please don´t hate me …
November 14, 2009 um 5:53 (Favorite)
Tags: love, liebe, alles, Gedanken, Alltag, Leben, Blog, Aktuell, Heute, Nürnberg, Neu, Fragen, Welt, Musik, Frau, song, Gefühl, Gefühle, music
sans mots …
November 13, 2009 um 7:15 (Favorite)
Tags: love, liebe, alles, Gedanken, Zeit, Leben, Blog, Deutschland, Aktuell, Heute, Neu, Frau, Vergangenheit, Gefühl, Gefühle, Gedicht
Sie haben mich gequälet,
Geärgert blau und blaß,
Die Einen mit ihrer Liebe,
Die Anderen mit ihrem Haß.
Sie haben das Brot mir vergiftet,
Sie gossen mir Gift ins Glas,
Die einen mit ihrer Liebe,
Die Anderen mit ihrem Haß.
Doch sie, die mich am meisten
Gequält, geärgert, betrübt,
Die hat mich nie gehasset,
Und hat mich nie geliebt.
aus “Lyrisches Intermezzo” von Heinrich Heine
(Was ich gehört habe ? „Short Change Hero“ The Heavy)
Mängelexemplar
November 8, 2009 um 8:42 (Kopf_menschliches)
Tags: love, liebe, worte, alles, Gedanken, Zeit, Alltag, Leben, Blog, Deutschland, Aktuell, Heute, Nürnberg, Neu, Fragen, Welt, Frau, Gefühl, Gefühle, Lesen, Buch, Buchclub, Sarah Kuttner, Kritik, Angst
Wenn man gleichzeitig (besser gesagt zur selben Zeit, aber an verschiedenen Orten) ein Buch liest -so wie Kittynn und ich- macht man oft ähnliche Erfahrungen. Vor allem, wenn man einen ähnlichen Geschmack hat. Und so habe ich, genau wie Kittynn anfangs auch mit der Protagonistin Karo aus Sarah Kuttners Roman “Mängelexemplar” relativ gut und problemlos identifizieren können. Sie wird als etwas schräge, liebevoll chaotische junge Frau etabliert. Das übliche: Beziehungsstress, irgendwann dann aber auch männer- und joblos. Gleich auf den ersten Seiten des Buches wird klar, dass diese und andere Probleme ernste psychische Störungen nach sich ziehen. Karo begibt sich in psychologische, irgendwann dann auch in psychiatrische Behandlung. Einerseits offiziell bestätigt, andererseits selbst diagnostiziert, leidet sie unter einer depressive Verstimmung, dann einer echten Depression und schließlich, oder parallel dazu unter Panikattacken. So ganz klar wird das eigentlich nie. Irgendwie scheint sie an allem zu leiden. An sich selbst, der Welt und an ihrem sozialen Umwelt. Ab einer gewissen Zeit hat sie nach eigenen Angaben sogar “Angst vor der Angst”. Aber sie tut alles, um diese Kopfkrankheit wieder in den Griff zu bekommen. Sie nimmt Pillen, zieht für kurze Zeit wieder bei ihrer Mutter ein, holt sich ein paar (Über)lebenstipps bei einem sehr engen Freund, macht sich dazwischen immer wieder selbst Mut, hat eine sogenannte Übergangsbeziehung und zum Schluss dann vielleicht endlich auch wieder einen festen Liebhaber. Ob es ein Happy End ist ? Ich denke eher ein Open End, das nach einer Fortsetzung verlangt.
Das Faszinierende, gleichzeitig aber auch Verstörende, ist die Sprache des Buches. Die Icherzählerin wechselt -wenigstens ist es mir so vorgekommen- von Kapitel zu Kapitel ihre Stimmungen. Und damit auch den Einsatz ihrer sprachlichen Mittel. Einmal sehr selbstironisch, im nächsten Moment aber wieder ernst und traurig, ab und zu dann auch seitenweise selbstmitleidig. Kann sein, dass es ihre derzeitigen psychischen Gemütszustände widerspiegeln soll. Für mich war es ab einem gewissen Punkt jedoch ziemlich anstrengend und auch nervig. Und die psychischen Störungen, wenn auch immer drängender und bedrohlicher, hatten spätestens ab Seite 150 Wiederholungscharakter. Nur Variationen über ein- und dasselbe Thema.
Hm, bin ich zu streng ? Oder anmaßend ? Ich weiß es nicht. Kann sein, dass ich deshalb so streng bin, weil ich selbst mal von Panikattacken beherrscht wurde. Und einen ähnlichen Leidensweg hatte. Und ich mich in den Beschreibungen dieser Zustände sehr gut wiedererkennen kann. Zu gut vielleicht. Und weil ich Karos Art ihre Krankheit ironisch, manchmal auch etwas herunterspielend, ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr ertragen konnte. Alles was sie sagte, war entweder falsch, oder traf mich genau dort, wo ich mich nicht treffen lassen wollte.
Was bleibt ist ein Buch, das mir mehr wegen der Thematik als der Sprache in Erinnerung bleiben wird. Aber das ist ja auch schon was …
Und es ist hoffentlich nicht das letzte Buch, das Kittynn und ich gelesen haben. In diesem Zusammenhang möchte ich auch darauf aufmerksam machen, dass wir zu jeder Zeit neue Leseinteressierte aufnehmen. Denn auf Dauer wäre es schon ein bisschen seltsam und einsam , einem exklusiven Buchclub mit nur zwei Mitgliedern anzugehören…
Was ich gehört habe ? “Meddle” Little Boots