Die Tage, an denen ich die ganze Welt umarmen möchte, sind seltener geworden. Vielleicht weil ich spüre, dass es immer schwerer wird, mich zu verlieben … was kommt und was bleibt … nach Alice …und nach “flame” und all den anderen, eher flüchtigen Begegnungen ? Es hat nichts mit Altsein zu tun, sondern mit der Befürchtung, dass es einfach “zu spät” ist. Es kommt mir vor, als würde ich mich nicht vom Fleck bewegen, auf der gleichen Stelle treten … immer den gleichen dumpfen Schmerz fühlen …und kann ihn noch nicht mal mehr lokalisieren …er ist einfach “in mir drin” … irgendwo …und ich suche einen Schalter, oder einen Haltegriff … irgendwas, das mich nicht mehr so zurückfallen lässt … kopfüber in die Vergangenheit stürzen …mehr und mehr spulen sich die Erinnerungsfäden ab … und von dem ehemaligen Willen, nur noch in der Gegenwart zu leben, ist nicht mehr viel übrig geblieben …und je öfter ich in dieser Zwischenwelt bewege, desto mehr kommt mir die Wirklichkeit abhanden … aber das muss wahrscheinlich so sein …
Was ich gehört habe ? Emmy the Great – *We almost had a Baby*
kittynn sagte,
Juli 16, 2009 um 8:48
Dieses Gefühl auf der Stelle zu treten kenne ich. Aber dagegen kann man etwas tun. Du kannst dein Leben aufregender machen.
Such dir ein neues Hobby, ruf Leute an, die du schon lange nicht mehr gesehen hast und triff dich mit ihnen, fahre auf Urlaub, … Es gibt so viele Möglichkeiten!
Sandqueen sagte,
Juli 16, 2009 um 3:15
Vermutlich ist es zu spät, das ist es meistens…
midlifelover sagte,
Juli 16, 2009 um 4:11
@kittynn … danke für deine Tipps … ja, ich weiß, ich könnte sehr viel machen, mich ablenken, und vor allem „anders“ leben …ein neues Hobby vielleicht, darüber habe ich auch schon nachgedacht …aber letztendlich würde ich nur an den Symptomen arbeiten, aber nicht die Ursache bekämpfen … aber ich denke ernsthaft darüber nach, was zu ändern … vielleicht ein völlig neues „Strukturelement“ …kleine Schritte eben …
Danke nochmals …
@Sandqueen
Hm, ja, es ist irgendwie immer zu spät, für gewisse Entscheidungen, für bestimmte Lebenswege, aber trotz meines ausgeprägten Fatalismus will ich die Hoffnung doch noch nicht ganz aufgeben …und manchmal bemitleide ich mich echt selbst viel zu sehr …
Danke für deinen comment