ficken, weil ich mich spüren will, sagte er zu ihnen. Kein Vor- und auch kein Nachspiel. Er wollte es nur hinter sich bringen, mehr nicht. Das Gleichgewicht in seinem Kopf wieder herstellen. Um wieder schlafen zu können. Je mechanischer sie ihn befriedigen konnten, desto mehr Geld ließ er da. Meist suchte er sich ältere Huren aus. Aber trotz ihrer Erfahrung musste er ihnen, wenn sie ihren Orgasmus vortäuschen wollten, den Mund zuhalten. Reduktion, dachte er, ist eine Illusion.
Illusion ist was für Arschlöcher. Er war nicht betrunken. Nackt, aber auf gar keinen Fall betrunken. Er war noch nie so klarsichtig wie heute Nacht. Es ist letztlich das, was er immer schon gewusst hatte, eingetroffen. Sein ganzes Leben hat er auf diesen Moment der Verfehlung gewartet. Diese eine verdammte beschissene Note. Unvermeidbar. Eine falsche Bewegung. Sich in der Taste vergriffen, eine Millisekunde zu schnell gewesen. Er grinste. Ja, andere vergreifen sich im Ton, er in der Taste. Niemand im Saal wird es bemerkt haben. Sie sind nicht an der Musik, sondern auf das Ereignis als solches fixiert. Blindwütige Idioten. Es war seine Berühmtheit, der Abglanz seiner Virtuosität, die sie an ihm so schätzen. Und ständig hatte er anschließend ihren Stallgeruch in der Nase. Parfümierte Liebhaber der luxuriösen Perversion, die ihn mit ihrer Dummheit jedes Mal aufs Neue belästigten. Um seine Feindseligkeit spüren zu lassen, spielte er ihnen ab und zu ein modernes Stück vor, etwas was sie nicht an Schuhmann, Chopin oder Rachmaninov erinnern konnte. Etwas verstörendes, sinnentleert, atonal. Ligeti zum Bespiel. Natürlich klatschten sie auch da, nur setzte der Applaus dann ein paar Augenblicke später ein und war deutlich schwächer. Doch inzwischen gab ihm das auch keine innere Befriedigung mehr.
Er wandte sich vom Fenster ab, ging in die Mitte des Hotelzimmers. Setzte sich an den Tisch, und versuchte seine Finger zu bewegen. Der Alkohol hatte ganze Arbeit geleistet, dachte er. Das letzte Mal hatte er sich vor fast genau drei Jahren in diesen Zustand versetzt, am Todestag seiner Mutter. Er schenkte sich den letzten Schluck Whiskey ein, und wollte nach der Waffe greifen. Eine 9mm Halbautomatik, die er einer der Nutten abgekauft hatte. Er hatte ihr dafür einen unverschämt hohen Preis gezahlt, aber Geld spielt keine Rolle. Und es war eine, die es nahezu perfekt machte, sie stöhnte nicht, war emotionslos. ließ ihn in Ruhe. Was er aber am meisten schätzte, war, dass sie ihm keine Fragen stellte.
Als er seinen Arm ausstreckte, um an ie Pistole am Rand des Tisches zu kommen , verspürte er einen merkwürdigen Druck, etwas was an ihm zerrte, ein klammernder Griff. Er fiel daraufhin wie ein schwerer Stein zu Boden, lag nun reglos da. Es muss doch an diesem scheiß Whiskey liegen, dachte er. Dann musste er brechen. Ein Schwall bittersüßer Kotze ergoss sich auf den königsblauen Teppich. Er schwitzte leicht, hangelte sich an diesem massiven Tischbein hoch und es gelang ihm tatsächlich, diese Pistole an sich zu nehmen. Zitternd sank er wieder zu Boden. Er war glücklich, unendlich geschwächt, aber glücklich über dieses ungeplante Chaos, das er der Nachwelt nun hinterlassen würde. Er, als einer der weltbesten Pianisten, nackt, mit einer Kugel im Kopf, Blut und Erbrochenem, und überall ein paar leere und halbleere Gläser Whiskey und Gin. Denn er benutzte immer neue Gläser, nie dasselbe.
Besser hätte er seinen Abgang nicht inszenieren können. Ursprünglich wollte er einen wankelmütigen, jungen Priester einladen, ihm von begangenen und erfundenen Sünden erzählen. Und mitten in der Unterredung dann die Pistole in den Mund schieben und abdrücken. Aber das hier hatte mehr Stil. Er hoffte, dass er noch mal brechen musste, am liebsten hätte er das ganze Hotel vollgekotzt. Obwohl er wartete und ihm unsagbar schlecht war, kam nur dieser Klammergriff wieder, nun merklich schmerzhafter. Ein Stechen. Er stöhnte, lächelte, und nahm kurz entschlossen die Pistole.
Er setzte sie sich an die Schläfe, und …
P(ost) M(mortem):
Ein in Wien geborenes Zimmermädchen, Ramona K. (24) fand ihn am nächsten Morgen. Er lag wie eine Ikone in einer Lache aus Erbrochenen, die Beine komisch angewinkelt, die Augen starr zur Decke gerichtet, neben seinem Kopf eine Waffe. Merkwürdigerweise aber nirgendwo Blut.
Am übernächsten Tag kündigte Ramona , wird nun in einem Monat nach Graz ziehen, dort eine Stelle als Haushälterin annehmen. Bei einem sogenannten Großindustriellen.
Sie hat nie eine Klavierstück von diesem Toten gehört. Für sie war es nur einer der versnobten Reichen, die sich so eine Deluxe Suite leisten konnten. Sie selbst steht auf Eminem, Placebo und The Killers.
Auch wenn es nicht so aussieht (lol) … ich bin wieder mal extrem abgelenkt … schreibe unentwegt Gedichte … kommentiere Gedichte … verschicke mails …lese …höre Musik … und lebe trotzdem noch …
Ich verändere mich … oder etwas IN MIR verändert sich … es ist wie neugeboren zu werden … noch besser…
endlich ein Ziel vor Augen zu haben … etwas , wofür es sich zu sterben lohnt … ja, auch wenn ich momentan sehr glücklich bin … das END_Ziel werde ich bestimmt nicht aus den Augen verlieren …
auch wenn sich momentan täglich neue Türen öffnen, durch die ich nur hindurchgehen muss… die Schelle überschreiten …
Ich kann noch nicht genau sagen, was es ist .., und ob dieses was von Dauer sein wird …vielleicht ist es auch wiederum ganz gut … denn gerade das zermürbt mich ja auch immer wieder … diese irre … schwanzbeißerische Denken…diese GehirnVerknotungs(über)windungsMöglichkeiten … ich kann gewisse Situationen einfach nicht RICHTIG genießen … sehe trotz allem immer wieder Fallstricke …doppelte Böden…
wie auch immer ….
Ich bin ein hellsichtiger Blinder … mal sehen was, passiert, wenn es passiert … weil es passiert
jetzt werde ich wieder nur ins Bett gehen … den morgentlichen Teufels Tageskreislauf etwas gelassener entgegensehen … und mich auch die stillen Lücken … die hellen Flecken (am Abend) freuen
Was ich gehört habe ? Undefinierbaren ur geilen Sooooouuuullll ( kenn weder die Band, noch den Titel …erscheint nicht auf der Tracklist bei fm4 …)
Die Hälfte von 100 ist 50 … und so viele Aufrufe hatte ich heute … Wahnsinn …weit über dem Durchschnitt, sollte mir das jetzt zu denken geben … so als Ansporn gedacht … und wer sind meine Leser … was wollen sie … was erwarten sie … Sex and Crime … mehr Persönliches … Alice & Co…. mehr über das, was ich ich mache … oder nicht mache … in dieser großen dunklen Stadt called Nürnberg …
Nürnberg und Weihnachten ist die Hölle …GlühweinExzess ….LebkuchenTod …alles und nichts …in zwei Tagen geht es los … eine Touristenflut ohne Ende …. 4 Wochen nonstop …Christkind_Public_Viewing auf dem Hauptmarkt … aber ich werde definitiv nicht dabei sein … Weihnachten als solches interessiert mich nicht … GeschenkeTerror …schenken, weil man beschenkt wird … größer, geiler, bunter, höher, weiter …
Ich werde mich ausklinken, zurückziehen …TV, DVD, schreiben, lesen ….am 1. Weihnachtstag haben alle Schwimmbäder hier zu … der Horror ….aber auch das werd ich überleben … über ein Jahr ohne Alice und einem kann nichts mehr schocken …
Zur Zeit lese und schreibe ich so viel wie noch nie … vernachlässige dadurch sehr viel … wichtige und unwichtige Dinge des Lebens …aber es ist gut so, wie es ist … irgendwie gibt mir das Schreiben die so lang vermisste Struktur … ich fühle mich gefestigter … und lerne mich jeden Tag neu kennen…
Und es fließt irgendwie alles aus mir heraus … kein angestrengtes, verzögertes Tröpfeln … nein, ein echter, konstanter Schreib_fluss …ich könnte ohne Ende jetzt so weitermachen …aber irgendwann kommt dann bestimmt doch nur noch eitles nichtssagendes Geschwätz raus …
Morgen werd ich vermutlich ein Gedicht oder einen Prosatext posten …mal sehen ….irgendwas, damit ihr sehen könnt, was ich gerade so mache …
Heute bin ich krank … Grippe … konnte also nicht schreiben, so wie ich es vorhatte … aber trotzdem etwas Geschriebenes von mir … eine Short Story, oder wie immer man das nennen will ….
Nur im Stehen; 4,9 % vol
Das, was noch in seinem Kopf ist, rutscht in für ihn unbekannte Tiefen, und er lässt sich einfach nur fallen. Auf diesen Holzstuhl. Eigentlich schon fast ein Dreifuß, weil das linke vordere Stuhlbein immer wieder mal gefährlich wackelt. Jedenfalls muss er jetzt was trinken, wie immer. Was Alkoholisches, was ja im Grunde genommen, für IHN jedenfalls, unmöglich ist, weil Trinken UND Sitzen geht gar nicht, weil da nichts fließt. Es stockt. ER wäre gestockt oder gestaut. Weil er sitzt ja aufrecht und nicht quer.
Der Alkohol schafft es in dieser Position bestenfalls bis zum Bauchnabel, bis zur Gürtellinie und dann staut es sich. So dass er innerhalb kürzester Zeit wie ein aufgeblähter Frosch dasitzen würde. Und dass wo er Vegetarier ist. Er kann Tiere nicht ausstehen. Er würde sich also in einen Frosch verwandeln, oder zumindest die Formen eines aufgeblähtes, froschähnliches Wesen annehmen, und deshalb geht Trinken bei ihm NUR IM STEHEN.
Der Holzstuhl befindet sich in direkter Nähe seines Schreibtisches, was auch notwendig und logisch ist, weil er ja schreibt. Er ist auf alle Fälle jemand, der ohne zu zittern einen Stift halten kann. Wenn er nicht gerade trinkt, was eigentlich Grundlage seines Schreibens ist. Ohne Alkohol keine Worte, und ohne Worte keinen Erfolg. Ohne Erfolg kein Geld und ohne Geld kein Alkohol. Er hat nur noch drei Flaschen Bier im Kühlschrank.
Früher waren es mindestens zwei Flaschen Wodka, und jetzt, drei Flaschen Bier, ein halbvergammelter Salatkopf und eine Wollmütze. Rein mathematisch gesehen hatte er früher einfach mehr Erfolg.
Die kühlschrankgekühlte Wollmütze dient der ENTHITZUNG des Kopfes. Er ist ein sehr extremer Typ. Entweder ist sein Kopf zu leer oder zu heiß. Für beide Fälle muss also stets Vorsorge getroffen werden. Nur drei Bier war keine Vorsorge mehr, sondern Notstand. Er müsste dringend Abhilfe schaffen. Abhilfe in Form von Worten, also Schreiben, also Alkohol, also erstmal. Und dieses erstmal wäre mit dem Öffnen der Kühlschranktür verbunden. Weil der Kühlschrank aber nicht in seinem Arbeitszimmer, sondern zweckmäßigerweise in der Küche steht, müsste er sich ERSTMAL in Bewegung setzen. Aber dieses in Bewegung setzen würde ein Aufstehen zur Folge haben, also ein sich vom Schreibtisch wegbewegen, WEGGEHENMÜSSEN. Und das würde er aufgrund seiner immer stärker werdenden Kopfleere nicht schaffen. UNTER GAR KEINEN UMSTÄNDEN.
Normalerweise holt er sich ERST Alkohol, und DANN geht er zum Schreibtisch, quasi das “Gesetz der Macht der Gewohnheit“ . Nur heute nicht. Weil er sich im Bad beim Rasieren geschnitten hat, weil er über ein Wort nachgedacht hat, das ihm dann nicht mehr aus dem Kopf ging, und er dann die sowieso schon stumpfe Klinge etwas zu tief ansetzte. Er kann kein Blut sehen, also etwas schon, aber NICHT DIESE MENGE an Blut, ja, fast schon eine Fontäne, etwas geradezu Obszönes. Er griff sich ein Handtuch, irgendeins, und merkte auf einmal diesen Schwindel, alles drehte sich. Er hatte daraufhin nur noch einen Gedanken, sich UNVERZÜGLICH zu setzen. Ja, erstmal setzen, diesen Schwindel, der jetzt ja zu dieser Kopfleere geführt hat, in den Griff zu kriegen. Das Bad führt direkt zum Arbeitszimmer, zum Schreibtischstuhl, also nichts lag UNMITTELBAR näher.
Das Wort war inzwischen verschwunden, nicht mehr in seinem Kopf, irgendwo zwischen seinen Beinen gelandet. Und er schaut an sich herunter. Aber das einzige, was er dort findet, ist das Handtuch mit den Blutspuren.
Und er hat trotz dieser Kopfleere nur eines im Sinn: BIER. Kühlschrank und Bier. Sofort und gleich. Und das alles OHNE aufstehen und WEGGEHEN zu müssen. Als erstes wirft er dieses Bluthandtuch zu Boden und während er diese für ihn als Schreibender, untypische Bewegung ausführt, erschließt sich auch schon die Lösung des Problems. Es ist ein Gedankenblitz in seinem ansonsten wort- und alkohollosen Gehirn:
Er würde sich einfach AUF DEM STUHL mit Hilfe des HANDTUCHS in die Küche bewegen Und schon sieht er eine direkte HANDTUCHSTUHLVERBINDUNGSLINIE vor sich.
Es ist eine kleine artistische Herausforderung, er muss sich und somit den Stuhl leicht kippen, um dann jeweils die einzelnen Stuhlbeine auf das Handtuch platzieren zu können. Glücklicherweise hat er sich in seiner schon im Bad abzeichnenden Kopfleere das größte Handtuch geschnappt. Das nächste ist, sich nun auf diesem Handtuch mit dem Stuhl unter zu Hilfenahme seiner Füße zum Ziel zu schieben. Es sind ungefähr 20 Meter, die er so zurücklegen muss.
Er schafft es tatsächlich, auch die Fußleisten zur Küche sind kein großes Hindernis für ihn, er gleitet und ruckelt praktisch dahin, wie ein melancholischer Eishockeyspieler auf brüchiger, ebener Fläche.
Und endlich. Das Bier rauscht friesisch herb seine Kehle runter. Becks. Von der Quelle bis zur Mündung. In SEINE MÜNDUNG. 4,9 % vol.. 0.5 l. IM STEHEN, oder Halbstehen, am Kühlschrank abstützend, weil er geschwächt ist von dieser ganzen Sache, diesem Herumgerutscheundgeschiebe auf dem Parkett. Aber er fühlt sich augenblicklich besser.
Das Bier ist praktisch mit einem Zug ausgetrunken und sein Kopfgefühl, sein Gedankenfluss wieder einigermaßen hergestellt. Nur seine Stirn fühlt sich nun plötzlich heiß an, und er ahnt schon, dass er die kühlschrankgekühlte Wollmütze brauchen würde. Was eigentlich besorgniserregend ist, weil sein Körper nicht so schnell zwei unterschiedliche BEDÜRFNISSE haben konnte, zum einen Alkoholdurst und fast gleichzeitig die Enthitzung seines Kopfes. Es wäre praktisch das erste Mal. Aber wenn es so sein sollte, bei der Gelegenheit könnte er ja gleich das nächste Bier herausholen, nicht dass er es nötig hätte, aber es ist ja quasi ein- und derselbe Handgriff.
Er öffnet den Kühlschrank, nimmt sich das Bier und die 3 oder 4 Grad kühle weiß karierte Mütze. Alles ist heute so anstrengend, denkt er, macht erst das Becks auf, trinkt, und zieht sich die Mütze an. Bier trinken und GLEICHZEITIG die Wollmütze, denkt er, ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig, während ihm plötzlich, wie mit einem Schlag wieder das Wort einfällt, das er unter dem Rasiermesser verloren hatte. HOCHWERTIG, ja genau, das war das Wort. Ein Textbaustein nur, aber dieses eine Wort würde ihm heute ermöglichen, weiterzuschreiben. HOCHWERTIG also. Im selben Moment, unbedacht und unvermittelt, in seinem Fall aber durchaus berechtigt,lässt er sich wieder auf den Stuhl fallen.
Der Stuhl ist innerhalb von Sekunden nur noch ein Dreifuß, das linke vordere Stuhlbein, sowie auch er, in einer glitschigen
Alkoholpfütze, um ihn herum grüne Bierglassplitter, die Wollmütze verrutscht und das Wort, das ihm das Leben zumindest für heute gerettet hätte, ist WEG, VERGRIFFEN UND AUSRADIERT.
Wie soll er weiterschreiben, denkt er und starrt, kopfleerer als je zuvor, auf den Inhalt des weit geöffneten Kühlschranks, also auf den halbvergammelten Salatkopf und die nun UNWIDERRUFLICH letzte Flasche Becks.
(Was ich gehört habe ? Bob Dylan … Mr. Tambourine Man
So wie´s aussieht hat´s mich diesmal wirklich erwischt …total und endgültig flachgelegt… Grippe, Husten, Schnupfen, Kopfschmerz whatever, das VOLLE PROGRAMM auf alle Fälle … ich bin kein Arzt, aber meine persönliche Diagnose sagt mir, dass ich krank bin. Zumindest so krank, dass ich nicht schwimmen gehen kann … die paar Schritte, die ich gehe, lassen sich an einer Hand abzählen …zum PC(mails schreiben, surfen, online-radio hören) in die Küche (hauptsächlich um Tee zu kochen/trinken; bevorzugt Fenchel und Pfefferminz, without sugar), ins Bad (naja Tee wird ja nicht nur “ausgeschwitzt” …) und dann ins Bett …
Essen, lesen, (viel) schlafen ( komm mir langsam wie ein dornengebettetes Dornröschen vor) und DVD (heute morgen “Unglaublich” mit Audrey Tautou gesehen; unglaublich konfus und enttäuschend) glotzen, bis mir die Augen tränen ..
Keine Ahnung, wie ich mich anhöre, also wenn ich sprechen würde …Selbstgespräche führe ich ja (noch) nicht …(wahrscheinlich kratzig, hüstelnd und asthmatisch )..
Was ich gehört habe ? “I´m Outta Time” … Oasis
Was ich heute noch (unbedingt) lesen werde:
Julie Burchill “Verdammt- ich hatte recht ! Eine Autobiographie” (und weitaus mehr als das … eine Weltbiographie … die Abgrunde “menschlichen” Lebens allumfassend beschreibend); Volltext ( DIE Literaturzeitung !!!); (vielleicht) John Updike (“Vermischtes”, Essays); und(oder auch) “Bambi vs Godzilla” von David Mamet (Über Hollywood und Drehbuchschreiben; David Mamet ( naja, er führt auch immer mal wieder selbst Regie, immer sehr nah an der Wahrheit ..)
Was ich essen werde:
viel Obst, wenig Fleisch …
Was ich mir (vielleicht) anschauen werde:
7 Virgines ; Hi-Lo Country (Stephen Frears Film, schon etwas älter) oder “Mein Date with Drew” (D. Barrymore) …oder “D.O.A.” ( FrauenPowerActionFilm) …
Heute geht nichts mehr … denkt Euch bitte einfach den Superlativ von „krank“ …dann wisst Ihr warum …sorry
Aber bevor ich wieder verschwinde, lass ich Euch einen Song da, von einer *austrian band named Naked Lunch* … war sogar seltsamerweise mal auf eines ihrer Deutschlandkonzerte …
Zuerst die gute Nachricht … mir geht es etwas besser … und jetzt die daraus eigentlich (schlussfolgernde) … ich befinde mich in der Rekonvaleszenzphase ( ein schön langes und eigentlich unnötiges Wort) … d.h. ich bin noch nicht so fit, dass ich meine Gedanken in einer bloggemäßen Sprache ordnen kann ( ähm, konnte ich das JEMALS ?!) …zumindest besteht die vage Hoffnung, dass ich in zwei oder drei Tagen wieder mein Schwimmprogramm aufnehmen kann …komisch, dass ich mich sooo schnell ans Nichtschwimmen gewöhnen konnte … ja, es hat zwar etwas gejuckt unter den Fingern (Schwimmhäuten), und meine Kiemen waren etwas in Mitleidenschaft gezogen … aber heute war nur noch so eine Art Phantomschmerz zu spüren…
Liegt wahrscheinlich daran, dass ich momentan viel lese ( Nick Hornby : Long way down), Julie Burchill´s Biographie ….relativ viel DVD schaue ..für den letzten Film schäm ich mich sogar ein bisschen …D.O.A. (eine Bernd Eichinger / Constantin – Produktion) ein GirlieActionKungFuFight_Movie …keine Ahnung, was das eigentlich war, was ich mir da angeschaut hab … aber auf meiner Netzhaut flackert es immer noch so komisch …stahlharte Frauen, die im Anflug auf mich zurasen und mir die Kopfhaut rasieren wollen mit ihren Spielzeugdegen …
Naja, und dann habe ich einen etwas verwirrenden, aber trotz allem (von der Bildästhetik und den Schauspielerensemble) sehenswerten, französischen Film ( SCIENCE OF SLEEP/ Anleitung zum Träumen) angeschaut. Den Inhalt muss ich denke ich nicht wiedergeben, kann ja jeder selbst auf wiki nachlesen, oder auch googeln. Der Film war mit 2 meiner liebsten Schauspieler: Charlotte Gainsbourg und Gael Garica Bernal ( sehr sexy !). Der Film hat eine reale und eine “geträumte” Ebene …schwer das so in einfachen Worten wiederzugeben, vor allem weil während des Films immer komplexere und surrealere Momente auftauchen (auch weil immer mal wieder französisch und spanisch gesprochen wird; ist aber (zumindest auf der DVD untertitelt) , die einem als Zuschauer dann an der eigenen Wahrnehmung zweifeln lassen. Und es ist ein Film über die Liebe, so wie ich sie mag … ohne Kitsch und dennoch sehr romantisch …
Ein Zitat aus dem Film, klar, das könnt Ihr natürlich haben (anschauen müsst Ihr ihn denn aber unbedingt selbst; Pflichtprogramm !)
Der Hauptdarsteller ( Garcia Bernal) steht in einer Art künstlichem TV-Labor (ein anderes Wort fällt mir jetzt dazu nicht ein) und unterhält sich (sehr geiler, spanischer Akzent !) mit einem imaginären Publikum; dabei mixt er verschiedene, nicht gerade kulinarische (also essbare) Zutaten in einem großen Topf zusammen:
“ Hallo… und willkommen zu einer weiteren Folge von Television Educative. Heute zeig´ ich Ihnen, wie man Träume zubereitet. Viele von Ihnen denken, das ist ein einfacher Vorgang, aber die Wirklichkeit sieht komplizierter aus. Wie Sie sehen, liegt das Erfolgsgeheimnis in der sorgfältigen Mischung verschiedenster Zutaten: Zuerst geben wir ein paar beliebige Gedanken hinein. Und dann fügen wir wenig Nachklang vom Tag hinzu, vermischt mit ein paar Erinnerungen an die Vergangenheit. Das reicht für zwei. Liebe … Freundschaften … Partnerschaften… und all die anderen- “Schaften”. Dazu kommen ein paar Lieder vom Tage, Dinge die Sie gesehen haben und ein paar Spritzer… Persönliches… Okay… ich glaub´ das wird einer. Da kommt er schon…ja. Okay… jetzt muss es schnell gehen…”
Tja, so schnell also ist so ein Traum zubereitet, man braucht nur die richtigen Zutaten.
Zum Schluss noch der entsprechende Trailer zu dem Film, sozusagen als Aperitif
( “Augen- statt Magenöffner” ):
Tja, was soll ich sagen, meine Rekonvaleszenzphase dauert an … bin mit allen Medikamenten eingedeckt …Nasenspray, Aspirin, Lutschtabletten …Tees und heiße Zitrone_packs … kann sich nur noch um ein oder zwei Tage handeln, bis ich wieder vollkommen gesundet bin …
Vielleicht hilft ja der Gedanke an zukünftiger (oder gewesener) “L” weiter …
Und was wäre da besser geeignet als ein Gedicht von Pablo Neruda, dem großen chilenischen Weltdichter …
( ein Poem aus “Die Verse des Kapitäns”)
DEIN LACHEN
Nimm mir das Brot weg, wenn du
es willst, nimm mir die Luft weg,
aber lass mir dein Lachen.
Lass mir die Rosenblüte,
den Spritzstrahl, den du versprühst,
dieses Wasser, das plötzlich
aufschießt in deine Freude,
die jähe Pflanzenwoge,
in der du selbst zur Welt kommst.
Mein Kampf ist hart, und manchmal
komme ich heim mit müden
Augen, weil ich die Welt
gesehn, die sich nicht ändert,
doch kaum trete ich ein,
steigt dein Lachen zum Himmel,
sucht nach mir und erschließt mir
alle Türen des Lebens.
Meine Liebe, auch in der
dunkelsten Stunde lass dein
Lachen aufsprühn, und siehst du
plötzlich mein Blut als Pfütze
auf den Steinen der Straße,
so lache, denn dein Lachen
wird meinen Händen wie ein
frisch erglänzendes Schwert sein.
Und am herbstlichen Meer
soll deines Lachens Sturzflut
gischtend himmelwärts steigen,
und im Frühling, du Liebe,
wünsche ich mir dein Lachen
als Blüte, lang erwartet,
blaue Blume, die Rose
meines klingenden Landes.
Lache über die Nacht,
über den Tag, den Mond,
lache über den krummen
Gassen unserer Insel,
lache über den Burschen,
den Tollpatsch, der dich liebt,
aber wenn ich die Augen
öffne, wenn ich sie schließe,
wenn meine Schritte fortgehn,
wenn sie dann wiederkommen,
nimm mir das Brot, die Luft,
nimm mir das Licht, den Frühling,
aber niemals dein Lachen,
denn sonst würde ich sterben.
Was ich gehört habe? Tell The World … Vivian Girls
Heute reicht es leider wieder nur für ein Gedicht, das ich vor kurzem verfasst habe. Ich fühle mich immer noch geschwächt, und am liebsten würde ich jetzt gleich ins Bett gehen, schlafen, schlafen … und nicht an morgen denken …möglich, dass noch ein Rest „Krankheit“ in mir steckt …
Bevor ich noch mehr ins Lamentieren gerate, hier das Gedicht:
L.
schon verspricht
dein Tag, was
meine Nacht
nicht halten kann, bringt
Vertrauen
das uns langsam erblinden
lässt, durch spröde Zeit,
der wir uns nun
tastend entfernen
Kreuze
begraben durch die
Schwere unserer Worte,
schenken uns keinen Glauben
mehr, führen zu neuen
Schluchten
die sich bis zum
Delta unserer Lieder ausdehnen,
erstickende Weite
widerhallend
endlose
Stille
bezeugt jetzt
das Ausmaß unserer Liebe.
(Was ich gehört habe ? Diesmal (ausnahmsweise) nichts
Noch 20 Tage bis Weihnachten, 27 bis Sylvester und 28 bis zum Jahr 2009. Und ich habe weder Geschenke noch Vorsätze gefasst.
Nun ja, dass mit den Geschenken ergibt sich bei mir meist in allerletzter Sekunde. Ich bin ein typischer Kurz_Vor_Ladenschluss_Käufer … am 24.12 ….zwischen 9.00 und 12.00 Uhr …vorher mache ich mir keine großen Gedanken darüber, wen oder was ich schenke. Obwohl ich mir jedes Mal wieder vornehme, dass es diesmal anders laufen muss. Tut es aber natürlich nicht. Kann sein, dass ich diesen Nervenkitzel brauch, oder dieses schmerzhafte Gefühl, diesen leichten Fieberschub, diese potentielle Hoffnungslosigkeit, die damit einhergeht. Aber bisher hat es immer wieder geklappt, spät aber nicht zu spät. Just in Time. Und in diesem Jahr werde ich Alice wieder nichts schenken. Komisch, wir hatten uns in den letzten Jahren immer geschworen, uns zumindest gegenseitig keine Geschenke zu überreichen, aber dieses “Versprechen” immer wieder gebrochen. Aber was schenkt man einer *Ex*, also wenn es Aus ist, und ist Schenken nicht etwas sehr (zu) Persönliches, ein Zeichen, das man diese Person (immer) noch mag ? Ich hasse sie nicht und sie mich auch nicht. Es hat sich zwischen uns eine etwas merkwürdige *nacheheliche* Beziehung entwickelt. In gewisser Weise vielleicht sogar besser und beständiger als unsere in Scherben liegende Ehe, keine Ahnung. Es wird das 2. Weihnachtsfest sein, das ich mit ihr und den Kindern verbringen werde. Im letzten Jahr saß ich nur einfach da, war gedanklich weit weg, dachte an vergangene Weihnachten, als alles noch anders war. Und komischerweise gab es bei uns während dieser Weihnachtszeit nie Streit. Vielleicht sogar die harmonischte (klar, no possible superlativ) Zeit im Jahr. Und ich hab Angst wieder in dieses Loch zu fallen, in das Dunkel zurückzugehen, wieder die an die Vergangenheit denken zu müssen. Naja, mal sehen, was wird. Diesmal muss Alice auch arbeiten, zwar nicht am 24., aber danach. Und dann werde ich wieder bei den Kindern sein.
Ok, bis dahin sind es dann doch noch 20 Tage. Irgendwie macht mich das jetzt schon wehmütig …
Was ich gehört habe ? Joss Stone …Introducing Joss Stone
Wieder krank … daher reicht´s leider wieder nur für einen Clip … aber der hat´s in sich … von einer der größten französischen Rapperinnen …. DIAMS — Ma France A Moi ….
Mhm, nur noch 10 Tage bis Weihnachten … heute geht´s mir (gesundheitlich) wieder etwas besser, wenn ich allerdings einen Blick auf den Bücherstapel neben mir werfe, packt mich wieder ein leichtes Fieber: dieser Stapel ungelesener “Meisterwerke” nimmt einfach nicht ab … ganz im Gegenteil: er wächst fast täglich an …und ich kann nichts dagegen unternehmen, außer zu hoffen, dass mir die letzten Dezembertage die notwendige Zeit geben, wenigstens in eines der Bücher etwas genauer hineinzuschauen, und nicht immer nur mit schlechtem Gewissen das Cover zu begutachten …
Hier also wieder mal eine Liste der Titel, die ich wohl erst im nächsten und übernächsten Jahr lesen werde (oder auch nicht):
- Patricia Highsmith “Meistererzählungen”
- James D. Watson “Die Doppelhelix”
- Petros Markaris “Balkan Blues”
- Anne Perry “Der Würger von der Cater Street”
- Paul Auster “Timbuktu”
- Céline Curiol “Von Liebe sprechen”
- David Foster Wallace “Kleines Mädchen mit komischen Haaren”
- Jonathan Carroll “Schlaf in den Flammen”
- James Patterson “Black Market”
- Antonio Munoz Molina “Der Winter in Lissabon”
- Tony Judt “Geschichte Europas”
Ihr seht, es bleibt also immer etwas zu tun … der Lesestoff geht echt nie aus …
Was ich gehört habe ? Kleerup – “Tower of Trellick”
In letzter Zeit habe ich eigentlich wenig über das eigentliche Thema dieses Blogs geschrieben. Über die “L” nämlich. Mhm, und leider gibt es von meiner Seite auch nichts Neues oder Berichtenswertes darüber, zumindest nicht, was meine Person betrifft. Ich stehe immer noch am Anfang, oder am Ende der *Suche*, wie man es betrachten will. Und ich unternehme natürlich auch nichts in diese Richtung, keinerlei Aktivitäten, die darauf hindeuten würden, dass sich bei mir in nächster Zeit etwas ändert. Naja, ich weiß, wer nichts macht, kann weder was falsch noch was richtig machen, aber auch nichts erwarten. Aber ich erwarte ja auch nichts. Ich stelle weder Forderungen noch Wünsche. Es bringt in meinen Augen wenig, immer darauf zu hoffen und sich zwanghaft in eine Richtung zu bewegen. Gerade, wenn man es am wenigsten erwartet, schlägt es zu, das Schicksal. Alle Aktivitäten, die ich in diesem Jahr unternommen habe, um mein Alleinsein und meine Liebesbedürftigkeit zu bekämpfen waren von fragwürdigem Erfolg. Ja, es gab interessante Begegnungen, auch “sexual intercourse”, aber darum geht es (mir) nicht. Das Wichtigste ist eine gleichgerichtete Denk- und dann auch Handlungsweise. Und die habe ich eben noch bei keiner Partnerin gefunden. Vielleicht stelle ich auch viel zu hohe Ansprüche, vielleicht jage ich einem Phantom, einem Idealbild, hinterher, das nur als Traumgespinst existiert.
Es waren eben nur Beinahe_Begegnungen. Möglicherweise muss ich auch erst nach und nach wieder lernen, einer anderen Person vertrauen zu können, nicht dieses normale Vertrauen, wenn man mal kurz aus dem Haus geht, und die Partnerin mal kurz aufpassen soll, sondern ein von Anfang an blindes Vertrauen, so wie, wenn man Jemandem sein ganzes Leben geben kann, und er gibt darauf acht. Was sicher auch wieder nur so ein bescheuertes Wunschbild von mir ist. Wahrscheinlich denke ich entweder zu romantisch_naiv … oder in gewissen, vielleicht sogar entscheidenden Situationen zu komplex . Es ist schwer mit mir auszukommen, schwer, sich mit mir zu unterhalten und am schwersten, mit mir über längere Zeit hinweg zusammenzuleben. Es ist einfach so.
Es gibt Tage, an denen gelingt es mir spielend, ein zugänglicher und freundlicher Typ zu sein und dann wieder (die meiste Zeit) bin ich abweisend kühl und introvertiert und niemand findet Zugang zu mir und meinen Gedanken. Ja, das ist sicher der wichtigste Punkt, mich in solchen Momenten zu verstehen …wenigstens zu wissen, was mit mir ist … mich dann einfach in Ruhe zu lassen, mich weder zu drängen noch verbal herauszufordern …das macht alles so verdammt schwierig. Viele denken, ich versetze mich absichtlich in einen Zustand der Unnahbarkeit, verwechseln es mit Hochmut oder verstehen es -was mir immer sehr leid tut- als persönlichen Angriff auf ihre Person. Aber das genaue Gegenteil ist meist der Fall, denn wenn ich jemanden wirklich liebe, versetzt mich das immer wieder in Erstaunen, aber auch in Verzweiflung, weil ich stets zweifle, ob und wie ich dieses Glück verdient habe, eine Gefährtin an meiner Seite zu haben, jemand der mich – wenn auch immer nur für kurze Zeit- so nimmt, wie ich bin.
Ok, damit dieser Post nicht noch mehr ins Melodramatische abgleitet, zum Schluss noch eine wirklich kindlich_naive Sichtweise auf das größte Rätsel der Menschheit, unser aller Rätsel …oder vielleicht wissen wir ja tief im Innern dennoch die Lösung … oder müssen nur wieder wie Kinder werden oder uns wenigstens ihrer Denkweise bewusst werden …
Was ich gehört habe ?Buraka Som Sistema *Kalemba (wegue Wegue)*
Heute steht mir der Kopf nicht wirklich nach bloggen, irgendwie bin ich momentan sehr unkonzentriert, denke über ungekaufte Weihnachtsgeschenke nach, über die Zukunft, über Liebe, über alles im Grunde genommen. Und ich weiß echt nicht, wie es weitergehen soll, was noch so passieren wird, ob es das gewesen ist … oder ob in einer dunklen, engen Gasse noch jemand auf mich wartet …
Musik ist mein derzeit einziger Begleiter, dem ich vertrauen will … und dies ein Song aus dem Archiv, den ich immer wieder gerne höre …
So langsam muss ich an Weihnachtsgeschenke denken, ob ich will, oder nicht … ich hasse es … Pflichtschenken, weil es jeder macht … und im Grunde genommen weiß man oft nicht, was man dem Anderen schenken soll …ok, es gibt manchmal Hinweise, kleine versteckte Andeutungen, die in einem Nebensatz versteckt sind …”irgendwann hätte ich gerne mal …; hmm letzte Woche ist mein MP3 Player kaputt gegangen …ich bräuchte irgendwann mal wieder einen neuen Schal ..” Früher hab ich immer auf diese Sätze geachtet, sie manchmal sogar ein halbes Jahr später abrufen können … aber früher war damals ist vorbei …wobei wir bei der wichtigen oder unwichtigen Frage wären, was man seiner “ehemaligen” Frau schenkt … ob man überhaupt was schenkt …und wenn, dann nur *etwas Kleines* …beim letzten Mal hab ich es tatsächlich geschafft, ihr nichts, aber auch absolut nichts, zu schenken …sie hingegen hat für mich ein schwachsinniges DuschgelSet gehabt …war es Verlegenheit oder einfach nur Schenken, weil man was schenken muss …ich hasse Materialismus jeder Art … klar, ich bin in gewisser Weise auch Sklave dieser “material world”, aber ich brauche keine GeldGeschenke, ich bin auch so glücklich, ich hab alles was ich brauch, und was ich nicht hab, brauch ich auch nicht …aber das kann man leider fast niemandem verständlich machen … auch nicht annähernd … wenn eine Peson, die sonst fast nie Zeit hat, sich eine Stunde mit mir unterhält, einfach so … dann ist das das größte Geschenk überhaupt … Aufmerksamkeit schenken, immer für den Anderen da sein …
Alice ist auch jedes Mal ausgerastet, wenn ich ihr gesagt habe, dass ich meinen Geburtstag nicht feiern will … es ist für mich ein Tag wie jeder andere …das hat sie leider nie kapiert … ich solle ein Vorbild für unsere Kinder sein … naja, ob ich jetzt meinen Geburtstag als was Besonderes betrachte oder nicht, mich an diesem Tag “beschenken” lasse, fand ich immer egal …ich meine, es ist meine Entscheidung und dieser fadenscheinige Grund “Erziehung” und “Vorbildfunktion” … aber lassen wir das …
Meine Tochter wünscht sich übrigens FußballBücher und/oder HighSchoolMusical Nintendo DS …mein Sohn ist noch unschlüssig …
1. Meine Eloquenz
2. Meine soziale Untreue
3. Die Art, wie ich manche Worte und Sätze betone
4. Manchmal kann ich sehr schweigsam sein … beleidigend schweigsam
5. Ich bin anfangs immer begeistert von einer Sache, von einem Projekt … verliere aber dann bald das Interesse
6. Ich kann nicht richtig streiten
7. Ich warte so lange ab, bis es meist zu spät ist
8. Ich denke zu perfektionistisch
9. Mein Übertreibungswille
10. Ich bin aufmerksamkeitssüchtig
Was ich gehört habe ? *Invaders must die* von Prodigy
1. Dass ich mein Schwimmtraining so konsequent durchführe …jeden Tag 1 h 50
2. Meine Intuition
3. Manchmal ein guter Zuhörer zu sein
4. Meine schnelle Auffassungsgabe
5. Meine sich entwickelnde Vorurteilslosigkeit
6. Ich brauche nicht viel, um glücklich sein zu können
7. Es gibt Leute, die behaupten, ich hätte eine angenehme (junge) Telefonstimme
8. Ich kann “treu” sein
9. Meine Ironiefähigkeit
10. Die schräge Kopfhaltung, die ich in gewissen Situationen einnehmen kann
Sorry, aber diesmal reicht es wieder nur für einen kurzen, mickrigen Post, denn ehrlich gesagt, weiß ich nicht, worüber ich heute berichten könnte … es hat sich nichts ereignet, was auch nur annähernd erwähnenswert wäre … und bevor ich nur schreibe, um zu schreiben, lass ich es lieber … und zeige euch lieber ein neues (?) Beyoncé Video …Single Ladies … hat echt genau den Beat, den ich brauche, um den Rest des Abends ohne größeren Schaden zu überstehen …
Die Songzeile …“Put a Ring on it“ find ich irgendwie genial …
Es ist ihr erster Roman. Ein virtuoses Debüt, und von einem -vielleicht sogar dem- Autor Amerikas, nämlich Paul Auster, hoch gelobt. Seiner Ansicht nach, ist es “einer der schönsten Romane, den ich seit Jahren gelesen habe”. Zwar weiß ich nicht, wie viele Bücher Auster so im Jahr liest, aber auch ich muss mich seinem Urteil anschließen. Das Buch ist ganz außergewöhnlich, nicht nur was den Plot, sondern auch die Sprache betrifft. Es enthält keinen einzigen Dialogsatz, sondern ist durchgehend in indirekter Rede geschrieben, was allerdings irgendwann nicht mehr auffällt, vielleicht ist es ja auch gerade das, was das Buch so besonders macht. Es schafft dadurch eine ganz eigene, intime Atmosphäre, der man sich nicht mehr entziehen kann und schließlich nur noch atemlos getrieben sich dem Sog dieser Prosa hingibt.
Das Buch, um das es geht, heißt “Von Liebe sprechen” ( im französischen Original “Voix sans issue”) und wurde von Céline Curiol, einer 1975 in Lyon geborenen freien Journalistin geschrieben. Inzwischen lebt sie allerdings in New York (möglicherweise deshalb die Verbindung zu Auster; er hegt ja eine ganz besondere Liebe zu Frankreich, hat ja einige Jahre in Paris verbracht, ein paar französische Übersetzungen abgeliefert und ist an sich der *europäischte* unter den US- Schriftstellern).
Der Inhalt lässt sich in ein paar Sätzen wiedergeben. Die Protagonistin (deren Name übrigens nie genannt wird) lebt in Paris und ist als Bahnhofsansagerin im Gare du Nord beschäftigt. Sie begehrt einen Mann, der mit einer anderen Frau zusammenlebt, und wartet in ihrer Wohnung auf die sporadischen Anrufe eben dieses Liebhabers. Wobei das schon wieder übertrieben ist, eigentlich basiert ihre Leidenschaft auf einen innigen, nicht wiederholbaren Kuss in einer merkwürdig verbrachten Nacht. Ein kurzer Moment des Glücks, passiert auf einer Party, auf der auch Alkohol geflossen ist …
Das schöne an dem Buch ist, dass es am Ende noch Fragen gibt, deren Antworten der Leser selbst suchen muss … ein “open end” also, kein abgeschlossenes Ganzes ..und somit wirkt das Buch noch einige Zeit in einem nach … mir ging es jedenfalls so …
Bücher, die noch nach Monaten ihren Duft behalten …die auch, wenn ich längst den Inhalt vergessen habe, in mir ein wohliges, melancholisches Gefühl hervorrufen können, sind Bücher, an die ich mich ein Leben lang erinnern werde …
Was ich gehört habe ? Safe from Harm … Massive Attack
Weihnachtsblues …oder Stress … ich bastel gerade einen Kalender … ein HörspielpostkartenzitatenleseempfehlungenundandereGemeinheitenÜberraschungsdingsbums…
hätte nie gedacht, dass sowas Kleines soviel Arbeit machen kann …von Spass will ich gar nicht reden…
Ok, das war´s für heute wieder …reicht leider wieder nur für ein Video
Meine „Mutter“ hat mich enterbt, und meine Ex_Schwiegermutter liegt mit einer schweren Eierstockentzündung im Krankenhaus. Und morgen ist Weihnachten … naja, wohl kein Zufall …
Über meine „Mutter“ gäbe es einiges zu berichten. Sie ist für mich die Person, die ich weder lieben noch richtig hassen kann … auch Gleichgültigkeit wäre nicht die passende Bezeichnung für das, was ich für sie empfinde …
Auf alle Fälle bin ich auf Morgen gespannt …Weihnachten im Krankenhaus …natürlich werde ich sie besuchen … komisch, dass mir die „EX“Schwiegermutter weitaus vertrauter und auch näher ist, als meine eigene.
Mein „Vater“ wäre auch mal ein Post wert … aber sicher erst nach Weihnachten ….
Was ich gehört habe ? *S.o.c.a.* Asian Dub Foundation
Wie ich vermutet habe, war dieser Tag wie jeder andere auch …trotz der Tatsache, dass wir ( Alice, ihr Bruder, ihr Vater, die Kinder und ich) den halben Tag im Krankenhaus verbracht haben, war es dennoch ein sehr gewöhnliches Zusammentreffen alter Bekannter …mehr nicht …es war ok. …die meiste Zeit sah ich dem Geschehen um mich herum taten- und auch geistlos zu (diesmal schaffte ich es sogar, für ein paar Minuten, meine Gehirntätigkeit herunterzufahren …) …abends dann die Geschenke (wie erwartet Duschgel, naja, und ein Badehandtuch …wie letztes Jahr auch …aber warum sollte mich das jetzt noch erregen, da Alice und ich ja nicht mehr zusammen sind) …
Das schönste Geschenk an diesem Tag war jedoch eine mail von einer Person, die ich unwahrscheinlich liebe …göttisch verehre …wir lieben uns auf eine ganz seltsam verrückte Weise … sind uns sehr, sehr ähnlich …und diese Person hat diesen Tag nicht nur gerettet … das wäre untertrieben … sondern hat mir gezeigt, dass es noch nicht zu spät ist, an das „Leben“ zu glauben, oder wenigstens zu akzeptieren … es hat überhaupt nichts mit Weihachten zu tun, und ich möchte jetzt auch nicht zuviel schreiben … ich schaffe es auch nicht, das Ganze so verständlich zu machen, dass man es verstehen könnte …
Was ich gehört habe ? Anti_Weihnachtslieder —
Und für alle, die dennoch an Weihnachten und diesem ganzen Kult festhalten wollen hier das meines Erachtens einzig passende Video:
Über meine Eltern zu sprechen, fällt mir schwer … weil im Grunde genommen kenne ich sie gar nicht … in Wirklichkeit haben sie mich nur eine kurze Wegstrecke begleitet …zu kurz und doch unvergesslich …auch wenn ich manches verdrängen will … aber die Vergangenheit holt mich dann doch wieder ein … und das hat jetzt nichts mit Weihnachten an sich zu tun … es ist grundsätzlich so, dass ich oft darüber nachdenken muss (und letztlich auch will), um zu ergründen, wieso alles so gekommen ist … und ob es keine andere Lösung gab ..hmm, gab es denn überhaupt ein Problem … denn wenn man von Lösung spricht, wird ja vorausgesetzt, dass es ein Problem, oder zumindest eine Schieflage gab, die einer Korrektur bedurfte …
Ich nehme an, dass das Leben von Anfang an in einem Ungleichgewicht stand … also kein sicherer Hafen war … für niemand von uns eine Sicherheit bot … meine “Mutter” wurde überredet oder vielleicht auch (von ihren Eltern) überstimmt, die Ehe mit meinem Vater einzugehen …es war ein Arrangement …ich weiß nicht, ob es so was heute noch gibt … in “unserer” nun postmoderen Welt … vielleicht auf dem Land, in der tiefsten Provinz … dort wo keine andere Aussicht ( trotz I_Net und Online_Kontaktbörsen) besteht, mit den “richtigen” Partner in Verbindung zu treten … wo dann die eigenen Eltern die Auswahl über den zukünftigen Ehe(Lebens)partner entscheiden …jedenfalls war es bei meinen Eltern so… und dies dann bestimmt auch ausschlaggebend war, weshalb die Ehe von Anfang an dem Untergang geweiht war …sie waren einfach zu verschieden … meine Mutter eher sehr (christlich)konservativ und extrem häuslich Person ( naja, sie ging nicht direkt in ihrer Mutterrolle auf, eher in der Vorstellung, die damit verbunden war, oder die Vorstellung, der sie gerecht werden musste (in den Augen ihrer Eltern … also ein Teufelskreislauf …)) und mein Vater war derjenige, der seine Arbeit (er war Elektriker) über alles stellte …ein Workaholic (oder er flüchtete in die Arbeitswelt, weil sie ihm mehr Sicherheit als seine Frau und deren “Familie” bieten konnte … oder bereit war zu bieten … ich muss leider immer wieder im Konjunktiv sprechen, da ich es nur versuchen kann, zu rekonstruieren … ich war damals ja nur “mittelbar” beteiligt …ein kindlicher Zuschauer …konnte mir die Ergebnisse, aber nicht die Hintergründe vor Augen führen … ich sah, und begriff nichts …
Die ersten Wochen oder Monate wurde ich von meiner Mutter “aufgezogen” … oder ernährt (wobei sie mich nicht “gesäugt” hat … also mir die Brust gegeben, da sie es für unchristlich empfand, sich eine solch (wörtlich zu verstehende) Blöße zu geben …
Danach war sie immer öfter abwesend … fühlte sich kränklich … vielleicht war sie es teilweise auch … aber andererseits konnte sie in gewissen Situationen sehr gut schauspielern (manipulieren) …komisch, dass ich sie schon als Kind in dieser Hinsicht durchschauen konnte … sie lag dann tagelang mit Migräne im Bett … und alle mussten sich um sie kümmern … beziehungsweise in Ruhe lassen … sie duldete keinerlei Störung …
Naja, mein Vater flüchtete, in dem er immer vortäuschte, arbeiten gehen zu müssen … und wenn er nicht arbeiten ging, war es der Sport (er war in seiner Freizeit Handballer) … und meine Mutter flüchtete sich in erdachte Krankheiten … erst war es Migräne und dann etwas mit der Bauchspeicheldrüse … ich kam zwar manchmal an den Wochenenden zu Besuch zu meinen Eltern … hatte dort sogar ein eigenes Zimmer …aber unter der Woche lebte ich bei meiner Großtante, die dann letztlich auch, ob sie es wollte, oder nicht … für meine Erziehung … oder Nicht_Erziehung verantwortlich war … bei ihr hatte ich alle Freiheiten … positiv wie negativ …sie war viel mehr als meine “Mutter” es je sein konnte … und auch mein Vater entfernte sich immer mehr aus ihrem und meinem Leben … er war genauso abwesend wie meine “Mutter” … nur brachte er mir immer, wenn er mich besuchte oder am Wochenende abholte, eine gewisse Sympathie entgegen …ja, er freute sich, mich zu sehen … mit mir etwas zu unternehmen … und wenn er mich oft auch nur zu einem seiner HandballTuniere mitnahm … ich war stolz auf ihn … in allem was er tat … oder auch nicht tat …
Meine Mutter hingegen empfand mich nur als Störung … als ein Eindringling in ihre Welt der Krankheit ….ich kann mich nur an eine Situation erinnern, in dem so etwas wie Zuneigung in ihr aufflackerte … sie sah abends irgendeine Musiksendung im Fernsehen an …und übersetzte mir dann die Texte der englischen Interpreten ins Deutsche … oder tat sie es nur für sich ? Jedenfalls zeigte sie eine außergewöhnliche Begeisterung … sie saß vor dem TV als wäre es ein Altar … als hätte das Ganze etwas Anbetungswürdiges …als wäre es das Leben …ein LebensErsatz
Naja, als ich 6 oder 7 war, ließen sich meine Eltern dann scheiden … mein Vater hatte schnell eine andere (bessere ?) Frau gefunden … und meine “Mutter” blieb allein mit ihrer Krankheit …
Und ich erstmal noch ein paar Jahre bei meiner Großtante … bis wieder ein neues “Unglück” über uns (meiner Großtante und mir) hereinbrach … aber das ist eine andere Geschichte, die ich irgendwann mal … (oder auch nicht) erzählen werde …
Im Grunde genommen wollte ich nur eine Erklärung abgeben, warum ich dieses Fest der Familie … also Weihnachten … nicht feiern will oder kann … es noch nie konnte …
Auch wenn ich jetzt eigene Kinder habe …und eine Frau, die mich nicht mehr liebt und sich auch bald trennen wird …irgendwie wiederholt sich die Geschichte … nur ein paar Jahrzehnte später …
Sorry, heute aus Zeitmangel wieder nur ein kurzer Beitrag … wieder in Bild und Ton … in den nächsten Tagen werde ich dann mal versuchen, eine Art Jahresbilanz zu ziehen … rein persönlich, was mir so das Jahr gebracht hat, oder auch nicht … so die ganz speziellen HighLights und Katastrophen …
Aber hier jetzt ersatzweise erst mal ein Song von langhaarigen, alten HippoHappys … ja, auch auf so altes, abgedrehtes Zeug steh` ich ab und zu:
Gestern “angedroht” … und schon heute muss ich diesen “Schwarzen Peter” ziehen … naja, es gibt sicher schlimmeres als Zeitmangel, z.B. immer Zeit zu haben und nicht zu wissen, was damit anzufangen ist …
Hier also statt der ewigen VideoBeiträge mal ein Zitat, ein Aphorismus von Kafka …ich bewundere ihn, aber verstehe ihn nur teilweise … er ist sehr mysteriös …und lässt immer eine DenkTür offen, durch die dann zumindest ein kalter Windhauch meine armseligen Gehirnwindungen umstreifen kann …
Dieses Zitat allerdings ist nicht misszuverstehen ( und ist sozusagen ein LeitGedanke von mir):
“Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.”
Was ich gehört habe ? “99 Ways” von Lady Saw
Hmm, dies ist übrigens mein 100. Post ..( 99 Ways haben mich daran erinnert) … also an alle Liebenden, der sich immer wieder Liebe sich Zuwendenden (trotz aller Enttäuschungen) … Salute !
Hier also der lange angekündigte Jahresrückblick …in Form eines Fragebogens, den ich im Netz gefunden habe ( so eine Art „Stöckchen“) … mir wirft ja niemand so was zu … und deshalb muss ich sie mir immer selbst finden …und das, obwohl ich sehr gerne „ausgefragt werde“ ….
Ok, es geht los !
Vorherrschendes Gefühl für 2009?
gesteigerte Unruhe
2008 zum ersten Mal getan?
Ende September meinen ersten richtigen (!) BlogBeitrag geschrieben
2008 nach langer Zeit wieder getan?
Gedichte geschrieben
2008 leider nicht getan?
Einen 1000 Seiten Roman gelesen (z.B. den neusten Th. Pynchon)
Der hirnrissigste Plan?
Mich verlieben zu WOLLEN … also es als eine MUST_DO_Sache draus machen zu wollen
Die gefährlichste Unternehmung?
Ich lebe in ständiger Gefahr … also alles ist Gefahr …ich muss dazu noch nicht mal was unternehmen …
Die teuerste Anschaffung?
Ein 30 Euro _Phillips_ MP3 Player (der ein paar Monate später kaputtging) …also keine sprechende Waschmaschine mit 10 Gängen oder ein BatMobil …
(Un)wort des Jahres?
Liebe …und Weihnachten
Zugenommen oder abgenommen?
Immer gleich +/- 70 kg
Stadt des Jahres?
Wien … ich war noch nicht dort, aber ich glaube zu wissen, wie es dort ist
Alkoholexzesse?
Nein … ab und zu mal ein schwerer Kopf … aber nie über dem Limit (nicht in diesem Jahr)
Davon gekotzt?
Nein, nicht davon und auch nicht danach …
Haare länger oder kürzer?
So kurz wie immer
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ich bin immer kurzsichtig und blauäugig …daran wird sich sicher auch nichts ändern
Mehr Kohle oder weniger?
Ich bin ein NachtstromspeicherOfen …
Mehr ausgegeben oder weniger?
Mal mehr, mal weniger …
Mehr bewegt oder weniger?
Auch fast immer gleich … täglich 1 Stunde 50 Minuten Schwimmen … ansonsten normales, lockeres Vor_mich_hin_gehen ( meist Straßen – und UBahn …Einkäufe … nichts Spektakuläres …)
Höchste Handyrechnung?
Keine Ahnung … ich hasse Handys…
Krankenhausbesuche?
Ja, erst vor kurzem … die Ex_Schwiegermutter …
Verliebt?
Ja, ein Dauerzustand …
Getränk des Jahres?
Blöde Frage …
Das leckerste Essen?
Ebenso blöd …
Most called Persons?
Die Person wird es wissen …
Die schönste Zeit verbracht mit?
Lesen …mailen und telen
Die meiste Zeit verbracht mit?
Büchern … DVDs … und nicht zu vergessen, mit meinen Kindern
Song des Jahres?
Hmm, ich achte nicht darauf, aus welchem Jahr die Songs sind …vielleicht was von Santogold
CD (Album) des Jahres?
Ich kaufe und höre fast immer jahresunabhängig
Blockbuster des Jahres?
„Leg dich nicht mit Zohan an“ .. Quantum of Solace …hmm, *Love Vegas* war auch extrem lustig ….hmm, komisch ich war in diesem Jahr in keinem ArtHouseFilm … oder fällt „ Zusammen ist man weniger allein“ auch in diese Kategorie ?
Buch des Jahres?
Bei Büchern ist es ähnlich .. Neuerscheinungen kauf ich mir sehr selten … ein Buch, das aber in diesem Jahr herausgekommen ist, und das ich mir dann wohl auch noch besorgen muss ist: „So finster die Nacht“ von John A. Lindqvist … und den Film will ich mir natürlich auch noch anschauen
Konzert des Jahres?
hab keins besucht …aber 2009 vielleicht
TV-Serie des Jahres?
24 – 6. Staffel
Erkenntnis des Jahres?
Alles ist erleuchtet …
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Schwimmen zur RushOur, falsche Liebe, ein paar DVD´s
Nachbar des Jahres?
?????
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Ich will keine Überzeugungsarbeit leisten – bei niemandem
Das schönste Geschenk, das ich jemanden gemacht habe?
Hm, weiß ich nicht … kann dann nur der- oder diejenige *beurteilen*
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Kann ich nicht in ein paar Sätzen wiedergeben. Diejenige, die gemeint ist, weiß es aber sicher …
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
no comment
Die größte Enttäuschung?
Liebe
Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
zu lieben
Schlimmstes Ereignis?
Ich
Schönstes Ereignis?
Sie
2008 war mit einem Wort?
Ein Katastrophenjahr … aber für mich waren die vorangegangenen auch katastrophal…
Was ich gehört habe ? *You Don’t Know What Love Is* von den White Stripes
Nur noch einmal schlafen … und dann …? Eigentlich ein kollektives Täuschungsmanöver … der Glaube, das mit einem neuen Jahr auch ein neuer Anfang möglich ist …in den allermeisten Fällen ändert sich nämlich nichts …überhaut nichts … man macht einfach so weiter wie in den Jahren davor …gut, manchmal trifft einen das Schicksal härter … man erlebt Krankheit …finanzielle Sorgen … auch emotionale (Rück)schläge …aber nichts, an dem man aktiv teilhaben könnte … und Vorsätze, die man fasst, werden schon am nächsten oder übernächsten Tag gebrochen …also am besten sich gar nichts vornehmen … und wenn, dann versuchen, es nicht aufgrund eines bestimmten Datums ( Neujahr) abhängig zu machen … oft sind es ja außerdem vollkommen absurde Ideen, die man dann doch nicht in die Tat umsetzt …das Rauchen aufzugeben, eine Diät anzufangen, weniger Fernsehen, mehr Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens zu haben …
Ich habe noch nie Vorsätze oder mir Dinge vorgenommen, jedenfalls nicht wegen einem neuen Jahresanfang …allerdings ist es bei mir immer ein dringendes Bedürfnis, Struktur in mein Leben zu bringen … das Chaos zu minimieren …Licht ins Dunkel zu bringen …und neben dem täglichen Bloggen und Schwimmen würde ich gern eine neue Fremdsprache erlernen (im Selbststudium) oder zumindest meine Englisch_ und Französischkenntnisse auffrischen …. Spanisch oder Italienisch vielleicht … wobei ich eher zu Spanisch tendiere ( wegen Almodovar und gutem spanischen Essen …Madrid und Goya und Carlos Saura und Gaudí …)
Das Bloggen allerdings wird weiterhin ein tägliches Bedürfnis sein (auch wenn es immer wieder Tage geben wird, an denen ich nichts oder wenig zu sagen habe … es ist manchmal schon ein Problem, etwas Interessantes zu posten …und oft wird diese Wort_ und Sprach_ und Gedankenlosigkeit dann mit einem MusikVideo übertüncht …oft hab ich auch leider keine Zeit, also nicht DIE Zeit, um die ursprünglich von mir festgelegten 30 Minuten auszuschöpfen …aber Bloggen ist schon zu einem wichtigen Element meines Lebens geworden … etwas, was ich nicht aufgeben möchte …wobei ich nichts Absolutes garantieren will … man weiß nie, was noch passiert … aber momentan ist es für mich sowohl Therapie als auch “Unterhaltung” … ich werde mir und meinem Handeln dadurch bewusster … naja, kein neuer Mensch dadurch, das wäre ein zu hoher und utopischer Anspruch … aber wenn ich mich in dieses selbstreflektierende Wesen verwandle, lerne und erfahre ich Dinge über mich, die ich vielleicht trotz aller Kopflastigkeit nie erfahren hätte … das hat noch nicht mal direkt was mit Psychologie zu tun, sondern wahrscheinlich mehr mit einem GedankenNetzwerk, das irgendwann automatisch entsteht …man lernt seine inneren Strukturen immer besser kennen … und dann noch seine Gefühle und Ideen niederschreiben zu können, hat schon noch eine andere Qualität, als sie in irgendeiner mentalen Schublade zu verstauen, und sie dann eventuell nie mehr wiederzufinden …
Interessant wäre es außerdem, nach einer gewissen Zeit Vergleiche anzustellen … nach einem halben Jahr die BlogEinträge wieder zu lesen und zu vergleichen … um feststellen zu können, ob sich irgendwas geändert hat … falls sich was geändert hat …
Natürlich unterliegen Posts immer bestimmten momentanen Einflüssen … aber dennoch wäre es aufschlussreich, einen gewissen roten Faden finden zu können …
Wow, am letzten Tag des Jahres schnellt meine StatistikFieberKuve nochmal in schwindelerregende Höhen … womit hab ich das bloß verdient ? Ich blogge doch nur ….
Ok, trotzdem wird dies der definitiv letzte Beitrag in diesem Jahr. Meine persönliche Bilanz hab ich ja schon vor ein paar Tagen anhand eines Fragebogens ziehen können. Und mehr gibt es auch eigentlich nicht zu berichten.
Natürlich bin ich gespannt, wie das nächste Jahr anfangen wird … aber einen radikalen Bruch oder Neuanfang kann ich sowieso nicht erwarten … alles wird mehr oder weniger so weiterlaufen … außer das das Wort Scheidung noch direkter zur Sprache kommen wird … ich wieder ein paar neue (enttäuschende) Begegnungen machen werde …aber auch neue Chancen gewinne … es ist nicht ganz hoffnungslos …
Ansonsten aber *The same procedure as every year —-*
Naja, auf alle Fälle werde ich dieses Mal allein feiern …mir ein paar DVD anschauen ( City of God, Nurse Betty oder Black Sheep … wenn ich gar nicht zur Ruhe kommen sollte, auch noch “The Fog” (Das Remake von Carpenter) … oder noch was lesen …vielleicht sogar etwas Spanisch lernen ( also die ersten Lektionen hab ich schon hinter mir ….hola !)
Für alle die trotzdem in Partylaune sind … hier noch ein letzter Song für dieses Jahr …
BritPop vom Feinsten … Kasabian “L.S.F.”
Silvester überstanden …ohne Selbstbeteilung an diesem alljährlichen KleinKriegsEvent …ähm, sagte ich schon, dass ich alles, was auch nur im Entferntesten mit Feuerwerk, Knallerei, Schießerei zu tun hat, nicht mag … generell mache ich einen großen Bogen um alles, was laut ist …alles, was über 70 dB liegt verursacht bei mir irreparable Schäden …besonders geistig …
Der letzte Tag im Jahr war eine einzige Schlafparty … nach über 4 Stunden KomaDVDGucken … ähm, Nachtrag, “The Fog” ist natürlich kein Remake, sondern ein Original John Carpenter …aber es gibt eine Neuverfilmung des Stoffes (2005) mit ähm, Selma Blair ( ist sie vielleicht die Tochter von der “Exorzist”_ Linda Blair ?, ein wirklich ekelhafter HorrorMovie … allein diese schleimgrüne Kotzfontäne! )
Heute will ich mal wieder ins (Programm)Kino. “So finster die Nacht” …hört sich nach einem Rosamunde Pilcher_Melodram an, ist aber was ganz anderes. Ein schwedischer Anti_Astrid_Lindgren_Movie. Zwar wird es als Vampir( Horror?)Film propagiert …aber ich denke, mich wird ein Mix aus Coming_of-Age_Story und naja, vielleicht doch blutrünstigen Szenen erwarten …
Horror- oder Gruselfilme sind bei mir grundsätzlich schwer vermittelbar …normalerweise bin ich der Action, Romantic_Comedy_Gucker …Bruce Willis, Jason Statham, Al Pacino, Robert de Niro, Jet Li aber auch John Cusack, Tom Hanks und Hugh Grant …sorry, dass ich nur Männer nenne …ich merk schon, dass bald wieder mal eine Liste fällig ist … mit den 10 most wanted actresses …
So, nun muss ich aber so langsam los …natürlich werde ich euch dann eine FilmKritik abgeben …und etwas mehr über das HorrorGenre schreiben (ich bin kein Liebhaber und auch kein Experte auf diesem Gebiet )
Und mein BlogDesign wollte ich ja auch noch ändern …also es ist noch viel zu tun …
*Låt den rätte komma in* …ein unglaublicher Titel, ich weiß. Spontan würde ich das mit“ Lass die Ratten reinkommen” übersetzen. Schwedisch kann tatsächlich manchmal ganz einfach sein.
Aber der Reihe nach. Ich war also gestern im Kino. In dem Rattenfilm, der deutsche Titel lautet allerdings etwas harmloser: “So finster die Nacht” und auf englisch dann: “Let the right one in”.
Es fing auf alle Fälle damit an, dass ich “just in time” meinen Sitzplatz im Kino erreichte. Fast in der vordersten Reihe, rechts außen in einem muffigen bis auf den letzten der 30 (?)Plätze besetzten Saal (naja, eher eine Art LaborRattenVersuchsBox (daher wohl auch immer die BoxOffice_Ergebnisse ; zumindest definitiv zu klein für diese hysterisch lustige, chips-, bier- und weinkonsumierende Ansammlung von Grusel- und Horrorfreaks; von mir aus zählt mich auch zu dieser Gattung , aber bitte ohne Fressalien und Alkohol; ich hasse es, während des Kinos irgendwas zu mir zu nehmen; ich finde, das beeinträchtigt das Filmerlebnis …ok, ich bin da ziemlich intolerant und spießig, aber manchmal muss ich das eben sein).
Das erste, was man nach den üblichen Werbefilmchen sah, war eine schwarze Leinwand mit weißer Schrift, ohne Musik, ohne Irgendwas. ( nur die Namen der einzelnen, am Film beteiligten Personen ; ein Name nach dem anderen tauchte auf, alles auf Schwedisch, und Einer im Kino musste immer alles flüsternd mitlesen, das war vielleicht gruselig ! (und nervig !)
Langsam wurden dann Schneeflocken in einer dunklen Winternacht sichtbar…eine schöne, lange Einstellung ohne irgendwelche spektakulären Schnitte und filmische Tricks. Nach einer Weile sieht man hinter dem Fenster eines Plattenbauhauses einen halbnackten Jungen: Oskar, 12, der männliche Hauptdarsteller. Er beobachtet ein parkendes Auto, aus dem ein Mann und ein Mädchen (Eli, die weibliche Hauptdarstellerin) steigen. Und nach und nach, wie selbstverständlich, beginnt dann der alltägliche Schrecken. Eli (nach ihren eigenen Worten “ungefähr 12”) und der Mann (das genaue verwandtschaftliche (?) Verhältnis bleibt im Dunkeln) ziehen in die Nachbarwohnung von Oskar…
Naja, die weitere Story könnt ihr natürlich jederzeit bei Wiki oder auch bei google nachlesen. Und im Grunde genommen lässt sich der Inhalt mit ein oder zwei Sätzen wiedergeben: Es ist die LiebesGeschichte zweier junger Menschen, die wegen dem “was sie sind und wie sie sind” nicht in die Gesellschaft passen. Eli, weil sie ein Vampir ist und Oskar, weil er (anfangs zumindest) sich gegenüber seinen Mitschülern nicht zur Wehr setzen kann. Er wird ständig von ihnen, verbal und körperlich tyrannisiert (“Bullying”), bis ihm Eli rät “zurückzuschlagen”. Er nimmt ihren Rat auch an, was natürlich dann zu weiteren Katastrophen führt.
Es ist ein untypischer Horrorfilm, zumindest einer, der weit über seine Grenzen hinausgeht, und die Regeln des Genre meisterhaft zu brechen weiß. Natürlich gibt es immer wieder mal ein paar blutige und auch ekelerregende Szenen ( die aber vorher meist “musikalisch” angekündigt werden; man kann also rechtzeitig wegschauen). Ansonsten ist alles sehr meditativ und ruhig erzählt, beängstigend ruhig. Und naja, in der Ruhe liegt die Kraft, die Kraft des Absoluten. Jedenfalls ist er bis zur letzten (filmischen) Konsequenz “zu Ende” erzählt.
Sowohl die Locations als auch die „Kleidung“ der Darsteller sind mehr als passend ausgewählt, sie unterstreichen den HyperRealismus des Films.
Ich will nicht euphorisch klingen, aber ich denke, das wird einer der besten Filme des Jahres (für mich), wobei das Jahr ja eben erst angefangen hat. Auf alle Fälle ein absolut sehenswerter Film, auch für Leute, die mit dem Begriff Horror nichts anfangen können und Angst vor solchen Filmen haben (schaut dann doch bitte bei den entsprechenden Szenen weg). Es ist ja auch kein klassischer Horrormovie sondern eine wundersame und bewegende LiebesGeschichte. Und für jene unter Euch, die sich definitiv doch vor solchen Filmen fürchten, ist die Buchvorlage ( John A. Lindqvist: So finster die Nacht) zu empfehlen (wobei ich das Buch nicht gelesen habe, ich weiß nur, dass Einiges (vor allem Eli´s Vorgeschichte und auch der Charakter des Mannes an ihrer Seite (angeblich ist er pädophil; was aber aus dramaturgischen Gründen) im Film weggelassen wurde.
Hier natürlich noch der Trailer:
Was ich gehört habe? Naked Lunch “Military of the Heart”
Ach ja, endlich neues Design und auch BlogRoll …. es ist vollbracht ! Hmm, ich hatte eine sehr verständnisvolle “helping hand”. An dieser Stelle nochmals *muchas gracias*
Mhm, ich hab es ja nicht anders gewollt. Vor kurzem hat mich ein überaus hilfsbereites Wesen aus einem Paralleluniversum eingeladen (naja, ich hab wahrscheinlich etwas zu sehr rumgejammert), ihre Kleinholzstöcken zu Sägemehl (weiter)verarbeiten zu dürfen … Sie hat insgesamt 8 dieser Hölzer (also eher verdammt harte Nüsse, unknackbare Nüsse, very sophisticated ; die meisten davon kann ich zum jetzigen Zeitpunkt auch gar nicht beantworten ( über Feeds und ein Musikstöckchen, das ich auch nach mehrmaligem Textstudium nicht kapiere …)
Grundsätzlich neige ich in bestimmten Situationen ja – trotz meiner Kopflastigkeit- wohl eher zur Simplifikation. Und das einfachste und auch am leichten zu “beantwortende” StockDings handelt vom Essen (eines meiner Lieblingsthemen). Vielleicht erweist mir ja jemand, der (zufällig) auf meinen Blog landet, die Ehre, und wirft mir mal direkt und unvermittelt ein noch unangeknabbertes und unverdautes Stöckchen zu (bitte keine Knüppel zwischen die Beine …)
Ok, here we go! Und ohne noch mal heimlich in den Kühlschrank nachzuschauen…
1. Welche drei Nahrungsmittel sind für Dich unverzichtbar?
- Joghurt ( am liebsten Nuss, Zitrone und Blutorange)
- Brot ( aber kein Toast oder anderes Weizenmischdings)
- Käse ( ich esse wenig Wurstprodukte)
2. Welche drei Nahrungsmittel magst Du überhaupt nicht?
- Blut- und GelbWurst ( allein der Gedanke daran … würg !)
- Griesbrei ( diese nach Schleimsuppe aussehende Pampe …bäh !)
- Tomatensuppe ( also zu 99,9 % nicht ; 0,1 % Rest weil ich einmal eine (aus Versehen) gelöffelt hab; man hat mich zu spät darüber aufgeklärt …war auch sehr viel Basilikum obendrauf (üble Tarnung)
3. Gibt es ein Nahrungsmittel, das Du gerne mal probieren möchtest? Wenn ja, welches?
- Froschschenkel und Miesmuschelsalat … neee, I´m kidding … ich probiere selbst manchmal was aus, also (Brat)KartoffelQuarkGewürzExperimente, und das ergibt dann jedes Mal eine neue Geschmacksrichtung …
4. Was ist Dein Lieblingsgetränk?
- momentan SchwarzTee …aber auch MultiVitaminsaft …
5. Welche Süßigkeit isst Du am liebsten ?
Alles, was aus Schokolade besteht ( vom WeihnachtsSchokoMann bis zum KnabberOsterhasen) …aber auch Gummibärchen ( am liebsten die mit dem “H” am Anfang) …
So,das war´s ! Und jetzt muss ich irgendwie in die Küche gehen und …
Das neue Strukturelement “Spanisch” integriert sich so langsam in meinen Alltag.
Zwar hab ich immer noch ein paar Probleme mit der Aussprache (“ll” ungefähr wie ein deutsches “j”, und “venden“ fast so wie “benden“ ausgesprochen), einige Vokabeln wollen sich mir einfach nicht einprägen ( Spielzeug heißt z.B. los juguetes; kann ich mir nicht logisch ableiten …). Ok, Grammatik ist bei mir ja ein grundsätzliches Problem, aber die Bildung regelmäßiger Verben kapier ich zum Glück noch einigermaßen.
Ansonsten ist wieder nichts passiert (im Gegensatz zu Brenner ( kennt jemand von Euch zufällig die Wolf Haas(Brenner)_Romane?; falls nicht, unbedingt nachholen)…
Schwimmen war wie immer … wobei ich mich in den letzten Tagen frage, woher plötzlich all die supertollen *im_FitnessStudio_gestählten_solarium_gebräunten* Typen herkommen, die erstmal ihre Bizeps im Gegenlicht spielen lassen müssen, bis sie ins Wasser gleiten möchten ? Ist da irgendwo so ein Loch, wo die alle rattenmäßig herausflüchten ? Ok, “Ratten” gehören ab jetzt auch zu meinen Lieblingstieren ( seit dem “rätte(n)”-Film bin ich ein großer Fan von solchen Viechern …Fledermäuse mag ich aber auch ( “Batman begins” hat mich *geheilt* ..)
Apropos Filme … hab mir wieder einen Vorrat an alten und “neuen” DVD´s besorgt und überleg mir, was ich heute Abend anschaue.
Ich habe die Auswahl zwischen
1. “City of God” ( auf dem Cover ein Spielberg-Zitat “Ein brillanter Film” … aber darf man dem trauen ?)
2. “Live Flesh” ( ein Pedro Almodovar_Film … sein letzter filmischer Beitrag “Volver” (mit Penélope Cruz) hat mich etwas enttäuscht; hatte nicht den richtigen Drive …von der Ausstattung almodoresque, wie immer, aber die Story drehte sich irgendwie im Kreis …)
3. Apocalypto … Mel Gibson als Regisseur ( ich hab weder “Braveheart” noch “The Passion of the Christ” gesehen … naja, Jesusfilme sind eh nicht so mein Fall …( außer Pasolini vielleicht …)
4. “Hard Candy” … der PsychoThriller mit Ellen Page ( “Juno” (auch den Film MUSS ich mir noch anschauen)
5. “Hero” … Martial_Arts_Epos mit Jet Li …
Also ziemlich schwere Entscheidung, die ich gleich treffen muss …und niemand, der sie mir abnimmt …
Was ich gehört habe ? Alec Empire “Addicted to you”
Falls es so was wie Muskelbrand geben sollte, dann hab ich das heute …muss vom Schwimmen kommen. Also, es ist nicht so, dass mir alle Knochen weh tun, sondern nur bestimmte Muskelpartien. Brust und Schulter. Mhm, wahrscheinlich liegt das an dem vollen Schwimmbad heute. Es scheint Brückentag zu sein. Es waren mindestens doppelt so viele Schwimmer als sonst im Becken. Und die wenigsten davon haben sich an die international anerkannten Schwimmregeln gehalten. Es war einfach ein chaotisches Haifischbecken, jede/r schwamm, wie er Lust hatte, kreuz und quer. Selbst von unten gab es “Verkehr” … aber egal…wenn das so weitergeht, brauch ich jedenfalls mal ein WellnessWochenende, um meine angeschlagenen Muskeln regenerieren zu können.
Vielleicht sollte ich ja auch ein paar Wochen aussetzen, und es stattdessen mit Skifahren probieren… Seit gestern liegt hier in Nürnberg tatsächlich eine ca. 30 cm dicke Schneeschicht. Naja, LangLauf bekäme ich gerade noch so hin, aber alles was einer weiteren Koordination des Körpers bedarf …also über einen längeren Zeitraum das Gleichgewicht halten usw…lerne ich wahrscheinlich nie.
Bevor ich noch banalere Dinge von mir gebe, hier wieder mal zur Abwechslung ein (vielleicht etwas zusammenhangloses) Zitat … oder vielleicht doch nicht. Ich kenn mich mit Politik nicht genug aus. Aber was gerade auf der Welt (oder immer wieder) .. nicht nur im Nahen Osten passiert …nackte Gewalt …ich will auch nicht die Hintergründe wissen, die dazu geführt haben …Krieg ist nicht das letzte Mittel, sondern gar kein Mittel …es kann nur Verlierer geben ….
“ Es gibt kein Völkerrecht zum Kriege. Recht ist Friede. Der Krieg ist überhaupt kein rechtlicher Zustand, wäre dieser zu erhalten, so wäre kein Krieg.”
Johann Gottlieb Fichte
Und heute ist wieder …(oder fast) wieder nichts passiert … vielleicht mutiere ich bald zu einer dieser Haas_Charaktere …(obwohl das Haas_Zitat ja anders lautet : “Jetzt ist schon wieder was passiert …”)
Ok, nichts passiert wäre untertrieben. Ich war heute mit meinem Sohn rodeln ( Schlitten fahren, oder wie auch immer) …naja, es war mehr ein Versuch, einen relativ flachen Hügel möglichst heil herunterzuschlittern …Schnee ist ja vorhanden, nur eben nicht echter, wahrhafter RODELSchnee, sondern diese typische spröde, weißgraue Masse. Wir sind immer mal wieder knapp an einem Baum vorbeigerammt …oder mit diversen kleinen Schneehügeln kollidiert …ach ja, und der StadtparkTeich ist fast komplett zugefroren …nur Schlittschuhlaufen kann man momentan noch nicht, weil die Eisschicht noch einen dichten Schneebelag hat.
Und dann hat sich mein *allerbestereinzigster* ( einzig, einzigst, am einzigsten !) Freund aus England gemeldet …er absolviert dort eine Art Wirtschaftsstudium, zumindest besucht er dementsprechende Vorlesungen. Was er aber genau macht, weiß ich nicht … auch wenn er in regelmäßigen Abständen immer wieder neue Ansätze unternimmt, mir bestimmte wirtschaftliche Zusammenhänge geduldig und so verständlich wie möglich zu erklären ….alles was mit Ökonomie zu tun hat, ist für mich jedoch nicht existent …Dinge, die ich nie kapieren werde … genauso wenig wie ich einfache Naturgesetze verstehe … eigentlich alles, was mit Biologie, Chemie, Physik und Mathematik zusammenhängt für mich immer ein unbekanntes fallstrickartig vermintes Gebiet sein wird …ich kann vermutlich noch nicht mal einen Zitronenfalter von einer Motte unterscheiden …und erst recht nicht die Funktionsweise eines Atomkraftwerkes erläutern …muss ich zum Glück ja auch nicht … jedenfalls war ich sehr beruhigt und begeistert, endlich von ihm ( meinem allerbesteneinzigsten Freund) eine mail bekommen zu haben.
Es gibt Momente, da möchte ich einfach mal …..uaaaaarrrrrggggghhhhh …
Naja, ganz allgemein, ist es so, dass ich bei meiner täglichen SchwimmTherapie meinen Gedanken freien Lauf lasse und sich mir nach ein paar Bahnen zwangsläufig auch noch ein / zwei Songs im Kopf (in Endlosschleife …irgendwann nannte man das glaub ich früher mal “Ohrwurm” ( ich hasse diesen Ausdruck, er klingt so harmlos verniedlichend und irgendwie verdammt nach Roy Black und Freddy Quinn: my most hated german *folksingers* …) festsetzen, die mich dann fatalerweise oft noch Stunden später verfolgen …ja, diese verdammten Lieder haben sich förmlich in meine Gehirnwindungen eingebrannt …und das Schlimmste ist: ich kann nichts dagegen unternehmen …und es sind immer die seltsamsten und unwürdigsten Lieder/ Bands …es ist wie ein schrecklicher Alptraum … z.B.immer wieder mal Abba; gestern waren es The Queen und vorgestern Pink Floyd … tja, und heute …keine Ahnung, wieso und weshalb …hörte ich plötzlich dieses hier (sorry, gibt bei youtube nur ´nen ReMix … aber jeder kennt ,denk ich, noch das Original von “Dead or Alive“):
Wie dem auch sei …NIE UND NEVER gelingt es mir, Franz Ferdinand, The Killers, Green Day oder auch nur Fatboy Slim oder Santogold zu hören … es sind immer die schlimmsten, absurdesten Songs und Interpreten, die mich an meinem Verstand und Musikgeschmack zweifeln lassen müssen …
Was ich heute gehört habe … hören MUSSTE (um endlich dieses Lied wieder aus meinem Kopf verbannen zu können) ?
“Crackin’ Up” When The Music’s Over
Verdammt … es ist heute nicht nur in meinem Kopf passiert …Ihr wisst, während des Schwimmens bin ich sehr anfällig für schlechte Lieder … aber heute ist mir das Gleiche, nur unter umgekehrten Vorzeichen, in einer anderen Umgebung, zu einer anderen Zeit, aber mit den gleichen Aus- und Nebenwirkungen passiert … mir ist irgendwie kotzübel …
Ich war heute im Edeka ( will jetzt keine Werbung für diesen Supermarkt machen, aber ich denke, es ist wichtig, dass Ihr euch den Namen einprägt, als Warnung sozusagen …) und schon gleich als ich dieses Geschäft betrete, überkommt mich ein merkwürdiges Gefühl. So als würde jemand oder etwas in meinem Kopf anfangen, Achterbahn zu fahren … und nach paar Sekunden, während ich so die ersten Lebensmittel in den Regalen begutachte, fällt es mir endlich auf …diese Musik im Hintergrund … dieses Lied …die Red Hot Chili Peppers …“The Zephyr Song” …. unglaublich !!! … eins meiner ABSOLUTEN Lieblingssongs …und auch noch in voller Länge, also quälende 3:52 min lang … Edeka und die Red Hot Chili Peppers …ich liebe, ja vergöttere die RHCP´s … aber die f*** EdekaKette hat es geschafft, zumindest was diesen Song betrifft, mich demnächst als Pawlowschen Hund wiederzugebähren …aber don´t panic … ab sofort werde ich nie mehr einen dieser Shops betreten … nur noch im äußersten Notfall … und dann mit der doppelten Menge Oropax …
Ach ja, für alle, die das Lied trotzdem nicht kennen sollten:
Heute reicht es leider wieder mal nur für einen kurzen Song_Post … und wie könnte es anders sein … von einer BritBand …*The Last Shaddow Puppets* … geiler Bandname … und noch geilerer Sound …. auch und gerade weil die Zwei mich jedesmal an die Fab4 erinnern …naja, an 2 davon (ist natürlich auch irgendwie beabsichtigt) …Ringo und John … aber seht selbst:
Vor ein paar Tagen hab ich ja den “Rattenfilm” gesehen ( ähm, jeder erinnert sich …?) und bei der Gelegenheit auch “versprochen” etwas näher auf dieses Genre einzugehen.
Also etwas mehr zu meinen Sehgewohnheiten was dieses Genre betrifft, zu schreiben.
Ganz allgemein ist es so, dass ich da zwischen Grusel _ und echten Horrorfilmen unterscheiden muss …Gruseln ist nur ein etwas (un)angenehmes flaues Bauchgefühl und echter Horror ein fester Tritt direkt in die Magengrube…
Literarisch könnte ich es vielleicht besser kategorisieren ….Grusel wäre E.A. Poe …und Horror wäre dann Clive Barker. Bei Horror(Grusel)Movies gibt es ja oft keine so klare Grenzziehung . Z.B. “The Sixth Sense” mit Bruce Willis …klar, es gibt da keine grausamen Blut- und Kotzfontänen, aber dieses “ Ich sehe tote Menschen” …wie es der Junge sagt, unvermittelt und voller Ernst. Ansonsten ist der Film meiner Ansicht sehr mittelmäßig, und ich hab ihn nicht verstanden …oder wollte ihn nicht verstehen. Der einzige Grund, weshalb ich ihn mir angeschaut habe, war Bruce Willis. Genauso wie ich “Signs” nur wegen Mel Gibson und Joaquin Phoenix geguckt habe. Der Film ist einfach nur schlecht, vor allem ab dem Zeitpunkt, als Alle wie paralysiert auf der Couch (?) sitzen und so lächerliche selbstgebastelte SilberfolienAntennenMützen auf dem Kopf tragen. Auch „The Village“ war schlecht, ich vermute, ich mag M. Night Shyamalan nicht besonders …er hat immer eine strenge, ironiefreie und esoterische Sichtweise auf die Welt … er will Hitchcock sein und ist nur Ed Wood. Aber ok. es gibt noch schlimmere Regisseure …z.B. Jonathan King, der „Black Sheep“ gedreht hat …einfach nur Schrott …klar, es soll alles so schön ironisch (sarkastisch) abgefuckt sein … mit etwas bissiger GesellschaftsKritik …aber ich konnte damit absolut nichts anfangen.
Horror und ich …das ist wie Feuer und Wasser …wir passen einfach nicht zusammen, auch wenn wir immer wieder versuchen, eine Verbindung einzugehen …
Aber egal, hier wieder mal eine Liste. Eine unkommentierte und lose Zusammenstellung der Horror/GruselFilme, die ich trotz allem für gut und auch sehenswert erachte.
1. Scream 1-3
2. Zimmer 1408
3. So finster die Nacht
4. The Fog- Nebel des Grauens
5. 28 Days/ Weeks later
6. Shining
7. End of Days
8. Final Destination 1-3
9. Sunshine
10. Bram Stoker´s Dracula
11. Ring
12. The Others
(13. Hot Fuzz )
Alles, was Splatter und Gore ist … auch endlose Blut- und Kotzfontänen in Nahaufnahme, mag ich definitiv nicht … fängt bei „Der Exorzist“ an und hört bei „Saw“ und „Hostel“ auf …
Sie kam gleich nach Madonna … ich muss 15 oder 16 gewesen sein … da entdeckte ich sie …Patti Smith …diesmal war es Liebe auf den ersten Blick …ich brauchte keine Poster von ihr in meinem Zimmer und auch nicht jeden Tag ihre Musik und ihre Lyrics (“Babel“) … denn sie war immer da … doch irgendwann – wie das selbst bei der größten “Liebe” passieren kann- verloren wir uns aus den Augen …jeder hatte eigene Pläne und Wünsche vom Leben … unsere “Begegnungen” fanden nur noch ein oder zwei Mal im Jahr statt …und irgendwann hörten sie ganz auf …. heute hab ich sie wiedergesehen …ich brauchte einen Moment, um mir sicher zu sein, dass sie es war … sie hat sich nicht verändert … derselbe kreative Kampfgeist … dieselbe kompromisslose Art zu singen und zu texten … aber diesmal will ich sie nicht noch einmal verlieren …ab jetzt wird sie für immer bei mir bleiben …
Einer der ersten Songs, die ich von ihr gehört habe:
PISSING IN A RIVER
Pissing in a river, watching it rise
Tattoo fingers shy away from me
Voices voices mesmerize
Voices voices beckoning sea
Come come come come back come back
Come back come back come back
Spoke of a wheel, tip of a spoon
Mouth of a cave, I’m a slave I’m free.
When are you coming ? Hope you come soon
Fingers, fingers encircling thee
Come come come come come come
Come come come come come come for me oh
My bowels are empty, excreting your soul
What more can I give you ? Baby I don’t know
What more can I give you to make this thing grow?
Don’t turn your back now, I’m talking to you
Should I pursue a path so twisted ?
Should I crawl defeated and gifted ?
Should I go the length of a river
[The royal, the throne, the cry me a river]
Everything I’ve done, I’ve done for you
Oh I give my life for you.
Every move I made I move to you,
And I came like a magnet for you now.
What about it, you’re gonna leave me,
What about it, you don’t need me,
What about it, I can’t live without you,
What about it, I never doubted you
What about it ? What about it ?
What about it ? What about it ?
Should I pursue a path so twisted ?
Should I crawl defeated and gifted ?
Should I go the length of a river,
[The royal, the throne, the cry me a river]
What about it, what about it, what about it ?
Oh, I’m pissing in a river.
Ok, für alle, die mit dem gestrigen Post wenig oder nichts anfangen konnten … Patti Smith gehört ja schon einer anderen (älteren) Generation an … lost generation …old but not weak …sie hat es nach all den Jahren immer noch nicht verlernt …auf ihrem letzten Album, das sich schlicht „Twelve“ nennt, befinden sich z.B. ihre Versionen bekannter Songs von Bands und Interpreten wie Nirvana ( Smells like teen spirit), Paul Simon (Boy in the Bubble), (natürlich!) Bob Dylan( Changing of the Guards) oder auch den Rolling Stones ( Gimme Shelter) … es sind ganz persönliche Statements … keine reinen CoverVersionen … und es zeigt wiedermal, wie wandlungsfähig und entdeckungsfreudig Patti S. immer noch ist … eben „0pen minded“ …
Ok, hier mal ein Video, damit ihr auch sehen könnt, wer diese mysteriöse Patti Smith nun genau ist:
Zugegeben, schon etwas älter der Song … aber immer noch gut, wie ich finde …
Momentan versuche ich nicht nur Spanisch zu lernen, sondern auch ein bisschen Wienerisch … wobei ich mir nicht sicher bin, ob das überhaupt als Fremdsprache durchgeht … hmm, ich hab auch einen ganz berühmten Professor, den Herrn Hader Josef …den natürlich auch die Deutschen irgendwoher kennen …also zumindest aus dem Fernsehen oder vielleicht sogar mal im Kino gesehen (hat auch die Hauptrolle in ein paar Wolf Haas_Verfilmungen gespielt : “Komm, süßer Tod” und “Der Knochenmann” …) … ich kann mir also echt keinen besseren Lehrer wünschen … wobei er mir immer wieder ein paar Sätze vorsagt, die ich dann nachsprechen muss … naja, mehr als ein verhaltenes Nuscheln, das dann bald in ein stotterndes Nuscheln übergeht, krieg ich nicht zustande…und um ehrlich zu sein, höre ich mich – wenn ich versuche, wienerisch zu sprechen – wie ein kastrierter Synchronsprecher an … vielleicht die deutsche Stimme von Ben Stiller, nur etwas höher und langsamer … und wenn ich spanisch lerne, höre ich mich wie ein in Italien geborener Franzose an … also verflucht nochmal … ich kann es einfach nicht … und da ich ja immer wieder Perfektion anstrebe, treibt mich das Ganze an den Rand der Verzweiflung ….
Hader (der sich derzeit im “Wuaschtlbroda” ( also “Wurstelprater” für alle Nicht-Österreicher) aufhält) sagt übrigens gerade, ich soll sagen (ihm nachsprechen )…:
“ Wos ? Mid n Riesenradl wüst foan ? Des is jo ua faad, do ged jo nix weida. Schau Mause, i schieaß da liawar a Bleamal …”
Was ich gehört habe ? *Danger* von Sounds of Arrows
Wieder mal schwere Entscheidungen, die getroffen werden müssten … einerseits wollte ich heute ins Kino gehen … aber andererseits habe ich mich daran erinnert, dass meine Tochter unbedingt ebenfalls dorthin wollte (und auch will) …natürlich haben wir, was Filme angeht, unseren eigenen Geschmack … es ist also gar nicht so einfach, da eine goldene Mitte zu finden … “Die wilden Hühner” , “Die 3 Fragezeichen” und auch “HighSchool Musical 3” waren mir einfach zu banal …aber irgendwann muss ich natürlich auch meine “Versprechen” (einmal im Jahr NUR mit meiner Tochter ins Ciné) wahrmachen … und Kino ist nun mal neben Lesen momentan die einzige soziale Verbindungslinie zwischen meiner Tochter und mir …ich hab sie gerade angerufen … morgen läuft nämlich “Twilight” im Kino ( irgendwie vermute ich, dass es sich da um die (billige) US_Version (zumindest gleiche Thematik: Liebe einer “Sterblichen” zu einem Vampir) des von mir so geschätzten Ratten_Films handeln könnte …obwohl es davon ja noch ein gesondertes Remake geben soll …über Remakes sollte ich vielleicht demnächst mal einen Extra_Post schreiben) …
Normalerweise wollte ich heute also allein ins Lichtspielhaus … allerdings schwankte ich (und schwanke immer noch ) zwischen 2 (bzw.) 3 Filmen, von denen ich die unterschiedlichsten Kritiken gelesen habe (klar, man sollte sich nie von solchen Bewertungen abhängig machen, sich lieber ein eigenes Urteil bilden, aber ich bin leider, was Kritiken (oder Vorberichte) betrifft sehr anfällig …
“Sieben Leben” mit Will Smith z.B. hat ja teilweise ein sehr kontroverses Echo gefunden … Einige halten den Film, bzw. Smith` Darstellung für oscarreif …Andere behaupten, nur durch Will Smith bekäme der Film eine tiefere Bedeutung, ansonsten wäre er als belanglos anzusehen … und naja, der Regisseur, Gabriele Muccino, nennt den Streifen ein “Experiment” …
“Transporter 3” hätte noch zur Auswahl gestanden … ich mag ja Statham (ok, “Schwerter des Königs” war absoluter Schrott … ein Uwe Boll_PC_SpielFilm eben) aber auch da rät man von einem Kinobesuch ab … lieber auf den 4. Teil warten heißt es ….
