being ill …

and feeling some kind of craziness beneath my aching bones …

music takes me …

Was passiert ist, ist passiert … und ich bin immer noch ich. Nur anders, weil alles anders ist.

Auch die Songs, die ich höre, scheinen plötzlich ein neues Gesicht bekommen zu haben. Sind sie vorher nur ein unglaublich prickelndes und sinnliches Hörerlebnis gewesen, haben sie jetzt etwas Schmerzhaft-Unkontrolliertes bekommen… und bei jedem Lied, das ich höre, wünsche ich mir, sie könnte es auch hören und würde ähnlich empfinden… ich wünsche mir, wir würden auf diesem Weg wieder zusammenfinden…eine Brücke, auf der wir uns in dunkler Nacht treffen,irgendwo in der Mitte … das Wasser …. und die Stille, die unsere kaputten Herzen vielleicht wieder zum Schlagen bringen könnte …

a question of time …

Irgendwann musste es so kommen. Das Problem war nur, dass ich es nicht wahrhaben wollte. Es aus meinem Kopf verbannt habe, in der Hoffnung, es würde sich alles von alleine regeln. Oder sich wieder einrenken. So was in der Art. Ich war mir sicher, dass die Zeit uns wieder zusammenführen würde. Ein Happy Ending. Wir nur Geduld haben müssten. Uns Zeit lassen. Viel Zeit. Heute weiß ich, dass ich anders dachte als sie. Emotional. Nicht rational. Ich habe mich ihrer Wirklichkeit entzogen. Für sie war unsere Beziehung mit dem Tag als ich auszog zu Ende. Aber hätte ich denn NICHT ausziehen sollen ?! Hätte sich dadurch etwas geändert ? Oder wäre es auch nur ein Aufschub gewesen ? Hätte ich einfach nur da bleiben sollen ? Bei ihr ? Noch mehr kämpfen ? Ausharren ? Aushalten ? Es ertragen, dass sie während der Zeit, in der ich noch bei ihr war, keine Nacht mehr in unserer Wohnung verbracht hat ?
Sie vor mir, und vor dem, was wir noch hatten (dieser letzte undefinierbare Rest) geflohen ist . Zu einem Anderen ? Jemand, den sie vorgab an meiner Stelle zu lieben …

Hätte ich …. ?

Ich war blauäugig, ein Träumer, der alles mit einer dicken Schicht Selbstironie und viel zu oft auch Selbstmitleid überspielt hat. Und jetzt erlebe ich so etwas wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Sie sagt, dass sich nichts ändern würde. Zwischen uns. Das alles beim Alten bliebe. Es sei nur ein Papier. Offiziell. Und finanziell.

Alice hat heute die Scheidung eingereicht. Für mich ist es wie ein Erdbeben mit 1000 kleineren, unkontrollierten Nachbeben. Atemraubend. Betäubt. Kopflosmachend. Ich habe keine Sprache mehr. Und ich weiß nicht mehr, was ich denken soll. Ob ich überhaupt denken soll. Und wie ich denken soll. Was angemessen wäre. Ob ich traurig sein sollte, auch wenn ich die Tränen schon jetzt kaum mehr zurückhalten kann.
Ob ích vielleicht jemanden anrufen sollte, nur um zu reden. Reden, um zu reden. Aber ich habe niemanden. Niemanden, den es interessieren könnte.

Und vor allem, frage ich mich, ob es nicht doch noch eine allerallerletzte Chance für Alice und mich geben könnte. Nur wie sollte die aussehen … welcher falschen Illusion würde ich mich dadurch jetzt am liebsten hingeben ?

Ein nie endender Traum, aus dem es kein Erwachen gäbe … einfach schlafen bis ans Ende aller Zeiten, bis alles vorbei ist . Und nie mehr sprechen müssen, keine Erklärungen abgeben, keine Wünsche äußern, einfach verstummen … weil alles so schwer geworden ist. Das Sprechen, Denken, NichtDenken,. Fühlen, NichtFühlen, …. alles hat ein anderes Gewicht … hat das Gleichgewicht verloren … und nichts scheint mehr wirklich wichtig …

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