“Ich interessiere mich für Männer, die sich nicht für mich interessieren”, sagt Irène gleich zu Beginn des Films. Schon merkwürdig, wie manche FilmSätze auch Stunden und Tage *danach” eine nicht unbedeutende Wirkung erzielen können. Die einfach im Kopf hängenbleiben und nichts an ihrem allgemeingültigen (auch für „Männer“ nachvollziehbaren) “Wahrheitsgehalt” einbüßen.
Gestern war also wieder einer meiner DVD_Chill_Abende. Der Tag war hart, mein AOL_Konto nicht abrufbar ( Wartungsarbeiten ….), und somit war es an der Zeit, mich mal wieder selbst zu belohnen. Und das geht am besten, wenn ich mir ein 40cm dickes MaxiSandwich mache, einen 500 g Joghurtbecher auslöffeln darf, eine 200 g Chipstüte bis auf den letzten Krümel leerfuttern …oder eben DVD gucken … oder idealerweise alles auf einmal … also *killing me softly* (by myself) sozusagen …
“Irène”(2002) ist ein französischer Film mit einer meiner “Lieblings-schauspielerinnen”, Cécile de France.
Irène ist gerade 30 geworden. Und es gelingt ihr nicht, den “Richtigen” zu finden. Und das (ausgerechnet) in der Stadt der Liebe. Ihre Eltern vermuten schon, dass sie lesbisch sei. Und auch ihre Freundinnen, die alle in einer mehr oder wenigen glücklichen Beziehung stecken, fragen sich so langsam woran es liegen könnte…
Naja, sie hat einige unübersehbare Talente … ist naiv, aufbrausend, etwas tollpatschig, schüchtern (wenn es drauf ankommt), schlechtgelaunt und manchmal auch ungerecht (wenn sie es eigentlich nicht sein sollte).
Schließlich hat sie dann doch mit ein paar Männern Kontakt. Der erste ist ein Möbelpacker (eine “flüchtige”, folgenlose Begegnung ( naja, er ist der *Mann ihrer Träume* ; oder einer ihrer Träume: er läuft ihr auf einem Weizenfeld entgegen, nackt, lediglich einen Umzugskarton vor seinem besten Stück haltend, naja, sie fallen übereinander her … aber da klingelt schon ihr Wecker …6.50 Uhr (so brutal wird man auch im realen Leben aus dem Schlaf gerissen), der dann später noch einmal auftaucht (aber nicht als Liebhaber, sondern in seiner *eigentlichen”, unerotischen Funktion als Möbelpacker…) …
Ein Arbeitskollege, Luca, mit dem sie aufgrund ihrer unbedachten und blauäugigen Art eine etwas merkwürdige Liaison eingeht …irgendwann haben sie dann CyberSex …das Internet spielt in dieser verrückten Story eine ganz wichtige, aber fatale Rolle, nimmt ziemlich krasse Züge an …vor allem wenn Irène dann irgendwann mit Labtop und angeschlossener Webcam ins Bett geht ( Luca beobachtet sie beim Schlafen …)…
Und dann gibt es da noch Francois …der ihre Wohnung renoviert (und über einen Zweitschlüssel verfügt) … ein liebenswerter Daydreamer, der ein Kind und leider auch (noch) eine Ex-Frau hat …beste Voraussetzungen also …und natürlich verstehen sich die Beiden erstmal gar nicht …Klassenunterschiede ( er, der einen einfachen Schulabschluss hat .. und sie, die Juristin, angestellt in einer großen Firma) … und auch in ihrem Lebensstil sind sie sehr unterschiedlich … Francois versteht es immer wieder, unbeabsichtigt ein *bisschen* in ihr Leben einzugreifen (füllt ihren Kühlschrank mit Biosachen …oder duscht sich, während ihrer vermeintlichen Abwesenheit) …
Naja, das Ende ist natürlich eine sich selbst erfüllende Prophezeiung …wie alle romantischen Komödien … wobei es sich bei diesem eindeutig Film um mehr handelt … eine Parabel auf das Leben …so wie es ist …und immer sein wird …deshalb heißt es ja ausschließlich Leben …
Was ich gehört habe ? Albert Hammond jr. …*Bright young thing* …
Ach ja … hier noch ein Clip aus dem Film … echt schwer, überhaupt was zu finden … gibt noch nicht mal einen Trailer auf youtube …