Hm, es bliebe da nur noch kurzen Prozess mit DeNiro und Al Pacino zu machen (“Heat” war streckenweise etwas lahm und zäh) …aber auch da: schlechte Kritiken … altbekannte Story und Schauspieler, die unter ihrem Niveau blieben …
Mal sehen, was Twilight für (negative) Überraschungen bereit hält …
Was ich gehört habe ? “Rich Girls (beatards Rx)” von The Virgins
Ich war wirklich da …kann es selbst noch gar nicht glauben … es war das genaue (krasse) Gegenteil vom RattenFilm ( also wie befürchtet und erwartet) … aber morgen mehr …heute hab ich das Bedürfnis nach endlosem Schlaf …wozu Vampire anscheinend nicht fähig sind …
Was ich gehört habe ? „See You Tonight“ von Vetiver
Um es kurz zu machen: “Twilight” ist kein Film für Erwachsene … nicht mal für Erwachsene, die von sich behaupten, noch ein bisschen Kind geblieben zu sein (oder zumindest jugendlich) …Twilight ist der perfekte Streifen für 12 bis 16-jährige MÄDCHEN …16 wäre dann aber allerdings schon die AltersGRENZE …es ist ein absolut belang- und harmloser TeenieFilm …oder ein durchkalkuliertes, auf ein (blut)junges, unschuldiges HighSchoolMusicalPublikum zu(recht)geschnittenes Machwerk …ok, das ist jetzt zwar eine gnadenlos negative Kritik … aber ich kann einfach nicht anders als den Film mit meinen Augen sehen … und wenn ich Filme sehe, ist eigentlich immer ein sehr wichtiger Punkt die Wahrhaftigkeit … Wahrhaftigkeit im Sinne von Glaubwürdigkeit … zumindest müssen die Darsteller lebensecht agieren … ich muss den Rollen, die sie verkörpern, Vertrauen schenken können… und das konnte ich nicht … ich konnte in den Augen der Darsteller, auch in dem was und wie sie es (zueinander) sagten, keine echte Leidenschaft entdecken, es wirkte alles irgendwie steif und einstudiert … ganz im Gegensatz zu “ So finster die Nacht” …ja, ich denk, dass ich diese Filme schon im gewissen Sinne vergleichen darf … denn beide behandeln das Thema Vampir …beide Filme haben jugendliche Hauptdarsteller und beides sind “Literaturverfilmungen” … doch da hören dann auch schon die Gemeinsamkeiten auf …
“So finster die Nacht” ist jede einzelne Sekunde lang authentisch … so real, dass ich tatsächlich im Kino saß und mich fragen musste, ob es nicht wirklich (irgendwo im tief verschneiten Schweden) junge, einsame und zu tiefstverzweifelte Vampire (oder vampirähnliche Wesen) gab. Es hat eben ALLES gestimmt … die Story, die Darsteller (Charaktere), die Location, das Costume Design .. einfach alles …
Wenn man diese Filme in einem DoubleFeature sehen könnte, wäre der Unterschied wahrscheinlich noch krasser zu entdecken… aber so bleibt mir nur zu sagen, dass echte Filmfreunde (über 16) lieber in den “Rattenfilm” gehen sollten …”Twilight” lohnt sich nicht …noch nicht mal für hoffnungslose Romantiker wie mich …
„Der Durst nach Leben, der jedesmal dann entsteht, wenn uns von neuem Schönheit und Glück bewußt werden. Wir vergessen immer, daß beide etwas Individuelles sind, und ersetzen sie in unserem Geist durch einen konventionellen Typ, den wir aus einer Art von Querschnitt durch die Gesichter gewinnen, die uns gefallen, den Genüssen, die wir an uns erfahren haben, und so erhalten wir nur die Abstraktionen, die kraftlos und matt bleiben müssen…“
Momentan passiert echt zu wenig … mein Leben gleicht einem ruhigen Fluss wiederkehrender Ereignisse …abgesehen von ein paar irritierenden HerzflimmerMomenten tut sich wenig.
Ok, vor ein paar Tagen meinte meine Tochter, dass sie in Zukunft öfter mit mir ins Kino gehen wolle, da ich so etwas wie ein “Frauenversteher” (her own words) sei ( mhm, liegt aber daran, dass ich mich ihrem Filmgeschmack versuche anzugleichen …”Twilight” z.B. hat mich wahnsinnig gelangweilt und mein Tochter war absolut begeistert … zum Glück kennt sie nicht meine letzten BlogEinträge …aber eigentlich weiß sie, dass es nicht mein Lieblingsfilm ist …)
Und am letzten Wochenende, so kurz nach 8.00 (meine optimale Schwimmzeit, zumindest Samstags und Sonntags), wurden die Leute im Becken von einer älteren Mit_schwimmerin mit den Worten :
“Vorsicht, jetzt kommt wieder Rambo”, vor mir gewarnt. Ok, ich bin nicht der beste Schwimmer und brauche unwahrscheinlich viel Platz (Arm und Beinfreiheit) und ab und zu kommt es auch vor, dass ich dabei mit anderen Schwimmern etwas kollidiere … aber Rambo bin ich trotzdem nicht …hab mich also nicht angesprochen gefühlt …
Alice hängt zur Zeit auch durch … macht eine sehr depressive Phase durch … und hat wieder angefangen zu rauchen … naja, das tut sie eigentlich ständig, aufhören , um dann wieder anfangen zu können … hat es schon mit allen Tricks versucht … selbst diese beschissenen Nikotinpflaster …und anscheinend war es vor ein paar Tagen wieder so weit, dass sie sich dazu entschlossen hatte, damit wieder mal aufzuhören … ist aber in meiner Anwesenheit rückfällig geworden ( nicht ich, sondern die Umstände waren dafür verantwortlich, denke ich) … jedenfalls bittet sie mich, es nicht den Kindern zu sagen, dass sie wieder raucht …wobei ich dann von ihr wissen wollte, warum sie es ihnen denn überhaupt erzählt hat .” Naja, sie wollten wissen, warum ich nicht mehr rauche, und da hab ich ihnen gesagt, dass ich damit Schluss gemacht hätte …” “ Warum hast du ihnen nicht einfach nur gesagt, dass du eine kurze Pause machst … eine Rauch_pause …” Sie musste etwas nachdenken und kurz danach sagte sie: “Warum warst du nicht früher so ?”
Mein Bücherstapel wächst und wächst …und ich kann nichts dagegen unternehmen. Und da ich mir auch für dieses Jahr keine Vorsätze gefasst habe, was Lesen (vor allem zielgerichtetes und „schnelles“ Lesen) betrifft, werde ich irgendwann nur noch eine winzigkleine Schneise zu meinem Bett haben (eben dort wo ich hauptsächlich lese), und vielleicht noch nicht mal das …ein fataler Gedanke … oder ich muss um- und ausziehen …in eine größere Wohnung, am besten mit 2 Zimmern ( also eins nur für Bücher; Zeitschriften, etc.) …
Mein neuer, angefangener Stapel (noch) nicht gelesener Bücher besteht aus folgenden Werken:
1. Robert C. Solomon u. Kathleen M. Higgins “ Eine kurze Geschichte der Philosophie”
5. Sahar Khalifa “Memoiren einer unrealistischen Frau”
6. Iris Murdoch “Das italienische Mädchen”
7. Daniel Glattauer “Gut gegen Nordwind”
8. Kathy Lette “Die Sushi-Schwestern”
9. Ray Bradbury “Löwenzahnwein”
10. ….
Aktuell lese ich übrigens “Blink!” von Malcolm Galdwell. Ein wirklich interessantes und vor allem verständlich geschriebenes (Sach)Buch über Intuition und die “sogenannte Macht des Augenblicks” … zwar hab ich es erst bis auf Seite 66 geschafft ( ca. 200 fehlen mir noch) …aber sobald ich fertig bin, werde ich euch darüber Näheres posten können …
Was ich gehört habe ? : “Your Ex-lover Is Dead “ von Stars
Bücher und DVD´s besitzen bei mir die gleiche, unerfreuliche Eigenschaft : Sie stapeln sich … fast von allein … Mit dem Unterschied, dass eine DVD 90 bis 120 Minuten (grob geschätzt) hat, um danach auf einen neuen ( schon “bearbeiteten”) Stapel abgelegt zu werden —- bei Büchern, genauer gesagt bei EINEM Exemplar (kommt natürlich auf die entsprechende Seitenzahl an), dauert es mindestens eine Woche ( “Durchschnittserfahrungswert“) … Nichtsdestoweniger hier – wie gestern- eine Liste …von den DVD´s, die ich mir in den nächsten 2/3 Wochen angucken werde:
1. “Rize” von David LaChapelle … ein Hip-Hop_Alternative-Dance-Film … es geht um Clowning und Krumping, zwei Ablegern aus der “Szene“… Der Film entstand 2005… mittlerweile also schon fast veraltet …
2. “Braveheart” … von Mel Gibson … wurde mir von zwei Personen (Bloggern) als Pflichtprogramm empfohlen …
3. “Attentat auf Richard Nixon” … von Niels Mueller … mit Sean Penn in der Hauptrolle …freue mich schon auf den neuen Penn-Film, “Milk”, in dem er einen schwulen “Bürgerrechtler” spielt … und auch auf “Nixon/Frost “
4. “Blue Crush” …(John Stockwell) …ein Buddy-Film ( ähm, naja, es sind 3 Freundinnen … also ein Bunny_Film ?), jedenfalls geht es um Freundschaft und Surfen … also gleich zwei gute Gründe, sich diesen Film anzuschauen
5. “High School Confidential” …von Marcos Siega …mit James Woods … naja, ein grenzdebiler FilmtitelZusatz “ Der Teufel trägt Minirock” …
6. “Wächter der Nacht” von Timur Bekmambetow … wollte ich mir immer schon angucken …
7. “Vergiss mein nicht !” von Michel Gondry …. ich hab ja vor kurzem “Science of Sleep” sehen dürfen, und deshalb interessiert mich dieser Regisseur … mal sehen, ob ich Ähnlichkeiten in der Bildsprache entdecken kann …naja, Jim Carrey ist nicht so mein Fall …
8. “Ich und du und alle die wir kennen” .. von Miranda July … weil ich vor ein paar Monaten ein paar Kurzgeschichten von ihr gelesen habe … in einer grauenvollen Übersetzung … aber die Stories hatten trotzdem irgendwas … nur weiß ich nicht genau was … und das will ich jetzt auf anderem Weg herausfinden …
Was ich gehört habe ? This Sweet Love von James Yuill
Wenn ich gestern an einer Stelle (eher beiläufig) geschrieben habe, Jim Carrey nicht zu mögen, muss ich heute mein Urteil schon revidieren, oder wenigstens einschränken. Für mich ist, oder war Jim Carrey bisher nur ein Grimassen schneidender Komiker, eine moderne Variante des 60Jahre_Jerry Lewis … die Filme, die ich bisher von ihm gesehen hab, schienen es auch zu bestätigen, natürlich an erster Stelle “Die Maske” … sozusagen eine Art Visitenkarte von ihm … auch der “Dummschwätzer” (obwohl da schon eine gewisse Steigerung seiner schauspielerischen Ausdruckskraft zu bemerken war) oder “Ace Ventura” gehören dazu … also wenn ich an Jim Carrey denke, fällt mir automatisch sein großes Mundwerk ein, sein Mienenspiel und nicht sein darstellerisches Talent …
Genauso ein Fehlurteil ist mir aber auch bei Nicolas Cage unterlaufen …ich habe ihn und seine Wandlungsfähigkeit deutlich unterschätzt … erst bei “The Weatherman” bin ich zu einer anderen Erkenntnis gelangt … Cage ist nicht nur ein cooler ActionHero sondern auch ein brillanter Schauspieler, der verborgene Emotionen nach außen hin sichtbar machen kann … nur leider wird er immer wieder auf ein gewisses Genre festgelegt … es ist wie ein Fluch, der auf ihm lastet …demnächst spielt er wieder in einem ActionThriller die Hauptrolle…
Letztlich dreht sich bei mir alles um Authentizität … um Wahrhaftigkeit …vor allem der Schauspieler …egal wie unglaubwürdig der Plot anfangs erscheinen mag … wenn ich in den Gesichtern der Akteure so etwas wie Offenheit spüre, kann die Handlung noch so abgedreht sein … es sind vielleicht diese Identifikationsmuster auf der Gefühlsebene …also irgendwie losgelöst von der Handlung … wobei ich natürlich nicht sagen will, dass ein Film ohne richtige Story etwas Gutes und Interessantes ist … nur kann man das ja oft auch nicht so genau herunterbrechen …wie viel Prozent handlungs- und wie viel Prozent ich gefühlsorientiert reagiere … der Mensch ist eben verdammt komplex, und ich besonders …komplex, vorurteilsbelastet und somit sündhaft … aber immerhin lernwillig, oder zumindest versuche ich es ….
Vor ein paar Stunden habe ich mir also “Eternal Sunshine of the Spotless Mind” angeschaut …und ich muss gestehen, nicht Jim Carrey, sondern Kate Winslet und der Regisseur Michel Gondry ( und auch ein bisschen Charlie Kaufman ( der mit N. Cage ja auch schon zusammengearbeitet hat ( “Adaption”, auch ein sehr sehenswerter Film, in dem es nur vordergründig um Schreibblockade geht … das aber nur so nebenbei) der das Drehbuch geschrieben hat) haben mich in meiner Wahl beeinflusst …
Kate Winslet und ihre wechselnde Haarfarbe …
Es würde jetzt zu weit führen, eine komplette Inhaltsangabe zu machen (kann man ja außerdem jederzeit nachlesen, am besten bei wiki), erstens ist der Film einfach zu vielschichtig … zu surreal und auf verschiedenen Bewussteinsebenen spielend ….und zweites hasse ich es, den Film auseinandernehmen zu müssen … ihm eine Handlung geben zu müssen … ich denke, noch nicht mal das Genre lässt sich klar bestimmen, was eindeutig für die Qualität spricht …ist es eine romantische Liebesgeschichte … eine Liebestragödie … ein LiebesThriller ..?
Was ich allerdings weiß, ist, dass der Film mir gezeigt hat, wie wertvoll Liebe sein kann … nicht nur das Gefühl zu lieben … sondern auch die Kraft, die dazu nötig ist, diese Liebe immer wieder spüren zu können … wie leichtfertig man oft miteinander umgeht, ohne es zu wollen …und dann die Unmöglichkeit, die Liebe und die gemeinsam erlebten Momente aus dem Gedächtnis zu löschen …
Ich bin kein besserer Mensch durch diesen Film geworden … aber ein anderer …ja, ein stückweit hat der Film mir wieder eine Perspektive gegeben … gezeigt, dass es sich lohnt, zu leben … und immer wieder zu lieben … auch wenn es immer wieder Enttäuschungen geben wird …
Und was Jim Carrey betrifft … ich beginne ihn zu mögen …ich habe ihn einfach vorher nicht beachtet und verstanden … darauf läuft es wahrscheinlich hinaus …ein schlechter Film bleibt eben schlecht und ein schlechter Schauspieler ebenfalls … nur manchmal passiert es, dass die Dinge doch etwas komplizierter sind …manchmal versteckt sich etwas unter einer anfangs unscheinbaren Oberfläche …etwas, das man zuerst vielleicht abstoßend findet, aber bei näherer Betrachtung dann doch Interesse weckt …und aus diesem Interesse dann Sympathie … usw. … wenn man erstmal so eine emotionale Kettenreaktion hervorgerufen hat, ist es schwer sie zu stoppen …
Was ich gehört habe ? Magic Doors von “Portishead”
Keine/r hat mein Flehen erhört … also musste ich mich schließlich selbst auf die Suche machen … musste tief in den wilden, schwarzen wordpress_Wald hinein … es war (stock)dunkel, feucht und an einigen Stellen auch noch ziemlich glitschig ….slippery when wet, also überall noch SchneeReste ( Ich warte auf den Frühling !!!). Aber schließlich habe ich gefunden, wonach ich gesucht habe ( wow, ein in seiner sprachlichen Konsequenz nicht zu unterbietender Satz): eines dieser berüchtigten “Stöckchen“ …eine virtuelle Aufgabe …. Nahrung für mein ruheloses, krankes Hirn … Merkwürdigerweise gibt es momentan viele einsame (?) Waldgänger … es waren schon einige, die sich vor mir danach gebückt haben … entweder liegen überall identische Stockdinger rum … oder es hat eine Art viraler Effekt stattgefunden … anscheinend haben mindestens 100 (Word_Press)Blogger dieses Stockdings schon “bearbeitet”. Eigentlich halte ich nichts von Massen_Phänomenen … werde immer mehr zum merkwürdigen Einzelgänger, aber in diesem Fall konnte ich dann doch nicht widerstehen … vor allem weil dieses “Stöckchen” was mit Büchern zu tun hat … also mit Gegenständen, die hier einzeln und gestapelt rumliegen, über_ und aufeinander …kreuz und quer … teilweise aufgeschlagen oder mit ehemaligen Kassenbons oder Zeitungsschnipseln als Lesezeichen versehen … Ok, hier also die “Aufgabe”, die ich an dieser Stelle noch etwas “verfeinern” möchte. Der oder die Erste, die den dazugehörigen Autor, oder vielleicht sogar das entsprechende Buch errät, bekommt von mir eben dieses zugeschickt ( natürlich kostenfrei !)
1. Nimm ein Buch in Deiner Nähe, das mindestens 123 Seiten hat.
2. Schlage das Buch auf Seite 123 auf.
3. Suche den 5. Satz.
4. Lies und poste die nächsten drei Sätze.
1. “Mein” Buch hat genau 202 Seiten. Ein rororo_Taschenbuch übrigens. Die deutsche Erstausgabe kam 1973 heraus. ( Mein Exemplar erschien 1994 ; 28.-36. Tsd.) Aber es ist kein veraltetes Werk. Der Autor lebt auch noch …
2. Ja, hab ich …schönes, weiches Papier (aber das haben Bücher ja eigentlich immer, ok, es gibt auch Bücher mit rauen, unangenehmen Seiten …etwas gräulich, und manchmal an den BlattRändern etwas vergilbt, also schlechte PapierQualität … oftmals dann auch gleichzeitig ein schlechter Verlag)
3. Hier steht: “ Der Witz bei der ganzen Sache ist, daß sie dich so weit kriegen, daß du´s nicht mehr nötig hast. “
4. “Ich selbst hab Glück gehabt. Ich hab schon ganz jung damit aufgehört. Aber es gibt 60 Jahre alte Männer, ob Sie´s glauben oder nicht, und Frauen, die sogar noch älter sind, die manchmal in der Nacht schreiend aufwachen” Die Sätze entstammen einer wörtlichen Rede, aber Anführungszeichen unten und oben ( gerade bei einem Zitat, das ja sowieso immer in Anführungszeichen stehen sollte), würde alles noch verwirrender machen. Hmm, also nicht ganz einfach, das “Rätsel” zu knacken … vielleicht noch ein letzter Hinweis: Der Autor ist noch medienscheuer als J.D. Salinger …tja, vielleicht hab ich damit schon zu viel verraten …mal sehen.
Normalerweise sollte ich jetzt verlinken, woher ich dieses Stöckchen geklaut habe …hm, aber ich denke, die Frau würde es nicht befürworten … sie hat eine EichhörnchenPhobie … weshalb und wieso auch immer …und lebt in Berlin … also das sind jetzt keine Gründe, sondern weitere Hinweise …um diese Person dann vielleicht doch noch aufzuspüren …also investigativ tätig zu werden …
Hmmm, so wie es aussieht, war mein letzter Eintrag etwas zu schwer … zu schwer zu enträtseln …. bisher jedenfalls hat noch niemand den Autor oder das Buch, aus dem ich zitiert habe, herausgefunden. Daher nochmals ein Zitat, diesmal aus einem späteren Werk des gesuchten Schriftstellers. Vielleicht weiß ja jetzt jemand unter Euch die “Lösung”:
„Sie hat mit Psychologen gesprochen, weiß alles über den pubertierenden deutschen Jüngling, wie er auf Matten und Bergwiesen liegt, in den Himmel hineinstarrt, onaniert und sich sehnt. Und das Schicksal wartet bereits, ein dunkles Verhängnis, verborgen im Hauch dieses Sommerwinds.“
Ein Song, der erst nach dem zweiten oder dritten Mal seine nachhaltige Wirkung bei mir hinterlassen hat .. . erst ziemlich strange, dann sehr vertraut … mittlerweile in Endlosschleife …SehnsuchtGänsehautFeelings überall …vielleicht nicht für Alle, aber „for all people searching for a deeper love“ bestimmt
Weil es bereits später als gedacht und vermutet ist, hier – wie bei solchen Anlässen mittlerweile üblich- nur wieder zwei “Platzhalter” (für mich mehr als das !), also keine eigenen Gedanken und Auswüchse, sondern fremde Leistungen, auf denen ich mich heute auszuruhen wage.
Ein Mann, den ich sehr bewundere, nicht nur wegen seiner Sprachgewalt, sondern auch wegen dem absoluten Destillat seiner Worte, ist Elias Canetti. Er packt ganze Universen in ein paar Sätze, ohne dabei gewollt philosophisch zu klingen. Auch wenn das Opus Magnum ( “Masse und Macht”) ein für manche Leute schwer zugängliches Werk erscheint, es lohnt sich.
Ich kann das Buch irgendwo aufschlagen, ganz egal wo, und finde Gedanken, die weder einer weiteren Erklärung bedürfen, noch einer Infragestellung des Lesenden …hmm, ich rede heute etwas wirr, liegt wahrscheinlich daran, dass es schon nach 23.00 Uhr ist und sich ab diesem Zeitpunkt mein Gehirn in einem trüben Wasserglas zur Ruhe betten will, aber bevor es endgültig dazu kommt, hier noch schnell ein Canetti_Zitat (natürlich aus “Masse und Macht”) :
“Die Zerstörungssucht bei Affen und Menschen kann man sehr wohl als Härteübungen von Hand und Fingern betrachten. Die Verwendung von Ästen brachte den kletternden Affen und seine Hände in ständige Verbindung mit einem Material, das härter war als sie selber. Um die Äste zu meistern, mußte er sich an sie halten, aber er mußte sie auch abzubrechen verstehen. Das Prüfen seines “Grundes” war ein Prüfen der Zweige und Äste; was er leicht abbrach, war ein falscher Boden für seine Fortbewegung. Die Erforschung dieser Welt der Äste war eine unaufhörliche Konfrontation mit ihrer Härte; ihre Erprobung blieb eine Notwendigkeit, auch als er schon eine große Erfahrung darin gewonnen hatte. Der Stock, der ihm wie dem Menschen zur ersten Waffe wurde, begann die Reihe der harten Instrumente. Man maß seine Hände an ihm, wie später auch an den Steinen. Die Früchte und das Fleisch der Tiere waren weich, am weichsten das Fell. Im Kraulen und Lausen des Fells übte man die Freiheit der Finger, im Zerbrechen von allem, was ihnen unterkam, ihre Härte.”
Vielleicht noch ein anderes Zitat von ihm, das noch klarer die wahnsinnige Gleich-und doch Andersartigkeit, aber auch die Machtstellung des Menschen gegenüber Tieren herausarbeitet ( erinnert mich irgendwie auch an Orwells “Animal Farm“, also Rebellion der Unterdrückten):
“Es schmerzt mich daß es nie zu einer Erhebung der Tiere gegen uns kommen wird, der geduldigen Tiere, der Kühe, der Schafe, alles Viehs, das in unsere Hand gegeben ist und ihr nicht entgehen kann. Ich stelle mir vor, wie eine Rebellion in einem Schlachthaus ausbricht und von da sich über eine ganze Stadt ergießt …. Ich wäre schon erleichtert über einen einzigen Stier, der diese „Helden“, die Stierkämpfer, jämmerlich in die Flucht schlägt und eine ganze blutgierige Arena dazu. Aber ein Ausbruch der minderen, sanften Opfer, der Schafe, der Kühe wäre mir lieber. Ich mag es nicht wahrhaben, daß das nie geschehen kann; daß wir vor ihnen, gerade ihnen allen, nie zittern werden.“
Zitiert aus “Über Tiere”, einer Anthologie zu Canettis Werk mit einem Nachwort von Brigitte Kronauer.
Hmm, und zum Schluss etwas ganz anderes, wieder ein Song …auch wenn das einen totalen Gefühlswechsel ( auch thematisch) hinsichtlich Canetti darstellen sollte. Ich höre dieses Lied heute bestimmt schon zum 1000. Mal und es wird immer besser … ok, es ist kein new song … aber gute Lieder sind ewig … und diese Lied ist es wert, in meiner persönlichen Bestenliste einen der obersten Plätze einzunehmen … und ich muss mir demnächst unbedingt die CD von ihr ( Soko) haben …
Die beste Live_Performance ( heiser_verrucht und sehr sexy) dieses Liedes ist leider beim von mir mittlerweile verhassten MTV-Sender zu finden ( MTV bringt seit einiger Zeit echt nur noch billigste Doku_Soups ( also keine SeifenOper, sondern eher sowas wie eine SeifenSuppe) wenn man das überhaupt noch so nennen sollte):
Meine Motivation ist heute wieder mal grenzenlos …wahrscheinlich liegt das an den Gedanken an ein relaxiges ( chilliges ?) und sinn_freies Wochenende … einfach nur mal wieder zur Ruhe kommen, ausatmen können ….. ich war in den letzten Tagen ziemlich hin- und hergerissen …meine verschiedenen Leben hatten mich voll im Griff … und ich frage mich, wie lange ich dieses gevierteilte Etwas, was sich Getrennt_Leben nennt, noch aushalte … so wie ich mich kenne, noch verdammt lange … ich bin da sehr ausdauernd …negativ ausdauernd …und manchmal wünsche ich mir sogar, dass es ewig so weitergeht …ein plan_ und vor allem ereignisloses Einfach_so_weiter_existieren_Können … ohne große Erschütterungen und böse Überraschungen.
Was ich gehört habe ? “O Saya” von M.i.a. u. A.R. Rahman ( Filmmusik also / Slumdog Millionaire)
Ach ja, ab heute gehöre ich zu den *Twittern* ( einfach etwas scrollen, dann taucht hier irgendwann der dazugehörige link auf) …hab aber bisher noch keine „follower“ …und wer weiß, vielleicht langweilt mich dieses neue Kommunikations_Instrument auch bald … Twitter ist so eine Art HandyErsatz ( niemand muss mich mehr mobil erreichen, um zu fragen, was ich gerade mache) und für weitere Unterhaltungen gibt es ja dann auch noch skype, msn oder icq … Twitter ist also nur so was wie ein virtueller InstantKaffee … eine Art Aperitif …aber bis jetzt ist es noch ganz interessant …
Manchmal frage ich mich, wie es wäre, eine Frau zu sein. Wie es wäre, plötzlich morgens aufzuwachen, und festzustellen, dass es über Nacht eine Art kafkaeske Verwandlung gab. Was würde ich wohl tun ? Sicherlich wäre es erstmal notwendig, ein äußeres Gleichgewicht zu erlangen …immerhin hätte ich ja jetzt Brüste ( vielleicht wäre dadurch das Gehen, die üblichen männlichen Bewegungsabläufe anders, (eingeschränkter ?)) Und welche “Größe” hätte ich überhaupt? Da ich 1,80 cm bin, kann ich mir vorstellen, dass sie nicht gerade klein wären. Aber aussuchen könnte ich sie mir bestimmt nicht. Und Frauen mit großen, schweren Brüsten haben ja bekanntlich immer wieder mal Rückenschmerzen… Und große Frauen mit großen Brüsten ? Etwa noch mehr Rückenschmerzen ? Naja, ich würde, nach dem ersten angenehmen Schock erstmal ins Bad tappen und mich genauer betrachten, was sich sonst noch so verändert hätte. Die Form meiner Hände, meine Schultern, die Taille der Hintern und der Rest. Vor allem mein Gesicht. Hätte ich andere Augenbrauen, blauere Augen vielleicht ? Und mein Mund, die Wangenknochen, was hätte sich noch alles verändert?
Jedenfalls bräuchte ich bedeutend länger als sonst im Bad, bestimmt über eine Stunde, schon allein um ein neues Verhältnis zu meinem neuen Körper zu bekommen. Die nächste Frage wäre dann: Was soll ich bloß anziehen? Naja, Jeans passen eigentlich immer, also geschlechtsunabhängig und ein altes, ausgeleiertes Shirt (wegen meiner Oberweite) hätte ich wahrscheinlich auch noch irgendwo. Fürs erste wäre ich also ausgehtechnisch okay. Gerne würde ich dann so schnell wie möglich Röcke und auch enge Sachen ausprobieren, und auch Schmuck, Halsketten … und nicht zu vergessen irgendein Parfüm … etwas was die Männerwelt verrückt machen könnte, etwas was ihre Sinne verwirren würde …hmm, Männer …keine Ahnung, ob ich damit plötzlich Probleme hätte …grundsätzlich fühl ich mich nämlich zu Frauen hingezogen …vielleicht würde ich innerhalb kürzester Zeit lesbisch werden … könnte passieren. Wobei wir auch schon beim weitaus interessanteren Teil dieser GeschlechtsVerwandlung wären … was hätte sich bei mir innerlich verändert ? Mein Denken, meine Gefühle …wäre ich jetzt noch kopflastiger ? Oder hätte ich jetzt auf einmal einen besseren, klarsichtigeren Blick ….was ist mit dieser berühmten “weiblichen Intuition“ …wie würde sich mir die Welt erschließen? Die Männer- und die Frauenwelt; würden mich plötzlich Leute beachten, die mich vorher (als Mann) nicht wahrgenommen haben …nur aufgrund meiner Weiblichkeit … oder meiner neuen physischen Merkmale… meiner Brüste, meinem Arsch ? Und was wäre mit meiner “anfänglichen” Schüchternheit? Hätte ich es jetzt leichter, würde ich öfter angesprochen, müsste nicht Angst haben, den ersten Schritt zu tun ( okay, es ist ein Mythos, eigentlich machen Frauen immer den ersten Schritt; empirisch nachgewiesen) Würde ich mich selbstbewusster bewegen, mehr lächeln ?
Hmm, auf alle Fälle wäre es unwahrscheinlich reizvoll … so eine komplette Metamorphose zu erleben, auch mit all den “negativen” Aspekten … es ist bestimmt nicht einfach, auf Dauer eine Frau zu sein …blöde Anmachen, hormonelle Schwankungen, Regelblutungen und andere „Nachteile“ …aber das würde ich in Kauf nehmen … Frau sein zu dürfen wäre für mich einfach genial …
Was ich gehört habe? Wieder Travis “The invisible Band”
Kafka (bzw. kafkaesk) war gestern ein gutes Stichwort. Ich weiß nicht, wie oft und wie verzweifelt ich versucht habe, ihn zu verstehen. Bisher gelang es mir, immer nur einzelne Passagen, aber nie das Gesamtwerk zu begreifen. Entweder lag es an der Komplexität oder aber an den vielen “traumartigen” Schilderungen. Vielleicht fehlt mir aber einfach nur das tiefenpsychologische Verständnis. Auf alle Fälle sind mir die kafkaesken Innenwelten sehr fremd geblieben. Möglicherweise bin ich aber auch noch nicht reif genug, um hinter seinen Worten meine eigenen Gefühle entdecken zu können.
Eigentlich wollte ich auf etwas ganz anderes hinaus. Wieder ein Zitat ( das letzte für diese Woche, I swear !) aus einem Buch …im Grunde genommen ist es eine kleine poetische Geschichte aus einem faszinierenden und wirklich mehr als empfehlenswerten Werk (Nicole Krauss: “Die Geschichte der Liebe”):
“Franz Kafka ist tot
Er starb auf einem Baum, von dem er nicht herunterwollte. “Komm runter!”, riefen sie ihm zu. ”Komm runter! Komm runter!” Stille erfüllte die Nacht, und die Nacht erfüllte die Stille, während sie darauf warteten, dass Kafka sprach. “Ich kann nicht”, sagte er schließlich in einem Anflug von Wehmut. “Warum ?”, riefen sie. Sterne rieselten über den schwarzen Himmel. “Weil ihr dann nichts mehr von mir wollt.” Die Menschen flüsterten untereinander und nickten. Sie legten die Arme umeinander und strichen den Kindern übers Haar. Sie zogen ihren Hut vor dem kleinen, kränklichen Mann mit den Ohren eines seltsamen Tieres, der in seinem schwarzen Samtanzug auf dem dunklen Baum saß. Dann drehten sie sich um und machten sich auf, unter dem Blätterdach nach Hause zu gehen. Kinder wurden von ihren Vätern auf den Schultern getragen, schläfrig, nachdem sie mitgenommen worden waren, den Mann zu sehen, der seine Bücher auf Rinde schrieb, die er von einem Baum abriss, von dem er nicht herunterwollte. In seiner feinen, schönen, unleserlichen Handschrift. Und sie bewunderten diese Bücher, bewunderten seinen Willen und sein Durchhaltevermögen. Denn schließlich: Wer wünscht sich nicht, aus seiner Einsamkeit ein Schauspiel zu machen? Eine nach der anderen brachen die Familien auf, mit einem gute Nacht und einem Händedruck, plötzlich dankbar für die Gesellschaft von Nachbarn. Türen zu warmen Häusern schlossen sich. In den Fenstern wurden Kerzen angezündet. Weit entfernt, auf seinem Ast in den Bäumen, lauschte Kafka alledem: dem Rascheln von Kleidern, die auf den Boden fielen, wispernden Lippen, die über nackte Schultern führen, dem Knarren von Betten unter dem Gewicht der Zärtlichkeit. All das fing sich in den feinen, spitzen Muscheln seiner Ohren und rollte wie Flipperkugeln durch die große Halle seines Geistes.
In der Nacht kam ein frostiger Wind auf. Als die Kinder erwachten, liefen sie ans Fenster und fanden die Welt mit Eis bedeckt. Ein Kind, das kleinste, kreischte vor Entzücken, und sein Schrei zerriss die Stille und sprengte das Eis der riesigen Eiche. Die Welt glitzerte.
Sie fanden ihn erfroren auf der Erde, wie einen Vogel.
Es heißt, als sie ihre Ohren auf die Muschel seiner Ohren legten, hätten sie sich selbst gehört.”
Keine Ahnung, ob das was jetzt kommt, als halbes Stöckchen durchgehen kann … zumindest hat es was mit Frage und Antwort zu tun …es handelt sich um den legendären F.A.Z. -Fragebogen, der regelmäßig im gleichnamigen Magazin abgedruckt wurde. Der Fragebogen geistert immer noch überall rum, das Magazin dagegen existiert schon seit fast 10 Jahren nicht mehr.
Hier also – auch für alle, die dieses “ beliebte Gesellschaftsspiel, das in den Salons der Vergangenheit „ zum Zeitvertreib gedacht war, ( Proust soll ihn sogar gleich zweimal ausgefüllt haben ) nicht kennen sollten, „meine“ Antworten …
Was ist für Sie das größte Unglück?
Nicht (mehr) geliebt zu werden – ein sehr egoistisches, fast schon narzisstisches Wunschdenken … aber Liebe. Leben. Glück. Unglück ist nun mal eine verhängnisvolle Kette wechselseitiger Faktoren, die wahrscheinlich nicht nur mein Leben beeinflussen.
Wo möchten Sie leben?
Auf dem Meeresgrund, because I love water …
Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?
Gibt es nicht, und wenn es diesen Zustand gäbe, würde er mich innerhalb kürzester Zeit an meiner “irdischen” Existenz zweifeln lassen
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Da ich selbst ständig Fehler mache, und weiß, wie leicht es fällt, Fehler zu machen ( auch wenn ich in diesem Zusammenhang nicht die Floskel “das ist menschlich” benutzen will) …bin ich immer bereit (fast) alles zu verzeihen …außer wenn es darauf hinausläuft, anderen Menschen bewusst körperliche und seelische Gewalt anzutun
Ihre liebsten Romanhelden?
einfach zu viele, die mir auch gerade nicht einfallen wollen
Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?
Ich bin kein geschichts_bewusster Mensch, und den meisten historischen “Gestalten” klebt Blut an den Händen, schon aufgrund der Tatsache, dass sie “erinnerbar” sind, also einen Platz im kollektiven Gedächtnis einnehmen konnten …
Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?
Hmm, Frauen sind für mich grundsätzlich Heldinnen …
Ihre Lieblingsheldinnen in der Dichtung?
Gegenfrage: Was zeichnet eine Heldin aus ? Weiblicher Mut …diplomatische Weitsicht … feminines “Welt”Verstehen ….?
Ihre Lieblingsmaler?
Rossetti, Ingres, Corot, Yves Klein ….and many more
Ihr Lieblingskomponist?
Jeder, der es schafft, mein unmusikalisches Herz in positive Schwingungen zu versetzen …
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?
seine Weiblichkeit
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?
ihre Männlichkeit …
Ihre Lieblingstugend?
Tugend ist ein negativ besetzter Begriff, mit dem ich absolut nichts anfangen kann …
Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Nach_Denken
Wer oder was hätten Sie sein mögen?
eine Andere ….weiblicher …
Ihr Hauptcharakterzug?
Nicht(s) zu verstehen … und manchmal auch nichts verstehen zu wollen … eine innere Verweigerungshaltung quasi
Was schätzen Sie bei ihren Freunden am meisten?
Dass sie sich trotz meiner offensichtlichen Fehler immer wieder mit mir einlassen …
Was möchten Sie sein?
verstehender und empathischer …
Ihre Lieblingsfarbe?
wechselt mit dem Sonnenlicht
Ihre Lieblingsblume?
ich bin pflanzen_los … hab absolut keinen Bezug zur Natur ….
Ihr Lieblingsvogel?
weder Vogel noch Pflanze … diese „Dinge“ sind mir fremd ( aber ich „mag“ Hunde und Katzen, ab und zu auch mal eine Ratte …)
Ihr Lieblingsschriftsteller?
wieder zu viele ….
Ihr Lieblingslyriker?
vielleicht Derek Walcott …ach, ja… und natürlich Albert Ostermaier …
Ihre Helden in der Wirklichkeit?
jede/r, der versucht kein Held zu sein …
Ihre Heldinnen in der Geschichte?
wieder eine Frage, mit der ich nichts anfangen kann …
Ihre Lieblingsnamen?
Zoe, Natascha , Cody …
Was verabscheuen Sie am meisten?
Lügen .. soziale .Anpassungsbereitschaft (euphemistisch ausgedrückt)
Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten?
alle Diktatoren …Schwachsinnsfrage !
Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?
none !
Welche Reform bewundern Sie am meisten?
die seelische, falls es jemals eine geben sollte …
Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
manchmal etwas mehr Gelassenheit
Wie möchten Sie sterben?
kurz und schmerzlos, eigentlich logisch … oder sollte ich jetzt sagen … möglichst viel leidend … ein endloser, sich über Jahre hinziehender Krankheitsprozess ?!
Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?
verwirrt … aber das bin ich ja immer
Ihr Motto?
ich hasse Mottos … SinnSprüche und Alltagsweisheiten …
Diesmal ein link. Nicht, weil ich heute zu faul und ideenlos wäre ( ähm, das natürlich auch … I´m always lazy), sondern weil ich vor kurzem von diesem Autor (Malcolm Gladwell) ein geniales Buch gelesen habe:
*Blink !* Thinking without thinking
Ganz genau: “Blink!”; fällt für manche von Euch vielleicht leider in die unliebsame Kategorie “Sachbuch“ ( eigentlich müsste es ja “Dienst_Buch heißen, denn das Werk DIENT dem Lesenden, in dem es ihm neue Sichtweisen aufzeigt). Es geht um Intuition, um Augenblicke (im wahrsten Sinn des Wortes); um diesbezügliche, oft fatale Fehl_Einschätzungen, ganz allgemein geht um diese kurze Wahrnehmungsspanne von 2 oder 3 Sekunden. Und darum, wie wir unseren Blick schärfen können. Das Beste an dem Buch sind die sehr detailgenauen Schilderungen einzelner Fallbeispiele … ich wusste z.B. wirklich nicht, dass Bewerber/innen für eine Stelle in einem Orchester zwecks Gleichberechtigungsgrundsätzen (sic!) den Entscheidungsträgern hinter einer Art “spanischen Wand “ vorspielen müssen. Und es trotzdem – sobald die “Identität” des Spielers/ der Spielerin bekannt wird – regelmäßig zu Überraschungen (und natürlich ebenso bösen Vorurteilen ( “Eine Frau kann kein Blassinstrument spielen. Das ist wider die Natur”, etc.) kommt.
Gladwell hat übrigens noch weitere interessante Bücher (“Tipping Point” z.B., in dem er über den Ursprung und die Beschaffenheit von Trends schreibt; anscheinend wirtschaftspsychologisch erklärt ) zu ähnlichen sozialen Themen verfasst. Und das Beste, er hat sogar einen eigenen Blog, in dem man noch viel mehr über ihn und sein Beschäftigungsfeld erfahren kann. Der Typ ist echt ziemlich vielseitig: www.gladwell.typepad.com
Ok, lest ihn …lest alles von und über ihn …auch wenn Ihr nie im Leben ein “Sachbuch” lesen würdet … never ever … es lohnt sich … I swear !
Wieder völlig verplant … dazu diese merkwürdige Müdigkeit …mein ganzer Körper schreit nach Schlaf … Frühjahrsmüdigkeit oder Mangel an Vitamin D ? Oder beides ? Jedenfalls fällt es mir heute sehr schwer mich zu konzentrieren und wach zu bleiben … so eine Art Nebelwand vor meinem (inneren) Auge. Normalerweise wollte ich heute über einen Film berichten, bzw. über einen Schauspieler … Sean Penn … aber das hol ich nach … spätestens morgen.
Und bis dahin (leider) wieder mal ein Musik_Video: Diesmal von meinem absoluten Lieblings_Franzosen, Serge Gainsbourg …
Als ich Sean Penn das erste Mal bewusst auf der Leinwand gesehen habe, hielt ich ihn ehrlich gesagt für ein filmisches One_Hit_Wonder. Naja, anfangs war er für mich wirklich nur der (auch) schauspielernde Ehemann von Madonna. Und ihr erster (und letzter) gemeinsamer Film “Shanghai Surprise” sollte man schnell vergessen. Eine Art Jugendsünde, und jeder macht mal Dinge, die er später bereut. Und ich denke Madonna zu ehelichen, war eindeutig (sein größter) Fehler. Aber egal. Ich will heute ja mein Versprechen von gestern einhalten, und euch über einen seiner letzten Filme ( “ The Assassination of Richard Nixon” / 2004 ) berichten.
Es ist kein politischer Film, kein Lehrstück über amerikanische Zeitgeschichte, auch wenn man das aufgrund des Titels vermuten könnte. Stattdessen geht es um ein Einzelschicksal. Es ist der unaufhaltsame Abstieg eines Mannes, dessen Leben eigentlich schon am Anfang des Filmes zu Ende ist.
Sean spielt Samuel Bicke, einen Büromöbelverkäufer in den 70ern. Ein Job, den er zuerst noch schüchtern und mit einem gewissen Idealismus ausübt, dann aber immer mehr Ekel vor der dem Verkaufsgesprächen ausgehenden Heuchelei hat. Bicke ist ein Verlierer, einer von vielen. Nicht nur, dass ihm der Job Höllenqualen erleiden lässt, auch das Verhältnis zu seiner Noch_Ehefrau ist angespannt. Zwar lebt Bicke allein, aber er versucht immer wieder, zu seiner Frau und seinen Kindern zurück zu fliehen. Erst als er die Scheidungsurkunde in der Hand hält, ist für ihn ein finaler Punkt erreicht. Ab diesem Moment ist für ihn die Welt eine andere. Er lauert seiner Frau auf, muss beobachten, dass sie sich mit anderen Männern trifft und angefangen hat, ein Leben ohne ihn zu führen.
Außerdem ist da noch die Perspektivlosigkeit des Jobs, die ihn dazu antreibt, nach Alternativen zu suchen. Der Strohhalm, an den er sich nun klammert, ist ein beantragtes Bankdarlehn. Er will mit seinem (einzigen wahren) Freund, einem schwarzen Kfz_Mechaniker, eine Art mobilen Reifenhandel aufbauen. Aber dazu braucht er eben das notwendige Kapital, das er natürlich letztlich nicht bekommt.
Bicke driftet nun immer weiter ab, entfernt sich der Welt, kapselt sich ab und fokussiert seinen Hass und sein Versagen auf eine einzige Person: Richard Nixon, der ihn – via TV_Berichterstattungen – regelrecht zu verspotten scheint. Bicke hat auf einmal eine ideale Projektionsfläche, und macht den Präsidenten dafür verantwortlich, dass es mit Amerika immer weiter bergab geht. Nixon stellt in seinen Augen immer mehr das personifizierte Übel dar. Dass Menschen wie Bicke keine echte Chance bekommen, ihr Leben so zu leben, wie sie es sich wünschen, ist allein auf Nixon und seine Art der Politik zurückzuführen. Ein amerikanischer Albtraum …
Wie es weitergeht, solltet ihr dann aber selbst herausfinden. Der Film lief sogar mal vor kurzem im TV. Ich hab ihn mir allerdings auf DVD angeguckt. Okay, es ist kein überwältigender Film, aber dennoch meilenweit besser und authentischer als der übliche Hollywood_Schwachsinn. Er erinnert in bestimmten Momenten an andere cineastische Out_Laws … an Travis Bickle z.B., dem “Taxi Driver” (einer der wohl kontroversesten und daher besten Filme der 70er ; ein Film den man auf verschiedene Weise sehen kann … z.B. als blutiges Revenge_Movie oder aber als Parabel auf die Welt …).
Sean kann inzwischen jede Rolle spielen, ich kaufe ihm alles ab. Er ist für mich der Inbegriff des wahren“american actor”, einer der wenigen, denen man glaubt, was sie verkörpern. Und das nicht nur auf der Leinwand.
Was ich gehört habe ? Radiohead – “All I need”
In einem vor kurzem mit der ZEIT geführten Interview ( vollständig nachzulesen unter :
www.zeit.de/2008/05/Interview-Sean-Penn?page=all ) ist folgende, überwältigende Aussage von ihm zu finden:
“Wissen Sie, was ich glaube? Dass wir in eine Welt hineingeboren werden, in der sich niemand die Zeit nimmt, der zu werden, der er ist – und all diese Menschen, die nicht sie selbst sind, verletzen die wenigen Menschen, die sich diese Zeit nehmen.”
Eigentlich wollte ich ja in dieser Woche nicht(s) mehr zitieren, wollte mich auch streng daran halten, aber dann hab ich das da gefunden ( ein handgeschriebener Zettel, der in einem heute ausgeliehenen Bibliotheks_Buch lag) :
“Und erst jetzt legte sie das Buch hin. Und sah mich an. Und sprach es aus. Das Leben ist nicht gerecht. Wir erzählen den Kindern, dass es gerecht ist, aber das ist eine Gemeinheit.
Es ist nicht bloß eine Lüge, es ist eine grausame Lüge.
Das Leben ist nicht gerecht, ist es nie gewesen und wird es nie sein.”
Nicht die Tatsache, dass ich so eine Notiz in einem “öffentlichen” Buch fand, war für mich überraschend, sondern das Verstörende und Seltsame war, dass sie ausgerechnet in einem Werk von Albert Ostermaier ( “the best poem ever written”) auftauchte . *Solarplexus* .Ostermaier mit seinem poetischen, nie enden wollenden Sprachfluss, dessen Worte nicht wie Perlen an einer Kette aufgezogen sind ( ohne jegliche Interpunktion und jedes Wort kleingeschrieben) sondern mehr wie ein ununterbrochener, gleichmäßig_meditativer Regen in ein ausgetrocknetes Flussbett eindringen. Worte die ineinandergreifen, sich umarmen, miteinander spielend sich der Zeitlosigkeit hingeben.
defacted
die beiden flatternden
bänder der koransure
vervielfältigen sich im
rückspiegel und baumeln
zwischen den augen
der blonden frau ein
zedernduftbaum klemmt
in der sonnenblende
neben dem zerfetzten
stadtplan ein silberner
turnschuh auf dem
gaspedal stop and go
über der automatik
eine seven-up die
schussichere scheibe
durchbrochen für das
wechselgeld zerkratzt
von einer unlesbaren
schrift die skyline ein
ornament im nebel
du sollst dir kein bild
machen der menschen
in den hohlräumen
zwischen trümmern
begraben luftblasen
in den unterirdischen
einkaufsmeilen vor
dem ausglühen der
mobiltelefone dem
letzten i love you
ein paar schritte weiter
entfernt auf dem
anrufbeantworter du
siehst nur die zeilen
die turmstäbe aus dem
schutt gestreckt wie
eine hilfesuchende
hand und die brücke
über dem fluss der
den staub schluckt
bis seine Wellen heiser
werden und an das
ufer wie auf eine
schulter schlagen
gut ist es an anderen
sich zu halten denn
keiner trägt das leben
allein
Albert Ostermaier (zitiert aus “Solarplexus” Gedichte, Suhrkamp, 2004)
Was ich gehört habe ? Foo Fighters … “Echos, Silence, Patience & Grace”
Wortlos …nothing (left) to say …but nevertheless … I need someone to talk to … urgently …
Was ich gehört habe? *FlowerPowerMusic* … wie Buffalo Springfield …“For what it´s worth ?” (auch FilmMusik; bester “AntiKriegs”-Film ever: “ Lord of War” (mit N. Cage!)
Zur Abwechslung mal wieder etwas aus (Natur)Holz … ein sogenanntes “Stöckchen” ( wie ich diesen Begriff hasse), das ich bei einem gewissen Herrn Wortmann gefunden habe (http://wortman.wordpress.com/2009/01/03/stockchen-count-12-to-1-personality). Keine Ahnung, wie ich das besser und effektiver verlinken könnte (trackback oder so was ?). War teilweise ganz schön schwer, dieses StockTeil zu bearbeiten … und viele Antworten kommen mir wahnsinnig banal und nichtssagend vor … aber egal …
Here you are:
12 Dinge, die dich ärgern
Gleichgültigkeit, Intoleranz, Rassismus, Starrheit des Denkens; meine StrukturLosigkeit, mein dolce_vita_Denken (*life is live*); zu laute Musik; ironiefreie Menschen; meine gesundheitlichen Schwächen (Kopfschmerzen z.B.); Fanatismus; Geiz; Menschen, die Bücher wie lieblose Gebrauchsgegenstände behandeln ( for me, books have always been very precious )
11 deiner momentanen Lieblingslieder
hmm, schwer … sehr schwer, aber ich versuch´s trotzdem mal …
1/ Kasabian “L.S.F”; 2/ Travis “Side”; 3/ Primal Scream “Higer than the Sun”; 4/ Serge Gainsbourg “ Melody Nelson”; 5/ Holly Cole “Falling down”; 6/ Lou Reed “Perfect Day”; 7/ Bob Dylan “Not dark yet”; 8/ Blur “On your own”; 9/ Diana Krall “Let´s face the music and dance”; 10/ Razorlight “In the morning”; 11/ Regina Spektor “Fidelity”.
10 Dinge, auf die du dich freust
schwimmen;Wochenende; *Stille der Nacht*, e-mails(lesen); neue Musik entdecken; U-Bahn fahren; lesen (einfach nur Papier in den Händen halten), TV/DVD gucken; bloggen; Kalenderblätter abreißen
9 Dinge, die du täglich trägst
Badeklamotten (Badehose klingt so ultra_unsexy); Shampoo/ Duschgel ( Axe “Skin Contact“) mein paprikarotes “Pall Mall”_Bag; Head_Set ( unentbehrlich für Spanisch_Lektionen u. last.fm ; fm4 etc._Hören …); Schuhe (logisch); Brille, ein (türkisches) “Armbändel “am rechten Handgelenk; underwear (irgendwie logisch), blaue Strickmütze (aber nur im Winter)
8 Filme/Serien, die du immer wieder sehen könntest
“24”, “Across the Universe”, “Garden State”, “Knocked up”, “ Der Pate 1 & 2”, “Die Hard”, “King of Queens” (alle Folgen, wobei zum Schluss irgendwie ideenlos); “Science of Sleep”
7 deiner Lieblings-Webseiten
tut mir Leid …gibt es nicht … bin da zu unstrukturiert …naja, auf alle Fälle, alle sites, die in meinem BlogRoll auftauchen
Gerade habe ich z.B. einen Stapel alter Briefe gefunden( in einer etwas verstaubten Letter_box; eine von vier, um genau zu sein). Briefe, die ich vor über 15 Jahren erhalten habe. Mittlerweile bekomme und verschicke ich ja fast ausschließlich e_mails. Etwas steril und unpersönlich, aber egal. Auf alle Fälle sind mir drei Exemplare in dieser Kiste besonders aufgefallen. Briefe mit hellrosa Umschlägen und sehr großzügiger Schrift auf den Kuverts. Und sie alle sind von Paris aus verschickt worden. Briefe einer Frau, die sich vielleicht nur noch dunkel an mich erinnern wird. Eine Frau, die jetzt 38 sein müsste, bestimmt verheiratet, 2 Kinder. Sie wohnt garantiert in einem noblen Haus irgendwo am Meer (ihr großer Traum), und wenn nicht direkt am Meer, dann irgendwo in einem kleinen nahegelegenen Fischerdorf. Ist jetzt vielleicht Lehrerin (Französisch, Deutsch, Geschichte) oder Tennishallenbesitzerin. Sie spielte das damals verdammt gut, war darin fast unschlagbar. Ich denke Sport war generell eines der Dinge, die sie am liebsten tat.
Wir waren zu keinem Zeitpunkt “richtig zusammen“. Eigentlich hatten wir gar keine Beziehung. Sie war so was wie eine nie stattgefundene Entjungferung, eine Obsession meinerseits. Das was sich da entwickelte, hatte zum Schluss tatsächlich schon Stalker_Qualitäten. Irgendwie wusste ich damals auch nicht, wie ich ihr sonst meine “Zuneigung” hätte zeigen sollen. Ich war einfach immer nur da. Um sie herum, wie ein Adler um seine Beute kreisend. Und ich fand mich extrem hässlich. Und sie natürlich wunderschön, a real princess. Dieses Gefälle unserer äußeren Merkmale war unübersehbar. Vor allem im Sommer. Da war sie jedes Mal schokobraun und ich vampirblass. Aber nicht nur deshalb lag immer eine bittersweetness in unseren Begegnungen.
Im Grunde genommen war sie einfach jemand, den ich während den Schul_Pausen immer wieder beobachten musste und aus einer gewissen Distanz heraus schüchtern angelächelt habe. Sie war zwei oder drei Jahre jünger als ich, außerdem einmal sitzengeblieben, und somit bestand außer diesen kurzen 15 Pausenminuten nicht die geringste Chance, auch mal in den regulären Schulstunden aufeinander zu treffen.
Irgendwie war ich für sie auch nichtexistent. Nur manchmal wurde sie von ihren Freundinnen von meiner Anwesenheit unterrichtet. Das lief dann meist so ab, dass sie mich von weitem wahrnahmen und kichernd ihre Köpfe zusammensteckten. Mir machte das nichts aus, ich war einfach nur geblendet durch ihre Ausstrahlung. In ihrer Nähe sein zu dürfen, bedeutete mir einfach alles, und daher war es mir egal, was die Anderen von mir hielten.
Schließlich trennten sich unsere Wege aber. Ich wechselte auf die FOS und sie blieb auf dem Gymnasium, machte Abitur und ging dann für ein paar Monate nach Frankreich. Und genau zu dem Zeitpunkt sind wir dann doch noch “zusammengekommen”. Über Umwege hab ich ihre Telefonnummer herausgekriegt und sie natürlich gleich angerufen. Long Distance Calls nach Paris … es waren vielleicht 4 oder 5 Gespräche, die wir geführt haben und in denen wir dann auch alles rekonstruieren konnten. Wie sich herausstellte, hatte sie das Ganze gar nicht so extrem wie ich empfunden. Sie fühlte sich durch mich nicht “belästigt”, nur kam ihr mein Verhalten etwas merkwürdig vor. Naja, im Nachhinein konnten wir uns echt nur über unser (Nicht)Verhalten amüsieren und gleichzeitig entwickelte sich dann noch ein kurzer, aber intensiver BriefKontakt. Eben diese drei Briefe, die ich heute wiedergefunden habe. Irgendwie schien für ein paar Minuten die Zeit stillzustehen, oder sich in rasenden Tempo rückwärts zu bewegen. Bis zum Sommer ´85.
Ich sehe sie jetzt genau vor mir. Strahlendweißes T-Shirt, kurze braune Haare und dieses unverwechselbare, magische Lächeln, das mir in meiner Erinnerung immer noch den Verstand raubt…
Heute vor genau 20 Jahren verstarb Österreichs größter Comedian. Thomas Bernhard.
In memoriam:
Zu Thomas Bernhard passt eigentlich nur Strawinsky … hab ich aber leider nicht in meiner MusikSammlung … und deshalb hab ich heute ausnahmsweise mal NICHTS gehört. Im Hintergrund Bernhards ironisch melodische Stimme; das reicht völlig.
Wieder einer dieser Tage, die einfach nicht so laufen wie sie sollten. Alle Leute, mit denen ich heute in Kontakt kam, fühlten sich kränklich oder körperlich beeinträchtigt (Grippe ?)oder waren schlecht gelaunt. Vielleicht liegt es ja auch an diesem fatalen Datum; irgendwie sollte ich meine Einstellung, was Aberglauben und kalendarische Esoterik betrifft, langsam ändern. Heute konnte ich außerdem seit langer Zeit nicht schwimmen gehen, meine tägliche Lektion Spanisch wurde auch noch nicht gelernt … und auch sonst habe ich diesen Tag eher unstrukturiert verbracht. Tut mir gar nicht gut, aber ich kann nichts dran ändern … zumindest war ich heute wieder mal in der Bibliothek (was ja kein integriertes StrukturHilfsMittel an sich darstellt, nur anderen Lesern beim Lesen zuschauen und beim Reden zuhören…
Hier übrigens mal eine kleine Zusammenstellung der schlimmsten Wörter, die man meiner Meinung nach im Zusammenhang mit Büchern/Lesen gebrauchen kann:
Alice … sie vermutet, depressiv oder verrückt zu werden, oder beides. Jedenfalls kam sie gestern Nachmittag vollkommen niedergeschlagen nach Hause, legte sich erstmal über eine Stunde in ihr Bett und hat nur geheult. Dazwischen gelang es ihr, mir zu sagen, weshalb sie sich so fühlt. Es hat mit ihrer Arbeit zu tun. Sie ist Kinderkrankenschwester und hat vor kurzem einen für ihren Beruf unentschuldbaren Behandlungsfehler gemacht. Es hat was mit Medikamenten zu tun, die sie vertauscht hat. Aus Stress, Versehen …sie weiß es selbst nicht genau. Schon vor ein paar Monaten hat sie angedeutet, dass sie sich “ausgebrannt” fühle (irgendwie hat sie diesen Begriff für sich vereinnahmt; schließlich muss sie ihrem Zustand einen konkreten Namen geben : “outburned”; ich halte es für ein viel zu ausdrucksschwaches Schlagwort; früher hat man dazu vielleicht einfach nur “arbeitsmüde“ gesagt) … an einem Punkt angekommen sei, an dem ihr Job nur noch eine einzige Belastung sei …sie nichts mehr empfinden kann. Eigentlich ist es schon seit längerer Zeit so, dass sie das Gefühl hat, dass ihr alles zuviel ist. Nicht nur in der Arbeit, sondern auch sonst zu versagen. Es fehlt ihr momentan an allem. Kraft, Mut und also auch an Durchhaltevermögen. Diese Perspektivlosigkeit, die sich dann in Apathie widerspiegelt, hat schon etwas Deprimierendes. Und dann wiederum gibt es Tage, an denen sie so ist wie immer, oder sich vielleicht nur nichts anmerken lässt. A great pretender.
Seitdem ich sie lediglich zwei/drei Mal in der Woche sehe, habe ich den Bezugspunkt zu ihrem Leben und somit ihrem inneren Koordinatensystem verloren. Es ist tragisch miterleben zu müssen, wie hilflos sie jetzt ist. Und wie ich ihr nicht helfen kann. Nur leere Worte, kein unmittelbarer *Trost*. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass es zumindest eine Person gibt, die ihr den Rücken stärken kann, der sie, wenn sie zu fallen droht, auffangen kann. Seit Anfang an aber hatte ich den Verdacht, dass ihre neue Beziehung (aus der Sicht ihres Freundes) nur eine vorübergehende, unverbindliche Affäre sein sollte. Für sie war es, denke ich, ein naives head_over_heels Verliebtsein, nur um nicht Alleinsein zu müssen. Ja, davor hat sie am meisten Angst. Allein sein zu müssen, auf sich selbst zurückgeworfen zu sein. Dass sie als Einzige zurückbleibt … ungeliebt…
Er dagegen will sich nicht festlegen oder nimmt sich die Freiheit, frei zu sein. Den schwebenden Zustand als einen solchen noch zu festigen. Also keine verlässliche Größe zu sein. Er kommt und geht, wann er will (oder wann er gehen muss, um mir nicht zu begegnen). Normalerweise müsste er derjenige sein, der sie tröstet oder so was wie Zuversicht vermittelt. Ich kann das nicht mehr, fühle mich genauso hilflos wie Alice. Und dann kommt doch wieder dieses merkwürdige Gefühl der Liebe zurück. Etwas, was ich verdrängen, vergessen und begraben wollte….
Ich lebe mein eigenes verdammtes Leben … möglichst gegenwartsbezogen und vielleicht mittlerweile auch schon etwas “depressiv “ … den Zustand der emotionalen Schizophrenie hab ich wahrscheinlich schon längst hinter mir gelassen …oder ist es nur ein Warten ? Darauf, dass endlich was passiert, etwas, das mich herausfordert … ich will keine neuen Strukturelemente mehr, sondern etwas völlig Neues, Revolutionäres, grandios Aufregendes … aber andererseits fühle ich mich dazu noch nicht bereit … ich zögere den möglichen Zeitpunkt des “Passierens” immer etwas hinaus …gleite in schwere_ und antriebsloser Passivität dahin …
Mir kam während des Schreibens ein absurder Gedanke. Vielleicht sollte ich Alice vorschlagen – so wie ich- ein öffentliches Tagebuch (Blog) zu führen …nur um feststellen zu können, dass es noch Andere gibt …. Menschen, die genau das Gleiche wie sie durchmachen, oft noch hilfloser und verzweifelter sind ….und die es dann doch immer irgendwie schaffen …
Was ich gehört habe ? The Fratellis …Ole black ´n´ blue eyes
Eigentlich wollte ich erst in ein paar Tagen über ein Buch und einen Autor schreiben, der für mich derzeit zu einer Art Freund geworden ist. Klingt jetzt ziemlich paradox. Denn man kann “reale Freunde” haben, auch Tiere können ab und zu diese Position einnehmen, aber dass ein Buch und ein Autor so einen hohen Stellenwert eingeräumt bekommen, ist eher selten und seltsam, wenn nicht sogar etwas “abartig”. Zur Erklärung: ich bin jemand, der sehr schnell in Begeisterung gerät, das äußert sich dann meist in unvermittelte und dauerhafte (verbale) Vergötterung dieser Person (oder eben einer Sache oder ein Thema, über das ich endlos reden und schreiben könnte; für manche nicht so ganz nachvollziehbar; es ist letztlich eine Art von “Ergebenheit” … und dann kann die/der/das_jenige oft machen, was er will mit mir. Meine uneingeschränkte Sympathie ist ihm/ihr sicher. Wer einmal mein Herz und meine Gedanken erobert hat, wird mich für ewig haben. Das war schon immer so. Zwar kann Liebe und Freundschaft irgendwann vorbei sein, aber die HauptschlagAder dieser “Beziehung” kann man einfach nicht durchtrennen …
Chuck Klosterman heißt mein neuer “Freund” und sein freundschaftliches Werk “Eine zu 85 % wahre Geschichte” (oder auf englisch: “Killing yourself to Live. 85 % of a True Story”). Ich besitze leider nur die deutsche Ausgabe, wobei ich sagen muss, dass es mich (besonders anfangs, inzwischen hab ich mich irgendwie daran gewöhnt) allergrößte Überwindung gekostet hat, das Buch mehr als 2 Minuten ohne Ekel in den Händen zu halten. Aus einem einfachen Grund: es riecht nach Kotze. Nein, ohne Übertreibung. Es ist ein Bibliotheksbuch und der Kopfschnitt weist -wenn man ihn gegen das Licht hält- eine leicht braunfleckige Färbung auf. Ich muss mich jedes Mal zusammenreißen, das Buch in die Hand zu nehmen. Und länger als eine halbe Stunde halte ich das dann sowieso nicht aus. Wahrscheinlich ist es gar keine Kotze, vielleicht nur ein paar Spritzer Orangensaft, die eine ähnliche Geruchswirkung hervorrufen, wenn sie in Kontakt mit Buchseiten geraten.
Orangen- oder Pfirsichsaft. Den mag ich übrigens auch nicht. Und die Angst vor Erbrochenem habe ich an anderer Stelle in diesem Blog schon mal erörtert, aber EGAL, das nur so nebenbei.
(Vielleicht stammen diese Spritzer oder diese K …(ich muss das Wort ja nicht ständig ausschreiben) vom selben Typen, der an einer Stelle des Buches das in einem Satz vorkommende Wort “Paradoxie” handschriftlich und mit Bleistift durch das Wort “Paradoxon” ersetzt hat …)
Da ich das Buch erst bis Seite 186 gelesen habe (es hat 283 Seiten), dauert es sicher noch eine Woche (ich bin ein sehr langsamer Leser und bei diesem zweifellos zweifelhaften olfaktorischen Vergnügen dauert es eben noch etwas länger), bis ich das ganze Werk als solches
bewerten und “einordnen” kann.
An dieser Stelle also noch kein abschließendes Urteil, aber dennoch jetzt schon ein winzigkleiner Vorgeschmack. Eigentlich könnte ich jeden x- beliebigen Satz des Buches hier zitieren, es sind einfach wunderbare und sehr ironische Sichtweisen eines jungen, durch die Staaten fahrenden Musikjournalisten (geb. 1972) … so eine Art literarisches Road_Movie …auf alle Fälle aber Kopf_Kino vom Feinsten …schon jetzt also absolute LeseEmpfehlungsVerpflichtung !
“Musikalische Strukturen bestimmen den Bewegungsprozess. Es gibt spezielle Wörter und Melodien, die sich besonders im Transportkontext bewähren; Popsongs dieser Kategorie klingen oft nur gut in den Ohren von Menschen, die motorisierte Fahrzeuge bedienen. Dafür gibt es unzählige Beispiele: “Better by You, better than Me” von Judas Priest, “Lovedrive” von den Scorpions, “Life is a Highway” von Tom Cochrane und alles, was je von REO Speedwagon aufgenommen wurde. Die beiden besten Beispiele für dieses Phänomen sind allerdings “Slow Ride” von Foghat aus dem Jahr 1976 und Edgar Winters Hit von 1973, “Free Ride”. Diese Lieder sind philosophisch so verflochten, dass sie von bestimmten Untergruppen der amerikanischen Gesellschaft verwechselt werden, insbesondere (a)von riesigen Männern mit Schnurrbärten, die Geld in Jukeboxen werfen, während sie Coors trinken, und (b) von arbeitslosen Filmhistorikern, die nie mit Sicherheit sagen können, welches Lied im Soundtrack von Richard Linklaters Dazed and Confused vorkommt und welches zwar im Film auftaucht, aber nicht in die offizielle Soundtrack-CD aufgenommen wurde. Die Leute, denen dieser Fehler unterläuft, verwechseln jedoch nicht nur einen zugekifften Heavy-Rocker mit einem gemäßigten Party-Rocker; nein, die Leute, denen dieser Fehler unterläuft, sind fehlgeschlagene Patrioten und kurzsichtige Moralrelativisten. Die Klangunterschiede zwischen “Slow Ride” und “Free Ride” sind minimal im Vergleich zu ihrer ideologischen Dissonanz: Während “Slow Ride” eine Weltsicht propagiert, die das Leben, so wie es ist, akzeptiert und versteht, verlangt “Free Ride” von seinen Zuhörern, dass sie aktiv die Welt verändern und die Alltagsexistenz proaktiv und selbstbewusst angehen. “Slow Ride” ist eher ein Bauch-Song, wohingegen “Free Ride” eine optimistischere Lebensweise entwirft. Das liegt vermutlich daran, dass Edgar Winter -fast ohne Frage- der erfolgreichste Albino und “Keytar”-Spieler des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts ist. Er hatte allen Grund, sich zu freuen.”
(zitiert aus Chuck Klosterman, “Eine zu 85 % wahre Geschichte, S. Fischer Verlag, 2006)
Was ich gehört habe ? Angus & Julia Stone “Babylon”
Heute: kreuz und quer. oben und unten: mentale Polverschiebung (tendenziell)> plötzliche Gehirnwäsche: transgender Nierenspülung ( I´m a walrus) und anschließende Beben Stärke 8,9 + Krieg der Kulturen (in Dolby Surround) – HerzgewächsNiederschläge = krankhafter Irrsinn … „I kill ´er !“_ Mantra . Was kommt: Schluckreiz; was immer bleibt: Halskratzen. ABER: In der Ferne Fata Morgana (trinken), Kurztrip ins Land of GaGa (Jesus ?)…+Alice- in Chains …heißer Wüstensand>Tagesblindheit .. in der Nacht: Kälte (fire and ice)….Monotonie …. Kakteen ohne Vitamin C ( dennoch: irgendwo : Schnee auf Zedern) … schneller Tod: Starsailer als stummer TotenGesang … „mehr L.“ …schmerzlos … auf einmal: der Tunnel …Licht (am Ende ?)
152. Eintrag. Zwei posts vorher wäre es sicherlich angebrachter gewesen, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. Das Blog hatte sozusagen Grund zum Feiern, nur der Gastgeber hat es nicht gemerkt. Aber eigentlich ist es auch egal, ob gestern, heute oder morgen. Es ist in dieser Zeit des Blogschreibens nur zu unbedeutenden Abweichungen vom eigentlichen *Lebensplan* gekommen (der bei mir ja sowieso nur ein unorganisiertes Herumgraben nach irgendwelchen Begegnungen darstellt). Es ist aber kein verkrampftes Suchen nach Zuneigung oder gar Liebe. Nicht mehr. Kein Herzklopfen oder feuchte Hände, einfach nur eine endlos schöne Nulllinie.
152 Tage im gleichen Bett, im gleichen Haus und in der gleichen Stadt. 152 Mal am Tag unzählbar viele Versuche, Blickkontakte mit Frauen herzustellen. In ihren Gesichtern zu lesen, ihre Gedanken zu erraten; eine Fähigkeit, die ich langsam verlerne. Gespräche führe ich ja grundsätzlich nicht mit Frauen , keine vorsätzlichen zumindest. Und wenn, dann sind es immer nur Ein_Wort_Sätze, ein kurzes, herausgepresstes “Hi” und dann ein notwendiges Abwenden. Ich ertrage ihre Reaktionen nicht. Ihre Blicke sind nicht meine Blicke, sage ich mir, während ich ein weitentferntes Ziel anvisiere, an ihnen vorbei sehe. Und je mehr ich mich für eine Frau interessiere, desto deutlicher meine nach außen hin abgegebenen Signale. Ich setze alles daran, dass Frauen mich uninteressant finden, vom ersten Augenblick, und dass Frauen, die mich interessant fänden, dies garantiert nach ein paar Sekunden nicht mehr tun. Ich schweige, wirke abwesend und versuche, so schnell wie möglich zu fliehen. Keine Ahnung, wieso, aber es ist jedes Mal dasselbe. Wenn ich es schaffen würde, ein Gespräch mit einer Frau zu beginnen, würde ich nur monotone Nettigkeiten von mir geben, Smalltalk mit der Betonung auf small. Schmallippig und ohne Aussagekraft. Am besten wäre es, wenn ich auf eine Frau treffen würde, die mit einer sprachlichen Brillanz eines Perpetuum Mobiles aufwarten könnte…. reden, bis ich nicht mehr zuhören will …
Naja, es scheint momentan alles aussichtslos und trist. Elendes Selbstmitleid, wie ein “Dolch im Gewande” , den ich mir bei Bedarf selbst in die Brust ramme, und dann noch stolz auf mich bin …
Diesmal technische Probleme, also mal was ganz anderes. Ich hab heute mein Netzteil geschrottet. Nicht ging mehr, mein Akku (Ersatzreifen) ist auch seit ein paar Monaten nur noch im stand-by_Modus, und grundsätzlich bin ich sowieso zu der Personengruppe der PC_Idioten zuzuordnen. Ich kann tippen, ein paar downloads veranlassen, aber das war´s im Grunde genommen auch schon. Sobald es darum geht, komplexere Aufgabenstellungen durchzuführen, versag ich völlig. Besonders beim Kauf von Ersatzteilen, wie sich heute wieder mal bewiesen hat. Statt den defekten Adapter beim Kauf mitzunehmen, dachte ich, dass es ausreicht, einfach nur zu wissen, was man (ich !) braucht. Typisch, vollkommene Naivität, was Technik und deren Möglichkeiten (und Grenzen) angeht. Ich also rein in eines der größten deutschen MultiMediaMärkte und einfach den erstbesten Adapter geschnappt. Ein niederträchtiges niederländisches Produkt. Der Name hat auf mich ziemlich vertrauenerweckend gewirkt : Trust. Natürlich hab ich mir selbst vertraut, und das TrustTeil dann auch dummgläubig gekauft.
Und zu Hause selbstverständlich gleich ausgepackt und … GENAU DA fingen die Probleme an. Ich hatte schließlich so einen Ikea_Bausatz in der Hand:
4 verschiedene „Power_Plugs“ und 11 ähnlich aussehende Laptop(Verbindungs)Steckteile …tja und keine nähere Gebrauchsanleitung … also learning by sticking the right parts together (dumm_ Englisch für dumm_technics !) . Ich hab jeden verdammten “Stick” ausprobiert … nichts, keine Reaktion. Der Laptop war toter als tot! Und die einzige Erkenntnis dieser Aktion: Never trust a Stanger ! ( or a strange product !) …
Und wie ich jetzt im Internet herausgefunden habe, besitzt diese Firma noch nicht mal eine Hotline, nur eine allgemeine Mail_adresse.
Zum Glück hab ich mir ein Fremd_Adapter ausleihen können (von Alice) … sonst hätte mein obligatorischer post heute mal ausfallen müssen ….
Was ich gehört habe ? Primal Scream …. “Movin´ all up”
Heute scheint ein echt guter, fast schon historischer Tag zu sein, zumindest wenn ich einen Blick auf meine Blogstatistik werfe. Nicht dass ich mich von Zahlen beeindrucken lasse, aber das erste Mal, seitdem dieser Blog existiert, kann ich auf diesem Diagramm eine 6 und eine 0 entdecken. Eine nach oben offene, morgen sicher schon wieder abflauende XY_Venushügel_linie …trotzdem … für den Moment sehr berauschend. …
Anyway … hier wieder eine DVD_Liste, also eine lose Aufzählung der Medienträger, die ich in den nächsten Tagen “in Augenschein” nehmen möchte:
1. „Tödliche Entscheidung“ (“Before the devil knows you´re dead”) Ein Sidney Lumet_Film mit einem meiner liebsten, weil wandlungsfähigsten und passioniertesten Schauspieler : Phillip Seymour Hoffman ( grandios, wie er sämtliche Genres bedienen kann: “Magnolia“, “Capote“, “Mission: Impossible III” , “Along came Polly” und “Der Krieg des Charlie Wilson”)
2. “2046” … von Wong Kar Wai …. immer noch nicht gesehen … shame on me !
3. “xXx” – The next level” von Lee Tamahori … ohne Vin Diesel in der Hauptrolle, dafür aber mit Willem Dafoe (bei diesem Mann bin ich mir noch etwas unschlüssig, was die Rollenauswahl und somit die Genialität ausmacht; er hat sowohl viel Sehenswertes ( “Mississippi Burning”, “Wild at heart” und vielleicht auch “Inside Man” ) aber leider auch mindestens ebenso viel Schrott_Filme ( “Body of Evidence” oder “Speed 2” ) abgeliefert (ok, die beste Ausrede die es für ihn geben würde : er ist alt und braucht das Geld, also “Scheiß auf die Drehbücher” )
4. “Mulholland Drive” von David Lynch … fällt auch in die Kategorie der Filme, die ich immer schon mal sehen wollte …
5. “The Phone” … ein Horror_Movie aus Hongkong ( Regie: Byeong-ki Ahn) …im Stil von “The Ring” schätze ich …
6. “The fog of War” .. von Errol Morris … eine Dokumentation über Robert S. McNamera ( ExVerteidigungsminister (1961-68) , der unter anderem einer der Hauptverantwortlichen des Vietnam-Kriegs war
7. “Breakfast on Pluto” von Neil Jordan … wegen dem interessanten Zweittitel :” Gleiche Welt, anderer Planet” und weil Liam Neeson mitspielt …und weil ich grundsätzlich Neil Jordan-Filme mag#
8. “Im Feuer” von Jay Russel …. ähm, ich liebe FeuerwehrMännerFilme (“Backdraft” und “Frequency”)
9. “Die SuperEx” ( Regie: Ivan Reitman) mit Uma Thurman, weil ich hoffe, dass sie in diesem Film besser als in “ Prime / Couchgeflüster” sein wird
10. “ Black Moon” von Louis Malle … über diesen Regisseur gäbe es endlos viel zu sagen … er ist jemand, der mich noch nie enttäuscht hat … Truffaut und vielleicht auch Goddard könnte ich noch als “ebenbürtige” Filmemacher nennen …
Was ich gehört habe ? Astor Piazolla … “Libertango “
Bis vor ein paar Jahren hieß es ja immer : “And the winner is ….” (was mich eigentlich nie so gestört hat, wahrscheinlich hab ich darüber auch nie groß nachgedacht, wobei mir das “ And the Oscar goes to …” mittlerweile sehr vertraut ist), aber jeder der an diesem Event teilnehmen darf, hat eigentlich schon gewonnen. Und wenn man dann noch zum Kreis der “Auserwählten” zählt, ist das mehr als nur ein einfaches DabeiSein. Aber egal, diesmal (schon wieder !) eine Liste, aber keine Best-Of , sondern eher eine Zusammenstellung … eine ganz private Stimmabgabe (unkommentiert). Ok, zugegeben, von den meisten Filmen kenn ich (bisher) nur den Trailer, kann also nur Rückschlüsse anhand vergangener Leistungen ziehen (und sehr oft hab ich natürlich meine eigenen
Vorlieben, was bestimmte Genres und Schaupieler/innen betrifft) …
Aber EGAL ….hier meine Votes :
PICTURE
The Curious Case of Benjamin Button
Frost/Nixon Milk
The Reader
Slumdog Millionaire
DIRECTING
Danny Boyle – Slumdog Millionaire
Stephen Daldry – The Reader
Clint Eastwood – Changeling
David Fincher – The Curious Case of Benjamin Button Ron Howard – Frost/Nixon
ACTOR IN A LEADING ROLE
Richard Jenkins – The Visitor
Frank Langella – Frost/Nixon
Sean Penn – Milk
Brad Pitt – The Curious Case of Benjamin Button Mickey Rourke – The Wrestler
ACTRESS IN A LEDING ROLE
Anne Hathaway – Rachel Getting Married
Angelina Jolie – Changeling
Melissa Leo – Frozen River Meryl Streep – Doubt
Kate Winslet – The Reader
ACTOR IN A SUPPORTING ROLE
Josh Brolin – Milk
Robert Downey Jr. – Tropic Thunder
Philip Seymour Hoffman – Doubt Heath Ledger – The Dark Knight
Michael Shannon – Revolutionary Road
ACTRESS IN A SUPPORTING ROLE
Amy Adams – Doubt
Penelope Cruz – Vicky Cristina Barcelona
Viola Davis – Doubt
Taraji P. Henson – The Curious Case of Benjamin Button Marisa Tomei – The Wrestler
WRITING (ORIGINAL SCREENPLAY)
Courtney Hunt – Frozen River
Mike Leigh – Happy-Go-Lucky
Martin McDonagh – In Bruges Dustin Lance Black – Milk
Andrew Stanton & Jim Reardon – Wall-E
WRITING (ADAPTED SCREENPLAY)
Eric Roth & Robin Swicord – The Curious Case of Benjamin Button
John Patrick Shanley – Doubt
Peter Morgan – Frost/Nixon David Hare – The Reader
Simon Beaufoy – Slumdog Millionaire
ANIMATED FEATURE
Bolt
Kung Fu Panda Wall-E
FOREIGN LANGUAGE FILM
Der Baader Meinhof Komplex The Class
Departures
Revanche
Waltz With Bashir
ART DIRECTION
Changeling
The Curious Case of Benjamin Button The Dark Knight
The Duchess
Revolutionary Road
CINEMATOGRAPHY
Tom Stern – Changeling
Claudio Miranda – The Curious Case of Benjamin Button
Wally Pfister – The Dark Knight
Chris Menges & Roger Deakins – The Reader Anthony Dod Mantle – Slumdog Millionaire
DOCUMENTARY FEATURE
The Betrayal (Nerakhoon) Encounters at the End of the World
The Garden
Man on Wire
Trouble the Water
DOCUMENTARY SHORT
The Conscience of Nhem En
The Final Inch
Smile Pinki
The Witness – From the Balcony of Room 306
ANIMATED SHORT
La Maison en Petits Cubes Lavatory – Lovestory
Oktapodi
Presto
This Way Up
LIVE-ACTION SHORT
Auf der Strecke (On the Line) Manon on the Asphalt
New Boy
The Pig
Spielzeugland (Toyland)
VISUAL EFFECTS
The Curious Case of Benjamin Button
The Dark Knight Iron Man
COSTUME DESIGN
Australia
The Curious Case of Benjamin Button
The Duchess
Milk
Revolutionary Road
MAKEUP
The Curious Case of Benjamin Button
The Dark Knight Hellboy II: The Golden Army
FILM EDITING
The Curious Case of Benjamin Button The Dark Knight
Frost/Nixon
Milk
Slumdog Millionaire
SOUND MIXING
The Curious Case of Benjamin Button
The Dark Knight
Slumdog Millionaire Wall-E
Wanted
SOUND EDITING
The Dark Knight
Iron Man
Slumdog Millionaire
Wall-E Wanted
ORIGINAL SCORE
Alexandre Desplat – The Curious Case of Benjamin Button
James Newton Howard – Defiance
Danny Elfman – Milk A.R. Rahman – Slumdog Millionaire
Thomas Newman – Wall-E
ORIGINAL SONG
“Down to Earth” from Wall-E
“Jai Ho” from Slumdog Millionaire “O Saya” from Slumdog Millionaire
Bin mal gespannt, wie hoch meine Trefferquote ist ( “Wetten” und alternative Tipps werden natürlich noch angenommen)
Hmm, und vielleicht schaffe ich es diesmal sogar, morgen ab 2.00 Uhr “live” (ähm, bei Pro 7) dabeizusein … wäre allerdings das erste Mal …bisher hab ich die OscarNacht nämlich nur aufgenommen und mir am nächsten Tag angeschaut …. aber EGAL: … mit ein paar Drogen fragwürdigen Substanzen (schwärzester Schwarztee der Welt, Chips, Popcorn, 3 Liter Flüssigkeit (Alkohol ?) und einer undefinierbaren Menge Schokoriegeln ) werd ich mich schon über die Nacht retten (und über den darauffolgenden Tag) ….
Ist jemand da draußen genauso „verrückt“ und Oscar_geil wie ich ?
Wenn man meine Votes mit denen der “Academy” vergleicht, ist es schon ein sehr enttäuschendes Bild. Fast überall lag ich daneben. Den *allerschlimmsten* FauxPas beging ich, als ich Mickey Rourke den Oscar als “best actor” zugestehen wollte. Es war letztlich eine rationale Entscheidung. Ich dachte, Hollywood mag Verlierertypen, oder zumindest Typen, die mal ganz oben, dann ganz unten waren und nun wieder so etwas wie späte “Genugtuung” erfahren. Ich stand nie wirklich auf Rourke. Er war immer eine Spur zu selbstverliebt, eigentlich spielte er immer den großen, unwiderstehlichen LadyKiller. “9 1/2 Wochen” war nur ein langweiliger und ironiefreier, sich selbst zu wichtig nehmender Softporno (klar, so wurde er auch promoted, aber ich bin auch kein Fan dieses Genres; schlimm, dass es dann noch die “Fortsetzungen” gab ( “Wild Orchid” / “Another 9 1/2 Weeks“).
Ich hätte mein Bauchgefühl entscheiden lassen sollen. Dann hätte ich nämlich 100 % auf Sean Penn gesetzt. Hätte meinen A… und mein H … auf ihn verwettet, und den “jackpot” gewonnen. Aber es geht ja nicht um dieses zu verachtenswerte “ Gewinner/Verlierer”_Modell. Und Mr. Penn hat Mr. Rourke in seiner Dankesrede ja auch als “friend” bezeichnet.
Ja, Sean Penn. Mittlerweile ist meine Sympathie zu diesem Schauspieler ja bekannt. Und ich schäme mich, dass ich ihn nicht als TopFavoriten gelistet habe. Aber EGAL. Jedenfalls war ich vor der OscarVerleihung noch im Kino und habe “Milk” angeschaut. Also den Film, für den er gestern den Oscar gewonnen hat.
Eine Zusammenfassung des Filmstoffes kann man wie immer auf wiki lesen, also muss ich jetzt darauf nicht genauer eingehen. Viel wichtiger wäre es, zu schildern, was ich dabei gefühlt habe. Anfangs war ich etwas verstört, weil nach den ersten 5 Minuten schon eine Bettszene mit Penn und einem seiner Liebsten kommt. Sie küssen sich, liebkosen sich. Normalerweise ist es -zumindest in Hollywood_filmen- nicht üblich solche expliziten Darstellungen (zwischen zwei Männern) zu zeigen. Alles wird nur angedeutet. Sex als grundsätzlich sterile Handlung, die nebenbei (und im Halbdunkel)stattfindet (aber immerhin lässt sich inzwischen ein kleiner “Richtungswechsel” erkennen. Tom Hanks in “Charlie Wilson´s War” als “Wirlpoolteilnehmer“, Seite an Seite mit ein paar Oben_Ohne_Playgirls; Philip Seymour Hoffman und Marisa Tomei in “Before the devil knows you´re dead” und natürlich an erster Stelle “Brokeback Mountain”, ein überragender und sehr sinnlicher “Schwulen”Film)
“Verstört” als erster Gefühlseindruck ist vielleicht auch etwas hart ausgedrückt. Immerhin erlebe ich im Schwimmbad fast täglich Männer, die Zärtlichkeiten unter sich austauschen, und das stört mich überhaupt nicht. Nein, es war Sean Penn, den ich mit anderen Rollen in Verbindung brachte (hmm, obwohl er in “Dead Man Walking” auch anfangs “gewöhnungsbedürftig” war; es ist nicht das Thema “Todesstrafe” an sich, sondern die etwas zu plakativ aufgetragene Message des Films, die mich irritiert hat, aber wahrscheinlich kann man diese zutiefst verabscheuungswürdige Thematik nur auf diese Weise am wirkungsvollsten transportieren), und seine kraftvolle und inkarnative Version eines schwulen Bürgerrechtlers, die mich anfangs erschüttert hat. Erschüttert im Sinne von tief bewegt. Penn`s Gesten, sein Lächeln und auch seine Verzweiflung ist für die Rolle einfach wahnsinnig glaubwürdig. Passt sich der Kulisse, dem 70erJahre_Feeling allgemein auf fantastische Weise an. Penn und natürlich auch das gradlinige Storytelling sind verantwortlich, dass ich am Ende -und das passiert mir sehr, sehr selten- sogar etwas weinen musste.
Es liegt an dieser Privatheit, die stets das politische Leben von Harvey Milk “überschattete” und somit auch an der Sinnlosigkeit seines Todes, die durch Penns schauspielerische Darstellung schmerzhaft fühlbar wird …
Danke, Mr. Penn.
Was ich gehört habe ? The Velvet Underground “All tomorrow´s Parties”
Der Winter dauert einfach viel zu lang. Auch wenn es heute nicht mehr ganz so kalt war, merkte ich, dass mich dieses triste Grau, diese Kälte und alles was damit zusammenhängt, ziemlich depressiv macht. Und dieser Zustand äußert sich in vollkommener Apathie … ein Unlust_Gefühl, das sich über den ganzen Tag erstreckt … schon beim Aufwachen, verbunden mit einem Blick aus dem Fenster, weiß ich: heute ist wieder einer dieser nie enden wollenden Tage. Bonjour tristesse ! …. und dementsprechend quäle ich mich durch die verschiedenen Tages_Abläufe (incl. der Strukturelemente) … das einzige was mich rettet ist Musik, Lesen (auch wenn ich mich momentan sehr auf die Worte konzentrieren muss) und auch Filme (DVD´s) …
Wann ist überhaupt *offizieller* Frühlingsanfang ?
Was ich gehört habe ? Primal Scream „Some Velvet Morning“
Geschafft! Endlich. Traurig und glücklich zugleich.
283 Seiten ungeschminktes Leben hinter zwei eher unauffälligen Buchdeckeln. “Eine zu 85 % wahre Geschichte” von Chuck Klosterman, meinem neuen “Freund”. Ja, ich denke schon, dass er diesen Status verdient hat. Seelenverwandter klingt mir zu abgedroschen und trifft das imaginäre Verhältnis, das sich zwischen mir und ihm während der Lektüre des Buches aufbauen konnte, nur bedingt. Es gibt große Bezugspunkte, ich will nicht überheblich klingen, aber das Buch liefert echt eine Fülle von Identifikationsmöglichkeiten für mich. Dabei geht es mir nicht in erster Linie um das eigentliche Thema des Buches. Klosterman begibt sich darin auf eine Fahrt quer durch die USA, um Kultstätten des Todes aufzusuchen. Orte, an denen Rockstars ums Leben gekommen sind, oder zumindest das Sterben seinen Anfang nahm. Ein morbider Trip durch Amerika, wie er es selbst nennt. Graceland (Elvis), Macon ( Duane Allman, Gitarrist der Allman Brothers), Magnolia (Ronnie Van Zant, Steve Gaines von Lynyrd Skynyrd ) und zuletzt Seattle (Kurt Cobain). Dazwischen – und das ist für mich- das Wichtigste, erzählt er über seine musikalischen Vorlieben (die ich nicht immer teilen kann: Kiss, Fleetwood Mac) und über “seine” drei Frauen, mit denen er gleichzeitig ein Liebesverhältnis hat. Keine weiß von der anderen, aber nicht nur das macht die Situation so kompliziert. Eigentlich ist es ein Buch, von dem zwar ein roter Faden zu erkennen ist, aber eine komplette Inhaltsangabe lässt sich trotzdem nicht wiedergeben. Es ist halb dokumentarisch und halb autobiographisch, und gerade das macht seinen Reiz aus. Es ist nur bedingt eine “Todesfahrt“, sondern viel mehr eine SeelenRoadShow, die man geboten bekommt. Immer selbstkritisch und an einigen Stellen ((un)gewollt) entlarvend.
