der Tag danach …

Nein, es gibt definitiv kein Zurück mehr . Das hätte mir von Anfang klar sein sollen. Sie hat es mir schon bei unserem ersten Treffen gesagt. Dass es für sie undenkbar wäre. Sie könne mich niemals mit meinen Kindern “teilen”. Sie könne sich nicht vorstellen, wie es sei, mit mir und den Kindern zusammen sein zu müssen. Es hätte sie eine viel zu große Überwindung gekostet. Die Kinder wären ihrer Meinung nach immer zwischen uns gestanden, und es hätte deshalb immer wieder Streit gegeben. Sie kenne sich und ihr Verhalten, es würde auf Dauer mit uns einfach nicht funktionieren.

Seit gestern Abend bin ich wie betäubt, kann keine klaren Gedanken mehr fassen. Befinde mich unter einer Glasglocke. Absolutes Vakuum. Auch meine Gefühle sind wie vereist. Ich versuche, den Schmerz so lange es geht zu unterdrücken, ihn nicht zuzulassen und doch wird er mich irgendwann packen. Retardiert und vielleicht umso heftiger.

Es ist heiß draußen, die Sonne scheint, doch ich spüre nur Kälte und Dunkelheit. Überlasse mich wieder meinem Selbstmitleid. Später werde ich mich therapieren, indem ich abwechselnd ein paar Kapitel “Liebeswut”(Fernanda Eberstadt), “Ways to live forever” (Sally Nichols) und “Eden” (Yael Hedaya) lese, mir zwischendurch “Angela” (Luc Besson) oder “Gomorrha”(Matteo Garrone) auf DVD anschaue, um hinterher so zermürbt und entkräftet zu sein, dass ich nur noch eins will: schlafen …möglichst traumlos … und erst dann wieder aufwachen, wenn alles vorbei ist …

Aber das muss aufhören. Dieses Jammern und dieser öffentliche zur Schau gestellte Schmerz. Ab morgen will ich wieder “normal” sein. Meinen Blog ein bisschen umgestalten und endlich wieder ein paar comments abgeben.

Was ich gehört habe ? Elina Garanca “Aria Cantilena” (Bachianas brasileiras)

1 Kommentar

  1. kittynn sagte,

    Juli 1, 2009 um 9:20

    Einfach auf „normal“ schalten – das geht nicht!
    Aber ein farbenfroheres Blogtheme könnte trotzdem schon ein kleiner Schritt in die richtige Richtung sein ^^


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