Damit Ihr wisst, was ich meine, wäre vielleicht wieder mal ein (etwas längeres) O_Ton_Zitat (naja, ein verdeutschtes) angebracht:
“ Wir alle haben die Fähigkeit, uns im Verlauf unseres Lebens tausendmal zu verlieben. Das ist nicht schwer. Das erste Mädchen, in das ich mich verliebt habe, war mit mir in der sechsten Klasse. Sie hieß Missy; wir unterhielten uns über Pferde. Das letzte Mädchen, das ich liebe wird eins sein, das ich vermutlich noch gar nicht kenne. Sie zählen alle. Aber es gibt bestimmte Menschen, die man liebt und die etwas anderes bewirken, wie man von nun an definiert, wie Liebe sich anfühlen soll. Das sind die wichtigsten Menschen im Leben, und man trifft vielleicht vier oder fünf in einem Zeitraum von 80 Jahren. Aber es gibt noch eine Stufe: Es gibt eine Person, die man liebt und die genau diese Definition verkörpert. Meistens merkt man das erst nachträglich, aber irgendwann merkt man es. Das ist die Person, die, ohne es zu wissen, zur Schablone für alles Weitere wird, dafür, was man an anderen Menschen immer lieben wird, selbst wenn manche dieser liebenswerten Eigenschaften selbstzerstörerisch und unvernünftig sind. Man wird sich an Gespräche mit dieser Person erinnern, die man nie geführt hat. Man wird sich an sexuelle Begegnungen mit dieser Person erinnern, die, technisch gesehen, nie stattgefunden haben. Das kommt daher, dass das Individuum, das die persönliche Definition der Liebe verkörpert, gar nicht existiert. Die Person ist real, und die Gefühle sind real -aber man selbst erschafft den Kontext. Und der Kontext ist das, worauf es ankommt. Die Person, die dein Verständnis von Liebe definiert, ist nicht inhärent anders als alle anderen, und oft ist es einfach nur die Person, die du zufällig kennen lernst, wenn du gerade unbedingt, unbedingt jemanden lieben möchtest. Aber trotzdem gewinnt diese Person. Sie gewinnt, und du verlierst. Weil sie den Rest deines Lebens kontrollieren wird, wie du für andere empfindest. “
Was ich gehört habe ? Chet Baker “ I´ve never been in love before”
Je mehr Leute sich an dieser Umfrage beteiligen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass ich zukünftig jeden Monat ein solches Voting durchführe. Übrigens gibt es bei der Wahl einen Film, den ich FREIWILLIG nie anschauen würde, und einen, den ich besonders favorisiere. Aber EGAL … it´s YOUR choise !
Wir haben uns gestritten. Verbal ineinander verkeilt. Das erste Mal seit fast 1 1/2 Jahren. Alice verstand mich nicht, wie ich sie ja schon lange nicht mehr. Zwar haben wir mittlerweile eine Kommunikationsebene gefunden, die es erlaubt, uns möglichst reibungslos zu verständigen, aber es sind immer noch “lightyears away” von einem wirklichen, aufrichtigen Gespräch. Wir reden. Reden, um nicht zu schweigen. Belanglose “Dialoge“, wie auch heute, nur dass unsere Nerven diesmal etwas “blanker” lagen als sonst. Es ging um Schularbeiten, um unseren Sohn, um Deutschunterricht, um konzeptionslose Lehrer, um Verständnislosigkeit, um ein allgemeines Nicht_Verstehen_Können. Wir verließen ziemlich schnell die sachliche Ebene und es entwickelte sich aus diesem eigentlich harmlosen Gespräch eine sehr persönliche und verletzende Auseinandersetzung. Ich würde sie jedes Mal unterbrechen und sei wie alle Männer. Nicht zuhörend. Wie ihr Vater und ihr Liebhaber und wie eben alle Männer, die sie so kenne. Ich wiederum sagte, dass es um die Sache ginge, nicht um persönliche Empfindungen. Aber so war es in den letzten Jahren irgendwie immer, eine Art familiäres Verhaltensmuster. Von der sachlichen auf die persönliche Ebene wechseln. Immer. Es endete tatsächlich immer so. Egal, um was es ging. Ein falsches Wort, ein falscher Blick und schon gerieten wir aneinander. Deshalb gingen wir uns auch aus dem Weg, flüchteten voreinander. Doch schließlich waren diese sich abstoßenden Pole doch zu stark, die negative Anziehungskraft verlangte nach Entladung aufgrund eines geringen, fadenscheinigen Anlasses.
Aber ich bin müde, müde darüber zu reden, darüber nachzudenken, einfach nur zu müde und erschöpft. Ich will das alles nicht mehr. Die Sinnlosigkeit. Die Schuldzuweisungen. Das Nicht_Ausreden und immer nur Nach_einem_Grund_suchen_müssen.
Später sagt sie immer , dass es an ihr gelegen hätte. An ihrem Zustand. Alles situationsabhängig. Wir entschuldigen uns gegenseitig (was für ein absurder Satz, aber er stimmt) und gehen dann ebenso entschuldigend auseinander. So wie heute. Nur dass wir inzwischen eigene Wege gehen … jeder sein eigenes Revier aufsucht … allein, nie mehr zusammen …weil jeder eine andere Sprache spricht ….
Dieses Wochenende wird mein Sohn wieder bei mir sein. Und bei mir sein bedeutet, in meiner Wohnung. In diesen immer etwas zu engen 1 1/2 Zimmern (mit großem Balkon, aber es ist ja prä_frühlingshaft draußen; so richtig gemütlich ist es also dort noch nicht; außerdem fehlt grundsätzlich etwas Pflanzliches; ich bin kein Botanik_Experte, also muss ich meiner Intuition folgen und mich in diesem Jahr endlich mal aufraffen, etwas laienhaft Grünes zu kaufen; außerdem besteht von allen Seiten freie Sicht, also ein weiterer Grund, mich etwas einzugrünen).
Mein Sohn verlangt immer nach etwas Action, nach etwas Besonderem. Genau wie ich. Also nur so faul rumliegen und nichts tun, ist nicht seine Welt. Er ist ständig in Bewegung, und wie jedes Kind natürlich auch schon auf gewisse Dinge fixiert … Fast Food und TV (DVD). Klar, gibt es Eltern die kategorisch gegen solche „Kultur“ sind. Wo es einfach gewisse (strengere) familiäre Normen gibt. Gesunde Ernährung und an bestimmten Tagen nur Benjamin_Blümchen_HörpielKassetten z.B.. Aber das hatte er alles schon. In seinem früheren Leben. Und da er auch teilweise meine Gene hat, hat er sich gegen diese Form elterlicher Einflussnahme entschieden. Er mag definitiv kein Ost und Salat (außer Zwiebeln und höchstens ein oder zwei Rucola_Blättern ) und ist auch sonst ziemlich eigenwillig. Irgendwie schafft er es, zwei Stunden wie mumifiziert in seinen Mickey_ Maus_Heften zu lesen; er ist dann einfach mental schon verentenhausert. Genauso weggetreten wie ich. Und dann will er immer, dass ich zwei Stunden lang Elfmeter schieße, er natürlich im Tor. Ich hasse Fußball und er hasst Schwimmen, zumindest mir beim Schwimmen zusehen zu müssen.
Und er hasst Mädchen. Was natürlich normal ist, in seinem Alter. Und er mag daher leider keine Filme, in denen geküsst wird. Er will lieber WeltraumFilme oder (komischerweise) Western gucken. Deshalb muss ich demnächst auch wieder in die Mediathek. Aber es gibt nicht so viele Western ab 6, und SpaceMovies ebenso wenig, aber EGAL, irgendwas finde ich immer.
Zumindest liefert mir mein Sohn jedes Mal Gründe, etwas weniger gesellschaftlich isoliert zu sein, etwas mehr sozial zu interagieren. Und selbst wenn es nur darum geht, mit der Bedienung im *Subway *die Beilagen für ein optimales Sandwich zu erörtern….
Auf alle Fälle freue ich mich jetzt schon total auf die nächsten Tage mit ihm.
Was ich gehört habe ? The Doors “Hello, I love you”
Nachdem ich gestern etwas über meinen Sohn geschrieben habe, ist es heute wohl angebracht, etwas über meine Tochter zu berichten. Denn sie ist ja ebenso untrennbar mit mir verbunden. Und sie ist genau das Gegenteil von ihrem Bruder. Und war und ist jedes Mal eine verdammt schwere Geburt, im wahrsten Sinne des Wortes, sie macht einem oft das Leben zur Hölle. Sie kennt einfach kein Mittelmaß und ist von daher gesehen sehr extrem. Extrem anders und auch extrem liebenswert. Irgendwie Beauty and the Beast in einer Person. Jekyll & Hyde. Und genau deshalb liebe ich sie so. Keine Ahnung wie viel Gene sie von Alice und von mir abbekommen hat. Äußerlich ist sie mir schon sehr ähnlich und charakterlich gibt es auch einige unheimliche Bezugspunkte. Wir können beide verdammt hartnäckig sein. Scheinbar sind wir es nicht, zumindest nicht auf dem ersten Blick. Vermutlich geben wir uns nach außen hin sehr unauffällig und zahm gelangweilt, aber sobald uns etwas oder jemand interessiert, lassen es oder ihn nicht mehr aus den Augen. Wir heften uns dann ganz dicht an seinen Fersen und wollen ALLES aber auch wirklich ALLES über das Objekt unseres Interesses herausbekommen. Und wir finden für alles und jeden eine Entschuldigung. Egal wie schwerwiegend ein Vergehen war, wir können es relativieren und beschönigen. Sie ist allerdings die wahre Meisterin darin. Eine echte GewaltenZerTeilerin …wenn es jemanden gibt, der aus einer auswegslosen Situation noch etwas Positives herausholen kann, dann ist sie es.
“Ach, Papa …” ist einer ihrer Lieblingsanfangsätze …. und dann hört sie nicht mehr auf … erzählt dann oft auch ziemlich chaotisch, sehr sprunghaft und man muss tatsächlich sehr viel Fantasie haben, um noch irgendeinen roten Faden in ihrem Monolog entdecken zu können.
Wahrscheinlich wird ihr Geist noch durch gewisse Lektüre angefacht … Die Bis(s) zum …. Morgen und Abend und Nacht _ Bücher z. B.. Und seitdem sie auch noch in diesem Bis(s)_“Twilight”_Film mit mir war, spricht sie von nichts anderem mehr. Sie ist absolut besessen und auch wenn sie noch nicht alle Bücher gelesen hat, kennt sie schon jetzt das bis(s)herige Ende. Ihr Zimmer ist ein einziger Heiligenschrein. Überall Poster von Bella und ihrem Vampirfreund, dessen Name ich immer wieder vergesse. Vor ein paar Monaten war es noch die “HighschoolMusical”_Poster, die allerdings findet sie mittlerweile etwas peinlich. Genau wie mich, deshalb hat sie auch kein Bild von mir in ihrem Zimmer. Aber trotzdem gibt es immer noch ein paar Umarmungen und besänftigende Blicke für mich. Wenigstens das … nein, ich liebe sie … genauso wie sie mich, schätze ich … auf ihre ganz unverwechselbare, eigenwillige Art ….
wir wissen
auch wenn das ende naht,
gab es viele anfänge
mal das morgenrot in deinen augen,
mal deinen staub auf meiner lunge
zerrieben
gezähmte wildheit
überall
herzeingebrannte fragen an uns
mit unbekanntem ziel …
die uhr
schlägt
unser gedächtnis
taub
wir werden
rückwärts gedreht
jahreszeitenverkehrt
lass uns
nach und nach schichten
unserer einsamkeit wach legen
das einzige, was bleibt,
hältst du
noch in deinen armen
pulsierend
es schläft
eingerollt
die nacht
für immer verloren …
aber verlangen
tage, deren endlosigkeit
sich in uns wieder finden wird.
Bei so einem Wetter wie heute wäre es wirklich das Beste gewesen, gar nicht erst aufzustehen. Einfach liegen zu bleiben, sich nochmals auf die andere Seite zu drehen, wieder einzuschlafen und irgendwann so gegen 11.00 oder 12.00 aufzuwachen, etwas zu essen, schnell ins Bad und dann wieder ins Bett zu gehen . Aber da man ja nicht die ganze Zeit über hätte schlafen können, und noch etwas *mindfood *gebraucht hätte, hätte man sich einen Film anschauen können, oder aber ein Buch schnappen. Oder beides…
Hier jedenfalls mal wieder eine meiner legendär_überflüssigen Listen des Monats. Der Bücher, die ich aus Zeitmangel dann eben leider doch nur kurz an_blättern kann:
1. Patricia Cornwell “Herzbube”
2.António Lobo Antunes “Zweites Buch der Chroniken”
3. Anne-Sophie Brasme “Dich schlafen sehen”
4.Edward St Aubyn “Schöne Verhältnisse”
5. Oliver Sacks “Onkel Wolfram”
6.Andrea Camilleri “Der Hund aus Terracotta”
7.Erling Jepsen “Die Kunst im Chor zu weinen”
8.Terry Jones & Susie Rushton “Mode heute”
9. Stephane Audeguy “Der Herr der Wolken”
Bei Filmen ist es ja anders. Ein Film ist ein Film und meist nach 2 Stunden vorbei. Oft wirkt er natürlich auch nach. Und man kann sich noch Tage und Wochen später an Szenen oder Dialoge erinnern. Bei mir allerdings überlagern sich einzelne Filmszenen immer wieder mal. Bilden einen merkwürdigen, irgendwann nicht mehr auseinanderzuhaltenden Mix aus unterschiedlichsten Genres, zeitübergreifend.
Alte und neue Filme. Schwarz_weiß und in Farbe. Chaplin und Carey. Mono und Dolby Surround…
Aber EGAL…
Hier also noch eine Aufstellung der Filme auf DVD, die ich in den nächsten Tagen (und Wochen) anschauen möchte:
1. L.A. Crash (Regie: Paul Haggis)
2. “21 Gramm” ( Regie: Alejandro González Iñárritu) mit Sean Penn und Benicio del Toro (und Charlotte Gainsbourg, yeah !)
3. “Invasion” (Regie: Oliver Hirschbiegel) mit Nic Kidman & Daniel Craig
4. “Vantage Point” von Pete Travis
5. “Tideland” von Terry Gilliam ( Regisseur von “12 Monkeys” und “Das Leben des Brian”)
6. “Ultimate Bourne Collection” ( 3 Teile), kenn´ich aber bereits schon … also quasi re_view
7. “Narrow Margin” mit Gene Hackman und Anne Archer
8. “Shakespeare in Love” mit Gwyneth Paltrow und Joseph Fiennes
9. “Forces of Nature” mit Sandra Bullock und Ben Affleck
Jede von Euch ist ein Teil von mir. Egal wohin ich gehe, Ihr begleitet mich und habt unwiderruflich eine Spur auf meiner Seele und meinem Herzen hinterlassen. Auch wenn ich viele von Euch nicht persönlich kenne, sondern nur immer lesen kann, was Ihr mir schreibt. Ob es Kommentare oder mails sind. Ihr schafft es immer, meine Fantasie zu entfachen, mich aus meinen unzähligen Tiefs zu holen. Ihr baut mich jedes Mal auf, wenn es mir schlecht geht und ich keine Lebenslust mehr spüre. Durch Euch ist die Welt eine andere geworden. Seitdem ich diesen Blog habe, hat sich meine Sicht auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens verändert und sehr oft auch revolutioniert. Ihr liefert mir täglich neue Ansichten und Ideen, über die es sich lohnt, nachzudenken, sie zu verinnerlichen und sie in mein eigens Denken zu übernehmen. Und selbst wenn Ihr behaupten würdet, die Erde sei doch eine Scheibe, ich würde es nie in Frage stellen. Denn was ihr mit mir “gemacht” habt, hätte kein Mann geschafft. Nicht einer und auch nicht 1000. Niemand, kein Gott (außer “er” wäre weiblich) und kein noch so virtuoser Therapeut. Ganz gleich, wie niedergeschlagen ich war (und bestimmt auch in Zukunft sein werde): zusammen mit Euch glaube ich, dass ich es schaffen werde, irgendwie … dass es sich lohnt, weiterzumachen … einfach weiter zu leben, trotz aller Krisen und Katastrophen …durch euch fühle ich mich stärker als ich bin …
Mit Euch ist bei mir jeder Tag irgendwie *(International) Women´s Day*. Ich würde Euch jetzt gerne direkt gegenüberstehen und jeder Einzelnen von Euch sagen, was genau ich für sie empfinde. Natürlich seid Ihr keine kollektive Masse, auch wenn ich zu vielen von Euch nur eine “imaginäre” Beziehung führen kann.
Einige sind manchmal genauso verzweifelt wie ich, scheitern oft an dem täglichen Chaos um sich herum, haben Ängste und wissen oft nicht, wie und ob es je weitergehen wird.
Viele von Euch aber haben eine innere Balance gefunden (oder schon immer gehabt), oder haben einen Zustand erreicht, der sie nicht ständig an sich selbst zweifeln lassen muss …
Wie auch immer, ich möchte Euch sagen, wie sehr ich jede Einzelne von Euch brauche, vermisse und liebe …
Caro, Yvonne, Ulrike, Nicky, Isabella, Vitaaaa, DieFlora, Carny, Angelina, Steffi, Oksana, Dana_White, Anna, Mondkind, Pherreyh, Kittynn, bzwfern, Kittyluka und alle unter Pseudonym_schreibende Bloggerinnen … und natürlich -auch wenn sie meinen Blog nicht liest (aber immer wieder mal ein Thema ist) und ihr vieles darin fremd vorkommen müsste- Alice.
(die Reihenfolge hat nichts mit einer Rangfolge zu tun … stellt Euch einfach eine große *SiegerEhrung* oder so was in der Art vor (ok., Ihr wisst, wie sehr ich es hasse, die Welt in Sieger und Verlierer einzuteilen, aber diesmal passt es irgendwie, hoffe ich) in der Jede die absolute Nummer 1 ist) … und ich hoffe, dass ich jetzt keine von Euch vergessen habe …
Am Ende ein Lied, das zwar jede von Euch kennen wird und daher irgendwann mal gehört hat. Das schon so unverschämt populär ist, dass es, wenn ich es jetzt hier und heute an den Schluss setze, um Euch wenigstens irgendwie zu danken, vielleicht schon etwas fantasielos wirkt, aber ich finde, dass es trotzdem DER (ideale) Song für Euch ist …for every woman and especially for YOU
Keine Ahnung, ob es wieder mal ein Zeichen von Fantasielosigkeit darstellt, oder ich heute einfach mal wieder meinem inneren Spieltrieb folgen muss, irgend so was in der Art wird es wohl sein, sonst hätte ich mir wohl kaum eines dieser Sticks (“Stöckchen“) geschnappt, die hier (bei wordpress) so frei rum liegen.
Und leider gibt es ja niemand, der mit mir spielen will, und mir mal was Interessantes zuwirft
…ich bin echt so langsam ein armer Hund, kein einziges Stöckchen sondern immer nur einen alten, fauligen Knochen im sabbernden Maul …
Aber EGAL, hier ist der oder das Stick …. es geht – soweit ich es verstanden habe- um die allgemeine Tagesform, also alles was ich mit dem heutigen Tag so in Verbindung bringe …und an dieser Stelle will ich nicht zu vergessen, den Fundort dieses fantastischen Hölzchens preiszugeben:
Aargau in der Schweiz
Ja, es ist der Blog einer Schweizerin ( www.hierundjetzt-hierundjetzt.blogspot.com) (40 Jahre alt und wie alle Schweizer sehr liebenswert und ausgesprochen hübsch, erinnert mich an eine amerikanische Schauspielerin, deren Name mir aber gerade nicht einfallen will).
Hab ich denn überhaupt schon erwähnt, dass ich die Schweiz abgöttisch LIEBE, genau wie Österreich … könnte man mir diese beiden wunderbaren Länder nicht einfach mal für eine Weile überlassen. Ich verspreche Euch auch, ich mache nichts kaputt, ich werde mich nur etwas länger bei Euch umschauen … Berge besteigen ( Berner Oberland & Zentralschweiz), den Vierwaldstätter See …. und dann rüber nach Austria: mal den Großglockner im Morgenrot ….Wien, Linz … und Tirol …in die Steiermark …überall hin, dort wo echte Österreicher sind …
Ok, jetzt aber endlich dieser Stick, der einen echt weiten Weg hinter sich hat …:
Tagesphilosophie : Be yourself …pure and tender …and always lovesome
Wetter: frühlingshaft beschissen … aber gegen Abend echt sonnig … und das Wetter in mir: aufgelockerte Bewölkung , irgendwo ein Regenbogen …
Laune: schwankend … manisch-depressiv , comme toujours
Gesundheit: naja, da ich nicht rauche und wenig trinke … mein tägliches Schwimmen …
Appetit auf: Liebe …. ein großes Stück , am besten das aus der Mitte, aber ohne Sahne
Durst: immer … Hunger, Durst …Alkohol …und Mineralwasser, Säfte und seitdem ich kein Kaffee mehr trinke: viel SchwarzTee
TV: hab ich, mach ich aber selten an … wenn dann eine DVD … mich stört die Werbung und die auf allen Kanälen stattfindende manipulative Berichterstattung …
Musik: gerade jetzt Rachel Yamagata “ Meet me by the Water” … vorher Jem … naja, ich höre last.fm …
Beschäftigung: bloggen, mailen, spanisch lernen …und mal sehen, was der Abend noch so mit sich bringt …essen muss ich auch noch irgendwann …
Outfit: einigermaßen leger …Jeans, mein schwarzes KapuzenShirt, naja, alles andere müsst Ihr euch denken …
Frisur: verstrubbelt …quergebürstet
Libido (1-10): hmm, alles was darüber liegt …
Buch: viele, momentan Anne-Sophie Brasme “Dich schlafen sehen” und (immer noch) Peter Biskind “ Sex, Lies & Pulp Fiction” – Hinter den Kulissen des neuen amerikanischen Films (ein hervorragendes Werk übrigens, absolut lesenswert, und für sogenannte FilmFans sowieso) ….
Person des Tages: hm, es gibt – und jetzt muss ich mal ernst werden- jemand, um den ich mir große Sorgen mache … der momentan in einem absoluten Seelentief steckt …jemand, den ich erst vor kurzem kennen gelernt habe, und der mir -zumindest emotional- sehr ähnlich ist …
Grüsse: an eben diese bestimmte Person, das sie gerade jetzt den Mut nicht verliert … und an alle Verrückten, die (regel)mäßig meinen Blog besuchen und sich nicht durch die vielen Klammern und Anführungszeichen und von dem verdammten Rest verwirren lassen …
Was ich gehört habe ? Frou Frou “The Dumbing Down of Love”
Heute bin ich vom Winde verweht … seelisch und körperlich in einer völlig anderen Welt. Ein ganz merkwürdiges Gefühl, wenn man plötzlich den Kopf hinter sich herschleifen muss, so als würde er gar nicht zu einem selbst gehören, sondern wäre ein fremdes Wesen aus einer anderen Dimension. Vielleicht sogar einem jenseitigen Kosmos angehörend.
Außerdem ein in harter Watte gebettetes Herz und das, was man vielleicht noch als Gehirn bezeichnen könnte, auf Eis gelegt. Ein sehr indifferenter Zustand. Alles so weit entfernt und nebeldunstig.
Vielleicht liegt es aber einfach daran, dass ich gestern Nacht keine innere Ruhe finden konnte …ich war bis 4.00 Uhr wach, habe danach nur 3 Stunden geschlafen und den anschließenden Tag als etwas Phantomschmerzartiges wahrnehmen können …
Damit dieses Gefühl der Körperfremdheit nicht noch zunimmt, werde ich heute auf alle Fälle bald ins Bett gehen …
Was ich gehört habe ? Ingrid Michaelson „Starting Now“
Aufgrund akuten Ideenmangels und sich anbahnender Kopfschmerzen, habe ich mich kurz entschlossen dazu aufgerafft, ein weiteres StickDings zu entwenden. Diesmal von Kittyluka, die, ohne es vielleicht zu wissen, mir jedes Mal etwas Licht in meinem depressiven Gedankenkeller entzündet. Ihr Blog ist voll von ehrlichen und peinlich_lustigen Erlebnissen rund um ihr mittlerweile sehr pubertierendes Kätzchen (Trixi), über fast (all)täglichen Ärger mit den Berliner Verkehrsbetrieben, katastrophalen Schuh – und Ohrhörer_Käufen und natürlich über alles, was die baldige Sibyllianische Weltherrschaft betrifft (und das ist nur ein kleiner unbedeutender Ausschnitt) …
Das von mir schamlos entwendete Stöckchen kann man mit Kittylukas eigenen (sssssseeeeeeehr geistreichen) Antworten auf ihrem Blog (www.kittyluka.de) unter “Surrealistische Betrachtung einer Verrückten” in der Rubrik “Stöckchen” nachlesen.
1. Nehmen wir an du stehst auf einem Feld. Links neben dir eine Kuh, rechts ein kleiner grüner Außerirdischer mit einer Todesstrahlenkanone. Welche der beiden Plagen würdest du lieber reiten wollen?
Ich müsste mich erst einmal orientieren, in StressSituationen fällt es mir nämlich grundsätzlich schwer, zwischen rechts und links zu unterscheiden. Und “reiten” kann ich auch nicht. Vielleicht würde ich aber die Kuh bevorzugen, denn einen bewaffneten Außerirdischen zu reiten, stelle ich mir extrem schwierig vor.
2. Wir schnitzen zwei Schlüssel aus guatemaltesischen Hartholz, welche anschließend von taubstummen Maori unter Wasser zu Gold geklöppelt werden. Würdest du damit lieber eine Tür zu unermesslichen Reichtümern, oder eine Tür zum ewigen Glück aufschließen?
Wahrscheinlich würde ich den Schlüssel in der Mitte “durchbrechen” (auch wenn es exotisches HartholzGold ist), da ich mich nicht entscheiden kann, um dann schließlich feststellen zu müssen, dass halbe Schlüssel nicht schließen … ist so ähnlich wie mit der Geschichte vom Fischer und seiner Frau …
3. Treffen sich zwei Kosmonauten. Beide Grün. In Bezug zur aktuellen quantenmechanischen Gegebenheit, welche Farbe hat deine Unterhose?
Wer sagt denn, dass ich so etwas überhaupt trage ? Seitdem ich gestern “ Invasion” mit Nicole Kidman und Daniel Craig gesehen habe, stelle ich sowieso “grüne Kosmonauten” in Frage. Nein, das Grauen wohnt direkt nebenan , ist durchschnittlich 1,67 groß und trägt, wenn überhaupt, schwarze StringTangas.
4. Rem Ten Gnu Go
Fing Fung Fong … Ding Dong Däng ?!
5. Zwei Schweine sitzen auf einer Bank. Das eine trägt ein rosa Kleidchen, das andere hält eine Atombombe in der Hand. Was würdest du sie fragen?
Wann sie bereit für die Absolution sind …oder ob sie nicht mal ihre Rollen tauschen wollen …
6. Du sitzt an einer Bushaltestelle. Ein Bus mit der Nummer 42 hält und ein Radfahrer mit zwei Playboy-Models steigt aus. Was tust du?
Ich zeige dem Busfahrer meine JahresAboKarte und winke den PlayMädels hinterher (aber nur wenn ich meine anfängliche Schüchternheit überwinden kann), der Radfahrer erhält natürlich den obligatorischen F_Finger …ähm, vorausgesetzt er ist klein uns schmächtig
7. Es ist Zeit. Wofür?
Um ein Mozarella _Tomaten_Brot zu essen …
8. Wenn 1×1 39 ist, dann ist 37 x 1,5 wieviel?
Hühnersuppe mit Reis, ohne Gräten ….
9. Salvador Dalí ist…
auch nur wieder einer von denen
10. 38 wild gewordene Spartaner rennen, wie vom Ochsen gejagt, durch deinen Vorgarten und werfen hierbei mit Blindschleichen um sich. Auf welchen deiner Blogposts würde diese Beschreibung am besten zutreffen?
Wahrscheinlich auf alle … ich befinde mich immer am Rande des Wahnsinns oder einer mittelschweren Depression …
11. Ich, derjenige der diesen Stock erhalten hat, bin … ähm …
nun bereit für meine antizyklische Kopfschmerzattacke …kill me, please !
Was ich (trotz allem) gehört habe ? Embrace “Ashes”
Es könnte sein, dass ich heute Abend mal wieder so etwas wie ein „Date“ habe (das erste seit einem halben Jahr) … bis jetzt ist es nur eine eventuelle Chance auf eine neue, enttäuschende Begegnung … aber trotzdem ist es wichtig, mich der Welt nicht ganz zu entsagen … irgendwie habe ich so langsam das Gefühl zu einem Eremiten zu werden …oder- was noch schlimmer wäre- aber auch im Bereich des Möglichen: mich zu einem Misanthropen zu entwickeln … also nicht nur ungeliebt, sondern aufgrund des Zustandes dann auch gemein, eigenwillig und egoistisch zu werden … ja, das ist meine größte Befürchtung, eines Tages nicht mehr bereit und fähig zu sein, eine Beziehung eingehen zu können, alles abzublocken und die Position eines hassenswerten und auch gehassten Menschen einzunehmen … es ist echt eine „thin line between love and hate“ …
Ja, irgendwie habe ich Angst, so wie meine „Eltern“ zu enden : gleichgültig, „vorurteilsbelastend“ und egozentrisch. Das Materielle einfach über den Menschen zu stellen. Es gilt bei ihnen der Grundsatz: du bist, was du hast … nicht innere Werte, sondern einfach nur Karriere, Geld und der diesbezügliche Status … Liebe als zweckorientiertes Bündnis … echt zum Kotzen …
Ok, materielle Werte standen bei mir noch nie im Vordergrund … auch andere Machtattribute sind für mich nie ein Grund gewesen, jemanden abzulehnen oder zu hassen … so richtig hassen gelingt mir sowieso nicht … ich bin immer nur enttäuscht über Personen, die sich plötzlich als vollkommen ent_fremdet herausstellen … als Menschen, denen ich vertraut habe, und die mich dann maßlos enttäuscht haben … einfach weil sie auf einmal „die Seiten gewechselt“ haben … opportunistisch geworden sind … käuflich, in irgendeiner Form …
Aber EGAL … ich bin mal gespannt, ob und wann es zu diesem Date kommt …und ob ich überhaupt noch fähig bin, so etwas wie Zuneigung zu spüren …
Was ich gehört habe ? The Stone Roses „Elisabeth my dear“
Wenn es um Liebe geht, gibt es bei mir ein immer wiederkehrendes Verhaltensmuster. Vielleicht mittlerweile sogar schon so was wie eine Chronologie der Unfähigkeit. Es beginnt damit, dass ich etwas höre, lese oder sehe und irgendwie sofort eine starke innere Zuneigung dazu aufbaue. Es kann ein Buch sein, ein Film, etwas absolut Imaginäres und daher Unerreichbares. Aber es kann auch ein “neuer” Mensch sein. Es ist dann so, als würde ich eine unbekannte Insel betreten, ein Gebiet, von dem ich mir wünsche, der erste zu sein, der es sehen und entdecken darf. Ja, ich nehme da eine gewisse gedankliche Exklusivität für mich in Anspruch. Ich weiß nicht, ob ich immer schon so gehandelt habe, oder sich dieses egoistische und fokussierte Denken erst nach der Trennung mit Alice bei mir festgesetzt hat.
Alice …hmm, irgendwie ist sie der Ausgangspunkt für Alles. Eine ständige Rechtfertigung ; sie dient als Entschuldigung und gibt mir 1000 Gründe, bestimmte Dinge in Angriff zu nehmen oder andererseits zu verwerfen oder zu vernachlässigen. Auch wenn ich allein lebe, ist sie immer noch anwesend, sieht mir stumm über die Schulter. Es sind oft ihre Wege, die ich gehe, und nicht meine. Nur ab und zu gelingt es mir, aus diesem Schatten herauszutreten … für ein paar Stunden diesen selbstgewollten Zustand falscher Geborgenheit zu verlassen, und wieder etwas ich selbst zu sein.
Ja, Alice ist die Person, die mich in eine fremde Welt entlassen hat, hinauskatapultiert hat in dieses beziehungslose Geflecht und Wunder sozialer Möglichkeiten. Alice, die mir gestern gesagt hat, dass sie mich “mental liebe” und damit etwas in mir ausgelöst hat, das ich die ganze Zeit erfolglos versucht habe zu verdrängen. Auch wenn ich weiß und sie es auch ausdrücklich betont hat, es dennoch “kein Zurück” geben werde.
Alice, die trotzdem genauso darunter zu leiden scheint wie ich, denn nur weil sie einen Freund hat, sollte man diesbezüglich keine voreiligen Schlüsse über ein anderes und besseres Leben ziehen. Sie deutet in letzter Zeit oft an, dass sie ihn mag und auch liebe, aber es sei nichts Absolutes, sondern nur ein bedingtes und begrenztes Zusammensein mit ihm. Kein In_einer_Wohnung _zusammenleben, sondern eine Art nächtliches Aufeinandertreffen, mal ein paar gemeinsame Aktionen am Wochenende. Im Grunde genommen hat sie nur einen “Partner“, die abgeschwächte Form eines Liebenden.
Wenn ich Alice nun als diejenige bezeichne, die es für mich letzten Endes unmöglich macht, neue Beziehungen einzugehen, ist das natürlich sehr naiv und zu einfach gedacht. Es ist bequem, jemanden zu haben, den man eine gewisse (Mit)schuld an seinem Scheitern geben kann.
Ich kann niemanden für meine Unfähigkeiten verantwortlich machen. Aber es ist dieser Phantomschmerz, der sich, dann wenn es “darauf ankommt”, automatisch einstellt. Ein vielleicht triebhaft_blindes Verhalten, das dann kopflastig untergraben wird und ich die Flucht ergreife, bevor es für den Anderen zu spät ist.
Irgendwie ist es sehr kompliziert. Alles. Das Leben und ich. Immer wieder nur über mich nachzudenken. Über mich zu reden. Die mitleidsvolle Attitüde, wenn man es so bezeichnen will. Mit mir selbst Krieg zu führen, und Andere daran teilhaben zu lassen.
Das Einzige, was mich wirklich glücklich macht, sind meine Kinder. Die Zeit, die ich mit ihnen verbringen darf. Ihre Fragen beantworten, auch wenn ich auf vieles keine Antwort weiß. Und zu erleben, wie sie sich verändern. Größer werden, auch schon erste menschliche Enttäuschungen erleben und trotzdem noch diesen unverfänglichen Blick auf die Welt werfen können. Sie wissen mehr als ich…. viel mehr …
Heute nur ein Song, diesmal leider schon wieder als eine Art Platzhalter missbraucht, denn das Wochenende ist bei mir ziemlich verplant. Und ich hab mein schönstes Date des Jahres bekommen. Nach langer Zeit will meine Tochter mal wieder bei mir übernachten. Sonst sträubt sie sich immer. Ich bin ihr zu peinlich, zu alt, eben nicht so cool wie die Jungs aus ihrer Klasse. So gesehen stehe ich also heute unter gewissem Erfolgs_ und Erwartungsdruck, es ist echt schlimmer als bei einem ersten Rendezvous mit einer schönen Unbekannten. Irgendwie hab ich momentan schon so ein merkwürdig flaues Gefühl in der Magengrube … auch mein Herz scheint etwas schneller zu schlagen . ..aber positiver emotionaler Stress natürlich.
“Wenn ich bei dir bin, können wir endlich mal wieder LANGE reden …” Tja, also wenigstens muss ich mir sonst keine Sorgen machen. Keine große Programmplanung. Sie will das, was ich auch will: einfach nur reden. Und vielleicht ein paar für sie bis vor kurzem unzugängliche, “verbotene” Filme ab 12 anschauen, und schwimmen gehen (“ Ich schaff mehr Bahnen als du” ) und falls das Wetter mitspielt, auch um den Nürnberger Dutzendteich spazieren gehen ( “…aber nur eine Runde, ok ?) …
Hier nun der Song … der gant gut zu meiner heutigen Stimmung passt …(und über *U2* muss ich unbedingt demnächst mal was posten; keine meiner absoluten Lieblingsbands, das bestimmt nicht, aber eine Band, die mich seit meiner Jugend “verfolgt” …)
Diesmal sehr wenig geschlafen, was aber nicht daran lag, dass meine Tochter bei mir war, sondern an der Tatsache, dass ich das ganze Wochenende in einer Art merkwürdigen Stimmung war. Weder euphorisch noch niedergeschlagen, sondern mehr irgendwas Undefinierbares in der Mitte. Ich spüre, dass irgendwas in den nächsten Tagen passieren wird. Ob es an dem Date liegt, das ich morgen Abend DEFINITIV wahrnehmen werde, oder nicht … ich weiß es nicht. Eine innere Aufbruchstimmung …man merkt, dass man kurz davor ist, etwas Großes oder Außergewöhnliches zu erleben …
Die erste Platte, die ich mir von U 2 zulegte, war “The Josuha Tree” (1987) Damals noch echtes Vinyl, und wahrscheinlich habe ich mir die Platte auch nur wegen ihrem existentialistisch schwarzweißem Cover gekauft. Und ich habe wie ein Süchtiger an der Hülle gerochen, so wie ich praktisch jede neue Scheibe einer olfaktorischen Prüfung unterzog. Und diese U2 Platte duftete eindeutig nach Baumrinde oder zumindest nach frisch gestochener Erde, naja, irgendwie auch naheliegend. Der bekannteste Song auf dieser LP war natürlich “I still haven´t found, what I´m looking for”, “With or without you” war ein anderes Lied auf diesem Album, aber “ Running to stand still” hat mich dann schließlich völlig in den Bann gezogen.
Trotzdem bin ich kein eingefleischter Fan geworden, also keiner dieser Fans, der, sobald eine neue Platte rauskommt, in die Läden stürmt, und dann beutezugmäßig am besten noch eine Limited Edition nach Hause trägt. Es gab zu der Zeit einfach zu viele neue und faszinierende Künstler für mich zu entdecken: Tracy Chapman, Suzanne Vega, Sting, Willy de Ville, und natürlich Madonna. Ich war damals wahrscheinlich sehr mainstream orientiert … erst im Laufe der nachfolgende Jahre bin ich dann musikgeschmacksmäßig zum “alternativ”_Lager gewechselt. Mazzy Star z.B. , melancholische, fast ätherischer Klänge, die sowohl in eine “Dita von Teese”_Bar passen als auch eine stilvolle Hintergrundmusik für die “einsamen” Stunden zu zweit abliefern würden. Naja, und momentan bin ich dem sogenannten “britpop” oder dem entsprechenden amerikanischen “Pendant” verfallen. Jarvis Cocker, Blur, Coldplay, Travis, The Stone Roses, Rage against the Machine, Green Day, Kasabian, The Killers, Oasis, The Verve, Primal Scream … usw.
Meine letzte legal erworbene U2 CD war “All That You Can’t Leave Behind”, also ein Werk, das nun auch schon 9 Jahre zurückliegt …ok, danach kam ja eigentlich nur “How to Dismantle an Atomic Bomb”, aber dieses Album hab ich nur computerzeitgemäß gedownloaded und von daher …
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mir ihr kürzlich erschienenes Album “ No line on the horizon” zulegen werde, ich habe die Befürchtung, dass die Fab 4 da nichts wesentlich Neues produziert haben. Einfach nur sich selbst kopiert haben …wenigstens hab ich den Eindruck, wenn ich mir die erste Single_Auskopplung “Get on your boots” anhöre …netter Song, aber irgendwie trotzdem schon bekannt …
Aber egal, hier mal eine Liste meiner zehn U 2_LieblingsLieblingsSongs :
1. Mysterious Ways
2. One
3. Running to stand still
4. Numb
5. Walk on
6. Out of Control
7. Tomorrow
8. Kite
9. All I want is you
10. Desire
Ihr kennt das Spiel ja bereits. Immer, wenn mir nichts einfällt, oder ich zu müde/faul oder was auch immer bin, muss ich mir eins dieser Stockdinger klauen (quasi mich von den Einträgen Anderer ernähren, Parasitendasein) . Diesmal fiel mir die Auswahl ziemlich leicht, weil ich schon vor ein paar Tagen ein geradezu ideales Holzteil für mich entdecken konnte. Und da es außerdem noch aus meinem Lieblingsland stammt und darüber hinaus noch von einer sehr liebenswerten Österreicherin (ähm, daran seht Ihr, dass mir während der Formulierung dieses Satzes mindestens 87 Hirnzellen abgestorben sein müssen… im Film würde man das Logik_löcher nennen, wobei es bei mir eher Löcher sind, naja, daran scheitert es natürlich auch oft …ich nenne es mal mangelndes “Schlussfolgerungs_Vermögen“).
Wenigstens kann man aus der folgenden Liste sehen, dass meine cineastische Landkarte noch sehr viele weiße Flecken aufweist …. ach ja, an dieser Stelle vielleicht noch der Hinweis, dass Ihr immer noch für mich abstimmen könnt. Naja nicht direkt, aber das Kino_Voting von vor ungefähr 2 Wochen muss jetzt bald auch einem Besuch in einem dieser modernen Lichtspielhäuser folgen (hmm, Dativ_Akkusativ ?, schon wieder Gehirnzellen weg !). Sonst könnte es passieren, dass der derzeitige Favorit schon aus dem Programm genommen wurde.
Aber EGAL … hier eine Liste der Filme, die ich bereits gesehen habe und viele von denen möchte ich auch nicht mehr (wieder) sehen … Titanic z.B. …und einige (Episoden_Filme) habe ich bewusst ignoriert (vielleicht ein Fehler: “Lord of the Rings”/ “Star Wars” z. B. …dazu konnte ich einfach keinen Bezug herstellen …oder auch Harry Potter, von dem ich nur den 1. Teil gesehen habe, aus Versehen und anschließender Langeweile…)
(X) Rocky Horror Picture Show
() Grease
(X) Pirates of the Caribbean
(X) Pirates of the Caribbean 2: Dead Man’s Chest
() Boondock Saints
() Fight Club
(X) Starsky and Hutch
(X) Neverending Story
( ) Blazing Saddles
(X) Airplane
( ) The Princess Bride
( ) AnchorMan
( ) Napoleon Dynamite
( ) Labyrinth
( ) Saw
( ) Saw II
( ) White Noise
( ) White Oleander
(X) Anger Management
(X) 50 First Dates
() The Princess Diaries
() The Princess Diaries 2: Royal Engagement
(X ) Scream
( X) Scream 2
( X) Scream 3
() Scary Movie
( ) Scary Movie 2
( ) Scary Movie 3
( ) Scary Movie 4
(X) American Pie
() American Pie 2
( ) American Wedding
( ) American Pie Band Camp
(X) Harry Potter 1
() Harry Potter 2
() Harry Potter 3
() Harry Potter 4
() Harry Potter 5
( X) Resident Evil 1
( ) Resident Evil 2
(X) The Wedding Singer
() Little Black Book
(X) The Village
( ) Lilo & Stitch
() Finding Nemo
(X) Finding Neverland
(X) Signs
(X) The Grinch
( ) Texas Chainsaw Massacre
( ) Texas Chainsaw Massacre: The Beginning
( ) White Chicks
(X) Butterfly Effect
(X) 13 Going on 30
(X) I, Robot
() Robots
( ) Dodgeball: A True Underdog Story
( ) Universal Soldier
(X) Lemony Snicket: A Series Of Unfortunate Events
(X) Along Came Polly
(X) Deep Impact
( ) KingPin
( ) Never Been Kissed
(X) Meet The Parents
(X) Meet the Fockers
( ) Eight Crazy Nights
( ) Joe Dirt
( ) King Kong (the original)
( ) A Cinderella Story
(X) The Terminal
( ) The Lizzie McGuire Movie
( ) Passport to Paris
( ) Dumb & Dumber
( ) Dumber & Dumberer
(X) Final Destination
(X) Final Destination 2
(X) Final Destination 3
( ) Halloween
(X) The Ring (the orignal, non US)
( ) The Ring 2 – (same as above)
( ) Surviving X-MAS
( ) Flubber
( ) Harold & Kumar Go To White Castle
(x) Practical Magic
(X) Chicago
( ) Ghost Ship
(X) From Hell
() Hellboy
(X) Secret Window
() I Am Sam
( ) The Whole Nine Yards
( ) The Whole Ten Yards
(X) The Day After Tomorrow
( ) Child’s Play
( ) Seed of Chucky
( ) Bride of Chucky
(X) Ten Things I Hate About You
(X) Just Married
( ) Gothika
( ) Nightmare on Elm Street
( ) Sixteen Candles
( ) Remember the Titans
( ) Coach Carter
( ) The Grudge
( ) The Grudge 2
(X) The Mask
( ) Son Of The Mask
(X) Bad Boys
( ) Bad Boys 2
( ) Joy Ride
(X ) Lucky Number Slevin
(X) Ocean’s Eleven
(X) Ocean’s Twelve
(X) Bourne Identity
(X) Bourne Supremacy
(X) Bourne Ultimatum
( X) Lone Star
() Bedazzled – both versions
( ) Predator I
( ) Predator II
(X ) The Fog
() Ice Age
() Ice Age 2: The Meltdown
(X) Curious George
(X) Independence Day
( X) Cujo
( X) A Bronx Tale
( ) Darkness Falls
(X) Christine
(X) ET
( ) Children of the Corn
() My Bosses Daughter
(X) Maid in Manhattan
(X) War of the Worlds
(X ) Rush Hour
( ) Rush Hour 2
( ) Best Bet
(X) How to Lose a Guy in 10 Days
(X) She’s All That
(X ) Calendar Girls
( X) Sideways
() Mars Attacks
() Event Horizon
( ) Ever After
( ) Wizard of Oz
(X) Forrest Gump
( ) Big Trouble in Little China
( X) The Terminator
( X) The Terminator 2
( X) The Terminator 3
(X) X-Men
(X) X-2
(X) X-3
(X) Spider-Man
(X) Spider-Man 2
(X) Sky High
( X) Jeepers Creepers
( ) Jeepers Creepers 2
(X) Catch Me If You Can
(X) The Little Mermaid
(X) Freaky Friday
() Reign of Fire
() The Skulls
(X) Cruel Intentions
( ) Cruel Intentions 2
( ) The Hot Chick
(X) Shrek
() Shrek 2
( ) Swimfan
(x) Miracle on 34th street
( ) Old School
() The Notebook
(X ) K-Pax
( ) Krippendorf’s Tribe
( X) A Walk to Remember
( ) Ice Castles
( ) Boogeyman
(X) The 40-year-old Virgin
() Lord of the Rings Fellowship of the Ring
() Lord of the Rings The Two Towers
() Lord of the Rings Return Of the King
( ) Indiana Jones and the Raiders of the Lost Ark
( ) Indiana Jones and the Temple of Doom
( X) Indiana Jones and the Last Crusade
( ) Baseketball
( ) Hostel
( ) Waiting for Guffman
( ) House of 1000 Corpses
( ) Devil’s Rejects
( ) Elf
(X) Highlander
(X) Mothman Prophecies
() American History X
( ) Three
( ) The Jacket
( ) Kung Fu Hustle
( ) Shaolin Soccer
(X) Night Watch
() Monsters Inc.
(X) Titanic
() Monty Python and the Holy Grail
(X ) Shaun Of the Dead
( ) Willard
( ) High Tension
( ) Club Dread
(X) Hulk
(X) Dawn Of the Dead
(X) Hook
(X) Chronicles Of Narnia The Lion the Witch and the Wardrobe
( X) 28 days later
( ) Orgazmo
( ) Phantasm
(X) Waterworld
(X) Kill Bill vol 1
(X) Kill Bill vol 2
( ) Mortal Kombat
( ) Wolf Creek
(X) Kingdom of Heaven
( ) The Hills Have Eyes
( ) I Spit on Your Grave aka the Day of the Woman
( ) The Last House on the Left
( ) Re-Animator
( ) Army of Darkness
(X) Star Wars Ep.I The Phantom Menace
() Star Wars Ep.II Attack of the Clones
() Star Wars Ep.III Revenge of the Sith
() Star Wars Ep.IV A New Hope
() Star Wars Ep.V The Empire Strikes Back
() Star Wars Ep.VI Return of the Jedi
( ) Ewoks Caravan Of Courage
( ) Ewoks The Battle For Endor
(X) The Matrix
(X) The Matrix Reloaded
() The Matrix Revolutions
( ) Animatrix
( ) Evil Dead
( ) Evil Dead 2
( ) Team America: World Police
(X) Red Dragon
(X) Silence of the Lambs
(X) Hannibal
Danke, kittynn, you saved my life … ohne dich und deinen Eintrag hätte ich mir wahrscheinlich heute ein langweiliges Zitat auswählen müssen …(übrigens habe ich festgestellt, dass wir so ungefähr die gleichen Filme geguckt haben …)
Was ich gehört habe ? The Charlatans “My beautiful Friend”
Apropos Friend(s ) … ich muss Euch morgen unbedingt wieder ein paar Comments schreiben, hab echt schon ein irre schlechtes Gewissen … aber heute bin ich dafür zu müde und ideenlos (ähm, nicht für das „Gewissenhaben“)
Es gibt Tage an denen ich einigermaßen gut mit mir zurecht komme. Tage, an denen es keine vordergründigen Probleme gibt. An denen einfach alles “passt” und ich mich ein Stück weit “glücklich” fühlen kann. Tage, an denen es mir wenigstens ansatzweise gelingt, alle inneren Störgeräusche auszublenden oder sie wenigstens zu kompensieren.
Heute allerdings beginne ich mich wieder zu hassen. Kein produktiver, sondern destruktiver Hass. Und das Schlimmste ist, dass ich dieses Gefühl regelrecht herbeigesehnt habe. Ja, krankhaft gewünscht, dass es mir schlecht geht …und es hat tatsächlich funktioniert … ich bin nun in einem Zustand des SelbstEkels … morgen kann es schon ganz anders sein, aber momentan hier und jetzt spür ich nur einen Widerwillen gegen alles, was man leichtsinnig als meinen Charakter bezeichnen könnte …
Ich hasse mich, weil ich es nicht schaffe, endlich über diesen Schatten der “anfänglichen” Schüchternheit zu springen, niemanden zu haben, mit dem ich mein Leben teilen kann, der mir zuhört, auch wenn ich schweige …
Aber das Schlimmste: Kommunikation … ich rede entweder zu viel, oder nur belangloses Zeug oder aber (was eigentlich die meiste Zeit der Fall ist) gar nicht .. ich bin unsicher, in dem, was und wie ich es sagen soll … fühle mich nicht intelligent und berechtigt genug, um über das Niveau eines Smalltalks hinaus, etwas Verbales von mir zu geben … warum müssen Menschen eigentlich immer auf diese Weise kommunizieren … warum reicht es anfangs nicht, dass man sich (stundenlang) in die Augen schaut, sich irgendwann wie zufällig berührt und dann nach und nach Worte sucht, die diese nonverbale Ebene auflösen können … warum ist alles so verdammt schwer … warum kann man nicht einfach ohne größere Probleme “aufeinander stoßen” … das Wort “crush” ist mittlerweile das Wort, das ich im Zusammenhang mit Liebe und erste Begegnung bevorzugt verwenden will … vielleicht in Verbindung mit diesem Frank Sinatra Song “I get a kick out of you” …ja, warum kann man sich -zumindest beim ERSTEN Zusammentreffen- nicht einfach SEINE passende Kommunikationsform auswählen …
Bei mir sind es grundsätzlich irgendwann aufdringliche Blicke, die ich SCHÜCHTERN (und das ist der totale Widerspruch, aber das ist nun mal was ich “verkörpere”) der weiblichen Person zuwerfe … dabei versuche ich zusätzlich noch (entwaffnend ?!) zu lächeln, was letzten Endes noch widersprüchlicher wirken muss … grotesk und abstoßend …
Wenn eine Frau nur mal GENAUSO zurückblicken könnte … eine Frau, mit den gleichen idiotischen, unbegründeten Problemen … mit der gleichen inneren Blockade …. aber das wird wohl auf ewig ein Wunschtraum bleiben … und von daher ist heute einer dieser HassTage … morgen wahrscheinlich längst wieder vorbei …
Was ich gehört habe ? Keine Ahnung, ob das ein “HassLied” ist … und auch keine Ahnung, ob ich “Queen” dafür hassen sollte (eigentlich mag ich die Band nämlich nicht besonders), jedenfalls habe ich von ihnen “Another one bites the Dust” gehört (last.fm_ (radio) ZufallsTrack)
Nachdem ich mich gestern selbst gehasst habe, bin ich heute wieder in einer ganz anderen Stimmung. Ich will nicht behaupten, dass mir jetzt alles neu und strahlend erscheint, aber es ist gefühlsmäßig ein ganz angenehmer Zustand. Vielleicht liegt es daran, dass ich so wahnsinnig tolle Blogger(Freunde) habe, oder aber vielleicht, dass ich heute schon ein *Desperados* ( cerveza !!!) getrunken habe, oder aber dass ich gerade G-F. Händel höre und mich auf einen Abend ganz allein mit mir freue. Irgendwie hat das Single_Leben ja doch seine Vorteile …
Jedenfalls hab ich mir überlegt, in den nächsten Tagen und Wochen den Blog etwas interessanter zu gestalten. Ob mir das gelingt ist eine andere Frage. In unregelmäßigen Abständen möchte ich etwas “kultureller” werden. Ok, mein Musikgeschmack ist ja fast schon allen bekannt. Musikalisch gibt es bei mir ja keine Berührungsängste und ich höre alles, bis auf deutschen Schlager, Techno und HardCoreCountry … aber auch da gibt es fließende Übergänge … Johnny Cash z.B. finde ich genial (seine im Alter immer brüchiger und zärtlicher gewordene Stimme versetzt mich jedes Mal von neuem in eine sehr melancholische Stimmung) …
Das erste “gelehrsame” Projekt soll das Thema „Moderne Japanische Kunst“ zum Inhalt haben. Aber da ich Kunst grundsätzlich nur sehr subjektiv empfinde, kann ich diesbezüglich nie eine kulturhistorische Analyse abgeben. Es wird also darauf hinauslaufen, dass ich den einzelnen Künstler vorstelle, vielleicht sogar eines seiner Werke im jeweiligen Eintrag erscheinen lasse, aber alles was einer näheren Betrachtung bedarf, wird bei mir nicht zu finden sein. Kunst ist eben sehr individuell. Emotional spürbar und auf keinen Fall rationell erklärbar … hm, mal sehen, inwieweit ich mit diesem Vorhaben an meine Grenzen stoßen werde … denn ich VERSTEHE absolut nichts von Kunst (einzelne Epochen werden bei mir ständig verwechselt (Impressionismus/Expressionismus ; Renaissance/Gotik) …entweder gefällt mir ein “Kunstwerk” oder aber nicht … dazwischen gibt es nichts …
Naja, mal sehen … vielleicht erscheint hier morgen schon ein Beitrag, und vielleicht sogar über
Takashi Murakami …einem der wichtigen japanischen Gegenwartskünstler
Ach ja … zum Schluss noch eine kleine (Kunst)frage an alle, die diesen Blog (immer noch) lesen:
“ Mit wem ließ sich Beuys eine Woche lang in einem Raum der New Yorker Galerie René Block einschließen ?”
Was ich (außer Händel) gehört habe ? The Strokes “ Under Control”
“The world of the future might be like Japan is today – super flat”
Takashi Murakami, The Super Flat Manifesto, 2000
Bevor wir heute zum eigentlichen Thema kommen, muss ich mich mal kurz outen: ich habe noch nie ein Manga /Anime angeschaut … und Murakami war für mich bis vor kurzem nur ein japanischer Schriftsteller (“Wilde Schafsjagd”) … Haruki Murakami also … wer weiß wieviel Murakamis es überhaupt in Japan gibt, vielleicht ist es ein allgegenwärtiger Name wie Müller oder Schmidt/ Schmid in Deutschland …
Aber EGAL …
Es geht hier um (moderne japanische) Kunst, bildende Kunst … und in diesem Zusammenhang kann es nur einen Murakami geben: Takashi Murakami …Das erste Mal bin ich ihm (also seiner Kunst) auf dem Cover eines bekannten deutschen (monatlich erscheinenden) Kunstmagazins begegnet … und das Titelbild hat mich dann dazu animiert, mir auch den dementsprechenden Artikel durchzulesen … und vor allem noch mehr Bilder von ihm zu sehen …
Das erste was mir auffiel, war die ungeheure Farblichkeit seiner Kunst … es war alles sehr bunt … chewinggum_mäßig … erinnerte mich an die knalliggrellen 70er Jahre … an heiße, unschuldige Sommer …ja, ich denke das war es, was mich am meisten fasziniert hat: ein Stück weit meine Kindheit in seinen Bildern (wieder) zu finden …etwas von dieser “Niedlichkeit” ein Wort, das mit Murakamis Werken übrigens sehr oft fällt … obwohl seine Kunst bei näherer Betrachtung alles andere als nur “niedlich” und “edelkitschig” ist … klar, es sind diese Manga_Anime_ entlehnten Motive, die von ihm thematisch verfremdet und überzeichnet werden (fast schon “niedlich” karikiert) …letztlich kann man in einigen seiner Werke hinter den für ihn typisch gewordenen übergroßen MangaKuschelAugen eine zärtliche Brutalität entdecken …
Er schafft es durch diese Kunstauffassung, durch diesen populären Stil seine Bilder einem breiten, und meist jungem Publikum näherzubringen … Leute, die vielleicht freiwillig nie ein Museum aufsuchen würden, für die Kunst eher was abschreckend Steriles und Unverständliches hat … Murakamis BilderWelten sind einfach, sehr leicht interpretierbar… populär … man muss ihn eigentlich nicht “verstehen”, nur lieben oder hassen … ein Künstler, der wahrscheinlich wie kein anderer polarisieren kann … selbst für viele “KunstLiebhaber” ist er ein schwieriger Kandidat, weil er über den normalen Kunstbetrieb hinaus auch für andere, fast schon kunstfeindliche Betriebe tätig ist. So hat er z. B. vor ein paar Jahren für Louis Vuitton HandtaschenMotive entworfen, oder aber für Modeschöpfer wie Naoki Takizawa und Issey Mikake RegenmäntelDesigns kreiert. Er versteht sich als Marketing-Künstler. Er ist so was wie ein japanischer Andy Warhol mit einem WaltDisneyGehirn und der Geschäftsmäßigkeit eines J.P. Getty.
Wem seine BreitwandInstallationen zu sperrig sind, hat immer noch die Chance, etwas Kleineres und Handlicheres (und natürlich weitaus Preiswerteres als eine LV-Tasche) zu erwerben, ein Murakami_Kuscheltier oder ein bedrucktes T_Shirt zum Beispiel.
Murakami ist mittlerweile mehr in Amerika beheimatet als in Japan. Teils aus kulturtaktischen Gründen (Japan vergibt keine staatlichen Subventionen für Museen und auch Künstler führen dort oft ein sehr autonomes Untergrundleben … sie organisieren ihre Kunst sozusagen selbst ) und teils auch, weil das westliche Publikum seine Bilder anders und bereitwilliger aufnimmt.
Zum Schluss noch ein kleines Video ….O-Ton Murakami :
Ach ja, ich hab ja ganz vergessen, meine KunstFrage von gestern aufzulösen. Beuys ließ sich mit einem Kojoten, den man eigens gefangen und nach New York eingeflogen hatte, eine Woche lang in der Galerie René Block ( N.Y.) einschließen .
Was ich gehört habe ? Lostprophets “ Last Train Home”
Aufgrund mangelnden Organisations- und anderen Talents sollte mir jegliche Berechtigung etwas anderes außer Schlafen zu erledigen, entzogen werden. Noch nicht mal dieser eigentlich logische Satz ist logisch, vielleicht nur folgerichtig. Logisch ist etwas, was NACHVOLLZIEHBAR ist, und die Tatsache, dass ich wieder mal einen 10er Pack DVDs gehortet habe, den ich EIGENTLICH auch anschauen sollte, es aber dann doch nicht schaffe, aus Zeitgründen oder aus einer plötzlichen Apathie heraus, ist mehr als nur widersprüchlich. Konsequenter Weise sollte ich jede einzelne dieser DVDs mit strenger chronoLOGISCHER Systematik in den Player legen. Stattdessen habe ich sie -comme toujours- zu einem Stapel aufgetürmt, den ich von einer Ecke in die nächste schleppe, in der Hoffnung, dass sie durch diese Verlagerung eine neue Präsenz und neue Priorität gewinnen. Von den ungelesenen Bücherstapeln will ich gar nicht erst reden. Es ist tragikomisch …
Hier trotz allem wieder eine Liste der Filme, die ich mir letztendlich DOCH nicht anschauen werde (oder vielleicht nur zu 10 oder 20 %, was in meinem Fall schon ein kleines Wunder darstellen würde):
1. “Naming number two” von Toa Fraser
2. “Cold montain” von Anthony Minghella
3.. “Two for the money “von D. J. Caruso
4. “Right at your door” von Chris Gorak
5.“The snapper” von Stephen Frears
6. “Memoirs of a geisha” von Rob Marshall
7. “Nobody knows” von Hirokazu Koreeda
8. “Pearl Harbor” von Michael Bay
9. “Die fetten Jahre sind vorbei” von Hans Weingartner
10. “School for Scoundrels” von Todd Phillips
(diesmal verdammt viele „Klassiker“ darunter, ich weiß …)
Was ich gehört habe ? Jack off Jill “When I am Queen”
Es ist wirklich immer wieder erstaunlich, unter welchen Suchbegriffen mein Blog erscheint, bzw. wie ich gefunden werde ..
Hier mal wieder eine Best_of- Auswahl :
1. schwarzes brett für huren u. clubs in n (ürnberg ?… hmm, ein paar kenn ich … vom Namen her natürlich nur (ähm, Clubs, keine Huren) …lol)
2. twilight auch für erwachsene? ( NEIN, AUF GAR KEINEN FALL !!! kann zu Gedächtnisverlust und zu Impotenz führen …)
3. schräge kopfhaltung auf fotos/typisch f (ür Leute, die einen kaputten Halswirbel haben, so wie ich …)
4. back road mountain schwulenfilm ( hm, also etwas verwirrend: weil es gibt sowohl “BrokeBACK Mountain” als auch “(Unterwegs) nach Cold Mountain” … unterwegs in diesem Fall schon als Rückkehr aufzufassen… und naja, deshalb im gewissen Sinn auch eine Art ROAD_Movie (auch wenn der Protagonist ZU FUSS unterwegs ist … auf alle Fälle ist er im klassischen Sinn “on the road “)
5. nacht pale wöhrder wiese ( Wöhrder_ Wiesen_Nächte sind IMMER “pale” ….)
6. worauf wartest du – freddy quinn dvd cd ( Wusste gar nicht, dass Freddy Quinn in einem meiner Beiträge auftaucht … sofort nachforschen und am besten Namen oder Eintrag löschen )
7. und zum abschied schenkt sie mir ne sche (uklappe … Scheuerbürste ….Scheckkarte …Scheibenheizanlage ???? … hm, wird wohl ein nie zu lösendes Rätsel bleiben )
8. wundgeleckte hoden beim hund was tun ? ( Tja, ich bin kein Tierarzt und auch sonst kenn ich mich mit Tieren nicht aus ….)
9. schweidsch (sic !) ratten film ( no comment !)
10. wofür stehen die initialen k.d im namen …( für Kathryn Dawn (Lang) … falls die Sängerin K.D. Lang gemeint sein sollte … aber besser gleich bei ‘wikipedia’ statt bei google suchen …)
Meine Gedanken und Gefühle fahren gerade Achterbahn mit mir … und ich weiß weder wie ich mich verhalten soll, noch ob es richtig oder falsch ist, zu glauben und zu hoffen … so wie ich immer gehofft habe… Hoffen ist ein irrationaler Wunsch… etwas, was nur gutgläubige Idioten tun …
Als ich heute bei meinen Kids war, hatte ich wie immer Gelegenheit mit Alice zu sprechen … eigentlich unterhalten wir uns IMMER … in den ersten Wochen unserer Trennung sind wir uns aus verständlichen Gründen konsequent aus dem Weg gegangen … wir ahnten, dass es gefährlich sein könnte, auch nur EIN einziges (falsches) Wort zu sagen … und so haben wir uns in dieser Zeit oft wortlos verständigt, einerseits um den Anderen nicht zu verletzen, und andererseits auch, um Reibungsflächen zu vermeiden … ich wusste in dieser Zeit nie, ob sie bei einer Freundin (so wie sie mir immer wieder versicherte) oder bei ihrem neuen Freund übernachtete … auf ihrem Handy war sie jedenfalls NIE erreichbar, immer nur die mailbox, die ich mindestens 10 Mal mitten in der Nacht anrief, nur um ihre Stimme zu hören ….
Diese Zeit war wahrscheinlich für keinen von uns einfach, auch wenn sie sich mir gegenüber immer etwas überlegener und indifferenter zeigte (so empfand ich es zumindest damals) … wir haben sicher -jeder auf seine Weise- gelitten …und irgendwann haben wir (versucht) OHNE den Anderen zu leben … anfangs dachte ich, dass es für sie leichter sein musste, denn immerhin hatte sie jemanden an ihrer Seite, und war nicht auf sich allein zurückgeworfen … und ich nahm an, dass dieser “Andere” sie auch verstehen und vor allem lieben würde …ich fühlte mich elend, alleingelassen, missverstanden … typische Symptome einer gescheiterten Beziehung wahrscheinlich …ich habe einfach, während unseres langen Zusammenseins -so wie sie es einmal treffend formulierte- zu viele rote Ampeln missachtet …
Heute Abend jedoch erfuhr ich Details eines immer mehr dem Untergang geweihten Verhältnisses zu ihrem Freund (es ist schlimm, in diesem Zusammenhang nicht das Wort “Liebe” verwenden zu können) …ok, es war seit ANFANG AN schwierig zwischen ihnen …
Jedenfalls trafen sich Alice und P. heute Mittag in einem BusinessLokal … alles piekfeine Geschäftsleute … und er habe sie irgendwann auf ihre äußere Erscheinung angesprochen und sie in diesem Zusammenhang als “rustikal” bezeichnet …rustikal kann ja viele Bedeutungen haben, im schlimmsten Fall bedeutet es jedoch “bäuerlich” und im übertragenen Sinn auch “rückständig”, jedenfalls nicht dem “normalen” Klientel zugehörig …. jedenfalls hat Alice mir im Laufe der vier Stunden, in denen wir zusammen waren, ihre Version der Geschichte erzählt (es sind natürlich immer nur ihre Versionen !) …und sie konnte sich nur schwer beruhigen lassen , sie fand diese Äußerung als zutiefst beleidigend … ich war einfach erstmal nur ein Zuhörer …und konnte auch nur diese Funktion ausüben …ich war einfach nur da und habe es -ehrlich gesagt- mit einer gewissen Genugtuung aufgenommen … Genugtuung weil ich insgeheim immer noch HOFFE, dass es einen Ausweg für uns gibt … wir verstehen uns irgendwie immer besser … ja, komischerweise … je mehr wir uns “zeitlich” voneinander entfernen, desto besser verstehen wir uns … und das Beste oder Schlimmste: ich merke, dass ich sie immer noch liebe … und ich gegen diese Gefühle machtlos und hilflos bin … sie signalisiert mir jedes Mal, dass ich mir keine falsche HOFFNUNGEN machen soll, dass es endgültig aus ist zwischen uns … es teilweise eine gute Zeit war, aber mehr nicht …
Es gäbe noch so viel zu sagen … so viel Un_gesagtes …so viel was sich zwischen uns abspielt … ihre Blicke, ihre Ernsthaftigkeit … das, was und wie sie es sagt … einfach ALLES … ich kann sie einfach nicht vergessen … und mich damit abfinden, dass es zwischen uns NICHTS mehr gibt, was uns wieder verbinden könnte …
Und schon wieder fange ich an, mir mehr Gedanken zu machen, als ich vielleicht sollte. Und schon wieder geht es um Alice. Wir hatten uns gestern ja etwas länger unterhalten können. Für unsere Verhältnisse sogar extrem lang. Keine Ahnung, wie es bei anderen Paaren, die in Trennung leben, abläuft, aber ich hatte das Gefühl, ein ganz normales Gespräch mit ihr führen zu können. Und irgendwie kam es mir so vor, als würden wir uns nun besser als jemals zuvor verstehen. Wir konnten sogar gemeinsam lachen. Und sie besitzt immer noch den gleichen, etwas schwarzen Humor wie ich, das gleiche ansteckende Lachen. Ja, es war wirklich ein sehr entspannter Abend. Wir haben ziemlich viel Wein getrunken, sie hat (mehr als sonst) geraucht und eigentlich gab es keine festgelegten Themen. Oft ist es ja so, dass Gespräche einen vollkommen anderen Verlauf nehmen als beabsichtigt. Anfangs unterhielten wir uns daher auch eher beiläufig, redeten uns quasi warm, kamen irgendwann auf unsere Kinder zu sprechen (wir regten uns wie immer mal wieder über das Schulsystem im allgemeinen und deren Personal (Lehrer) im besonderen auf) und plötzlich kamen wir auf P. zu sprechen. Keine Ahnung, wie wir auf einmal über jemanden sprachen, der sonst ein ziemliches KonversationsTabu für uns darstellt. Nur in Ausnahmefällen gelingt es uns, ihren Freund als Gesprächsthema zu akzeptieren. Meist fällt sein Name dann in ein oder zwei Nebensätzen, die ich oft dann auch versuche, zu ignorieren. Aber wie ich gestern ja schon schrieb, ging es um diesen „rustikal“_Affront.
Vor einiger Zeit vertraute mir Alice an, dass sie ihn eigentlich gar nicht mehr liebe, aber nicht wisse, wie sie am besten mit ihm Schluss machen solle. Damals habe ich das Ganze mit einer ruhigen Genugtuung aufgefasst, seit gestern jedoch, als sie wieder damit anfing, mache ich mir allerdings Sorgen. Und ich frage mich, ob es damals zwischen uns genauso ablief … dass es für sie schon lange zu Ende war, sie jedoch nicht wusste, wie sie unsere Beziehung *am besten* beenden sollte … gut, das hat sie mir damals auch so zu verstehen gegeben …im Grunde genommen waren die letzten 3 oder 4 Jahre mit uns nur ein Nebeneinander- aber kein Zusammenleben mehr … wir wohnten in einer EheWG aber nicht in einer Seite an Seite_verantwortungs- und liebes_bewussten_ Gemeinschaft … und irgendwann hatten wir noch nicht einmal mehr das … das einzige was uns verband und immer noch verbindet, sind unsere Kinder … daran wird der gestrige Abend auch nichts ändern … ich muss endlich tolerieren, dass Alice mittlerweile ihr eigenes Leben lebt, es kein Zurück mehr gibt… vielleicht nur mehr solcher Abende wie gestern …mehr aber nicht …( und dabei schaff ich es dann doch nicht, weil ich sie immer noch liebe …)
Das einzige worüber ich mir jetzt noch mehr den Kopf zerbreche ist, wie lange sie P. nun WIRKLICH kennt. Sie spricht davon, dass es MINDESTENS 3 Jahre seien, ja sie besteht sogar darauf. Dabei weiß ich allerdings DEFINITIV, dass ich ihn das erste Mal am 1. Mai vor ZWEI Jahren gesehen habe (dieses schicksalhafte Datum wird wahrscheinlich dann einen extra_Eintrag bekommen, wenn es wieder so weit ist …) … hat sie also ein bisschen “gelogen” … hatte sie schon vorher was mit ihm … oder ist es nur ein unbedeutender Irrtum ….
Alice hat übrigens in ungefähr 2 Wochen Geburtstag. Ein Geschenk hab ich schon, nur werde ich ihr -da sie an jenem Abend eine größere Party veranstalten will, an der auch P. teilnehmen wird- ein paar Stunden vorher gratulieren …
Tja, und zum Schluss nun die Frage an Euch: Wie beendet man am besten eine Beziehung ? Ich weiß es jedenfalls nicht, und es gibt da garantiert auch kein Patentrezept, oder …?
Was ich gehört habe ? Regina Spektor “Sailor Song”
“Ich bin für eine Kunst, die politisch, erotisch und mystisch ist und die etwas anderes tut, als im Museum auf ihrem Arsch zu sitzen” (Claes Oldenburg)
Kunst gerät gemessen an der Zahl der Leute, die sich darüber hyänenhaft ihr Maul blutig lecken, in die Nähe bedeutungslosen Kitsches.
Dafür kann der Urheber natürlich meist gar nichts.
Bestes Beispiel: der aktuelle Artikel über Thomas Bernhard im Rolling Stone. Moritz von Uslar und Westbam (tatsächlich dieser TechnoMenschling) unterhalten sich über Th. B. und dessen literarische Wirkung … naja, um diesen Beitrag unbeschadet lesen zu können, muss ich mir erst mal einen Stick basteln …ok, ich hatte vor ca. einem Monat auch einen Eintrag über ihn, was ich im Nachhinein bitter bereue, denn über Bernhard darf man weder reden noch schreiben, sondern nur genießend schweigen.
Literatur ist ja immer ein schwieriges Feld. Und als ich heute in der Straßenbahn saß, konnte ich eine Frau beobachten, die vollkommen gefesselt in einem Heyne Taschenbuch las. Der Titel: Kirschblüten im Wind. Als erstes dachte ich natürlich an eine/n japanische/n Autor/in aber als ich dann das Cover etwas näher betrachtete, konnte ich außer den etwas zu üppig wuchernden Kirschblütenzweigen und der darunter mit geneigtem Haupt abgebildeten Asiatin (?) den Namen der Verfasserin lesen: Susanne Wahl …
Manchmal ist das Leben wirklich voller Überraschungen …
Was ich gehört habe ? Stone Temple Pilots “ Interstate Love Song”
Wenn ich richtig gerechnet habe (und ich bin der schlechteste Mathematiker weltweit) hat mein Blog heute so was wie Geburtstag. Denn genau vor einem halben Jahr, am 27. September 2008 schrieb ich hier meinen ersten Eintrag. Wenn ich ihn mir jetzt nochmals durchlese, unterscheidet er sich schon irgendwie von denen die ihm folgten. Vielleicht nicht gerade stilistisch, eher aus dem Blickwinkel der Erfahrung heraus betrachtet. Zwar gibt es immer noch gewisse Dinge -gerade was das richtige Verlinken ( Trackbacks setzen etc.) aber auch das Hochlanden von Dateien betrifft- die ich NIE kapieren werde, aber insgesamt bin ich schon zufrieden.
Dieses halbe Jahr war rückblickend gar nicht so besonders, es hat sich, was meine persönlichen Lebensumstände betrifft, kaum etwas geändert. Aber emotional bin ich mindestens Lichtjahre von meinem früheren Ich entfernt … ja, es hat eine -vergesst bitte die religiöse Zweideutigkeit !- Läuterung stattgefunden … ich bin nicht mehr der, der ich vor einem halben Jahr zu sein glaubte … ohne pathetisch klingen zu wollen, es ist tatsächlich so …und es wäre überheblich zu behaupten, dass ich das allein geschafft hätte .. nur indem ich täglich blogge werde ich vielleicht meiner Unzulänglichkeiten und Fehler, auch der Welt, die mich unter 1000 Umdrehungen in der Sekunde trotzdem nur um mich selbst kreisen lässt , besser bewusst, aber dennoch werde ich dadurch noch lange nicht zu einem vorteilhafteren oder anderen Menschen … nein, so einfach ist das nicht …
Der Blog lebt ja nicht einfach vor sich hin, sondern es sind immer die Anderen, die diesen Blog mit Leben erfüllen … ich liefere nur die Knochen, aber das Fleisch wird von den Leser/innen und Kommentator/innen hinzugefügt …und deshalb an dieser Stelle: ohne Euch wäre der Blog nur ein einsam vor sich hin vegetierendes Etwas … und ohne Euch wäre ich jetzt nicht der, der ich sein will …
durch Euch habe ich ein Stück weit wieder zu mir selbst finden können …
Vor ein paar Monaten hätte ich diese Einstellung vielleicht noch weit von mir gewiesen… denn in erster Linie ging es mir darum, ein Ventil zu schaffen … einen Platz, an dem ich meinen täglichen Lust und Frust loswerden konnte … ich betrachtete den Blog anfangs nur als Therapiemöglichkeit … und als Strukturelement …
Aber inzwischen hat sich der Blog zu etwas Besonderem entwickelt … klar, ein Blog ist wahrscheinlich immer eine Art Nabelschau, es lässt sich nie ganz vermeiden, nicht über sich und die Dinge, mit denen man sich herumschlagen muss, zu berichten …aber dennoch gibt es Faktoren, die außerhalb des eigenen Einflussbereichs liegen …
Und mittlerweile interessieren mich auch die täglichen hits, die Suchbegriffe …und nicht zu vergessen: andere Blogs … Blogs, die ich immer wieder lese (manchmal mehrmals am Tag) und Blogger/innen zu denen ich eine Art BlogFreundschaft aufbauen konnte (und oft auch mehr als dieser nichtssagende Begriff) … ja, heute ist wieder einer dieser Tage, an denen ich mich glücklich fühlen kann …
Was ich gehört habe ? The Raveonettes “Love in a Trashcan”
“Schauspieler und Kinogänger sind wechselseitige Spiegelbilder, und sie personifizieren jene hoch virulente Form des Nichtsseins, die im Laufe der letzten hundert Jahre nachhaltig untergraben hat, was wir einmal als das wirkliche Leben kannten. Wer sich also mit der Schauspielerei befasst, hat es weniger mit kreativem Schaffen oder künstlerischer Ausdruckskraft zu tun als mit einer Art Drogenkonsum -überaus schädlich, doch absolut unheilbar. (…) Es ist ein schleichender Prozess, dem Kirchen, Schulen, Eltern und das Gesetz (somit alle Institutionen, die angeblich nur unser Bestes wollen) Einhalt gebieten sollten. Andererseits haben wir ihn längst im Blut; er ist nicht aufzuhalten -weshalb manch einer sagen würde, wir seien schon heute so hoffnungslos der Fantasie und der Sehnsucht verfallen, dass uns tatsächliche praktische Verbesserungen im Hier und Jetzt (die zweifellos eine gute Sache sind) aus dem Blick geraten.”
(zitiert aus David Thomson : Nicole Kidman, Berlin Verlag, 2007)
Nighttime, vielleicht 3.47 Uhr : Schlaflosigkeit ist bei mir entweder ein Grund minutenlang wie betäubt an die nachtschwarze Decke zu starren (TraumRest(e)Verarbeitung) oder aber -wenn die Qual des VorsichhinstarrenMüssens und somit Nicht(mehr_genug)Wissens zu groß wird-, mein Licht anzuschalten, und anfangen zu lesen (eben um nicht mehr starren und sinnlos nachdenken zu müssen).
Vor zwei Tagen griff ich (wahrscheinlich um 3.56 Uhr) nach einem Buch, von dem ich nur noch 30 Seiten zu lesen hatte; 30 Seiten von genau 191; ein Buch , das ich vor ungefähr 3 Wochen das erste Mal aufschlug … und wer will, kann daran erkennen, wie langsam ich WIRKLICH lese (auch die Entschuldigung, dass ich oft mehrere Bücher GLEICHZEITIG lese, wird nur als fadenscheinige Ausrede aufgefasst werden können: diesmal übrigens … ach was, am besten ich erstelle bald wieder eine dieser hilflosen (Lese)Listen …
Jedenfalls konnte ich in jener Nacht ein Buch zu Ende lesen, das mir zweifelhaftes Vergnügen bereitete … und das soll jetzt unter keinen Umständen als negativ aufgefasst werden … zweifelhaft nämlich aus zwei Gründen: das Buch spiegelt teilweise mein Lebensgefühl wieder (wenn auch aus weiblicher Perspektive) und übt diesbezüglich eine unglaubliche Sogwirkung aus ( widerspricht zwar der Tatsache, dass ich dafür trotzdem 3 Wochen gebraucht habe …aber so ist das nun mal, ich bin ein schwieriger Mensch, und ein ebenso schwieriger Leser) …
Die letzten 30 Seiten also von Anne-Sophie Brasmes` “Dich schlafen sehen”. Ein faszinierendes Werk. Die Autorin war, als sie dieses Buch verfasste, erst 16 Jahre alt (welche 16-jährige schreibt schon Bücher, die dann auch veröffentlichungswürdig sind; ok, es gibt immer wieder Ausnahmen: “Ich wollte Hosen” von Lara Cardella oder “Das Haus der verrückten Kinder” von Valérie Valère) …
Der Inhalt des Buches lässt in ein oder zwei Sätzen zusammenfassen: Charlène ist 13 und ist auf ihre neue Mitschülerin (Sarah) fixiert … ich verwende mal nicht den etwas aussagekräftigeren Begriff “verliebt”, obwohl er sicher auch irgendwie zutreffen würde … zumindest wird man im Laufe des Buches man Zeuge einer immer krankhafter werdenden Obsession zu eben dieser Mitschülerin … Charlène gerät immer tiefer in seelische Abgründe, und Sarah versucht, diese psychische Labilität noch weiter anzufachen … Sarah, die mit ihrer offenen Art und ihrem Charisma wie ein Magnet auf Andere wirkt, aber letztendlich ihre “Bewunderer” nur benutzt und regelrecht auch ausnutzt … für ihre Interessen missbraucht …
Das Buch erzählt aus Charlènes Perspektive, beginnt mit einer GefängnisSzene und schließt mit einem Mord ab… aber da von Anfang an für den Leser klar ist, wo das Ganze enden wird, erzähle ich hier auch keine großen Geheimnisse …
Da in diesem Roman also nicht übermäßig viel passiert, ist das wirklich Herausragende und Spannende die Sprache … die Intensität mit der diese Besessenheit, auch die Verzweiflung und Ausweglosigkeit Charlènes’ geschildert wird … es ist wie ein immer fester werdender Klammergriff … ein Sog, der zum Absoluten führt … trotz einiger ÜbersetzungsPannen ( wie z.B. das Wort “Pennäler”, das an einer Stelle vorkommt, Pennäler erinnert mich automatisch an “Feuerzangenbowle” …; bei Nicole Krauss “Die Geschichte der Liebe” war die deutsche Übersetzung teilweise auch sehr mangelhaft: das Wort “blümerant” tauchte dort an einer Stelle auf )… grundsätzlich kann eine solch unbefriedigende “translation” nicht den wahren Wert eines Buches schmälern …ein Buch, das – wie “Dich schlafen sehen“-, mit so einer Intensität die Mauern der fiktiven Welt einzureißen versteht, kann selbst die schlechteste Übersetzung nicht kaputtkriegen …
Ein Blog, den ich auch immer wieder verfolge, und der bisher unerwähnt blieb, ist dieser hier:
www. cheshire-cat.myblog.de
Auf den ersten Blick wirkt das Design dort etwas verwirrend und eintönig, und die Handhabung ist auch irgendwie gewöhnungsbedürftig, aber darum geht es ja auch nicht. Viel wichtiger sind die Einträge, und es ist schon erstaunlich wie schnell man dazu übergeht, JEDEN EINZELNEN POST lesen zu wollen.
Diese junge Frau kann schreiben … und besonders sympathisch ist der ständige Wechsel einzelner Sprachen … mal englisch, spanisch, hebräisch, ich denke sogar teilweise finnisch oder schwedisch …also auf alle Fälle ist sie jemand, der positiv auffällt … aus dieser Masse alltäglicher Blogger/innen mehr als deutlich hervorsticht …
Naja, jedenfalls hab ich das folgende StockDings von ihrem Blog *geklaut* …ich glaube sogar, dass sie es sich selber ausgedacht hat … ein wahnsinnig tolles music-stöckchen …und ein exquisiter Musikgeschmack, den diese cheshire (ich nenn sie jetzt mal einfach so) hat …
Egal, hier erstmal meine „Auswahl“:
Vorspann: Thank god I´m pretty – Emilie Autumn Aufwachen: Hush – Kula Shaker Erster Schultag: Do you remember the first time – Pulp Verlieben: Fade into you – Mazzy Star Das erste Mal: Smooth Operator -Sade Kampflied: Manic Depression – Jimi Hendrix Schluss machen: I kill her – Soko Leben: Lost Souls Forever – Kasabian Nervenzusammenbruch: My generation -The Who Autofahren: It´s electric – Metallica Flashback: Space Oddity – David Bowie Wieder zusammenkommen: Four to the floor – Starsailor Hochzeit: Slave to love – Bryan Ferry Geburt des ersten Kindes: Time after Time – Cassandra Wilson Endkampf: The darkest nights – As I lay dying Todesszene: The bitter end – Placebo Beerdigungslied: Dieu est un fumeur de Havanes – Serge Gainsbourg & Catherine Deneuve Abspann: Air Suite No 3- Johann Sebastian Bach
Was ich gehört habe ? fast alles, was auf cheshire´s dementsprechendem BlogEintrag zu finden war — also, um genau zu sein :
Vorspann: jack johnson. never know.
Aufwachen: blink-182. go.
Erster Schultag: powerman 5000. return to the city of the dead.
Verlieben: the beatles. yellow submarine.
Das erste Mal: amy winehouse. back to black.
Kampflied: the rolling stones. it’s only rock’n'roll.
Schluss machen: the rakes. trouble.
Leben: seeed. dickes b.
Nervenzusammenbruch: rise against. good left undone.
Autofahren: dr. horrible’s sing-along blog. act 3, part 3.
Flashback: donots. watch you fall.
Wieder zusammenkommen: the doors. l.a. woman.
Hochzeit: jan delay. für immer und dich.
Geburt des ersten Kindes: the last five years. a miracle would happen.
Endkampf: bad religion. heaven is falling.
Todesszene: donots. killing time.
Beerdigungslied: bad religion. beyond electric dreams.
Abspann: die ärzte. schneller leben.
Es ist gefährlich anzunehmen, nur weil man fast zwei Stunden täglich schwimmt, anschließend beliebig viele Kalorien zu sich nehmen zu können … laut individueller Berechnung verbrenne ich täglich ungefähr 1276 kcal . Wenn man meinen Grundumsatz ( Voraussetzung dafür ist, dass ich mich nicht bewege, also bettlägerig und hirntot sein müsste) von 1671 kcal davon abzieht, würden 395 kcal “übrig” bleiben … komische Rechnung … und vor allem merkwürdige Schlussfolgerungen, die man daraus ziehen könnte …aber egal, ich denke, das müsste mir ein Ernährungswissenschaftler oder ein Sportpsychologe erklären … ich vermute, “Abnehmen” ist sowieso auch immer eine Kopfsache ….bisher stellte mein Kopf jedoch folgende, für ihn anscheinend logische Konsequenz : viel Bewegung bedeutet auch viel Essen … irgendwie muss da ja auch ein Ausgleich geschaffen, sozusagen die Balance wieder hergestellt werden … naja, Fakt ist, dass ich innerhalb der letzten 2 Monate ungefähr 2 kg zugenommen habe … demnach wiege ich statt der ursprünglichen 70 nun fast 72 kg (bei 1,80 cm)…ok, man könnte das auch als Vorratsessen oder Winterspeck in einen relativ harmlosen Zusammenhang setzen ….außerdem könnte man argumentieren, dass diese läppischen 2 Kilo noch kein Grund zur Sorge seien, da ich mich ja sowieso ständig in Bewegung befände … alles also Panikmache ?
Jedenfalls muss ich ein bisschen aufpassen, und sollte doch nicht unkontrolliert und in Massen Chips, Schokolade, Haribos, Wein und andere Köstlichkeiten in mich hineinstopfen … und alles nur, weil der anfänglich tatsächlich vorhandene Hunger in Appetit und dann in FressSucht umschlägt
Oder ich sollte wieder anfangen zu rauchen … macht ja bekanntlich auch schlank und man bekommt nicht mehr so viel Hunger … aber beim Schwimmen würde ich dann garantiert auch nicht mehr die volle Leistung bringen … tja, wie man es auch betrachtet, ein elender, zynischer Teufelskreis …
Der Geburtstag meines Sohnes hat mir heute mal wieder bewiesen, dass nicht nur er, sondern auch ich älter geworden bin … irgendwie irrational proportional …
Irgendwie nicht nur midlife_crisis, sondern schon fast so was wie eine sich selbst erfüllende und um ein paar Jahre vorgezogene (männliche) Menopause … I feel old and lonely …so ähnlich wie in diesem Police (oder Van Halen)_Song (?) , nur mit einer anderen Phrasierung …
Aber EGAL …
Um meiner Altersdepression etwas entgegen zu wirken, hör ich mir lieber das hier an (irgendwie underground(ig) and *spacy* …)
Ein Song, der erst beim 4. oder 5. Mal Hören seinen wahren Zauber entfaltet. Dafür aber verdammt nachhaltig …
Die letzte Stunde hier einen kleinen ‘Frühjahrsputz’ veranstaltet. Musste wirklich mal wieder sein. Dachte immer, dass ich wenigstens DAZU (nachdem ich gestern ja über meine Altersneurosen gejammert habe) noch zu jung wäre. Im Schwimmbad allerdings ist Frühjahrsputz momentan neben Osterrezepten austauschen, wohltemperierten Wasser und dem schlechten/guten Wetter das Thema Nr. 1. Vor allem bei älteren Damen, denen ich im Wasser jedes Mal etwas zu nahe komme. Und zyklisch nimmt immer dienstags und donnerstags ein Trio von 50 bis 60jährigen Freundinnen/Kolleginnen den halben Pool in Beschlag. Sie unterhalten sich gemütlich nebeneinander schwimmend über alles Mögliche. Und dabei bekommt man zwangsläufig immer ein paar Gesprächsbrocken mit. Da kann man noch so viel Wasser in den Ohren haben.
Das richtig große Reinemachen werde ich aber aus Zeitgründen wieder um ein paar Tage verschieben müssen. Bestimmt aber noch vor Karfreitag. Zwar bin ich kein Traditionalist – auch kein Mitglied der katholischen Kirche mehr- , aber irgendwie hab ich trotzdem inzwischen meine bestimmten, unerklärbaren, eigenen Regeln – oder *Strukturen* -, an die ich mich wie ein launischer Affe an seiner Bananenschale klammere …
Was ich gehört habe ? Metallica “The Day that never comes “
Heute fühle ich mich extrem alleingelassen. Nicht das ich gleich wieder das Bedürfnis hätte, zu jammern. Und alleingelassen bedeutet ja auch nicht zwangsläufig einsam und verlassen. Vielleicht nur etwas wehmütiger als sonst …
Trotzdem ist heute einer dieser seltenen Augenblicke, an denen ich Lust hätte mit jemandem zu reden. Jemand, der einfach nur “anwesend” ist. Einfach nur reden, um nicht wieder der Versuchung erliegen, Selbstgespräche führen zu müssen. …
Naja, jedenfalls war heute ein sehr merkwürdiger Tag mit merkwürdigen Situationen. Heute ist nämlich Alice´ Geburtstag. Und da sie heute Abend eine große Party angekündigt hat, auf der auch P. erscheinen wird, habe ich es vorgezogen, ihr schon ein paar Stunden vor diesem Event zu gratulieren. Es ist schon eine sehr absurde Vorgehensweise. Nur um ein direktes Aufeinandertreffen mit ihrem Lover zu vermeiden, einfach früher zu erscheinen und die Chance haben, mit ihr allein sein zu können. Zwar habe ich eigentlich damit gerechnet, dass wenigstens ihre Eltern bei ihr wären, aber als ich gegen 16.00 in die Wohnung kam, war außer meiner Tochter niemand anwesend. Alice holte gerade unseren Sohn vom Hort ab. Sie kam erst ein paar Minuten später. Komisch, diese Stille in der ehemaligen gemeinsamen Wohnung …
Letztendlich lief es darauf hinaus, dass ich Alice ihr Geschenk übergab, wir uns umarmten und anschließend gemeinsam runter in den Hof gingen. Frühling sozusagen. Und dann saßen wir irgendwann da, eng aneinandergerückt auf dieser etwas maroden und verwitterten 2_ Personen_ Hollywoodschaukel … praktisch wie in “alten Zeiten”, haben was getrunken und uns gut unterhalten (P. hat einmal kurz angerufen). Ja, so gesehen haben wie eine Menge Spaß gehabt, zum Schluss kam als erster offiziell eingeladener Gast ihre Freundin B. mit ihren zwei Kindern, und es fand dadurch ein abrupter Wechsel der Gesprächspartner statt. Ab diesen Zeitpunkt war ich nicht mehr so interessant. Aber auch dieses Verhalten war mir bekannt. Irgendwie hat sich Alice in gewissen Dingen wenig verändert …
Hm, das Ganze klingt jetzt nach trockenem, schulischem Erlebnisbericht … nach einer nahezu chronologische Aneinanderreihung einzelner Situationen …ohne Berücksichtigung mentaler Gesichtspunkte, die eigentlich noch weitaus wichtiger wären … immerhin sind sie Ursache meiner jetzigen inneren Krise … ja, ich fühle mich leer und trotzdem irgendwie aufgewühlt und unruhig …weil ich mich nicht so verhalten habe, wie ich es eigentlich wollte … weil für die wirklich wichtigen Dinge wieder keine Zeit war … und weil es immer anders kommt, als man es sich erhofft hat …immer…
Tja, das Leben ist eben doch “ a rollercoaster” …
Was ich gehört habe ? Téléphone “Le jour s´est levé”
“ Müssen Frauen nackt sein , um ins Metropolitan Museum zu kommen ? Weniger als 5 Prozent der Künstler in der Sektion Moderne Kunst sind Frauen, aber 85 Prozent der Akte sind weiblich.” Guerrilla Girls
“I’m just a fucked up girl looking for my own piece of mind.”
Clementine Kruczynski (Kate Winslet) in “Eternal Sunshine of a spotless mind”
“ Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.”
Arthur Schopenhauer
“Derjenige, der weiß, hat sich von allen Fabeln getrennt, die die Begierde und das Denken schaffen, er hat sich aus dem Stromkreis ausgeschaltet, er willigt nicht mehr in den Trug ein.”
E.M. Cioran, Die verfehlte Schöpfung
“Warum so traurig ?” Dieser Satz taucht zwar erst ganz am Schluss des gleichnamigen Romans von Alexa Hennig von Lange auf, aber sobald man die ersten Zeilen dieses nur 123 Seiten Buches liest, stellt man sich zwangsläufig diese Frage. Und sucht auch gleich nach entsprechenden Antworten. Und die gibt es. Mehr als genug. Denn Elisabeth, die Protagonistin und ihr Mann Philip entfernen sich immer mehr voneinander. Vielleicht liegt es an der nun schon siebenjährigen Ehe. Vielleicht waren sie einfach nicht füreinander bestimmt. Vielleicht gibt es aber auch andere Gründe. Elisabeths vorangegangene Drogensucht. Oder ihre Flugangst, ihre für Ihren Mann nicht nachvollziehbare Panikattacken, hinter jeder Ecke wittert sie eine unabwendbare Katastrophe.
Auch wenn sie jetzt für ein paar Tage gemeinsam nach Lissabon fahren, um dort Philips Freunde zu besuchen, ist dies eine Reise des langsamen, aber konsequenten Abschieds. Ihre Liebe bietet nichts wirklich Neues mehr. Gerade auf sexueller Ebene haben sie sich alles bereits gegeben, und das treibt Elisabeth dann auch immer wieder zu der Frage, ob ihr Mann nicht mal mit einer anderen Frau schlafen möchte. Sie erhofft sich dadurch eine Belebung ihrer Beziehung, etwas was sie wieder zueinander führen könnte. Philip jedoch weist diesen Vorschlag weit von sich, ist entsetzt über diese Gedanken. Insgeheim aber denkt er auch so, und gibt ihrer Liebe wenig Chancen. Und fast scheint es so, als habe er den Trip nach Lissabon geplant, um sich von Elisabeth zu trennen. Sie reden miteinander, doch dieses Reden ist mehr ein Aneinanderreiben und Nichtverstehen. Elisabeth verliert sich immer mehr in Tagträume. Sie erinnert sich an vergangene Liebhaber, an Situationen, die sie mit anderen Männern hatte oder gern gehabt hätte. Und zwischen all diesen Träumen hat Philip immer weniger Platz. Aber letztendlich ist er es, der die entscheidenden Worte sagt: “Ich werde mich von dir trennen” und sie damit allein und unverstanden zurücklässt.
Ein Buch, das mich vielleicht deshalb so fasziniert hat, weil ich genau das durchgemacht habe. Mit Alice. Es hat alles wieder aufgewühlt. So als würde ich es eben erst gerade erleben. Selten hat mich ein Buch in diesem Sinn erschüttert , hat mir meine und unsere Fehler vor Augen geführt. Verzweifelte Augenblicke des Hoffens, der falschen Erwartungen an den Anderen und das Suchen nach Gemeinsamkeiten. Nach gemeinsamen Worten, um feststellen zu müssen, dass man nichts mehr hat, was man teilen kann. Ja, ich habe mich mit Elisabeth identifizieren können. Mit ihren Gedanken, mit ihrer Sehnsucht und der allgegenwärtigen Angst vor dem Nichts …
Erwachsene Menschen, die sich wie Kinder benehmen. Nicht ihr augenscheinliches Verhalten, sondern das, was sie fühlen und bereit sind, sich zu geben. Triebgesteuert und entgegen aller gesellschaftlich akzeptierten Norm. Davon handelt der Film “Little Children”. Und wiederum werde ich mir nähere Angaben zum Inhalt sparen, da man bei wikipedia wie immer eine detailgenaue Zusammenfassung des Films nachlesen kann.
Natürlich geht es in fast allen Filmen, die ich mir anschaue um das zentrale Thema schlechthin: Liebe.
In diesem Fall ist die Liebe auf Abwege geraten. Wir sehen virtuelle Liebe, die als Frustrationsgrundlage eines Ehebruchs angesehen werden kann; dann bedingungslose Mutterliebe, Liebe zu Kindern, falsche und echte Liebe … und das alles so virtuos und facettenreich, dass dieser Film auch jetzt noch in mir weiterlebt. Ich mich an bestimmte Szenen im Film erinnern muss. Vor allem die Eingangsszene, die sich unter Spielplatzmüttern abspielt, ist einfach so meisterhaft, dass sie für jeden Spielplatz der Welt gelten könnte. Der belanglose Smalltalk, der Neid der Mütter untereinander und das genaue Beobachten der Aktivitäten der eigenen und fremden Kinder… Vielleicht war ich früher einfach zu oft an diesen “special places” : Spielplätze, entsprechende Abteilungen der Kaufhäuser …
Obwohl der Film als Drama angelegt ist, kommen doch immer ironische und manchmal auch sarkastische Momente zum Tragen. Der trockene und treffende Off-Kommentar erinnert sogar oft an den der “Desperate Housewives”. Irgendwie kommen automatisch auch Assoziationen zu anderen Filme auf: “American Beauty” (von der einfachen Bildsprache her ; die Einsamkeit innerhalb einer nach außen hin funktionierenden Ehe; das langsame Bröckeln bürgerlicher Fassaden …) und “Magnolia” ( was die innere Komplexität der Figuren betrifft )…
Komisch, dass diese beiden Filme oft in Verbindung mit “Little Children” erwähnt werden. Auf alle Fälle bin ich dafür, wenn über den immer wieder fahrlässig verwendeten Begriff des ArthouseKinos diskutiert wird, diese drei Filme zukünftig in einem Atemzug zu nennen. Hm, die Filme spiegeln einfach die gegenwärtige Befindlichkeit der Amerikaner am besten wieder, das was dort gesellschaftlich in Schieflage geraten ist …
Das allerwichtigste in einem Film sind natürlich – neben eines guten Drehbuchs- die Schauspieler. In diesem besonderen Fall: das Schauspielerensemble. Jede noch so kleinste Rolle hatte ihren perfekten Darsteller. Natürlich an erster Stelle Kate Winslet. Aber es gibt noch jemanden, der durch seine überragende Verkörperung eines frisch entlassenen, mit sich selbst ringenden Päderasten heraus sticht:
Jackie Earl Haley.
Das einzige, was ich bedauere, ist, diesen Film damals nicht im Kino gesehen zu haben…
Ein Tag wie fast alle anderen … bis auf die Tatsache, dass ich heute Abend wieder bei meinen Kids bin, Alice heute Nachmittag sehr freundlich und aufgeschlossen mir gegenüber war, ich eine erfreuliche mail bekommen habe (von einer Person, von der ich es nicht mehr erwartet habe), ich in der Bibliothek war (und diesmal nur einen Alexa Henning von Lange_ Roman ausgeliehen habe), mein Sohn gerade den “Wasserdrachen” auf DVD anguckt und ich in den letzten Stunden wieder zu viel Wein getrunken habe….(hm, sehr viele “ich”s ….!!!)
Alice hat übrigens zu ihrem Geburtstag von P. einen “Weltatlas der Geschichte” geschenkt bekommen und sich tierisch darüber aufgeregt … und ich frage mich natürlich, wie lange sie diese für sie
haltlose Beziehung noch aufrecht erhalten kann ?
Heute war ich wieder mal in der Bibliothek, ein Ort, der eigentlich schon zu meinem Alltag gehört. Also quasi nicht der Rede wert. Ich gehe in die Bibliothek so wie ich täglich zum Schwimmen gehe, fast schon ein automatisierter Vorgang. Nichts über das ich mir groß Gedanken machen müsste. Obwohl ich mir vielleicht trotz allem Überlegungen anstellen sollte. Weil normalerweise schreite ich planlos durch die immer endlos erscheinen BücherRegalreihen, bleibe ab und zu irritiert stehen, weil ich irgendeinen BUCHRÜCKEN ( nicht das eigentliche BUCHCOVER !) entdecken konnte, der bei mir unterschwellig eine emotionale Kettenreaktion auslöst. Oft reicht ein winziger Blick, der mir sofort den Autor, Verlag oder Titel des Werkes freigibt. Schon komisch, ich sehe Antunes und denke sofort an Luchterhand. Oder ich sehe Updike und assoziiere augenblicklich: Rowohlt Verlag. Oftmals kann ich dann auch schon das jeweilige Layout des Covers erahnen.
Trotzdem überfällt mich jedes Mal von Neuem eine Melancholie und stille Traurigkeit, wenn ich diese Bücher alphabetisch und thematisch sortiert vor meinen Augen habe. Griffbereit aber trotzdem in weiter Ferne. Millionen Bücher, deren Existenz mir zwar bewusst ist, die ich aber nie lesen werde. Nie in meinem ganzen Leben. Denn erstens bin ich ein extrem langsamer Leser, ermüde verdammt schnell und zweitens – selbst wenn ich ein passionierter ExtremLeser mit einer maximalen LeseLeistung von sagen wir 50 Seiten pro Stunde wäre, ich immer noch nicht genug Zeit hätte, um ALLES zu lesen. Vor allem epochale Wälzer wie “Krieg und Frieden”, “Der Mann ohne Eigenschaften”. Und dabei meine ich nicht die vielleicht 100.000 jährlichen Neuerscheinungen auf dem Deutschen Buchmarkt. Sondern gerade herausragende Werke von Doderer, Tolstoi oder eben Musil. Es ist echt zum Verzweifeln…
Meine heutige Ausbeute ist irgendwie auch etwas merkwürdig:
- Charles Sparwson “Die Kulturgeschichte des Schwimmens”
- David Foster Wallace “Kurze Interviews mit fiesen Männern”
- Ned Vizzini “Eine echt verrückte Story” und
- Pierre Bayard “Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat”
Das letzt genannte Buch ist im Hinblick auf das eben Geschriebene dann sicher das hilfreichste und dann auch das erste, was ich tatsächlich lesen sollte …
Das wahnsinnig schöne und konstante April(???)Wetter; die nun zu Ende gehende Woche, die ich fast ausschließlich bei Alice und den Kids verbracht habe, und dieses komische Feiertagsfeeling sind heute wieder mal dafür verantwortlich, dass in meinem Gehirn eine gedankenlose Leere herrscht. Wattigweich, angenehm indifferent und vollkommen ideenlos. Vielleicht bin ich jetzt sogar etwas “chillig” ( ein Wort, das ich normalerweise NIE gebrauchen würde, aber heute scheint wirklich ein Ausnahmetag zu sein, alles passt zusammen und bricht trotzdem auseinander ) und in diesem Zustand würde ich gerne noch ein paar Stunden verharren, deshalb heute nur eine chilligjazzigjapanische Blogtapete …:
Mit deutscher Musik, gerade was deutsche Texte betrifft, tu ich mich immer verdammt schwer. Aber es gibt auch hier ein paar Ausnahmen: Die Ärzte, die Toten Hosen, Stephan Eicher (aber der singt ja außerdem auch englisch, schweizerdeutsch und viel französisch) und ab und zu -ohne mich jetzt schämen zu müssen-, : “Silbermond” … hm, aber das erst seit kurzem …tja, vielleicht fang ich irgendwann sogar verzweifelt an, echte “Volksmusik” zu hören, dann dürft Ihr aber kommen, mich ertränken ( im 28° Grad warmen Schwimmerbecken, an einem Sonntagmorgen um 8.30 Uhr) oder im Schlaf (bitte in der REM_Phase) erschlagen. Bis es aber soweit ist, höre ich mir noch ein paar Takte Clueso an. Ja, Ihr habt richtig gehört. Und das neuste Video von ihm gefällt mir ausgesprochen gut, naja, er schwimmt (sicher wurde da digital herum getrickst): also damit hat er schon mal einen kleinen Bonus bei mir, Melodie und Text sind auch absolut genial (einfach kompliziert).
Hmm, der Typ hat schon was von einem “winner”…
Gestern also japanische Chill(Out)Musik und heute DEUTSCH …. so was wie ein Brücken(Quer)Schläger:
Natürlich ist es unmöglich einen Schriftsteller anhand eines – egal wie langen- Zitats dar- und vorzustellen, schon gar nicht, wenn dieser Autor David Foster Wallace heißt. Er ist einfach zu vielseitig, hat sowohl die Power einen über 500 Seiten starken Roman zu verfassen, als auch den kurzen Atem, um winzige Geschichten, die fast schon auf ein Streichholzbriefchen passen, zu kreieren. Es ist Wahnsinn, wie dieser Mann es immer wieder schaffte, komplexe Lebenszusammenhänge in ein, zwei Sätzen auf den Punkt zu bringen.
Hier -eben nur als kleiner, eigentlich unzulässiger Einblick in Wallace´ schriftstellerische Arbeit- eine seiner virtuosen Shortstorys (aus seiner Sicht vielleicht nur eine simple Fingerübung):
EIN WEITERES BEISPIEL FÜR DIE DURCHLÄSSIGKEIT GEWISSER GRENZEN (VI)
REKONSTRUIERTE ABSCHRIFT DES ENDES DER EHE VON MR WALTER D. (“WALT”) DELASANDRO JUN.s ELTERN, MAI 1956
“Ich liebe dich nicht mehr.”
“Danke, gleichfalls.”
“Ich lass mich scheiden.”
“Soll mir recht sein.”
“Bloß, was wird jetzt aus dem Doublewide ?”
“Ich weiß bloß eins, ich krieg den Truck.”
“Du willst sagen, ich krieg das Doublewide, du kriegst den Truck.”
“Ich sag bloß, dass der Truck da draußen mir gehört.”
“Und was ist mit dem Jungen ?”
“Statt dem Truck, meinst du ?”
“ Soll das heißen, du willst ihn ?”
“ Willst du was anderes sagen ?”
“Ich frage, soll das heißen, du willst ihn ?”
“ Pass auf, ich krieg das Doublewide, du kriegst den Truck, und um den Jungen werfen wir ´ne Münze.”
“Wer sagt das, du ?”
“ Hier und jetzt werfen wir um ihn ´ne Münze.”
“ Lass mich mal sehen.”
“ Herr Jesus, es ist ein ganz normaler Vierteldollar.”
“ Lass mich bloß mal sehen.”
“ Herr Jesus, da hast du ihn.”
“ Na schön dann.”
“ Ich werfe, du sagst an ?”
“ Wie wär´s, wenn du wirfst und ich ansag ?”
“ Jetzt lass den Scheiß.”
(zitiert aus David Foster Wallace: Kurze Interviews mit fiesen Männern; Kiepenheuer und Witsch, 2. Aufl., 2002)
Was ich gehört habe ? Janis Joplin “Get it while you can“
Das was jetzt gleich kommt, ist wahrscheinlich gar kein Stöckchen, zumindest kein KLASSISCHES Stöckchen, also kein ÜBLICHES FRAGE_ UND ANTWORTSPIEL. Sondern es (das Stockdings) agiert mehr mit der spielerisch_assoziativen Seite. Hm, Seite oder Hälfte ( GehirnHälfte > Hemisphäre > Kleinhirn > kognitives Zentrum ?) ist doch nicht so wichtig. Auf alle Fälle wirkt es stimulierend. Ähm, ich kann grade nicht glauben, was für einen zweideutigen Mist ich zusammenschreibe. Verzeiht bitte, vielleicht liegt es am Schokohasen, den ich gestern auf ex aufgefuttert habe (war zwar kein Alkohol drin, aber dennoch war ich danach etwas benommen, und hatte sogar ein schlechtes Gewissen).
Als Kind habe ich sämtliche SchokoWeihnachtsOsterMänner gesammelt, eine ganze Armee hinter Glas. Es war erbärmlich, ich konnte sie einfach nicht töten. Sobald ich einen aus der Truppe entfernte, ihn mir genüsslich anschaute, auch schon etwas am entsprechenden Silberpapier fummelte, bekam ich plötzlich tiefstes Mitleid mit dieser armen Kreatur, stellte ihn wieder zurück, hatte wegen meiner frevelhaften Tat in der darauffolgenden Nacht schlimmste Alpträume und war somit dazu verdammt, immer weiter zu sammeln. Am Ende waren es bestimmt an die 30 Schokoladenfiguren unterschiedlichster Größe, Form und Farbe. Geschützt in der großmütterlichen Glasvitrine.
Und ich hatte sie alle lieb. Besser gesagt: Zum NICHT_ Fressen_gern Als ich 12 oder 13 war wurde dann diese schon muffig riechende und ekelig aussehnende Sammlung aufgelöst. Nicht von mir, sondern von einem grausamen, herzlosen Erwachsenen. Ich habe es damals nicht verstanden, und habe diesen Erwachsenen auch nie mehr vorurteilslos in die Augen blicken können, diesen MASSENSCHOKOLADENMÄNNERFRAUENUNDUNSCHULDIGENHASENKILLER !!!! Aber letztendlich hatte diese Aktion auch etwas Gutes. Ich wurde endlich von dieser krankhaften Sammelsucht befreit. Ab jenen Zeitpunkt widmete ich mich dann ausschließlich dem Stapeln, Sortieren und Anhäufen von Zeitungen und Zeitschriften. Psychologisch gesehen wahrscheinlich eine Art Ersatzhandlung oder Ersatzbefriedigung (etwas undefiniert Sexuelles also, was mich dann zu der Frage führt, ob nicht jede Handlung, egal ob wir nun sammeln, malen/ zeichnen, etwas schreiben (so wie ich jetzt gerade), Sport treiben, schlafen, TV gucken, Musik hören oder lesen im Grunde genommen eine versteckte, triebgesteuerte Handlung ist )
Aber jetzt Schluss damit. Ich wollte ja dieses neue Stockdings “ausfüllen”. Nach nochmaligem Lesen des unter “Suchen & Finden” in Satire oder Safari, Suchen oder Finden by wortteufel (eigentlich eine TEUFELIN, die ich immer wieder mit einem gewissen wortman(n ?) verwechsle) hinterlegten Beitrags handelt es sich wahrscheinlich um eine Art Best_of Auswahl der “Suchbegriffe, unter denen ihr Blog gefunden wurde“ (wie es so objektiv und unsentimental in der wordpress_Sprache formuliert wird). Nein, wirklich kein klassisches Stockdings, also etwas half_stockiges …
Ok, jetzt geht es aber wirklich los:
apple geschädigte
Apple als Computermarke schätze ich, oder Apple Records ?, dann aber eher “BeatlesGeschädigt“…wobei wir schon wieder bei einem Sammel_ oder SuchtVerhalten wären, denn es gibt ja Leute, die sich nackig ausziehen würden, drei mal um den Trafalgar Square rennen und anschließend im Ärmelkanal untergehen würden, nur um eine seltene Reliquie der Fab 4 ihr Eigen nennen zu können …ich gehöre zum Glück nur zu den Menschen, die einfach nur deren Musik genießen … und den immer noch besten NICHT_Beatles_Film : Across the Universe !!!
wie versteck ich mich zu hause
Ich baue mir eine Bücherburg oder räume das Eisfach im Kühlschrank auf, und führe erste Probebohrungen auf meinem Balkon durch
geile alte fraun die finanziel gut gestelt sind
Würde ich vielleicht gerne mal (unverbindlich) kennenlernen … aber bitte ohne entsprechende Rechtschreibfehler …
goldene schleifchen ballerinas
Hmm, also geile goldene ballerinas, die finanziel (also ZIEL>GERICHTET !) gut gestelt wären, ob jetzt mit oder ohne Schleifchen, wäre mir in dem Fall egal … ab einem gewissen Alter stellt man solche Ansprüche nicht mehr …
doof durch tomaten
Deshalb esse ich auch nur grünen Salat
handstand im waschbecken
Konnte ich noch nie, also alles was in diese Richtung geht, grenzt ja schon an artistischer Perversion
anusgeschmack im mund
Hmm, also wahrscheinlich dann nur im Zusammenhang mit dem vorangegangenen Waschbeckenhandstand realisier- und vorstellbar (wobei ich mir solche Sachen nicht vorstellen will, da schalte ich dann meine Fantasie aus)
ornitheologe
Etwas Religiöses ? Österliches ? Päpstliches vielleicht ? Eine neue Verhütungswissenschaft ? Etwas mit V….?
Oh, mein Gott … ich sollte echt weniger Schokolade essen, nicht nur zu Ostern …!!!
Ach ja, den OriginalStock findet ihr bei www.wortteufel.wordpress.com (irgendwann muss mir das mal einer mit der BlogBeitragsVerlinkung erklären, sonst sterbe ich … )
Heute bleibe ich mal kosequent und blogge nicht ( nein keine postösterliche Fastenaktion, nur hab ich heute wahnsinnig schlecht geschlafen) … aber ich jammer nicht …im Gegenteil, ich hatte endlich wieder mal einen echt langen(6-stündigen) Chat …
Bevor ich „gehe“ lass ich mal den Notwist_song für euch da:
Es ist einfach kompliziert. Oder kompliziert einfach, denn nur einfach ist es nicht. Natürlich geht es wieder um Alice. Und um mich. Und um unsere Beziehung, oder das was davon noch übrig ist, oderRestenergie, um einen Wiederaufbau zu versuchen. Denn heute hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass Alice genau das will, was ich schon lange möchte: unserer Beziehung noch eine kleine, winzige Chance geben. Das erste Mal hat sie zu verstehen gegeben, dass es Momente gibt, in denen sie mich vermisst und in denen sie das Gefühl hat, dass sie niemand versteht. Niemand außer mir. Und sie hatte diesen ganz bestimmten Blick, den ich schon so lange nicht mehr bei ihr wahrnehmen konnte. Diese Wehmut. Ein schmerzhaftes Erinnern an die Zeit „davor“. Ich will jetzt nicht alles wieder kaputtreden, kaputtdenken. Stattdessen würde ich diese Augenblicke, viele ihrer Sätze und Gesten heute gerne konservieren. Einfach mal für ein paar Minuten die Zeit und die Welt anhalten. Und theoretisch ist heute ein schöner Tag zum Sterben. Sterben in Hinblick auf die Glücksmomente, die ich heute erleben durfte. Hm, Alice und ich. Wer weiß, wann und ob wir wieder so zusammenfinden, wie wir es uns wünschen ? Und was noch alles passiert … denn natürlich bleibt die Welt nicht stehen, nimmt keine Rücksicht auf privates Glück oder Unglück.
Was ich gehört habe ? Coldplay “ Lost!“
Fast den ganzen Tag musste ich heute über Alice und mich nachdenken. Darüber, ob es noch einen Sinn machen würde, es NOCH MAL “zu versuchen”. Unter anderen Vorzeichen. Mit einer anderen, besseren Liebe und mit mehr Verständnis füreinander. Oder ob wir gemerkt haben -dass trotz aller Sympathie, die wir momentan füreinander empfinden können-, die Zeit auch eine andere geworden ist. Immerhin sind es jetzt 1 1/2 Jahre, seitdem wir uns getrennt haben. Ein sehr langer Zeitraum. Jeder von uns hat inzwischen neue Erfahrungen gemacht, ist neue Beziehungen eingegangen. Beziehungen, die noch anhalten und Beziehungen, die mit einer Traurigkeit, einem Nicht_Vergessen_Können verbunden sind. Ich weiß nicht, was Liebe letztlich beinhaltet, ich weiß nur, dass es ein absolutes Gefühl sein muss. Etwas UNUMSTÖSSLICHES. Und etwas, für das es sich immer wieder zu kämpfen lohnt. Ein aussichtsreicher Kampf. Ja, wenn ich eine Sache gelernt habe, ist es das man nie aufgeben sollte. Und dass es immer wieder überraschende Wendungen gibt. Selbst wenn Alice und ich nicht mehr unser altes Leben zurückgewinnen können, ist es trotzdem besser als alles, was ich mir anfangs vorstellen konnte. Wir waren kurz davor uns zu hassen. Wir hatten einfach zu unterschiedliche Auffassungen, unsere gemeinsamen Schnittmengen wurden mit den Jahren immer kleiner. Und somit auch unsere Interessen.
Es war einfach zu viel Alltag und zu wenig Abenteuer. Wir ergriffen die Flucht voreinander. Alice, indem sie immer sportiver wurde und ich, indem ich mich gedanklich immer weiter entfernte, immer stiller wurde, es für mich auch irgendwann keinen Grund mehr gab, mich mit Alice zu unterhalten, da sie nur noch “unterwegs” war. Und ich zu Hause blieb, um auf die Kinder aufzupassen. Die Kinder dienten mir sicher irgendwann als Ausrede. Ich war müde oder zu beschäftigt. Ich schützte in allem Desinteresse vor, vielleicht weil ich absehen konnte, wohin uns diese entgegen gesetzte Leben führen würden. Ja, irgendwie habe ich es darauf ankommen lassen und meine wirkliche Liebe zu ihr zu spät entdeckt. Zu spät erkannt, wie wichtig Alice für mich ist. Wie sehr ich sie tatsächlich brauche. Als Mensch. Natürlich gewöhnt man sich nach 12 oder 13 Jahren aneinander, man kennt sich und wird vielleicht auch insgesamt nachlässiger. Aber das ist es nicht. Alice war unglücklich. Zumindest die letzten 3 oder 4 Jahre unserer Beziehung, und ich habe es nicht wahrgenommen, oder wollte es nicht.
Das war mein schlimmster Fehler. Die Verdrängung der Realität. Und statt das Gespräch zu suchen, haben wir die imaginäre Bannmeile immer größer gezogen. Und unsere “Freiheiten” als einzige Alternative betrachtet. Freiheit als eine Flucht voreinander …die dann in einer dunklen Sackgasse endete.
Hm, wäre es JETZT anders ? Oder was müsste KONKRET passieren, dass es anders und BESSER würde ? Gibt es noch ein Zurück ?
Irgendwie scheine ich wetterfühlig zu sein. Oder mein Schlaf- oder Bio- oder Wer_weiss_was_Rhythmus ist gestört. Auf alle Fälle bin ich heute tot.
T.O.T.
Jedenfalls habe ich heute Nacht kaum geschlafen, vielleicht 3 Stunden maximal. Dieses Defizit habe ich jetzt eben durch einen ausgiebigen Mittagsschlaf, der kurioserweise auch um die 3 Stunden andauerte, wieder ausgeglichen. Schlafen am Nachmittag ist schon großer Luxus, aber wenn ich so aus dem Fenster schaue, scheine ich nicht allzu viel verpasst zu haben. Grau in grau, ja fast schon farbloser Himmel. Wobei der Himmel ja immer eine gewisse Farbe besitzt. Mein heute bevorzugtes Kolorit wäre übrigens ziegelrot. Zumindest fühle ich mich so, als hätte mir jemand mit einem großen Ziegelstein auf den Kopf eingeschlagen. Nein, kein fester, eher ein dumpfer, fast schon zärtlicher Stoß. So zärtlich, dass ich mich jetzt noch ganz betäubt fühle und etwas mitgenommen durch die Wohnung wandle. Irgendwie scheint mein erschütterungswürdiges Gehirn weitaus bewegungsfreudiger zu sein, als der Rest meines Körpers …wahrscheinlich brauche ich nur wieder einen starken Tee und die entsprechende, musikalische, kalte Dusche …
Was ich gehört habe ? Nick Cave and the Bad Seeds „Hold on to Yourself“
Gesten Abend konnte ich wieder mal einen wahnsinnig faszinierenden Film sehen. An wirklich guten Filmen ist es in letzter Zeit echt schlecht bestellt . Fast schon müsste ich mich schämen zu erwähnen, dass ich vor ein paar Tagen “Mamma Mia!” auf DVD angeschaut habe. Tolle Lieder, beeindruckende Kulisse, alles soweit in Ordnung. Aber eine verdammt spannungsarme Story. Ok, schon klar, dass das Hauptaugenmerk auf den Songs liegt, aber ein bisschen mehr “Action” hätte ich mir schon erwartet. Und Pierce Brosnan kann definitiv nicht singen. Als James Bond Darsteller finde ich ihn überragend, aber als verzweifelter Liebhaber, naja. Hm, dann habe letzte Woche endlich mal “Crank” angeschaut. Ein witziger und powermäßiger Film, auf alle Fälle hat er weitaus mehr Drive als diese lahme MusicalVerfilmung. Und ich steh auf kernige Typen mit klaren Zielvorstellungen. Jason Statham ist echt – auch aus männlicher Sicht betrachtet- ein supersexy Typ. Und strahlt eine wahnsinnige Energie aus.
Aber nun zu gestern Abend. Zuerst hab ich ja etwas Bedenken gehabt. Weil der Film im Grunde genommen ein Remake ist. Remakes sind ja irgendwie so wie (schlechte) Coversongs. Nicht das Original aber trotzdem ganz ok. In diesem Fall kenn ich das Original allerdings nicht, nur die Kopie. Und die hat mich tatsächlich überwältigt: “Alfie” mit Jude Law (hmmmmm, wieder so ein Typ, den ich ungeheuer attraktiv finde …). Er spielt einen vom Leben und von der Liebe verwöhnten, und daher ziemlich eingebildeten Lover. In gewisser Weise wirkt er old school. Etwas versnobt, sowohl was die Kleidung betrifft als auch seine Art zu sprechen. Und er hat ein zwiespältiges Verhältnis zu Frauen. Einerseits verehrt er sie, betrachtet sie als göttliche Wesen, andererseits jedoch nutzt er sie schamlos aus. Das Interessanteste an dem Charakter ist jedoch die Wandlung, die ihm widerfährt. Anfangs ist Alfie ziemlich von sich und seinen Chancen, beim anderen Geschlecht zu landen, eingenommen. Nach und nach allerdings bröckelt diese Fassade, um schließlich ganz in sich zusammen zu fallen. Am Schluss wirkt er zwar etwas weiser, aber auch verunsichert, er hat seinen eigentlich sicheren Pfad verlassen und irrt zukünftig wahrscheinlich in einer Art Zwischenwelt umher. Zumindest suggeriert das Ende des Films diese Tendenz. Wie gesagt, ich kenne das Original mit Michael Caine in der Hauptrolle nicht (kann natürlich von Vorteil sein), aber spielt das überhaupt eine Rolle ? Der Film strahlt trotz aller anfänglichen Überheblichkeit des Alfie_Charkters eine solche Wärme, Ehrlichkeit und auch Verzweiflung aus, dass ich fast geneigt bin, diesen Streifen in meine 10TenListe aufzunehmen. Übrigens, der Soundtrack: ein absoluter Genuss. Vor allem der Mick Jagger/ Dave Stewart _Song: “Old Habits die Hard”.
Kann sein, dass ich mir deshalb das Lied immer und immer und immer wieder anhören muss:
Fußballspielen kann tödlich sein. Zumindest wenn man immer wieder Elfmeter schießen muss und so einen guten Torwart wie meinen Sohn hat. Mir tun jetzt echt alle Knochen weh. Fast so, als wäre ich durch den Ärmelkanal geschwommen. Deshalb heute nur ein Clip. Ein für meine ruhebedürftigen Glieder sanftes Schlaflied:
Es ist ja völlig in Ordnung. Alice lebt ihr Leben und ich meins. Jeder von uns hat mittlerweile Geheimnisse. Trotzdem erschreckt es mich doch immer wieder, dass es Dinge gibt, von denen sie mir nichts gesagt hat. Nicht mal angedeutet. Und ich dann ahnungslos bin und in gewisser Hinsicht auch vor dem Kopf gestoßen. Da ich heute in der “alten” Wohnung bin -Alice hat Spätdienst und ich bin wieder bei unseren Kindern- habe ich ein Telefonat entgegen genommen. Aus alter Gewohnheit hab ich mich mit dem gemeinsamen Familiennamen gemeldet. Erst kam nur eine merkwürdige Stille vom anderen Ende, ein leichtes, angespanntes Schnaufen. Aber schließlich nannte der Anrufer doch noch seinen Namen. “ Ja, ich bin´s, Thomas”, sagte er mit stark ostdeutschem Akzent. Wahrscheinlich nahm er an, ich sei P. – Alice´ Freund- und bevor es mir gelang diesen Irrtum aufzuklären, fing er auch schon an zu erzählen. Er sprach von einem Flug. Von irgendeinem günstigen LastMinuteAngebot. Nonstop von Frankfurt nach Edinburgh. Freitag oder Samstag. Und von zwei Ferienhäusern, von zwei Mietwagen … eigentlich hatte er mir alle Informationen geliefert, die ich dann in dieser Detailfülle doch nicht wissen wollte. Und das Verwerfliche: ich habe dieses Spiel mitgespielt. Naja, im Nachhinein hab ich zwar nicht wirklich gelogen, aber trotzdem war ich nicht der gewünschte Ansprechpartner und habe mich nicht zu erkennen gegeben. Eine falsche Identität angenommen. Nun fühle ich mich dadurch auf irgendeine Weise schuldig. Schon komisch, wie schnell man gewillt ist, eine Rolle anzunehmen, oder sich innerlich bereiterklärt an diesem “Spiel” gegenseitiger Täuschungen mitzuwirken. Im Grunde genommen sind wir nie richtig wir selbst, haben immer eine Maske auf, nur in ganz wenigen Momenten fällt diese zweites Gesicht, und das unverfälschte, nackte Ich kommt dahinter hervor. Eigentlich ist man in diesen Augenblicken schutzlos. Man liefert sich aus. Aber ich finde solche Momente auch sehr spannend, sehr ehrlich. Gerade weil es meist unbeabsichtigt passiert. Oft geschieht es, wenn man mit jemandem zusammen ist, den man sehr liebt. Ihm quasi blind vertraut. Irgendwann gibt es einen Punkt, an dem die Wahrheit anfängt. Wahrheit der Blicke, und Wahrheit der der Worte. Worte, die man so zum ersten Mal sagt, Gefühle, die man in dieser Intensität und Absolutheit nur für diese eine Person empfindet. Ja, wie eine Offenbarung … die Maske fällt, und man wird transparent und verletzlich … nur für diese eine Person … weil man sie über alles liebt …
In letzter Zeit habe ich das Gefühl, nicht mehr die richtigen Worte zu finden. Worte, die mit meinen Emotionen zusammen passen, sie exakt wiedergeben könnten. Es sind immer nur Annäherungen, nie aber konkrete Benennungen meines Gemütszustandes und meines Denkens möglich. Diese Situation wiederum macht mich melancholisch, und führt zu einer Art Blockade. Ich verstumme lieber, als dass ich falsche und unzulängliche Worte benutze. Es fiel mir noch nie leicht, Sätze zu bilden. Ständig forme ich die einzelne Satzglieder in meinem Kopf um, tausche sie aus, um schließlich zu erkennen, dass ich eine neue Satzfolge bilden müsste. Und dann fange ich automatisch an, schwachsinnige und inhaltsleere Gespräche zu führen. Oder schreibe kaum nachvollziehbares, wirres Zeug.
Schweigen wäre die einzige Alternative. Irgendwie sind wir sowieso immer von zu vielen Geräuschen umgeben, von Stimmen, von Lärm und der damit verbundenen Hektik. Man wird mitgetrieben, weggespült und kommt dann völlig entkräftet am anderen Ufer an. Ja, schweigen, einfach mal ruhig sein, weil es nichts zu sagen gibt, oder weil es an der Zeit ist, sich der rastlos, und immer schneller drehenden Welt, entgegenzusetzen. Sich ihrer tödlichen Dynamik zu widersetzen. Stattdessen einfach nur ganz tief und mit geschlossenen Augen durchatmen …wieder etwas spüren, etwas was vielleicht überhört wurde, wegen des Lautgewitters um einen herum …vielleicht kann man dadurch wenigstens ein Stück weit zu sich selbst finden … Ursprünge, Widersprüche und Mängel besser erkennen … die Welt verändern wird man sicher nicht, das hat dadurch noch niemand geschafft … aber eventuell kann man sich selbst irgendwo zwischen dem Chaos der Worte und der Ordnung der Dinge wieder entdecken …und dann ist es möglicherweise auch denkbar, dass man seine verlorene Sprache ausloten kann …hm, es wäre immerhin ein Versuch wert …
Was ich gehört habe ? Das Rauschen meines Blutes, das ungleichmäßige Pochen meines Herzens …(auch wenn das jetzt sehr pathetisch klingt, es ist wirklich so)
Alice hat mir heute ein Kompliment gemacht: “Du siehst echt beschissen aus.” Hm, irgendwie sehe ich ja immer so aus. Sehr blass und manchmal total geistesabwesend. Die Stirn in Falten gelegt. In letzter Zeit fühle ich mich auch ständig müde. Ich kann machen was ich will. Vielleicht doch schon die berühmte MidlifeCrisis. Schließlich muss es damit ja mal losgehen …
Was ich gehört habe ? “Repetition Kills You” Black Ghosts; damon Albar
Diesen Musik-Stick habe ich vor kurzem aus den Tiefen des InterNettes gefischt, weiß aber leider nicht mehr bei wem …also liebe/r Unbekannte/r: I´m so sorry
Gesucht wird ein Song…
…der mich traurig macht:
La Noyeé – Serge Gainsbourg
…bei dem ich weinen muss:
hm, Musik macht mich oft melancholisch, aber weinen musste ich trotzdem noch nie …
…bei dem ich sofort gute Laune kriege:
The Pipettes “ Your kisses are wasted on me”
…bei dem ich nicht still sitzen kann:
(fast) alles von Fatboy Slim, besonders aber *Praise You”
…der meiner Meinung nach zu kurz ist:
Superbus – *Lola* ( hmm, grundsätzlich sind die meisten Superbus_Songs nicht mehr als 3.30 Minuten lang)
…der mir etwas bedeutet:
Wishlist – Pearl Jam
…den ich ununterbrochen hören kann:
Kings of Leon “Use somebody”
…den ich liebe:
“Symphonie Nr. 3 Opus 90: Poco allegretto” – Johannes Brahms
…den ich besitze, aber nicht mag:
“Aurora”- Björk
…dessen Text auf mich zutrifft:
“Der letzte Kuss” – Die toten Hosen
…von einem Soundtrack:
der gesamte Soundtrack von “L`ascenseur pour l´échafaud” von Miles Davis
…den ich schon live gehört hab:
“Stay” – Naked Lunch
…der nicht auf Deutsch/Englisch ist:
“Tans pis pour moi” – Souad Massi
…der von einer Frau gesungen wird:
“I kill her” – Soko
Wieder mal diese Kopfleere. Mittlerweile fast schon ein alltäglicher Seinszustand. Nein, ich denke nicht, dass ich depressiv oder lebensmüde bin, es ist etwas komplett anderes. Ein NichtempfindenKönnen, keinen Schmerz, aber auch keine Gefühle, und erst recht keine Worte. Das Leben zieht an mir vorbei. So als würde ich auf dem Bahnsteig stehen und einfach nur den sich entfernenden Zügen hinterher schauen … gleichgültig und ohne das Verlangen, auch reisen zu müssen. Kein Fern- und kein Nahweh …
Kann sein, dass es diese ShortStory ist, an der ich gerade schreibe, die mich in diese indifferente Stimmung versetzt …kann aber auch an den Gedanken an Alice liegen … ich weiß nicht, was und ob ich überhaupt an sie denken soll (obwohl ich es natürlich doch tue) … gerade weil unser Verhältnis in den letzten Tagen eine unglaubliche und wunderbare Wandlung erfahren hat … aber auch wenn Alice mir jetzt wieder vertraute und liebevolle Blicke zuwirft … es ist noch zu früh …viel zu früh …
Vielleicht interessiert es niemanden. Aber trotzdem möchte ich heute versuchen, 10 GEMEINSAME Eigenschaften mit Alice aufzulisten. Es ist sehr privat, und für Menschen, die Alice und mich nicht kennen, bestimmt auch langweilig. Trotzdem finde ich es wichtig, dass ich mich erinnere. Daran, wie es zwischen uns war. Und möglicherweise fallen mir auch gar keine 10 Punkte ein. Wäre das dann fatal, wären wir somit tatsächlich nicht füreinander bestimmt gewesen ? Immerhin scheint es wissenschaftlich erwiesen, dass eine dauerhafte Beziehung immer gemeinsame Vorlieben als Grundlage haben muss, um eine “Überlebenschance” zu haben:
1. Sie hat den gleichen, abwegigen Humor wie ich.
2. Sie treibt viel Sport.
3. Sie liest gerne ( leider andere Lektüre wie ich, meist Science Fiction oder Krimis; eines der letzten Bücher, das sie gelesen hat, war übrigens Daniel Kehlmann: “Ruhm”)
4. Sie liebt Kino. Und hat die außergewöhnliche Gabe, sich während des Films ganz eng an ihr Gegenüber zu schmiegen.
5. Manchmal ist sie depressiv, zumindest “nicht ansprechbar”.
6. Sie mag die Sonne, Strand und das Meer.
7. Sie könnte stundenlang (allein) Wein trinken.
8. Sie mag es, wenn man sie überrascht. Es muss nicht unbedingt das große Geschenk sein, aber ab und zu mal eine kleine Aufmerksamkeit, damit kann man ihr Herz erobern
9. Sie ist sehr “familiengebunden“.
10. Sie mag Sex.
Hmm, tatsächlich, ich habe es geschafft, 10 Übereinstimmungen zu finden. Ok., zugegeben, sicherlich sind einige Punkte sehr allgemein, würden garantiert auf einige Frauen zutreffen. Aber Alice wäre nicht Alice, wenn sie nicht aus jedem einzelnen Stichpunkt etwas Besonderes machen würde. Jede Frau hat natürlich unverwechselbare Seiten, und sicher kann jede/r der in einer Beziehung ist oder war, dies bestätigen. Und deshalb wäre es (für mich) interessant, in den nächsten posts mal ein paar Unterschiede aufzuführen. Dinge und Charaktereigenschaften, die wir nicht teilen, wo wir völlig verschieden sind …
Was ich gehört habe ? Bat for Lashes “What´s a girl to do”
Hier wieder mal eine meiner überflüssigen DVD-Film_Listen. Überflüssig, weil ich sicherlich sowieso wieder nur 20 % der Titel anschauen kann. Und ich habe gemerkt, dass diesmal besonders viel Melodramatisches dabei ist.
1. *Darjeeling -Limited*- von Wes Anderson mit Owen Wilson und Adrian Brody …sicher eine gute Wahl, zum einen mag ich die Schauspieler und zum anderen hat Anderson bisher nur Spitzenware abgeliefert.
2. *Derrida* – von Kirby Dick und Amy Ziering Kofman …normalerweise bin ich kein Fan von Dokumentarfilmen, aber diesmal mach ich mal eine Ausnahme. Und hey, der Text auf der DVD-Hülle hört sich tatsächlich nicht schlecht an: “Wie wäre es, wenn Sie jemanden treffen würden, der nicht Ihre Sicht der Dinge verändert, sondern Ihr Denken selbst ?” Und zufälliger Weise soll der Soundtrack des Films von Ryuichu Sakamoto stammen …also mehr als zwei gute Gründe …
3. *Der schmale Grat* von Terrence Malik … weil eine unwahrscheinlich hohe Anzahl an guten Schauspielern beteiligt ist … u.a. Sean Penn, John Cusack und (schon wieder) Adrian Brody …hm, eigentlich mag ich keine Anti-Kriegsfilme, aber wie in so vielen Dingen bin ich auch hier nicht konsequent genug.
4. *Der Klang des Herzens* …im Original “August Rush” …hm, mal sehen, ob der Film mit “Across the Universe” mithalten kann …
5. *You, me and Dupree* mit Owen Wilson und Kate Huston … hm, spielt auf Hawaii … vor ein paar Tagen habe ich einen Film gesehen, der auch auf Hawaii spielt: “Forgetting Sarah Marshall”, auf deutsch trägt er leider den etwas dümmlichen Titel: “ Nie wieder Sex mit Ex”. Der Streifen hat mir ausgesprochen gut gefallen … absolut empfehlenswert …
6. *Ocean´s 13* … ich habe die ersten beiden Teile gesehen … reicht hoffentlich als Begründung.
7. *Definitly, Maybe* … anhand dieses etwas sperrigen Originaltitels ist es nicht verwunderlich, dass der Film im Deutschen “Vielleicht, vielleicht auch nicht” heißt … aber davon will ich mich auf keinen Fall abschrecken lassen … außerdem spielt Rachel Weisz mit.
8. *There will be Blood* von Paul Thomas Anderson …hmm, mit Daniel Dayö-Lewis ( der 2007 für seine Rolle als besessener Öl_Tycoon den Oscar als Bester Hauptdarsteller gewann)… den letzten Film, den ich mit ihm gesehen habe, war übrigens “Gangs of New York”.
9. *Sex and Death 101* mit Winona Ryder … der schönsten (Ex?)_Kleptomanin überhaupt … unvergesslich ihr Auftritt in “Night on Earth” … wo sie eine extrem kuhle Taxifahrerin spielt … “I AM WHAT I AM” …
Jetzt ist es tatsächlich schon fast 23.30 Uhr … zu spät, um noch einen einigermaßen vernünftigen Eintrag zustande zu bringen … außerdem bin ich ziemlich müde … und ziemlich betrunken ( Rotwein) … daher am besten wieder mal ein clip …morgen bin ich dann hoffentlich wieder „normal“:
Heute, vor genau zwei Jahren, am 1. Mai 2007, erlebte ich mein ganz persönliches Armageddon. Seit diesem Tag ist nichts mehr wie es mal war. Es ist der Tag, an dem meine Ehe zerbrach. Der Tag, an dem ich IHN zum ersten (und zum Glück auch letzten) Mal sah.
Unsere Wege kreuzten sich auf dem 1. Mai- Fest in einem der sogenannten Nürnberger Kulturläden. Damals wohnten Alice und ich quasi nebenan. Aber das war wahrscheinlich nicht der wahre Grund, weshalb sie in jenem Jahr besonders aufgeregt war, dorthin zu gehen. Auch die Leute aus ihrer Töpfergruppe waren bestimmt nicht das eigentliche Motiv. Irgendwann saß ich mit unseren Kindern allein in diesem ziemlich stickigen, dunklen Töpferraum. Alice war auf einmal verschwunden. Und ich saß da vor einem verdammten steintrockenen Tonklumpen, den ich nicht kneten wollte, und hatte schon so eine Art Vorahnung , was mich erwarten könnte, wenn ich diesen Raum verlassen würde und mich auf die Suche nach meiner Frau machen würde. Meine Kinder wurden auch immer unruhiger. Und so begaben wir uns dann gemeinsam nach draußen und hielten Ausschau nach ihr. Es dauerte nicht lange, bis wir sie an einem der Biertische entdeckten. Sie saß direkt neben zwei mir unbekannten Typen. Ich merkte sofort, dass da was nicht ganz stimmen konnte. Sie lächelte andauernd. Und ständig warf sie den Beiden sehr vielsagende Blicke zu. Ich setzte mich dazu, stellte mich kurz vor. Anfangs war mir gar nicht so bewusst, was sich da nach und nach vor meinen Augen abspielte. Oder ich wollte es nicht sehen. Jedenfalls beachtete Alice mich kaum, und wenn dann warf sie mir sehr nervige Blicke zu. So als würde ich stören und als wollte sie mit den zwei Typen endlich allein sein. Und irgendwann benahm sie sich tatsächlich so, als wäre sie ohne mich auf diesem Fest. Sie flirtete immer hemmungsloser, lachte und unterhielt sich immer lebhafter. Auch wenn sie nachher behauptete, dass sie immer so gucke. Komisch, nur bei mir nicht.
Hm, ein paar Monate später hatte sie mit einem eine, ich nenne es jetzt mal “offene Affäre”. Sie hat kein Geheimnis daraus gemacht, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Dass er ihr Herz “erobert” hätte.
Dieser “Jemand” ist heute noch ihr Liebhaber… auch wenn sie ihn jetzt gar nicht mehr richtig liebt, sondern nur noch “mit ihm zusammen” ist.
Was ich gehört habe ? Frou Frou “Must be dreaming”
Manchmal sind es nur ein paar Worte, die mich an weit entfernte Orte und Plätze entführen, wo es kein Heute und kein Morgen gibt, sondern nur die klare Hoffnung auf etwas ganz Großes und Wichtiges. An Situationen und Personen, die ich trotz allem, SO nie kennenlernen werde: Diesmal Havanna/ Kuba:
“ No me ames, si me quieres, soy la lágrima que sale de tu ojo, cruza tu mejilla y muere en tu boca”
(“(…) Ich bin die Träne, die aus deinen Augen über deine Wange läuft und in deinem Mund stirbt.”)
Vor kurzem habe ich ja in einem Post einige Gemeinsamkeiten zwischen Alice und mir aufgelistet. Nun ja, es gibt und gab nicht nur Dinge, die uns verbanden, sondern nach und nach entdeckten wir natürlich auch unterschiedliche Interessen und Eigenschaften. Anfangs waren diese Gegensätze noch anziehend, aber im Laufe der Zeit wurden sie dann immer störender …
Hier ein paar dieser Unterschiede:
1. Alice liebte es, zumindest am Wochenende lange zu schlafen … oft bis 10.00 oder 11.00 Uhr … ich bin grundsätzlich jemand, der sehr früh aufsteht; es gelingt mir einfach nicht, den halben Tag im Bett zu verbringen …
2. Alice ist ein eindeutig ein OutDoorTyp … also jemand, der sich gerne in der Natur aufhält … ich dagegen mag “geschlossene Räume” … oder einen stillen Platz in einem Park …ja, obwohl ich jeden Tag schwimmen gehe, bin ich sehr phlegmatisch
3. Alice kann sehr ungehalten werden, wenn ich sie in ihrem Redefluss unterbreche … ich liebe es, wenn man mir mitten im Satz dazwischenredet …natürlich nicht ununterbrochen, aber Monologisieren war noch nie meine Stärke … ich mag “italienische” Unterhaltungen, wo alle chaotisch mit Händen und Füßen durcheinander reden … es ist eine reizvolle spielerisch_kunstvolle Variante des meist langweilig geordneten Dialogs (eine typisch deutsche Eigentümlichkeit ?)
4. Alice kann Kompromisse schließen ….ich dagegen bin dazu oft nicht fähig … nicht, weil das “Nachgeben” eine Niederlage für mich darstellt, sondern weil ich bei einer “Einigung” immer an einen “faulen” Kompromiss denken muss … bin da sehr *politisierend* …
5. Alice wendete sich nach dem Sex meist von mir ab … ich bin eher der “Kuscheltyp”, irgendwie kamen wir da nie richtig zusammen …
6. Alice kann ziemlich ausdauernd sein …ich dagegen werde ab einem gewissen Zeitpunkt grundsätzlich sehr ungeduldig ….ja, ab und zu dreht sich die Welt für meine Verhältnisse einfach viel zu langsam …
Hm, mehr fällt mir jetzt gerade nicht ein. Ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen ist, keine Ahnung …
Auf alle Fälle weiß ich, dass ich sie mehr denn je liebe … egal, wie viele Unterschiede ich noch entdecken sollte …
“Sehen wir uns morgen ?” Diese Frage wird oft in dem Buch gestellt und manchmal klappt es auch, dass sie sich begegnen, aber es sind meist flüchtige Aufeinandertreffen, erstens kommt immer wieder was dazwischen und zweitens gibt es auch Momente der Kraftlosigkeit, der gewollten Einsamkeit.
Alles etwas verwirrend, ich weiß. Verwirrend ist dann vielleicht auch das Stichwort, das es am genausten trifft. Es geht um ein Buch einer heute 30-jährigen Autorin namens Alice Kuipers. Ihr Buch heißt genauso wie die eingangs gestellte Frage: “Sehen wir uns morgen ?” Und diese Frage wird immer wieder mal in sogenannten Post_Its an einer Kühlschranktür gestellt. Ein fortwährender, manchmal etwas ins Stocken zu geratener Zetteldialog zwischen der 15-jährigen Claire und ihrer vielbeschäftigten Mutter. Claire ist immer on the road, entweder bei Freundinnen oder bei ihren getrennt lebenden Vater, später dann oft mit ihrem ersten Freund unterwegs, und die Mutter hat ständig wechselnde Arbeitszeiten oder muss Überstunden machen. Anfangs geht es noch um Einkaufslisten oder Taschengeldanfragen, eher alltägliche Dinge, später dann um Liebe und Tod. Claire´s Mutter nämlich erkrankt an Brustkrebs. Die Post_Its bekommen dadurch einen anderen, ernsteren Ton. Auch wenn sich im Laufe des Buches herausstellt, dass der Krebs unheilbar ist, und die Mutter bald sterben wird, wird dennoch die positive Grundstimmung der Notizen beibehalten.
Normalerweise lese ich keine Bücher die das Thema Tod und Sterben zum Inhalt haben. Aber schon beim ersten Anlesen, bei den ersten Seiten des Buches, haben die Sätze eine magische Anziehungskraft auf mich ausgeübt. Nicht weil sie besonders komplex oder *schön* gewesen wären. Eher das Gegenteil. Es sind sehr einfache, klare Worte. Ein Mutter-und-Tochter_Verhältnis auf vielen kleinen Notizzetteln verewigt. Sehr viel “FamilienAlltag“. Nichts das einer weiteren Erläuterung bedarf. Und dennoch gewinnt das Buch nach und nach eine unglaubliche Sogwirkung. Es ist gerade wegen der Klarheit der Worte wahnsinnig authentisch, und ich konnte mich sowohl mit der Tochter als auch der Mutter identifizieren, was auch wiederum eher selten ist. Denn oft habe ich bei der Lektüre eines Buches schnell eine einzige Lieblingsfigur (muss nicht unbedingt der Protagonist sein, aber jemand, der die meisten emotionalen und gedanklichen Gemeinsamkeiten aufweist), der ich dann -egal wie absurd ihre Handlungen und das weitere Geschehen auch sein sollte- bis zum Schluss folge. Hier ist alles anders. Auch die Tatsache, dass ich für das über 300 Seiten Werk nur ungefähr einer Stunde brauchte. Was aber daran liegt, dass die entsprechenden Post_Its in eine großflächige Kühlschrank_Illustration eingebunden sind. Das Tolle ist, dass sich der Inhalt des Kühlschrankes mit jeder Seite etwas verändert. Mal ist er leer, mal etwas voller. Aber nie so voll, dass er überquillt vor Lebensmitteln … fast schon eine Metapher auf das Leben an sich …
Auf alle Fälle ein Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann … oder wie es in manchen Rezensionen (anderer Bücher) so überschwänglich formuliert wird: Dieses Buch wird Ihr Leben verändern … naja, ganz so exklusiv würde ich es nicht ausdrücken wollen, aber es ist ein Buch, das die Wichtigkeit und Schönheit der menschlichen Existenz vor Augen führt … und der Zeit, die einem Menschen wirklich bleibt, um sich der eigenen Vergänglichkeit bewusst zu werden …
Hier eine kleine Zusammenstellung der Bücher, die momentan bei mir in der Lese_Warteschleife hängen. Übrigens alles Bücher von Frauen. Ich wollte schon lange mal herausfinden, ob Frauen anders als Männer schreiben. Ob sie gefühlsechter und andere, bessere Worte benutzen. Und fast neige ich dazu, dieses “Vorurteil” zu bestätigen. Frauen haben einen emotional weitreichenderen Blick auf die Wirklichkeit. Sie sind die besseren Kulissenschieberinnen und verstehen es, bestimmte Zusammenhänge klarer und deutlicher herauszuarbeiten. Ich finde, sie haben grundsätzlich einen anderen Erzählstil. Eine Zärtlichkeit, die sich in den Worten widerspiegelt und auch eine leise Poetik. Das soll aber nicht heißen, dass Frauen es vermeiden, drastische Erlebnisse zu schildern. Im Gegenteil, zwar habe ich weder Charlotte Roche noch Catherine Breillat gelesen ( ihre Filme allerdings haben trotz des pornographischen Inhalts immer auch eine sensible Ebene) …aber ich denke, auch dazu sind Frauen fähig: Gewalt und Sexualität zu entmythologisieren …
Aber wie dem auch sei, hier meine Leseliste:
1. Marie Pohl : “Maries Reise” ( bin schon auf Seite 255 (von 345), von daher ist bald mit einer “Stellungnahme” zu rechnen)
2. Judith Hermann : “Nichts als Gespenster” … quasi aus aktuellem Anlass, denn bald erscheint Hermanns 3. Erzählband “Alice” auf den Markt …
3. Mian Mian : “Deine Nacht mein Tag” … Geschichten rund um das Nachtleben von Shanghai …
4. Olga Flor “Kollateralschaden” … eine österreichische Autorin, ihr 3. Werk
5. Natasha Radojcic : “Du musst hier nicht bleiben” …anscheinend eine ComingOutofAge_Road_Story …. ich bin auf alle Fälle sehr gespannt …
Was ich gehört habe ? Pharrell “How does it feel ?”
Ein echt schwieriges Wort. Und so langsam habe ich einen fetten Knoten in der Zunge. Naja, ich vermeide zwar diesen Begriff auszusprechen, wenn dann nur gedanklich, also sozusagen Knoten im Gehirn … vor allem besteht da eine hohe sprachliche Verwechslungsgefahr : Prokurist, Procol Harum, Kastration, Kasernierung usw.
Eigentlich ein Wort, das immer häufiger (vor allem in den verschiedensten Blogs) auftaucht … und ich muss mich jetzt schon wieder mal outen … auch ich gehöre eindeutig zu der Masse der Prokrastinierer.
Ständig gibt es bei mir etwas aufzuschieben …ich denke immer, dass das entsprechende Handeln auch auf morgen oder übermorgen vertagt werden kann … es gibt ja die sogenannte “galoppierende Inflation” bei mir wird es dann die “dahin schleichende Prokrastination” sein … etwas das sich wissentlich anstaut, immer größer und größer wird … fast schon bedrohlich und trotzdem ich mich oft nicht handlungsfähig sehe … ja, ich schiebe die Probleme, Termine, was auch immer, so lange hinaus, bis es nicht mehr geht … oder bis die Bombe so laut tickt, dass ich sie entschärfen muss.
Es gibt ja Leute, die nur unter (Termin)Druck arbeiten, um kreativ sein können … geht mir irgendwie ähnlich …bis auf die letzte Sekunde hinauszögern, um dann mit halber Kraft doch noch den Kopf aus der Schlinge ziehen … zumindest war es bis jetzt so …und es ist bis jetzt auch immer irgendwie gut gegangen …
Am liebsten versäume ich es, auf bestimmte mails zu antworten …bis manche Leute Post von mir erhalten kann echt dauern …manchmal wochenlang.. . ja, ich bin da inzwischen sehr fortgeschritten in meinen Taktiken der Hinauszögerung …und ich bekomme auch jedes Mal ein schlechtes Gewissen dabei … vielleicht geht es ja anderen Prokrastinaten ähnlich … möglicherweise ist jedes Aufschiebeverhalten mit solchen negativen Gefühlen verbunden … mit Schuld, Reue und 1000 Eiden der Besserung …
Was ich gehört habe ? Jason Lytle „Yours Truly, The Commuter“
My reason today: Kids Weekend !In ungefähr einer Viertelstunde taucht hier mein Sohn auf (meine Tochter will unbedingt wieder bei ihren Großeltern übernachten) …und bis dahin muss ich noch ein bisschen* restaufräumen* …
Um etwas motivierter zu werden, hör´ich gerade das hier:
Irgendwann musste es ja passieren. Es ging schon viel zu lange gut. Auf den Tag genau fast 2 Jahre. Und warum sollte sich deshalb nicht genau heute etwas daran ändern ? Besser an so einem sonnig warmen Tag als bei Regen und Minusgraden, dann wenn ich also sowieso schon deprimiert wäre. Ja, besser an einem Tag mit strahlend blauem Himmel (okay, ein paar Wolken waren auch da) als zu einem düsteren, depressiver angelegten Zeitpunkt. Es war auch schon so schrecklich genug.
Also: Ich habe IHN gesehen: Alice` Liebhaber (wahrscheinlich ist er mittlerweile mehr als das). Er kam mit ihr gerade von einer längeren Fahrradtour. Es war kurz nach 19.00 Uhr. Sie benutzten den Hofeingang zur ehemaligen Wohnung, dort wo ich mit unserem Sohn Fußball spielte. Ja, vielleicht ist es einfach deshalb geschehen, weil wir zwei verschiedene Aufenthaltsorte haben, meines eher eine zu kleine Gefängniszelle, zu klein um dauerhaft die Kinder zu mir zu nehmen, und Alice in einer schönen, geräumigen 100 qm² Wohnung, und wir uns aus diesem Grund einfach öfter sehen müssen als andere getrennt lebende Paare mit Kindern. Jedenfalls kam erst Alice und dann ER mit seinem Bike durch die Hofeinfahrt gerollt. Ich schaffte es nicht, rechtzeitig meine Gefühle zu koordinieren und deshalb gelang es mir nur, P. einen sehr flüchtigen, todbringenden Seitenblick zuzuwerfen . Soweit ich das auf die Distanz mitbekommen habe, hat er mich im Gegenzug unschuldig angelächelt. Oder war es ein überhebliches Grinsen ? War er genauso überrumpelt wie ich, oder hatte er diesen Augenblick erhofft, um über mich triumphieren zu können ?
Ich hätte ihm am liebsten die Augen ausgekratzt (und schlimmeres) aber hätte das überhaupt irgendwas geändert ? Wahrscheinlich nicht, nein, ganz sicher nicht … hm, eigentlich sind mir ja solche Rachegelüste fremd, und ich hasse jede Form von Gewalt, aber bei P. kann ich mich trotzdem nicht beherrschen. Die einzige Reaktion, die ich für situativ angemessen hielt, war ihn zu ignorieren, also Alice kurz zu begrüßen und sonst so tun, als sei er nicht da. Alles andere hätte nur unendliche Probleme mit sich gebracht. Außerdem hielt sich unser Sohn in der Nähe auf … und zum Glück war nach ein paar Minuten dieser Horror vobei. Nachdem P. sein Rad im Schuppen abgestellt hatte, verabschiedetet er sich schnell. Alice begleitete ihn dann noch zu seinem Auto …
Jetzt hoffe ich nur , dass das heutige Geschehen nicht als Präzendenzfall aufgefasst wird, und ich deshalb in Zukunft immer wieder mit unvorbereiteten Zusammentreffen mit P. rechnen muss …
Was ich gehört habe ? Kaiser Chiefs *Thank you very much*
Ja, tatsächlich bin ich heute extrem einfallslos. Null Kreativität. Möglicherweise liegt es an diesem Tropenklima, schwülwarm mit sintflutartigen Schauern.
Deshalb hier ein Text, den ich vor längerer Zeit mal geschrieben habe. Sehr lyrisch (silbermondtextlich ???) , sehr kitschig … aber ich denke, immer noch besser als nichts:
Stille/ ein Rausch/ Liebe/ eine kalte Glut/ und 1000 Herzschläge / feminin/ synchron/ eine Einbahnstraße/ endet in meinem Kopf/ führt zu dir, der einen/ nur du /erhellst mich/ treibst mich wieder an/ Mut den Mutlosen/ und / 1000 Farben / deine Stimme/ dein stummes Lachen/ deine Seele und dein Blick zeigen mir den Weg/ aus meinem Blick/ richten ihn höher als ins Nichts/ 1000 Himmel/ 1000 Sonnen/ feminin/ synchron/ eine Planetenwelt/ mit unbekanntem Ziel/ die Waffen gegen uns gerichtet/ nackt/ Sternenstaub auf gekühlter Haut/ das Paradies ganz nah / und 1000 Signale/ feminin/ synchron/ ein endloser Wunsch /ins All geschickt/ brennt sich in mein Gedächtnis ein/ und die Frage/ die einzige, die bleibt/ an die eine/ KANNST DU MICH HÖREN / durch die Stille der Worte ?
Was ich gehört habe ? Maniac Street Preachers „Australia“
Wer typische Reisebeschreibungen erwartet hat, wird von “Maries Reise” von Marie Pohl wahrscheinlich enttäuscht sein. Natürlich geht es ums Reisen, und tatsächlich ist es auch eine (halbe) Weltreise, die die Autorin unternimmt, aber sie reist eher zu Personen als an Orte. Keine SightseeingTour im klassischen Sinn also, sondern eher eine Reise der persönlichen Begegnungen. Und das hat für mich auch diesen besonderen Reiz ausgemacht. Ich lese keine Reiseliteratur ( ich mag auch keine TupperWareMallorcaDiaAbende …), aber schon beim Durchblättern und Lesen einzelner kurzer Passagen merkte ich, dass es sich bei “Maries Reise” um etwas ganz Anderes handelte.
Schon das Vorhaben ihrer Reise ist faszinierend: Marie möchte, bevor sie sich endgültig dem Studentendasein verpflichtet fühlen muss, eine große, neunmonatige Reise unternehmen. Um Gleichaltrige zu finden und um festzustellen, welche Interessen, welche Sehnsüchte und Lebenspläne diese jungen Leute haben. Ja, sie möchte diese Aufbruchsstimmung, dieses ganz bestimmte Lebensgefühl 20- Jähriger erleben und dokumentieren. Aus diesem Grund macht sie sich sogar vorher eine Art To_do_Liste. Eine Aufzählung der Orte und Charaktere, die sie gerne kennen lernen möchte. Ausgangspunkt ihrer Reise ist Berlin. Die Stadt, in der sie wohnt. Dann geht es als erstes nach Havanna, wo sie sich “unsterblich” in Pablo, verliebt, und am liebsten gleich ihre ursprünglichen Pläne über den Haufen werfen würde. Doch trotzdem entschließt sie sich dazu, weiter zu reisen, nach Buenos Aires, einer Stadt, in der sie sich anfangs fremd und verloren vorkommt. Nicht nur liebeskummergeplagt, sondern auch negativ überwältigt vom der engen und lärmigen Metropole. Sie flüchtet sich in eine Milonga, einer der vielen “Tanzcafés” in Argentinien. Dort trifft sie auf Sabrina, einer jungen Frau, die ihr Leben dem Tango geopfert hat, um die Liebe ihres Lebens wieder zu finden….
Es ist unmöglich, die Vielfalt der einzelnen Stationen und Zusammenkünfte zu erzählen …es sind einfach zu viele…ob es nun dieses avantgardistische Treffen mit einem gelangweilten, millionenschweren ComputerFreak in San Francisco ist, oder sie über halsbrecherische Motorradrennen in Hanoi erzählt, Marie ist immer verdammt nah an den Menschen ..
Und irgendwann ist es tatsächlich so, dass man das Gefühl hat, überall live mit dabei zu sein. Als würde man direkt neben Marie stehen, so als hätte sie dich an die Hand genommen und würde dir die Welt erklären, mit ihren eigenen, einfachen und hypnotischen Worten …
Nein, Reiseprosa ist das auf keinen Fall … etwas vollkommen Wunderbares, sprachlich brillant geschrieben … keine Sekunde langweilig
Lest es, und Ihr werdet merken, dass egal wo man sich aufhält, ob in Havanna oder Helsinki nur eine Sache wichtig ist: LIEBE … jede/r in diesem Buch liebt, will geliebt werden, hat dieselben Sehnsüchte und Träume … die Welt ist kleiner, als man annehmen sollte …
Ja, was wünsche ich mir eigentlich ? Glück, Liebe, Zuversicht … alles und noch mehr … oder weniger ? Sollte ich vielleicht bescheidener und etwas anspruchsloser sein …? Ich weiß es nicht …noch nicht …
Harvey Keitel hatte vor kurzem Geburtstag. Nicht dass das etwas an sich Bemerkenswertes wäre. Jeden Tag hat schließlich irgendjemand Prominentes Geburtstag. Nein, das Erstaunliche ist, dass dieser Schauspieler nun vor zwei Tagen 70 geworden ist, ohne dass man es ihm ansieht. Der Typ hat sich wirklich gut konservieren können. Vermutlich nimmt er jeden Morgen ein Champagnerbad, raucht danach gemütlich ein paar Romeo & Juliettes, blättert dabei verständnislos in der New York Times und geht anschließend Taubenvergiften im Central Park. Keine Ahnung, ob es die dort überhaupt gibt (könnte ja sein, dass es dort mittlerweile ein Taubenflugverbot gibt).
Harvey Keitel ist keine Taube, aber er gehört für mich definitiv zu dieser großen, faszinierenden Stadt. NEW YORK. Genauso wie sein Kollege und Freund, Robert de Niro. Beide schaffen es, dass man, wenn man sie denkt, automatisch gelbe Taxis, glühendheiße Sommer mit entsprechenden N.Y._typischen Hydranten, die Bronx und Manhattan im Kopf hat. Es ist das alte, nostalgische 70er Jahre New York, und nicht diese “hysterische” und gleichzeitig trotzig überlebenswillige 9/11_postapokalyptische 19 Millionen_Einwohner_ Metropole. Keitel und de Niro passen wie die Faust aufs Auge in dieses Ambiente. Der einzige Ort, an dem ich mir Keitel noch vorstellen könnte wäre Texas. Als großer, böser Bruder von Georg W. Bush …
Ich frage mich gerade, warum es stets die “bösen”, abtrünnigen Charaktere sind, an die man sich am besten und schnellsten erinnern kann. Und welche Rollen es sind, die dieses Bild vom “bad guy” festigen konnten ?
Bei Keitel sicherlich seine geniale Performance des Mr. White in “Reservoir Dogs” (damals, als Tarantino wirklich noch UNBERECHENBAR cool war…) , dann “Pulp Fiction” und natürlich, den leider etwas in Vergessenheit geratenen “ Bad Lieutenant” … ja, alles böse und abgründig böse Rollen. Und trotzdem schaffte es Keitel immer wieder, dass man mit den jeweiligen Figuren so etwas wie Mitleid empfinden konnte. In den meisten Fällen sogar mehr als das…
Das letzte Mal sah ich Keitel in der Nebenrolle in einem BlockbusterFilm: “National Treasure” ( “Das Vermächtnis der Tempelritter”) an der Seite von Nicolas Cage. Es macht mich traurig, dass dieser geniale Schauspieler nur noch als unbedeutender supporting actor auftaucht und nicht mehr die Chance erhält, als Hauptdarsteller sein Können unter Beweis zu stellen. War er überhaupt jemals für einen Oscar im Gespräch ? Ja, ist die große Zeit des H.K. jetzt endgültig vorbei … oder wird er so wie Mickey Rourke (ok., diese beiden sollte man nicht miteinander vergleichen) als Phoenix aus der Asche aufsteigen , und uns alle ein (vielleicht) letztes Mal von den Kinosesseln reißen ? Das Potential hat er jedenfalls dazu, auch wenn er in seiner Branche schon als *in die Jahre gekommene* “Kultfigur” gelten mag …
Fast hätte ich vergessen, eine Best-Of Liste zu erstellen. Eine persönliche Auswahl der besten Harvey_Keitel_Filme. Und ich muss mich etwas korrigieren. Keitel als “bösen Jungen” , oder zumindest als jemand, der “düstere” und “abwegige” Rollen bevorzugt, darzustellen, war falsch. Zwar ist er nicht so mimisch faszinierend wie de Niro in “Meet the Parents” , “Analize this” oder “Jackie Brown” (um wieder mal einen TarantinoFilmTitel zu nennen), aber trotzdem gibt es bei Keitel auch ein gewisses komödiantisches Talent. ”Head Above Water” an der Seite der damals noch ziemlich unbekannten Cameron Diaz, oder “Monkey Trouble” zeigen Keitel z.B. als durchaus akzeptablen Komödianten.
Wie dem auch sei, hier jetzt eine kleine Zusammenstellung der für mich besten, sehenswürdigsten Harvey Keitel_Filme:
1. “Smoke” ; “Blue in the Face”
2. “Pulp Fiction”
3. “Three Seasons”
4. “Bad Lieutenant”
5. “Taxi Driver“
Und vielleicht noch „The Piano“, obwohl der Film etwas zu nah am Nostalgie_Abgrund entlang führt … wundervolle Landschaftsaufnahmen, aber eine sehr kitschig_emotionale Story …
Bis auf ein paar kurze, fast wache Schlafpausen habe ich diesen Sonntag ausschließlich mit Lesen verbracht. Es ist seltsam, wenn man sich nur halb müde fühlt, dann aber wieder nicht zu erschöpft, um für ein paar Stunden einzuschlafen. Stattdessen einfach nur daliegt und liest. Eigentlich ein sehr passiver Zustand. Die Worte fahren wie Züge an einem vorbei , ab und zu hält man mal für ein paar Minuten an- und inne, um sich die Landschaft zu betrachten, dann vertieft man sich aber schnell wieder ins Buch. Es ist ein luxuriöses Sichtreibenlassendürfen. Etwas, was ich viel zu selten mache. Ich habe gar nicht gewusst, wie sehr ich diese Momente vermisst habe … einen ganzen Tag ununterbrochen und ohne Schuldgefühle – und ohne sich krank und schuldhaft zu fühlen- im Bett zu verbringen und sich den Sätzen und Worten Anderer hinzugeben …
Was ich gehört habe ? Conor Oberst *Get_Well_Cards*
Schon wieder -wie so oft in letzter Zeit- fühle ich mich nicht in der Lage, zu schreiben. Schreiben auch im Sinn von GefühleMitteilen, nicht irgendeine schöne, aber worthülsenhafte Aneinanderreihung sinnentleerter Wörter.
Deshalb ist es sicher das Beste, wenn ich schweige, nichts sage … und stellvertretend lieber wieder einen Song poste:
Tja, zum Glück doch keine unheilbare Krankheit, die mit A beginnt … auch keine sonstige GedächtnisStörung … ich hab´gerade nochmal bei WordPress nachgeschaut, und da war mein gestriger Artikel als ENTWURF gespeichert … ich werde also einfach nur den falschen Button angeklickt haben …
Hier der Beweis:
Alice meinte heute, ich würde „belämmert“ aussehen, und als ich sie bat, das mal etwas genauer zu definieren, präzisierte sie nur: „Naja, wie bedeppert eben … “ Ich hab keine Ahnung, was sie damit eigentlich sagen wollte.
Kann sein, dass ich äußerlich ein Bild des Jammerns abgebe, oder den Anschein erwecke, mehr auf der Seite der Untoten zu leben als auf der „bright side of life“… Tatsache ist, dass ich mich wieder mal sehr, sehr müde fühle…und es wird eindeutig an mir liegen, ich kann nicht immer nur gutes oder schlechtes Wetter vorschützen … und bei angenehme 22/23 ° Grad im Schatten kann ich mich echt nicht beklagen …
Es ist, wie es ist … aber es gibt auch den berühmten Silberstreifen am Horizont …
Was ich gehört habe ? The Pains of Being pure at Heart „Come Saturday“
Hm, so wie es aussieht, hat WordPress meinen gestrigen Eintrag nicht “übernommen”. Das erste Mal seit über einem halben Jahr also kein Post. Traurig. Und eine echte Katastrophe. Dabei bin ich mir ganz sicher, diesen Eintrag geschrieben zu haben, die entsprechenden tags angeklickt und das Ganze dann natürlich auch abgeschickt zu haben. Hm, oder sollte dies tragischerweise schon ein erstes Anzeichen von Alzheimer sein ? Nein, nicht ironisch gemeint…. ( der derzeit wohl prominenteste Fall dieser schrecklichen Krankheit ist übrigens der *Scheibenwelt*_Autor Terry Pratchett) oder sollte ich nun wirklich mal damit anfangen, to_do_Listen anzufertigen ? Normalerweise behalte ich, trotz der Vielzahl an Terminen und anderen wichtigen Daten, den Überblick. Aber möglicherweise ist jetzt so eine Art Scheitelpunkt erreicht, mein Fassungsvermögen erschöpft und ich sollte mich der Tatsache stellen, dass ich nicht alles im Griff habe, und dass auch ich zu entsprechend ernsthafteren Gedächtnisstützen greifen sollte. Nur tägliche Routine -zumindest was das Bloggen betrifft- reicht anscheinend nicht mehr …oder ist das ein Omen ? Werde ich nachlässig im Einträge_schreiben, ist es mir vielleicht sogar egal, wenn nicht mehr täglich ein Artikel von mir erscheint ? Hmm, große, unbequeme Frage …. also beim Schwimmen ist es so, dass ich in letzter Zeit etwas leichtfertiger geworden bin … ich setze nun auch schon mal einen Tag aus …oder verkürze auf EinEinHalbStunden … und fühle mich dabei jedes Mal schlecht … so als würde ich mich selbst betrügen … aber falls diese Fahrlässigkeit nun auch das Bloggen betreffen sollte, wäre schrecklich … ich will gar nicht daran denken …
Auch wenn meine letzten Einträge etwas dürftig und knapp ausfielen, auf das regelmäßige Bloggen will ich nicht verzichten … nicht nur, weil es für mich ein wichtiges Strukturelement geworden ist und dem chaotischen Tagesgeschehen einen würdigen Abschluss liefert, sondern auch weil ich es sich mittlerweile zu einer Leidenschaft entwickelt hat … auch das BlogLesen … jeden Tag rufe ich mir die Seiten befreundeter Blogger auf, lese und bin froh, dann feststellen zu dürfen, dass trotz aller weltpolitischen Gefahren es immer noch Beständigkeit und Hoffnung gibt … und das führt mich wieder direkt zu meiner nun doch offen_sichtlichen “Nachlässigkeit” : Ich muss unbedingt in den nächsten Tagen wieder KOMMENTIEREN ( I swear !) … hm, und da morgen ja Feiertag ist …wäre auf alle Fälle ein idealer Zeitpunkt …
Was ich gehört habe ? Andrew Bird “Measuring Cups”
So ein Feiertag mitten in der Woche spannt meine sowieso schon sehr dünne Motivationskette bis zum Äußersten an … das düstere Wetter leistet außerdem einen nicht ganz unerheblichen Beitrag zu meiner fehlenden Antriebskraft …ja, es gibt 1000 und 1 Gründe, den Tag in seiner vollen feiertäglichen Pracht nicht wahrzunehmen, oder zumindest nicht ganz so ernst zu nehmen …
Letztlich hab ich den heutigen Tag in geistiger Umnachtung passiv an mir vorüberziehen lassen. Noch nicht mal Schwimmen war möglich. Ich habe wieder mal schlecht geschlafen, und bin mit mörderischen Kopfschmerzen aufgewacht. Gleich eine Aspirin geschluckt und vorgenommen, mich heute so wenig wie möglich zu bewegen. Jeder Schritt ergab eine kleine Gehirn_Erschütterung. Aber Bettlägerigkeit hat auch seine Vorteile, so konnte ich wieder mal viel lesen ( Judith Hermann : Nichts als Gespenster // Adrian Tomine: Halbe Wahrheiten ( eine grenzgeniale Graphic Novel, in der es um Liebe, Verrat und Identitätssuche geht) // und ein paar Gedichte von Pablo Neruda), mein Schlafdefizit etwas aufholen (ca. 3 Stunden komatöser Entspannung), und sogar eine DVD angucken : Elisabeth- The golden Age (sogar im Original, ohne Untertitel; normalerweise verstehe ich nur 70 bis 80 % vom gesprochenen Text, diesmal aber hatte ich damit keine Probleme, weil alle Darsteller eine exzellente und vorbildliche Aussprache hatten; auch sonst ein Film, den ich nur empfehlen kann …).
Hm, mal sehen, welche Überraschungen der Rest des Tages für mich noch bereit hält …jedenfalls merke ich schon, wie sich die Kopfschmerzen wieder bemerkbar machen wollen …
Was ich gehört habe ? Blood Red Shoes “ I wish I was someone better”
Du weißt ja, wie das ist:
Betrachte ich
den kristallenen Mond, den roten Zweig
des säumigen Herbstes an meinem Fenster,
berühre ich
beim Feuer
die ungreifbare Asche
oder die runzligen Körper des Holzes,
bringt mich das alles zu dir,
als wäre alles, was da ist,
Düfte, Licht, Metalle,
nichts andres als ein Schwarm kleiner Schiffe,
hinsegelnd zu deinen Inseln, die mich erwarten.
Nun aber,
wenn du allmählich aufhörst, mich zu lieben,
werde ich aufhören, dich zu lieben, allmählich.
Wenn du auf einmal
mich vergißt,
suche nicht nach mir,
denn ich werde dich schon vergessen haben.
Scheint er dir lang und irre lodernd,
der Fahnenwind,
der mein Leben durchweht,
und entscheidest du dich,
mich auszusetzen am Rand
des Herzens, in dem ich verwurzelt bin,
so bedenke,
daß am selben Tag,
zur selben Stunde,
ich die Arme erhebe
und meine Wurzeln sich aufmachen,
einen anderen Boden zu suchen.
Doch wenn du
jeden Tag,
jede Stunde
empfindest, daß du für mich bestimmt bist,
mit unverrückbarer Süße,
wenn jeden Tag
eine Blüte aufsprießt zu deinen Lippen,
um mich zu suchen,
ach, meine Liebe, ach, Meine,
so wiederholt sich in mir all dies Feuer,
und nichts erlischt in mir, nichts wird vergessen,
meine Liebe nährt sich von deiner Liebe, Geliebte,
und solange du lebst, wird sie in deinen Armen sein,
ohne die meinen zu verlassen.
Nachdem ich Judith Hermann´s “Nichts als Gespenster” und jetzt auch Alina Bronsky´s “Scherbenpark” gelesen habe, kann ich mich wieder nicht entscheiden. Zur Auswahl stehen drei Bücher von drei Frauen. Ja, momentan will es mir einfach nicht gelingen, männliche Autoren zu lesen. Updike, Carver, Tabucchi und noch ein paar andere Bücher stehen deshalb unberührt im Regal. Denn nach wie vor ist es mir nicht gelungen, hinter das Geheimnis weiblicher Sprachgewalt zu kommen. Ich lese und lese und lese und alles was mir auffällt ist die Andersartigkeit der Wörter. Wörter, die in der Konstellation und Häufigkeit bei keinem männlichen Autoren zu finden wären. Sinnlichere Vokabeln, jenseits von Rationalität und Abgeklärtheit.
Drei Bücher von drei Frauen also. Am liebsten würde ich ja alle gleichzeitig (parallel oder synchron) lesen, aber das geht natürlich nicht. Ich muss mich definitiv auf eines dieser Werke festlegen. Damit ihr seht, dass diese Entscheidung gar nicht so einfach ist, hier zum Vergleich drei, vier Anfangssätze aus den jeweiligen Büchern:
1. Wei Hui “Marrying Buddha“
“Shanghai – Herbst
In den Tagen nach meiner Rückkehr von New York nach Shanghai brummte mir der Schädel. Ich war vollkommen durch den Wind, konnte nachts nicht schlafen und tagsüber nicht wach bleiben.
Ich hatte keine Ahnung, ob ich je wieder glücklich sein würde und wie es weitergehen sollte, und ob ich der Welt jemals mit weisen, furchtlosen Augen entgegenblicken würde.”
2. M.J, Hyland “Schlaflos”
“In weniger als zwei Stunden wird dieses Flugzeug auf dem Flughafen von Chicago landen. Es ist Mittag. Meine Fensterblende ist offen, der Himmel ist unendlich weit und blau, die Erde braun und flach.
3. Rachel Cusk “Arlington Park”
“Die ganze Nacht lang fiel der Regen auf Arlington Park. Die Wolken kamen von Westen her: Wolken wie düstere Kathedralen, Wolken wie Maschinen, Wolken die sich als dunkle Blüten am eben noch trockenen, sternklaren Himmel über England entfalteten. Sie überrollten das Hinterland, das schon in unruhigen Schlaf gesunken war.”
Tja, wie gesagt … ganz schön schwer, die richtige Wahl zu treffen …
Was ich gehört habe ? Kaiser Chiefs “Heat dies down”
Intuitiv richtig gehandelt. Um kurz nach 2.00 Uhr angefangen, M.J. Hylands “Schlaflos” zu lesen. Danach war ich hellwach. Trotz eines für mich nicht unbedingt spannenden Plots (es geht um die Erlebnisse einer australischen Austauschschülerin in Chicago, USA) versteht es die Autorin durch Sätze wie diese, mich zu begeistern:
“ Flo ist so etwas wie ein Fleck: ein Mensch ohne klare Grenzen, ohne Persönlichkeitslinien. Ein stumpfer, unordentlicher Geist, in dem schlechte Kopien origineller Gedanken aufbewahrt werden. Man könnte min einem Fleck ein Jahr lang in einem Kühlschrank eingeschlossen sein und würde doch nichts Neues erfahren. Aber das schlimmste an Flecken ist, daß sie die ganze Zeit reden und nie zuhören. Meine Schwestern sind Flecken.”
( M. J. Hyland “Schlaflos”, Piper Verlag, 2005, S. 39)
Angeblich -so laut wikipedia- besitze die Autorin einen “klaustrophobischen” Sprachstil. Hm, ja … klaustrophobisch und … absolut faszinierend …
Was ich gehört habe ? Lily Allen “Take what you take”
Irgendjemand hat heute wirklich die Hitze (gefühlte schattige 30° Grad Celsius) angestellt, anders sind diese Mördertemperaturen nicht mehr zu erklären. Ideales Freibadwetter, wenn heute nicht Montag wäre, ich nicht eine Unmenge zu tun und auch sonst wieder viel zu erschöpft wäre, und vor allem, ich nicht so misanthropisch wäre… Selbst das IndoorSwimming war diesmal anstrengender als sonst…
Hm, Alice ist gestern Abend aus Görlitz zurückgekommen, sie war dort bei Verwandten von P. … aber kaum ist sie wieder zu Hause, erwartet sich auch gleich eine schlechte Nachricht. Ein Brief von der Krankenkasse, ihre lang erwartete Kur wurde bewilligt, nur nicht so, wie sie sich das eigentlich vorgestellt hatte. Kurort wäre irgendwo bei Hannover, also meilenweit vom derzeitigen Wohnort (Nürnberg) entfernt, und außerdem während der UrlaubsPrimeTime, mitten im August … wahrscheinlich werde ich dann über drei Wochen bei den Kindern bleiben … zwar ganz nette Vorstellung … aber irgendwie muss ich ja nebenbei auch noch etwas Geld verdienen … Urlaub in dem Sinn kann ich mir eigentlich nicht leisten …aber egal, irgendwie kriegen wir das hin, so wie wir bisher (leider) alles hingekriegt haben ….
Nichtsdestoweniger, hier ein Song der mir bei diesen untypischen Frühlingstemperaturen im Ohr liegt
( tja, ich weiß, ein Klassiker, und wahrscheinlich mittlerweile auch schon tausendmal gecovert worden):
Somit erübrigt sich zumindest wieder mal die Frage, was ich heute so gehört habe …
Komisch, dass mich ausgerechnet heute eine große Sehnsucht nach Italien befällt, und irgendwie denke ich dabei die ganze Zeit an Venedig. Obwohl ich erst einmal da war, ein Kurztrip, so lange her, dass er gar nicht mehr wahr ist, und ich nur noch eine sehr vage Erinnerung daran habe. Es war Mitte August, vor vielleicht 20 Jahren, es war heiß und Venedig war schon fast so was wie eine stinkende Kloake. Das Wasser roch muffig, überall an den Mauern konnte man grüne Algenschichten erkennen , überall stand brackiges Wasser … damals hasste ich diese Stadt und heute, gerade an diesem Tag ist es ein ungeheuer brennendes Verlangen, genau dort und nirgendwo anders sein zu können …keine Ahnung wieso, vielleicht ist es auch eine Art Todessehnsucht, die ich mit dieser Stadt verbinde… eine Art Melancholie … und wenn ich fahren würde, würde ich diese Reise nicht allein antreten… ich würde die Person, die mir am meisten bedeutet, mitnehmen wollen … und in diesem Fall ist es wahrscheinlich noch nicht mal Alice … eigentlich wären es mehrere Personen … Leute, denen ich noch nie persönlich begegnet bin; Leute, die ich nur von mails, von ihren jeweiligen Blogs und aus dem Internet kenne … Menschen, die mir mittlerweile alles bedeuten … vermutlich weil sie nicht “greifbar” sind … aber nicht im “virtuellen”, abstrakten Sinn …es sind Personen, die mich in den schwärzesten Stunden aufgefangen haben, die mich unterstützt haben … mit Worten …manchmal nur mit einem einzigen Satz … ja, mit all denen wäre ich jetzt gerne dort, in Venedig, auf der Rialtobrücke … dem Markusplatz, würde mich gern mit ihnen in schattigen, engen Gassen treffen, in einem kleinen, etwas abgelegenen Café …auf dem Ponte del Diavolo, oder auf eine der anderen zahlreichen Brücken flanieren, schließlich alle in einem Vaporetto sitzend… … eine große Familie, die sich heute zum allerersten Mal begegnen würde …aus allen Ecken der Welt kommend …kann sein, dass es nur ein unerfüllter Traum bleibt … aber wer weiß, ob nicht doch eines Tages diese etwas konfuse Idee Realität werden kann …
Was ich gehört habe ? Einer der (neusten) besten Songs von U2 : “Moment of Surrender”
Nach schweißtreibenden Tagen und Nächten (auch etwas verändertes „BinnenKlima“), und dem erfolgten Temperatursturz heute so was wie ein physischer Knock_Out… ich fühle mich wie gehäutet und hänge zwischen den Wolken … in einer endlosen Warteschleife … Jetlag und schlimmer …
Und das Tollste: Es gibt bald wieder Krieg. Nein, natürlich nicht (möchte ich jedenfalls nicht hoffen und „wünschen“), aber es ist schon erstaunlich und befremdlich, wie manche Medien auf den „Korea_Konflikt“ reagieren. Mit Headlines wie „Russland bereitet sich auf einen Atomkrieg vor“ lässt sich besonders gut Panik schüren. Es ist tatsächlich so: Irgendwie sollten wir uns immer bewusst sein, dass wir am Vorabend einer großen, globalen Katastrophe stehen …
Und was bedeutet das denn überhaupt: Krieg ? Frieden ? Wahrscheinlich hat jeder Mensch eine andere Vorstellung davon. Gesellschaftlich sind wir bestimmt schon mittendrin … diese Kluft zwischen Arm und Reich hat meiner Ansicht nach schon seit langem kriegsähnliche Zustände erreicht …und der Krieg in den Köpfen sowieso …
Gerade eben einen totalen Laptop_Ausfall gehabt … keine Ahnung, ob das wieder am Netzteil liegt… jedenfalls bin ich jetzt vollkommen gefrustet … habe fast zwei Stunden an einem Text geschrieben, ihn natürlich nicht gespeichert und nun ist er verständlicherweise „weg“ … hm, grundsätzlich speichere ich meine Daten immer ganz zum Schluss … kann nur hoffen, dass dieser ExtremAusfall nur ein singuläres Ereignis war und nicht der Beginn eines sich abzeichnenden, baldigen LappiTodes … immerhin ist mein sonst so zuverlässiger Freund schon fast 5 Jahre alt … hat eine Menge mitgemacht und 1000 von Dateien auf seiner Netz(werk)haut eingraviert bekommen …
Da ich gestern schon über die Liebe geschrieben habe, oder immerhin versucht habe, mir Gedanken darüber zu machen, in etwas lyrischer und vielleicht auch seltsamer Form, möchte ich das heute fortführen. Diesmal textlich hoffentlich etwas verständlicher. Aber geht das überhaupt ? Verständlich über die Liebe zu schreiben ? Über dieses Mysterium, das bei jedem Menschen anders ist, andere Gefühle und dann auch Entscheidungen nach sich zieht …
In letzter Zeit lese ich ja wieder etwas mehr. Bücher von Frauen, über spezielle Frauenthemen. Auch hier gibt es sicher verschiedene Perspektiven, denn was ist ein typisches Frauenthema, gibt es so was überhaupt ? Oder will ich nur wieder kategorisieren ? Brauche ich doch diese verhassten Schubladen, um etwas einordnen zu können ? Wahrscheinlich ja und nein. Schubladen sind ja immer hilfreich, wenn es darum geht, schnell etwas gedanklich einzugliedern. Andererseits sind es aber gerade diese Schubladen, aus denen dann Vorurteile entspringen. Und in welche Schublade würde ich Liebe einsortieren ? Oder ist Liebe nicht schon der allumfassende Begriff, ultimativ und nicht mehr zu toppen ? Und was verbinde ich mit Liebe ? Letzten Endes wieder sehr viele Fragen, auf die ich nur teilweise eine Antwort weiß. Hass könnte ich dann schon eher definieren und abgrenzen. Hass ist sozusagen das Gegenstück der Liebe. Wenn man hasst, existiert die Liebe nicht mehr. Hass ist immer exklusiv und in manchen Fällen auch nicht mehr rückgängig zu machen. Hass hat etwas Absolutes, auch etwas Brutales, darin gleicht er natürlich irgendwo der Liebe. Nur dass Liebe (vielleicht bloß anfänglich) etwas “brutal” Ehrliches hat, eine radikale Bedingungslosigkeit, ein Nichts_In_Frage_stellen …ein durchs Feuer und durch tausend brennende Reifen springen …
Eine weitere Frage, die sich daraus ergibt: Kann man etwas hassen, was man einmal geliebt hat ? Eine Frage, die nur subjektiv beantwortet werden kann … Alice z.B. … jemand, den ich lange kenne und geliebt habe … könnte ich sie jemals hassen ? Manchmal gibt es Tage, an denen ich sie nicht verstehe, weder ihre Handlungen, noch das, was sie sagt. Tage, an denen wir eine andere Sprache sprechen und sie mir total fremd ist. Ihre Worte an mir sinnentleert vorbeirauschen, sie auch nichts Schönes mehr hat, nichts Begehrenswertes … Tage, an denen sie leer erscheint , Lichtjahre entfernt, unerreichbar eben … …Tage, die auch nicht mit ehemaliger Liebe zu füllen sind. Und ja, es gibt Momente, in denen ich wütend auf sie bin, auf ihre mir entgegengebrachte Gleichgültigkeit, ihr herausforderndes Schweigen oder ihre allgemein abweisende Art …aber hassen könnte ich sie nie, das weiß ich … nur sie irgendwann nur noch als Sterbliche, und nicht mehr “Halbgöttin” betrachten …
Und gleich eine damit zusammenhängende Frage: Kann Alice und das Gefühl, das ich für sie habe jemals ersetzt werden ? Wann, wie und durch wen ? Wer wird mich befreien ? Kann ich mich noch mal BEDINGUNGSLOS verlieben ? Oder werde ich immer diese schrecklichschöne Vergangenheit wie eine nicht heilen wollende Wunde in mir tragen, für jede/n leicht erkennbar …
Aber ich liebe …auch jetzt … nur ist diese Liebe eben auch mit Trauer und grenzenloser Melancholie verbunden … mit Zweifeln an mir und an der Person, die mich zu lieben wagt … ja, es ist sicher ein Wagnis, mich mit mir einzulassen …meine depressiven, manchmal auch manisch-depressiven Schübe mitzuerleben … manchmal wünsche ich mir, ich könnte allein glücklich werden … ohne jemanden zu *brauchen* , um ihn dann irgendwann doch zu miss_brauchen … davor habe ich am meisten Angst …. dass meine neu empfundene Liebe nicht ausreicht, um die Vergangenheit ausreichend ausblenden, überblenden zu können … ich es nur ein Stück weit schaffe, mich neu zu verlieben …nicht die volle Distanz … vorher aufgebe, mich zurückziehe, schweige … wieder diese dunkle Seite Besitz von mir ergreift und ich mich diesen Kräften willenlos ausliefere…
Dabei wäre alles so einfach …vor langer Zeit hat mir jemand mal geschrieben, dass es 1000 verschiedene Arten von Liebe gibt, nur nennt man das dann vielleicht nicht so … dass also Liebe trotz aller damit verbundenen Exklusivität auch noch andere Menschen einbeziehen kann …von daher gesehen bin ich vielleicht doch nicht so allein … so lange es immer noch Menschen gibt, die mich zumindest mögen, die mir schreiben, sich irgendwie immer auf eine Unterhaltung mit mir einlassen und mich seelisch aufrichten …
Um diesen Post zum Schluss noch eine etwas andere Nuance zu verleihen, und weil ich ja auch noch nichts über die gelesenen Bücher geschrieben habe, hier ein (weiteres) Zitat aus einem dieser Romane: “Schlaflos” von M.J. Hyland. Ein Buch, das ich übrigens nur weiterempfehlen kann:
“ Es ist immer traurig, wenn zwei Menschen im gleichen Augenblick das gleiche denken und keiner einen Weg findet, es auszusprechen.”
Was ich gehört habe ? Jamie Cullum “These are the days”
Kennt jemand von euch McLovin, Seth oder Evan ? Falls nicht, unbedingt nachholen … die beste Therapie gegen Depression, Liebeskummer, und sonstige (Seelen)Leiden:
1. “End Game” , mit James Woods und Cuba Gooding Jr.; hoffentlich ist der Film nicht so schlecht wie “Pretty Persuasion”, den letzten Streifen, in dem ich Woods sehen musste …
2.“25 Hours” von Spike Lee, mit Edward Norton und meinem absoluten Lieblingsdarsteller Philip Seymour Hoffman …
3. “King of the Hill”, hm, nicht die amerikanische Zeichentrickserie, sondern wahrscheinlich ein Horror-B-Movie ab 18
4.”King Kong” von Peter Jackson …ab und zu muss der Film größer als die Wirklichkeit sein
5. “How to rob a bank … and 10 tips to actually get away with it” … hört sich wie eine filmische Anleitung zum Bankraub an, ist aber ein richtiger Spielfilm mit Nick Strahl, Terry Crews und David “Kill Bill” Carradine
6. “Ronin” von John Frankenheimer mit Robert de Niro und Jean Reno, mittlerweile ein echter Klassiker, und die Autoverfolgungsjagd ist einfach absolut cool !
7.”L´Auberge Espagnole” von Cederic Klapisch …mit Audrey Tautou … einer der Filme, die ich mir schon lange anschauen wollte … aber nicht nur wegen Audrey, die sicher wieder herzallerliebst sein wird …ich mag WG-Filme …
8.”Windtalkers” von John Woo …mit Nicolas Cage …
9.” Top-Loss” … ein Kriegsdrama von Kimberly Peirce (“ Boys don´t cry”) mit Ryan Phillippe …wie viele Filme mit dem Thema Krieg, in denen Frauen Regie geführt haben, gibt es eigentlich ? Mir fällt jedenfalls keins ein … schon das ein Grund, sich diesen Streifen anzuschauen …
10. “River Queen” von Vincent Ward …. mit Kiefer Sutherland … verkürzt etwas die Wartezeit auf die neuste “24”_Staffel
Wieder bei meinen Kids. Alice in der Küche. Ich im angrenzenden Wohnzimmer. Sie macht Abendessen, irgendeinen Salat, die Tür zwischen uns weit geöffnet, um wenigstens einen Hauch von Normalität vorzutäuschen, so wie es früher mal war …
Sie ist tief in Gedanken versunken, sieht dabei krank aus, irgendwie ausgebrannt, depressiv und versucht sich gute Laune herbeizuhören … mit “Wir sind Helden” … extrem laut, so wie immer. “Guten Tag, ich will mein Leben zurück…” Und ich bekomme wieder Kopfschmerzen, auch schon fast ein dauerhafter Zustand. Wenn Alice nicht mit mir redet, kein einziges Wort wechselt, mich total ignoriert, mir das Gefühl gibt, fehl am Platz zu sein, bekomme ich außerdem verdammte Selbstzweifel …morgen ist wenigstens dieser blöde Nachtdienst vorbei und ich kann mein eigenes Dasein führen …ohne Kinder, ohne Alice, einfach allein …
Was ich gehört habe ? Naja, zwangsläufig Wir sind Helden “Die Reklamation”
Zur Nacht, Geliebte, vertäue dein Herz an das meine
und mögen so beide im Schlaf die Finsternis vertreiben
wie zwei Trommeln, die im Walde gegen
die feste Mauer aus nassen Blättern schlagen.
Nächtliche Überfahrt, schwarze Glut des Traums
zerstört den Nabel irdischer Trauben
so zuverlässig wie ein rasender Zug,
der Schatten und kalte Steine ohne Unterlaß heranschleppt.
Deshalb, Geliebte, unterwirf mich der reinen Bewegung,
der Ausdauer, in deiner Brust mit den Flügeln
eines Schwans unter Wasser schlägt,
damit auf des Himmels gestirnte Fragen
unser Traum mit nur einem Schlüssel antworte,
auf eine Tür, vom Schatten verschlossen, zeige.
Pablo Neurda (aus: Hunrig bin ich, will deinen Mund / Liebessonette, hrg. und übersetzt von Fritz Rudolf Fries, Luchterhand, 1997)
Irgendwann gestern Nacht hat es angefangen. Kräftiger, harter, unaufhörlicher Regen. Und heute, immer wieder …rain …tiefe, dunkle Wolken, die wenig Hoffnung auf Sonne geben … und es macht mich depressiv, jedes Mal … diese Kälte, die Nässe … depressiv und unglücklich …
Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen höre ich heute einige dieser Songs:
Bob Dylan / “Buckets of Rain”
Peter Doherty/ “I am the rain”
Gun´s Roses / “November Rain”
Led Zeppelin /“The Rain Song”
Gene Kelly/ “Singin´ in the rain”
Molly Johnson/ “Rain”
Johnny Rivers/ “Summer Rain”
Eurythmics / “Here comes the rain again”
Beta Band / “Dry the rain”
Duffy / “Rain on my parade”
Prince/ “Purple Rain”
Ryuichi Sakmoto/ “Rain”
Move/ “Flowers in the Rain”
Tom Waits/ “Rain Dogs”
Herb Albert/ “Making love in the Rain”
Eminem / “Rain Man”
Pink / “I have seen the rain”
Zum Schluss ein Lied, das mich vielleicht etwas aus meiner Niedergeschlagenheit ( hmm, “Niederschlag” …) befreien könnte …
Heute ist mein Kopf wieder leer. Keine Ideen. Auch wenn das rein logisch ja gar nicht geht, diese Kopfleere, meine ich, weil man ja ständig denkt. Noch nicht mal meditativ lässt sich dieser Zustand erreichen. Nichts denken ist unmöglich. Genauso wie man sich das Nichts, das absolute Nichts nicht vorstellen kann. Ja, es ist vollkommen absurd. Auch die Frage was “davor” war. Der Anfang allen Seins und so weiter. Aber diese Fragen sind ja nicht neu, und ich vermute, dass sie sich Jede/r schon mal gestellt hat … und was bleibt, als Erkenntnis ? Hmm, vielleicht, dass zumindest die Zukunft einigermaßen denkbar ist, solange man selbst versucht, sie positiv zu beeinflussen …
Was ich gehört habe ? The Paddingtons – First comes first
1. Louis Sachar “Kleine Schritte”
2.Gwendoline Riley “Cold Water”
3.Jim Lynch “Gefährliche Gezeiten”
4.Miriam Weinstein “Jiddisch- Eine Sprache reist um die Welt”
5. Diablo Cody “Nackt”
6.Michael Chabon “Sommerland”
7. Dan Rhodes “Lady Di oder Das kleine weiße Auto”
8.Victor Klemperer “LTI – Notizbuch eines Philologen”
9. Dave Eggers (Hrg.) “The Best of McSweeney´s”
10. Marjane Satrapi “Persepolis”
Was ich gehört habe ? Graham Coxon “Bittersweet Bundle of Misery”
Ein wirklich magischer Moment, wenn du etwas zum allerersten Mal liest, hörst oder tust. Du spürst, dass es ein unwiederbringlicher Augenblick ist, wie eigentlich alles auf der Welt, oft nur ein paar Minuten andauernd, und du würdest am liebsten die Zeit wie ein Kaugummi in die Länge ziehen. Irgendwie macht es dich natürlich dann melancholisch.
Einen dieser seltsamen und seltenen Momente hatte ich vor ein paar Minuten, als ich dieses Lied hörte:
Natürlich ist mir Beth Ditto schon vorher ein Begriff gewesen. Aber irgendwie habe ich sie trotzdem nur beiläufig wahrgenommen. Von der Statur wohl bei Adele und Co. anzusiedeln ( Adele ist auch eine der Sängerinnen, die ich bewundere). Und komisch, dass korpulente Frauen meist eine absolut opulente Stimme haben. Ok, Beth Ditto, also, oder besser gesagt, “Gossip”, die Band, mit der sie unterwegs ist, hat natürlich noch ein anderes großes Plus zu bieten: ihre ungehemmte körperliche Power. Diese Frau rockt, hat mehr Klasse und mehr Style als 1000 Britney Spears, oder um ein etwas adäquateres Beispiel zu wählen: Amy Winehouse … hm, obwohl Amy durchaus auch ihre stimmlichen Qualitäten hat. Aber irgendwie bin ich es müde, statt musikalischer News nur Abstürze und Skandale geliefert zu bekommen. Und irgendwie hab ich mich an Amy auch längst satt gehört … und satt gelesen … irgendwie ist sie ja allgegenwärtig …
Beth bzw. Gossip hat etwas vollkommen Explosives, mitreißend Dynamisches … also wer da nach ein paar Sekunden nicht Lust bekommt, auf irgendeine Art ein eigenes Rhythmusgefühl zu entwickeln ….
Ok, genug des Lobes … Beth ist einfach nur übergalaktisch, und Jarvis Cocker (ob mit oder ohne *Pulp*) sowieso… Komma, Punkt und aus !
Außer dem extrem windigen Wetter gibt es nichts wirklich Neues zu berichten. Mein Sohn hat heute wieder bei mir übernachtet, wir waren schwimmen, haben ne DVD geguckt, zu viel gegessen, versucht Donald Ducks` Auto (schlechtester MM-Bastelbogen ever !) zusammen zu kleben, mussten irgendwann frustriert aufgegeben und sind stattdessen dazu übergegangen, PlayMobilRitter mit einen Katapult zu erlegen (ok, nicht gerade die feine Art, aber irgendwie mussten wir ja unsere missglückte „Donalds 313- Autobastelaktion“ kompensieren).
Hmm, vor einer Viertelstunde ist Alice gekommen, hat unseren Sohn abgeholt. Sie sah völlig kaputt aus, apathisch, klagte über Kreislaufprobleme …und war vielleicht nicht nur deshalb sehr wortkarg …
Jetzt bin ich also allein … komisches, leeres Gefühl … auch nichts Neues …aber immer wieder wie ein Schnitt mitten durchs Herz …
Was ich gehört habe ? Baby Shambles „The Blinding“
Wieder mal ist es spät geworden. Der Knoten in meinem Kopf ist fester als sonst, und meine Gedanken und Gefühle sind wie hinter einem blassen, nebligen Spiegel gefangen. Ich kann sie sehen, aber nicht anfassen. Schwer zu erklären. Außerdem lasse ich mich heute zu sehr ablenken, surfe im Internet nach alten und neuen Blogs, lese online ein paar News, esse nebenbei ein paar GoudaBrote (45 % Fett), obwohl ich eigentlich eine kurze Diät einlegen wollte (immerhin wiege ich schon über 73 kg und fühle mich extrem fett … ähm, bin ich jetzt etwa körpergestört, oder wie man das nennen soll ?) …
Hmm, jedenfalls hab ich heute ein kleines Geschenk von einer französischen Dame bekommen, DIAM´s … ich konnte ich ihren neusten Song (über 9 Minuten lang !)gratis downloaden …
vielleicht versucht Ihr es auch einmal . ..http://www.diams-lesite.com
Hier der neue Diam´s Titel in voller Länge. Auch nach dem 1000. Mal Anhören immer noch beeindruckend…:
Frage: Warum können nicht in allen Büchern für >young people> so wunderbare Sätze wie dieser hier stehen ?:
“ My dad drinks too much and my mom eats to much, which pretty much sums up why I am the way I am: a knotted mass of anxiety, a walking cold sweat.“
( Mary Hogan: The serious Kiss; HarperCollins, 2005)
Was ich gehört habe ? My Brightest Diamond …“The Robin´s Jar“
Spanisch war irgendwie nicht meine Sprache, und somit versuch ich´s nun mal mit Schwedisch. Ist hoffentlich nicht so schwer, und soweit ich das verstanden habe, ähnelt Schwedisch auch in gewisser Hinsicht dem Deutschen. Wahrscheinlich werde ich am Schluss dieses Sprachlehrgangs ( mit Hilfe von zwei AudioCDs und dem entsprechenden Lehrbuch “Pons Powerkurs: Lernen Sie schwedisch in 4 Wochen) nur dazu fähig sein, das Katalogangebot von Ikea besser zu verstehen, die ersten zwei Seiten Pipi Langstrumpf im Original zu lesen, oder – im besten Fall- eine einfache Konversation mit netten Schwedinnen zu führen… außerdem: In Nürnberg Stinas oder Märtas zu treffen ist um einiges schwerer als nachts um 3.00 in Stockholm einer Gruppe deutscher Touristen über den Weg zu laufen …
Naja, mal sehen, jetzt muss ich erstmal täglich wieder etwas selbst motivieren, und die ersten Lektionen hinter mich bringen …
Was ich gehört habe ? Lesbians on Ecstasy “Sedition”
Heute habe ich mir mal Gedanken über meine literarischen Wurzeln, oder wie immer man das nun nennen mag, gemacht. Also Autoren und Autoren, die mich besonders beeinflusst und geprägt haben. Es ist allerdings wieder eine etwas merkwürdige Auflistung geworden. Um das Ganze etwas zu strukturieren, habe ich die jeweiligen Autoren in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Hinter dem Autorennamen taucht dann auch gleich das für mich wichtigste Werk auf. Bei vielen Buchstaben hätte ich am liebsten gleich mehrere Schriftsteller/innen nennen wollen. Manche Entscheidung ist mir echt nicht leicht gefallen. Auch die Auswahl des besten Buches war mit einigen unschönen Qualen verbunden. Aber egal …(kennt übrigens jemand von Euch Autoren mit X …irgendwelche Griechen/ Griechinnen vielleicht ?)
Auster, Paul / Moon Palace
Bernhard Thomas “Gehen”
Cioran, E.M. “Syllogismen der Bitterkeit”
Dostojewski , F. “Der Idiot”
Ellory , James “Clandestine”
Ford, Richard “Independence Day”
Goytisolo, Juan “Landschaften nach der Schlacht”
Hermann, Judith “Nichts als Gespenster”
Ionesco, Eugène “Die Nashörner”
Jandl, Ernst “der gelbe hund”
Kristof, Agota “Le grand cahier”
Lowry, Malcolm “Under the Volcano”
Miller, Frank “Sin City”
Nabokov, Vladimir “Pnin”
O´Nan, Stewart “Snow Angels”
Perec, Georges “Das Leben Gebrauchsanweisung”
Queneau, Raymond “Zazie dans le métro”
Roy, Arundhati “Der Gott der kleinen Dinge”
Sartre, Jean-Paul “Les jeux sont faits”
Toole, John Kennedy “A Confederacy of Dunces”
Updike, John “Rabbit, Run”
Villon, Francois “Das große Testament”
Winkler, Josef “Der Leibeigene”
X (?)
Yoshimoto, Banana “Kitchen”
Zola, Émile “Thérèse Raquin”
Was ich gehört habe ? The Gossip „Standing in the way of control“
Du gehst sagst du
nur ein Stück
noch winkst du
über die Schulter
greifen Sterne
und die Nacht
nach dir
nur ein Stück
sagst du
geh mit mir
vielleicht lächelnd,
ein nächstes Mal
sagst du
gibt es nicht
eine bessere
weil andere Welt
vielleicht,
alles wird
so still
wenn du willst
der Lauf der Dinge
sagst du kann man
aufhalten
Tränen, sagst du
können
Flüsse austrocknen
wenn du willst
kannst du mir folgen
sagst du
später
wenn die Nacht wieder
den Tag verdrängt
sich weitet
und du begreifst
vielleicht
bleibt am Ende nur
ein ja
nicht ein warum …
(Was ich gehört habe ? Georg Philipp Telemann – “Bergerie“)
Gefühlte 30 Grad im Schatten. Mindestens. Zeit: Kurz nach 14.00 Uhr . Ort: Sportplatz, neben einem Schulhort irgendwo in Nürnberg. Soccer-Turnier. Er trug ein blaues Trikot mit einer weißen Nummer 8 und sah schon nach ein paar Minuten auf dem Spielfeld total verschwitzt aus. Er sei in der Abwehr, sagte er stolz zu mir. Schon Wochen vorher hat er mir immer wieder von diesem großen Ereignis berichtet. Ausgerecht mir, der ich absolut keine Ahnung von Fußball habe. Hat mich noch nie sonderlich gereizt. Aber weil ich ihm versprochen habe, heute dabei zu sein, tat ich so, als würde es mich brennend interessieren. Alice und ein paar andere Mütter waren auch da. Einige von ihnen standen am Spielfeldrand und jubelten euphorisch. Ich dagegen langweilte mich zu Tode, versuchte mir aber nichts anmerken zu lassen. Mir war heiß, ich war fertig und wollte eigentlich nur noch nach Hause. Alice war genauso fertig, hatte heute Frühdienst und legt sich irgendwann müde auf eine der schattigen Bänke und macht die Augen zu, schlief beinahe dabei ein. Das kann sie echt gut. Innerer Rückzug, oder so ähnlich.
Alles in allem war es ein ziemlich chaotischer Spielverlauf, mein Sohn hatte fast keinen Ballkontakt und wurde schon nach ein paar Minuten, beim allerersten Spiel (insgesamt gab es zwischen 4 Mannschaften und 4 oder 5 Begegnungen von ca. je einer Viertelstunde) ausgewechselt. Klar, dass er wahnsinnig frustriert war, und auch klar, dass er sich weder von Alice noch von mir trösten lassen wollte. Er saß nur da, Knie vors Gesicht gezogen und weinte. Irgendwie reagiert er in solchen Situationen genau wie ich: er will einfach allein und in Ruhe gelassen werden. Sonst nichts. Keine Umarmungen und auch keine beruhigenden Worte. Und wenn mein Sohn weint, bin ich sowieso machtlos, weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Wahrscheinlich weil ich immer mich sehe, ja, es ist so, als würde ich versuchen, mir selbst Mut zuzureden, aber stattdessen treibt mich dieser Zustand immer weiter in die innere Isolation. Und jeden Versuch den ich unternehme, um den Anderen (und somit auch mich) zu befreien, endet in noch größerer Deprimiertheit.
Jedenfalls war irgendwie durch diesen für ihn empfundenen Rauswurf alles vorbei. Auch ich empfand es als Demütigung, nach so kurzer Zeit schon das Spielfeld verlassen zu müssen. Den restlichen Verlauf des Turniers wirkte er abwesend, ab und zu freute er sich kurz, wenn seine Mannschaft ein Tor schoss. Aber ich merkte deutlich, dass er sich das Ganze anders vorgestellt hatte. Sie spielten einfach nicht nach seinen Regeln. Und immer wenn er kurz davor war, den Ball zu bekommen, und ihn dann tatsächlich auch bekam, kickte er ihn voller Anspannung willkürlich in irgendeine Richtung. Egal wohin, Hauptsache wegschießen. Genauso wie ich diesen verdammten Ball auch immer möglichst weit schoss. Fußball war einfach nicht mein Sport, und wird es auch nie werden, schätze ich. Aber egal. Was ich eigentlich sagen wollte: Für mich war mein Sohn heute der absolute Held. Nicht, weil er nicht Fußball spielen konnte, sondern weil er so war, wie er ist. Genau wie ich.
Und deshalb widme ich heute diesen Beitrag nur ihm, meinem all_time hero …:
The King of Queens
Was ich gehört habe ? Sein “Lieblingslied” : Queen “We will rock you”
„Alex griff sich eine große Flasche polnischen Wodka vom Sideboard, packte sie am Hals und richtet sie auf Joseph Klein. In der Flasche dümpelte ein gelber Faden Bisongras und stieß immer wieder gegen den Hals. „Siehst du das hier? Zehn Punkte für die richtige Antwort. Was ist das?“ – „Das ist polnischer Wodka. Was? Was soll ich sagen? Was – das ist ein Getränk? Was?“ – „Ja, aber nicht nur. Es ist ein Getränk, ja. Aber überleg noch mal. Wir wollen doch unser Studium nicht vergessen. Wir wollen doch unseren LUDWIG WITTGENSTEIN nicht vergessen. Wie war das noch mal mit dem Wesen der Proposition?“ – „Alex – krieg dich wieder ein – nein, nein, also gut – beruhige dich – okay, okay. Die Bedeutung einer Proposition liegt in ihre Gebrauch.“ – „Also?“ – „Die Flasche könnte als Waffe gebraucht werden.“ – „Zehn Punkte! Wir trinken jetzt so viel davon, dass wir so richtig unzivilisiert werden. Und dann, wenn wir unzivilisiert sind, zieh ich dir eins über den Schädel. Hiermit. Mein Freund. Mein lieber Freund aus Kindertagen. Verstanden? Haben wir uns verstanden? Wir werden so eine Art Wrestling-Kampf machen. Das ist ein Ehrenwort auf meinen Schein(…)Das ist ein Gebot.“
zitiert aus: Zadie Smith, Der Autogrammhändler, Droemer, 2003
(Was ich gehört habe ? Bikini Kill „Suck my left one“)
Da in ein paar Minuten mein personal hero hier auftauchen wird und ich bis dahin noch ein wenig das *casa del chaos* aufräumen möchte, hab ich heute nicht wirklich Zeit, um in Ruhe zu bloggen. Aber es ist auch nichts Interessantes passiert …
Unsere Tochter geht heute übrigens mit Alice zum *SilbermondKonzert* nach Bad Abenberg …irgendwie überhaupt nicht meine Musik …
Was ich gehört habe ? Andrew Bird „Measuring Cups“
Morgen soll es endlich wieder soweit sein: offizieller SOMMERANFANG. Der längste Tag des Jahres. Und trotzdem ist mir nicht nach Sommer zumute. Es ist definitiv zu kühl, heute höchstens 18 Grad, noch nicht mal Eisessen macht Spaß. Und Freibad kann man bei den Temperaturen auch vergessen. Außer man ist abgehärtet …
Wahrscheinlich wird es wieder so wie im letzten Jahr, ziemlich regnerisch und kühl. Soweit ich mich erinnern kann, war der August eine einzige Katastrophe. Bin ich meteorologisch jetzt zu fatalistisch oder einfach nur durch Erfahrung etwas klüger …?
Oh my goooood, jetzt poste ich schon übers Wetter …
Und hier wieder mal ein paar Suchbegriffe, unter denen dieser Blog gefunden wird. Und wie immer wundere ich mich ein bisschen, welche abstruse Fantasie manche Menschen haben (oder enthalten meine Einträge wirklich soviel Obszönes und Zwielichtiges ?):
1.hemmungsloses abgleiten außereheliche
2. yves sahner stringtanga
3. welchen sport übt tania (cécile de france) ?
4 rot blau karierte billig tasche louis vu
5.buserant
6.puserant
7.vergissmeinnicht, maske, fassade, äusser
8.fagina küssen
9. geschlechtsverwandlung
10. Playboy tattoos schablone fur wende
Was ich gehört habe ? Richard Ashcroft “Break the night with colour
Eigentlich wollte ich diesen Film nicht sehen. Auch wenn Sean Penn und Benicio del Toro mitspielen, habe ich sehr lange gezögert. Das Grundthema des Films war mir zu traurig, zu ausweglos und düster.
Schließlich geht es um Tod, um das Leben der “Hinterbliebenen“, um Schuldgefühle, um Rache, ganz einfach eine sehr breite Palette meist nicht mehr zu kontrollierender Emotionen.
Und nach ca. 120 Minuten hat sich meine Vorahnung bestätigt. Dieser Streifen ist genau das …. und noch viel mehr. Und ich muss gestehen, dass ich wieder einmal zu große Angst hatte. Angst etwas sehen zu müssen, das mich so tief berührt, dass es mich innerlich zerreißen könnte. Und das hat er dann auch, wie erwartet war und bin ich immer noch erschüttert von der Menschlichkeit der Figuren. Von der Glaubwürdigkeit der Figuren. Ein sehr verschachtelter, anfangs vielleicht etwas sperriger Film, der sehr nah an die einzelnen Charaktere rangeht. Und einer der besten Filme dieses Jahres, den ich leider nur auf DVD angeguckt habe:
Der Tod und alles was damit zusammenhängt, ist momentan ein sehr zentrales Thema bei mir. Keine Ahnung, warum das so ist. Aber ich lese und höre und sehe leider auch sehr viel, was mit dem unmittelbaren, und meist auch qualvollen Sterben zu tun hat. Unheilbare Krebsgeschichten, Todessehnsüchte, und auch vollzogener Freitod, und gestern dann dieses unglaubliche Amateurvideo von der getöteten 19-jährigen Demonstrantin (die dem Geschehen nur *passiv* beiwohnte) in Teheran, von der ich nur ein paar Fotos betrachten konnte. Es ist unglaublich, dass die Welt sich einfach weiterdreht, dass nichts geschieht um diesen Wahnsinn irgendwie zu stoppen und dass unsere Politiker nur wieder Betroffenheit und allgemeines Mitgefühl bekunden können. Sicher, ich weiß auch keine Lösung, um diesen Konflikt zu lösen, aber irgendwas sollte trotzdem geschehen…
Was ich gehört habe ? Andrew W.K. „She is beautiul“
unausgesprochene
fleischgewordene
Wahrheit
lange
entzeitet
verzweifelt
faserlos
sind es
die Körper
die uns Schutz
gewähren
wir allein
zusammen
gegen
unser Herz
abseits der Welt
und
in uns
vereint
sich eine
bittersüße Lüge
ein Kuss
entspringt
gerinnt
gegen
unsere
Gefühle
Schweigen
Denken
Atmen
in der Stille
Abschied
der nun ein Anfang ist
Ja, so komisch es klingt. Diesmal hat es mich erwischt. Wirklich erwischt. Ich weiß noch nicht wie alles passiert ist, es ging verdammt plötzlich…Es ist ein überwältigendes Gefühl … unbeschreiblich … und ich hoffe, dass es noch sehr lange andauern wird …
Was ich gehört habe ? Molly Johnson „Northern Star“ …
Es ist verrückt, aber ich glaube, diesmal hab ich meinen Herzmenschen wirklich gefunden … mein weibliches Äquivalent. Nach mehreren Affären, immer wieder vergeblichen Versuchen lieben zu wollen, kam kurz davor immer das Aus … es kam fast immer von mir, ich zog die Reissleine, ich war derjenige, der plötzlich nicht mehr weitergehen konnte … und ich habe damit sehr vielen Leuten weh getan, Frauen, die nicht nur wunderbar, sondern auch einzigartig waren, die genauso auf der Suche nach Wärme und Zuneigung waren, seelisch gezeichnet, nicht heilende Wunden an Seele und Körper, es waren Frauen, die mich geprägt haben, mich begleitet haben auf meiner deprimierenden Reise nach der verlorenen Liebe, nach mir selbst … ich denke, ich wollte nur das abhanden gekommene Gefühl des Verliebtseins spüren, nicht die Liebe selbst, weil sie für mich ein zu großes Risiko darstellte … es war ein pathologisch verzweifeltes Beinahe-Verliebtsein , nie die Kraft, volles Risiko eingehen zu wollen …ja, es lag eindeutig an mir … und es tut mir unendlich leid für diejenigen, die mich während dieser Zeit ertragen mussten, meine Niedergeschlagenheit, mein Schweigen und meine inneren Dämonen … ich war einfach noch nicht bereit, mich vollkommen fallen zu lassen, wieder ein Vertrauen herzustellen, Zuversicht zu zeigen und auch zu geben, gleichbleibende Emotionen …immer stand Alice wie eine unsichtbare Wächterin hinter mir, flüsterte mir Warnungen ins Ohr … sie blockierte mich, in allem, was ich tat …ich blockierte mich …
Diesmal aber ist es anders, das spür ich … es ist eine andere, intensivere “Verliebtheit” … eine viel stärker wahrnehmbare Kraft …und Alice existiert plötzlich nicht mehr in meinem Denken, so als wäre sie ausgelöscht worden, oder hätte sich bewusst entfernt …
Natürlich besteht immer noch die Gefahr des Rückfalls, der Schwermut und Verzweiflung, diese an manchen Tagen allgegenwärtige Traurigkeit … diese verdammten Selbstzweifel … nur diesmal will ich es schaffen ….wenn es sein muss, auch wieder kämpfen …
Unsere Liebe ist noch sehr jung … wie ein frisch aus dem Ei geschlüpftes Küken, das unsicher neues Terrain erkundet … deshalb möchte ich auch nicht zuviel preisgeben … aber Ihr werdet bestimmt in nächster Zeit viel von ihr und mir lesen … nennen wir sie Natalie …dieser Name passt zwar nicht so richtig zu ihr … aber ein besserer fällt mir gerade nicht ein … sie nennt mich übrigens “mein Stern” … und ich würde sie gern “flame”, die Flamme, nennen, es klingt irgendwie “indianisch” und weil sie für mich Licht und Hoffnung symbolisiert, aber irgendwie gefällt ihr dieser Name nicht …vielleicht werde ich sie ab und zu in diesem Blog so nennen ….FLAME … hoffentlich eine Flamme, die sehr lange brennt …
Natalie ist in manchen Dingen anders als ich, defensiver, herausfordernder und zielbewusster …aber trotzdem haben wir das Wichtigste gemeinsam: unsere Leidenschaft, dieses innere Feuer, eine sehr große Zuneigung ..manchmal denken wir schon synchron …verstehen uns ohne Worte …und doch gibt es etwas, das unsere Liebe zu Fall bringen könnte …aber das will ich weder schreiben noch denken … falls diese Hürde nicht genommen werden könnte, wäre es Schicksal oder Karma, oder beides …
Liebe scheint bei mir immer etwas mit Schmerz zu tun zu haben. Mit Zweifeln. Und mit Verlustängsten.
Tausend Fragezeichen, die wie ein riesiges Damoklesschwert über meinem Kopf hängen, und mich traurig werden lassen. Liebe ist die Sehnsucht und das Verlangen, ein nie enden wollendes Gebet eines Ungläubigen, der einfach nur zu viel nachdenkt. Der seine Vergangenheit mit sich trägt, ein sperriges Gepäckstück, das er nicht von der Klippe stoßen kann.
Ich stehe an dieser Klippe, an einem Abgrund, am Anfang und doch bereits mittendrin. Fühle mich zerrissen, in Ungewissheit allein gelassen. Aber genau das wollte ich ja …
Philippe Ariès, der große französische Mediävist, hat mal einen Gedanken formuliert, der wahrscheinlich auf alle (unglücklich) Liebenden zutrifft: “ Ein einziger Mensch fehlt dir, und die ganze Welt ist leer.” Genauso fühle ich mich jetzt und bin im Gedanken bei ihr, bei *flame*, die ich von genau 24 Stunden das letzte Mal sehen durfte, in ihren Armen lag, ihre Stimme, die leise zu mir sprach …sie fehlt mir unwahrscheinlich.
Und ich habe Angst, plötzlich ihr Gesicht, ihr Lächeln, und alles was sie ausmacht, vergessen zu müssen ..so, als wäre es nie passiert ….es ist wie ein rückwärts, gegen mich gerichteter Traum, der mit geladener Waffe auf mein kaputtes Herz zielt …
Ich bin wieder nur auf mich fixiert, auf meine Gedanken und Gefühle,mein verdammtes Selbstmitleid, dabei weiß ich genau, dass auch sie unendlich leidet und wie ich eigentlich nicht richtig weiß, ob und wie es mit uns weitergehen soll …
Dabei ist alles, was wir brauchen, Zeit …einfach nur mehr Zeit …
mea maxima
vulva
and
care for me
du lachst
und
baust
deinen Hügel
um mich
legst dich
beugst
deine Gedanken
angewinkelt
tropfendsteife
heiße
Honigfäden über
meinen Rücken
und malst
geheime Zeichen
fremder Sprachen
wandern
auf meiner Haut
die Wirbelsäule
sagst du
eine erogene Zone
und lachst
vom Leben
überwältigt
wieder und wieder
die Augen
geschlossen
dein Hals
unsere Körper
trocknen
unsere Seelen
können
das Verlangen
die Sehnsucht
reinwaschen
für einen kurzen
Moment
Stille
Verlegenheit
in der wir unsere
Haut
wieder wittern
ozeanhelle
Himmel in uns
verdecken
die Sicht auf
farblose Fragen
dessen Antwort
wir vergessen
nichts
was besteht
was bleibt
davor und danach
als du
dein Lachen
…
mea culpa …
(Was ich gehört habe ? Melody Gardot “ Love me like a river does“)
Die Liebe zu FLAME ist größtes Glück und größtes Unglück. Wir lieben uns und trotzdem ist da noch eine Sache, die zwischen uns steht. Und eine Lösung ist nicht in Sicht. Es ist ein langsam schmerzhafter Prozess … mit jedem Tag wird unsere Liebe größer, aber auch unsere Zweifel, ob es mit uns überhaupt klappen könnte …
FLAME zu lieben, heißt sich Herausforderungen zu stellen. Es ist ein kleiner Kampf, den wir führen. Wir kämpfen ohne strategischen Plan, ohne militärische Mittel um das wichtigste überhaupt. Es ist ein verzweifeltes Bestreben, ein Suchen nach einer Lösung, von der wir sicher sind, sie nicht finden zu können. Wir haben beide unsere negativen Erfahrungen gemacht, sind auf ähnliche Weise enttäuscht worden und dadurch transparent und verwundbar … manchmal kommt FLAME mir sehr gefasst und defensiv vor, was wohl an ihrem Beruf liegt … dann aber wieder ist sie sehr verletzlich, anschmiegsam und liebesbedürftig … genau wie ich … wir sind gleich… in unseren Gefühlen, in dem was wir denken … und doch auch verschieden … es ist ein Traum und ein Alptraum … nein, das ist es nicht … es ist vollkommen anders als alles, was ich bisher erleben durfte …anders, weil es einfach besser ist …anders, weil ich endlich wieder Gefühle zulassen kann …ich war verschüttet, unter 1000 Trümmern begraben und kriege endlich wieder Luft … Luft zum Atmen und Luft, um wieder lieben zu können … nicht nur ein vages und dumpfes Gefühl …nein, ich merke wieder, wie sich Liebe anfühlen muss … mit welchen Schmerzen Liebe verbunden ist …und mit welcher Erregung …
Ja, es ist tatsächlich aus … genau um 19.45 Uhr hat sie sich von mir verabschiedet … für immer.
Wir konnten uns noch nicht mal persönlich gegenüberstehen, uns in die Augen sehen, uns ein letztes Mal umarmen … es war nur ein virtueller Abschied. Das ganze hat noch nicht mal 10 Minuten gedauert.
Der Grund, der zu diesem Aus führte, ist so unwahrscheinlich banal und absurd: Es sind meine Kinder, die sie nicht mit sich und ihrem und unserem Leben vereinbaren könnte. Sie wäre nicht an erster Stelle, so hat sie sich mal ausgedrückt, sondern die Kinder würden immer “zwischen” uns stehen. Ein für sie unfassbarer Gedanke. Naja, sie hat dennoch versucht, irgendwie für sich eine Lösung zu finden, alle Vor- und Nachteile gegenüberzustellen, abzuwägen … aber letztlich haben ihre Prinzipien doch gesiegt, waren stärker als ihre Bereitschaft, es trotzdem mal zu versuchen.
Ich fühle mich jetzt tot, so wie damals, als Alice mir gesagt hat, dass sie sich von mir trennen möchte. Das einzige was mir bleibt, ist dieser Eintrag, denn wenn ich schreibe, das Geräusch der Tasten höre und meine Finger mechanisch über die Tastatur gleiten lasse, kann ich die Einsamkeit etwas verdrängen … das, was danach kommt, vielleicht ein kleines bisschen hinauszögern …
Merkwürdig, diese plötzlich wieder gewonnene Stille und Verlassenheit. Ok. ich lebe noch … mein Herz schlägt nur an der falschen Stelle. Mein ganzer Oberkörper zieht sich so langsam zusammen, nun, wo der Schmerz sich vom Kopf aus auf den Rest des Körpers ausdehnt … sich wie ein bleischweres Tuch über mich wirft … und ich nach und nach wieder mein “normales”, altes Bewusstsein erlange. Und ich erkenne, dass ich erneut allein bin … mit meinem Selbstmitleid und mit der dumpfen Gewissheit, dass ich nie mehr so stark lieben kann. Nie mehr echtes Vertrauen entgegen bringen kann.
Ich spüre jetzt, wie sich andere gefühlt haben. Frauen, die ich auf ähnliche Weise verletzt habe. Frauen, die ich nicht lieben konnte, weil ich mich noch nicht bereit gefühlt habe. Noch nicht diese innere Grenze überschreiten konnte … bei FLAME konnte ich es plötzlich, hatte ich auf magische Weise diese Sicherheit …konnte mich vergessen und wieder ich selbst sein …
Das Schlimme ist, ich weiß, ich werde wieder rückfällig werden, mich kraftlos und reumütig wieder zu der Person begeben, mit der alles angefangen hat, und mit der dann wohl auch alles enden wird: ALICE. Sie ist mein Schicksal, mein wahrer, tief sitzender Schmerz … meine offene,nie ganz verheilende Seelenwunde …
Nein, es gibt definitiv kein Zurück mehr . Das hätte mir von Anfang klar sein sollen. Sie hat es mir schon bei unserem ersten Treffen gesagt. Dass es für sie undenkbar wäre. Sie könne mich niemals mit meinen Kindern “teilen”. Sie könne sich nicht vorstellen, wie es sei, mit mir und den Kindern zusammen sein zu müssen. Es hätte sie eine viel zu große Überwindung gekostet. Die Kinder wären ihrer Meinung nach immer zwischen uns gestanden, und es hätte deshalb immer wieder Streit gegeben. Sie kenne sich und ihr Verhalten, es würde auf Dauer mit uns einfach nicht funktionieren.
Seit gestern Abend bin ich wie betäubt, kann keine klaren Gedanken mehr fassen. Befinde mich unter einer Glasglocke. Absolutes Vakuum. Auch meine Gefühle sind wie vereist. Ich versuche, den Schmerz so lange es geht zu unterdrücken, ihn nicht zuzulassen und doch wird er mich irgendwann packen. Retardiert und vielleicht umso heftiger.
Es ist heiß draußen, die Sonne scheint, doch ich spüre nur Kälte und Dunkelheit. Überlasse mich wieder meinem Selbstmitleid. Später werde ich mich therapieren, indem ich abwechselnd ein paar Kapitel “Liebeswut”(Fernanda Eberstadt), “Ways to live forever” (Sally Nichols) und “Eden” (Yael Hedaya) lese, mir zwischendurch “Angela” (Luc Besson) oder “Gomorrha”(Matteo Garrone) auf DVD anschaue, um hinterher so zermürbt und entkräftet zu sein, dass ich nur noch eins will: schlafen …möglichst traumlos … und erst dann wieder aufwachen, wenn alles vorbei ist …
Aber das muss aufhören. Dieses Jammern und dieser öffentliche zur Schau gestellte Schmerz. Ab morgen will ich wieder “normal” sein. Meinen Blog ein bisschen umgestalten und endlich wieder ein paar comments abgeben.
Was ich gehört habe ? Elina Garanca “Aria Cantilena” (Bachianas brasileiras)
Na, wie findet Ihr mein neues Design … zu floral … ein bisschen zu grün (ich mag Olivfarben nun mal) … oder augenfreundlich und akzeptabel ? Besser oder schlechter als das alte Theme ?
Naja, ich muss jetzt sukzessiv noch paar Dinge auf meinem Blog ändern … neue Links hinzufügen … mir ein paar neue Kategorien ausdenken… so nach und nach wird sich da wahrscheinlich einiges ändern …
Ok, das nur so als ZwischenPost … der *richtige* Eintrag kommt in ungefähr 30 Minuten …
Dieser Begriff ist mir gestern eingefallen, als mir bewusst wurde, dass ich so extreme Gefühle habe. Atypische Gefühle vielleicht. Emotionen, die eigentlich nicht so sehr zu einem männlichen Wesen passen. Zugegeben, verweiblicht klingt zuerst einmal negativ, so wie verweichlicht oder wehleidig. Bei mir sind es einfach zu viele Attribute, ein ganzer Haufen von vielleicht nie ganz klar auszumachenden Faktoren, die dazu führen, dass ich mich nicht dazugehörig fühle. Zu diesem *Club der Testosteronen*.
Es hat eine seelische Veränderung mit mir stattgefunden … eine allmähliche Feminisierung. Irgendwie habe ich mich nie als maskulin wahrgenommen, schon als Kind nicht. Und meine Mutter wollte immer ein Mädchen. Ein adäquates Ebenbild ihrer Selbst. Ok., es hat bei ihr zum Glück keine hemingwaysche Ausmaße angenommen. Ich wurde nie gezwungen, Mädchenklamotten zu tragen. Aber irgendwo war dennoch ein ungewolltes Kind. Ich habe mich nie angemessen verhalten. War hyperaktiv, mürrisch, verschlossen und sehr menschenscheu. Ich lebte in meiner eigenen verdrehten und seltsamen Welt.
Ich bedauere es, keine Schwester gehabt zu haben. Kein weibliches Wesen an meiner Seite, dann wäre vielleicht Vieles einfacher und leichter gewesen. Man hätte ein Team bilden können, ein unschlagbares Team, weil man trotz aller geschwisterlichen Streitigkeiten in den entscheidenden Momenten zusammengehalten hätte. Und wir hätten bestimmt rebelliert gegen unsere Eltern. Es lief einiges bei ihnen schief. Fast täglich lieferten sie sich eine kleine, private Apokalypse. Zum Glück gab es da meine Großtante, bei der ich die meiste Zeit wohnen durfte. Sie hat mich erzogen, war Mutter- und auch Vaterersatz und die erste Frau, die ich wirklich geliebt habe. Abgöttisch und ohne mir damals darüber im Klaren zu sein, was für eine großartige Leistung sie da vollbrachte. Nicht nur dass sie mich nicht erzog, sondern eher zähmte, mich auf ihre Art beschützte und mir immer die Geschichten vorlas, die ich am liebsten hörte. Märchen. Aus einem alten, zerschlissenen Zigarettenbilderalbum …Ja, sie war einer der selbstlosesten und einfühlsamsten Frauen in meinem Leben … unersetzlich …Manchmal ist sie noch da, und ich halte Zwiesprache mit ihr. Ich kann sie alles fragen, weil sie auf (fast) alles eine Antwort weiß.
Überhaupt hab ich nie wirklich was mit Jungs anfangen können, mit ihren typischen männlichen Verhaltensmustern und Ansichten. Diesen idiotischen Muskelspielen und Mutproben, sich ständig selbst und anderen beweisen zu müssen, wie stark und unerschrocken man ist …
Eigentlich fühle ich mich immer befremdlich in Gegenwart von Männern. Ich weiß nie, welche Themen ich aufgreifen soll. Ich kenn mich weder mit Autos, mit Fußball, noch mit Technik aus. Ich lese nur Bücher, denke zu viel und bin daher geistig auch oft abwesend. Ich könnte mich einen ganzen Abend über Gefühle, Liebe, Philosophie unterhalten, oder einfach nur schweigend dasitzen und Leute beobachten …. bisher habe ich noch keinen Mann gefunden, der diese Dinge mit mir teilen würde, also muss ich mich zwangsläufig mit Frauen *umgeben* … I´m just kidding … aber wenn ich nicht anfänglich so schüchtern und unentschlossen wäre, würde ich bestimmt auch mehr Frauen kennenlernen … so beschränkt sich mein Umgang mit Frauen leider meist auf virtuelle Kontakte, Blogfreundschaften, mails und auch Briefeschreiben … es fällt mir verdammt schwer, reale Bekanntschaften zu knüpfen …
Trotzdem: ohne Frauen kann und will ich nicht leben …
Alice hatte einen Unfall. Nichts wirklich Schlimmes. Sie ist während einer Fahrradtour von ihrem Bike gestürzt und hat sich dabei beide Handinnenflächen aufgeschürft. Aufgeschürft ist vielleicht das falsche Wort, immerhin sieht es sehr blutig und schmerzhaft aus.
Normalerweise hätte ich heute in unserer ehemaligen, gemeinsamen Wohnung übernachten sollen. Alice hätte nämlich Nachtdienst gehabt. Da sie mich aber telefonisch nicht erreichen konnte, um von ihrem Unfall und ihrer Krankschreibung zu berichten, kam ich total unvorbereitet bei ihr an. Sie lag im Bett, vollkommen blass und beide Hände in schneeweißem Verband, ihre Augen starrten mich müde an. Es sah so aus, als hätte sie versucht, sich das Leben zu nehmen. Pulsadernaufschneiden war so mein erster Gedanke. Aber dann würde sie nicht zu Hause, sondern im Krankenhaus liegen. Es war wirklich ein sehr dummer, absurder Gedanke. Denn so was würde sie trotz aller Verzweiflung nie machen. Sie hängt zu sehr am Leben.
Jedenfalls war dadurch meine Anwesenheit nicht mehr dringend erforderlich. Ich darf heute in meiner eigenen Wohnung schlafen, besuche sie und die Kinder aber morgen . Denn Alice darf ihre Händen so wenig wie möglich belasten. Autofahren und schwere Einkaufstüten tragen geht z. B. überhaupt nicht.
Heute hat sie vor lauter Mutlosigkeit angefangen zu weinen, und ich hab versucht, sie zu trösten. So gut es eben ein Noch_EX_Mann (ihre Worte) schafft, eine Noch_EX_Frau zu beruhigen…
1. Captain Corelli’s Mandolin /John Madden
2. Chinese Box / Wayne Wang
3. Prinzessinnenbad / Bettina Blümner
4. Actrices / Valeria Bruno Tedeschi
5. Into the Wild / Sean Penn
6. Combien tu m’aimes? / Bertrand Blier
7. Gomorrha / Matteo Garrone
8. King Kong / Peter Jackson
9. Angela / Luc Besson
10. Persepolis / Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud
ein Vorhang
weinroter Samt
ohne Applaus
entblößt
geteerte
Straßen
und schwarze
Seelenflecken
leuchten
rückwärts
gerichtet
überqueren
wir den Styx
proben unseren
Text
durchstreifen
noch einmal
Kulissen
schieben
auswendig
den Totenwald
der Lebenden
und suchen
die Premiere
das Nichts
auch
Babylon
ist weit
stand auf
dem Schild
und unter uns
der Himmel
begrenzt
die Ewigkeit
ein Schritt voraus
und doch zu weit
nothing´s forever
das weißt du
auch wenn du sonst
vergessen willst
Zukunft ist
Vergangenheit
nur so ein Slogan
alles ist unendlich
und die Liebe
wenn du willst
ein Tal
der Verwüstung
du wiederholst dich
und ich
glaube dir
irgendwann …
Alice fliegt heute nach Schottland, Edinburgh. Kommt erst Sonntag Nachmittag wieder. Sie wird dort ihren Freund, P., treffen. Auch ein paar Bekannte von P., bei denen sie dann bleiben können. Deshalb werde ich wieder in der ehemaligen, gemeinsamen Wohnung übernachten. Wegen unserer Kinder. Schon jetzt habe ich ein komisches Gefühl in der Magengegend. Als wäre ich dort ein ungebetener Gast, ein Einbrecher. Ok., es sind auch meine Kinder, aber nicht mehr meine Wohnung. Nur noch Erinnerungen. Aber wäre es woanders besser ? An einem anderen, neutraleren Ort ? Es ist nicht nur die Erinnerungen. Wenn ich meinen Kindern ins Gesicht schaue, erkenne ich darin jedes Mal Alice. In jeder Geste, jedem Lächeln. Alice und mich. Unsere Liebe lebt in unseren Kindern weiter.
FLAME war bisher die einzige Frau, die es schaffte, dieses imaginäre Bild der Selbsttäuschung ins Wanken zu bringen. Mit ihr konnte ich wieder freier atmen. Flame …erloschene Flamme…
Gestern Abend saß ich mit Alice auf dem Balkon. Wir unterhielten uns. Naja, sie sprach und ich hörte im Grunde genommen zu. Irgendwann ging es um Liebe. Und um uns. Warum sie mich nicht mehr lieben könne. Dass sie den Schlüssel zu mir verloren hätte. Und dass sie trotzdem wolle, dass es auch mir gut ginge. Zum Schluss las sie mir ein paar ihrer Gedichte vor. Seit einigen Monaten schreibt sie, wenn sie besonders deprimiert oder glücklich ist, ihre Empfindungen in Form kleiner poetischer Gedanken nieder. In einem schwarzen Moleskine. Annähernd erotische Texte. Worte, die mir fremd sind, weil ich ein Fremder geworden bin. Ich sitze nur im Zuschauerraum, irgendwo in der letzten Reihe, und sehe mir diese bizarre Aufführung an. Es hätte mein Stück sein können, das sie da jetzt spielen. Deshalb spende ich nur müden, zurückhaltenden Applaus.
Ein Wort, das Alice erfunden hatte, das am Anfang eines ihrer Gedichte auftaucht, und das sie immer wieder fasziniert wiederholte: Meerespappelrauschen …
Ja, eine sehr sinnliche Umschreibung, aber mich ließ es irgendwo doch kalt.
Wir tranken Wein, und redeten und redeten. Sie war der Ansicht, dass ich ihr nur zuhören würde, selbst wenig zum Gespräch beitragen. Dabei bin ich jemand, der die Gedanken und Ideen Anderer erst immer noch einmal reflektieren muss, um sie wirklich zu verstehen. Und auch wenn ich selbst rede, suche ich immer nach der bestmöglichen Formulierung, gerate dadurch ins Stocken und meine Worte verzweigen sich …
Schließlich erzählte Alice mir von einem Orgasmus, den sie in einer Disco bekommen hätte, mit einem wildfremden Mann. Er hätte sie, während sie mit ihm tanzte, mit seinen Blicken ausgezogen, und ohne sie dabei auch nur einmal zu berühren, zum Höhepunkt gebracht. Ich will solche Geschichten nicht hören, und auch nicht die Lust in ihren Augen sehen, wenn sie sich an dieses Ereignis erinnert.
Sie sagte auf einmal, dass sie sich Monogamie zur Zeit nicht vorstellen könne. Sie mag die Idee, mehrere Männer lieben zu können. Ich sagte ihr, dass ich unter Liebe etwas ganz anderes verstehe, eine Exklusivität …eine Verbindung bei der es nur zwei Personen geben kann … aber Alice verstand mich nicht, vertrat weiter ihren Standpunkt …. dass man mehrere Männer gleichzeitig lieben könne … zumindest wäre es für sie denkbar …
Erst jetzt merke ich, wie weit sich Alice wirklich von mir entfernt hat …
Mittlerweile habe ich gelernt, zwischen einzelnen Büchern -wie bei einem mehr oder minder interessanten TV-Abend- hin- und her zu zappen. Eigentlich nahm ich an, mich dadurch mental zu überfordern, wenn nicht sogar zu überfüttern. Aber ich fühle mich erstaunlicherweise sehr gut dabei. Keinerlei Beeinträchtigungen, weder geistig noch körperlich negative Auswirkungen. Vielleicht liegt es auch an der breitgefächerten Bücherauswahl. Vom Kinderbuch bis zu dem letzten Werk eines französischen Nobelpreisträgers eine ziemlich bunte Mischung, wie ich finde.
Ok., hier die Bücher kurz mal im Einzelnen vorgestellt:
1. Fernanda Eberstadt “Liebeswut” … Wie der Titel schon andeutet, dreht sich alles um Liebe und natürlich auch um Verzweiflung, Wut und Zerstörung. Da ich bisher aber nur knapp die Hälfte des Opus Magnum gelesen habe ( 320 von ca. 700 Seiten), kann ich noch kein abschließendes Urteil fällen, eines kann ich jedoch bereits jetzt schon sagen: der Klappentext, der eine Kritik von Breat Easton Ellis wiedergibt, ist etwas irreführend, denn das Werk ist alles, nur nicht “wild-erotisch”, jedenfalls nicht im Sinn, wie ich es verstehen würde … es ist erotisch, manchmal auch etwas derb …aber ansonsten …ok., vielleicht ist von dieser emotionalen, überbordenden Wucht im letzten Teil des Buches mehr vorhanden …
2. Sally Nicholls “Ways to live forever” … Hm, das Buch habe ich schon ausgelesen, trotzdem wirken die Worte noch nach, wie ein immerwährendes Echo haben sich manche Kapitel in mein Langzeitgedächtnis eingepflanzt … eigentlich ist es ja ein Jugendbuch. Es geht um einen leukämiekranken Jungen namens Sam, der über die letzten Monate seiner am Ende tödlichen Krankheit berichtet … anhand von Listen, die Sam erstellt, lernt man ihn und seine Welt besser kennen … Listen über Dinge, die Sam vor seinem Tod gerne noch erleben will, wie z.B. einen Weltrekord aufstellen, ein berühmter Wissenschaftler werden oder einen Geist sehen. Und er schafft es tatsächlich, sich all diese “letzten Wünsche “ zu erfüllen …auf seine Weise … und mit Hilfe seines ebenfalls dem Tode geweihten Freundes, der genauso am Leben hängt wie er, gelingen ihm die unwahrscheinlichsten Dinge.
3. Blake Nelson “Paranoid Park” … ebenfalls ein (wohl leider) in die Kategorie fallendes Jugendbuch, immerhin wird es in Deutschland vom Kinder- und Jugendbuchverlag “Beltz & Gelberg” verlegt …darin geht es um einen Jungen, der aus Notwehr einen Menschen getötet hat und nun mit seinem Gewissen kämpft, sich jeden Tag fragt, wie und ob er mit dieser Schuld leben kann …
Den auf dem Buch basierenden Film von Gus van Sant muss ich mir dann wahrscheinlich auch noch irgendwann angucken …
4. Joe Dunthorne “Submarine” … hmm, auch wieder ein Jugendbuch ? Ich weiß es noch nicht … ich weiß nur, dass es unglaublich ironisch und oft auch sehr sarkastisch geschrieben ist und ein wahnsinnig tolles Cover hat …
5. Claude Simon “Die Trambahn” … ein Buch, das mich stark an Thomas Bernhard erinnert … aber nur von der Syntax her; ein geradezu unendlicher Wortrausch, Sätze die kein Ende zu nehmen scheinen und denen eine faszinierende Sprachgewalt innewohnt …
Was ich gehört habe ? Noisettes “ Scratch Your Name”
Vor ein paar Monaten hab´ich an einem Literaturwettbewerb teilgenommen, bin aber nicht unter den Top 10 gelandet (was für mich allerdings auch vorher schon klar war, zum einen wegen der hohen Anzahl der Mitbewerber/innen und zum anderen wegen der doch ziemlich mäßigen Qualität des von mir eingereichten Textes). Aber macht Euch am besten selbst ein Bild:
tiefer
„Unsere Mutter ist schon seit über einem Jahr tot. Nur einen Monat danach starb auch ihr Mann. Einige werteten das als Liebesbeweis. Sie kannten unseren Vater nicht. Und schon gar nicht Romy, die immer noch schwarz trägt.
Wie eine aufsässige Waise hält sie die viel zu große Schaufel in der Hand. Es ist die dritte Nacht, die wir draußen verbringen. Wir haben es fast geschafft. Der Garten sieht jetzt wie eine Mondlandschaft aus. Hundert kleine und große Erdhügel, die sich neben ausgehobenen Kratern türmen.
“Verdammt, Chris, du musst tiefer graben!” Ich habe mich damit abgefunden, dass Romy das Kommando übernommen hat. Sie spricht sehr leise. Das Haus unserer Eltern liegt im Niemandsland. Keine Nachbarn, die uns hören könnten. Außer meinen Schwestern und mir ist kein Mensch hier draußen. Es gibt noch nicht mal eine richtige Straße, die zu diesem Anwesen führt. Unser Vater hielt es für vorteilhaft, ein weit abgelegenes Grundstück zu erwerben. Karen sagt, er sei schon immer ein Zivilisationskritiker gewesen. Romy meint, dass Karen übertreibt. Karen lebt mit ihrem Mann in Wien. Aber Wien darf man nicht mit diesem weltabgewandten Flecken Erde vergleichen.
“Wir sind ägyptische Grabräuber”, sagt Karen. “Und Leichenschänder”, flüstere ich. Romy hält sich den Strahl der Taschenlampe unters Kinn. Sie wirkt noch eine Spur blasser als sonst. “Wenn Vater das gehört hätte”, sagt sie und drückt Karen die Schaufel in die Hand. “Er glaubte nicht an ein Leben nach dem Tod”, sagt Karen. “Er glaubte an überhaupt nichts.“, sage ich. Wobei das so nicht stimmte. Denn auch wenn unser Vater kein Mensch war, der einer Religion anhing, hatte er dennoch eigene feste Glaubensrichtlinien. Daran hielt er bis zu seinem Tod fest. Einer dieser Grundsätze lautete: “Gold ist Macht.” Er hatte eine etwas merkwürdige Aussprache. Er vertauschte immer einzelne Buchstaben. So sagte er statt Geld Gold und statt Leben Lieben. Ich nehme an, ihm war bewusst, welche Verwirrung er damit auslösen konnte. Noch nicht mal unsere Mutter verstand ihn am Schluss mehr. Ab einem gewissen Punkt verstummte er dann ganz. “Vater war ein einsamer Idiot”, sagt Karen. Romy blendet sie nun mit den Strahl der Taschenlampe. “Vater hat uns dieses Leben ermöglicht”. Ihre Stimme klingt lauter. Aber immer noch sehr zurückhaltend. Romy kann nie richtig aus der Haut fahren, das ist ihr Problem. Zum Glück ist Karen hier. Auch wenn sie Romys Zwillingsschwester ist, hat sie trotzdem nicht viel mit ihr gemeinsam. Eigentlich ist Karen mehr wie ich. Wir sind uns beide darüber im Klaren, dass dieses Unternehmen zum Scheitern verurteilt ist. Dass wir nicht den von Romy in Aussicht gestellten väterlichen Schatz finden werden. Wir wollen sie nur nicht allein graben lassen. Aus familiärem Pflichtbewusstsein. Und seitdem sie ständig versucht, sich umzubringen, fühlen wir uns noch verantwortlicher für sie. Ihre Freitodinszenierungen haben aber nichts mit unseren Eltern zu tun. Romy ist schon immer ein Mensch gewesen, der alles zu persönlich nimmt. Sobald sie das Gefühl hat, verlassen und missverstanden zu werden -was in ihren Augen dasselbe ist- unternimmt sie einen weiteren Versuch, sich das Leben zu nehmen. Das letzte Mal vor drei Wochen. Sie gab vor, sich die Pulsadern aufzuschneiden, wenn wir nicht endlich wieder zum Haus fahren würden, um dort nach dem Vermächtnis zu suchen. Sie sagte tatsächlich Vermächtnis, und sah dabei wie Greta Garbo aus. Selbstvergessen und irgendwie entrückt. Romy liebt dunkle Geheimnisse und Verschwörungstheorien. Hinter jeder Ecke lauert bei ihr irgendein Abgrund. Hier im nächtlichen Garten vermutet sie so was wie ein Familienerbe. Ihrer Meinung nach kann es unmöglich sein, dass uns lediglich dieses herunter-gekommene Anwesen bleibt. Unser Vater hat nie Geld in die Renovierung des Hauses gesteckt. Romy war sich vollkommen sicher. “Da muss noch mehr sein. Ich weiß es.” Diesen Satz wiederholt sie täglich mindestens fünf Mal. Dennoch kann sie uns nicht dazu ermutigen, noch schneller und tiefer zu graben.
Unser Vater war ein undurchschaubarer Mensch. Das sagen alle. Und es stimmte. Er war nie da. Ständig auf Geschäftsreise. “Bis zum Wochenende”, versprach er immer. Und wir saßen dann am Samstagmorgen in der Küche und warteten auf seine Ankunft. Natürlich kam er nicht. “Er hasst uns”, sagte unsere Mutter. Und Romy, die damals sechs oder sieben war, wollte uns trösten. “ Er muss Gold machen, damit wir wieder was zu essen haben”. Schließlich kam er dann an Tagen, an denen wir gar nicht mehr mit ihm gerechnet haben. Er gab keine Erklärungen für seine Abwesenheit ab. Er war nur plötzlich wieder da. Legte ein kleines Bündel Geldscheine auf den Tisch, und wollte keine Fragen beantworten. Außerdem war da immer noch ein in braunspeckiges Papier eingeschlagenes Päckchen. “Hier, für dich” sagte er zu unserer Mutter. Dann verfiel er in Schweigen. Im Grunde genommen war er immer unterwegs. 365 Tage im Jahr. Selbst wenn er zu Hause war, dachte er ans Geschäftliche. Ruhelos zog er von einem Ort zum andern. Er rief nie an und sagte nie, wohin seine nächste Reise ging. Er war einfach verschwunden.
“Warum soll er auf diesem verdammten Grundstück einen Schatz vergraben haben ? Vor allem, wo er nie Zeit hatte”, fragt Karen genervt. Sie streicht sich ihre Haare aus der Stirn und ich kann ihre Katzenaugen sehen. “Irgendwo muss es sein”. Romy steht dicht vor ihr. Die Taschenlampe, die einzige Lichtquelle, erhellt ihre Gesichter.
“Ja, klar, irgendwo im Nirgendwo”. Es hört sich wie der traurige Refrain eines Schlagers an.
“ Lasst uns weiter graben. Nur diese eine Nacht noch”, sagt Romy.
“ Die allerletzte.”
“Ja”, sagt Romy.
“Wenn du willst, könnten wir auch noch sämtliche Bäume hier fällen.”
Der Lichtkegel der Taschenlampe trifft sie wieder mitten ins Gesicht.
“ Scheiße, warum blendest du dich zur Abwechslung nicht mal selbst ?!”
Karen wirft ihr die Schaufel hin.
“Ich kann nicht mehr, ok.”
Sie dreht Romy den Rücken zu und geht ins Haus.
Am nächsten Tag sitzen wir in der Küche. Hier hat sich nichts verändert. Immer noch können wir die Anwesenheit unserer Mutter spüren. Und wenn ich die Augen schließe, sehe ich ihre nervösen Hände und habe ich den Geruch ihres Angstschweißes in der Nase. Wir lebten in ständiger Ungewissheit.
“Wir konnten uns von ihm noch nicht mal richtig verabschieden”, sagt Romy.
“Hätte das was geändert ?”, fragt Karen.
“Natürlich, für mich schon”, sagt Romy.
“Es macht keinen Unterschied mehr.”
“ Er hat uns alle geliebt”, sagt Romy.
Wir schweigen. Und dann überlegen wir, was wir als nächstes tun werden. Unser Vater war eine Woche tot, da stellten Karen und ich das Haus gründlich auf den Kopf. Was wir fanden, war nicht der Rede wert. Wäsche, Geschirr, Konservendosen und ein bisschen Schmuck. Dabei trug unsere Mutter noch nicht mal eine Armbanduhr. Und nun, da wir auch noch den gesamten Garten durchkämmt haben, bleibt eigentlich nur noch ein Ort übrig. Der Dachboden. Das große Tabu. Es war der Platz unserer Mutter. Ihre Sicherheitszone. Es gab Zeiten, da verbrachte sie mehrere Tage hintereinander dort oben. Manchmal konnten wir sie leise weinen hören. Aber niemand von uns hat sie jemals gefragt, was sie da oben machte. Am Anfang fanden wir es auch noch interessant, den Badezimmerschrank zu öffnen. Erst war es eine magische Schatztruhe, dann nur noch die Büchse der Pandora. Mutter kaufte immer mehr Lippenstifte, Make up und andere Kosmetikprodukte. Nicht nur der Badezimmerschrank, das halbe Bad stand irgendwann voll mit diesem Zeug. Mutter sah wie ein Clown aus. Und setzte dann auch ein Clownslächeln auf. Jeden Abend erzählte sie uns eine Geschichte. Etwas zum Lachen, wie sie sagte. Aber nicht wegen der Geschichte, sondern wegen ihr versuchten wir die Erzählungen lustig zu finden. Wir waren zufrieden, wenn wir für einen kurzen Augenblick ihre eingefrorene Maske auftauen konnten.
“Ich gehe da bestimmt nicht rauf.” Karen sieht an mir vorbei. Sie starrt Romy an.
“Vielleicht sollten wir besser noch mal … ” Sie verstummt, löst sich von Karens Blick und schaut aus dem Fenster.
“ Ich mach´s”, sage ich. “Damit das alles endlich aufhört.”
Die Stufen zum Dachboden sind staubig und knarren bei jedem Schritt. Aber ich gehe weiter. Romy und Karen stehen unten. Zum Glück sehen sie nicht, wie ich mich mit geschlossenen Augen Richtung Dachbodentür bewege. Und ich zittere. Dabei dachte ich immer, dass ich dazu unfähig wäre. Weinen kann ich ja auch nicht. Noch nicht mal auf der Beerdigung. Keine innere Trauer. Ich bin einfach nicht schmerzempfindlich. Ich habe nur immer Angst, aber das ist was anderes.
Ich stelle mir vor, wie meine Schwestern an der untersten Treppenstufe stehen und ebenfalls die Augen geschlossen halten. Vielleicht setzt ihre Atmung für einen Moment aus. So wie bei mir, als ich mit ausgestrecktem Zeigefinger die Tür aufstoße. Zum Glück hat unsere Mutter nie Schlüssel benutzt, denke ich. Und das erste was mir auffällt, ist diese wunschlose Stille. Durch die Dachluke fällt gedämpftes Licht auf ein altes Sofa. Es ist mit einem weißen, eingestaubten Laken bedeckt. Ich setze mich, stelle mir vor, wie unsere Mutter dort wartete. Sie hatte immer diese leicht abwartende Haltung. Die Hände auf den Knien und den Oberkörper etwas nach vorne geneigt. Ihren Blick auf einen weit entfernten Punkt gerichtet. Dort wo es vielleicht noch Zukunft gab.
Als ich aufstehen will, entdecke ich einen Brief. Eingeklemmt zwischen Armlehne und eines der Sofapolster. Ich falte ihn auseinander und blicke auf die unbeholfene Handschrift unseres Vaters.
“Sofia,
du weißt, ich konnte nie viel Worte verlieren. Und ich bin dir dankbar, dass du mir keine Fragen gestellt hast.
Wenn mein Bruder dich nicht im Stich gelassen hätte, wären wir möglicherweise nur gute Fremde geblieben. Und auch nach all den Jahren kann ich nicht mehr als Ergebenheit für dich empfinden. Liebe gab es nicht zwischen uns. Ja, wir waren uns treu. Haben nie gestritten. In gewisser Weise haben wir uns sogar aneinander gewöhnt. Aber sonst ?
Ich schreibe dir, weil du ein Recht hast, es als Erste zu erfahren. Ich habe Krebs. Die Ärzte geben mir noch ein paar Monate. Es wird plötzlich geschehen sagen sie. Aber ich habe keine Angst vor dem Tod.
Ich möchte nur niemanden dabei haben, wenn es soweit ist. In den nächsten Monaten werde ich deshalb noch seltener nach Hause kommen. Auf alle Fälle lass ich dir jedes Mal Geld da. Auch wenn es nicht viel ist, hoffe ich, dass Ihr erstmal damit über die Runden kommt.
Vielleicht solltet Ihr das Haus verkaufen. Es hat Euch und mir kein Glück gebracht. Aber was ist das schon, dieses Glück ? Es ist nichts. Liebe ist nichts. Und das Leben auch nicht. “
Kein Gruß, keine Unterschrift. Ich falte den Brief wieder zusammen. Ja, es ist tatsächlich nichts. Nichts als die schwer lesbare Notiz eines Menschen, den niemand kannte. Ich stecke das Schreiben in meine Hosentasche, stehe langsam auf. Mir fällt erst jetzt auf, wie karg dieser Raum eingerichtet ist. Eigentlich ist er leer. Das Sofa, eine alte Holzkiste, die davor steht und in der hinteren rechten Ecke des Dachbodens merkwürdig hohe Stapel von Irgendwas. Als ich näher hingehe, stellen sie sich als diese Päckchen, die unser Vater unserer Mutter schenkte, heraus. Sie hat sie zu fünf, fast gleich hohen Türmen aufgebaut. Wahrscheinlich sind es über zweihundert ungeöffnete Päckchen. Meine Hand greift nach einem dieser väterlichen Souvenirs. Irgendwie fühle ich mich dabei schuldig. Als hätte ich damit dieses futuristische Kunstwerk zerstört. Und gleichzeitig unsere Familie verraten.
Meine Schwestern stehen immer noch an derselben Stelle. Weil mir plötzlich schwindlig wird, umarme ich sie. Fast so wie früher. Nur dass mir ihre Körper jetzt weicher und größer vorkommen.
“Was ist los mit dir ?”, fragt Karen.
“ Nichts. Tut mir Leid. Alles in Ordnung”, sage ich und löse mich langsam wieder aus der Umarmung. Für einen Moment schauen wir uns nur an.
“ Er hatte Recht.”, sage ich und halte Romy und Karen eine Tafel Schokolade hin. Zartbitter.
“ Da oben gibt es noch viel mehr. Diese kleinen Päckchen, na Ihr wisst schon.”
“ Was meinst du damit, er hatte Recht ?”, sagt Karen.
“Er hat wirklich Gold gemacht.”
Und als Beweis entferne ich das Schokoladenpapier und zeige ihnen die darunter verborgene matt glänzende Folie.
“Gold, seht Ihr.”
Karen blickt mich ungläubig an, genauso wie Romy. Dann fängt sie an zu lachen. Und irgendwann lachen wir alle. Wir können gar nicht mehr damit aufhören.“
Viel zu viele dieser schottischen Jelly Beans gegessen, die Alice den Kindern und mir gestern mitgebracht hat. Mir ist jetzt irgendwie schlecht. (Am besten schmecken die mit Cinnamon und Liquorice, insgesamt sind es 28 verschiedene Geschmacksrichtungen, deshalb wahrscheinlich auch dieses komische Bauchgefühl).
Eigentlich hätte Alice ja einen Jet Lag haben müssen, stattdessen fühle ich mich heute in meinen eigenen vier Wänden immer noch deplatziert. Alles ist innerhalb nur einer Woche so fremd geworden. Mit den Gedanken bin ich immer noch in der EHEmaligen Wohnung. Ich hab´mich heute sogar schon dabei erwischt, einen Espresso machen zu wollen, obwohl ich weder eine Maschine noch kaffeeähnliches Pulver im Haus hab. Irgendwie auch tragikomisch, das ganze.
Wie soll das erst werden, wenn Alice in den nächsten Monaten für drei Wochen auf Kur fährt ? Wahrscheinlich werde ich danach richtiges Heimweh haben … mich zurücksehnen nach einer Welt, die nur noch in der Erinnerung existiert.
Was ich gehört habe ? Regina Spektor „Field Below“
Die Tage, an denen ich die ganze Welt umarmen möchte, sind seltener geworden. Vielleicht weil ich spüre, dass es immer schwerer wird, mich zu verlieben … was kommt und was bleibt … nach Alice …und nach “flame” und all den anderen, eher flüchtigen Begegnungen ? Es hat nichts mit Altsein zu tun, sondern mit der Befürchtung, dass es einfach “zu spät” ist. Es kommt mir vor, als würde ich mich nicht vom Fleck bewegen, auf der gleichen Stelle treten … immer den gleichen dumpfen Schmerz fühlen …und kann ihn noch nicht mal mehr lokalisieren …er ist einfach “in mir drin” … irgendwo …und ich suche einen Schalter, oder einen Haltegriff … irgendwas, das mich nicht mehr so zurückfallen lässt … kopfüber in die Vergangenheit stürzen …mehr und mehr spulen sich die Erinnerungsfäden ab … und von dem ehemaligen Willen, nur noch in der Gegenwart zu leben, ist nicht mehr viel übrig geblieben …und je öfter ich in dieser Zwischenwelt bewege, desto mehr kommt mir die Wirklichkeit abhanden … aber das muss wahrscheinlich so sein …
Was ich gehört habe ? Emmy the Great – *We almost had a Baby*
I can’t help my feelings i’ll go outta my mind
These playas come to get me cuz they like my behind
I can’t love my business if I can’t get a trick
Down on Santa Monica where tricks are for kids
Whoa… c’mon and kick me
Whoa… c’mon and kick me
come on and kick me
You’ve got your problems
I’ve got my hash cracker
You’ve got your big cheese
I’ve got my hash cracker
I can’t help my bookies they get outta control
I know that you don’t care but i want you to know
The knee stocking flavor is a favorite treat
Of men that don’t bother with the taste of a teat
Whoa… c’mon and kick me
Whoa… c’mon and kick me
come on and kick me
You’ve got your problems
I’ve got my hash cracker
You’ve got your big cheese
I’ve got my hash cracker
Whoa… c’mon and kick me
Whoa… c’mon and kick me
come on and kick me
You’ve got your problems
I’ve got my hash cracker
You’ve got your big cheese
I’ve got my hash cracker
Heute ist wieder einer der Tage, an denen eigentlich nichts passiert ist. Zwar war ich heute mit Alice bei einer Schulaufführung im „Theater Pfütze“, das wahrscheinlich einem, der nicht in Nürnberg wohnt, wenig sagt. Unser Sohn hat dort einen Auftritt gehabt. Schwarz gekleidet und mit einem Streifen Buntpapier in der Hand stellte er „knisterndes“ Feuer dar. Eine winzige Statistenrolle, bei der er nur mitgemacht hat, weil alle in seiner Klasse sich daran beteiligt haben. Hmm, die Aufführung war ziemlich lahm, was aber nicht an den Kindern, sondern am Stück selbst und an der Inszenierung lag.
Anschließend hab ich noch mit Alice und den Kids selbst gebackene Pizza gegessen, hab wie immer viel beobachtet und wenig gesagt. Und jetzt sitze ich hier, wieder allein, erschöpft und müde, draußen regnet es in Strömen und ich werde vielleicht noch etwas lesen … keine Ahnung … also alles sehr langweilig und auch nicht wirklich mitteilenswert.
müde, unkonzentriert und ohne jegliche Motivation …ich will meinen heutigen Zustand nicht aufs Wetter schieben, aber irgendwie fühlt sich alles heute so unwirklich an. Es ist grau, fast schwarz da draußen, immer wieder Regen …herbstlich. Jahreszeitenverkehrt …so als hätte jemand die meteorologischen Karten vertauscht … auch wenn ich den Sommer nicht so mag, kühlere Temperaturen vorziehe, bekomme ich so langsam echte Depressionen …
Ein übrigens sehr passender Song zu diesem trüben Herbstsommertag. Aus einem der besten Konzertfilme („Big Time“) ever:
Nichts wird sich ändern, habe ich versprochen. Zumindest was meine Posts angeht. Aber trotzdem ist alles neu, alles wieder etwas strahlender …
Gerade lese ich ein Buch. Hm, eigentlich lese ich ja ständig ein Buch …und nicht nur eins. In meiner schier unersättlichen Gier sind es meist drei oder vier gleichzeitig … aber diesmal ist es wirklich nur eins. Und ich bin gespannt, ob jemand (ok, ausgenommen die Person, die mich “ermutigt” hat, diesen Roman zu lesen) anhand der folgenden Zitate herausfindet, um welches Buch es sich dabei handelt.
Eigentlich ist es ziemlich einfach …und ich tu mich echt schwer, möglichst unverfängliche Stellen, also Passagen zu finden, die nicht auf den ersten Blick meine Lektüre verraten.
“Ich war jeden Morgen überrascht, wenn ich die Augen aufschlug und feststellte, dass ich wieder eine Nacht überlebt hatte.”
“Wozu noch weitergehen ? Hier war nichts zu finden. Nichts als die Erinnerungen, die ich jederzeit herbeirufen könnte, wenn ich bereit wäre, den dazugehörigen Schmerz zu ertragen.”
“Ich kehrte der gähnenden Leere den Rücken und ging schnell zurück zu meinem Wagen. Ich rannte fast. Ich wollte so schnell wie möglich weg, zurück in die menschliche Welt”
Also, es ist wirklich ganz einfach …
Was ich gehört habe ? Melody Gardot “Worrisome Heart”
Zeitloch … oder Wurmloch … I really don´t know …but today I´ve got no time at all … nee, wirklich nicht … mein Kopf dreht Loopings…
aber wie immer in solchen Fällen lass ich euch ein VideoClip da…von meiner LieblingsLieblingsFranzösin … hab mir echt die Augen wund gesucht, um einen einigermaßen störungs(„hintergrundgeräusch“)freien und „vernünftigen“ YouTubeBeitrag zu finden … war auf die Schnelle echt gar nicht so einfach …
Aber seht selbst (sorry, leider eine sehr langweilige KaraokeVersion, aber zumindest könntet Ihr mitsingen, also rein theoretisch …oder Ihr youtubt nach anderen Clips… vielleicht findet Ihr ja noch was Besseres von ihr):
fremde
wege
diagonale
in der mitte
des lebens
gabst du mir
das fehlende
A
gestrandet
verdoppelt
auf ein B
du kennst
meinen
zyklus
ich deinen
atem
zwischen
den zeilen
lese
die inschriften
deiner
schenkel
weites land
verewigte
glut
schraffierte
oase
freiliegende
stille
hieroglyphen
im gletschereis
du
im schatten
hitze
gebräunt
dunkles haar
ich trinke dich
esse am morgen
blüten
deiner
seelenhaut
nachts
auch
den duft
deiner lunge
schwitze
dein wasser
verflüssigt
meine haut
erschöpft
sich in
meinen
poren
(Was ich gehört habe ? Beyoncé – „What is it gonna be“)
Seit ein paar Tagen schlafe ich sehr wenig … es ist nichts schlimmes … ich bin nicht krank … ganz im Gegenteil. Obwohl ich mich schon ein bisschen fiebrig fühle. Nein, es geht mir gut. Sehr gut sogar. Und an Schlaf ist in Zeiten wie diesen sowieso nicht zu denken. Komisch, es gab tatsächlich eine lange Phase der Ruhe …Wochen und Monaten, in denen sich bei mir wenig ereignete … wo alles gleichförmig und still war … zu still …ein langer, ruhiger Fluss. Und ich die Abwechslung gesucht habe … und teilweise auch gefunden habe … es war keine schlechte Zeit, nein, das nicht … sie war nur anders … anders als jetzt, wo ich langsam wieder an die Oberfläche komme … aufwache aus 1000 falschen Träumen… und atmen kann ….
Sorry, aber heute hab ich wieder mal keine Zeit zu bloggen. Hm, irgendwie in den letzten Tagen schon symptomatisch geworden. Wieso und weshalb werdet Ihr vielleicht morgen erfahren …
Im Lauf der letzten Woche hat sich mein Leben total verändert. Wahrscheinlich habt Ihr es an den kryptischen Einträgen schon erahnen können. An meinem notorischen Zeitmangel. Ich habe ja im Grunde genommen gar nicht mehr so gebloggt wie sonst, sondern einfach nur ein paar youtube_Lückenbüßer, ein paar kurze Sätze, oder ein Gedicht benutzt, um meine fehlende Zeit und meine Sprachlosigkeit zu kaschieren.
Hm, ich weiß, es klingt vollkommen verrückt. So kurz nach “flame”. Und so lange nach Alice. Ich war auf der Suche. Und wiederum nicht. Ich war verzweifelt, einsam, deprimiert und ab und zu auch lebensmüde. Fast drei Jahre lang. Ich war ein Nomade, ohne richtiges Ziel. Bin ständig umhergeirrt. War rastlos, ohne echten Mittelpunkt. Und wenn ich glaubte, ihn endlich gefunden zu haben, war es nicht richtig. Das Gefühl in mir. Mein Instinkt, was auch immer. Es hat sich nie so angefühlt, wie es sich hätte anfühlen müssen. Es waren immer nur annähernde Gefühle, aber nie dieses gigantische, allumfassende Empfinden. Ich war immer noch vergangenheitsbelastet, konnte nicht vergessen. Alice stand – egal, was ich machte- immer dicht hinter mir, sie war immer in meiner Nähe. Wenn ich mit anderen Frauen sprach, sprach ich mit ihr. Alice war in ihnen, so wie eine Bauchrednerin. Sie war in ihren Blicken, Küssen und Berührungen. Ich konnte mich nicht fallen lassen. Eine hoher Turm, auf dem ich stand, aber nicht wagte, herunter zu blicken, erst recht nicht mich in die Tiefe zu stürzen.
Flame war die erste Frau, auf die Alice keinen Zugriff mehr hatte. Die erste Frau, bei der ich wieder etwas spürte. Mich hingeben konnte. So sein konnte, wie ich vorher war. Die Gründe, warum es dann doch nicht mit uns funktionierte, hab ich an anderer Stelle ja schon dargelegt. Es war schmerzhaft, aber mittlerweile bin ich Schmerz gewöhnt. Fordere ihn immer wieder regelrecht hinaus. Für mich hat Liebe immer etwas mit schmerzvoller Erfahrung zu tun. Mit Leiden und Leidenschaft. Und wenn ich bedenke, wie oft ich anderen Personen dieses Gefühl vermittelt habe. Wie oft ich nein gesagt habe, wo ich eigentlich ja sagen wollte …
Okay…. was ist also passiert in dieser Woche ? Hm, es ist nicht so leicht, das in ein paar Sätzen zu erklären. Vielleicht könnte ich so anfangen : It just happend. Ohne es zu wollen oder zu planen. Ja, es passierte einfach. Und seitdem bin ich ein Anderer. Meine Innenwelt ist eine andere. Alles, was ich vorher gedacht und gefühlt habe ist irgendwie anders. Neu und revolutionär. Sie hat mich geheilt. Seit einer Woche. Sie ist meine Lebensretterin, mein Elixier. Bis dahin war sie eine Fremde. Eine Fremde, die von meiner Existenz wusste, sich aber trotzdem im Hintergrund aufhielt. Sie war mir nah und doch sehr fern. Schwer zu erklären und ich will auch nicht zuviel preisgeben. Ich möchte unsere Liebe schützen. Irgendwie habe ich die Befürchtung, dass wenn ich alles erzähle, es einfach nicht mehr wahr sein könnte. Dass ich sie durch diese Manifestation der Worte verlieren könnte. Sie verschwinden könnte. Eine nebelhafte, unwirklich Gestalt meiner überschwänglichen Fantasie.
Aber trotzdem möchte ich ein paar Dinge über sie erzählen … wer sie ist … wie sie ist und was sie ist.
Hm, wir sind 60 lange Kilometer voneinander entfernt, aber trotzdem distanzlos. Sie lebt mit ihrem
-wie sie ihn mittlerweile nennt- Mitbewohner und ihren zwei Kindern in einer anderen Stadt. Wir können bisher nur chatten, telefonieren und gestern haben wir uns für ein paar Stunden gesehen. Diese Stunden haben uns bewiesen, dass wir zusammen gehören, egal wie schwer es noch werden sollte. Wir können lachen, weinen und uns alles sagen. Sie ist das Feuer, ich das Wasser. Zwei Pole, die sich gegenseitig anziehen. Sie ist laut und leidenschaftlich, sanft und unheimlich einfühlsam … und ich bin oft nur der stille Betrachter, Bewunderer ihrer Schönheit. Sie ist ein Vulkan, ein Sturm, der über mich hereinbricht, in mir ein paar alte Gedankenbäume wie Streichhölzer umknickt … diejenige, die mich mit ihrem Lachen auch zum Lachen bringt, auch wenn ich eigentlich nur lächeln kann … wir haben in dieser einen Woche so viel geredet, so viel erlebt …sie fordert mich mit ihren Worten heraus, möchte immer wissen, was ich denke, was ich fühle …und dann gibt es so wahnsinnig viele Gemeinsamkeiten, große emotionale Flächen, Inseln, Kontinente, die wir noch bereisen wollen …manchmal schaffen wir es sogar, die Ewigkeit für ein paar Augenblicke aus ihrer vorherbestimmten Bahn zu werfen …
Es ist verrückt … wir sind verrückt … aber manchmal braucht die Welt eine kleine Spur an Wahnsinn, um wieder ihre notorische Schieflage erreichen zu können …
Was ich gehört habe ? Santigold „You´ll find a way“
Wahrscheinlich könnte man es so beschreiben: Zwei Einsame, von der Liebe Verletzte, die sich plötzlich gefunden haben, ohne sich zu suchen. Und jetzt sind sie da, wo sie immer sein wollten …
Hmmm, obwohl ich gestern gesagt habe, dass ich nicht zu viel über sie preisgeben will, möchte ich euch jetzt trotzdem ein paar Hintergrundinformationen zu “meiner kleinen Blutsaugerin” (so nenne ich sie manchmal) liefern:
1. Sie ist in Rumänien geboren.
2. Sie ist OP-Schwester.
3. Sie sagt so wahnsinnige Sätze wie: “Diablo Cody ? Schöne Frau, leider tätowiert”, immer mit einer leisen Ironie.
3. Sie wäre am liebsten Rennfahrerin.
4. Sie ist 20 kg leichter und 16 cm kleiner als ich.
5. Sie hat das schönste Lachen der Welt.
6. Wenn sie spricht, kriege ich automatisch Gänsehaut.
7. Sie liebt Jazz, besonders Miles Davis.
8. Sie ist 5 Jahre jünger als ich.
9. Sie lebt in einer Stadt mit ca. 70.000 Einwohnern.
10. Hmmm, das Wichtigste hätte ich ja fast vergessen : I love her … and she loves me
Was ich gehört habe ? The Dandy Warhols “You come in (Burned)”
Diesmal wieder ein Song, aber nicht aus Zeitmangel, sondern einfach weil ich es will, und heute immer wieder große, angenehme Gedankenlücken in meinem Kopf entstehen, so wie Luftblasen im Wasser, die an die Oberfläche steigen und dann doch knapp darunter innehalten und wieder langsam nach unten gleiten.
Aktuelle Bestsellerlisten interessieren mich nicht. Ich lese Bücher dann, wenn sie in keinem Ranking mehr auftauchen, wenn sich der ganze Hpye gelegt hat, und grundsätzlich orientiere ich mich nicht nach ersten oder letzten Plätzen. Manchmal lese ich ein Buch auch nur, weil es ein faszinierendes Cover hat. Kritiken können außerdem oft sehr trügerisch sein, Klappentexte nicht weniger. Hm, ein Buch muss sich außerdem gut anfühlen, gut in der Hand liegen und bei druckfrischen Exemplaren fahre ich sowohl über den Buchrücken als auch über den Schnitt. Ich versuche erstmal einen Roman sinnlich wahrzunehmen, blättere in ihn herum, achte auf Papierqualität, Typographie, den Abständen zwischen den Wörtern, den einzelnen Kapiteln. Schließlich schlage ich das Buch irgendwo in der Mitte auf und fange an, ein paar Sätze zu lesen. In den meisten Fällen lege ich dann das Buch enttäuscht weg, weil es doch in irgendeinem Punkt nicht meinen Erwartungen entspricht. Andererseits gibt es auch wenige Bücher, die ich zu Ende lese, meist ist es so, dass ich ein ursprünglich anregendes Buch nach den ersten 100 Seiten frustriert abbreche.
Und ganz, ganz selten passiert es, dass ich dass ich während des Lesens plötzlich innehalten muss, Atem holen, weil es einfach zu schön und zu unglaublich ist, was dort geschrieben steht. Diesen Zustand erlebe ich gerade bei Safran Foers Roman “Extremely loud & incredlibly close”. Oft muss ich bestimme Passagen noch mal lesen, um mir den Zauber der Worte bewusst zu werden.
Hier eine meiner bisherigen Lieblingsstellen:
“The next morning I told Mum I couldn´t go to school again. She asked what was wrong. I told her, “The same thing that´s always wrong.” “You´re sick ?” “I´m sad.” “About Dad ?” “About everything.” She sat down on the bed next to me, even though I knew she was in a hurry. “ What´s everything ?” I startet counting on my fingers: “The meat and dairy products in our refrigerator, fistfights, car accidents , Larry –” “Who´s Larry ?” “The homeless guy in front of the Museum of Natural History who always says “ I promise it´s for food.” after he asks for money. “ She turned around and I zipped her dress while I kept counting. “ How you don´t know who Larry is, even though you probably see him all the time, how Buckminster just sleeps and eats and goes to the bathroom and has no raison d´etre, the short ugly guy with no neck who takes tickets at the IMAX theater, how the sun is going down to explode one day, how every birthday I always get at least one thing I already have, poor people who get fat because they eat junk food because it´s cheaper ..” That was when I ran out of fingers, but my list was just getting started, and I wanted to it to be long, because I knew she wouldn´t leave while I was still going.”
Hier wieder die aktuelle Best-of-Suchbegriffe_Liste ….unkommentiert:
1. hemmungsloses abgleiten außereheliche
2 . fussball penis entblößt
3. beatles eitles
4. hippy hippo turmspringer
5. planeten freundlich „ich benutze“ duschgel
6. junge.mösen.peim.wixen
7. und ihr erledigt den rest dieser wichser
8. penelope cruz achselhaare
9. edeka reisen edinburg military tatoo
10. wow nude scharlachrotes kloster
Hmmm, sehr grenzwertig, hab mir sogar überlegt, ob ich irgendwo einen “ab 18” Warnhinweis anbringen soll (oder passwortschützen) , aber egal. Ich denke, jeder Blogger wird auf die ein oder andere Weise mit solchen “matches” konfrontiert, und fragt sich dann automatisch, ob sein Blog nicht doch ein klein bisschen sexistisch und pervers sein könnte …
Was ich gehört habe ? Black Grape “Kelly´s Heroes”
ein stillgelegter
Horizont
türmt
Schatten
rostigblauer Treppen
die ins Nichts
führen/
sternenlos
leuchten
andere
künstlich beatmete
Orte
und blenden dich/
in dir
geschmolzenes Karma
bei ständig wechselnder
Tragik
auf mondgelber Haut
baust du Sandräder
körnige Burgen
gestaute Wasserbeete
fließen in das
unterirdische Delta
der Steingärten/
fluten
Erinnerungen
und keiner
antwortet/
die Stille
umfasst
die Kreise deiner
Gedanken/
bündelt sich
im Zenith
und platzt
wie eine reife Frucht
vor deinen Augen
entzwei.
(Was ich gehört habe? Beirut „Mount Wroclai (Idle Days)“
Hm, warum sind alle Bücher von Anna Gavalda so brav und nichtssagend ? Möglicherweise ist ja auch die sehr einfältige deutsche Übersetzung Schuld. Die Bilder in meinen Kopf stimmen eigentlich nicht mit den Worten, so wie sie in ihren Büchern stehen, überein …Ein sehr merkwürdiges, unbefriedigendes Gefühl. Es passt irgendwie nicht richtig zusammen.
Vielleicht liegt es ja auch daran, dass ich ERST die filmische Adaption zu ihrem ersten richtigen Erfolgsroman, “Ensemble, c´est tout”, gesehen, und DANN das entsprechende Buch gelesen habe. Ok, Buch und Film sind ja nie deckungsgleich. Aber beim Film spürte ich so was wie Sehnsucht, ja, so verrückt es klingt, Sehnsucht nach einem WG-Leben (hm, vielleicht sollte ich irgendwann mal über mein Interesse an “Wohngemeinschaftsfilmen” bloggen …”L´auberge espagnol I + II“, “Kleine Morde unter Freunden“(“Shallow Grave”) oder “With Honors” (Ein genialer Freak)), und dass obwohl ich ein extremer Einzelgänger bin, selten mehr als eine Person um mich herum ertragen kann. Es würde bestimmt schiefgehen. Vor lauter Frustration würde ich nachts den WG-Kühlschrank plündern.
Ok, zurück zu Anna Gavalda. Demnächst kommt wieder eine filmische Umsetzung einer ihrer Romane ins Kino: “Je l´amais”. Diesmal habe ich wirklich und ehrlich VORHER VERSUCHT das Buch gelesen, und war wieder völlig enttäuscht. Kann ja sein, dass es im französischen Original schöner zu lesen ist. Um das zu überprüfen, reichen aber leider meine Französischkenntnisse nicht aus. Auf deutsch ist der Roman nur ein wirrer Quark.
Den Film will ich aber unbedingt sehen. Nicht zuletzt weil da mein absoluter Lieblingsschauspieler, Daniel Auteuil mitspielt.
Hier mal ein paar Appetitanreger, wie immer in Form von kleinen youtube_Clips:
Und hier der traumhaft schöne Song von Anna Chalon:
Was ich gehört habe ? Electrelane „Blue Straggler“
Oh mein Goooooott, so langsam gehen mir echt die Attribute für dieses literarische Meisterwerk aus. Hm, vielleicht könnte man es ja mit “Catcher in the Rye” vergleichen. Ja, auch wenn Salingers Roman inzwischen ein Klassiker ist. Weltliteratur oder so ähnlich. Und mit solchen Superlativen sollte man ja sehr vorsichtig umgehen. Außerdem ist Dunthorne bisher nur ein paar Insidern bekannt. Keine Ahnung, möglicherweise hat er inzwischen in einigen Kreisen schon Kultstatus erreicht. Und es ist ja auch sein erstes Buch (ok., Salinger lebt heute praktisch auch nur von diesem einen Roman, obwohl er danach ja noch einiges publiziert hat). Er kann sich also nur noch steigern. Jedenfalls bin ich gespannt, wie Dunthorne´s zweites Werk aussehen wird.
Egal, sowohl der “Fänger im Roggen” als auch “Oliver Tate” sind exemplarische Coming-of-age_Storys, mit dem Unterschied, dass Dunthorne modernere, universellere Figuren erschaffen hat. Allen voran natürlich der sarkastische und wahnsinnig philosophisch-abgeklärte Held.
Zur Veranschaulichung hier mal ein paar Passagen aus dem Roman:
“Ich möchte, dass der Abend, an dem Jordana und ich gemeinsam unsere Unschuld verlieren, etwas Besonderes ist. Ich bin zwar kein Spezialist auf diesem Gebiet, aber ich gehe mal davon aus, dass Jordana noch Jungfrau ist. Ihre Biologiekenntnisse sind minimal. Sie glaubt, ein Dammschnitt hätte etwas mit Wasserbau zu tun.”
“Es könnte sein, dass ich eingenickt bin. Der Baum riecht wie Mums Vertraue-der-Natur Shampoo. Die Baumrinde ist rau wie ein Luffaschwamm. Ich bin geläutert. Das überrascht mich. Meditieren bedeutet auch, sich tiefgründige Gedanken zu machen, nachzusinnen. Ich nehme das Plätschern des Flusses wahr. Meditation ist wie ein ausgiebiges Bad.”
“Dad meinte, dass eine Überraschungsparty unbedingt eine Überraschung sein sollte, und niemand käme auf die Idee, dass man ihn ausgerechnet zum dreiundvierzigsten Geburtstag mit einer Party überrascht. Sie war Teil seines sorgfältig geplanten Programms spontaner Zuneigung.”
(zitiert aus: Joe Dunthorne “Ich, Oliver Tate”, Reinbek, Rowohlt, 1. Aufl., 2008)
In knapp zwei Wochen ist es soweit. Ich würde so gerne dabei sein.
Nur alleine möchte ich da auch nicht hingehen. Allein macht es keinen richtigen Spaß. Allein ist langweilig. Das Problem ist nur, dass meine Freundin im Urlaub ist, ich in Nürnberg auch niemanden kenne, der auf solcher Art alternativer Events steht. Aber vielleicht hab ich ja Glück (*hope so*) und jemand, der hier in der Nähe wohnt oder sich -rein zufällig- in dieser Gegend aufhält, meinen heutigen Post liest, auch Lust bekommt, das Brückenfestival zu besuchen und mich anschreibt:
mindf40@aol.com …
Das Line-up ist vom Feinsten. Eigentlich will ich ja nur wegen dieser Wahnsinnsfrau hin:
Müde, verzweifelt, glücklich, erschöpft … eine logische Folge abnormaler Gefühlszustände ? Eine menschliche Kettenreaktion ? Bei mir ist heute alles möglich. Und bei diesem Song sowieso (trotz der schlechten youtube_Quality):
Hey, die beste Art, mit diesen schweißtreibenden Außentemperaturen fertig zu werden, ist, sich abends vor dem ausgecoohlten TV-Gerät zu setzen und eine DVD nach der anderen anzuschauen und dabei auf den großen Regen zu warten.
Deshalb wieder mal eine dieser … Na-Ihr-Wisst-Schon_Listen:
1. „Star Trek- The Original Series“ (Season Two)
2. „Picture Perfect“ (“Der gebuchte Mann”) von Glenn Gordon Caron mit Jennifer Aniston und Kevin Bacon
3. “The Phantom of the Opera” von Joel Schumacher
4. “Operation: Kingdom” von Peter Berg
5. “Mrs. Henderson presents” von Stephen Frears
6. “The Bucket List” (“ Das Beste kommt zum Schluss”) von Rob Reiner
7. ”Slither” von James Gunn
8. “Hardcore” von Dennis Iliadis
9. “Much Ado about Nothing” von Kenneth Branagh
10.“Get Smart” von Peter Segal
Irgendwie zu heiß … zu kalt …und trotzdem war ich noch immer nicht im Freibad. Zur Strafe höre ich jetzt einen Animationssong, vielleicht klappt´s dann ja morgen …
Bevor sich der Sommer endgültig verabschiedet, hier nochmal eine Liste. Diesmal hab ich meine AllTimeFavoriteSummerSongs zusammengestellt. Ok, es ist nur eine kleine Auswahl, das allzu bekannte „Summer in the City“ von Lovin´Spoonful oder Joe Cocker gesungen oder auch Mungo Jerry´s „In the Summertime“ hab ich bewusst weggelassen. Die Songs kennt ja sowieso jede/r. Und natürlich hab ich auch alle WerbeSpotSongs („Like Ice in the Sunshine“ etc.) vernachlässigt.
Ok, hier also mein Programm für einen gelungenen lauwarmen Sommerabend:
Diesmal wieder eines dieser Stockdinger. Es geht um Bücher. Genauer gesagt, um die Top 100 Book List der BBC, die vor ungefähr sechs Jahren veröffentlicht wurde, und vor ein paar Monaten oder Wochen zu einem (wordpress)Holz umfunktioniert wurde. Das OriginalStöckchen hab ich übrigens bei Steffie gefunden. Anscheinend genau wie ich ein Büchermaniac ( hm, wie könnte das weibliche Äquivalent heißen : Büchermainiacerin ?, oder auf englisch: book_maniac ..) ….Und wenn jeder Mensch aus der folgenden Liste mindestens 6 Bücher gelesen haben sollte (hm, wobei die Liste ja zu 80 % aus englischsprachigen Autoren/ Autorinnen besteht) … naja, dann könnte ich noch ungefähr 3, 78 Mal wiedergeboren werden …
1. The Lord of the Rings, JRR Tolkien (-)
2. Pride and Prejudice, Jane Austen (SuB)
3. His Dark Materials, Philip Pullman (W)
4. The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy, Douglas Adams (-)
5. Harry Potter and the Goblet of Fire, JK Rowling (-)
6. To Kill a Mockingbird, Harper Lee (-)
7. Winnie the Pooh, AA Milne (+)
8. Nineteen Eighty-Four, George Orwell (+)
9. The Lion, the Witch and the Wardrobe, CS Lewis (-)
10. Jane Eyre, Charlotte Brontë (+)
11. Catch-22, Joseph Heller (W)
12. Wuthering Heights, Emily Brontë (-)
13. Birdsong, Sebastian Faulks (-)
14. Rebecca, Daphne du Maurier (-)
15. The Catcher in the Rye, JD Salinger (+)
16. The Wind in the Willows, Kenneth Grahame (-)
17. Great Expectations, Charles Dickens (+)
18. Little Women, Louisa May Alcott (-)
19. Captain Corelli’s Mandolin, Louis de Bernieres (-)
20. War and Peace, Leo Tolstoy (SuB)
21. Gone with the Wind, Margaret Mitchell (SuB)
22. Harry Potter And The Philosopher’s Stone, JK Rowling (-)
23. Harry Potter And The Chamber Of Secrets, JK Rowling (-)
24. Harry Potter And The Prisoner Of Azkaban, JK Rowling (-)
25. The Hobbit, JRR Tolkien (-)
26. Tess Of The D’Urbervilles, Thomas Hardy (W)
27. Middlemarch, George Eliot (W)
28. A Prayer For Owen Meany, John Irving (+)
29. The Grapes Of Wrath, John Steinbeck (+)
30. Alice’s Adventures In Wonderland, Lewis Carroll (+)
31. The Story Of Tracy Beaker, Jacqueline Wilson (-)
32. One Hundred Years Of Solitude, Gabriel García Márquez (+)
33. The Pillars Of The Earth, Ken Follett (-)
34. David Copperfield, Charles Dickens (-)
35. Charlie And The Chocolate Factory, Roald Dahl (-)
36. Treasure Island, Robert Louis Stevenson (+)
37. A Town Like Alice, Nevil Shute (-)
38. Persuasion, Jane Austen (-)
39. Dune, Frank Herbert (-)
40. Emma, Jane Austen (-)
41. Anne Of Green Gables, LM Montgomery (-)
42. Watership Down, Richard Adams (-)
43. The Great Gatsby, F Scott Fitzgerald (+)
44. The Count Of Monte Cristo, Alexandre Dumas ( SuB)
45. Brideshead Revisited, Evelyn Waugh (-)
46. Animal Farm, George Orwell (+)
47. A Christmas Carol, Charles Dickens (+)
48. Far From The Madding Crowd, Thomas Hardy (W)
49. Goodnight Mister Tom, Michelle Magorian (-)
50. The Shell Seekers, Rosamunde Pilcher (-)
51. The Secret Garden, Frances Hodgson Burnett (+)
52. Of Mice And Men, John Steinbeck (+)
53. The Stand, Stephen King (-)
54. Anna Karenina, Leo Tolstoy (SuB)
55. A Suitable Boy, Vikram Seth (-)
56. The BFG, Roald Dahl (-)
57. Swallows And Amazons, Arthur Ransome (-)
58. Black Beauty, Anna Sewell (-)
59. Artemis Fowl, Eoin Colfer (SuB)
60. Crime And Punishment, Fyodor Dostoyevsky (+)
61. Noughts And Crosses, Malorie Blackman (-)
62. Memoirs Of A Geisha, Arthur Golden (W)
63. A Tale Of Two Cities, Charles Dickens (SuB)
64. The Thorn Birds, Colleen McCollough (-)
65. Mort, Terry Pratchett (-)
66. The Magic Faraway Tree, Enid Blyton (-)
67. The Magus, John Fowles (+)
68. Good Omens, Terry Pratchett and Neil Gaiman (-)
69. Guards! Guards!, Terry Pratchett (-)
70. Lord Of The Flies, William Golding (+)
71. Perfume, Patrick Süskind (+)
72. The Ragged Trousered Philanthropists, Robert Tressell (-)
73. Night Watch, Terry Pratchett (-)
74. Matilda, Roald Dahl (-)
75. Bridget Jones’s Diary, Helen Fielding (-)
76. The Secret History, Donna Tartt (+)
77. The Woman In White, Wilkie Collins (SuB)
78. Ulysses, James Joyce ( +/ -)
79. Bleak House, Charles Dickens (W)
80. Double Act, Jacqueline Wilson (-)
81. The Twits, Roald Dahl(-)
82. I Capture The Castle, Dodie Smith (-)
83. Holes, Louis Sachar (+)
84. Gormenghast, Mervyn Peake (-)
85. The God Of Small Things, Arundhati Roy (-)
86. Vicky Angel, Jacqueline Wilson (-)
87. Brave New World, Aldous Huxley (-)
88. Cold Comfort Farm, Stella Gibbons (-)
89. Magician, Raymond E Feist (-)
90. On The Road, Jack Kerouac (SuB)
91. The Godfather, Mario Puzo (-)
92. The Clan Of The Cave Bear, Jean M Auel (-)
93. The Colour Of Magic, Terry Pratchett (-)
94. The Alchemist, Paulo Coelho (-)
95. Katherine, Anya Seton (-)
96. Kane And Abel, Jeffrey Archer (-)
97. Love In The Time Of Cholera, Gabriel García Márquez (+)
98. Girls In Love, Jacqueline Wilson (SuB)
99. The Princess Diaries, Meg Cabot (+)
100. Midnight’s Children, Salman Rushdie (-)
Heute hatte ich mal die seltene Gelegenheit, mit meiner Tochter in der Stadt BookShopping zu machen. Wir waren in insgesamt vier Buchhandlungen/ Bookstores (Thalia, Jokers, Hugendubel und Zweitausendeins). Sie hat sich den neusten Vampirroman von Michele Bardsley (“Ein Vampir zum Dinner”) und ich mir eine Taschenbuchausgabe von Dostojewski (“Onkelchens Traum”, hab ich wahrscheinlich aber schon mal als Hardcover; hm, oft vergesse ich so was) gekauft.
Hm, und ich kenn jetzt das neuste Lieblingslied von meiner Tochter. Hört sich gar nicht mal so schlecht an:
Ja, für mich einer der besten. Paul Auster. Ein Autor, der seine Vision in Worte fassen kann, visionäre Worte. Der verzaubern kann. Ein Autor, dem man beim Denken zuhören kann, wie dieses Video beweist:
(Zur Zeit lese ich übrigens einen ebenso faszinierenden Autoren: Claude Simon („Die Trambahn“), der genau wie Auster von der Sprache, von der Magie der Sprache, besessen ist.)
1. Meine Lieblingsfarbe ist blau, azurblau.
2. Ab 6.00 Uhr beginnt mein Tag. Auch an den Wochenenden.
3. In meinem Zimmer gibt es keine einzige Pflanze. Noch nicht mal eine aus Plastik.
4. Haustiere hab ich auch keine.
5. Ich besitze keinen Führerschein und hasse Fußball … also ein Verkettung glücklicher Zufälle.
6. Meine Großeltern (väterlicherseits) sind in Polen geboren, deshalb wundern sich auch immer wieder einige Leute über meinen Nachnamen und wollen dann wissen, ob ich mit einem gewissen blauen Kleidungsstück “verwandt” sei.
7. Ich besitze mehr Videos als DVDs.
8. Ich kann gar nicht schwimmen, sondern halte mich nur geschickt über Wasser.
9. Thomas Bernhard ist an meinem 22. Geburtstag gestorben.
10. Sorry, aber ich bin weder tätowiert noch gepierct.
11. Ich besitze über 10.000 Bücher … naja, als Second Hand Book Seller sollte ich das ja irgendwie auch …
12. Mein letztes *romantic dinner* liegt mindestens eineinhalb Jahrzehnte zurück.
Hmmm, Borat in geheimer Mission … nach einem halben Jahr Sprachunterricht und kompletter GesichtsOP versucht sich Borat in seinem neusten
Projekt als brasilianischer Reich_Ranicki-Kamikaze_TV_Reporter …armer Lobo Antunes …
Seit ein paar Tagen leide ich an Schlafstörungen. So langsam erinnert mich mein Zustand an diesen Film mit Al Pacino und Robin Williams. Insomnia. Vielleicht sollte ich mir den aus therapeutischen Gründen ja noch mal angucken.
Jedenfalls war heute Nacht dann auch der bisherige Höhepunkt: bloß zwei Stunden geschlafen. Keine Ahnung warum, aber ich bin dadurch körperlich und psychisch vollkommen aus dem Gleichgewicht. Und warte die ganze Zeit sehnsüchtig darauf, wieder ins Bett gehen zu können, nur um dort erneut kein Auge zuzukriegen … hmm, vielleicht kann ich trotzdem in den nächsten Tagen diesen verdammten Schlafmangel wieder in den Griff bekommen … immerhin ist ja jetzt Wochenende …
Was ich gehört habe ? Florence + The Machine „Drumming Song“
Und schon wieder so ein geniales Buch: John Green: “Die erste Liebe” ( nach 19 vergeblichen Versuchen), oder im Original : “An Abundance of Katherines “. Fällt wieder in die Kategorie “Jugendbuch”. Es geht, wie der Titel schon sagt um Liebe. Um Liebe und um Liebeskummer. Letzteres ist ja eigentlich immer sehr tragisch und teilweise auch sehr schmerzhaft. Oft mit selbstauferlegten Schlaf- und Essensentzug einhergehend. Bevor es aber zu schlimm wird, unternimmt Colin, der Held der “ersten Liebe” mit seinem besten und einzigen Freund, Hassan, einen Ortswechsel. Weg aus der Stadt und weg von seiner Ex. Ihre Flucht endet in Gutshot, einem kleinen Ort im Nirgendwo. Dort treffen sie dann auf Lindsey. Lindsey arbeitet in der Fabrik ihrer Mutter, hat einen Freund und irgendwie fangen die Probleme damit erst richtig an …
Dieses Buch ist für alle, die schon immer mal etwas über Heureka-Erlebnisse, Kurvengrafik, Sitzenlasser und Sitzengelassene, über Ritzenkrümel, Scheibe, Kafir, und andere arabische Schimpfwörter lesen wollten.
Tatsächlich ein wildwitziges, melancholisches und manchmal sogar poetisches Buch. Take a look:
“Hallo ich bin´s, Colin. Ich stehe auf einem Sojabohnenfeld in der Nähe von Gutshot, Tennessee, lange Geschichte, und es ist heiß, K. Ich stehe hier und schwitze, als hätte ich Hyperhidrose. Quatsch. Uninteressant. Jedenfalls ist es heiß, und ich denke an kalte Sachen, damit mir kühler wird. Und da ist mir eingefallen, wie wir einmal nach diesem albernen Film durch den Schnee nach Hause gelaufen sind. Weißt du noch, K. ? Wir waren auf der Giddings Street, und weil es schneite, war alles so still, dass ich nichts auf der Welt hörte, außer dich. Und es war so kalt und so still, und ich habe dich so geliebt. Jetzt ist es heiß, aber es ist wieder so still, und ich liebe dich immer noch.”
(zitiert aus John Green “Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen)”, München, Hanser Verlag, 2008)
In ungefähr einer halben Stunde treffe ich mich mit den Ex-Schwiegereltern beim Italiener. Alice´ Vater hat Geburtstag und auch wenn Alice und ich schon lange getrennt leben, ist das Verhältnis zu den Schwiegereltern eigentlich unverändert geblieben. Beide wohnen seit geraumer Zeit auch in Nürnberg, beide haben Jobprobleme und beide sind irgendwie emotional ineinander verkeilt. Es gibt oft Streit zwischen ihnen. Oder zumindest sind sie oft nicht einer Meinung. Wahrscheinlich wird mich auch gleich wieder so ein Wortgefecht erwarten, trotz oder gerade wegen dieses Geburtstages. Aber egal. Irgendwie freue ich mich, sie wieder zu sehen. Es erinnert mich an früher. Und versetzt mich dann auch automatisch in eine melancholische Stimmung. Irgendwie habe ich akzeptiert, dass es vorbei ist. Endgültig vorbei. Das es nie wieder ein Zurück geben wird.
Alice ist übrigens für ein paar Wochen mit den Kids an die Ostsee gefahren, zu ihren Bruder. Vorher besucht sie ihre beste Freundin in Berlin. Ironie des Schicksals: bis Alice Anfang September wiederkommt, habe ich die 2 Familienmeerschweine in Pflege … Felix und Pluto … Der Glückliche und der Planet … tja, sagte ich ja: Schicksal …
Was ich gehört habe ? Noel Gallagher „To be Someone“
Morgen soll ja der heißeste Tag im Jahr werden, 35 Grad und mehr. Und ich hab mich schon damit abgefunden, dass der Sommer so langsam zu Ende geht. Ich mag im Grunde genommen ja die Wärme und Sonne, aber wenn es zu heiß wird, fühle ich mich krank. Durchgeschwitzt und auch irgendwie ständig müde und möchte am liebsten gar nichts tun. Mein Schlafrhythmus hat sich ja zum Glück wieder etwas eingependelt, aber ich befürchte, dass der morgige sauheiße Tag auch die nächtlichen Temperaturen wieder ansteigen lässt und ich mich somit wieder unruhig im Bett hin- und herwälzen werde. Naja, wenn ich gar nicht einschlafen sollte, werde ich eben anfangen zu lesen (momentan übrigens: Junot Díaz : “The brief wounderous life of Oscar Wao“). Und nach spätestens einer Stunde bin ich dann wieder einschlafbereit, jedenfalls war es bis jetzt immer so.
Was ich gehört habe ? Vielleicht der perfekte SommerSong, der nicht auf meiner Liste steht:
Ja, genau. Die Hitze. Der Sommer dreht heute noch mal voll auf. Schweißtreibend. Das Wetter legt mein Gehirn und somit auch meine Motivation lahm. Gerade befinde ich mich an der Schwelle zu einer ausgedehnten, abendlichen Siesta.
Hm, ideal eigentlich, um wieder mal eine DVD anzuschauen (was mich daran erinnert, unbedingt bald mal wieder ins Kino gehen zu müssen). Hier jedenfalls zwei sehr anregende und wie ich finde, kurzweilige Sommerfilme:
und
Was ich gehört habe ? Tilly and the Wall „Chandelier Lake“
1. “Penolope” von Mark Palansky mit Christina Ricci und Reese Witherspoon
2. “So ist Paris” von Céderic Klapisch mit Juliette Binoche und Romain Duris
3. “Camilla” von Deepa Mehta mit Brigit Fonda und Jessica Tandy
4. “Auf die stürmische Art” von Bronwen Hughes mit Sandra Bullock und Ben Affleck
5. “Der Traum” von Niels Arden Oplev
6. “Izzat – A Killer Thriller” von Ulrik Imtiaz Rolfsen
7. “Die Hüterin der Gewürze” von Paul Mayeda Berges mit Aishwarya Rai
8. “Beside Stories” von Emilia Martínez-Lázaro mit Paz Vega
9. “Blood Diamond” von Edward Zwick mit Leonardo DiCaprio und Jennifer Connelly
Was ich gehört habe ? Wilson Pickett „Land of 1000 Dances“
Gestern und heute konnte ich bereits zwei Filme aus meiner DVD-Liste angucken. “Penelope” und “So ist Paris”. Zwei Filme, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und trotzdem eines gemeinsam haben.
Mein Lieblingsthema nämlich: l´amour …love …die Liebe …
Pelelope ist ein fantasievoller, knallbunter und teilweise auch sehr amüsanter Film über eine junge Frau, auf der ein böser, uralter Fluch lastet, und die deshalb mit einer Schweinsnase zur Welt kam. Der Fluch kann nur rückgängig gemacht werden, wenn sie einen adeligen Mann heiratet … naja, den Rest könnt Ihr wie immer bei Wiki & Co nachlesen. Auf alle Fälle ein im wahrsten Sinne fabelhafter Film. Irgendwie hat er mich an Charlie & die Schokoladenfabrik erinnert … aber fragt mich nicht, weshalb. Ich weiß es selbst nicht.
“So ist Paris” ist ein ganz anderer Film. Er spielt in der harten Realität, im Hier und Jetzt. Es ist nicht unbedingt das PostkartenParis das man zu sehen bekommt. Eher ein nächtliches Paris, weitflächige Markthallen, luxuriöse und weniger luxuriöse Wohnungen, Cafés, ja sogar die Katakomben sind als Motiv vorhanden. Es geht um alte und neue Liebe, um Eifersucht, Tod und Vergänglichkeit. Viele verschiedene Charaktere, die anfangs nichts zu verbinden scheint. Ein herzkranker Tänzer, seine Schwester, eine alleinerziehende Sozialarbeiterin, ihre drei Kinder; ein Uniprofessor, der sich in eine junge Studentin verliebt und noch andere Figuren. Zum Schluss verdichten sich die losen Handlungsstränge zu einen, einzigen hoffnungsvollen Portrait. Und Juliette Binoche war so wundervoll wie schon lange nicht mehr … und über Romain Duris lässt sich nur sagen: er wird nicht mit jedem Film besser, sondern er war „from the very beginning“ der Beste …
Was ich gehört habe ? Dianne Reeves „Gotta be this or that“
1.so sah meine sohn als baby aus ( ich hab auch ein paar solcher Fotos … und ich muss sagen, damals war ich noch hässlicher als heute … richtig knautschzonig und vollspeckig )
2.alkoholkonsum+hervorrufende wiedererwach ( ein exzessiver Konsum führt auf alle Fälle meist ein BÖSES Wiedererwachen mit sich …)
3.niedlich penis ( sind sie das nicht alle irgendwo ?)
4.keine umarmung, bitte. ich bin britin (hmm, Britinnen sind ja für ihre Unnahbarkeit berühmt)
5.kann die klitoris beim höhepunt flüssigk (ähm, theoretisch bestimmt …)
6.holztreppenrenovierung selbstgemacht ( ich besitze weder eine Treppe noch könnte ich diese selbstrenovieren)
7.youtube kid vs kat katapult katastrophe ( tut bestimmt sehr weh )
8.nicht jeder hat einen baum. als glücklic (ich hab´ noch nicht mal einen Babybonsai)
9.wortwahl hörbücher dracula unvollständig ( hm, etwas unvollständige Assoziationskette …)
10.löchriger pvc boden +bilder ( meiner ist an einigen Stellen nur etwas wellig)
11.mein sohn trägt auch röcke ( Reinkarnation von E. Hemingway ?)
12.lilo & stitch monoton klingelton (Klingeltöne sind immer monoton )
13. urlaub glück werbung ( diese drei Begriffe haben doch per se nichts miteinander zu tun …)
14.handstand schwanger filmszene „französis ( ich dachte immer, ich würde mich zumindest etwas im französischen Film auskennen … aber Handstand, keine Ahnung … wer sollte so was filmen ? Rivette, Bunuel oder Goddard ?)
15.microskop sperma ( passt irgendwie zu Nr. 3)
Gerade lese ich “The autograph man” von Zadie Smith. Ich kann noch kein abschließendes Urteil abgeben, da ich erst 70 Seiten gelesen habe. Und irgendwie ist die Story auch etwas verwirrend, da wird immer wieder zwischen verschiedenen Zeitebenen hin- und hergezappt (oder kommt mir das nur so vor ?). Ich bin mir jedenfalls noch nicht ganz im Klaren, wo das alles hinführen soll. Ich kann da noch keine richtige Geschichte entdecken. Und ich bin gespannt, ob ich bis zum Schluss durchhalte, oder den Roman irgendwann enttäuscht weglege.
Aber egal. Ich finde, die Frau hat was. Charisma oder so. Klar, man kann nicht einfach so das Werk und die dazugehörige Schriftstellerin wie zwei vollkommen voneinander getrennte Dinge betrachten.
Hmmm, dieses Video hat mich zumindest sehr fasziniert … ihre Stimme … und wie sie vorliest …vielleicht hab ich auch nur Mitleid mit ihr, weil sie etwas grippig ist …
Vielleicht gibt es ja Dinge im Leben, denen man eine zweite Chance einräumen sollte. Und nachdem es das erste Mal nicht geklappt hat, werde ich es diesmal zum zweiten, und dann sicher auch zum letzten Mal probieren. Es geht um ein Buch, eigentlich sind es mehrere, aber an diesen einem bin ich vor ungefähr 3 Jahren gescheitert. Hab den Roman nach 50 Seiten enttäuscht weggelegt. Und heute -als ich in der Bibliothek war-, hat mich gerade dieses Buch mit großen, traurigen Lies-mich-bitte-noch-ein-letztes-Mal-Augen angeguckt. Naja, und da bin ich schwach geworden …
Bin gespannt, ob von Euch jemand errät, von welchem Buch ich spreche …
Was ich gehört habe ? Daniel Merriweather „Getting out“
Es wird Herbst. Vielleicht nicht kalendarisch, aber in mir drin. Ich spüre, dass sich die Außenwelt wieder verändert. Es wird abends immer etwas früher dunkel. Morgens ist es schon sehr kühl. Und auch die Lichtverhältnisse werden langsam anders. Die Sonne wirkt ausgebleicht, kraftloser als noch vor ein paar Wochen. Seit heute Nachmittag so etwas wie ein erster Vorbote: ein kleiner Sturm. Peitschend, ungestüm. Als wenn er auf etwas warten würde. Anders jedenfalls als die normalen, vorangegangenen Sommerböen.
Auch in mir kommt dieser erste ausharrende Sturmwind auf. Und wie jedes Jahr überfällt mich eine unüberwindbare Traurigkeit. Eine Traurigkeit, die vielleicht was mit der Symbolik dieser Jahreszeit zu tun hat. Herbst bedeutet für mich Zusammenrücken, so dicht es nur geht, sich aneinanderschmiegen und sich gegenseitig Wärme geben. So etwas wie Gemütlichkeit und Geborgenheit fühlen. Herbst bedeutet Familienzusammensein. Das ist das Schwerste für mich. Losgelöst zu sein. Kein Teil dieser Gemeinschaft mehr sein zu können. Abgeschnitten von dieser Innenwelt.
Ich bin wieder deprimiert, ich weiß … und dabei sollte ich der glücklichste Mensch überhaupt sein. Weil ich wieder Liebe empfinden kann. Und wieder geliebt werde. Bedingungslos geliebt werde. Weil es einen Menschen gibt, der mich aus meiner Einsamkeit herausgeholt hat. Der mir jeden Tag aufs Neue zeigt, dass es sich lohnt . Das Leben. Der Kampf. Und die allgemeine Verzweiflung.
Doch dieser Mensch kann leider nur bedingt anwesend sein. Weil er, genau wie ich, noch ein zweites Leben führen muss. Und weil dieser Mensch nicht jedes Mal körperlich anwesend sein kann. Ja, so gesehen führen wir eine Long Distance Beziehung. Aber es ist gut so wie es ist. Ich bin nur ab und zu etwas zu ungeduldig. Und will mehr. Höher und weiter hinaus. Nicht vernünftig sein. Aus der Zeit herausbrechen. Und mir dann doch irgendwann meine Flügel verbrennen …
Was ich gehört habe ? Melody Gardot „Some Lessons“
Nein, alles andere als ein glücklicher Tag. Ich bin wieder mal kurz davor, depressiv zu werden. Fühle mich müde und kraftlos. Selbst Schwimmen hat mir heute nicht den nötigen Kick gebracht. Deshalb versuchte ich es mal hiermit:
Ja, hat mir teilweise sehr gut gefallen. Obwohl ich mich schwer in die Rolle einer Nanny hineinversetzen kann. Aber Scarlett Johansson war zauberhaft wie immer, also 8 von 10 Punkten für sie und noch mal 2 für den Film … also dann 10/10 …(bin in meinem jetzigen Zustand sehr leichtsinnig großzügig, was Punktevergaben betrifft)
Und schließlich gab (und gibt ) es da zum Glück noch ein abwechslungsreiches Bücher_Wellness_Programm:
1. Jerry Spinelli “Lieber Leo – Dein Stargirl” (ein sehr poetisches (hm) Jugendbuch)
2. Craig Thompson “Tagebuch einer Reise“(eine Graphic Novel der etwas anderen Art)
3. Stefan Merril Block “The Story of Forgetting” ( eine AlzheimerGeschichte … oder -wenn man zwischen den Zeilen liest- eine Geschichte über das Vergessen an sich )
für dich
schneide ich
die Zeit
in kleine
Stücke
über die Welt
verteilt
wie Asche
auf die Planeten
in alle Richtungen
winzige
Flocken
bilden
gestreut
ein Weg
aus Zeitkrumen
weit hinaus
höher als
irgendwas
und irgendwann
regnen sie
gekörntes Weiß
auf dich herab
auf deine Zunge
auch dein Herz
vielleicht
in deine Gedanken …
An so einem Katastrophentag wie heute hilft nur noch eine tödliche Dosis Klaxons, auch wenn schon etwas älter, passt sich dieser Songmantel perfekt meiner derzeitigen (Herbst)Stimmung an:
Weil ich es immer noch nicht geschafft habe, JUNO anzugucken. Ähm, wie alt ist der Film jetzt ?! Und ein weiteres „Shame on me“, weil ich außerdem Diablo Codys „Enthüllungsroman“ irgendwo unter meinem Bücherstapel begraben habe. Dabei fängt das Buch richtig gut an:
„Um sich auszuziehen, kommt niemand nach Minnesota – zumindest nicht soweit ich weiß.Für seine Nachtclubs ist dieser Staat nämlich nicht gerade bekannt. Im trostlosen hohen Norden ist Väterchen Frost ein freigiebiger Sadist mit Eiskristallen im Kinnbärtchen. Der Winter ist der Stoff, aus dem hier die Legenden sind: totgeboren, im Schnee erstickt, leblos wie die Eisschollen auf den mehr als zehntausend Seen.“
Und dann, irgendwo in der Mitte des Buches, eine Liste mit den „zehn schlimmsten Stripperinnennamen“:
Endlich sind sie wieder da. Meine Kinder. Zurück von der Ostsee. Dort wo sie mit Alice drei Wochen lang Verwandte und Freunde besucht haben. Die Zeit ohne sie war schwer. Ich musste jeden Tag an sie denken. Und erinnerte mich an frühere, gemeinsame Ferien. Auch an der Ostsee, am Strand. Erinnere mich daran wie es war, diesen grobkörnigen Sand unter meinen Füßen spüren zu können, an die spitzen und kalten Steine im Wasser, an den Geschmack des Meeres, an den Salzgeruch und an Kinderlärm, an alle Geräusche, die irgendwie mit der Ostsee zusammenhängen.
Ja, und heute sind sie also wieder da. Gestern rief mich meine Tochter an. Und sagte, dass sie an diesem Wochenende unbedingt bei mir übernachten wolle, weil sie mich wiedersehen wolle und auch um sich etwas auf die Schule vorbereiten zu können. Sie möchte Englisch und Mathe mit mir lernen. Ich hasse Mathe, also werden wir uns das Wochenende gemeinsam durch irgendwelche binomischen Formeln quälen, oder Volumen und Fläche eines Quaders ausrechnen. Und vielleicht gehen wir dann anschließend noch ins Kino. Und vielleicht gucken wir uns sogar “Hangover” an. Mit Popcorn und so. Das beste Mittel gegen die alljährlich aufkeimende Herbstdepression…
Zwei Tage mit meiner Tochter sind wie zwei Tage auf einer einsamen Insel. Sie Freitag, ich Robinson, oder umgekehrt, spielt aber eigentlich keine große Rolle. Tatsache ist, dass ich immer wenn ich mit eines meiner Kinder (oder beiden) zusammen bin, Raum und Zeit vergesse. Und das obwohl ich diesmal gar nicht so viel unternommen habe (ja, ich war noch nicht mal im Kino; aber nächstes Wochenende ….). Meine Tochter und ich haben uns einfach nur sehr lange unterhalten, haben etwas Englisch gelernt, waren einmal gemeinsam im Schwimmbad, haben beide (unabhängig voneinander) schlecht geschlafen, haben uns ein paar DVDs angeguckt und zwischendurch (jeder für sich) etwas gelesen ….hm, und morgen also Montag …und da noch Ferien sind …und Alice morgen Zwischendienst hat, bin ich wieder am Zug … diesmal haben wir noch einen InselMitbewohner … meinen Sohn … naja, mal sehen, ob er uns auch ein paar Kokosnüsse besorgen kann … oder ein paar Fische angeln …
blank
geschliffene
flügel
lahm
aus der
dreiuhrmaschine
washington d.c.
oder war noch was
du heißt partisan
sagst du
vorname che
grinst
legst deinen arm
um mich
I like you
wir kennen uns nicht
und schaust dabei
auf gefrorenen nebel
one way
fensterplatz
und lachst
blutiger lügner
ritzt du unter
deine und meine haut
geschmolzenes metall
nennst du es
ein abschied
ein tattoo
für immer
das letzte branding
vor dem absturz
es muss sein
bevor wir
verbrennen
das was dann
von uns noch
übrig sein wird
verdammter
seelenloser
konfettiregen
über einer nie
schlafenden stadt
mütter
fremdgehende
mordende väter
totgeburten
alle schuld
der welt
du glaubst
an nichts
urbaner inzest
deshalb sind wir
besonders
und sterblich
die wahrheit
schreist du
liegt als
nackte masse
unter uns
löst die ketten
springst
und
fliegst
durch goldene reifen
die schlinge
um meinen
hals
kerbt sich
enger
deine hände
graben
kerosin
getränkte
worte ätzen
die explosion
atomar
stille
erschöpfend
ein neuer morgen
dunkelheit
überschüttet
gegen das
licht
wunden
ohne echo
ein foto vielleicht
eine karte
abgerissen
irgendwo
eine botschaft
unter den
trümmern
Unregelmäßiger Schlaf. Motivationstief. Trotz Sonne und angenehmen Außentemperaturen einen bitteren Geschmack im Mund. Es ist Herbst. Und ich bin wieder mal depressiv….
Aber ich lebe und lese noch. Wenigstens das.
Was ich gehört habe ? The Killers „Jenny was a friend of mine“ l
Ich lese einfach wieder zu viel. Kreuz und quer. Über- und aufeinander. Von links nach rechts. Und von rechts nach links. Aber das Lesen hilft mir, meine “Herbstdepression” zumindest etwas abzuschwächen.
Momentan auf meinem imaginären Nachttisch (denn ich lese meist abends und im Bett):
1. Simon Beckett “The Chemistry of Death” … inzwischen ja schon so was wie ein Kultautor … bin mal gespannt, ob er genauso schreibt wie Kathy Reichs und Patricia Cornwell …
2. Marisha Pessl “Die alltägliche Physik des Unglücks” … ein ziemlich dicker Debütroman (ca.600 S.) einer New Yorker Schriftstellerin, die schön wie ein Engel ist und schreibt wie hmmmm ….(ohne jetzt mit großen, bedeutenden Namen um mich schmeißen zu wollen) … wie Pynchon oder David Foster Wallace … was die Querverweise und die Eloquenz betrifft … aber nur so eine spontane, jederzeit noch veränderbare Feststellung … (hat übrigens jemand von euch “Gegen den Tag” oder “Infinite Jest” (DFW) gelesen ?)
3. Adam Langer “Crossing California” … ein Wahnsinnsbuch … allein schon wegen der Seitenzahl
(fast 600 S.) … dann wegen des Multiplots …und am wichtigsten: die Sprache … Langer schafft es immer wieder, unglaubliche Figuren mit unglaublichen, überraschenden Ereignissen in Verbindung zu bringen …am Schluss hat er ein fertiges Figurenpuzzle zusammengelegt … jede(r) kreuzt irgendwann mal die Umlaufbahn des anderen …
4. Mikael Niemi “Populärmusik aus Vittula” … ein schwedischer Bestseller, schon etwas älter … aber gute Literatur hat ja sowieso kein Haltbarkeitsdatum …und der (bisher) beste Satz taucht schon auf den ersten 10 Seiten des Buches auf : “Ich habe mich freigepisst” …
Hm, falls morgen alles klappt, werde ich endlich den schon für letzte Woche vorgesehenen Kinobesuch nachholen : “Hangover” ….
Was ich gehört habe ? Kasabian „Last trip (in flight)
WOW, schon das zweite Wochenende, das meine Tochter ALLEIN mit mir verbringt. Alice geht auf irgendein RockKonzert (sie definiert es jedenfalls so; für meine Tochter war schon „Silbermond“ rockig; vielleicht sollte ich sie mal zu einem MetallicaLiveEvent mitnehmen, damit sie den Unterschied hört, aber egal …), mit Zelten und so. Na, dann viel Spaß, bei den nächtlichen Temperaturen, aber sie hat ja eine menschliche Wärmflasche dabei. Die ich übrigens vor ungefähr zwei Wochen mal wieder in Augenschein nehmen durfte. War irgendwie schon sehr bizarr. P. war aufgeregter als ich, er flüsterte und betonte einzelne Worte so komisch, irgendwie musste er anscheinend etwas klugscheißern (ich weiß nicht, warum Pädagogen und Informatiker immer den Drang haben, andere missionieren zu müssen), und hat dabei mit einer einzigen unüberlegten Bewegung den halben AbendbrotsTisch abgeräumt, echt großes Kino.
Apropos Kino … na, Ihr wisst schon … „Hangover“ und Popcorn und ….
Verdammt, wann war ich eigentlich das letzte Mal im Kino ?! 2006 ?! 2007 ?! Kommt mir wie eine halbe Ewigkeit vor …
Wenn der Film nur halb so gut ist wie „Love Vegas“ oder „You Don’t Mess with the Zohan“ (mit meinem absoluten LieblingsComedian Adam Sandler) ist, dann … visuelles „AntiHerbstDepressionsMittel“
Was ich gehört habe ? Pulp „Do you remember the first time“
Drei Typen, die nach einer alkoholträchtigen Nacht in einer verwüsteten LasVegasHotelSuite ohne ihren 4. Mann aufwachen und sich deshalb auf die Suche nach ebendiesen machen. Das ist grob gesagt, die Ausgangssituation des Films. Und was dann folgt ist einfach zu verrückt und im Grunde genommen auch gar nicht so wichtig. Je tiefer die drei Freunde sich mit mit den Geschehnissen ihrer „gedächtnisverlustigten“ Nacht auseinandersetzen, desto tiefer geraten sie in einen wahnwitzigen Abgrund von Sex, Drugs & Rock ´n Roll.
Jedenfalls ist alles drin, was ein echtes Feel-Good-Movie ausmacht. Action, (derber) Humor, Situationskomik, pointierte Dialoge, toller Soundtrack und coole Kulissen. Nicht umsonst einer der Blockbuster dieses Jahres, für den es aber wahrscheinlich keine Oscar-Nominierung geben wird, weil er einfach zu abgedreht ist. Obwohl jeder der Darsteller ihn verdient hätte (einschließlich des Babys … oder ist das etwa computeranimiert ?).
Zweites Release ( nach „I am somebody“) von DIAM`S neuem Album, das leider erst am 16.11.09 (in Frankreich) erscheinen soll. >Titel gibt es auch schon: „S.O.S.“<
Frage des Tages: Warum berührt mich P. Swayze´s Tod ? Bei Michael Jackson habe ich nur so ein Gefühl des indifferenten Verlustes gespürt … Bei Swayze ist es mehr so etwas wie ein leerer Raum, der nun für immer leer sein wird. Vielleicht weil „Dirty Dancing“ einer der Filme war, die für mich so etwas wie einen nie gelebten (Jugend)traum darstellten. Mit Tanzen, oder mit irgendeiner anderen außergewöhnlichen Leistung bei einem außergewöhnlichen Mädchen einen Eindruck hinterlassen zu können, das hatte was. Ja, vielleicht war es genau das. Ein Film, der eine HyperRealität vortäuscht, der dadurch natürlich auch irgendwie kitschig verlogen war, und den ich dennoch als „young & innocent“ boy wie eine bittersüße Beruhigungspille geschluckt habe.
Dann kamen andere Filme, immer noch mit Swayze, und immer noch in einer ähnlichen hollywoodesken Rolle. In „North & South“ z.B. und in „Ghost“, beides Filme, die ihn wiederum als „Gutmenschen“ oder zumindest als loyalen Charakter etablieren wollten.
„Ghost“ war ein ebenso unerklärliches BlockBusterPhänomen wie „Pretty Woman“, oder vielleicht auch nicht, weil beide Filme so etwas wie die Sehnsucht nach dem Unerreichbaren erfüllten.
So richtig ernst genommen habe ich ihn dann erst in „Point Break“, an der Seite von Keanu Reeves (vielleicht auch wegen der brillanten Regie von Kathryn Bigelow) …jedenfalls war es ein weitaus coolerer Film als „Ghost“, weil es einen anderen Swayze zeigte, einen „härteren“, der nun nicht mehr tanzte oder spiritierte, sondern ein bisschen böse war, und nun mit einem Surfbrett unterwegs war.
Swayzes´ letzte wirklich (von mir wahrgenommene) sehenswerte schauspielerische Leistung war in „11:14″ … ein sehr reduziertes, fast schon kammerspielartiges Agieren und so etwas wie ein Verleugnen seiner vorangegangen „Karriere“ als „Jugend“- und „PinUpIdol“ …
Hmmm, vielleicht sollte ich mir bei der Gelegenheit noch ein paar andere Post-DirtyDancingProduktionen ansehen ….
Was ich gehört habe ? The Black Keys „Psychotic Girl“
1. „Motel“ : Regie Nimród Antal mit Kate Beckinsale und Luke Wilson
2. „Smart People“: Regie Noam Murro mit Dennis Quaid, Sarah Jessica Parker und Ellen Page
3. „James Bond: Diamonds are forever“ Regie: Guy Hamilton mit Sean Connery und Charles Gray
4.“Coffee and Cigarettes“ von Jim Jarmusch mit Tom Waits, Iggy Pop, Cate Blanchett, Bill Murray …
5.“Arsène Lupin“: Regie Jean-Paul Salomé mit Romain Duris, Kristin Scott Thomas und Eva Green
6. „Revolver“ Regie: Guy Ritchie mit Jason Statham und Ray Liotta
7. „Zurück nach Dalarana!“ Regie: Maria Blom
8. „Gucha“ produziert von Emir Kusturica
9. „Friends with money“ von Nicole Holofcener mit Jennifer Aniston, Joan Cusack & Frances McDormand
10. „Die Witwe von Saint-Pierre“ Regie: Patrice Leconte mit Daniel Auteuil, Juliette Binoche & Emir Kusturica
Endlich Wochenende, wobei Wochenende nicht zu verwechseln ist mit „Ende“ der Woche, denn für mich stellt es eher so eine Art Anfang dar. Denn diesmal hab ich das seltene Glück, für zwei Tage BEIDE Kids für mich allein zu haben (die letzten zwei WE war es ja nur meine Tochter) …
Alice ist heute bei P., der seit kurzem einen InformatikerJob in München hat, und sich deshalb nur mal für ein oder zwei Tage in Nürnberg aufhalten kann. Momentan wohnt er noch in seinem alten WG-Zimmer, aber in absehbarer Zeit wird er dann endgültig in die südbayerische Metropole übersiedeln. Alice will deshalb natürlich jede freie Minute mit ihm verbringen, und übernachtet heute auch bei ihm. Dann hat sie morgen und übermorgen Frühdienst incl. eines Stationsfestes …
Und in ca. 1 1/2 Wochen fährt sie zur Kur und ich werde während ihrer Abwesenheit für fast einen Monat wieder in die alte, also ihre Wohnung einziehen. Erstens ist der Schulweg deutlich kürzer, und zweites -was viel entscheidender ist-, haben die Kids hier viel mehr Platz als in meiner 1-ZimmerGefängnisSuite …
Komisch, dass ich wenn ich bei meinen Kindern bin, nichts von meiner sonst omnipräsenten Herbstdepression spüre … kann sein, dass es einfach an der Zerstreuung liegt … an diesem abenteuerhaften, zweiten Leben und der damit verbundenen väterlichen Selbstdisziplin …
Was ich gehört habe ? Brad „Raise Love“
Edit: Komisch, der post war unter „ArtikelBearbeitung“ …irgendwie bereitet mir wordpress immer noch Probleme … jedenfalls hab ich den Eintrag schon gestern Abend geschrieben, hab den „BearbeitungsStatus“ aber erst heute Morgen entdeckt und kann daher diesen Eintrag nur zeitversetzt „aktivieren“ … sorry …
Hier wieder mal 10 der „besten“ Suchbegriffe, unter denen mein Blog gefunden wurde:
1.“ich kehrte der gähnenden leere den rücken
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9.wer mag the killers?
10.pudelmütze zärtlich haribo hose mineralwasser
Was ich gehört habe ? Thunderheist „Nothing 2 step 2″
Einer der berühmten Zitate der Filmgeschichte, nämlich: „Dagegen bin ich machtlos“, ausgesprochen von John Malkovich in „Gefährliche Liebschaften“, ist zwar sicherlich nicht in direktem Zusammenhang mit dem „Machtlos“-Film von Gavin Hood zu bringen, könnte aber vielleicht als kleiner ironisch-cineastischer Seitenhieb durchgehen, denn genau das brauche ich heute … etwas Ironie … und etwas Kino, wenn auch nur in abgeschwächter Form (DVD) …
Was ich gehört habe ? Bat for Lashes „Seal Jubilee“
Vor genau einem Jahr schrieb ich hier meinen ersten Blogpost. Damals wusste ich noch nicht genau, wohin es mich führen würde. Ich hatte nur eine vage Vorstellung. Im Grunde genommen ging es mir dabei um “Strukturgewinnung”. Es ging darum, meinem chaotischen Leben etwas mehr Halt zu geben. Eine Art Rettungsanker, den ich jeden Tag aufs Neue auswerfen konnte. Es sollte etwas Beständiges sein. Ein kleines bisschen Regelmäßigkeit in meinen Alltag bringen. Nicht mehr und nicht weniger. Und wenn ich so zurückblicke, hat der Blog und die täglichen Einträge mehr als das geleistet. Auch wenn ich – meist aus Zeitmangel-, in den letzten Wochen nur noch sehr kurze und vielleicht für viele von Euch “lückenbüßerhafte” YouTubeBeiträge abliefere. Ja, es scheint so, als würde es mir an einer gewissen Ernsthaftigkeit fehlen, an Motivation und an Willensstärke. Aber der Hauptgrund ist tatsächlich die mangelnde Zeit. Ich merke, dass ich immer wieder mein Zeitkonto überziehe. Kann sein, dass es daran liegt, dass ich momentan andere Interessen und Bedürfnisse in den Vordergrund stelle. Lesen z.B. ist inzwischen wieder sehr zentral geworden. Die Lust an Literatur allgemein. Es gab nämlich eine Zeit, in der ich gar nicht mehr las, oder wenn dann höchstens nur für ein paar Minuten in ein paar Zeitschriften geblättert habe. Das hat sich in den vergangenen Wochen stark geändert.
Und noch etwas hat sich geändert. Innerhalb dieses einen Blogjahres. Ich bin sensibler geworden, gefühlsanfälliger. Nicht dass es mir jetzt gelingt, mehr Gefühl und Leidenschaft zu zeigen. Im Grunde genommen wirke ich nach außen hin immer noch sehr indifferent, aber meine Innenwelt ist es nicht mehr. Mir kommt es vor, als würde ich andere Menschen besser verstehen, als könnte ich ihre Gedanken und Wünsche besser nachvollziehen. Ich bin nicht besser, nur anderes geworden. Und bin immer noch auf der Suche. Nach Glück. Nach ultimativem Glück. Auch wenn das eine vollkommene Illusion ist . Und wäre ich glücklich, wenn ich tatsächlich Glück hätte ? Und was käme danach ? Ist dauerhaftes Glück ein erstrebenswertes Ziel oder nur eine Sackgasse ? Käme nach diesem Glück nicht das innere Verlangen nach etwas “Höherem” ? Und ich war nie jemand, der glücklich sein konnte, einfach so. Ich suche immer nach Fehlern. Und lerne mich immer besser kennen. Die Blogs die ich verfolge helfen mir dabei. Ich merke, dass nichts und niemand perfekt sein kann. Das Streben nach Perfektion oder das Verlangen nach Vollkommenheit hindert mich genauso wie mein fast ununterbrochenes Nachdenken am wirklichen Leben. Aber – und das ist das Beruhigende- es geht vielen da draußen in der virtuellen Wirklichkeit oft wie mir. Gerade das Scheitern und das Eingeständnis, “mangelhaft” zu sein, macht das Leben erträglich. Jeden Tag aufs Neue … und dafür danke ich Euch. Euch allen, die ihr mir zeigt, dass es unendlich viele Wege gibt … das das eigene Leben, wenn man es mit den “anderen Leben” vergleicht, doch nicht so eigenartig und besonders ist … sondern nur eines unter 1000 hoffnungsvollen Perspektiven, sich selbst (und die “Anderen”) zu ertragen …
Was ich gehört habe ? The Beta Band “Dry the Rain”
Hm, wenn ich gestern das Wort „Zeitmangel“ verwendet haben soll, dann war das -wenn man den heutigen Tag zugrunde legt-, maßlos untertrieben (wobei ich doch normalerweise eher zu Über_treibungen neige). Nein, heute werde ich in einer tiefschwarzen Zeit_höhle festgehalten, gefesselt und geknebelt, und kann leider nur meinen täglichen „Pflichteintrag“ schreiben….
Hab ich schon erwähnt, dass ich Österreich mag ? Alles, was mit Österreich zu tun hat ? Wenn ich die Chance hätte, wieder geboren zu werden, müsste ich nicht lange überlegen. Entweder Wiener oder Grazer ….
Doch bevor es zu einer solchen folgenschweren Entscheidung kommt, hör ich noch ein bisschen liveRadio … von Österreichs bestem Radiosender: fm4
Somit erübrigt sich auch heute die Frage nach dem, was ich gehört habe ?
Is eh klar …fm4 natürlich
Alice ist in den nächsten drei Wochen nicht zu Hause und kann deshalb auch nicht auf die Kids aufpassen. Deshalb bin ich mal wieder in der alten Wohnung. Irgendwie ist es wie früher, aber nur irgendwie. Es ist ein komisches Gefühl, nun nicht mehr in einem großen Bett zu schlafen, sondern auf einer kleinen, schon etwas durchgelegenen Matratze, die auf dem kalten Laminatboden liegt. So als wäre ich ein Fremder, ein geduldeter Einbrecher, der nichts stehlen, sondern nur seine eigene Vergangenheit einfordern will.
Und draußen wird immer kühler und unbeständiger. Herbstwetter, so wie ich es immer wieder in meinen schlimmsten Alpträumen ausgemalt habe. Aber dadurch, dass die Kids da sind, und immer wieder meine ungeteilte Aufmerksamkeit wünschen, ist es nicht ganz so dramatisch, nicht so depressiv-verzweifelt, sondern gedämpfter Natur. Abends bin ich dann so erschöpft, dass ich schon kurz nach 22.00 Uhr ins Bett
(hmpf, auf die Matratze) falle. Zum Glück habe ich aber für ausreichend Lesestoff sorgen können:
1. “Die windige Stadt” Adam Langer
2. “Der Sinn des Lebens” Terry Eagleton
3. “Wir retten Leben, sagt mein Vater” Do van Ranst
4. “Der Knacks” Roger Willemsen
5. “Charlottes Traum” Gabi Kreslehner
Richtig interessant wird es übrigens, wenn man einzelne kurze Zitate aus den jeweiligen Büchern herauspickt und sie nebeneinander stellt. Ungefähr so :
“Mein Vater lag in Sterben, ich dachte, dass selbst das an einem heißen Tag mühevoller ist, und ging in den Garten.”
“Carlo hatte Heimweh. Jedes Jahr im April hatte er Heimweh, am schlimmsten um den Tag herum, an dem sein Vater gestorben war.”
“Lennie schwärmte, durchs Chanten könne Carl alles bekommen, was er haben wolle. Carl sagte, in seinem Leben habe er auch als Atheist alles fast alles bekommen.”
“Wer an Gott oder eine andere intelligente Kraft hinter dem Universum glaubt, für den hat die Welt einen eingebauten Sinn und Zweck, weil sie selbst ein Artefakt ist .”
“Dieser Gedanke gefällt mir. Stell dir vor, mein Opa hätte hier kurz vor seinem Tod wie ein Held gekämpft !”
Wenn man es geschickt anstellen würde, und entsprechende Sätze aus allen fünf Büchern patchworkmäßig zusammensetzen würde, hätte man am Ende vielleicht sogar einen 2000 Seiten dicken Bestseller. Ok, so wie es scheint, würde es dabei hauptsächlich ums Sterben und Tod gehen … aber war nicht gerade Simon Beckett mit ähnlich düsterer Thematik wahnsinnig erfolgreich ?
Was ich gehört habe ?: Pete Yorn & Scarlett Johansson “Relator”
Es ist schon sehr erstaunlich, wie schnell ich wieder meine Rolle als (alleinversorgender) Vater angenommen habe. Normalerweise sehe ich meine Kids ja nur zwei oder drei Mal in der Woche (meinst nachmittags oder am Wochenende) ,aber dass ich sie jetzt rund um die Uhr -so wie früher- um mich habe, also mit ihnen leben kann, ist ein fast schon zu paradiesischer Zustand. Ja, so stelle ich mir Glück vor – und vielleicht kann ich so ein Glückgefühl auch nur innerhalb eines familiären Umfelds empfinden. Pseudofamiliär, weil es fehlt ja ein wichtiger Teil. Andererseits kann ich mir auch ein Leben ohne diese zweite, “mütterliche” Komponente vorstellen. Und ich male mir aus, wie es wäre, so vollkommen ohne sich auch “um die Kinder kümmernde Frau” an meiner Seite. Wie würde mein Leben mit ihnen aussehen ? Leben heißt ja nicht nur das Leben an sich, sondern darüber hinaus noch sämtliche Probleme abfangen und “immer” da sein. Alleinverantwortlich würde auch bedeuten, sehr wenig Zeit für andere Dinge zu haben. Irgendwann vielleicht erschöpft sein … so als einzige Bezugsperson …
Ich weiß, ein absurder Gedanke, sehr egoistisch. Nur ich und die Kinder. Wahrscheinlich würde dann doch etwas Wichtiges fehlen. Vater, ???, Kind …
Hmm, einerseits ist da eine sowieso nicht mehr zu füllende Lücke, ein unsichtbares emotionales Vakuum zwischen mir und den Kindern und andererseits traue ich mir auch zu, sie in Zukunft ganz autark und unabhängig großzuziehen. Ohne Alice …
Mal sehen, ob ich nach diesen drei Wochen immer noch so “glücklich” und belastbar bin …und immer noch so denke …
Was ich gehört habe ? “Feed the Horses” Fagget Fairys
Kurz vor 22.00 und ich bin wieder todmüde. Todmüde UND glücklich. Weil ich heute viel mit meinen Kids unternehmen konnte.
Und tot, weil ich etwas zu viel Fußball gespielt habe (wobei ich Fußball doch eigentlich hasse …)
Und müde, weil ich heute mitten in der Nacht (so ca. 5.00) aufgewacht bin und nicht mehr einschlafen konnte …
Deshalb auch ein großes, dickes Sorry, dass ich in letzter Zeit so wenig zum bloglesen und mailschreiben komme … aber jetzt ist ja Wochenende und vielleicht schaffe ich es ja diesmal, meine Zeit etwas besser einzuteilen …
Ich finde, es ist mal wieder Zeit für eines dieser Stockdinger. Entdeckt hab ich es diesmal in ZOEYS Blog (ich bin sehr froh, dich *wiedergefunden* zu haben !).
Es lautet “Wenn ich nicht ich wäre, wäre ich…“
Hier meine “Antworten”:
…ein Monat: Mai
…ein Wochentag: Freitag
…eine Tageszeit: kurz vor dem Morgengrauen
…ein Planet: Mars
…ein Meerestier: Tintenfisch
…eine Richtung: nach oben
…eine Zahl: 898736363293898989,11134
…ein Kleidungsstück: verwaschene Levi´s
…ein Schmuckstück: Diadem
…eine Kosmetik: Eau de Toilette
…eine Blume oder eine Pflanze: Cactus
…eine Flüssigkeit: Rotwein
…ein Baum: Kastanienbaum
…ein Vogel: Nachtigall
…ein Möbelstück: begehbarer Kleiderschrank
…ein Wetter: sonnig
…ein mythisches Wesen: Einhorn
…ein Tier: Rhinozeros
…eine Farbe: bleu comme l´enfer
…ein Element: Silber
…ein Auto: Jaguar
…ein Lied: “I´ll kill her” SOKO
…ein Film: “Romancing the Stone”
…eine Filmfigur: Vincent (Jean Reno) in J. Frankenheimer´s “Ronin”
…eine Stimmung: himmelhoch ….,zu Tode ….
…ein Körperteil: Kopf
…ein Gesichtsausdruck: schüchtern & verlegen
…ein Schulfach: Deutsch
…ein Gegenstand: Bleistift
…ein Wort: “ProppaGanda”
…ein Körpergefühl: Gänsehaut
…ein Knabbergebäck: ThaiChips
…eine Sportart: Synchronschwimmen
…eine Droge: Kautabak
…ein Getränk: Cola Zero
…eine Eissorte: Tiramisu
…eine österreichische Stadt: Vienna, ganz klar …
…ein Märchen: “Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen”
…ein Spielzeug: Papierdrachen
…ein Land: Great Britain
* streng genommen müsste es „It ain´t Me, Babe“ heißen. Aber ich bin kein Dylanianer, sondern nur einer, der seine Songs (und seine knarrzige Stimme) mag, sonst nichts. Und außerdem hat der post ja auch nichts mit dem guten Bobby gemeinsam …ach, egal …
Was ich gehört habe ? Soko “Why do you treat me like you do ?”
Doch ganz schön anstrengend, so ein EinFamilienVaterDasein. Man muss echt an 1000 Sachen gleichzeitig denken. Schwimmen zum Beispiel. Mein Sohn braucht neben seinem „SwimmSuit“ nämlich auch noch seine maßgeschneiderte Schwimmbrille, und da bei Alice ein wahrer Überschuss an solchen Brillen herrscht, -vor allem was Form und Farbe betrifft-, war es gar nicht so einfach, da die passende für ihn rauszufischen. Für mich sehen die sowieso alle gleich aus. Naja, nach 15 Minuten investigativen Einsatzes hatten wir dann endlich alles zusammen: Schwimmzeug, Badetücher, Duschgel und Brille. Irgendwo unter dem ganzen Zeugs dann auch noch ein prallgefüllter GoGoBeutel (so kleine gelbgrünpinke Plastikmännchen, mit übergroßem Gesicht und Schrumpfkörper) und einen kleinen Snack (er braucht nach dem Schwimmen immer was zu essen).
Dann noch die neuste Mickey Maus gekauft, und ab in die UBahn (zum Glück nur 2 Stationen) kamen wir hochmotiviert im Nürnberger Nordostbad an, und mussten feststellen, dass heute Nachmittag „Frauenbadetag“ war. Eine feste Institution, jeden ersten Montag im Monat, immer ab 15.30 … und wir waren um 14.30 da … hätten nur noch 30 Minuten gehabt, denn die anderen 30 Minuten sind ähm … „Gleitzeit“.
Vollkommen am Boden zerstört, hat es mein Sohn dann geschafft mein ruiniertes Ego wieder aufzubauen, indem er mich in die nächste UBahn entführt hat, die uns zum anderen Schwimmbad (Südbad) bringen konnte. Da kennen die weder Frauenbadetage noch Schließzeiten (donnerstags ist das Nordostbad nämlich auch zu). Alles in allem hat uns diese Aktion heute wertvolle Stunden gekostet. Wir waren erst um kurz vor 17.00 wieder zu Hause, also in Alice Wohnung. Und dann noch Hausaufgaben machen zu müssen, ist echt unfair …
Naja, aber ich bin trotzdem immer noch glücklich … ohne meine Kinder fehlt einfach ein entscheidender Teil in meinem Leben…
1. Sarah Kuttner „Mängelexemplar“
2. Nicolas Fargues „Nicht so schlimm“
3. Ann Brashares „Eine für vier“
4. Erica Fischer / Simone Ladwig-Winters „Die Wertheims“
5. Mikael Niemi „Der Mann, der starb wie ein Lachs“
Nach über einer Woche war ich heute wieder in meiner eigenen Wohnung. Sie ist mir noch nie so fremd und kalt vorgekommen. Unwohnsames Gebiet, das mich zu einem Heimatlosen macht. Nach nur einer Woche in der alten, ehemaligen Wohnung bin ich nun so weit so etwas wie “Heimweh” zu empfinden. Zurück in die Vergangenheit katapultiert zu werden, mit all den guten und schlechten Erinnerungen. Nicht mehr zu wissen, wer man ist und wer man war. Und weshalb man zu dem geworden ist.
Die letzten Tage haben mich wieder weit zurückgeworfen und doch auch etwas nach vorne gebracht.
Es ist wie früher, und doch vollkommen anders. Das Leben ist kein langsamer, ruhiger Fluss mehr, sondern ein Strudel, der mich von Tag zu Tag mehr mitreißt. Erst jetzt weiß ich, was ich in den drei Jahren des AlleinSeins alles verpasst habe. Meine Kinder habe ich nur noch am Rand wahrgenommen. Ich war nur noch mit mir selbst beschäftigt, mit meinen Schmerzen und dem Zusammenkehren dieses BeziehungsScherbenHaufens, blind und taub für das Leben anderer, das Leben meiner Kinder.
Ganze Entwicklungsschritte, die ich rückblickend übersprungen, nur fragmentarisch und halbtot miterlebt habe. Part Time Daddy, wenn überhaupt…
Und das alles scheine ich in den nächsten Tagen wieder aufzuholen. Aufholen zu müssen… und irgendwie (ein schlimmer Gedanke, ich weiß) hoffe ich, dass Alice noch sehr, sehr lange weg bleibt …
Was ich gehört habe ? “Check My Brain” Alice In Chains
Meinen ersten Kuss erhielt ich mit 9. Ich kann mich allerdings nur noch an die Atmosphäre, nicht aber an den Kuss selbst erinnern. Es war in einer verrauchten Kneipe, in einem ebenso unscheinbaren Nachbarort. Irgendwo in der westfälischen Provinz. Nachmittags, gegen halb 5. Spätsommer. Überall kleine Lichtpunkte auf dem blind geputzten Boden des Schankraums (ein antiquiertes Wort, genauso antiquiert wie die Erinnerung daran), und unzählige in der Nachmittagssonne reflektierende Staubpartikel.
Komisch, dass ich mir solche Details ins Gedächtnis rufen kann, aber das Ereignis selbst nur noch sehr vage vor Augen habe.
Wie mag er geschmeckt haben … dieser allererste Kuss ? Nicht von einer Mutter, meinem Vater oder von meiner gottähnlichen Großtante (ich habe mich immer gegen verwandtschaftliches Küssen und Umarmen gewehrt, es hatte jedes Mal etwas sehr Unnatürliches, geradezu Inzestuöses), sondern von einem nun in meiner Erinnerung gesichtslosen Mädchen. Ihren Namen weiß ich auch nicht mehr. Sie war eine Fremde. Ich vermute, dass sie genauso alt wie ich war, aber weitaus erfahrener, oder zumindest hat sie damals auf mich diesen Eindruck hinterlassen. Im Grunde genommen muss sie hat auch die Initiative ergriffen haben. Vielleicht hatte sie sogar Erfahrung auf dem Gebiet. Wenn mich nicht alles täuscht, haben wir vor dem Kuss eine kleine Jagd veranstaltet, sind immer wieder aneinander vorbei gelaufen, haben uns flüchtig berührt, um uns dann wieder voneinander zu entfernen … irgendwann lagen wir uns dann schwer atmend und erwartungsvoll in den Armen …
Ihr erster Kuss war auch gleichzeitig der letzte. Ich habe sie nie wieder gesehen. Kenne weder ihren Namen, noch kann ich mich an den genauen Ort unserer Begegnung erinnern.
Der erste Kuss, der gleichzeitig also der letzte war. Andererseits auch der Anfang, singulär … damals war ich mir der Tragweite des Geschehens natürlich nicht so bewusst. Für mich war dieser first kiss nur ungewöhnlich, etwas was ich noch nicht kannte. Und nachdem ich ihn dann kennen gelernt hatte, wollte ich mehr. Nur aus diesem “mehr” wurde dann nichts. Wir haben uns noch nicht mal aus den Augen verloren, wie man so sagt. Nein, wir sind uns nicht noch mal begegnet, weil wir uns ja überhaupt nicht gekannt haben. Wir waren Fremde, Kinder, nur für einen Nachmittag zufällig am selben Ort. Über all dem lag der Hauch, etwas Unschuldiges und gleichzeitig doch Verbotenes zu tun. Insgeheim haben wir etwas getan, was sonst nur Erwachsenen erlaubt war…und ich glaube, darin lag auch der besondere Reiz.
Tragisch, dass ich mich an die Küsse, die dann folgen sollten (different places, different persons) auch nur noch dunkel erinnern kann … vielleicht waren es einfach zu viele …
Gestern auf fm4 gehört, und heute schon gepostet. Normalerweise mag ich ja keine „deutsch(sprachig)e Musik“, aber dieser Song ist erfrischend anderes,allein der manisch-depressive Text. Einfach & genial:
Hmmm, vor ein paar Sekunden hab ich meinen für heute vorgesehenen Post gelöscht. Ein einziger Klick … echt sehr traurig, was man mit einer einzigen, unbedachten Geste anrichten kann … und jetzt fehlt mir die notwendige Motivation, um einen neuen Eintrag zu schreiben ….
Einfach nur schade, traurig … enttäuscht …und sehr müde …
Was ich gehört habe ? „The Everlasting Gaze“ Smashing Pumpkins
Gestern hab ich einen relativ angenehmen Ex-Schwiegereltern_Chill_out_Nachmittag erlebt … relativ deshalb, weil sie es wieder mal nicht lassen konnten, sich ab und zu gegenseitig anzugreifen, verbal zu attackieren. Zwischen ihren Worten eine tiefe Abneigung füreinander durchscheinen zu lassen. Und ich mich gefragt habe, warum das so sein muss, und ob das den meisten Paaren, die so wie sie über 35 Jahre zusammenleben, passiert. Von seltenen Ausnahmen abgesehen ist es doch so, dass nach ein paar Jahrzehnten eine vielleicht mal leidenschaftliche Partnerschaft in ein ruhiges, gewohnheitsmäßiges Zusammensein mündet. Ein Glas abgestandenes Wasser, zu dem man nur nachts, wenn man nicht mehr schlafen kann, greift. Und das ist natürlich noch die angenehmere Variante. An Stelle von Leidenschaft ist dann ein gegenseitiges Verständnis und Akzeptieren getreten. Ein arrangiertes Leben und vielleicht auch manchmal so etwas wie ein nicht näher definierbares Gefühl von Zuneigung.
Alice hat irgendwann mal von Loyalität gesprochen. Ich habe dieses Wort von Anfang an gehasst. Weil dieser Begriff am Ende einer Beziehungskette auftaucht. Ganz am Schluss, dann wenn alles, wirklich alles vorbei ist. Loyalität ist in der Politik möglicherweise ein erstrebenswerter Zustand, für zwei Menschen, die sich nahestehen (die unbegründete Annahme, sich zu lieben) , ist es einer der schlimmsten Tode.
Loyalität macht aus zwei ursprünglich eng vertrauten Menschen nur noch zweckmäßige und unverbindliche Personen. Loyalität ist Kälte, ein kalter, bezugsloser Endpunkt.
In letzter Zeit muss ich oft an Alice und ihre “Loyalität” denken. Sie hat das Wort oft verwendet. Vielleicht etwas zu oft. Wahrscheinlich konnte sie nur so diese Grenze zwischen uns ziehen. Den Schlussstrich. Finale Auslöschung aller einst wichtigen und unverzichtbaren Eigenschaften unserer
Leidenschaft.
Mehr als drei Jahre sind nun vergangen, drei Jahre in denen ich fast täglich stundenlang vor diesem offenen Grab stand. Im Sommer bei größter Hitze und im Winter, auch wenn ich ihn nicht mag. Die Kälte, die dürren, nackten Äste. Irgendwann hatte ich keine Tränen mehr, nur noch übergroßes Selbstmitleid, einen Kloß im Hals, der nach und nach zu einem unregelmäßigen, weitflächigen Juckreiz wurde. Und meine Gespräche mit ihr, vornüber gebeugt, meine latente Todessehnsucht, Briefe ins Nichts geschrieben … verwehten mit der Zeit …und kommen nun wieder ungeöffnet und ungefragt zurück … ist es dieser Schmerz, den ich nochmals empfinden will … will ich wieder in dieser wohl nie heilenden Wunde nach etwas suchen, das es in dieser Form nie mehr geben wird ? Will ich das Vergessen ausgraben ….mit einen Boomerang basteln, ein Samuraischwert vielleicht … etwas, mit dem ich nicht mich, sondern anderen wehtun kann ? So wie es immer war … Selbst- und Fremdzerstörungstrieb … ein schier aussichtsloser SeelenKampf … immer und immer wieder …gegen mich und gegen meine Gefühle …
Nein, das will ich nicht … nur noch betäubende Ruhe … in mir wieder ein zuverlässiges Gleichgewicht finden …nicht diese Melancholie …nicht DIESE Melancholie …keine Loyalität … keine Gedanken … und keine falschen Souvenirs …
besser
wir schweigen
als zeichen
der macht
werden zu
spielführern
verbotener
diktaturen
ernennen
unsere
opfer, bald
verstummen
die anderen
wer immer, sie sein
mögen sie
ersticken an der
ohnmacht
erhabenen geistes
verstecken
hinter den winkelzügen
und sich erbrechen
in den nischen
warten
wieso
betteln sie um
vergebung
hängen
illusionen
aus dem nichts
über allem
sind sie
klüger
und
wissen, mehr
dass
niemand
sich ändert
überhaupt
sich die zeit
uns
wie ein berg
an dessen
ende alles
sich erlösen wird,
entgegenrollt ?
(Was ich gehört habe ? Regina Spektor “Blue Lips”)
1. Ich bin ein klassischer Fall von Prokrastination. Ich denke, das Wort wurde sogar extra für mich erfunden.
2. Morgens blickt mir ein Fremder im Spiegel entgegen. Ich kenne ihn nicht.
3. Wahrscheinlich liegt es daran, dass dieser Fremdling an Schlafstörungen leidet.
4. Vor über 10 Jahren war mal in psychologischer Therapie. Insgesamt waren es aber nur sieben oder acht Sitzungen.
5. Ich mache mir über alles und jeden Gedanken. Ich denke einfach zu viel.
6. Und rede zu wenig. Zumindest, dann wenn es darauf ankommt.
7. Und bin auch zu oft zu depressiv und pessimistisch.
8. Angst ist mein ständiger Begleiter , ich stelle mir dann immer “worst cases” vor.
9. Das größte zu erwartende Unglück war die Trennung von Alice.
10. Ich lebe rückwärtsgerichtet. Mein Kopf wird immer jünger, somit leide ich eindeutig an einer mentalen Benjamin Button_Krankheit.
11. Überhaupt fühle ich mich jünger als ich bin.
12. Obwohl ich vielleicht genauso alt aussehe, wie ich tatsächlich bin: 42.
13. Trotzdem werde ich von jüngeren Personen oft geduzt.
14. Wahrscheinlich liegt das an meiner nach außen hin transparenten Naivität.
15. Kann sein, dass ich innerlich nie richtig erwachsen werde.
16. Mein Sternzeichen ist Wassermann; passt irgendwie auch zu mir.
17. Rassismus ist die schlimmste Krankheit überhaupt.
18. Wenn es in Deutschland nur Deutsche geben würde, würde ich ins innere Exil gehen.
19. Ich habe sehr wenig reale Freunde.
20. Das Internet ist für mich zum wichtigste Kommunikationsmittel geworden, unverzichtbar.
21. Der zweite Vorname meiner Tochter lautet Charlotte.
22. Der meines Sohnes, Serge.
23. Ich mag keine Dunkelheit.
24. In engen Räumen werde ich innerhalb von Sekunden zum Klaustrophobiker.
25. Das gleiche passiert bei großen Menschenansammlungen. Horrorvorstellung, “mittendrin” sein zu müssen, von der Masse verschluckt.
26. Andererseits möchte ich innere Freiräume für mich beanspruchen
27. Außer Schwimmen interessiert mich keine Sportart so richtig.
28. Und bis vor 3 Jahren war ich extrem unsportlich.
29. Jetzt schwimme ich fast jeden Tag 60 Minuten. Bis vor ein paar Monaten waren es noch anderthalb Stunden, aber ich habe feststellen müssen, dass Schwimmen mich noch mehr von meiner Umwelt isoliert.
30. Außerdem: ich kann nur Brustschwimmen.
31. Und kann nicht tanzen.
32. Dafür mag ich aber Musik.
33. Fast jede Art von Musik, außer Techno, Volksmusik und HardCoreSchlager…
34. Ich höre oft online Musik. Am liebsten fm4 oder lastfm.
35. Ich bin nicht bei Facebook.
36. Dafür aber bei myspace und bei twitter.
37. Bin aber der schlechteste Twitterer der Welt. Komme immer über die 100 Zeichen.
38. Ich hab mir mal die Haare färben lassen, karottenrot, ist aber schon über 20 Jahre her.
39. Meine Lieblingsstädte sind Paris, London, New York und Wien. Und bisher war ich nur in der Hälfte von ihnen.
40. Ich bin jemand, der immer wieder an seinen Vorurteilen arbeiten muss.
41. Und muss lernen, dass es nicht nur schwarz und weiß, sondern auch viele Grautöne gibt.
42. Ich bin schnell begeisterungsfähig.
43. Aber ebenso schnell auch motivationslos.
44. I like chesse, but no meat.
45. Ab und zu hab ich Déjà Vus. Und flashbacks.
46. Besondere Faszination übt das Berlin der 20er Jahre auf mich aus. Gaslichter, Cabaret, usw.
47. Ich liebe Fragebögen.
48. Und Multiple Choise Aufgaben.
49. Ich bin ein naturwissenschaftlicher Analphabet.
50. Ich kann Menschen mit laschem Händedruck nicht ertragen (Vorurteil)
(51. Genauso schlimm sind schwitzige, feuchte Hände.)
Gerade mit meinen Kids „Mensch, Dave“ mit Eddie Murphy auf DVD angeguckt. Jetzt bin ich tot. Cineastische Vergewaltigung. Ich fühle mich als hätte ich in knapp 90 Minuten 100 Big Mäcs in mich hinein stopfen müssen.
Was ich gehört habe ? „Piraten“ Binder & Krieglstein
Unglaublich, mein letzter Kinobesuch liegt wirklich erst knapp einen Monat zurück. Normalerweise liegt ein Intervall von 2 oder 3 Monaten zwischen meinen Breitwandfilmerlebnissen. Aber egal.
Und auch egal, dass ich mir ursprünglich einen ganz anderen Film ausgewählt habe (Sam Mendes “Away we go”: hab mich dann aber von den immer zahlreicher werdenden mittelmäßigen Kritiken abschrecken lassen; und nachdem ich auch noch ein paar kurze Teaser sehen konnte, hab ich dann endgültig keine Lust mehr gehabt), mich dann aber in letzter Sekunde für die Stieg Larsson Verfilmung “Verblendung” entschieden. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich hab´s nicht bereut. Es ist zwar kein herausragend guter, aber doch ein sehr interessanter Film. Ein Film, der der auf den ersten Teil einer auf ursprünglich 10 Bände angelegten schwedischen “Millenium”_Thriller_Reihe basiert. Die Bücher kenne ich nicht. Noch nicht, denn ich habe mir fest vorgenommen, das nachzuholen.
Nun aber zurück zum Film.
Verblendung erzählt die Geschichte zweier “Ermittler”( er “Enthüllungsjournalist” , sie “Superhackerin” mit dunkler Vergangenheit), die sich auf die Suche nach einem vor 40 Jahren verschwundenen, damals 16- jährigen Mädchen, machen. Ein auf den ersten Blick klassisches und beliebtes KrimiThema, das schon Ermittler wie Phillip Marlowe auf den Plan rief. Aber aus dieser typischen Ausgangssituation ist dann doch etwas sehr neues und spannendes entstanden. Der Film lässt nämlich zwei unterschiedliche Charaktere aufeinander prallen, die trotz aller (anfänglichen) Kontraste sehr gut miteinander klar kommen. Sie lösen den Fall gemeinsam, aber dann doch jeder auf seine, persönliche Weise. Mehr will ich nicht verraten. Nur eins noch: der Film war für mich immer dann am interessantesten, wenn es darum ging die private Seite des Ermittlerteams zu zeigen. Grundsätzlich bin ich bei jeder Art von (filmischer) Story immer sehr an der Figur hinter der Figur interessiert. Am Innenleben der Charaktere, an deren Vergangenheit, ganz allgemein an deren sozialen und familiären Background.
Deshalb waren die ersten 30 Minuten, in denen die Figur der jungen Hackerin Lisbeth (wunderbar düster gespielt von Noomi Rapace) eingeführt wird, für mich auch die bewegendsten des ganzen Films. So verborgene, innere Verletzlichkeit, die dann ihren emotionalen Höhepunkt in der “gerechten” Folter einer ihrer Peiniger findet.
Mittlerweile lief in Schweden schon der 2. Teil an, und der 3. (und wohl auch letzte) läuft dort dann Ende November. Mal sehen, wie lange es dauert, bis die deutsche Fassung ins Kino kommt…
Was ich gehört habe ? „No Como Tu“ Incredible Staggers
Alice hat gerade angerufen, sie ist in Berlin. Sie fühlt sich sehr schlecht. Ihre Stimme klang erloschen, so als gäbe es sie gar nicht mehr. Eine Geisterstimme. Dass es irgendwann mal so kommen musste, war mir klar. Das meine ich nicht abschätzig, sondern weil ich sie kenne. Weiß, wie sie ist. Wie viel sie erträgt. Nach außen hin gibt sie sich stark und unverwundbar, doch innerlich ist sie mir sehr ähnlich. Sie macht sich zu viele Gedanken, fühlt sich für alles und jeden verantwortlich. Und schafft es dann einfach nicht, sich selbst Grenzen zu setzen. Irgendwie geht es ihr da so wie mir. Trotz aller Unterschiede stimmen wir in sehr vielen Dingen miteinander überein. Kann sein, dass wir deshalb an uns scheitern mussten.
Jedenfalls ist Alice an einem Endpunkt angekommen, steht gegen die Wand und fühlt sich total machtlos. So wie ich. Ich würde ihr gerne helfen, kann es aber es nicht. Weil ich nicht mehr der sein kann, der ich für sie einmal war. Im Grunde genommen kann ich nur noch als Zuhörer dasein. Ihr keinen echten Trost spenden. Ihr beim Weinen zuhören, aber nicht ihre Tränen trocknen.
Es ist deprimierend, weil keiner weiß, wie der andere sich gerade fühlt, was der andere gerade WIRKLICH durchmacht. Ich meine wahren Gefühle immer wieder verbergen muss. Weil ich mich ihr gegenüber nicht mehr sicher fühle. Mein Vertrauen verloren habe. Und als sie mich fragte, wie es den Kindern und mir gehe, ich nur dieses floskelhafte „alles ok“ als Antwort für sie hatte. Dabei ist nichts ok. Nach über drei Wochen in der ehemaligen Wohnung, zurückgeworfen und allein mit ihrem und meinem früheren Leben.. Erinnerungen, die immer mehr und häufiger hochkommen. Nicht nur Gedanken an ein „es war einmal“, sondern Gedanken „es hätte so sein können, wenn…“.
Tausende Gründe, Argumente. Dafür und dagegen. Wenn und Aber…
Es gibt uns nicht mehr. Als Paar. Als Liebende. Und vielleicht hat es uns auch nie gegeben. Hätte uns nie geben sollen.
Nur ein Gedanke von vielen, der sich nicht mehr wegdenken lässt …
In drei Tagen kommt Alice wieder. Dann werde ich in meine eigene Wohnung zurückkehren. Hinter mir liegen mehr als 4 Wochen, in denen ich fast täglich mit meiner Vergangenheit konfrontiert wurde. Mit oftmals ganz alltäglichen Dingen. Dingen, die mir und Alice gehören. Haushaltsgegenstände, einzelne Möbelstücke, Bücher …
Auch nicht näher zu beschreibende, ganz persönliche Eindrücke. Bestimmte Gerüche, Geräusche, das Rattern der morgendlichen Straßenbahn z.B. ….
Wie wird es sein, wenn ich wieder in meine eigenen vier Wände zurückkehre ? Wie werde ich mit diesem nun immer akuter werdenden Gefühl der Leere und Orientierungslosigkeit fertig ? Und was werde ich am meisten (außer meinen Kindern natürlich) vermissen ?
Vielleicht ist es dieser Blick vom Balkon. Dieses Panorama aus dem 3. Stock. Der Blick auf die gegenüberliegende Häuserfront. Links die Straße, die zum nahe gelegenen Stadtpark führt und rechts dann die Straße, durch die die Tram fährt. In der Regel alle 10 Minuten. Von morgens kurz vor 5.00 Uhr, bis nachts, eine halbe Stunde nach Mitternacht…
Irgendwie habe ich gerade das Gefühl, das ich ALLES vermissen werde … jeder winzige, mit unserer Vergangenheit auch nur im entferntesten in Verbindung zu bringende Partikel … am liebsten würde ich das, was mich jetzt in diesem Augenblick umgibt, konservieren …und für immer behalten … in mir … und vielleicht müsste dafür ein neuer Begriff der Ewigkeit erfunden werden … nicht diese geistlose Ewigkeit, die nur ein erdachtes , tröstendes Etwas ist …ein Glaubenskonstrukt, damit so labile Menschen wie ich nicht völlig den Verstand verlieren … nein, es ist momentan eine Ewigkeit hinter der Ewigkeit … ein schwarzes Loch innerhalb eines schwarzen Lochs , das alles verschluckt und es nie wieder frei lässt …
Für einen Kinobesuch war damals meine Motivation nicht groß genug, daher konnte ich erst heute „Sex and the City“ (Der Film) auf DVD nachholen. Und jetzt hab ich leichte Kopfschmerzen. Was aber definitiv nicht an der Qualität des Blockbusters, sondern … keine Ahnung, woran das liegt.
Obwohl ich die einzelnen Staffeln nie gesehen habe, die Charaktere also absolut neu für mich waren, haben mich sehr viele Situationen des Films immer wieder stark an mein persönliches *Schicksal* erinnert. Die Sache mit Miranda und Steve z.B. Die Unnachgiebigkeit, mit der Miranda auf den „Seitensprung“ ihres Mannes reagiert. Oder dieses tiefe emotionale Loch, in das Carrie nach Mr. Bigs Blackout fällt. Und dann ihre zerstörerische Hartnäckigkeit des AllesNurNochVergessenWollens.
Tja, und schließlich – nach fast 140 Minuten- das obligatorische Happy End, das ich im realen Leben auch gerne erleben würde. Überhaupt ein glückliches Ende. Nicht unbedingt DAS vielleicht logische, weil naheliegenste Happy End. Gibt es sowieso nie. Immer ist es etwas vollkommen Unerwartetes, etwas das einfach passiert. Dann, wenn man gar nicht mehr damit rechnet.
Ach ja, heute geht es mir nach meinem gestrigen seelischen Saudade und trotz Kopfschmerzen schon etwas besser. Hmm, vielleicht ist ja wirklich “Sex and the City” daran Schuld…
Mehr als nur so ein komisches Gefühl. Es ist unerträglich. Diese absolute Stille, die mich umgibt. Niemand, der mit mir spricht oder mit dem ich sprechen kann. Das Lachen meiner Kinder fehlt mir. Das Wissen, dass sie ganz in der Nähe sind. Und ich bei ihnen. Nur ein paar Meter entfernt.
Im Moment spüre ich nichts, absolut nichts, bin mehr als nur betäubt. Erlebe so was wie eine Operation am offenen Herzen, vollgepumpt mit 1000 Tranquilizern, und irgendwie “out of body” …
Als Alice kam, habe ich nur ein paar Sätze gewechselt. Ich konnte einfach nicht. Weil ich wütend und verzweifelt war. Weil sie einfach (immer noch) nicht weiß, wer ich bin. Wie ich mich fühle und vor allem, wie ich auf bestimmte, unvorhergesehene Situationen reagiere.
Nach 4 Wochen Abwesenheit mit einem anderen Typen aufzukreuzen, der sie in ihrem Auto von der Ostsee (wo sie ein paar Tage bei ihrem Bruder verbracht hat) bis nach Nürnberg begleitet hat, ist für mich nun mal sehr verstörend. Kann natürlich sein, dass ich auch einfach nicht flexibel bin, tolerant genug, um darüber hinwegzusehen.
Der Typ ist übrigens ein Freund ihres Bruders, den anscheinend auch unsere Kinder kennen. Zumindest meine Tochter. Und dieser Typ ruft mich, fünf Minuten bevor Alice mit dem Auto vorfährt von ihrem Handy an und imitiert dabei eine Anrufbeantworterstimme. “Im Auftrag von … soll ich Ihnen berichten, dass ….usw.” Klar, es sollte witzig rüberkommen , aber in dem Moment war es einfach nur vollkommen unangebracht.
Auch wenn ich nicht mehr mit Alice zusammenlebe, dachte ich, dass wir uns nach vier Wochen “ohne einander” ein bisschen hätten unterhalten können. Allein. Ohne fremde Zuhörer. Nur sie und ich …
Aber ich wollte nur noch “nach Hause”. So schnell wie möglich. War dementsprechend wortkarg und abweisend zu Alice und habe ihr dadurch natürlich genau das falsche Signal übermittelt. Und jetzt fühle ich mich schuldig. Hab ihr gegenüber ein vollkommen schlechtes Gewissen. Weil ich nicht gesellschaftsfähig bin. Nicht cool genug reagiert habe. Über den Dingen stehend … Mich stattdessen wie der letzte Idiot benommen habe …. Aber ich konnte nicht anders … werde es wohl nie können…
Vielleicht kann ich in einem halben Jahr den notwendigen ironischen Abstand finden, aber jetzt … egal, heute ist einfach überhaupt nicht mein Tag, ich ertrinke mal wieder in Selbstmitleid … möchte mich am liebsten lebendig begraben lassen, oder zumindest ganz tief die Decke über den Kopf ziehen … und nur noch schlafen ….tage- und wochenlang ….
Hm, das einzig Gute an dem heutigen Tag ist, dass ich vor kurzem den neusten Ch. Gainsbourg Song hören konnte (produced by Beck): IRM ….
Es geht mir heute schon etwas besser. Auf der biometrischen Skala statt einer 10 eine wacklige 6 vielleicht, knapp oberhalb des Mittelwertes. Voraussagen über die weitere Gemütsentwicklung möchte ich aber noch keine treffen. The future is unseen. Allein schon wenn ich an morgen denke. Weil ich da meine Kinder wiedersehen werde. Aber noch nicht weiß, ob dieser Typ immer noch da ist. Wenn ich mir vorstelle, dass er für ein oder zwei Wochen bei Alice “einzieht” … naja, die beste Strategie (wenn man von so etwas überhaupt sprechen kann) ist, ihn soweit wie möglich zu ignorieren …
Grundsätzlich zählt diese “Strategie” zwar nicht gerade zu meinen erfolgreichsten, aber umso häufiger angewendeten Antikonfrontationsmethoden. Jemanden, den ich nicht mag, aus dem Weg zu gehen und dadurch auch verbalen Kontakt zu vermeiden. Reden fällt mir sowieso schwer. Immer. Vielleicht nicht das Reden an sich, sondern eher das “Ins Gespräch kommen”. Das ist nach wie vor mein größtes Problem …die ersten Sätze zu finden. Die Initiative ergreifen. Klar, am Anfang braucht es vielleicht nicht mehr als ein simples “Hi” oder “Wie geht´s ?” …aber was kommt dann ? Und hält mich mein Gesprächspartner für intelligent und interessant genug, um sich weiter mit mir zu unterhalten ? Oft bin in schon nach kurzer Zeit sehr langweilig, weil ich immer dasselbe erzähle. Auf gewisse Weise sehr redundant. Ich bin wohl eher der ideale Zuhörer, jedenfalls sieht es so aus. Ich sitze dann einfach da, lege meinen Kopf in Schräglage, nicke ab und zu, bin aber meist mit meinen Gedanken ganz woanders. Ja, ich drifte schnell und gerne ab. Aber es sieht immer so aus, als würde ich aufmerksam zuhören. Falls ich jedoch bei meinem Minddrifting erwischt werden sollte, kann ich nichts anders tun, als möglichst unschuldig in die Runde gucken, zu lächeln und irgendeine zustimmende Geste machen. So läuft das also mit mir. Und bei Menschen, bei denen ich intuitiv ein komisches “Bauchgefühl” habe, schalte ich gleich auf Autopilot. Um wieder auf den Typen zurück zu kommen: Falls er mir morgen begegnen sollte, werde ich ihm aus dem Weg gehen… so lautet meine Strategie.
Kann man sich in Musik verlieben ? In einen Song ? Naja, it just happend.
Ungeplant. Und nun bin ich willenlos diesem einen Lied erlegen … es ist wie ein lang erwartetes Déjà-Vu …bittersweet …
Vor kurzem kam unser Sohn mit einer sogenannten “Roten Karte” nach Hause. Das ist im Grunde genommen nichts anderes, als ein tatsächlich roter Zettel mit einem äußerst bedenklichen Text. Bedenklich , weil mich der Inhalt und auch die Formulierung stark an “schwarze Pädagogik” erinnert.
Dabei hat unser Sohn nach eigener Aussage nichts anderes gemacht, als über einen “Joke”, den jemand in der Klasse gemacht hatte, gelacht … aber ganz egal, welche Ursache diese “erzieherische Maßnahme” hatte …
Das Ganze hat mich unglaublich wütend gemacht und ich überlege mir schon die ganze Zeit in welcher Form ich darauf reagieren soll.
Ich stelle diese rote Karte nun mal ohne weiteren Kommentar in den Blog. Und vielleicht fällt euch ja eine passende “Gegenmaßnahme” ein:
“Für mich, zum Nachdenken !
Nun sitze ich hier und soll diesen dummen Text abschreiben. Dabei könnte ich diese Zeit doch wirklich sinnvoller nutzen. Ich könnte spielen, mich mit Freunden treffen, lesen, Sport treiben, oder mich auf den nächsten Schultag vorbereiten. Weil ich eine Kleinigkeit falsch gemacht habe, wie die Lehrerin findet, soll ich das hier abschreiben. Ich soll mir Gedanken machen und nachdenken über mein Verhalten!
Dabei habe ich mir doch gar nichts dabei gedacht. Ich habe nichts anderes gemacht, was nicht auch schon andere gemacht haben.
Vielleicht war das mein Fehler, dass ich mir nichts dabei gedacht habe. Ich habe gar nicht überlegt, was ich dadurch im Unterricht bewirke. Wenn jeder so gedankenlos wäre und sich nicht an die Regeln und Abmachungen hielte, würde das den geregelten Unterricht ganz schon behindern.
Wenn man genauer überlegt, haben diese Regeln schon einen Sinn. Und wenn sie für die anderen gelten, habe ich auch im Grunde nichts gegen diese Regeln einzuwenden. Nur habe ich irgendwie mal wieder nicht beachtet, dass sie auch für mich gelten. “Gleiches Recht für alle!” heißt aber der Grundsatz.
Es wäre vernünftig, in Zukunft früher darüber nachzudenken.”
„My whole life is a darkroom. One… big… dark… room.“
Und ein extra großes „Thank You“ geht an Schnien, ohne die ich diesen Film nicht wieder_gesehen hätte. Auch nach über 20 Jahren immer noch ein Masterpiece of it´s own. Ganz großes Tim Burton Kino …
It is the first of November. This day I´ll always remember …
Weil mich jetzt der Herbst anscheinend endgültig in seinen Klauen hält. Und ja, es ist schrecklich, grauenvoll und furchterregend. Weil ich so wahnsinnig müde und unmotiviert bin. Und wenn ich heute nicht bei meinen Kids wäre, wäre ich bestimmt den ganzen Tag im Bett geblieben. Die Hälfte der Zeit hätte ich geschlafen. Ich fühle mich echt so …ausgelaugt, antriebslos … und man muss mich heute zu Allem überreden. Nichts passiert aus freiem Willen. Eine nie gekannte Trägheit und Schwäche hat mich ergriffen. So als würde ich krank werden.
Das Einzige, was mich an diesem (und anderen Tagen) rettet, ist der übermäßige Espressokonsum ( Abusus ?) und ein Stapel NotfallDVDs …
Hoffe,dass es in den nächsten Tagen wieder besser wird.
Meine Müdigkeit dauert an. Es ist schon ein sehr seltsames Phänomen. So als würde ich unter ständiger Narkose stehen. Mit typischer Wetterfühligkeit hat das nicht mehr viel zu tun.
Und genauer betrachtet, tritt dieser Zustand im Jahr mindestens 2 oder 3 Mal auf. Es handelt sich um ein indifferentes Körpergefühl. Eine unangenehmes, taubes Gefühl bestimmter Regionen meines Körpers. Es ist, als wäre ich nur halb da. Ein halber Mensch. Oder ein Wesen, das glaubt, etwas Humanoides darstellen zu müssen. Irgendwie bin ich mir gar nicht so sicher, ob ich nicht doch nur eine gut funktionierende Maschine mit eingebautem Menschenherz bin. Vielleicht bin ich noch nicht mal selten. Kein Unikat, sondern einer von vielen. Kein besonderes Subjekt. Und nur zeitweise funktionstüchtig, da ab und zu immer wieder mal ein paar Dioden durchbrennen.
Aber was heißt das überhaupt: menschlich sein ? Nur weil man mit Organen, einem pumpenden Etwas und einem denkenden, walnussartigen Ding ausgestattet ist, ist man per se noch lange kein Mensch. Tja, ab wann ist ein Mensch denn ein Mensch ? Was zeichnet einen Menschen aus ? Wie definiert man dieses Menschsein ? Kann man es lernen ? Muss man zum Menschsein erzogen werden ?
Ich weiß, vordergründig sicher sehr einfache, logische Fragen. Aber trotzdem finde ich keine für mich befriedigende Antwort darauf … und wahrscheinlich gibt es die auch nie …
Sowohl meine Müdigkeit als auch meine mangelnde Motivation sind auch am 3. Tag unverändert. Ich könnte einfach nur schlafen, oder nichts tun, oder beides. Also keine Lust zu überhaupt gar nichts. Selbst das Schreiben fällt mir schwer.
Deshalb setze ich mich gleich vollkommener Passivität aus und gucke mir (wie gestern) eine DVD an. Gestern „Juno“ (ein wahnsinnig schöner, aber auch trauriger Film) und heute wahrscheinlich:
Deutsche Songs haben es schwer. Bei englischen Texten hört man ja oft nur mit halben Ohr hin, aber bei deutschen Texten fällt ein fragwürdiger Refrain dann doch auf. Deshalb war ich heute auditiv sehr überrascht, dass es wirklich auch anders geht.
1. „Bottle Shock“ Regie: Randall Miller (mit Chris Pine u. Alan Rickman )
2. „The Fog- Nebel des Grauens“ (2005) Regie: Rupert Wainwright (mit Tom Welling u. Selma Blair)
3. „The State Within“ Regie: Michael Offer/ Daniel Percival (mit Ben Daniels u. Sharon Gless)
4. „Sin City“ Regie: Robert Rodriguez & Frank Miller (mit Mickey Rourke, Bruce Willis, Brittany Murphy u.a.)
5.“The Cry of the Owl“ Regie:Jamie Thraves (mit Paddy Considine u. Julia Stiles)
6. „Cry-Baby“ Regie: John Waters (mit Johnny Depp u. Iggy Pop)
7. „Planet Terror“ Regie: Robert Rodriguez (mit Rose MacGowan u.Freddy Rodríguez)
ein Gefühl
unterhalb
irgendwo
und dort
vielleicht
der Verstand
wo Blumen
Bruchstücke
wundentief
bis auf
die Knochen
blutende
Sonnen
aufgehen
niemand
mehr
auf dich wartet
schon lange
da ist
die Schattenbank
besetzt
die Romantik
verbannt
Wachs auf
alle Poren
tropft
Schreie
erstickt
dein Rufen
erhört
wird es
sein
das es
ist
Wenn man gleichzeitig (besser gesagt zur selben Zeit, aber an verschiedenen Orten) ein Buch liest -so wie Kittynn und ich- macht man oft ähnliche Erfahrungen. Vor allem, wenn man einen ähnlichen Geschmack hat. Und so habe ich, genau wie Kittynn anfangs auch mit der Protagonistin Karo aus Sarah Kuttners Roman “Mängelexemplar” relativ gut und problemlos identifizieren können. Sie wird als etwas schräge, liebevoll chaotische junge Frau etabliert. Das übliche: Beziehungsstress, irgendwann dann aber auch männer- und joblos. Gleich auf den ersten Seiten des Buches wird klar, dass diese und andere Probleme ernste psychische Störungen nach sich ziehen. Karo begibt sich in psychologische, irgendwann dann auch in psychiatrische Behandlung. Einerseits offiziell bestätigt, andererseits selbst diagnostiziert, leidet sie unter einer depressive Verstimmung, dann einer echten Depression und schließlich, oder parallel dazu unter Panikattacken. So ganz klar wird das eigentlich nie. Irgendwie scheint sie an allem zu leiden. An sich selbst, der Welt und an ihrem sozialen Umwelt. Ab einer gewissen Zeit hat sie nach eigenen Angaben sogar “Angst vor der Angst”. Aber sie tut alles, um diese Kopfkrankheit wieder in den Griff zu bekommen. Sie nimmt Pillen, zieht für kurze Zeit wieder bei ihrer Mutter ein, holt sich ein paar (Über)lebenstipps bei einem sehr engen Freund, macht sich dazwischen immer wieder selbst Mut, hat eine sogenannte Übergangsbeziehung und zum Schluss dann vielleicht endlich auch wieder einen festen Liebhaber. Ob es ein Happy End ist ? Ich denke eher ein Open End, das nach einer Fortsetzung verlangt.
Das Faszinierende, gleichzeitig aber auch Verstörende, ist die Sprache des Buches. Die Icherzählerin wechselt -wenigstens ist es mir so vorgekommen- von Kapitel zu Kapitel ihre Stimmungen. Und damit auch den Einsatz ihrer sprachlichen Mittel. Einmal sehr selbstironisch, im nächsten Moment aber wieder ernst und traurig, ab und zu dann auch seitenweise selbstmitleidig. Kann sein, dass es ihre derzeitigen psychischen Gemütszustände widerspiegeln soll. Für mich war es ab einem gewissen Punkt jedoch ziemlich anstrengend und auch nervig. Und die psychischen Störungen, wenn auch immer drängender und bedrohlicher, hatten spätestens ab Seite 150 Wiederholungscharakter. Nur Variationen über ein- und dasselbe Thema.
Hm, bin ich zu streng ? Oder anmaßend ? Ich weiß es nicht. Kann sein, dass ich deshalb so streng bin, weil ich selbst mal von Panikattacken beherrscht wurde. Und einen ähnlichen Leidensweg hatte. Und ich mich in den Beschreibungen dieser Zustände sehr gut wiedererkennen kann. Zu gut vielleicht. Und weil ich Karos Art ihre Krankheit ironisch, manchmal auch etwas herunterspielend, ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr ertragen konnte. Alles was sie sagte, war entweder falsch, oder traf mich genau dort, wo ich mich nicht treffen lassen wollte.
Was bleibt ist ein Buch, das mir mehr wegen der Thematik als der Sprache in Erinnerung bleiben wird. Aber das ist ja auch schon was …
Und es ist hoffentlich nicht das letzte Buch, das Kittynn und ich gelesen haben. In diesem Zusammenhang möchte ich auch darauf aufmerksam machen, dass wir zu jeder Zeit neue Leseinteressierte aufnehmen. Denn auf Dauer wäre es schon ein bisschen seltsam und einsam , einem exklusiven Buchclub mit nur zwei Mitgliedern anzugehören…
Ein Buchclub lebt natürlich nicht nur von seinen Mitgliedern, sondern auch von den gemeinsam gelesenen Büchern. Kittynn hat ja heute schon ihre Vorschläge gepostet. Eine sehr interessante Mischung , wie ich finde. Für jeden Geschmack was dabei. Und vor allem hat sie die Bücher auch noch fotografiert und die pics in ihren Blog gestellt. Ganz so anschaulich werde ich das nicht hinbekommen. Momentan befinde ich mich nämlich noch bei den Kids. In Alice` Wohnung. Und hab keine DigiCam dabei.
Als Alternative hab ich die jeweiligen Bücher aber mit einem Amazon-Link versehen (auch wenn ich keine direkte Werbung für den Anbieter machen möchte, sind dort trotzdem immer wieder ein paar hilfreiche Rezensionen zu finden).
Wieder mal ein Stockdings geklaut. Diesmal von einer sehr ominösen, und zufällig in den Tiefen der Webblog_ Sphäre gefundene Seite. (Und ich zerbreche mir schon die ganze Zeit den Kopf über dieses m4ki ….“m” for key …?):
01) Ein Film, den du schon mehr als zehnmal gesehen hast:
So was mache ich nicht. Ich schaue mir einen Film höchstens 5 Mal an und das in möglichst großen, zeitlichen Abständen …
02) Ein Film, den du mehrfach im Kino gesehen hast:
“American Beauty” … erst allein, dann mit Alice
03) Ein Schauspieler, wegen dem du eher geneigt wärst, einen Film zu sehen:
John Cusack, Bruce Willis, Adam Sandler, Jodie Foster, Daniel Auteuil, Kiefer Sutherland, Jason Statham, Penélope Cruz, Natalie Portman, Audrey Tautou, Al Pacino, …
04) Ein Schauspieler, wegen dem du weniger geneigt wärst, einen Film zu sehen:
Demi Moore, Ben Stiller, Eddie Murphy, Michael “Bully” Herbig … mehr fallen mir jetzt nicht ein … ups, war jetzt mehr als “einer”
05) Filmmusical, dessen Songtexte du komplett auswendig kannst ?
Ich kann weder richtig singen, noch irgendwelche Songtexte behalten. Also doppeltes Nein. (Ok, es wurde nicht nach meinen stimmlichen Qualitäten gefragt, aber welchen Sinn macht es, einen Songtext zu kennen, ihn aber nicht singen zu können …?)
06) Ein Film, bei dem du mitgesungen hast:
siehe Antwort 05)
07) Ein Film, den jeder gesehen haben sollte: hm, ziemlich schwere Frage … so spontan unbeantwortbar ..
08) Ein Film, den du besitzt:
Hm, ich besitze so einige … müsste vielleicht mal wieder eine (repräsentative) Liste zusammenstellen …
09) Ein Schauspieler, der seine Karriere nicht beim Film startete und der dich mit seinen schauspielerischen Leistungen positiv überrascht hat:
Ich denke, Jason Statham war früher mal Profischwimmer oder Turmspringer, auf alle Fälle irgendwas mit viel Wasser …
10) Schon mal einen Film in einem Drive-In gesehen?
Leider nein. Never ever.
11) Schon mal im Kino geknutscht?
Ich denke mal nein …andererseits hab ich wahrscheinlich unzählige Kino(Leinwand)Küsse gesehen …die schönsten und ergreifendsten KussSzenen übrigens am Ende von “Cinema Paradiso” …
12) Ein Film, den du immer schon sehen wolltest, bisher aber nicht dazu gekommen bist:
Hab schon sehr viele Filme “verpasst”, die ich mir dann, sobald sie als DVD rauskommen, reumütig im sündhaft schlechteren TV-Format angucke. “Iron Man” z.B., naja, eigentlich (fast) alle Marvel-Comic_Verfilmungen und ein paar Tim Burton-Filme hätte ich dann schon lieber auf der großen Leinwand genossen …
13) Hast du jemals das Kino verlassen, weil der Film so schlecht war?
Nein, das nicht. Aber ich hab mich schon mal fast todgelangweilt, bei “No Country for old Men”
14) Ein Film, der dich zum Weinen gebracht hat?
Hm, gewisse Filme machen mich immer traurig. “50 erste Dates” oder “Eternal Sunshine of the Spotless Mind” z. B.
15) Popcorn?
Neuerdings ja. Bis vor ein paar Jahren hab ich Popcorn und Trinkgeräusche im Kino verabscheut, aber inzwischen bin ich selbst einer von denen. Zumindest in Blockbustern kann zusätzliches hintergrundgeräuschiges Geknirsche und Geschlürfe die Spannung ein bisschen heben …
16) Wie oft gehst du ins Kino?
Leider viel zu selten. Ich will, aber ich kann nicht …das übliche Zeitproblem
17) Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen?
Die Stieg Larsson Verfilmung, “Verblendung”
18) Dein Lieblingsgenre?
Romantic Comedy , Thriller und ab und zu auch mal ein bisschen “Historisches “ …
19) Dein erster Film, den du im Kino gesehen hast?
“Bernhard und Bianca- Die Mäusepolizei” … an den Plot kann ich mich aber nur noch dunkel erinnern …
20) Welchen Film hättest du lieber niemals gesehen?
“No County for old Men” … total langweilig, brutal und oft auch (unfreiwillig ?) komisch … dass dieser “Film” von den “Big Lebowski”_Coens stammt, macht das Ganze noch unverständlicher …
21) Der merkwürdigste Film, den du mochtest?
“Charlie und die Schokoladenfabrik” … ist knallbunt und hat einen sehr absurden und hinterhältigen “Humor”, dessen Wirkung bei mir erst ein paar Tage später eintrat, dann aber umso heftiger …ach ja, und Andy Warhols “Frankenstein” in 3D …
22) Der beängstigendste Film, den du je gesehen hast?
Ich gehe aus Prinzip nicht in “beängstigende Filme. Hätte aber rückblickend gern Final Destination 1-3 im Kino gesehen.
23) Der lustigste Film, den du je gesehen hast?
“You Don’t Mess with the Zohan” , leider bisher nur in der deutschen Fassung …”Leg dich nicht mit Zohan an”
Die Gründung unseres virtuellen Buchclubs tritt in die heiße Phase. Letzte Vorbereitungen laufen, und wenn alles klappt können wir dann Sonntag Abend mit unserer ersten Lektüre starten. Bevor es aber soweit ist, benötigen wir noch etwas Hilfe. Hilfe von Euch. Denn wir möchten, dass ihr die 1. Wahl habt. Es ist ganz einfach: Ihr stimmt bitte einfach ab, welches der drei zur Auswahl stehenden Bücher wir uns -jeder für sich- und trotzdem zusammen, quasi als kollektives Leseabenteuer ,vornehmen sollen. Natürlich werden wir dann auch unsere Eindrücke auf unseren Blogs wiedergeben. Ihr dürft also gespannt sein …
Ach ja, natürlich sind wir nach wie vor auf der Suche nach neuen Mitgliedern ….
Und nun votet bitte alle! Hier entlang, please …BuchClubVoting …
Was ich gehört habe ? „No One’s Better Sake“ Little Joy
„…Brod fürchtete, jede Träne von ihr könnte die Wände des Hauses einstürzen lassen, und so errichtete sie einen Damm aus Sandsäcken hinter ihren Augen und verbannte ihre Tränen an einen Ort, der irgendwo tief in ihr lag und sicherer war.“
aus Jonathan Safran Foer: „Alles ist erleuchtet“
And please don´t forget … heute ist der letzte StimmabgabeTag für unsere erste BuchclubLektüre …
(Was ich gehört habe ? „After The Dawn“ Peter Kruder)
Buz (oder BAZ) Luhrmann singt, naja er spricht mehr als das er singt. Und es klingt sehr gewöhnungsbedürftig. Der Text ist auch etwas seltsam. Denn welcher normale Mensch singt (oder sprechsingt) über „Sunscreen“, also Sonnenschutzmittel ? Ok, es gibt Leute, die singen über IceCreams, Jeans oder über (fehlende) Körperbehaarung … Aber ausgerechnet Sonnenschutzmittel ? Wie kommt man denn bitte auf so was ?
Ok, das Video ist nicht gerade neu, aber ich habe es heute erst entdeckt. Thanks to „fm4″ … Und anscheinend existiert sogar eine deutsche CoverVersion von dem Song, den ich mir jetzt aber mal lieber nicht anhöre …
Buz Luhrmann war mir bisher nur durch Filme wie „Moulin Rouge“ oder „William Shakespeares Romeo & Julia“ bekannt. Beide Streifen sind sehr außergewöhnlich. Überlange, schnelle, knallbunte Videoclips. Seinen letzten Film „Australia“ habe ich mir allerdings wegen zahlreicher kontroverser Kritiken nicht angeguckt. War es ein Fehler, mich von diesen Kritiken blenden und beeinflussen zu lassen ? Keine Ahnung … aber vielleicht besorge ich mir demnächst mal die DVD …
Ach ja, ganz anderes Thema. Seit heute steht unsere erste BuchclubLektüre fest:
“Mark Haddon – The Curious Incident of the Dog in the Night-time / Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone “. An dieser Stelle vielen Dank für euer Voting. Kittynn und ich möchten alle teilnehmenden (und auch zukünftigen) Leser/innen fragen, ob es nicht sinnvoll wäre, einen entsprechenden BuchClubBlog zu gestalten, in dem wir dann unsere
LektüreErfahrungen vernetzen und austauschen können. Wäre dann quasi so was wie ein literarisches Sammelbecken und angesichts der Tatsache, dass fast jede/r von uns einen eigenen Blog hat, gar nicht so schlecht, oder ? Für weitere Ideen, Anregungen, was auch immer, sind wir euch natürlich immer dankbar …
Was ich gehört habe ? „Wrong (d.i.m. Vs. Boys Noize Rx)“ von Depeche Mode
Bitte bei Gelegenheit unbedingt ansehen. Einer der Filme, die ich wirklich UNEINGESCHRÄNKT empfehlen kann (incl. Soundtrack), und die seit gestern einen festen Platz in meiner ewigen Top-Ten-Liste haben:
Irgendwann musste es so kommen. Das Problem war nur, dass ich es nicht wahrhaben wollte. Es aus meinem Kopf verbannt habe, in der Hoffnung, es würde sich alles von alleine regeln. Oder sich wieder einrenken. So was in der Art. Ich war mir sicher, dass die Zeit uns wieder zusammenführen würde. Ein Happy Ending. Wir nur Geduld haben müssten. Uns Zeit lassen. Viel Zeit. Heute weiß ich, dass ich anders dachte als sie. Emotional. Nicht rational. Ich habe mich ihrer Wirklichkeit entzogen. Für sie war unsere Beziehung mit dem Tag als ich auszog zu Ende. Aber hätte ich denn NICHT ausziehen sollen ?! Hätte sich dadurch etwas geändert ? Oder wäre es auch nur ein Aufschub gewesen ? Hätte ich einfach nur da bleiben sollen ? Bei ihr ? Noch mehr kämpfen ? Ausharren ? Aushalten ? Es ertragen, dass sie während der Zeit, in der ich noch bei ihr war, keine Nacht mehr in unserer Wohnung verbracht hat ?
Sie vor mir, und vor dem, was wir noch hatten (dieser letzte undefinierbare Rest) geflohen ist . Zu einem Anderen ? Jemand, den sie vorgab an meiner Stelle zu lieben …
Hätte ich …. ?
Ich war blauäugig, ein Träumer, der alles mit einer dicken Schicht Selbstironie und viel zu oft auch Selbstmitleid überspielt hat. Und jetzt erlebe ich so etwas wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Sie sagt, dass sich nichts ändern würde. Zwischen uns. Das alles beim Alten bliebe. Es sei nur ein Papier. Offiziell. Und finanziell.
Alice hat heute die Scheidung eingereicht. Für mich ist es wie ein Erdbeben mit 1000 kleineren, unkontrollierten Nachbeben. Atemraubend. Betäubt. Kopflosmachend. Ich habe keine Sprache mehr. Und ich weiß nicht mehr, was ich denken soll. Ob ich überhaupt denken soll. Und wie ich denken soll. Was angemessen wäre. Ob ich traurig sein sollte, auch wenn ich die Tränen schon jetzt kaum mehr zurückhalten kann.
Ob ích vielleicht jemanden anrufen sollte, nur um zu reden. Reden, um zu reden. Aber ich habe niemanden. Niemanden, den es interessieren könnte.
Und vor allem, frage ich mich, ob es nicht doch noch eine allerallerletzte Chance für Alice und mich geben könnte. Nur wie sollte die aussehen … welcher falschen Illusion würde ich mich dadurch jetzt am liebsten hingeben ?
Ein nie endender Traum, aus dem es kein Erwachen gäbe … einfach schlafen bis ans Ende aller Zeiten, bis alles vorbei ist . Und nie mehr sprechen müssen, keine Erklärungen abgeben, keine Wünsche äußern, einfach verstummen … weil alles so schwer geworden ist. Das Sprechen, Denken, NichtDenken,. Fühlen, NichtFühlen, …. alles hat ein anderes Gewicht … hat das Gleichgewicht verloren … und nichts scheint mehr wirklich wichtig …
Was passiert ist, ist passiert … und ich bin immer noch ich. Nur anders, weil alles anders ist.
Auch die Songs, die ich höre, scheinen plötzlich ein neues Gesicht bekommen zu haben. Sind sie vorher nur ein unglaublich prickelndes und sinnliches Hörerlebnis gewesen, haben sie jetzt etwas Schmerzhaft-Unkontrolliertes bekommen… und bei jedem Lied, das ich höre, wünsche ich mir, sie könnte es auch hören und würde ähnlich empfinden… ich wünsche mir, wir würden auf diesem Weg wieder zusammenfinden…eine Brücke, auf der wir uns in dunkler Nacht treffen,irgendwo in der Mitte … das Wasser …. und die Stille, die unsere kaputten Herzen vielleicht wieder zum Schlagen bringen könnte …
Ja, es geht mir wieder besser. Gestern hatte ich so etwas wie einen totalen Systemzusammenbruch. Alles tat mir weh. Und ich habe über die Hälfte des Tages geschlafen. In den wachen Momenten las ich dann Glavinics` “Das bin doch ich” zu Ende, sah mit “V wie Vendetta” und “Zeiten des Aufruhrs” an.
Zwei auf den ersten Blick vielleicht sehr unterschiedliche Filme, aber in beiden geht es um Liebe. Um den hoffnungslosen Zustand des SichNicht(mehr)LiebenKönnens. Ich will nicht behaupten, dass diese Filme mich körperlich und geistig wiederhergestellt hätten, aber eines haben sie mir bewiesen: Dass es immer noch Platz gibt für ein anderes Leben. Für ein Danach. Etwas, was man jetzt noch nicht voraus ahnen kann, das aber bereits da ist. Näher als man glaubt….
Und deshalb beginnt heute mein hoffentlich neues Leben …
oder es mir schlecht geht, brauche ich Musik, die mich wieder aufbaut. Songs, die mir beweisen, dass es noch etwas anderes als Schmerz und Trauer gibt. Deshalb hier mal eine Liste meiner derzeitigen „Up_burner“, Lieder also, die mich wieder zum „Brennen“ bringen:
Mein Tag in Stichworten: schlecht geschlafen (like always), BadBlockade, frühstücken, etwas I-Net, arbeiten, U-Bahn, Straßenbahn, Essen für Sohn, 1. Espresso, Hausaufgaben mit Sohn, Bibliothek, 2. Espresso, Hausaufgaben Ende, CD brennen (Hörspiel), 3. Espresso, Hausaufgaben mit Tochter, Abendbrot, Spülmaschine, vorlesen, Bett, 4. Espresso …und jetzt:Warten auf Alice und keine weiteren Espressi trinken …
Jahresendzeitstimmung, mal ein anderes Wort. Ich kann ja nicht ständig von Novemberdepression sprechen. Vor allem, weil es nur noch ein paar Tage bis zum Dezember sind. Unglaublich, dass bald wieder Weihnachten sein soll. Und noch unglaublicher, dass ich wieder ein Jahr ohne Alice überlebt habe. Noch ist es vielleicht zu früh, eine abschließende Bilanz zu ziehen, aber eines lässt sich vielleicht jetzt schon sagen: 2009 war nicht sooo schlimm wie 2006. Das Jahr also, in dem alles begann. Das Katastrophenjahr schlechthin …
Aber lassen wir das. Momentan versuche ich, mich mental zu festigen. Indem ich mich bemühe, auch in schlechten Ereignissen einen positiven Kern zu entdecken. Kann sein, dass man das Ganze Zweckoptimismus nennt. Ich nenne es SelbstüberlistungsStrategie. Wahrscheinlich ist es bloß eine von mir noch nicht wahrgenommene bessere Form der Verdrängung.
Aber irgendwie scheint es zu wirken. Nun muss ich nur noch ein Mittel gegen meine erneuten Schlafstörungen finden, und ich bin geheilt. Hm, weniger Kaffee trinken wäre da bestimmt nicht schlecht. Oder noch etwas früher ins Bett gehen. Feste Schlafzeiten zwecks festen Schlafrhythmus einrichten vielleicht auch so eine Idee. Wie dem auch sei, December´s waiting…neuer Monat, neues Spiel, neues Glück…
Was ich gehört habe ? „That’s Not My Name“ Ting Tings
Keine Ahnung, wie und ob man sich zum Thanksgiving begrüßt oder gratuliert. Aber ich hätte da eventuell einen Filmvorschlag. Schon etwas älter zwar, aber alt heißt ja nicht veraltet. Es ist der ideale Film zum idealen Tag. Ein Jodie Foster Film. Ein Familienfilm. Zum Lachen, Träumen und Traurigseindürfen. Neben einen vielleicht zum damaligen Zeitpunkt noch „drogenfreien“ Robert Downey Jr. und einer jungen, unbekannten Claire Daines, taucht in dem Film natürlich irgendwann auch ein toter und trotz allem relativ lebendiger Truthahn auf:
Leider läuft der Streifen sehr selten im TV und auf DVD ist er bedauerlicherweise auch ziemlich schwer aufzutreiben. Aber vielleicht findet ihr ja trotzdem einen Weg, Euch den Film zu besorgen. Und am besten schaut Ihr ihn euch dann im Familienkreis an. Mit einer extra großen Portion Truthahn auf dem Teller…In diesem Sinne „Happy Thanksgiving to all of you“
Was ich gehört habe ? „Meet Me On The Equinox“ Death Cab For Cutie
Lou Reed hatte Recht, als er sagte dass „Life is like Sanskrit read to a pony.“ Ich verstehe nicht, was passiert, aber es passiert. Jeden Tag. Ein neues Rätsel. Und ich wundere mich dann jeden Abend, wie ich das Ganze nur wieder überstanden habe. Welche klugen Ausreden ich hatte, um so zu leben, dass es niemanden groß auffiel.
Nachdem das letzte Wochenende eine mittlere geistige Katastrophe war, geht es mir diesmal schon bedeutend besser. Auch wenn ich jetzt ein schlechtes Gewissen habe. Denn im Grunde genommen habe ich nichts Bedeutendes erreicht. Kein Haus gebaut, kein Kind gezeugt. Oder für den Weltfrieden gebetet. Stattdessen habe ich das ganze Wochenende ohne ernstzunehmenden Sozialkontakt faul im Bett verbracht.
Hier so eine Art Bilanz der letzten 24 Stunden im Leben eines nicht vorweihnachtlich tangierten
Prokrastinationswilligen.
geschlafen:
insg. ca. 12 Stunden, aber zumeist traumlos …
gelesen:
– Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone von Mark Haddon (unser *BookClubBook*, Kritik folgt dann in den nächsten Tagen)
- The Time Traveler’s Wife von Audrey Niffenegger ( sehr anschauliche Geschichte über einen “zeitreisenden” Mann, der seiner (zukünftigen) Frau Auskunft über die Liebe und sein/ihr gemeinsames Leben prognostiziert …kann noch keine abschließende Wertung abgeben, da ich erst auf Seite 170 oder so bin)
- Kleines Wörterbuch für Liebende von Xiaolu Guo …. Eine Chinesin in London. Eine Lost in Translation_Story. Ironisch, erotisch, traurig. Herzzerreißend. Und definitiv eines der besten Bücher, das ich dieses Jahr gelesen habe.
DVD geglotzt:
- “Reservation Road” (USA 2007) mit Joaquin Phonix, Mark Ruffafo u. Jennifer Connelly … beklemmend
- “Outsourced” (USA, 2006) mit Ayesha Dharker u. Josh Hamilton …süße, interkulturelle LoveStory
- “Die Geschwister Savage” (USA, 2007) mit Laura Linney u. Philip Seymour Hoffmann … ArtHouseKino vom Feinsten
- “88 Minutes” ( USA 2007) mit Al Pacino …. lächerlich, unbedeutender ActionFilm mit einem sich selbst verheizenden “SuperStar”
Eigentlich wollte ich mich nur vergewissern, dass man Bing Crosby wirklich mit einem „r“ schreibt. Also nicht Bing Cosby, was ja theoretisch auch möglich wäre. Naja, ich hab mir noch keine richtige Eselsbrücke oder so gebaut. Crosby wie Schoko C“R“ossies vielleicht. Und da gibt es ja noch den anderen Crosby. Den man genauso schreibt, der aber einen anderen Vornamen hat. Bill nämlich. Echt sehr tricky. Normalerweise sollten da auch keine großen Verwechslungen auftreten. Weil der eine ja ein bekannter Serien(Held)Täter und der andere ein eher für seine schnulzig-schönen Weihnachtssongs berühmter Sänger ist. Naja, egal … auf alle Fälle hab ich mal wieder bei youtube recherchiert und dort auch ein sehr interessantes Video gefunden.
Da singt der Bing (diesen Vornamen sollte ich mir auch irgendwie einprägen können… hm, vielleicht „Bing“ Ben ?) mit einem Bowie (also nicht mit dem namensgleichen Messer, sondern mit dem „Ziggy Stardust“ Interpreten … Messer können ja auch gar nicht singen, höchstens Sägen) ein Duett …ziemlich weihnachtlich angehaucht. Und wenn man bedenkt, das Bing und Bowie musikstil_mäßig genau genommen überhaupt nicht zusammenpassen, ist das schon so was wie ein „himmlisch-unmögliches“ Gipfeltreffen. Jedenfalls zur damaligen Zeit.
Im neuen Jahrtausend nimmt ja sogar der schräge Dylan eine Weihnachtsplatte auf … tztztz …
Ok, hier sind jedenfalls Bowie und Crosby … eine echte „Crossover“-Perle:
Für all die Zahllosen, Namenlosen, Entrechteten, Geknechteten, die sich heute Morgen ihre Finger am ersten Adventskalendertürchen blutig gestoßen haben:
Heute schon das 2. Türchen geöffnet? Ich besitze keinen Adventskalender, nur ein paar WeihnachtsCDs. Aber die sind noch tief in irgendeiner meiner Kisten versteckt.
Apropos Weihnachten. Ich hab mir gestern den Bob Dylan Clip zu seiner neusten CD angehört … genau, der viel befürchteten X-Mas-Produktion. Und mir ist fast schlecht geworden. Sowohl der Song als auch das Video sind allerunterste Sahne. Dylan sieht wie ein irrer Iggy Pop-Tom Petty aus; ist das Absicht oder steckt eine Verkaufsstrategie dahinter ? Hat er sich eine IggyPopTomPettyPerücke über sein Haupt gestülpt, weil kein Weihnachtskostüm mehr frei war ? Oder ist es vielleicht sogar Iggy Pop/Tom Petty selbst, der sich da als Dylanscher Weihnachtsgeist verkleidet hat ? Jedenfalls sehr gruseliger Auftritt.
Klar, das Ganze soll natürlich ironisch gemeint sein. Das Problem ist nur, dass ich dahinter nichts Ironisches entdecken kann. Und ich nehme an, dass ich da nicht der einzige bin, der die simple und bittere Feststellung machen muss, das Dylan als Sänger ziemlich fragwürdig geworden ist. Sein damaliger PapstBesuch war für mich schon ein Zeichen seines sich abzeichnenden künstlerischen Niedergangs.
Aber egal…
Vielleicht bin ich ja inzwischen derjenige, der oldfashioned oder zu nostalgisch ist, aber mein ultimativer X-Mas-Song ist und bleibt immer noch: John Lennon & Yoko Ono´s: War is over! (if you want it).
Hm, hinter meinem dritten imaginären Adventskalendertürchen befindet sich heute ein Film. Zwar kenn´ ich ihn schon, aber er gehört, genauso wie gestern der Lennon/Ono Song, zu meinem festen StandardWeihnachtsRepertoire. I really love that movie. Auch wenn ich danach immer tieftraurig bin und gar nicht richtig einschlafen kann.
Vielleicht sollte ich ja demnächst wieder mal ein paar Listen erstellen. Best of X-Mas und so …
Naja, hier jedenfalls einer meiner alltime Favorites:
Was ich gehört habe ? „Winter Winds“ Mumford & Sons
Tja, was mag sich wohl hinter dem 4. Adventskalendertürchen verbergen ? Diesmal eine Weihnachtsfeier. Neben meiner beruflichen (Haupt)Tätigkeit als Buchhändler bin ich ja auch noch bei einem CallCenter angestellt. Eine sehr langweilige Arbeit. Outbound. Akquise. Also Leute von etwas überzeugen müssen, was sie im Grunde genommen eigentlich gar nicht brauchen… Ich hasse diesen Job. Aber er hält mich zumindest finanziell einigermaßen über Wasser. Und für einen sogenannten CallCenterJob echt „übertariflich“ gut bezahlt.
Jedenfalls gibt es heute Abend ab 19.00 Uhr eine Art offizielles BetriebweihnachtsEssen. Und zwar hier. Echte fränkische Küche. Bratwürste und so. Naja, nicht so mein Ding. Aber trotzdem werde ich dort heute hingehen. So eine Art Pflichttermin. Mir dreht sich jetzt schon der Magen um. Vor allem wenn ich an meine lieben Kollegen und Kolleginnen denke… naja, ich werde es über mich ergehen lassen. Und wenn es ganz schlimm werden sollte, werde ich ein paar Gläser mehr trinken, von was auch immer…
Vielleicht gibt´s ja morgen einen dementsprechend
mitteilungswürdigen Post über den heutigen Abend. Und vielleicht denkt ja einer von Euch heute ab 19.00 Uhr an mich. Setzt sich neben mich und rettet mich, in dem er mir ein paar unanständige Witze (sic !) ins Ohr flüstert.
Am liebsten würde ich heute zu Hause bleiben, mich tief unter meiner Bettdecke verkriechen, und mir diesen trashigen japaneeeeeeese film anschauen (garantiert besser als all die amerikanischen KillBillTarantinoPlagiate; und falls es jemanden interessiert wie Tarantino zu seinem zweifelhaften Ruhm gekommen ist, wäre das bestimmt die richtige Lektüre):
Was ich gehört habe ? „Farewell To The Fairgrounds“ White Lies
Das einzige, was ich wirklich von der BetriebsweihnachtsFeier “behalten” habe, waren die Kopfschmerzen heute morgen. Too much Wine. Irgendwie musste ich ja das fränkische Essen und die Gespräche auch verdegustieren. Am Schluss war hatte ich ein für mich angemessenes Level erreicht, das mich ganz relaxed den verschiedenen Tischgesprächen zuhören ließ. Ich saß meist stumm da, und ab und zu konnte ich zumindest einen nonverbalen Beitrag leisten. Durch einfaches Kopfnicken oder müdes Grinsen gelang es mir glaub ich ganz gut, meine eigentliche Abneigung gegenüber dieser Veranstaltung geheim zu halten. The great pretender eben. Das letzte Mal hat man mich bei der Weihnachtsfeier übrigens auf 36 geschätzt, und diesmal schon wieder, auch wenn ich mittlerweile ja schon ein faktisches Jahr älter geworden bin. Schon sehr merkwürdig. Nach 4 oder 5 Gläsern Wein und dieser deftigen fränkischen Hausmannskost habe ich mich selbst für ein paar Jahre älter geschätzt. Und bin dann auch kurz nach 23.00 wie eine etwas ältere Ausgabe von mir aus dem Lokal nach Hause gewankt. Zum Glück war ich somit sogar noch vor 24.00 im Bett.
Für alle Nichtfranken hier mal die Menüfolge:
Knoblauchsländer Feldsalat mit knusprigen Speck und Kracherle
Fränkische Kartoffelsuppe
Knusprig gebratenes Schweineschäufele mit Kloß
oder
Zanderfilet nach Müllerin Art mit Butterkartoffeln (das hab ich gewählt)
und zum Dessert
Apfelstrudel mit Vanilleeis.
Was ich gehört habe ? “Way Down“ Nasa Ft. Barbie Hatch
Heute also 6. Dezember. St. Nicholas Day.
Bei meinen Kindern, die an nichts mehr glauben (können), seit sie in der 2. Klasse von ihren Mitschülern/ Mitschülerinnen über fast alles aufgeklärt wurden, ist es immer noch so, dass sie vor dem InsBettGehen zumindest einen ihrer nicht blankpolierten Schuhe vor die Wohnungstür stellen, in der Hoffnung und der festen Überzeugung, dass am nächsten Morgen der WerOderWasAuchImmer ein paar Dinge hineingesteckt hat. Und so war es natürlich auch in diesem Jahr. Alice hat auch diesmal wieder dafür gesorgt, dass das alte Ritual erhalten blieb. Kinderschokoladen-Nikoläuse and other candies. Und ich habe -wie in den Jahren zuvor- DVDs verschenkt. Meine Tochter bekam “Paris, Paris“. Mein Sohn “Zohan” (seltsamerweise lief der damals im Kino ab 6, und hat jetzt einen ab 12-Jugendschutzaufdruck auf dem DVD-Cover; wahrscheinlich ein ähnlicher kontroverser StreitFall wie “Keinohrhasen” (dessen Freigabe dann nachträglich auch nach oben korrigiert wurde) oder Harry Potter … aber egal) und für Alice hab ich “Colour of Magic” besorgt. Sie steht auf Fantasy und besonders auf die Terry Pratchett- Scheibenwelt- Bücher. Ich dagegen kann damit überhaupt nichts anfangen.
Und eigentlich wollte ich ihr in diesem Jahr wirklich nichts schenken. Weil ich es nicht für angemessen fand und sie sich sehr anweisend gegenüber verhält, sie tut so, als sein ich ein Fremder für sie. Ein Eindringling. Ein ungebetener Gast, der in der Zeit, in der sie arbeiten muss, auf die Kinder aufpasst… ein notweniges Übel , das man in Kauf nehmen muss. Kann sein, dass ich mir das alles aber auch nur wieder einbilde. Seitdem sie aus der Kur zurück ist, hat sie sich total verändert. Sie wirkt verbittert, ausgebrannter als je zuvor …lebensmüder.
Und da sie heute Spätdienst hat, und ich sie daher noch nicht sehen und sprechen konnte, bin ich gespannt, ob und wie sie auf ihr Geschenk reagieren wird. Ok. nichts ist mehr so, wie es war. Und trotzdem wünsche ich mir wenigstens ein kleines Stück von unserer ehemaligen Liebe und Zuneigung zurück, nur ein winzigkleines Stück davon…
Was ich gehört habe ? Razorlight “Dalston”
Edit: Kurz bevor ich diesen post in meinen Blog setzen konnte, tauchte Alice auf, etwas früher als erwartet. Sie war erkältet, nahm mein Geschenk trocken und zurückhaltend entgegen. Früher hätte ich eindeutig erkennen können, ob sie sich freut oder nicht, und falls nicht, was die Ursache gewesen wäre. Heute ist sie mir genauso fremdartig wie ich ihr… nur zwei Unbekannte, die sich zufällig irgendwo begegnen …
Hätte ich heute Morgen bloß nicht das 7. imaginäre Türchen geöffnet. Dahinter verbargen sich nämlich ganz fiese HustHustSchniefSchnief_Viren. Vor der allerübelsten Sorte. Jede 2. Stunde ein bisschen Nasic (so heißt die Droge) in beide Nasenlöcher gepumpt, und trotzdem schon nach kurzer Zeit alles wieder verstopft und ich muss durch den Mund atmen. Schwimmen geht in einem solchen Zustand natürlich auch nicht.
Aber ich kann Euch beruhigen: es ist nicht die Schweinegrippe. Die hat nämlich einen vollkommen anderen Verlauf. Da fühlt man sich wirklich krank, hat hohes Fieber, Gliederschmerzen und ein großes Schlafbedürfnis … bei mir ist es nur ein/e „normaler“ Schnupfen/ Erkältung …aber das ist schon schlimm genug …
Ach ja, für die englischsprachige Crew unter Euch: What can you catch but not throw ? A cold ! (ja, seeeeehr witzig, ich weiß)
Augen auf und Nase zu. So kann man es wohl am besten beschreiben. Der Virus hat mich fest im Griff. Fünf- bis sechsmal am Tag Nasic einpumpen (in die zwei dafür vorgesehen menschlichen Öffnungen) und mindestens genauso oft Halstabletten (Dolo-Dobendan) lutschen (diese „Pastillen“ betäuben echt für ein paar Minuten die gesamte Mundhöhle).
Aber nichts ist langweiliger als über Wetter und Krankheiten zu berichten, deshalb an dieser Stelle mal wieder eines der obligatorischen youTubbies ( die Glitzerkerzchen im Hintergrund könnte man ja großzügigerweise als Weihnachtsdeko durchgehen lassen):
Ist echt schon der 11. Dez. ? So schnell ?! Time is running by (sagt man das so ?) oder away … egal, denn ich bin immer noch verschnupft …. aber total. Interessiert wahrscheinlich niemand. Aber heute Nacht war´s tatsächlich Rekord verdächtig: ich bin 4 Mal in 5 Stunden aufgewacht. Und inzwischen habe ich so einen gelangweilten somnambulen Blick drauf…deshalb (schon wieder ….) ein Musikstück …
Ich bin SÜCHTIG nach Musik … sie macht einen anderen Menschen aus mir … rebellischer …vielleicht auch etwas sinnlicher ….ich mutiere zu einem Wesen, das nur aus Rhythmus besteht …
I´m feeling ok now. Also fast wieder gesund. Schnupfen ist neben einer heterogenen Scheinschwangerschaft wahrscheinlich das Schlimmste, was einem (als Mann) passieren kann. Man fühlt sich devot, verstopft, verschleimt, whatever. Und verliert innerhalb kürzester Zeit seinen Sinn für Ironie. Und Ironie ist absolut überlebenswichtig, zumindest für so verschrobene, oft depressive Typen wie mich. Die sich nur so über Wasser halten können.
Und daher für alle, die den ganzen Tag und die ganze Nacht mit dieser unverschämt rosarotundauchschwarzgrauen Brille rumlaufen, ein Song, der ihren den nackten Sarkasmus in die Augen treiben wird (oder wenigstens das Gefühl etwas Wunderbares verpasst zu haben):
Heute fange ich an, wieder so was wie Glück zu spüren. Euphorie …
Glück, ein Wort das mir immer verdächtig vor kam, und ich auch jetzt nicht genau weiß, wie ich es benennen soll. Und ob es wirklich Glück ist, oder nur der Wunsch nach etwas mehr als nur innerem Frieden.
Wo fängt Glück an ? Für mich ist es, wenn ich nachdenke immer eine sehr heiße und gefährliche Flamme. Jemand zündet in mir eine oder 1000 Kerzen an und je nach Intensität glühe oder verbrennt dann etwas in mir, oder es wächst was. In Zeitraffer, unvorstellbar schnell.
Dieser Zustand ist aber nicht endlos, auch nicht reproduzierbar. Meist hört es plötzlich auf. Jemand bläst diese Kerze aus, löscht das Feuer, und zurück bleibt Melancholie.
Jeder sucht danach …. nach dieser Sehnsucht … das Verlangen nach einem Zustand der vollkommenen inneren Seligkeit …Flügel inside ..du schwebst …. unsichtbarer Seelenstaub, der in deinem Körper durcheinander gewirbelt wird …(so habe ich es in einer mail, die ich vor kurzen verschickt hab, formuliert) …
Und man will es immer und immer wieder neu erleben …
Gestern wollte ich ja mit aller Kraft noch daran glauben, aber genau das war mein Fehler. Ich sollte in Zukunft realistischer sein. Und verdammtnochmal auch weniger rumjammern.
Stattdessen verabreiche ich mir heute eine filmische (Glücks)Therapie, vielleicht hilft´s ja trotzdem:
Irgendwie hat Dustin Hoffmann Recht. So logisch wie er argumentiert, lassen sich alle Probleme, ja, das ganze Leben tatsächlich auf ein einziges Laken zurückführen (und lösen) …
Was ich gehört habe ? „Mrs. Cold“ Kings Of Convenience
Ach ja, unumstößlicher Vorsatz für morgen: Endlich mal auf meine letzten Comments reagieren … bis dahin „DANKE“ to all my *commentatores*
Meine allerliebste BlogFreundin Kittynn hat mir (das erste Mal) ein Stockdings zugeworfen und ich als braver menschlicher Hund apportiere nun dieses sehr spezielle Holz, von dem ich vermute, es mir selbst mal als angeknabberten (mutierten) Knochen widerrechtlich angeeignet zu haben , irgendwann in grauer BlogVorZeit ….
Ok, hier jetzt (vielleicht zum zweiten Mal, who knows) meine Satzergänzungen:
* Menschen können… wilde Tiere sein. Obwohl Tiere oft einen humaneren “Ehrencodex” als ihre zweibeinigen Artgenossen haben.
* Menschen sollten … cat_zerischer sein.
* Die Welt braucht… LoveLoveLove …
* Das Wichtigste im Leben ist… das Streben nach ultimativer Liebe.
* Unwichtig sind… äußere menschliche Attribute … Schönheit ist relativ (egal).
* Das Leben ist… voller Fragezeichen und schrecklich kompliziert.
* Sterben müssen heißt …weggehen, um dann irgendwann wiederkommen zu dürfen.
* Menschen sollten … die Unendlichkeit ihrer Gedanken kennen.
* Vergangenheit ist… schon heute die Schlagzeilen von morgen lesen.
* Zukunft bedeutet …Abenteuer.
* Zeit ist…eine Schleife. Zeit-in-der-Schleife.
* Liebe ist… just love. And love is everything. Love and Peace.
* Freunde haben ist… mehr als alles auf der Welt. Nur bin ich leider oft sehr nachlässig, was die Aufrechterhaltung und Pflege von Freundschaften betrifft.
* Glück ist… ein flüchtender Dieb in rabenschwarzer Nacht.
* Gefühle sind… immer wieder mal out of control, out of reach.
* Konflikte bedeuten ….Auseinandersetzungen mit dem eigenen (und fremden) Ich.
* Hoffnung ist … das was bleibt, wenn nichts mehr bleibt.
* Glauben können ist … utopisches Manna.
* Träume sind… traumatische Erlebnisse, illusionäre Wünsche, die zum Glück fast nie in Erfüllung gehen.
* Visionen sind … Wish_ionär.
* Veränderung bedeutet …Vorwärtsgehen.
* Stagnation bedeutet… vorgezogener Tod.
* Ich brauche… gedankliche Freiräume.
* Angst habe ich vor …meiner schier unüberwindbaren Schüchternheit (und 1000 anderer Minderwertigkeitskomplexe)
* Mut bedeutet… Selbstüberwindung.
* Das Allerschwerste ist … seine Fehler zu erkennen und versuchen, sie nicht zu wiederholen.
* Es ist so leicht… schwer zu sein.
* Verlieren bedeutet … die Chance auf den NÄCHSTEN Hauptgewinn.
* Gewinnen heißt … trotzdem nicht immer der Beste sein (zu wollen).
* Perfekt sein bedeutet… langweilige Idiotie. Also das, was ich täglich zu erreichen versuche.
* Versagen bedeutet …die Erkenntnis, es das nächste Mal besser zu machen.
* Verlust ist … lang anhaltender Phantomschmerz.
* Schmerz ist …ein munch_scher Schrei.
* Arbeiten bedeutet… Geld verdienen (müssen)
* Leistung ist… scheiße. Zumindest modernes Leistungs_bewußtsein, das auf Kosten Anderer ausgetragen wird. EllbogenKapitalismus.
* Stärke ist… auch seine eigene Schwäche wahrnehmen können.
* Phantasie kann … ein fliegender Drachen sein, der nie die Erde berührt.
* Kreativität ist …der Motor im Gehirn eines blinden Affen.
* Menschen, die andere nach ihrem Bild formen wollen… wissen selbst oft nicht, wie sie aussehen (“bildlich” gesprochen)
* Gesundheit für meine Lieben… ist das allerwichtigste überhaupt, aber ich kann auch sonst niemanden körperlich (und seelisch) leiden sehen, nicht mal meinen ärgsten Feind (wenn es den geben sollte)..
* Gerechtigkeit… gibt es nicht, leider. Nur das Recht des Stärkeren, der es dann unverhohlen als gerechten Akt der Gnade auslegt.
Was ich gehört habe ? Modest Mouse “We´ve got everything”
„I love huckabees“ hab ich ja zu 90 Prozent nicht kapiert. Schade eigentlich, denn das SchauspielerEnsemble war wirklich vom feinsten. Dustin Hoffmann einfach grandios, auch die LakenTherapie hat mir als philosophisches Konstrukt sehr gefallen. Aber irgendwo hat der Film dann trotzdem nicht gezündet. Oder ich war nicht in der Stimmung mich, in so eine verschrobene Welt zu begeben. Mein Hirn für ein paar Stunden komplett auszuschalten, und mich der Story hingeben, abdriften. Und ich frage mich, ob „Three Kings“ (vom gleichen Regisseur) genauso schräg und (mir) unverständlich ist. Hm, „I love Huckabees“ wird „offiziell“ als Screw-Ball-Komödie angesehen; für mich hat das nichts mit dem (ursprünglichen) Genre zu tun. ScrewballKomödien sind für mich Filme aus den 30er/40er_Jahren, meist schwarz-weiß und immer mit einem „frivolen“ doppelten Boden, mit unübertrefflichen Sprachwitz. Arsenic and Old Lace, The Philadelphia Story, oder an der Spitze: Bringing Up Baby. Cary Grant ist neben Humphrey Bogart sowieso einer meiner (alten) HollywoodLieblingsLieblinge.
Egal. Es gibt einen weiteren Film, der mir einige Rätsel aufgibt. Sinn_liche Rätsel, er hat auch einen starken philosophischen Ansatz, aber etwas „leichter“, eher eine „sweet pill“. Besonders was den sogenannten Vorfilm („Hotel Chevalier“) betrifft. Eigentlich fast besser als der gesamte (Nach)film (Wes Anderson´s „The Darjeeling Limited“).
Und mittlerweile bin ich so weit, mir einen überlebensgroßen StarSchnitt von Natalie Portmann über meinem Bett (wo sonst ?) aufzuhängen. Und daneben einen kleinen Altar aufbauen, an dem ich dann …
Aber alles wir das, hier (der erste Teil von „Hotel Chevalier“) Und wer genau zuhört, kann sogar irgendwann die Worte „Christmas“ hören …
(Irgendwie lustig, dass Jason Schwartzman sowohl in Huckabees als auch in „The Darjeeling Limited“ mitspielt; purer Zufall oder mag er es „philosophisch“ ?)
Fast jeden Tag fahre ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. Hin und zurück. Fast immer dieselbe Strecke. Insgesamt bin ich wahrscheinlich rund eine Stunde (Wartezeit eingerechnet) mit Tram und U-Bahn unterwegs. Oft begegne ich dabei denselben Personen. Auch in einer Großstadt wie Nürnberg mit über 500.000 Einwohnern ist die Wahrscheinlichkeit (und Gefahr) groß, dass man zu ganz bestimmten Zeiten ganz bestimmte Gesichter sieht. Man kennt sich irgendwie. Zwar nickt man sich nicht auffällig zu, sondern wirft nur stumme, mitleidige Blicke zu, so als würde man sagen wollen: Ach, du auch schon wieder. Aber macht das einen Unterschied ? Der Effekt ist doch der gleiche. Dieser wissende Ausdruck in den Gesichtern der Mitfahrenden. Die Hölle sind die Anderen. Und ich ja auch. Irgendwie, erwischt. Eiskalt. Und wenn man genau hinguckt, sehen die Menschen trotz wechselnder Kleidung fast immer gleich aus. Gelangweilt, müde oder gestresst.
Besonders morgens zwischen 8.45 und 9.00 Uhr (rush-hour) halten sie sich an der Stange gleich beim Ausstieg fest, riechen nach Parfüm (die Frauen) oder manchmal nach altem Schweiß und Alkohol (Männer). Einige von ihnen sitzen und lesen, und ich versuche immer die jeweiligen Buchtitel herauszubekommen. Mein Kopf befindet sich deshalb immer in einer merkwürdigen und vielleicht auch außergewöhnlichen Schieflage. Aber das ist mir egal, ich bin einfach neugierig, weil ich der Meinung bin, wer oder was jemand liest, sagt insgeheim immer etwas über den Charakter desjenigen aus. In meinem Kopf sind viele Cover gespeichert, die meisten Verlage benutzen ja ein leicht wieder erkennbares Design. Ich habe festgestellt, dass gerade Frauen sehr viele Krimis lesen, oder historische Romane. Ab und zu auch mal Fantasy. Alice mag ja Terry Pratchett, mit dem ich überhaupt nichts anfangen kann. Aber egal.
Was mir noch so aufgefallen ist: 90 % der Frauen schauen den Männern auf die Schuhe. Und zwar direkt, furchtlos. Ich liebe ja Frauen, grundsätzlich. Aber könnten sie das bitte seinlassen, es irritiert mich. Und ich frage mich, ob sie aufgrund sauberer, blankgeputzter oder dreckiger, cowboystaubiger Schuhe auf die jeweiligen Eigenschaften des männlichen Trägers Rückschlüsse ziehen können ? Hat es etwas mit Mode zu tun ? So ein Sex-and-the-City-Manolo-Ding, das Männer nie ganz verstehen werden ? Aber auch egal. Ich achte bei Frauen ja auch auf Äußerlichkeiten. Zumindest in U- und Straßenbahnen. Viele Männer blicken wahrscheinlich erstmal auf Po oder Brüste oder irgendwas in der Art. Ähm, ich natürlich auch irgendwie. Trotz meiner umerzogenen Männlichkeit. Inzwischen hasse ich meine Geschlechtsgenossen. Weiß auch nicht warum, ich fühle mich unter ihnen immer extrem weiblich. Verweiblicht, aber das Thema hatte ich ja schon. Mein erster Blick bei einer Frau geht mehr in Richtung Ringfinger. Um zu erfahren, ob sie liiert ist. Ich bin ja (in)offiziell Single, ich darf das hoffentlich.
Gestern ist mir übrigens was sehr Merkwürdiges passiert. Ich kann es immer noch nicht ganz (in Worte) fassen. Aber es ist tatsächlich so passiert. Am Nürnberger Hauptbahnhof. Ich befand mich in der wartenden U-Bahn, gucke etwas mittagsmüde aus dem Fenster und da sah ich IHN, oder es. Einen WeihnachtsClown. So ein Zwitterwesen, halb Clown, halb Weihnachtsmann. Rotweiß geschminktes Gesicht, zirkusclownmäßig und das klassische Weihnachtsmannkostüm. Er tauchte aus dem Nichts auf, war plötzlich da. Zum Greifen nah, nur diese U-Bahn-Fensterscheibe zwischen ihm und mir. Jedenfalls sah er sehr traurig aus, zerknirscht, so als wäre er im falschen Film (was er dann wohl auch war). Dieser Clown geht mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf. Ich meine, kann so was sein ? Hat jemand von Euch auch dieses Phänomen erlebt ? Ähm, ich hab jetzt mal gegoogelt … nur um sicherzugehen, dass ich nicht halluziniert habe, und tatsächlich, es gibt sie: WeihnachtsClowns. Unglaublich, aber wahr. Na dann, kann ich heute Nacht ja einigermaßen beruhigt schlafen …bleibt nur noch die Frage, warum “mein” Clown so todtraurig und verzweifelt aussah, weder weihnachtlich noch lustig… eher wie ein WeihnachtsClownZombie …irgendwie gruselig, unangenehm gruselig …
Was ich gehört habe ? Red Hot Chili Peppers “Higher Ground”
Draußen ist es eisig kalt. Midlifelover kocht Tee. Die Nachtspeicherheizung glüht. Aber trotzdem ist es kühl.
Er kann nicht mehr schreiben. Er bereitet sich vor. Er isst ein großes Käsebrot. Dann kleidet er sich an, seine beste Rüstung. Er scheint keine Angst zu haben. Noch bevor der Weihnachtsmann herunter gebrannt ist, verlässt er das Haus und surft durch die Nacht.
Gestern (Ihr habt´s bestimmt gemerkt) war nicht ich es, der gepostet hat. Sondern meine zweite, bessere Hälfte, die ich nun schon seit über 20 Jahren kenne. Sie kam aus dem kalten Canterbury, GB. My very best and only (natural) friend, mon petit ami, Mr. R. Er will nächste Woche nach Bratislava, hat hier einen kurzen Zwischenstopp eingelegt, um sich seine kalten Füße an meinem Luxusheizkörper aufwärmen zu können. Natürlich nicht nur das, aber der Reihe nach …
Vor ein paar Tagen kündigte Mr. R. sich ganz lässig per mail an. In der Betreffzeile nur ein Wort: Donnerstag. Aber ich wusste auch so Bescheid. Wir stehen in keinem so (engen) mail-Verhältnis, und sehen uns inzwischen -da er ja far, far away wohnt und studiert- (Wirtschaftswissenschaften oder so was in der Art; er spricht immer von seinem “Bachelor” (er moduliert es immer etwas sehr “fränkisch”: BÄTTscholor ), leider nur zwei, drei Mal im Jahr. Aber wenn Mr. R. *Donnerstag* schreibt, meint er es auch so. Er ist ein Mann der kleinen Worte.
Das letzte Mal hat er mich im vorfrühlingshaften April besucht.
Tja, Donnerstag ging bei mir organisatorisch nicht, Alice hatte Nachtdienst. Deshalb haben wir unser Treffen auf gestern Abend verlegen müssen. Er hatte, wie immer, einen echt würdigen Auftritt. Man stelle sich einen sehr schlanken, über 1,90 cm großen, dynamischen Mann vor, etwas jünger als ich. Grauweiße Wollmütze, ebensolche Handschuhe, Dreitagebart und einem typischen, unwiderstehlichen Mr. R.-Grinsen.
Wir begrüßten uns, er zog seinen Mantel, seine Schuhe aus, und setzte sich dann auf meine Couch (die in der Nacht zur alleinigen Schlafstätte umfunktioniert wird). Es war wie immer: Er dort, ich da (an meinem Schreibtisch, hinter mir mein flackernder, altersschwacher PC )…und wir redeten, like always. Über sein Studium, seine und meine (nicht mehr real existierende) Beziehung, Canterbury, Gardening, seinem neuen Volunteer-Job (einmal in der Woche, donnerstags, in einem “YouthClub”), Geld(problemen), und schließlich übers Internet. Zwangsläufig natürlich auch übers Bloggen und meinen Blog. Und da hab ich ihn gefragt (vielleicht auch etwas genötigt), mir doch mal heute einen post zu schreiben. Für eine Millisekunde war er zu Tode erschrocken, dann aber zeigte er wieder das unerschütterliche
Mr. R.-Gesicht (pokerface).
Ich überließ ihm meinen Platz, ging in die Küche, machte mir was zu essen, und als ich zurückkam, saß er immer noch da, hatte aber schon ein paar Sätze getippt. Irgendwie merkte ich, dass er nicht so genau wusste, wie und was er schreiben sollte. Und da erst wurde mir bewusst, wie das ist, oder vielmehr wie das war. Das erste Mal. Erinnerte mich an meinen allerersten post. Ich saß genauso da. Vor einem weißen Textfeld, und hatte sowohl freudige Erwartungen als auch Panik. Weil ich nicht wusste, was ich schreiben sollte. Naja, ich wusste es schon irgendwie, aber es machte mir auch Angst, daran zu denken, dass es JEDER lesen konnte. Selbst irgendwo in der Antarktis hätte jemand meinen Blog finden und sich an meinem Sprachstil, meiner Grammatik und meinen Rechtschreibfehlern ergötzen können. Schon seltsam, diese virtuelle Welt. Aber dann hab ich doch noch den Absprung geschafft. Und mit der Zeit ging es, mit jedem Tag, an dem ich meine Einträge schrieb, wurde es weniger irritierend. Inzwischen ist es selbstverständlich, es gehört zu meinem Leben. Ist ein Teil von mir geworden. Ein All-Day_Blogger. Aber wie ich meinen besten Freund da sah, wie er mit jedem einzelnen Wort zu ringen schien … das war dann schon sehr herzzerreißend…
Trotzdem freue ich mich, dass er es gemacht hat, den Mut gefunden hat, etwas zu schreiben. Ich bin stolz auf ihn. Und finde, das er das echt gut hingekriegt hat. Er ist ja sowieso ein Mann der kleinen Worte, aber was er sagt (und schreibt), ist dann sehr konkret, punktgenau …
Nach dem Posten mussten wir erstmal raus, in den Schnee. Tja, Nürnberg bei Nacht und Eis hat schon was, irgendwie …all die vorweihnachtsfröhlichen, glühweinbackigen und lebkuchenbäuchigen Gestalten (viele Touris unterwegs) …
Was ich gehört habe ? “You´ve got the Love” – Florence + The Machine
Liegt es an diesem besonderen WintersonnenwendTag, oder ist nur mir so kalt ? Meine Heizung ist seit Tagen auf NonStop(anddontgo)Betrieb geschaltet, ich sitze hier in Thermo(oderwasweißich)Unterwäsche (sehr unsexy), habe eine buntkarierte Wolldecke um meinen Bauch gewickelt (noch unsexier) und wenn das so weitergeht ziehe ich mir auch gleich noch meine Eskimo_proved_Handschuhe an … das Einzige was mich wirklich wärmt, ist meine Musik … zur Zeit hör ich Noisettes „Sometimes“ … stimmt, irgendwann muss es ja wieder wärmer werden … und heller …und weniger stressig (nur noch 2 Tage, um Weihnachtgeschenke zu besorgen; ich weiß zwar WAS und WO ich einkaufe, aber dieser ganze Kommerz verursacht mir jetzt schon Bauchschmerzen incl. Würgreize)
Was ich (noch) gehört habe ? Yeah Yeah Yeahs „Zero“
Zugegeben, schon etwas älter. Aber an der Qualität des Songs ändert das natürlich nichts. Irgendwie jetzt schon ein All_Time_Favorite. Ein Klassiker. Erinnert entfernt an Amy Winehouse, ein bisschen an die Supremes und ist ein echter catchy tune. Wahrscheinlich ist dieses Lied sogar der Grund für meine (momentanen) Schlafstörungen …
Und wer andere Songs dieser Gruppe hört, der merkt, wie unglaublich vielseitig sie ist. Soul, Funk, alternative Pop, … keine Ahnung, von allem etwas …( ganz nebenbei :“24 Hours“ ist auch so ein WahnsinnsLied)
Heute scheint jede/r irgendwie beschäftigt zu sein. Weihnachtsstress, oder man packt schon für die Reise zu den (Schwieger)eltern, Freunden oder Geliebten. Alle(s) ist(sind) im Fluss. Nur so kann ich meine 2 heutigen BlogBesucher erklären. So wenig wie noch nie. Ein einmaliges Ereignis.
Aber ich selbst komm so kurz vor XMas auch zu fast nichts Anderem mehr. Kein FremdblogLesen, keine Downloads, nur fm4 läuft bei mir im DauerLiveStream und ein paar kurze getwitterte Hilfeschreie. Irgendwer soll ja wissen, dass ich irgendwo noch existiere. Ansonsten aber: letzte Geschenke (heute Morgen ab 9.00 mich todesmutig unter all den rempelwütigen KonsumTerroristen gemischt) kaufen, bzw. basteln (mit Kleber und stumpfer Schere) und an die nächsten Tage denken. Bis morgen Mittag sind ja noch Hamsterkäufe (in handelsüblichen Mengen, also bitte immer schön hinten anstellen und nicht drängeln, trotzend am Boden rumwälzen, schimpfen, Heulkrämpfe und andere soziophobische Ausraster als Druckmittel einsetzen) möglich, deshalb stell ich mir auch schon mal eine gedankliche NotfallBedürfnisliste zusammen. Was ich so am dringendsten brauche ( also mindestens 3 Flaschen Rotwein als Betäubungsmittel, für jeden (Feier)tag eine!; und BrotBrotBrot) Bis Montag gibt´s ja keine echte Einkaufsmöglichkeit mehr. Da muss man schon etwas horten, wie zu AtomkriegsAngstzeiten.
Ok, der Nürnberger Hauptbahnhof oder irgendeine Tanke hat dann immer noch geöffnet, und wenn gar nichts mehr geht, muss ich bei Alice oder deren Eltern (Essens)Asyl beantragen.
Schnee wird es Weihnachten anscheinend auch nicht mehr geben. Was aber auch im Grunde genommen egal ist. Denn allein werde ich sowieso keine größeren Spaziergänge unternehmen (außer zum Schwimmbad). Für ausreichend Entertainment ist jedenfalls vorgesorgt (DVDs, Bücher, Musik).
Ab 16.00 Uhr werde ich morgen bei Alice und den Kindern sein. So wie schon im letzten und im vorletzten Jahr. Seit 3 Jahren nun bin ich allein unter Kindern, Verwandten und meiner ehemaligen Frau. Wie immer werden also auch neben der alten Kernfamilie Alice´ Eltern und ihr Bruder anwesend sein. Wir werden essen (so weit ich mitbekommen habe, wird es diesmal eine Art Lachsauflauf geben), trinken (wahrscheinlich ExSchwiegermutter´s RotweinVorräte eines halben Jahres), Geschenke auspacken (dazu dann demnächst mehr), vielleicht etwas lachen, uns in den Armen liegen und irgendwann wird dann jede/r in sein eigenes Bett fallen. Gegen 00.00 Uhr ist bestimmt wieder Schluss, also Zeit die ehemalige Wohnung zu verlassen, und mich auf den Heimweg zu machen … in die seelenlose, einsame gott verlassene GhettoStadt ….von Nord nach Süd …
Hm, ich bin heute sehr zynisch ….tut mir leid.
Was ich gehört habe ? “Stressed Out” A Tribe Called Quest
Ok, dann soll es heute eben so sein. XMas, Weihnachten, Noel, wie auch immer. Zwar bin ich nicht grinchig oder völlig scrooged, nein ich hasse Weihnachten nicht. Viel schlimmer: es ist mir egal.
Das war nicht immer so. Es gab eine Zeit, da hab ich mich richtig gefreut. Alles was mit Weihnachten zu tun hatte, dieser ganze Glitter and Glamour. Damals als Kind, bei meiner Großtante. Der Schnee, das Aufwachen am 24. und in der Nacht “davor”, das Wissen, dass sobald da draußen die Dunkelheit einbrechen würde, es noch einen anderen “Einbrecher” geben würde. Jemand, der ganz legal auf dem Dach herumturnen würde, in seiner pommes-rot-weißen Arbeitskluft, ziemlich schwergewichtig, und dieser jemand einen Kamin oder irgendeine Öffnung, einen riesigen Briefkastenschlitz, suchen würde, in dem er einen Teil seiner Last loswerden könnte. Für mich war dieser Kerl eher ein in die Jahre gekommener Dachdecker, ein Hochseilartist ohne Netz und doppelten Boden. Wahrscheinlich hab ich ganz lange an diesen Mann geglaubt, an meine eigene Vorstellung von ihm. Und jedes Jahr hab ich ihn verpasst, bin extra lang aufgeblieben, stand am Fenster, hab mir immer den Kopf verrenkt, weil ich aufs Dach geguckt habe. Mir war kalt, und alles was ich vielleicht sehen konnte, waren ein paar dunkle Flocken, die vom Himmel schweben.
Der Weihnachtsmann und Gott waren damals für mich ein- und dieselbe Person. Beide waren in der Lage, Träume wahr werden zu lassen, beide hatten so was wie einen universellen Zauberstab bei sich.
Sie konnten das reparieren, was keiner mehr reparieren konnte. Kein Mensch. Zumindest kein irdisches Wesen. Und das Allerwichtigste: sie konnten Menschen wieder zum Leben erwecken, ja ein kleines Wunder vollbringen. Nicht richtig wieder ins Leben zurückholen, sondern nur den eigenen Kopf dafür frei und empfangsbereit machen. Ihn so präparieren, dass man die Möglichkeit hatte, sich mit jenseitigen Menschen zu unterhalten. Gott, Weihnachtsmann, und vielleicht noch Jesus und ein paar seiner Jünger waren dazu in der Lage, den Zurückgebliebenen (“the lost and lonley“) einen Weg und ein kleines Fenster ins Jenseits zu bieten. Und als meine Großtante dann starb (ich war 11), war sie gar nicht irgendwo anders, sondern ganz in der Nähe, ich konnte sie hören und sehen. Nur nicht anfassen. Aber das machte nichts. Sie war ein transparentes Wesen, das einfach da war. Und diejenigen, die ihre Anwesenheit ermöglichten, saßen eben irgendwo “da oben”, in der Schaltzentrale.
Heute glaub ich an (fast) gar nichts mehr. Nicht an die Liebe, noch nicht mal an mich selbst. Und schon gar nicht an den Weihnachtsmann. Denn dieser ursprüngliche Kaminkletterer hat sich als schnöder Kommerz(GeizIstGeil)Typ herausgestellt. Das, was wir aus ihm gemacht haben. Alles muss jetzt größer, schneller, weiter , lauter und vor allem teurer sein. Irgendwo ist da das Maß der Verhältnismäßigkeit aus den Fugen geraten. Ok, nicht nur zu Weihnachten. Irgendwie stimmt da grundsätzlich was nicht mehr….
Aber egal.
Ich hasse (materielle) Geschenke. Weil sie immer zu etwas verpflichten, auch wenn der Schenker das vielleicht gar nicht so sieht. Ich fühle mich durch Geschenke immer genötigt, etwas zurückzuschenken. Ja, ich leide unter einer GeschenkePhobie.
Für mich sind die größten und besten Geschenke die Anderen. Menschen, die sich mit mir unterhalten, die mich anrufen, sich vielleicht auch Sorgen machen (obwohl das oft gar nicht nötig ist). Menschen, die mich und meine extremen Stimmungen ertragen. Die einfach da sind, auch wenn sie räumlich vielleicht gar nicht greifbar sind.
Es sind Menschen, die ich sehr oft verletze, indem ich mich nicht melde. Sie vernachlässige, sie aus den Augen verliere, nicht weil ich es absichtlich mache, sondern weil ich mich mal wieder tage- und monatelang total verzettele und verrenne. Spleenigen Gedanken nachhänge. Mein Kopf ist immer das größte Hindernis. Ich denke zu viel und setze diese Gedanken dann nicht um, in Taten, in irgendetwas Sichtbares, Bleibendes. Mein Zeitkonto ist dadurch immer im Minus. Ich agiere, aber reagiere nicht.
Und heute ist es mal wieder so weit. Ich möchte an dieser Stelle allen Bloggern, Twitterern und mail-Schreiber/innen danken, dass sie da sind. Mich mit ihren Gedanken anregen, mir Input geben. In den drei Jahren, in denen ich nun “allein” lebe, habt Ihr mir immer wieder Kraft gegeben, einfach weil Ihr mich auf meinen IrrWegen begleitet habt. Durch Euch war (und ist) die tägliche Dunkelheit, die Wirklichkeit um mich weniger Angst einflössend, und ertragbarer. Ihr habt mich geprägt, zwar zu keinem besseren, aber einem anderen Menschen gemacht.
Inzwischen seid Ihr so viele geworden, so viele virtuelle (meist weibliche) Freunde, dass ich befürchte, , wenn ich jetzt Jede/n von Euch aufzählen müsste, dabei bestimmt die/den ein oder anderen vergessen würde. Also lass ich es lieber und sage einfach DANKE. To all of you ! IHR SEID WEIHNACHTEN !
In diesem Sinn: Merry Christmas ! Ich hoffe, dass alle Eure Wünsche in Erfüllung gehen, besonders die, die schon lange auf Eurer Liste stehen, und die man vielleicht gar nicht so leicht erfüllen kann. Und ein WeihnachtsGeistMann schon gar nicht …
Was ich gehört habe ? Milburn – “Come Away with me”
Wieder mal ein Lückenfüller. Aber heute ist Weihnachten, ich bin müde un bevor ich ganz weg drifte, schau ich mir gleich noch eine DVD an. Und zwar diese da:
Zwar nicht der typische Weihnachtsfilm, aber ich hab gerade eine zweistündige ExSchwiegereltern“Sissi-TV-Sitzung“ hinter mir, bin also örtlich betäubt worden, und muss mich jetzt für mein Durchhaltevermögen ein bisschen selbst belohnen.
I think, I deserve it.
Was ich gehört habe ? Queens of the Stone Age „Gonna Leave You“
Geplagt von grenzenloser Müdigkeit (und das, obwohl ich die Hälfte des heutigen Tages liegend und schlafend verbracht habe) sehe ich es dennoch als “Pflicht” an, euch kurz über die Weihnachtsgeschehnisse zu unterrichten.
Es verlief dann natürlich alles anders als geplant. Das tut es ja grundsätzlich. Und somit waren alle Befürchtungen und Hoffnungen ungerechtfertigte und überflüssige Gedankengebäude, die spätestens mit Eintreffen der ExSchwiegereltern zu Fall gebracht wurden.
Das weihnachtliche Aufeinanderprallen der lost generations fand wie immer in der ehemaligen Wohnung statt. Alice als Gastgeberin, und alle Anderen als „Gäste“ (ihr Bruder war auch da). Es gab massenhaft Geschenke, viel (zu viel) Wein, LachsLasagne , (wobei Alice, die nun nach und nach zur Veganerin wird, sorgfältig den Lachs herauspulte und ihn fast schon über den Tellerrand schob), und trotzdem war es eines der schlimmsten Weihnachten, das ich je erlebt habe. Und diesmal lag es nur indirekt an Alice. Natürlich lag für mich über der ganzen Veranstaltung wieder ein Hauch von trauriger Hoffnungslosigkeit. So befanden sich Alice und ich auch irgendwann an den entgegen gesetzten Enden des Tisches, und verloren uns wie immer im unverfänglichen Small-talk. Wir waren ja auch nicht allein, aber auch dann hätte sich an der Gesprächssituation nichts geändert.
Das Erschütterndste jedoch war, an der Interaktion der ExSchwiegereltern teilhaben zu müssen. Sie sind jetzt schon seit über 35 Jahren verheiratet und sprechen und leben immer hartnäckiger aneinander vorbei. 35 Jahre ist eine lange Zeit, und in vielen Ehen hat sich bis dahin entweder eine stille Gleichgültigkeit oder eine verschärfte Genervtheit herauskristallisiert. Der ExSchwiegervater ist mit 58 Jahren Frührentner, und seine Frau auf dem besten Weg zur Dauererwerbslosigkeit, also faktisch auch schon Rentnerin. Und eigentlich sollte das ja die Zeit sein, in der man endlich gemeinsam Dinge unternehmen kann, die man im Berufsleben nicht so richtig verwirklichen konnte. Ich meine hier nicht große LuxusTraumSchiffReisen (die sich ein Normalsterblicher sowieso kaum leisten kann), nein, ganz alltägliche Dinge, wie vielleicht etwas länger im Bett bleiben zu können, ein bis zum Mittag andauerndes Frühstück. Sich Zeit lassen, weil man endlich Zeit hat.
Ich idealisiere, ich weiß. Aber eine Liebe, die alle (äußeren) Widerstände, Zeit und Raum, überwindet gibt es. Zumindest vereinzelt.
Bei den (Ex)Schwiegereltern ist die Katastrophe allerdings jetzt schon vorprogrammiert. Ein explosives Spannungsverhältnis, das irgendwann entweder in Aphasie oder verbaler Vergewaltigung münden wird. Eigentlich ist es jetzt schon soweit. Der ExSchwiegervater entpuppt sich immer mehr als klassischer Machismo, wendet sich demonstrativ ab, wenn seine Frau ihn berühren (küssen, streicheln) will, und seine Frau versucht zwischendurch ein paar kryptische Hinweise auf seinen Charakter und sein Verhalten abzugeben. Irgendwie scheinen sie nicht mehr zu wissen, was sie sagen oder was sie nicht sagen. Sie tun es einfach, ein nicht zu stoppender Automatismus, den man bestenfalls noch als Hassliebe bezeichnen könnte…
Es macht mich hilflos, miterleben zu müssen, wie zwei Menschen (die mir nahe sind) sich Tag für Tag selbst zerfleischen … und dies alles öffentlich geschieht … aber vielleicht muss es das auch … ich denke, sowohl Liebe als auch Hass braucht Publikum … irgendwie will man Andere immer an seinen Gefühlen teilhaben lassen …
Ich sollte nicht (ver)urteilen. Denn ich selbst hab es ja auch nicht geschafft. Alice und ich als gemeinsame Partner gibt schon lange nicht mehr. Wir schauen in verschiedene Richtungen, haben verschiedene Meinungen, Interessen. Uns verbindet nichts mehr (außer unseren Kinder natürlich). Auch wenn ich mich schon 1000 Mal auseinandergenommen hab, mich vor- und rückwärts analysiert habe. Und ich nun viele meine Fehler (er)kenne, dazugelernt habe, sensibler und verletzlicher geworden bin …
Es ist vorbei, nur ich kapier es immer noch nicht. Und werde aus diesem Alptraum wohl nie ganz aufwachen …
Was ich gehört habe ? Animal Collective “In the Flowers”
Hm, irgendwann wäre es sicher Zeit für einen sogenannten Jahresrückblick. Also all die Dinge, die mich dieses Jahr an- und aufgeregt haben. Die ich gut oder schlecht fand. Songs und Filme, die ich gesehen habe. Leute, denen ich begegnet bin …
Aber heute will ich wieder nur eins: schlafen …
Momentan bin ich sehr faul, ich weiß. Antriebslos … ich hoffe, das ändert sich bald …
Was ich gehört habe ? Blood Red Shoes „Say something, say anything“
Tja, alles hat mal ein Ende. Zumindest für dieses Jahr. Deshalb hier zumindest bis übermorgen eine allerletzte Liste. DVDs mit denen ich hoffentlich die nächsten Stunden und Tage überleben werde. Sagte ich schon, dass ich Silvester hasse …
Egal. Hier die Liste.
1. Eine ganz normale Clique (USA, 2007) R:Beth Schacter; D:Amber Tamblyn, Kelly Lynch
2. The Lookout (USA, 2007) R:Scott Frank; D:Joseph Gordon-Levitt, Jeff Daniels, Matthew Goode
3. Desperados (ES, MX, AR 2007) R:Alejandro Lozano; D:Tony Dalton, Jordi Mollà, Ana de la Reguera, Silverio Palacios, Celso Bugallo, Oscar Alegre, Juan Carlos Remolina
4. „Lock, Stock & Two Smoking Barrels“ (Bube, Dame, König, Gras)(GB, 1998) R: Guy Ritchie D: Nick Moran,Jason Flemyng, Dexter Fletcher UND
Jason Statham
5. The Walker (USA, 2007) R:Paul Schrader, D:Woody Harrelson, Lauren Bacall, Moritz Bleibtreu, Willem Dafoe
6. Hamlet 2 (USA, 2008) R:Andrew Fleming, D:Steve Coogan, Catherine Keener, Melonie Diaz, Elisabeth Shue
7. Hello Goodbye (F, 2008) R:Graham Guit, D:Fanny Ardant, Gérard Depardieu, Gilles Gaston-Dreyfus, Jean Benguigui
8. Hellboy II: The golden Army (USA,2008) R:Guillermo del Toro, D:# Ron Perlman, Selma Blair,Doug Jones
9.Banlieue 13 (DT: Ghettogangz) (F, 2004) R: Luc Besson, D:David Belle, Cyril Raffaelli
10. Surveillance (USA, 2008) R: Jennifer Lynch D:Julia Ormond,Bill Pullman,Pell James
Was ich gehört habe ? Angie Reed „Lose those pants“
Zugenommen oder abgenommen ?
Etwas zugenommen (3-4 kg), schätz ich … Frustfressen …
Haare länger oder kürzer ?
gleich kurz
Kurzsichtiger oder weitsichtiger ?
gleich durchblickend …obwohl, es ist schlimmer geworden
Mehr ausgegeben oder weniger ?
hm, mehr oder weniger …
Der hirnrissigste Plan ?
Alice weiterhin zu “lieben” …I look for love in all the wrong places …
Die gefährlichste Unternehmung ?
keine Ahnung
Der beste Sex ?
Bester Sex beinhaltet bei mir auch immer so was wie ein “mind fuck” … nicht nur mein Körper, sondern auch mein Geist … und ja, ich hatte ihn … und tragisch, dass es auseinander gehen musste … die Götter waren gegen uns … aber “sie” ist und bleibt die beste und freigiebigste Frau, die ich jemals kennenlernen durfte … thx, forever …
Die teuerste Anschaffung ?
mein nerviges, unbezwingbares Selbstmitleid
Das leckerste Essen ?
Sushi sticks …
Das beeindruckenste Buch?
A Concise Chinese-English Dictionary for Lovers (Xiaolu Guo) und ex aequo “The Boy in the Striped Pyjamas” von John Boyne
Der ergreifendste Film ?
Stieg Larssons “Verblendung”
Die beste CD ?
schon etwas älter, aber erst in diesem Jahr gekauft: Kings of Leon “Because of the Times”
Das schönste Konzert ?
-
Die meiste Zeit verbracht mit…?
meinen Gedanken … meinem PC
Die schönste Zeit verbracht mit…?
A. (F), definitiv …. I´ll love you eternally
Vorherrschendes Gefühl 2009 ?
gefüllte Leere
2009 zum ersten Mal getan ?
das wissen nur A. und ich …
2009 nach langer Zeit wieder getan ?
eine ganze Flasche Rotwein in drei Stunden ausgetrunken (und nicht gekotzt zu haben)
3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen ?
- “Scheidung”
- “verlorene Kämpfe gegen die Zeit”
- ein paar “dates” ….but it was just my fault
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte ?
Ich leiste grundsätzlich keine Überzeugungsarbeit … schon aus Überzeugung nicht
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe ?
keine Ahnung
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat ?
Mich so zu lieben, wie ich bin …
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat ?
“Ich liebe dich”
Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe ?
es gibt so viele Sätze, die ich NICHT gesagt habe, die diesen einen vielleicht gesagten Satz ad absurdum führen würden
Das Neue Jahr wird dort anfangen wo das alte aufgehört hat. Es wird ein nahtloser, schmerzfreier Übergang sein. Unspektakuär. Die gleichen Sorgen, Hoffnungen, Ängste und Wünsche. Das ist sicher bei jedem so. Auch wenn man sich einzureden versucht, dass im nächsten Jahr alles anders und besser wird.
Gute Vorsätze gibt es bei mir nicht. Mich vielleicht noch mehr um das kümmern, was ich sage. Etwas besser auf die Wahl meiner Worte achten. Nichts kann mehr verletzten als Worte und Gewehrkugeln … beides kann man nicht mehr zurücknehmen. Und deshalb ist alles, was mir jetzt noch zu sagen bleibt, dass es mir Leid tut. Um die Worte, die ich unbewusst oder auch bewusst geschrieben oder gesagt habe. Es tut mir Leid um die Menschen, die ich damit verletzt habe. Verletzt und dann auch ein Stück weit verloren. Ihr Vertrauen und ihre Liebe aufs Spiel gesetzt habe.
Manchmal habe ich auch Dinge unterlassen. Dinge nicht zur Sprache gebracht. Mich klein gemacht, geduckt, zusammengerollt und irgendwann dann entfernt. Auch dafür sorry.
Und das Schlimme ist, dass ich mich nur graduell verbessern kann. Dass ich es zwar weiß, aber dann doch nichts dagegen unternehme. Aus Angst und Schwäche. Immer wieder und wieder…
Ich liebe, ohne dass ich wirklich bereit bin, mich voll hinzugeben, fallen zu lassen… auch das wird sich bestimmt nicht so leicht ändern, jedenfalls nicht innerhalb eines (neuen) Jahres …
Trotzdem: Seid umarmt …ihr alle, da draußen …egal wo (A, CH, D, …) ihr feiert … lasst es krachen … liebt und lebt … genießt es … every moment of your life(s) ….
Ok. Neues Jahr, neues Spiel. Und wie immer: The great pretender. Spielen wir ein bisschen Russisches Roulette, etwas Strip Poker, und zum krönenden Abschluss Monopoly. Das Gefängnis sind wir selbst, auch wenn wir immer wieder über Los gehen. Wie die Motten gegen das Licht. Nichts dazugelernt. Und noch stolz drauf. Es gibt keine neuen rules . Außer du willst die alten brechen. Alles hinter dir lassen. On the Highway to hell… lass mich dein ganz persönlicher road trip sein (get your kicks on route 66…) …Asphalt … jahrhundertealter Staub …wenn du willst, irgendwo in der Ferne ein Motel … oder ein heruntergekommenes Casino …let me be your guide … your personal one-armed bandit …mit Augenklappe , dem dreckigsten JackSparrowGrinsen of all time … auf unserem langsam sinkenden Love boat … Champagner … noch etwas Leuchtfeuer … und jedes Rettungsboot bis auf den letzten Platz besetzt …
Einer der besten W. Allen Filme. Selten, dass ich mich mit allen Charakteren gleich gut identifizieren konnte, und selten dass es einem Film so meisterhaft gelingt, alle Spielarten der Liebe ( Eifersucht, Verlangen, Leidenschaft, Verzweiflung, Zerstörung etc.) darzustellen.
Den heutigen Tag habe ich zu 70 % lesend im Bett verbracht. Kann nicht schlafen. Und wenn dann sind es nur unzulängliche SemiREMPhasen, höchstens 30 Minuten lang. Ich hab einfach kein Zeitgefühl mehr, bin todmüde, und trotzdem hellwach, so als würde ich kopfüber an straff gespannten Seilen hängen, unter mir ein dreckiges Brunnenloch, etwa so wie in “Jeepers Creepers“, und irgendwer würde mir dabei eine richtig gute Gehirnwäsche verpassen. Eine, bei der man sein halbes Gedächtnis verliert. Aber hab ich überhaupt erinnerungswürdiges Archivmaterial ? Von mir aus könnten sie mir ruhig ein bisschen Gehirnmasse raus schneiden. Kann auch sein, dass alles an diesem unglaublich genialen AntiDepriBuch liegt, über das ich dann demnächst im „Buchblog“ schreiben werde. Muss mir aber erstmal selbst bewusst werden, welch virtuoses “piece of literature” ich da fast an einem Stück verschlugen habe. Eine Pille mit 1000 tollen Nebenwirkungen. Der Verdauungsprozess hält mindestens noch eine Woche an … MINDESTENS !!!
Also habe ich bisher außer im Bett liegen, Buch lesen und ein bisschen googlen nichts gemacht. Seit 3 Tagen habe ich mit niemandem gesprochen. Kein einziges Wort. Und als ich eben meine Tochter anrief, muss ich mich wie eine alte zerkratze Vinylplatte angehört haben …
Aber noch zwei Tage “Urlaub”, dann geht mein Telefonjob wieder los … bis dahin kann ich meine Stimme noch schmieren und ölen … geschmeidig machen …
Bis dahin verschwinde ich wieder in nicht vorhandene kuschelige Schlafnischen, und falle ins Koma …
Was ich gehört habe ? The Zutons “Someone Watching Over Me”
Schon wieder etwas später als vermutet. Sorry, aber diesmal habe ich „fremdgebloggt“, wobei das Fremde mir schon eine Heimat bietet, ein selbst gewähltes Exil, in dem ich mich „heimatlich“ fühlen werde. Es ist nur schwer, das Ganze zu vereinen. Also weder den einen noch den anderen Blog zu vernachlässigen. Wie mit drei oder vier Bällen gleichzeitig zu jonglieren, aber ich werde es irgendwie schaffen. So wie ich versuche, alles zu schaffen. Perfekt im IMperfekten …
Ach, übrigens:heute Nachmittag in der StraBa: ein ca. 60jähriger 100kg Mann mit einem sehr provokanten T-Shirt über seinem Kugelbauch: “ Ich bin ein Model … im Ruhestand“. Tja, sah wirklich ganz danach aus …
Was ich gehört habe ? Band of Skulls “ I know what I am“
Soso, Elvis soll also eigentlich blond gewesen sein. Aber hätte das irgendwelche Auswirkungen auf seine Stimmfarbe gehabt ? Oder auf seinen sexy Hüftschwung ? War Elvis überhaupt sexy, oder hat er da auch etwas geschummelt. Sich so eine elektrische Hüfte einbauen lassen ? Die perfekte Simulation, um die Massen zu stimulieren, in Trance zu versetzen. So ganz hab ich den Elvis-Kult ja nie verstanden. Für mich war und ist er ein Sterblicher mit einer übernatürlich guten Ausstrahlung. Charisma. Wie Robbie Williams. Oder Madonna (obwohl sie mittlerweile nur noch nervt …).
Ok, hier einer meiner all-time-favorites (mir gefällt der „späte“ LasVegasElvis einfach immer noch am besten…)
Alice ist wieder mit P. zusammen. Vor ein paar Wochen hatte sie sich ja laut eigener Aussage von ihm getrennt. Und nun ist sie das Wochenende bei ihm. In München. Und ich bin hier. Mit den Kids. Im Schnee. In München liegt auch Schnee. Überall in Deutschland liegt Schnee. Frau Holle hat ja auch seit kurzem eine kleine Schwester, Daisy Holle.
Hol(l)y. Ice. Hole. Cold. As. Hell…
Mein Sohn liebt Schnee, und ich inzwischen auch. Gestern und heute haben wir unsere obligatorische Stadtparkrunde gedreht. Haben uns auf dünnem Eis bewegt, inklusive Schlitten fahren schieben und Schneeballschlacht. Nur SchneeMannFrauBauen mussten wir aufgrund der etwas zu pulverigen Masse aufgeben. Trotzdem, ich konnte meinen lang unterdrückten Infantilismus mal wieder voll ausleben. Für ein paar Stunden war ich noch jünger als mein Sohn. Und sah irgendwann fast wie ein steif gefrorener Yeti aus. Schließlich war mein Sohn es auch, der mich daran erinnern musste, wie alt ich in Wirklichkeit bin, und welche Funktion ich innehabe. Reality bites. Familienvater sein ist manchmal ein echt harter Job. Lasagne (Pommes) kochen (in den Backofen schieben) , DVD-Auswahl treffen, Vorlesen (immer noch Colfers “Fletcher Moon”), singen, zuhören, (Lügen)geschichten erfinden. Und bei allem versuchen, bloß nicht an Alice denken …
Ab morgen bin ich wieder ich. Single in einer Single-Wohnung, in einer Stadt mit einer hohen SingleRate….
Ok, dann versuch ich´s eben noch mal. Obwohl ich schon die Befürchtung habe, dass mir der Film dann doch gefallen könnte. Seit Dylans unterirdisch schlechtem Weihnachtsalbum höre ich ja keine süßen Glöckchen sondern eher schrille Alarmglocken läuten. Ist dieser Man künstlerisch senil geworden oder denkt er, Narrenfreiheit zu besitzen ? Nach dem Motto, scheiß drauf, was und wie ich´s singe, meine Fans kaufen mir jeden Schwachsinn ab ? War diese Scheibe ein eitler Selbstversuch oder der Auftakt zu einem noch schlimmeren Szenario ? Altersstarrsinn gepaart mit Genialitätswahn oder macht er einfach nur sein Ding ….
Hm, mal sehen, ob der filmische Biopic bei mir noch was retten kann. Wobei Filme über Musiker (und gerade dieser) natürlich die Wirklichkeit immer „bigger than life“ abbilden …
Aber egal. Hauptsache, ich kann mal wieder Charlotte Gainsbourg, Heath Ledger und Christian Bale in einen Film bewundern. An den Spruch mit den vielen Köchen und dem Brei denk ich jetzt erst mal nicht. Will mir ja schließlich nicht schon vorher den Appetit verderben.
Was ich gehört habe ? The Sounds „Running out of Turbo“
Hab ihn nicht verstanden, den Dylan-Film. War nett, aber eindeutig zu konfus. Zu viele ins Leere laufende Handlungsstränge … schwarz und weiß und grau und überhaupt. Hat mich an Spike Jonze, die CoenBrothers und Jean-Luc Godard erinnert. Eine ziemlich wilde Mixtour.
Eigentlich hätte mir dieser Streifen ja gefallen müssen, weil er meinem Lebensstil sehr nahe kommt: unstrukturiert und surreal.
Trotzdem haben mich dann diese emotionslosen und holzschnittmusterartig agierenden Figuren kalt gelassen und abgeschreckt. Gut oder böse, bekifft oder genial. Sehr extrem und unnahbar.
Die für mich einzig greifbaren, weil lebensechten Charaktere waren Heath Ledger und Charlotte Gainsbourg. Wahrscheinlich deshalb, weil ich momentan eine ebenso schwere (Ehe)Krise durchmache…
Und Richard Gere war der farbloseste Charakter in dem ganzen
SchauspielerEnsemble … und weshalb Cate Blanchett in der Rolle des „Dylan“ so genial sein soll, bleibt mir ein Rätsel. Etwa nur weil sie eine WuschelPerücke und eine schwarze Sonnenbrille trägt und dadurch unangenehm androgyn erscheint ?!
Naja, widersprecht mir, steinigt mich, wenn es sein muss, aber der Film hat mich (wider Erwarten) so gar nicht berührt …
Seit über einem Monat keine wirklich heiße Spur…
Und ein Schicksal, das auch mich nicht unberührt lässt…vielleicht weil ich alle Orte, die sie zuletzt hier in Nürnberg besucht hat, kenne. Auch bei der Kunstakademie war ich schon oft …
Man kann wenig tun, aber vielleicht ruft ja zufällig jemand diesen Post auf, und weiß, wo sich Maya aufhält, oder hat sie nach ihrem mysteriösen Verschwinden noch irgendwo gesehen:
(Was ich gehört habe ? Stars „Elevator Love Letter“)
Komischer Tag heute. Wie immer schon kurz nach 6.00 Uhr aufgewacht. Dann um 8.00 gleich die Gelegenheit zum Schwimmen genutzt. Am Wochenende halten sich dort fast immer dieselben Leute auf. Die meisten sind über 60. Unter der Woche kann man einige von ihnen auch schon um 6.00 (Frühschwimmen) im Becken wiedersehen. Brauchen ältere Personen wirklich weniger Schlaf ? Bin ich auch bald einer dieser schlaflosen Gestalten ? Die idealste Schwimmzeit wäre momentan so gegen 3.00 Uhr, da wache ich das erste Mal auf und starre im Dunkeln an die Decke, oder mache verzweifelt das Licht an und beginne dann mich wieder in den Schlaf zu lesen. Wenn ich stattdessen schwimmen könnte, wäre das sicher noch entspannender.
Als ich mich auf den Weg vom Bad nach Hause machte ( ca 10 Minuten Fußweg), wurde ich Zeuge eines Unfalls. Ein Frau auf einem Fahrrad, die auf eisglatter Straße ins Schlittern kam und daraufhin auf die Fahrbahn stürzte. Ich befand mich auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Und es hat paar Sekunden gedauert, bis ich überhaupt kapiert habe, was da stattgefunden hat und ich in der Lage war, entsprechend zu reagieren. Meinen letzten “realen” Unfall hatte ich vor über 30 Jahren. Damals ist ein Auto mit drei Insassen ungebremst in ein Garagentor gerast. Das war auch das erste Mal, bei dem ich bewusst “fremdes” Blut gesehen habe. Heute lief zwar kein Blut, aber ich war trotzdem geschockt. Immerhin lag die Frau fast 20 Sekunden – also bis ich zu ihr gelangen konnte- mitten auf der Straße. Wäre hinter ihr ein Auto gewesen, kaum auszudenken, was dann hätte passieren können. Zum Glück eilte außer mir noch eine Passantin zu Hilfe. Bis auf ein paar Schürfwunden, und zittrigen Knien war die Frau jedoch nicht verletzt.
Hm, ansonsten musste ich heute wieder Lasagne kochen. Schon das zweite Wochenende hintereinander.
Und muss mir dann immer ein paar bissige Kommentare von meiner Tochter anhören : “ Das du so was kannst, Papa”. Deshalb werde ich morgen Tortillas machen. Kann sein, dass ich mir trotzdem einen ihrer liebenswerten Sprüche anhören darf. Klar kann ich kochen. Zumindest basic cooking. Bei komplizierteren Gerichten, Wachteleiern oder Ameisenbrust auf Toast versag ich natürlich immer wieder … aber nobody is perfect …
Was ich gehört habe ? Rachael Yamagata “I’ll Find a Way”
Faszinierend, wie Adam G. es immer wieder schafft todtraurig und gleichzeitig so zuversichtlich und frevelhaft zu gucken. Ich muss mir unbedingt nochmal „Gemstones“ anhören (und mir dann vielleicht seine neue CD besorgen). Irgendwie erinnert sein Ausdruckstanz an die nachlässige (Live) Performance eines Serge G. …
Träume sind unbewusste Wunschlisten, oft auch Horrorwunschlisten. Entweder so herzzerreißend, dass man gar nicht mehr aufwachen will, also weiter träumen bis ans Ende aller Zeiten, oder aber sofort geweckt und befreit werden will aus dem Gefängnis.
Heute Nacht hatte ich einen Traum, den ich weder in die eine noch in die andere Kategorie einordnen kann. Und ich immer noch ganz verstört bin, wenn ich daran denke.
In dem Traum saß ich auf einer Wiese, neben mir Alice. Wir befanden uns in einem großen, aber schlecht besuchten Open Air Kinoareal. Der gesamte Nachthimmel war eine einzige Projektionsfläche, eine 360° PanoramalLeinwand. Gestochen scharfes Bild. Was mich beunruhigte, war, dass es sich um einen Film handelte, den ich gar nicht kenne. Außer den Trailern und ein paar Kritiken weiß ich auch jetzt noch nicht viel über den Streifen:
Und so saß ich also neben einer ziemlich unbeeindruckten Alice, die mit mir
Tarantinos „Inglourious Basterds“ anguckte. Jedenfalls die ersten 10 Minuten des Films. Ein Himmelspiratenschiff ,das auf klarstem Sternenhintergrund seine Segel setzte und dann von einem bombastischen Feuerwerk abgelöst wurde. Und das alles in 3 oder 4D. Während der Vorstellung dachte ich, ob das tatsächlich ein TarantinoMovie war, oder vielleicht doch schon einen Vorgeschmack auf “Pirates of the Caribbean 4”. Immerhin konnte ich keine Nazi(jäger) entdecken, sondern nur eine überdimensionale Totenkopfflagge.
Und dann wachte ich auf. Und musste mich erstmal vergewissern, dass ich tatsächlich nur geträumt hatte.
Letzte Woche hatte ich eine ähnlich traumatische Begegnung. Mir erschien Karl Lagerfeld, der mir seinen derzeitigen Lieblingsinterpreten verriet: Louis Trenker. Vollkommen absurd. Ich hab fast eine Stunde bei youtube nach entsprechenden Musikstücken gesucht. Alles was ich gefunden habe, ist ein müder fake.
In den nächsten Tagen versuche ich mal, mir die BasterdsDVD zu besorgen, vielleicht kommt da ja doch ein Piratenschiff vor.
Was ich gehört habe ? Milburn “What You Could’ve Won”
Wahrscheinlich ernte ich jetzt eine Menge Protest.
Aber Tatsache ist nun mal, dass ich Brat Pitt nicht ausstehen kann.
Ich weiß, er hat eine unglaublich große Fangemeinde. Und ist inzwischen bei den Independent Filmmakers (Coen Brothers, Soderbergh) zu einer verlässlichen Größe geworden. Ob mit oder ohne A. Jolie. Er ist einfach „très joli“ (and jolly).
Trotzdem will ich mir heute eine BradPittFilm sehen. Und ich muss mir jetzt einreden, dass ich es nicht wegen Pitt, sondern Anthony Hopkins tue. Und nein, es ist nicht „Meet Joe Black“.
Der erste PittFilm den ich bewusst gesehen habe, war „Interview with the Vampire“. Oder vielleicht doch „Thelma & Louise“ ? Die 90er waren meine wilde KinoZeit (hahaha). Jedenfalls ist Pitt einer der Schauspieler, die mich bisher unbeeindruckt ließen. Er hat im Grunde genommen ja auch nur zwei Mienen drauf: die des unschuldigen, zu bemitleidenden großen Jungen und die des sexy Liebhabers mit laszivem Augenaufschlag. Brad Pitt Filme sind nett, mehr auch nicht.
Aber ich lasse mich gerne überraschen und vom Gegenteil überzeugen, und mache immer wieder mal einen Versuch …
Diesmal sind es „Legends of the Fall“, die ich mir angucken möchte. Wegen Hopkins natürlich (mittlerweile leider auch ein tragischer Fall: schaut euch bitte bloß nie „Shortcut to Happiness“ an) und der Story an sich …
Was ich gehört habe ? Richard Ashcroft „Break The Night With Colour“
Auch Stunden nach der offiziellen Bestätigung bin ich geschockt. Und unsagbar traurig. Es ist einfach unfassbar.
Maya P. wurde tot in der Pegnitz, mitten in der Nürnberger Altstadt, gefunden. Wahrscheinlich lag sie da schon seit dem Tag ihres Verschwindens. Seit 6 Wochen also. Möglicherweise ist sie von ihrem Rad direkt in den Fluss gestürzt und dann ertrunken. Ein tragischer Unfall also. Die Polizei schließt jedenfalls Fremdverschulden aus.
In den letzten Wochen konnte man nicht nur in Nürnberg, sondern in ganz Bayern und darüber hinaus ihr Bild sehen, und die dazugehörige Geschichte ihres rätselhaften Verschwindens lesen . Auf Plakaten, im Internet, im Fernsehen, in diversen Zeitungen. Ihr Portrait war irgendwie allgegenwärtig. Man konnte sich der schrecklichen Magie dieser Fotos nicht entziehen. Ihr Gesicht kommt einem so vertraut vor. Ihr warmes Lächeln, dieser offene Blick. So als hätte sie unendlich viel Zeit, als hätte ihr Leben gerade erst richtig angefangen. 1000 Pläne und noch mehr Hoffnungen. Und jetzt ? Unberechenbar und gnadenlos ist der Lebensfaden plötzlich so gerissen. Innerhalb von ein paar Sekunden. Wie eine Laune der Natur. Oder so, als gäbe es eine unsichtbare Macht, die zufällig einen falschen Knopf gedrückt hätte. Ausgelöscht. Für immer.
Was bleibt, für immer bleibt, ist die Erinnerung. An einen Menschen, den man nicht gekannt hat. Den man unter “normalen Umständen” vielleicht nie begegnet wäre. Und wenn, dann wäre es ein flüchtiges, viel zu kurzes Wahrnehmen gewesen. Kritisch. Aus den Augenwinkeln heraus. Vielleicht ein Lächeln. Mehr nicht.
Und jetzt, da man dieser aus der Anonymität herausgerissen Person näher gekommen ist , ist da so etwas wie Sympathie, Mitgefühl. Und Trauer. Und Schmerz.
Im Idealfall: Was hätte man Maya sagen können ? Was hätte ich ihr sagen können ? Welches Thema hätte ich -ein notorisch NichtSprechender, ein Stummer-, gewählt ? Eben wenn ich mich getraut hätte, wenn nicht Welten, die Zeit und alles andere zwischen uns gewesen wäre…
Kann sein, dass ich ihr nur einen meiner Lieblingssongs vorgespielt hätte, so wie jetzt … ohne etwas zu sagen… und einfach ihre Reaktion abgewartet hätte …
Nun kann ich bloß noch Vermutungen anstellen. Hoffen, dass sie es irgendwo hört. In der Ferne. Als Rauschen. Als eine lose Folge von Tönen. Und möglicherweise lächelt sie ja dabei… und es ist überhaupt nicht so traurig, wie es sich “von hier unten” aus anfühlt. Ich wünsche es mir, dass es für sie einen “Himmel” gibt, einen Ort, an dem sie frei und mindestens genauso glücklich “weiterleben” kann wie hier unter uns.
Verdammte Rückenschmerzen. Das erste Mal seit über drei Jahren hat es mich wieder voll erwischt. Ich will nicht jammern, nur kundtun, dass es heute wieder ein knapper post wird, kann praktisch nur ein schwaches Signal nach außen senden.
Vielleicht müsste ich in Zukunft wieder mehr schwimmen. RückenmuskulaturStärkung. Hab ich in den letzten Monaten nämlich etwas vernachlässigt. Inzwischen ist meine Schwimmzeit auf magere 60 Minuten zusammengeschrumpft. Und ich hab dadurch auch wieder an Gewicht zugelegt. Naja, es ist Winter. Kalt, ungemütlich, grauingrau. So ein Wetter schlägt sich sofort in meiner Motivation nieder. Ich warte sehnsüchtig auf den Frühling. Jeder Zentimeter Neuschnee verursacht schwere Depressionen.
Bis April werde ich wohl mit diesem Zustand leben müssen, bis die Tage endlich wieder etwas heller und wärmer werden…
Was ich gehört habe ? Polly Scattergood „Bunny Club“
Kittynn hat mir eine virtuelle Trophäe überreicht. Den Best_Friends BlogAward. Ich bin gerührt und möchte mich an dieser Stelle nochmals herzlich dafür bedanken. Vor allem, weil dies meine erste richtige “Auszeichnung” ist. Und ich besitze weder eine staubfreies Regal noch einen Glasschrank für diese Art von Preisen . Hab nie Bundesjungendolympiagold oder ähnliches erhalten. War immer der Letzte, der in eine Mannschaft gewählt wurde, dafür aber der Erste in der Umkleide. Einen Golden Globe oder ähnliches besitze ich natürlich auch nicht (aber im März diesen Jahres will ich wenigstens versuchen, bei der OscarNacht live (auf pro7) dabeizusein).
So wie ich diesen speziellen KittynnPreis verstanden habe, ist er an eine bestimmte Aufgabe geknüpft. Man soll 10 Dinge nennen, die einen glücklich machen. Als notorisch zu Depressionen neigender Mensch ein ziemliches Unterfangen. Glück ist für mich nur in kleinster Dosierung konsumierbar, kleinste Schwebepartikel, und dann häufig an eine schöne, unvorhergesehene Portion “Unglück” gekoppelt. Als ausgleichende Gerechtigkeit.
Wie dem auch sei, hier also 10 things which really (use to) make me happy:
1. Meine zwei Kids. Mon opium, mon cocaine. Ohne sie fehlt etwas ganz Elementares. Ohne sie bin ich ein halber, unvollständiger Mensch. Ein Schatten meiner Selbst. Leider machen Beide im Augenblick (unabhängig voneinander ?) eine schwere Zeit durch. Pubertät. Schulprobleme. Sie sind gerade unzufrieden mit sich, mit der Welt. Entweder ist alles um sie herum zu groß oder zu klein. Zu viel oder zu wenig. Plötzlich ordnet sich alles neu, wird anders. Und anders bedeutet für sie Unsicherheit, Zweifel und Angst.
2. Bücher. Zeitschriften. Sätze, Wörter in sinnvoller Reihenfolge lesen dürfen. Papier ganz allgemein, in jeglicher Form. Außerdem verfolge ich inzwischen täglich mehrere Blogs. Auch wenn die meisten BlogSchreiber/innen (noch) nichts von meiner Existenz wissen. Ganz besonders liebe ich Seiten von österreichischen Blogger/innen. Mir kommt es so vor, als sei gerade in Austria eine überaus große Zahl an intelligenten und gefühlvollen Schreiber/innen ansässig.
3. Frauen. Unabhängig vom Alter. Meist virtuelle Frauen, mit denen ich wahrscheinlich nie in realen Kontakt treten werde. Oft sind es, wie schon erwähnt, österreichische Bloggerinnen (unverständlicherweise sogar noch einige Singles unter ihnen).
4. Gutes Essen. Einfaches, anspruchsloses Essen. Also keineswegs ein 4 Gänge Menu in CapitalCity. Kein 5 Sterne Restaurant mit exquisiten Gästen. Im Gegenteil , ab und zu darf es sogar junk food sein. Hamburger, Pommes, Pizza (bevorzugt Mozarella und Meeresfrüchte; beides zusammen, und man kann mich hochkant aus dem schmucklosen JunkFoodTempel tragen) Außerdem: Essen im Stehen macht nicht dick, hab ich vor kurzem bei stern.de gelernt. Und so ein Schnellimbiss wird ja oft nur so nebenbei runtergeschlungen. Im Stehen. Dabei hätte gerade so ein Cheeseburger einen würdigeren Rahmen verdient. Btw, ich würde wirklich gerne mal Sushi essen. Ein leckeres SushiDate herbeiführen.
5. DVDs, Filme, Kino. Da ich sehr visuell ausgerichtet bin, brauche ich in der Woche eine lebensnotwendige Anzahl guten/schlechten Augenfutters.
7. Sonne auf der Haut. Den Frühling. Wärmeres Wetter. Bei offenem Fenster von Vogelgezwitscher geweckt zu werden.
8. Ein nur für mich bestimmtes Lächeln. Auch wenn es bloß Sekunden dauert.
9. Alice, die ich leider von Tag zu Tag weniger verstehe. Sie wird mir immer fremder. Umso mehr genieße ich es an „früher“ zu denken. Mir falsche Illusionen zu machen. Und die wenigen Momente auszukosten, wenn sie sich in meiner unmittelbaren Nähe aufhält.
10. Musik. Dabei muss ich mich jedes Mal vergewissern, dass es kein falscher Traum ist. Etwas, was einem schon in der nächsten Sekunde weggenommen werden könnte. Es ist nicht selbstverständlich, Musik zu hören, neue musikalische Kontinente entdecken zu können. Nur weil sie inzwischen jederzeit und überall verfügbar ist (youtube, itunes etc.) hat sie nicht automatisch ihre ursprüngliche Magie einbebüßt. Musik ist immer noch genauso kostbar wie vor der NetzWende, nur dass die Auswahl, die Vielfalt über die neuen Medien fast schon unverschämt unübersichtlich geworden ist. Weit verzweigt. Man kann sich satthören, sattlesen und sattsehen. Sich auch irgendwann überfressen. Und das große Kotzen kriegen. Was ich natürlich zu vermeiden versuche und mir leider in den seltensten Fällen wirklich gelingt. I´m helplessly addicted to music.
Hm, das waren also 10 (potentielle) GlücksMomente. Und demnächst poste ich vielleicht mal eine Liste von Dingen, die mich unglücklich machen. Mich in meiner persönlichen und mentalen Freiheit einschränken ( my head is my castle), mich enttäuschen, lähmen, mir die Luft zum Atmen rauben …
Was ich gehört habe ? Slow Club “Our Most Brilliant Friends”
Eindeutig zu kalt. Bei den extremen Außentemperaturen (erfindet mal bitte jemand ein passenderes Wort als „Frost“ dafür) gibt meine Heizung (Nachtspeicher !) trotz höchster Leistung nur bedingt Wärme. Geschätzte 18 Grad wahrscheinlich, mehr aber bestimmt nicht. Daher nur ein kurzes Hallo vom Nordpol. Und ja ich lebe noch. NOCH!
In den nächsten Tagen soll es ja dann wieder schneien. Kann mir also wieder ein Iglu auf meinem Balkon basteln.
Hm, ich friere und werde mich jetzt unter meine hoffentlich warme Decke verkriechen. Zum Glück hab ich genug Anschauungsmaterial…
Heute werden es 3 oder 4 Folgen „Veronica Mars“ sein.
Was ich gehört habe ? „Are You Ready“ United Nations Of Sound
Endlich (bei alltagskokoundlores) ein Stockdings gefunden (und gleich ungefragt (!) entwendet; hoffe, ich durfte das; webblog_rechtlich gesehen bewege ich mich vielleicht wieder mal in einer gefährlichen Grauzone; kleiner Trost: ich bestrafe mich selbst, und nehme die Stock(Stichwort)_Geberin in meinen blogroll auf), das meiner angeborenen Laberarschigkeit entgegenkommt. Ich weiß ja grundsätzlich nie, wann es Zeit wird, den Mund zu halten. Und dann wiederum kann ich stunden, tage- und wochenlang in nachdenkliches Schweigen verfallen und somit verpasse ich immer den IDEALEN Zeitpunkt, wichtige Dinge anzusprechen. Ein Mittelmaß gibt es bei mir nicht. Und wird es bestimmt auch nie geben. Außerdem ist nichts langweiliger, als diese (goldene) Mitte einzuhalten. Stattdessen bin ich häufig auf der Überholspur des Lebens anzutreffen, nerve andere mit meiner Ungeduld, bleibe unerkannt im Schatten meiner Selbst, und warte auf “Erlösung”, trotzig, meine Fäuste in den Taschen, auf dem Seitenstreifen. Nein, ich werde nie mittig sein. Und frage mich trotzdem, wie es sich anfühlt, wenn man richtig “dazugehören” würde. Wie es wäre, einen festen Platz in der community innezuhaben. Wäre es nicht dennoch erstrebenswert ? Andererseits: it could be so damn boring. Vor allem, weil ich selbst sehr oft langweilig bin. Einfältig, zynisch, egozentrisch, depressiv, widersprüchlich. Und konversationstechnisch kann ich schnell ins Alltägliche abdriften, verflucht normal sein. Und wenn ich dann einmal eingeladen werde, zu was und wem auch immer, (was aber praktisch nie vorkommt), werde ich zum Chamäleon oder zum Parasiten. Besonders in Gesellschaft von attraktiven und intelligenten Frauen wage ich zu schweigen, und meine Blicke hängen dann irgendwo in der Luft, notfalls starre ich einen imaginären Punkt an der Wand an. Ich vermeide es, diese Personen direkt anzuschauen, was mir natürlich nie ganz gelingt. Mein beobachtender und hyperinteressierter Blick heftet sich doch irgendwann an die Lippen der weiblichen Person. Und dann ? La calamidad, totale Niederlage …again and again.
Anyway, hier meine One_Word_Answers:
1.) Wo ist Dein Handy: verlegt
2.) Dein Partner: unseen
3.) Deine Haare: kürzer
4.) Deine Mama: Sektenheilige
5.) Dein Papa: verschollen
6.) Lieblingsgegenstand: Computer_”Z”-Taste
7.) Dein Traum von letzter Nacht: unwichtig
8.) Dein Lieblingsgetränk: Cola
9.) Dein Traumauto: Jaguar XJ 12
10.) Der Raum in dem Du dich befindest: Nasszelle
11.) Dein(e) Ex: Alice ?
12.) Deine Angst: elementar
13.) Was möchtest Du in 10 Jahren sein: erleuchtet
14.) Mit wem verbrachtest Du den gestrigen Abend: Veronica
15.) Was bist Du nicht: neidisch
16.) Das letzte was Du getan hast: atmen
17.) Was trägst Du: Jeans
18.) Dein Lieblingsbuch: manymany
19.) Das letzte was Du gegessen hast: Käsebrot
20.) Dein Leben: unwiderruflich
21.) Deine Stimmung: catzig
22.) Deine Freunde: global (players)
23.) Woran denkst Du gerade: Vita
24.) Was machst Du gerade: denken
25.) Dein Sommer: 1995
26.) Was läuft in Deinem TV: nichts
27.) Wann hast Du das letzte Mal gelacht: ?
28.) Das letzte Mal geweint: heute
29.) Schule: toxic
30.) Was hörst Du gerade: lastfm.de
31.) Liebste Wochenendbeschäftigung: lesen
32.) Traumjob: All_time_reader
33.) Dein Computer: life-sucking
34.) Außerhalb Deines Fensters: Schnee
35.) Bier: Corona
36.) Mexikanisches Essen: schaaaaarf
37.) Winter: Eishölle
38.) Religion: exkommuniziert
39.) Urlaub: wann ?
40.) Auf Deinem Bett: Chaos
41.) Liebe: essentiell
Was ich gehört habe ? The Submarines “Brighter Discontent”
1. tattoo kirschblütenzweig
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3. jungs in mädchenklamotten-geschichten
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5. Übungen zu den zeitformen teil i summary
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9. und da sitzt sie, völlig zugekifft auf …
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11. venushügel
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13. „la roux“ „hat einen freund“
14. ich bin unstrukturiert gedankenlos
15. holztreppenrenovierung
16. husten aufmerksamkeitssüchtig
17. falsche freunde und liebesversprechungen
18. kopfleere vergessen
19. kloake venedig
20. nun sitze ich hier und soll diesen dumme
Wer mich etwas näher kennt, weiß, dass ich nicht viel von Mode halte. Also zumindest nicht von DesignerStücken, die dann Hunderte von Euro kosten. Und erst recht nicht von der uniformierten Mode à la H&M. Irgendwie sieht da jede/ r gleich drin aus. Überhaupt fällt mir auf, dass immer mehr Leute dieselben trendigen KonsumKlamotten tragen. Sehr klonish. Selten, dass mal jemand wirklich seine nackte Haut so bekleidet, dass auch nach außen hin klar wird: hier hat man es mit einem echten Menschen, vielleicht sogar mit einem Querdenker zu tun.
Umso erfreulicher, dass es ein paar Ausnahmen von der Regel gibt. Unkonventionelle Leute in unkonventioneller Kleidung. Meine geheime Passion ist ja sowieso Menschen beobachten. Und am besten geht das natürlich in öffentlichen Verkehrsmitteln. Weil man dort immer noch die größtmögliche Schnittmenge (jung, alt, arm, reich, gut- und weniger gut riechend usw.) erhält. Erst vor ein paar Tagen hab ich da eine junge Frau gesehen, die unbeeindruckt auf einem der UBahnSitze (Fensterplatz) saß, und in eine Art Tagebuch schrieb (soweit ich mich erinnere, war sie angenehm unauffällig bekleidet).
Wenn ich mich für ein Buch oder für eine neue Jeans entscheiden müsste, würde ich immer das Buch vorziehen. Nun gibt es aber sehr bald ein Objekt, das beides, Mode UND geordnete Buchstaben, vereint.
Das Schönste an diesem Bildband sind natürlich (logischerweise) die Bilder. Über 300. Aufnahmen von “normalen” Leuten mit schönen, “unnormal” (ja, tatsächlich) teuren Designerstücken. Verantwortlich für diesen Faux Pas ist Yvan Rodic. Blogger und auch FaceHunter. Jemand, der unermütlich und mit großem Blick fürs Natürliche unterwegs ist. Auf der ganzen Welt auf der Suche nach StreetModels ist. Jeden Monat eine andere Stadt. Und dort trifft er dann Frauen und Männer wie du und ich, unterhält sich mit ihnen, kleidet sie neu ein und lichtet sie dann ab. Dieser Rodic ist tatsächlich ein Hunter. Okay, viele seiner “Beutestücke” sind doch noch einen Tick hübscher als der Durchschnitt (er selbst ist auch sehr smart), und fallen sofort durch ihren speziellen Look auf. Klar, deshalb interessiert sich Rodic ja für sie.
Und deshalb interessiere ich mich für sein Buch (und seine Blogs). Augenfutter (oder wie er es treffender nennt: eye candy) für die angeschlagene Seele eines Modegeschädigten.
Was ich gehört habe ? Tilly and the Wall “Pot Kettle Black”
Komisch, welche „fremden Worte“ ich bewusst (oder vielleicht auch unbewusst) benutze. Mit fremden Zungen sprechen ist sowieso meine
größtes Handicap Leidenschaft . Niemand will (oder kann) mich verstehen. Ich stifte anscheinend immer wieder Sprachverwirrung. Ich werde beäugt und mit Blicken durchbohrt und schließlich unbarmherzig wie ein wildes, tollwütiges Tier erlegt. Aber selbst wenn ich am Boden liege, nur noch röcheln und um Gnade winseln kann, verhöhne ich meine Vollstrecker und werfe ihnen ein paar Brocken Blut getränkten Kauderwelschs zu. (Fremd)Worte wie diese z. B.:
1. Dekadenz
2. Vendetta ! ( das exclamation mark ist wichtigster Bestandteil dieses Wortes !)
3. surreal
4. Extinktion
5. pönitent
6. epigonal
7. Metamorphose
8. foudroyant
9. proportional
10. deprimös ( oft auch psychiotisch; natürlich reine Wort(erfindungen))
Was ich gehört habe ? Los Campesinos „Romance is boring“
Nach meinem letzten eher suboptimalen Post herrscht Tauwetter und ich halte mal wieder mein loses Mundwerk (ok, eigentlich mein Schreibwerk(zeug)), und biete Euch stattdessen etwas Anschauungsmaterial in Form eines vielleicht massenkompatiblen Musikstücks, bei dem man sogar irgendwie tanzen könnte (wenn man es tatsächlich „können“ würde ; ich halte mich da lieber ans ungefährlichere Headbanging (natürlich die melancholisch_sanfte Variante) :
Ansonsten bin ich immer noch wintermüde, schneeblind und bald auch noch faschingsge:irgendwas (ich hasse KARNEVALFASCHINGVERKLEIDUNGSUNDMASSENVERBLÖDUNGSAKTIVITÄTEN jeglicher Art)
Und so ganz nebenbei überlege ich mir auch , ob (und was) ich Alice zum Valentinstag schenken könnte (oder ob ich mich dadurch endgültig als spießig und völlig gehirnamputiert oute ; denn welcher Ex übermittelt seiner Ex als Zeichen ewiger Liebe (sozusagen posthum) solch unmissverständlich kompromittierende Botschaften ?! ).
Two roads diverged in a yellow wood,
And sorry I could not travel both
And be one traveler, long I stood
And looked down one as far as I could
To where it bent in the undergrowth;
Then took the other, as just as fair,
And having perhaps the better claim
Because it was grassy and wanted wear,
Though as for that the passing there
Had worn them really about the same,
And both that morning equally lay
In leaves no step had trodden black.
Oh, I marked the first for another day!
Yet knowing how way leads on to way
I doubted if I should ever come back.
I shall be telling this with a sigh
Somewhere ages and ages hence:
Two roads diverged in a wood, and I,
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.
Robert Frost
(Was ich gehört habe ? Julian Casablancas „Tourist“)
1. Mein zweiter Vorname lautet Albert (ähm, erwähnte ich das nicht irgendwann schon mal ? Für mich einer der schlimmsten Namen überhaupt, und erinnert mich automatisch an “Adolf “ (und ich hab tatsächlich auch noch einen Onkel, der so heißt …*totschäm*)
2. Ich besitze keinen Führerschein (hat entfernt etwas mit einer Art Flugangst zu tun, nur eben automobilbezogen)
3. Mein letzter Sex war vor ungefähr 5 **** ( long, long time ago, I can still remember …) Außerdem war ich jetzt schon über 3 Monate nicht mehr im Kino. Wobei das eine natürlich nichts mit dem andern zu tun hat (oder etwa doch ?).
4. Ich bin extrem blass, und weigere mich aber bisher erfolgreich, ein Sonnenstudio aufzusuchen.
5. Nach über 3 1/2 Jahren Getrenntleben kann ich idiotischerweise Alice immer noch nicht vergessen. Aber ValentinsTag ist jetzt definitiv ein Tabu (auch keine Pralinenschachtel …)
6. Lernresistent wie ich bin, verwechsle ich immer wieder mal “den”(„wen“)- und “dem”(„wem“)_Fälle. Somit bin ich mittlerweile selbst zu einem verdammt hoffnungslosen Fall geworden …
7. Harry Potter ? Hab ich immer noch nicht gelesen …
8. Eine meiner post-alice_schen Freundinnen sieht fast genauso aus wie Helene Hegemann. Sie hätte echt ihre große Schwester sein können.
9. Unglaublich, aber wahr: in 7 Jahren werde ich 50 sein …
10. Ich kann Männer mit Oberlippenbart (Frauen natürlich auch) nicht ausstehen. Liegt vielleicht daran, dass mein Vater auch mal einen trug (die wilden 70er, eh klar).
ewig
muss ich
dich
hassen
verwahrlost
um zu vergessen
wer du bist;
gestern noch
dämme gegen den
strom, der
gezeitenlos
mein ich
hinaustrieb,
was davon übrig
ist
rennt jetzt
gegen die flut
die
gliedert den tag
fächert
fehlende stunden
balanciert
auf nadelspitzen
eingetrocknete
reste
alter
sünden
einige noch
traumnass
mit blinder munition
und
rußgeschwärztem
mörderherz
das
durch nächte
kalter erinnerungen
schleicht
wild
pochend
ruft
macht
breitbeinig platz
tunnel
wege
für noch mehr
hoffnungslosigkeit
und tastet
den refrain
auf stumpfen
rillen
abgespielten
lebens,
greift ins leere
und fällt
dabei
nach oben …
(sisyphos sind wir
motten,
die berechenbar
den eigenen tod
voraussagen können)
Ok, videoclip_ästhetisch vielleicht jetzt nicht unbedingt der ultimative Hingucker, aber dennoch ein Song (auch ohne die „visual wallpaper“) der vom ersten Moment an in die Beine geht („Bekenntnisse eines NichtTänzers“). Also ein Lied, das mir den heutigen Tag versüßt hat …
Und wenn das so ein chronisch depressiver Mensch wie ich behaupten kann, ist das ist doch schon mal was.
Außerdem hat Theophilus London eine ziemlich coole Website.
Auch wenn dieses Blog so langsam zu einem reinen YouTubeBlog verkommen sollte, ich muss es schon wieder tun: dieser Clip ist einfach zu revolutionär (apropos revolutionär: immer wieder gern gecovert und trotzdem unerreicht: Scott-Herons´ “The Revolution will not be televised“) so dass ich ihn Euch nicht vorenthalten will. Hier stimmt so ziemlich alles. Der Rhythmus, die Lyrics und das damit verbundene musikalische Déjà-vu-Erlebnis. Irgendwie kommt bei dem Lied ja eine Art Brechtscher V-Effekt zum Tragen. Das Outfit der schwarzweißen Schattengestalten, dieses verschmierte DarkNightMake-up auf den VoodooFaces, der bedrohlich hypnotische Sound. Ein bisschen Tricky, etwas altersweiser Johnny Cash (mit dem Scott-Heron neuerdings wenn nicht verglichen, dann zumindest doch in naher Verbindung gebracht wird) und vielleicht noch ein bisschen Tom Waits.
Egal, ich liebe diesen Clip, für mich einer der definitiv besten dieses noch relativ jungen Jahres. Und am liebsten würde ich dieses Tape jetzt übergroß über den nächtlichschwarzen Nürnberger Himmel projizieren , bis nach Vienna (to all my unknown friends) …
Heute hab ich mal wieder gegen meine fehlenden Prinzipien verstoßen. Oh Mann, in meinem Bauch lagert jetzt über eine halbe Pralinenschachtel (also über 6 Stück !) Ferrero „Rondnoir“. Dabei wollte ich doch ein privates Wirtschaftsembargo gegen diese Firma verhängen. Diese FerreroKüsschenPrintWerbung ist so was von debil, das muss honoriert werden. Normalerweise überseh ich ja so was. Aber in diesem speziellen Fall: Lauter erwachsene BrandzwiebackGesichter mit einem orangegelben Bonbon an der Backe. Trotzdem, diese RondoDinger schmecken übelst (um mal in Vita_Sprache zu sprechen) lecker. Ich hab jetzt nur Bauchweh, muss gleich noch mal weg, in die Stadt (Alice hat mich zum PizzaEssen eingeladen, ins Vapiano bei der Lorenzkirche (naja, das nur für Ortstkundige).
Kann mir übrigens jemand verraten, wer oder was „Pantha du Prince“ ist ? Etwa eine deutsche chillout- Band ? Falls ja, bin ich eindeutig zu alt für diesen Sch****. Klingt grauenvoll, wie klebriger Zucker ( ´türlich, ´türlich, ich weiß, ich weiß, unterkringelt das ruhig mit einem dicken Rotstift …)
Was ich (alternativ) gehört habe ? Alice Smith „Dream“
like a prisoner
of his own
selfportrait
worn-out jeans
distant smile
steht er da
im
spiegelkabinett
zersplittert
raw material
mein ich bist du
for all times
and places
wie ein streichholz
das sich immer wieder
selbst entzündet
den tag ergrellt
melo und dramatisch
deine ziele
provokativ
verätzt
die lunge aus
dem leib
peitscht
and now !
jump to the left
crawl into
your dusty cage
and
look outside …
so what ?!
You
see is what you
never get
atmest du
in mir
jetzt
mit
geweiteten
flügeln
besser
als
ohne
uns …
(Was ich gehört habe ? Major Lazor „Keep it goin´louder”)
Du bist Rechthänder ich bin Linkshändin
wie selbstverständlich träumen wir vom Fliegen
du hast einen Flügel auf deiner linken Schulter
und ich natürlich einen auf meiner rechten
so beim gemeinsamen Schwingen wünschen wir
Schulter an Schulter verwachsen
abzuheben
Auf festem Boden
hier sind wir schon lange uns einig
aber wehe in den Lüften dort könnten wir
uns zerreißen
also halten wir verläßlich die Hände
meine linke in deiner rechten
und kratzen uns allabendlich
gegenseitig die juckenden Schulterblätter
Es ist wieder mal soweit. Valentine´s Day. Komisch, wie so ein Tag so viel Aufregung und Kopfzerbrechen bereiten kann. Was schenke ich bloß ? Nur eine Rose (nein, zu plakativ und einfallslos), Pralinen (zu spießig). Also dann doch gleich etwas Größeres ? Etwas, das nachhaltig Eindruck schindet hinterlässt. Ein Ring ? Silber, Gold oder …? Ein romantisches (candle light ?) Dinner mit anschließendem Heiratsantrag ? Think big. Irgendwie wird aus einer Geste schnell eine Verpflichtung. Man muss irgendwas schenken. Oder man übergeht einfach dieses Ereignis, gibt sich heute weltoffen, fortschrittlich und liberal und begründet den ganzen “Zauber” mit einem großangelegten Angriff konsumterroristischer Hintermänner. Immerhin sind das ja dieselben Leute, die auch den Muttertag und Weihnachten erfunden haben.
Als SingleMan hab ich es ja eindeutig leichter. Es ist aktuell niemand da, dem ich – auch nur “symbolisch”-, danken müsste, es mit mir ausgehalten zu haben. Meine Launen, mein Jammern. Und auch wenn ich es nicht wahrhaben will: Alice is too far gone.
Wie dem auch sei, es gibt Frauen, die es geschafft haben, mich aus meinen lethargischen und depressiven Zuständen herauszuholen. Immer und immer wieder. Virtuelle (“imaginäre”) Freundschaften, aber auch ein paar reale, sehr intensive und leider auch immer wieder tragisch endende Verbindungen. Wenn ich jetzt eine Liste veröffentlichen müsste, gäbe es sicher ein paar Namen, die ich vergessen oder verschweigen würde. Zuneigung, die über ein gewisses Maß hinausreicht, ist auch für mich eine sehr private, heilige Sache.
Trotzdem: stellvertretend und an erster Stelle möchte ich hier Vita erwähnen. Vita, die von Anfang an bei mir war, die mich aufgefangen hat, wenn ich den (doppelten) Boden unter meinen Füßen verlor. Und Vita, die mich immer verstanden hat, und Verständnis aufbrachte, selbst wenn ich mich ihr gegenüber unmöglich verhielt. Wir kennen uns jetzt seit über 3 Jahren und es ist, als wären wir gemeinsam auf die Welt gekommen. Eineiige Zwillinge. Ohne pathetisch klingen zu wollen, ist Vita meine Lebensretterin. Sie hat mir jedes Mal einen (Aus)weg gezeigt, weg vom Chaos, ans Licht. Auch wenn dieses Licht oft nur ein kurzes helles Aufflackern ist, ist es doch etwas, das mir in „my darkest hours“ Orientierung bietet. Sie hat ein überdimensional großes Herz, gut durchblutet. Mit Vita kann ich lachen, alles um mich herum vergessen. Meine innere Traurigkeit ablegen und ungeschminkt ich selbst sein. Vielleicht verstehen wir uns so gut, weil es zwischen uns niemals zu einem körperlichen Kontakt kommen wird. Das wissen wir beide. Trotzdem ist Vita mehr als nur reine Seelenverwandte oder die große (kleine) Schwester, die ich nie haben durfte.
Ich bin schlecht in Komplimente machen, ich weiß… und meine wahren Gefühle liegen dann letztlich doch unter tonnenschweren Selbstzweifeln begraben. Manchmal frage ich mich, wie viel von mir überhaupt noch echt ist. Ob ich mich nicht auch zu oft situationsbedingt anpasse, ab und zu ein paar emotionale Taschenspielertricks aus dem Ärmel schüttele, um doch irgendwie noch etwas mehr geliebt zu werden. Ich bin süchtig nach Anerkennung jeglicher Art. Mal spiel ich absichtlich den Clown (auch wenn mir zum Heulen zumute ist) und manchmal verfalle ich in öffentliches Selbstmitleid (dann hasse ich mich am meisten) und bin immer wieder positiv enttäuscht, wie viele Menschen sich Sorgen machen, nachhaken, mich aufbauen und mich möglicherweise auch ein kleines Bisschen gern haben.
Für alle Frauen, die ich in diesem post nicht namentlich erwähnen konnte (naja, es ist ja auch nur ein einziger Name, der auftaucht) , die sich aber dennoch angesprochen fühlen dürfen, hier (ich kann´s echt nicht lassen) ein YouTubeClip. Klassisch, kryptisch und wegen der überirdisch guten lyrics nicht nur Valentine´s Day-kompatibel.
Wenn man in Morrisons Augen schaut, sieht man dieses faszinierende Feuer. Er flirtet, ganz eindeutig. Vielleicht ist er auch nur etwas zu selbstverliebt. Aber gerade deswegen mag ich ihn …
Das Wochenende war eine einzige Katastrophe. Ich habe nichts auf die Reihe gebracht. Geschlafen, gelesen und ein bisschen gebloggt. Das war´s. Es war kalt, ungemütlich. Und die Innentemperatur liegt immer noch bei knapp 19 Degrees. Prophylaktisch: Felljacke und Jagertee . Der Winter zieht sich wie ein Kaugummi. Und heute ist auch noch Rosenmontag. Alles gute Gründe, um sich noch mal die Decke über den Kopf zu ziehen, und das Wochenende etwas zu verlängern. Bis jetzt bin ich ja von sämtlichen Faschingsaktivitäten verschont geblieben. In den vergangenen Jahren war ich wegen der Kids als passiver Zuschauer beim Umzug am Stadtpark dabei. Diesmal hat Alice diesen Part übernommen. Wir standen auch schon gemeinsam mit den Kids in front row, freies Blickfeld auf das Prinzenpaar (oder wie immer die heißen). Das Schlimmste bei solchen Events sind ja neben der aufgesetzten alkoholbedingten Fröhlichkeit die von Band gespielten und zum Mitgrölen verleiten sollenden Songs. DJÖtzi und SchönerDönerLieder, und das sind dann auch gleich die Top 10 der nächsten 10 Jahre.
Heute Abend hab ich übrigens mein erstes offizielles nacheheliches Treffen mit Alice. Wir wollen ins Kino. Stieg Larsons´ Verdammnis. Also bestimmt kein ex_teritoriales DateMovie. Aber immerhin vielleicht der Beginn einer langen Freundschaft … komisch, Alice und ich waren ja nach der Trennung nie Feinde, höchstens Gegenspieler, die sich nicht gern in die Karten schauen lassen. Und dennoch interessiert sind, was der Andere so macht und denkt. Ok, es gibt Tage da verstehe ich sie einfach nicht und dann mischt sich Bitternis mit einer Prise Wut zu einem gefährlichen Cocktail … ich werde verzweifelt, ungerecht und sage Dinge, die ich im “nüchternen” Zustand nie sagen würde …but I still love her …
Seit neustem auch facegebookED (noch etwas inhaltsleer) und amazondED (wishlist). Tja, was kommt als nächstes ? Werde ich mich jetzt auch noch googlebuzzen ?! (Nein, das garantiert nicht, dazu bin ich dann doch zu nerdig. Bis vor ein paar Jahren war es unvorstellbar, dass ich überhaupt jemals einen Computer bedienen könnte … für mich war das alles Teufelswerk und „alienized“, und ich weiß noch, wie sich mein Puls beschleunigte, als ich das erste Mal via msn gechattet habe. Ich starb 1000 Tode und heute ist es zwar ab und zu immer noch seltsam (kribbelig) und aufregend, aber natürlich lässt sich dieses Gefühl des allerallerersten Males dann doch nicht wiederholen. Schade eigentlich. Aber anderseits, wer möchte schon permanent schweißgebadet sein und immer kurz vorm Infarkt stehen ? Nein, es ist gut so, wie es ist. Und ich bin gespannt, wie sich das Netz und die Vernetzung entwickeln wird, wo wir in drei oder vier Jahren sein werden … vielleicht ist das facebooken dann schon history und es gibt nur noch ein einziges und für alle Zwecke (miss)brauchbares SuperSocialNetzWerk , und wir befinden uns alle in einer riesigen gläsernen BubbleGumBlase, die dann jeden Moment platzen könnte … tja, wer weiß das schon …
Was ich gehört habe ? Santogold „You´ll find a way“
I need a rest. Nach dem erzähltechnisch leider etwas kruden Nicholls Roman „Zwei an einem Tag“ (der FebruarAuswahlBand unseres BuchBlogClubs) brauch ich jetzt erst mal etwas Erholung. Eine abschließende Kritik kann ich noch nicht abgeben, zu schwer liegt dieser „Brocken“ in meinem Magen und versperrt dort sämtliche Ausgänge. Auch wenn das gastroenterologisch vielleicht nicht ganz diagnostizierbar ist, so blockiert dieses „Etwas“ doch ziemlich hartnäckig meinen MagenDarmTrakt.
Aber lassen wir das. Seit zwei Tagen lese ich nämlich Andrew Davidsons „The Gargoyle“. Ein Buch, das irgendwie in kein Schema passt. Halb Thriller, halb Fantasy vielleicht. Hauptthema ist -wie bei allen guten Büchern: Liebe und Tod. Die beiden großen Gegenspieler also. Zwar bin ich erst auf Seite 50 (von ungefähr 500) und für jemand, der kein Englisch kann, ein ganz besonderes Abenteuer, aber ich bin trotzdem begeistert, halte dieses Werk für einen sehr bedeutenden „Unterhaltungsroman“, und möchte es (auch wenn es etwas fahrlässig sein sollte) schon jetzt weiter empfehlen.
Für alle, die nun etwas neugierig geworden sind, hier eine kleine „Einführung“ vom Autor (isn´t he charismatic ?) selbst. Ein bisschen Gänsehaut garantiert:
augen
paare
die am
horizont
entlang
unter
der erde
wurzeln
ziehen
entblößte
monde
untergehen
lassen
flößen
noch eine
lüge mehr
oder weniger
darauf ein
intravenöser
cocktail aus
nachthellen
schneekugeln
verdunkeln
den frühling
schaum
rieselt
aus dem
zauberhut
eindringlich
immer neue
katastrophen
in die länge
kippen
sich
breitengradig
über
teerverschmiertes
weltgedächtnis
das bist du
beispielhafter
schatten
sonnenverbrannt
atomisiert
„Öffentliche“ Weblogs, und interessante Net(t)-Sites, die ich so in unregelmäßigen Abständen verfolge. Wie immer im handlichen 10erPack, ohne „www“s, dafür aber mit *klick-link*s :
Ganz selten passiert es, dass eine CoverVersion besser als das Original ist. Dies ist eines dieser raren „magic moments“. Anfangs ziemlich a cappella und dann bombasitsch_orgastisch:
So wie´s jetzt aussieht, werde ich mich in den nächsten Wochen wohl nach einem weiteren Nebenjob umschauen müssen. Das Leben hält immer noch einen Ass im Ärmel (oder eine Arschkarte …). Aber betrachten wir das Ganze mal von der positiven Seite: wieder eine Herausforderung mehr …
Für mich hat dieses Wort nichts mit religiös motivierten Entsagungen zu tun. Meist handelt es sich ja sowieso nur um eine christlich legitimierte Diät. Oder Tradition, oder beides.
“Fasten”, so wie ich es auffasse, hat etwas mit sich frei machen zu tun, von Dingen, denen man zu lange und zu oft zu viel Aufmerksamkeit geschenkt hat. Dinge, die einem erst jetzt auffallen. Und die Frage ist tatsächlich: wie viel braucht der Mensch ? Wie viel braucht er wirklich, um glücklich sein zu können ? Reicht die Hälfte, ein Drittel ? Vom Kuchen ? Nur der ungenießbare, trockene Rand ? Sind wir nicht alle gesättigt und wollen trotzdem immer mehr ? Können den Hals nicht voll genug kriegen ? Falsche Bescheidenheit oder schon Maßlosigkeit ? Wie viel Ballast kann man abwerfen ? Wird man sich freier fühlen, wenn man die Mauern hinter sich einreißt, und versucht keine neuen Barrieren zu errichten ? Offener zu sein ? Was bleibt, wenn die Hülle wegfällt ? Der innere Kern ? Durchsichtig ? Oder ein Hohlraum ? Eine unvorstellbare Leere ? Geistige Blindheit ? Ist man dann nackt oder nur einfach nicht mehr da ? Verschwunden, aufgelöst ? Erlöst ? Erloschen oder ausgelöscht ? Und wer ist dafür verantwortlich ? Das Schicksal ? Wir selbst ? Eine würfelspielende Gottheit ?
Fragen, die ich mir merkwürdigerweise erst jetzt stelle. Ich will in den nächsten Wochen versuchen, mich zu reduzieren. Anspruchsloser werden, um mich befreien zu können. Eine mentale Entfettung.
Gleichzeitig will ich mich aber körperlich mehr belasten. Denn trotz Schwimmen habe ich in den letzten Monaten gefühlte 4 kg zugenommen. Winterüberlebensspeck. Schutzpolster gegen die Kälte. Doch nun wird es Frühling. Zeit also, sich wieder ein schlechtes Gewissen machen zu müssen.
Außerdem, mir ist heute aufgefallen: mit dem Frühling verändern sich auch die Songs, die man hört. Plötzlich hat man eine andere, gesteigerte Wahrnehmungsfähigkeit. Musik ist nicht mehr nur ein sicherer Korridor oder ein schmerzlinderndes Antiseptikum. Auf einmal ist alles viel gewaltiger. Man schwebt. Immer höher. Ein Sessellift to a long-lost heaven. Es ist, als ob die Musik einen trägt. Auf ihren Schultern. Man ist Teil eines großes Mysteriums. Life seems to be a pulsing vain, filled with rhythm and unexpected pleasures …(deshalb demnächst sicher auch mal eine Liste, diesmal mit den besten und wohlfühlendsten Frühlingsliedern …)
Trotz Orkan Windstärke 12 (?) und eigentlich chilliger NichtsTuSonntagslaune hab ich es geschafft, meine Wohnung aufzuräumen, blank zu putzen, Fenster zu reinigen, was man(n) eben so macht, das volle Programm. Nebenbei lief Frühlingsmusik. Und überhaupt, bin ich motivierter als je zuvor, das Leben und alles was damit zusammenhängt, etwas leichter hinzunehmen. Zu ertragen …und ein Stück weit glücklich zu sein.
These are some of the songs, that I listend to:
1. Chew Lips “solo”
2. MGMT “Time to pretend “
3. Fever Ray “When I grow up”
4. Blood Red Shoes “I wish I was someone better”
5. Noah and the Whale “Love of an orchestra”
6. Tegan and Sara “Hell”
7. The Doors „We could be so good together“
8. Trouble over Tokyo “The Liar”
9. Air – “So light is her footfall”
10. The Sunshine Underground “I ain´t losing any sleep”
Manchmal weiß ich nicht, wer ich bin. Befinde mich außerhalb meines Körpers, glaube zu schweben, oder neben mir her zu laufen. Und manchmal will ich mich einfach nur verkriechen. In den hintersten Winkel. In ein dunkles Zimmer. Einsperren. Ohne Licht. Kein Fenster. Und den Schlüssel wegwerfen. Manchmal will ich auch nur wissen, was ich tun muss. Um nicht verrückt zu werden. Um glücklich zu sein. Und hätte gern jemand, der mir den Weg zeigt. An dessen Schulter ich mich lehnen könnte. Mich ausheulen. Und manchmal will ich stark sein. Die Zähne zusammenbeißen. Will alle belügen. Als erstes mich selbst. Und manchmal will ich nur die Wahrheit sagen. Nichts als die Wahrheit. Doch dazu trage ich zu viele ungelöste Geheimnisse mit mir rum. Manchmal möchte ich ein Buch sein. Ein großes, schweres. Immer am Anfang des letzten Kapitels aufgeschlagen. Oder ich wäre eine zerkratze LP in einem alten, rissigen Cover. Eine Platte, die noch nicht mal auf dem Flohmarkt verkauft werden könnte. Und manchmal wünsche ich mir, ich könnte noch mal von vorn anfangen. From the very beginning. Alles anders machen. Vorausgesetzt ich hätte die Einsicht, die ich jetzt besitze. Wenigstens ein paar Dinge rückgängig machen, Worte zurücknehmen, meine Ungeduld, meinen Zorn. Und manchmal wünsche ich mir, ich wäre alt, richtig alt. Die Batterie der Lebensuhr, die nur noch für ein paar Stunden ausreicht und ich gar nichts weiter machen müsste, als zu warten. Auf das Finale. Den SchlussStrich. Ja, manchmal hätte ich jemanden, der mir erklärt, wie man leben muss. Lebenserfahren und unbestechlich. Jemand, der sich auskennt. Jemand, der ohne Kompass und in tiefster Nacht nicht die Orientierung verliert …jemand, den ich blind vertrauen kann.
So langsam verwahrlose ich … höre gerade Bon Jovi … ich hasse Bon Jovi und besonders „Bed of Roses“ … ich brauche dringend musikalischen Beistand … jemand, der mich rettet… ganzheitlich rettet … mich wieder geradebiegt …is there anybody out there … irgendjemand ? Oder um mal die Beatles zu zitieren: “ I need somebody not just anybody“ … Help! … rettet mich vor schlechter Musik … rettet mich vor mir selbst!
Irgendwie kommt mir dieses Stockdings (bei Kittynn gefunden) ja sehr bekannt vor. Vielleicht gab es da ja mal eine frühere Version (ohne Avatar an der Spitze ) ? Aber ich hab´s trotzdem wieder „ausgefüllt“, oder aktualisiert. „Hangover“ tauchte in der alten Liste bestimmt noch nicht auf.
Egal, auf alle Fälle erkennt Ihr hier sehr gut meinen neuralgischen Punkt: Zeichentrickfilme (außer den Simpsons, aber das ist dann schon eher ein REALtrickfilm). Egal ob Pixar oder einer der DisneyProduktionen. Außerdem habe ich keinen der Harry Potters angeguckt, jedenfalls nicht bewusst. Herr der Ringe auch nicht, der Hype war mir einfach zuviel. Nachdem ich jetzt aber P. Jacksons “ The lovely Bones“ im Kino gesehen habe, werde ich mich wohl irgendwann auch an die RingeTrilogie wagen.
Star Wars hab ich auch nicht wahrgenommen. Bis auf Episode III (mit Natalie Portman) ist dieses Weltraumabenteuer bewusst von mir ignoriert worden.
01. Avatar – Aufbruch nach Pandora (2009) 02. Titanic (1997)
03. Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (2003) 04. Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2 (2006)
05. The Dark Knight (2008)
06. Harry Potter und der Stein der Weisen (2001) 07. Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt (2007)
08. Harry Potter und der Orden des Phönix (2007)
09. Harry Potter und der Halbblutprinz (2009)
10. Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (2002)
11. Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung (1999)
12. Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück (2004) 13. Jurassic Park (1993)
14. Harry Potter und der Feuerkelch (2005) 15. Spider-Man 3
16. Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los (2009)
17. Harry Potter und die Kammer des Schreckens (2002)
18. Der Herr der Ringe: Die Gefährten (2001)
19. Findet Nemo (2003) 20. Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith (2005)
21. Transformers – Die Rache (2009) 22. Spider-Man (2002) 23. Independence Day (1996)
24. Shrek der Dritte (2007)
25. Krieg der Sterne (1977)
26. Harry Potter und der Gefangene von Askaban (2004) 27. E. T. – Der Außerirdische (1982)
28. Der König der Löwen (1994)
29. Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (2008) 30. Spider-Man 2 (2004)
31. 2012 (2009) 32. The Da Vinci Code – Sakrileg (2006) 33. Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia 34. Matrix Reloaded (2003)
35. Oben (2009)
36. Transformers (2007)
37. New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde (2009) 38. Forrest Gump (1994) 39. The Sixth Sense (1999) 40. Fluch der Karibik (2003)
41. Ice Age 2: Jetzt taut’s (2006)
42. Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger
43. Kung Fu Panda (2008)
44. Die Unglaublichen – The Incredibles (2004)
45. Hancock (2008)
46. Ratatouille (2007) 47. Vergessene Welt: Jurassic Park (1997)
48. Die Passion Christi (2004) 49. Mamma Mia! (2008)
50. Madagascar 2 (2008) 51. James Bond 007: Casino Royale (2006) 52. Krieg der Welten (2005)
53. Men in Black (1997) 54. James Bond 007: Ein Quantum Trost (2008) 55. I Am Legend (2007) 56. Iron Man (2008) 57. Nachts im Museum (2006) 58. Mission: Impossible II (2000) 59. Armageddon – Das jüngste Gericht (1998) 60. King Kong (2005) 61. The Day After Tomorrow (2004)
62. Das Imperium schlägt zurück (1980)
63. WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf (2008) 64. Kevin – Allein zu Haus (1990)
65. Madagascar (2005)
66. Die Monster AG (2001) 67. Die Simpsons – Der Film (2007) 68. Terminator 2 – Tag der Abrechnung (1991) 69. Ghost – Nachricht von Sam (1990) 70. Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich (2004)
71. Aladdin (1992)
72. Troja (2004)
73. Twister (1996) 74. Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (1989)
75. Illuminati (2009)
76. Toy Story 2 (1999) 77. Bruce Allmächtig (2003) 78. Shrek – Der tollkühne Held (2001) 79. Der Soldat James Ryan (1998) 80. Mr. & Mrs. Smith (2005)
81. Die Rückkehr der Jedi-Ritter (1983) 82. Charlie und die Schokoladenfabrik (2005) 83. Gladiator (2000) 84. Der weiße Hai (1975) 85. Hangover (2009) 86. Mission: Impossible (1996) 87. Pretty Woman (1990)
88. Cars (2006) 89. Matrix (1999) 90. X-Men: Der letzte Widerstand (2006) 91. Das Vermächtnis des geheimen Buches (2007) 92. Last Samurai (2003)
93. Tarzan (1999)
94. 300 (2007) 95. Ocean’s Eleven (2001)
96. Pearl Harbor (2001)
97. Men in Black II (2002)
98. Sherlock Holmes (2009) 99. Das Bourne Ultimatum (2007)
100. Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen
Was ich gehört habe ? Gorillaz „Tomorrow comes today“
Heute Nacht ist es also wieder soweit. “And the Oscar goes to …” Irgendwie habe ich den Satz vermisst. Die damit verbundene Spannung. Den Glamour. Die Tränen. Die Euphorie. Und auch wenn ich jetzt schon unglaublich müde bin, kann es sein, dass ich , -wenn ich wieder nicht einschlafen kann-, live dabei sein werde. Diesmal muss ich mein Voting rein intuitiv treffen. Bis auf „The Lovely Bones“ habe ich keinen der nominierten Filme gesehen. Einzige Entscheidungshilfe waren die entsprechenden Trailer.
Bester Film: „Avatar“, „The Blind Side“, „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“, „District 9“, „An Education“, „Inglourious Basterds“, „Precious“, „A Serious Man“, „Oben“, „Up in the Air“
Bester Hauptdarsteller: Jeff Bridges („Crazy Heart“), George Clooney („Up inthe Air“), Colin Firth („A Single Man“), Morgan Freeman („Invictus“), Jeremy Renner („The Hurt Locker“)
Beste Nebendarstellerin: Penélope Cruz („Nine“), Vera Farmiga („Up in the Air“), Maggie Gyllenhaal („Crazy Heart“), Anna Kendrick („Up in the Air“), Mo´Nique („Precious“)
Bester Nebendarsteller: Matt Damon („Invictus“), Woody Harrelson („The Messenger“), Christopher Plummer („Ein russischer Sommer“), Stanley Tucci („The Lovely Bones“), Christoph Waltz („Inglourious Basterds“)
Bester animierter Film: „Coraline“, „Der fantastische Mr. Fox“, „Küss den Frosch“, „The Secret of Kells“, „Oben“
Beste Regie: James Cameron („Avatar“), Kathryn Bigelow („Tödliches Kommando – The Hurt Locker“), Quentin Tarantino („Inglourious Basterds“), Lee Daniels („Precious“), Jason Reitman („Up in the Air“)
Bester nicht englischsprachiger Film: „Ajami“ (Israel), „El Secreto de Sus Ojos“ (Argentinien), „The Milk of Sorrow“ (Peru), „Un Prophéte“ (Frankreich), „Das weiße Band“ (Deutschland)
Bestes adaptiertes Drehbuch: „District 9“, „An Education“, „In the Loop“, „Precious“, „Up in the Air“
Bestes Originaldrehbuch:„Tödliches Kommando – The Hurt Locker“, „Inglourious Basterds“, „The Messenger“, „A Serious Man“, „Oben“
Beste Kamera: „Avatar“, „Harry Potter und der Halbblutprinz“, „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“, „Inglourious Basterds“, „Das weiße Band“
Fear of seeing a police car pull into the drive.
Fear of falling asleep at night.
Fear of not falling asleep.
Fear of the past rising up.
Fear of the present taking flight.
Fear of the telephone that rings in the dead of night.
Fear of electrical storms.
Fear of the cleaning woman who has a spot on her cheek!
Fear of dogs I’ve been told won’t bite.
Fear of anxiety!
Fear of having to identify the body of a dead friend.
Fear of running out of money.
Fear of having too much, though people will not believe this.
Fear of psychological profiles.
Fear of being late and fear of arriving before anyone else.
Fear of my children’s handwriting on envelopes.
Fear they’ll die before I do, and I’ll feel guilty.
Fear of having to live with my mother in her old age, and mine.
Fear of confusion.
Fear this day will end on an unhappy note.
Fear of waking up to find you gone.
Fear of not loving and fear of not loving enough.
Fear that what I love will prove lethal to those I love.
Fear of death.
Fear of living too long.
Fear of death.
I’ve said that.
(Raymond Carver)
(Was ich gehört habe ? Bat for Lashes „The Big Sleep“)
Außerdem passend zu einem meiner heutigen Suchbegriffe („matches“): „frauen wollen es von hinten“. Hier ein gönnerhaftes YouTubeVideo. Nicht, dass ich ab heute „Leserwünsche“ erfülle, aber der Clip hat etwas … und vielleicht findet sich der SuchbegriffBesucher ja genötigt, wieder bei mir vorbeizuschauen.
Warum fahndet eigentlich niemand nach „Einsamkeit, Single, Depression, Schneeallergie oder Suizidgefahr“ ? Das wären durchaus lohnenswerte BlogTreffer …
Hm, Ihr merkt, ich befinde ich mich wiedermal in einer äußerst niveaulosen Schaffenskrise, die langsam auch in persönliche Bereiche übergreift … mit anderen Worten: ich mache mir wieder mal selbst das Leben schwer, lasse mich hängen, prokrastiniere und verwahrlose …
Der verdammte Winter kommt aber auch ständig mit voller Kälte zurück …
Und schon jetzt gibt es das komplette Konzert (knapp eine Stunde) als „first listening“ auf NPR. Jacks Stimme hört sich live noch ein bisschen drängernder und „härter“ als auf den manchmal doch etwas sterilen StudioAufnahmen an. Die Gitarrenriffs sind einfach der Oberhammer. Und das Beste: sie spielen fast alle meine favorite songs. Von Blue Orchid bis zu Seven Nation Army.
JammerIchMalWiederRum ?! Ja, definitiv. Der Schnee hat mich krank gemacht. Mein Hals kratzt, meine Augen brennen und jetzt läuft auch noch meine Nase. Dabei wollte ich heute anfangen, wieder Spanisch zu lernen. Stattdessen also: Welcome to the WinterGrippeOpfer …
Nein, kein Jammern mehr. Auch wenn ich mir inzwischen die Lunge aus dem Leib k****, Alice mit P. nach Teneriffa gefahren ist und ich mit den Kids jetzt 10 Tage StrohDaddy spiele … zum Glück gibt es für diese NotFälle einen ansehnlichen DVD-Vorrat (aktuell die 1. Staffel von „Two and a half Man“ und „Zathura“, ein WeltraumAdventureMovie mit Kristen Stewart in einer MiniNebenrolle).
Außerdem habe ich die beste Krankenpflegerin der Welt: meine Tochter. Sie versorgt mich mit Tee, bringt mir Pinimenthol und Mucoangin (Halstabletten) und tut alles, damit ich wieder schnell gesund werde …
Was ich gehört habe ? Harvey Danger „Little Round Mirrors“
Edit:
Gestern ist heute schon morgen. Diesen Beitrag, den ich eigentlich schon gestern posten wollte, fand ich gerade als gespeicherte „Vorlage“ in meiner ArtikelBearbeitungsListe. Zwar nur ein Placebo, den ich euch aber trotzdem nicht vorenthalten will. Außerdem plagt mich mein schlechtes Gewissen, wenn ich (auch wenn ich krank bin) meinen pfadfinderischen TreueEid („jeden Tag ein neuer post“) breche.
zur Besserung. Also gesundheitlich. Körperlich. Auch ohne Hühnerbrühe mit Reis. Die ich sowieso nicht mag. Die Brühe nicht, den Reis schon.
Kalt war es heute auch wieder. Wann hört das endlich auf ? Irgendwie will ich, kann aber nicht. Das ist Ironie. Oder schon Schicksal ? Wer oder was bin ich ? Die alte Frage, auf die ich noch keine Antwort gefunden habe. Stattdessen höre ich wieder mal „The Killers“, freue mich auf Scrubs ( „Two and a half Men“ machen mich inzwischen depressiv; immer wenn ich Alan und Judith sehe, muss ich an Alice und mich denken) und hoffe, dass ich bald wieder schwimmen gehen kann, dass es endlich Frühling (heute Morgen ab 5.00 Uhr konnte man sogar die ersten Vögel hören) wird und dass ein Ende auch ein neuer Anfang ist …
Vermutlich hatte ich als Kind eine Krankheit, die Leukopenie heißt. Außerdem soll ich der Legende nach (ebenfalls eine „Krankengeschichte“ ) einen Zwillingsbruder gehabt haben, der allerdings gleich nach der Geburt gestorben sein soll. Mit 3 Jahren bin ich dann von von einer Treppe gefallen, hab mir eine üble Gehirnerschütterung zugezogen. Ein oder zwei Jahre später habe ich dann mehrere Schlaftabletten, die wie bunte Smarties aussahen, geschluckt, und musste ebenfalls in die Klinik gebracht werden. Mit 10 oder 11 hab ich mir dann mein rechtes Handgelenk gebrochen (ein Jahr später übrigens noch einmal; fast dieselbe Stelle und beinahe auch dieselbe Ursache: Ausrutschen auf glatter Eisfläche, das erste Mal wurde ich allerdings von hinten geschubst …).
Das letzte Mal war ich bei der Geburt meines Sohnes im Krankenhaus. Natürlich nicht als Patient, obwohl ich schon eindeutige Symptome einer neunmonatigen Scheinschwangerschaft aufwies…
Das alles fiel mir schlagartig ein, als ich heute die ersten drei Folgen „Scrubs“ sah. Komisch, zu welchen Gedankengänge eine solche Serie führen kann …
Mozilla Firefox löst inzwischen so was wie einen cyberspacigen Flächenbrand bei mir aus. Sämtliche Programme werden blockiert, laufen lahmarschig oder überhaupt nicht mehr. So macht das Bloggen natürlich auch keinen Spaß (ok, in letzter Zeit bin ich sowieso sehr demotiviert und gehe lustlos mit meinem ansonsten heißgeliebten weblog um). Liegt es nicht auch ein bisschen an mangelnder Kreativität, an immer häufiger auftretenden unkontrollierbaren, depressiven Schüben ? „Nur“ das Internet (Verbindungsaufbau?) dafür verantwortlich machen zu wollen, ist wirklich arg billig, um nicht zu sagen extrem blauäugig.
Trotzdem: brauche ich demnächst einen neuen PC oder bloß ein aktualisiertes Starterpaket voll funktionsfähiger „Neu(t)ronen“ ?! Hm, es ist kompliziert, wie immer.
Eigentlich brauch ich alles und doch nichts. Mein ständiges Alleinsein fordert endlich seinen Tribut: ich will Alice. Sie fehlt mir. Oder auch nicht. Nein, ich will sie nicht. Vielleicht ja doch. Nur ein kleines bisschen. Nein, ich liebe sie nicht. Nicht mehr. Oder rede ich mir das alles nur ein. „… nur ein Wort, und meine Seele wird gesund“ ?
Ja, genau das ist mein Problem. Mein klitzekleines, neurotisches Problemchen. Ich will lieben, geliebt werden. Zurücklieben können. Nur ein bisschen. Um jeden erdenklichen Preis. Dafür renne ich die dicksten Mauern ein. Werde unglaubwürdig, heuchlerisch, jammere rum, bastle weiter an meinem egozentrischen Weltbild („Turmbau zu Babel“), und ertrinke jedes Mal von neuen in Selbstmitleid. Tja, und dabei stecke ich gleichzeitig unendlich knietief in der eigenen Scheiße …
Aber was soll´s: das ist schließlich das Leben. Oder sollte es zumindest sein. Und hey: es wird immerhin schlagartig Frühling. Tauwetter. Und sogar ohne meinen direkten Einfluss beginnt wieder eine neue Pollenflugzeit. Ist doch irgendwie großartig…
Morgen Abend kommt Alice aus Teneriffa zurück. Einerseits bin ich froh, wieder meinen eigenen Rhythmus zurückzugewinnen, andererseits waren die 10 Tage mit meinen Kids unglaublich entspannend. Klar, gab es zwischendurch mal ein paar verbale geschwisterliche Auseinandersetzungen, aber ansonsten hat das Zusammenleben untereinander gut funktioniert. Fast schon zu leicht.
Keine Ahnung, wie es sich anfühlen wird, wieder allein aufzuwachen. Ohne um kurz vor 7.00 Uhr aufstehen zu müssen, Frühstück zu machen und Pausebrote zu schmieren …es wird mir fehlen, glaub ich.
Meine Tochter ist der Ansicht, dass ich mein Leben ändern sollte. Mehr aus mir machen und so. Und da ich ihrer Meinung nach gut vorlesen kann, sollte ich mich doch irgendwo als Silikonsprecher bewerben. Naja, sollte ich vielleicht echt mal drüber nachdenken …
Was ich gehört habe ? Cut Copy „Eternity One Night Only“
Temperatursturz. Einfach so. 10 Grad kälter. Sturm, Gewitter. April im März. Falls es in den nächsten Tagen wieder schneien sollte, werde ich mir ein Iglu bauen. Das Glas ist nun wieder halb voll. Und ich zu müde, um etwas Sinnvolles zu posten.
Lightning hits the roof,
shoves the knife, darkness,
deep in the walls.
They bleed light all over us
and your face, the fan, folds up,
so I won’t see how afraid
to be with me you are.
We don’t mix, even in bed,
where we keep ending up.
There’s no need to hide it:
you’re snow, I’m coal,
I’ve got the scars to prove it.
But open your mouth,
I’ll give you a taste of black
you won’t forget.
For a while, I’ll let it make you strong,
make your heart lion,
then I’ll take it back.
So sieht der Blick von meinem Balkon aus. Häuserfronten und blauer Himmel. Derzeit wechselt die Perspektive im Halbstundentakt, Frühlingserwachen eben. Vor zwei Stunden hat es geregnet und aktuell geht die Sonne unter. Es ist ruhig, zu ruhig…
Was ich gehört habe ? Drake ft. Lil Wayne & Santogold „Unstoppable“
I don´t like dogs. Außer es handelt sich um den Marley_Typ (Labrador). Klein, wuschelig, kompakt. Große Hunde (Doggen, aber auch Schäferhunde) machen mir Angst. Auch wenn man sagt, dass bellende Hunde nicht beißen und ich auch noch nicht gebissen wurde, und mir jetzt spontan auch niemand einfällt, der gebissen wurde. Bei Katzen ist das anders. Wenn ich mich zwischen einem Hund und einer Katze entscheiden müsste, würde ich wahrscheinlich ohne zu zögern, die Katze wählen. Weil Katzen wahrscheinlich auch mehr meinem erbärmlichen Charakter entsprechen. Unabhängig und launenhaft. Nachtaktiv (obwohl ich seit ein paar Wochen nie später als 1.00 ins Bett gehe) und mit einem untrügerischen Jagdinstinkt ausgerüstet.
Das Rauchen hab ich auch aufgegeben. Vor über 10 Jahren. Von heute auf morgen. Passivrauchen (Alice) ist ok, mehr aber auch nicht.
Bei Stigmatisierten die Szene mit dem blutenden Auge) muss ich automatisch an meine Mutter denken.
Also: auch wenn der Clip nicht unbedingt der innovativste ist, so ist es doch ein Video, dass mich über den Tag gerettet hat. Melancholisch, zeitverzögernd und irgendwie nicht von dieser Welt …
Mein Sohn hat heute Geburtstag. Er wird 10. Die NullerJahre liegen jetzt also vor ihm. A giant step. Und wenn ich all die Momente, die ich mit ihm bisher erleben durfte, aufzählen müsste … all die merkwürdigen, schrecklichen, denkwürdigen, fantastischen Augenblicke… dann würde ich wahrscheinlich morgen noch hier sitzen. Er verblüfft mich immer wieder … und manchmal frage ich mich, ob ich auch so war. Früher. Heute bin ich ja teilweise extrem intro; er hingegen lässt seine Wut und Freude gleich raus. Wenn er lacht, lacht er. Und wenn er weint, dann weint er richtig… diese Eigenschaft besitze ich nicht. Es gibt vieles, was anders bei ihm ist. Das wirklich übereinstimmende Element ist die Begeisterungsfähigkeit. Wenn ihm etwas fesselt, dann ist er mit Haut und Haar von der Sache eingenommen, vergisst alles um sich herum. Dann gibt es nur noch ihn und “diese Sache”, sonst nichts. Ich hoffe, dass er diese (charakterliche) Eigenschaft auch später, in den NullerNullerJahren noch hat. Dass er nicht so wird wie ich, nicht die gleichen Fehler macht … er bleibt, wie er ist …nur älter eben …
Was ich gehört habe ? The Zutons “Dirty Dancehall”
Ostern bedeutet mir nicht mehr sehr viel. Ich bin auch nicht mehr religiös. Schon gar nicht im christlichen Sinn. Früher war das vielleicht anders. Als Kind ist es sowieso anders. Tradition und Familie, wenn diese beiden Faktoren aufeinander treffen, bekomme ich immer weiche Knie. Aber dieses Mal bin ich allein. Eine richtige Familie hatte ich ja nie. Und meine „eigene“ sehe ich vielleicht erst morgen. Wenn ich meinen Kindern begegnen will, muss ich vorher immer einen „Termin“ ausmachen. Schon verrückt. Aber egal: die letzten Tage habe ich sowieso in einer Art „traumatisierten“ Zustand wahrgenommen. Ostern ist wie Weihnachten. Mehrere Tage, an denen es darum geht, die Stille zu überlisten. Etwas gegen diesen Still_stand zu unternehmen. Das Beste was ich dagegen tun kann, ist viel Schlafen, Lesen, Musik hören, und DVD schauen. Keine therapiewürdige Methode, trotzdem: mir geht es auch nicht schlecht dabei. Im Grunde genommen geht es ja nur darum, sein Gehirn nicht auf Leerlauf zu schalten. Höchstens etwas mit der reset_Taste zu spielen. Aber auf Dauer könnte ich diesen Zustand natürlich nicht aushalten.
Was ich gehört habe ? Marina and the Diamonds „Hollywood“
Alice ist heute mit den Kids nach Budapest gefahren. Kurztrip. Kommt am Samstag wieder. Gestern waren wir zusammen klettern (indoor). Definitiv kein Sport für mich. Auch wenn ich nur derjenige war, der unten stand und „gesichert“ hat, haben mir diese zwei Stunden in einer engen, stickigen und fensterlosen Minihalle gereicht. Danach waren Alice und ich noch joggen. Wobei ich auch diesmal nur „Begleiter“ auf dem Fahrrad war.
Irgendwie verstehe ich mich mit ihr besser denn je. Keine Streits, keine Missverständnisse. Auch wenn ich ihr „neues“ Leben nicht immer begreifen kann . Für mich ist sie mittlerweile zu einer „fremden“ Freundin geworden. Jemand, den ich immer noch liebe, aber oft nicht verstehe. Ihr geht es vielleicht genauso. Manchmal bin ich mir selbst fremd, bin ein Nicht-Ich, außer mir, ein körperloses Nichts, hassenswert, unkontrolliert und irrational handelnd … a total stranger to myself…
Hm, ist Mika männlicher geworden ? In dem Clip wirkt er jedenfalls wie eine etwas missglückte KlonMischung aus BatmanChristianBale und VampirPattinson. Und er singt zum Glück nicht mehr so abbamäßig (trotz der eingestreuten „take a chance on me“-Textzeile).Wahrscheinlich passt der Song dann auch ganz gut zum Rest des Films.
Ein weiterer Appetithappen also, bis der Streifen endlich ins Kino (15.4.10) kommt :
Das erste Mal in der Geschichte dieses Blogs, dass ich einen Tag nicht gepostet habe. Gestern kam ich leider erst kurz vor 24.00 Uhr nach Hause, weil ich den ganzen Abend bei Alice verbracht habe. Wir haben geredet. Und getrunken. Geredet, gelacht, geschwiegen. Am Ende hatten wir jeder eine Flasche Wein geleert. Und festgestellt, dass uns immer noch sehr viel verbindet …
Was ich gehört habe ? „Romance Is Boring“ Los Campesinos
Vor ein paar Tagen bin ich nachts mal wieder aufgewacht. Statt eines Alptraums hatte ich allerdings ein Wort, das mir auch jetzt noch wie ein schwerer Stein um den Hals liegt. Ich weiß nicht, ob Ihr auch schon mal so etwas hattet. Mich hat es jedenfalls erschreckt. Was mich allerdings noch mehr erschreckte, war das Wort selbst: RETALIATION ! Ja genau, nicht auf Deutsch, sondern auf Englisch. Vergeltung.
Aber es gibt nichts und niemanden, an dem ich so etwas wie Vergeltung üben müsste. Gedanken an Rache und Wut sind mir sowie fremd. Und das ist eben das Erschreckende an der Geschichte.
Dieses Wort taucht nun immer wie ein Damoklesschwert auf. Dann, wenn ich nicht damit rechne. Ich will dieses selbst verursachte Rätsel endlich lösen können, mir endlich über die wahre Bedeutung klar werden. Bin ich verrückt, oder lasse ich mich verrückt machen ?
Andererseits, es war nur ein Wort … wie ein Blitz, und dann wieder verschwunden.
Heute Morgen bin ich auch wieder anders, fast schon normal aufgewacht. Da musste ich nämlich an eine Frau denken. Und es war nicht Alice. Sondern ANNIE …:
So wie es aussieht, stecke ich wieder mal in einer Krise. Ich kann mich zu nichts mehr motivieren. Selbst das Schwimmen fällt mir schwer. Die kleinste und auch notwendige “Pflichterfüllung” löst bei mir Fluchtgedanken aus. Alles fällt mir unendlich schwer. Schon das Schreiben dieses Posts ist eine Riesen, vielleicht nicht -anstrengung, aber doch eine Überwindung. Am liebsten würde ich mich jetzt ins Bett legen und 10 Stunden lang nonstop durchschlafen. Zwar wache ich nicht mehr so häufig mitten in der Nacht auf, dafür aber bin ich oft schon um kurz vor halb Sechs morgens hellwach, warte dann immer noch eine halbe Stunde, bis ich mich endlich aus dem Bett quäle, dann Bad, Frühstück, mindestens einen Liter Schwarztee in Rekordzeit in mich hineinkippen ( Kaffee trinke ich ja eigentlich nur noch, wenn ich bei Alice bin), für den Rest des Tages arbeiten gehen und warten. Auf irgendwas. Auf das große Finale. Keine Ahnung. Aber ein Tag verläuft so wie der nächste. Immer wiederkehrende Handlungsabläufe, auswendig einstudierter SmallTalk (am besten, so wenig wie möglich sprechen), die einzige Abwechslung und im gewissen Sinne auch Herausforderung bieten mir meine Kinder. Sonst würde ich mental vergreisen. Oder bin ich das vielleicht schon ? Auch darauf weiß ich keine Antwort. Ich habe einfach zu wenig Vergleichsmöglichkeiten, also Menschen in “meinem” Alter. Alice ist ja immerhin 7 Jahre jünger als ich, hat sich aber – soweit ich das aus der Distanz heraus beurteilen kann- auch verändert (klar, jeder verändert sich, der Mensch ist ja kein unchangeable fingerprint). Wenn sie charakterlich auch fast die Gleiche geblieben ist, umgibt sie sich doch mit ganz andern, für mich fremden und “merkwürdigen” Leuten. Sie hat sich eine neue soziale Welt erschaffen, und seit wir uns getrennt haben, ist das wichtigste Kommunikationsmittel ihr Handy geworden. Sie bekommt viele Anrufe, SMS, was auch immer. Ich dagegen hasse Handys nach wie vor. Mich stört diese ständige, ruhelose Sucht, überall und für jeden erreichbar zu sein. Und im Grunde haben die meisten Menschen sich sowieso nicht viel zu sagen, außer dass man gerade in der Straßenbahn sitzt, man in fünf Minuten zu Hause sein wird und wissen will, ob die Pizza schon im Ofen ist.
Okay, ich rege mich wieder auf. Über Andere, dabei bin ich das Problem. Weil ich nicht weiß, wieso ich überhaupt in einer Krise stecke. Und ob es sich überhaupt um eine Krise handelt. Ob ich mich nicht einfach wieder mal zu wichtig nehme. Egozentrik, die in Egomanie münden wird, wenn sie es nicht längst schon ist.
Wie es weitergeht ? Ganz banal gesagt, geht es ja immer irgendwie weiter. Ich mag diesen Spruch nicht. Weil er alles relativiert. Vielleicht sollte ich demnächst mal eine Liste meiner 10 most hated cliché phrases zusammenstellen. Möglicherweise hilft das dann ja auch ein bisschen gegen die (Blog)krise …
Gestern Abend, kurz nach halb Elf, Alice kam gerade vom Spätdienst zurück, entstand folgender Dialog zwischen uns:
“ Depression ist für mich inzwischen so ´ne Art Dauerzustand. ”
“Hm, und was tust du dann dagegen ?”
“Masturbieren.”
Ein tiefer gelegter Blick von Alice. Zwischen ernstem Zweifel und sanfter Empörung.
“ Ähm, also ich könnte das nicht. Sex, wenn es mir schlecht geht. Bei Kopfschmerzen und so …”
“Naja, ist ja kein echter Sex.”
“ Sex mit dir selbst.”
“ Okay. So gesehen würde ich das dann eher als Autoaggression bezeichnen.”
“Also bist du nicht nur depressiv, sondern auch selbstverletzend ?”
Bevor sich unser Gespräch noch weiter zuspitzen, und somit katastrophieren konnte, rief Alice P. auf ihrem Handy an. Nicht dass das ein Ablenkungsmanöver war, oder sie ihn als Telefonjoker einsetzen wollte, sondern P. hatte -aus welchen Gründen auch immer- sein Auto in der Nähe ihrer Wohnung geparkt. Und Alice wollte wissen, ob sie ihm das gleich noch vorbeibringen sollte. Und bei der Gelegenheit könnte sie mich ja mitnehmen und bei mir zu Hause “abliefern” (ich hatte ihr vorher noch ausdrücklich gesagt, dass ich mit der Straßenbahn heimfahren würde; irgendwie wollte sie die bittere Ironie, die sich hinter ihrem Vorschlag verbarg, nicht erkennen).
Zum Glück einigten sich Alice und P. darauf, dass er seinen Wagen zu einem späteren Zeitpunkt selbst abholen würde. Ich trank noch einen Schluck Wein, Alice rauchte eine letzte Zigarette, wir vermieden das Thema Depression und ich erwischte noch eine der letzten Straßenbahnen …
Es gibt Augenblicke, in denen ich mich kampfbereit präsentiere. Kampfbereit heißt nun aber nicht unbedingt angriffsfreudig. Vor ein paar Jahren hätte ich in bestimmten Situationen automatisch meine Krallen ausgefahren und wild (und leider oft auch) wahllos um mich geschlagen. Zwar bin ich im Normalzustand eher schüchtern und zurückhaltend, aber heute hätte ich am liebsten mal wieder richtig getobt, mich verbal ausgekotzt. Dabei gibt es im Grunde genommen wenige Situationen, die mich richtig austicken lassen.
Okay. Zur Vorgeschichte: Alice, unser Sohn und ich waren heute Morgen bei einem sogenannten Kinderpsychiater. Es wurde vorab auf Alice´ Wunsch bei Phil ein „Intelligenz(oderwasauchimmer)test“ durchgeführt und festgestellt, dass unser Sohn gewisse „Lernprobleme“ hat. Schwache Motivation, Probleme bei den Hausaufgaben, Konzentrationsschwierigkeiten. Das Übliche eigentlich. Ich will das jetzt nicht abwerten oder bagatellisieren, aber im Grunde genommen hatte ich in seinem Alter ähnliche Probleme. Ich war nie jemand, der freiwillig (fremdes) sinnloses Wissen in sich „hineinfiltern“ lässt. Allein schon aus Mangel an eigener Kontrollmöglichkeit, dem Gefühl, fremdbestimmt zu sein. Außerdem bin ich viel zu chaotisch und strukturlos, um mich normgerecht verhalten zu können. Und irgendwie scheint mein Sohn diese Eigenschaft von mir geerbt zu haben.
Alice dagegen ist grundlegend anders. Besser organisiert, anpassungsfähiger und auch bereit, mal Kompromisse zu schließen. Meine Radikalität und Unnachgiebigkeit führt da natürlich zwangsläufig zu Spannungen. Heute hätte ich am liebsten Alice und den Fachidioten von Psychiater erwürgt. Symbolisch natürlich. Den in meinen Augen inkompetenten Psychiater, weil er unvorstellbar fahrlässig mit dem Wort “lernbehindert” um sich warf und idiotische Lösungen vorgeschlagen und Alice weil sie ihm in fast allen Punkten zugestimmt hat. Zumindest hat sie sich diesen Mist angehört, ihm gesagt, dass es für sie zu viele Informationen auf einmal seien, und ob er ihr nicht eine schriftliche Zusammenfassung geben könne.
Sie haben über Phil, aber nicht MIT ihm geredet. Das ist für mich schlimmer als irgendwas. Vielleicht weil ich mich mal in ähnlich aussichtsloser Lage befand.
Alles, was ich heute tat, war, dazusitzen. Innerlich ein Vulkan, äußerlich aber vollkommen unbeteiligt. Cool. Ja, ich saß nur da und habe dem Geschehen beigewohnt. Einmal kurz was gesagt, was aber von niemandem gehört wurde. Es war, als hätte ich gegen eine unsichtbare Wand geredet. Ich wurde nicht wahrgenommen. Ein Geist. Jemand, der zum Zuhörer verdammt war. Wenn überhaupt. Und ich hasse mich, dass ich dieses Szenario zugelassen habe. Nichts dagegen unternommen habe. Andererseits: was hätte ein emotionaler Ausbruch von mir bewirkt ? Ich weiß, dass ich laut geworden wäre. Und nicht nur das …
Jedenfalls wurden uns schließlich unterschiedliche Alternativen für Phils´ “Problem” aufgezeigt:
- Medikamente (logisch, die Allzweckzombiewaffe Ritalin !)
- sonder- und heilpädagogische Maßnahmen
- Einzel- / Gruppentherapie bei einem Verhaltenspsychologen
Muss man überhaupt was unternehmen ? Wie wäre es mit Abwarten. Wie dramatisch ist das Ganze überhaupt wirklich ? Naja, ich bin sowieso immer für Abwarten im Sinne von Hinauszögern und Beobachten. Alice bekommt Panik, wenn sie an Phils Zukunft denkt. An seine schulische Karriere. Meine scheinbare Gelassenheit in diesem Punkt ist für sie eine Kampfansage und deshalb haben wir heute das erste Mal seit langem wieder gestritten. Ohne wirklich zu einem Ergebnis gekommen zu sein. Streit sieht bei uns übrigens immer gleich auch: Alice regt sich auf, tobt, schreit, bricht schließlich in Tränen aus … ich dagegen höre nur zu, ab und zu nicke ich, und irgendwann muss ich auch ein Grinsen unterdrücken, einfach weil sie irgendwann nur noch hochemotional reagiert, und sie ihr südländisches Temperament (gipsy blood) einfach nicht länger kontrollieren kann.
Wahrscheinlich hätten auch Alice und ich eine Therapie nötig …
The world is a beautiful place
to be born into
if you don’t mind happiness
not always being
so very much fun
if you don’t mind a touch of hell
now and then
just when everything is fine
because even in heaven
they don’t sing
all the time
The world is a beautiful place
to be born into
if you don’t mind some people dying
all the time
or maybe only starving
some of the time
which isn’t half bad
if it isn’t you
Oh the world is a beautiful place
to be born into
if you don’t much mind
a few dead minds
in the higher places
or a bomb or two
now and then
in your upturned faces
or such other improprieties
as our Name Brand society
is prey to
with its men of distinction
and its men of extinction
and its priests
and other patrolmen
and its various segregations
and congressional investigations
and other constipations
that our fool flesh
is heir to
Yes the world is the best place of all
for a lot of such things as
making the fun scene
and making the love scene
and making the sad scene
and singing low songs and having inspirations
and walking around
looking at everything
and smelling flowers
and goosing statues
and even thinking
and kissing people and
making babies and wearing pants
and waving hats and
dancing
and going swimming in rivers
on picnics
in the middle of the summer
and just generally
‘living it up’
Yes
but then right in the middle of it
comes the smiling
Heute vor genau 3 Jahren … the day I´ll always remember. Der Tag, an dem es passierte. Vielleicht musste es ja so kommen. Und vielleicht war es einfach nur ein dummer Zufall. Kann sein, dass Alice es so geplant hatte. Ich weiß es nicht. Und ich will es auch nicht wissen. Jedenfalls ist sie immer noch mit ihm zusammen. In guten wie in schlechten Zeiten.
Der 1. Mai ist ein Wendepunkt. A point of no return. Ich dachte, es würde irgendwann nicht mehr so wehtun und ich könnte vergessen. Aber es gelingt mir nicht … das Gestern ist Heute und Morgen, es pflanzt sich fort und trägt immer neue Früchte …
Ein Film, der perfekt zum heutigen Wetter passt. Vor fast 20 Jahren gedreht, gehört er für mich mittlerweile zu den schönsten „MonthTitleFilms“ (kann sein, dass ich mich hier demnächst mal etwas genauer mit diesem Phänomen beschäftige).
Dieser Streifen hat jedenfalls nichts von seinem britischen Charme eingebüßt, ein (für mich) zeitloses FeelGoodMovie, und ist trotzdem irgendwie in Vergessenheit geraten …
Ein Tag Sonne pur reicht, um aus mir ein krebsrotes, wimmerndes Etwas zu machen . Andere Leute haben um diese Jahreszeit mit Heuschnupfen und ähnlichen Problemen zu kämpfen, bei mir ist es eindeutig die frühlingshafte Sonneneinstrahlung. Auch wenn ich mich nur im Schatten aufhalte (so wie heute und gestern) und mich jedes mal vorher mit 2 Flaschen Sonnencreme einbalsamiere und danach aussehe wie ein transsylvanischer Zombie, bin ich trotzdem ein Dauerkandidat für UV-bedingte Strahlenschäden.
Ein Opfer meiner extrem blassen Haut.
Aber wenigstens gab es gestern das erste gemeinsame DaddyWeekendPicknick ; die Wöhrder Wiese in Nürnberg war noch nicht ganz so überfüllt wie an richtig heißen Tagen; trotzdem gab´s schon ein paar BikiniFrauen und ObenOhneMänner zu bestaunen. Klar, dass sich die meisten von ihnen ungeschützt in die Sonne legten.
Was letztlich bleibt, ist brennende Haut, ein paar Schauwerte und ein selbstgemachter Nudelsalat. Irgendwann ein schweißtreibendes Fußball- und Frisbee – Spiel und dann wieder ab nach Hause, in eine sonnengeschützte, kühle 100 qu² Wohnung.
Was ich gehört habe ? David Bowie “Station to Station”
und
geh mit mir den Weg
bis zur nächsten
Stille
die nach Sehnsucht
riecht
hör mit mir das
Muschelrauschen
des Tages
unstillbar nah
trommelfelllaut
zerreißt es
den Stoff
zwischen uns
und lässt die
Wände wie
reife Kirschen
aufplatzen
Blutlippen
lass uns lauter schreien
das Außen nach Innen
rote
Something´s going wrong …
Oktober 2, 2008 um 5:05 am (Dawn has broken ...)
Tags: Add, Alltag, Blog, CIA, Comment, Computer, Du, Er, Es, Gedanken, ich, Leben, liebe, Nacht, Post, Sie, Tag, USA, Zeit, Zuhause
Falsche Zeitrechnung ….also WordPress denkt , dass ich meinen letzten Beitrag gestern Nachmittag um 10.26 eingestellt habe ….ich weiß nicht … leben die im TakaTukaLand und ich auf´m Mars ? Oder ist das irgendeine unterirdische, streng geheime Schaltzentrale, die die Zeiten nach ZufallsPrinzip vergibt … weiß man ja nie, CIA, Bush und Co. sind ja omnipotent …. und da WordPress ja ein *amerikanisches Ding* ist …und Wahlkampf und Mrs Thatcher ….lol…. ok, sehr freie Assoziation …vielleicht kann mir ja von euch einer erklären, wieso weshalb warum ich angeblich Nachmittags gebloggt haben soll … es war definitiv heute um 00.20 und ein paar Zerquetsche …falls es überhaupt jemanden interessiert ….hmm, aber derzeit 8 Besucher (war ein paar Mal an einem FremdPC, kann sein, dass das auch mitgezählt wird), Null comments und Null verlinks …lol… anscheinend ist meine Theorie dann doch etwas weit hergeholt …CIA und so … die wissen wahrscheinlich gar nicht, dass es mich gibt …
Was ich gehört habe: Diesmal nix, bin gerade erst aufgestanden … aber Kaffee getrunken …gestern war´s koffeinfreier … meine NotRation, wenn gar nix mehr geht …
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