„I love huckabees“ hab ich ja zu 90 Prozent nicht kapiert. Schade eigentlich, denn das SchauspielerEnsemble war wirklich vom feinsten. Dustin Hoffmann einfach grandios, auch die LakenTherapie hat mir als philosophisches Konstrukt sehr gefallen. Aber irgendwo hat der Film dann trotzdem nicht gezündet. Oder ich war nicht in der Stimmung mich, in so eine verschrobene Welt zu begeben. Mein Hirn für ein paar Stunden komplett auszuschalten, und mich der Story hingeben, abdriften. Und ich frage mich, ob „Three Kings“ (vom gleichen Regisseur) genauso schräg und (mir) unverständlich ist. Hm, „I love Huckabees“ wird „offiziell“ als Screw-Ball-Komödie angesehen; für mich hat das nichts mit dem (ursprünglichen) Genre zu tun. ScrewballKomödien sind für mich Filme aus den 30er/40er_Jahren, meist schwarz-weiß und immer mit einem „frivolen“ doppelten Boden, mit unübertrefflichen Sprachwitz. Arsenic and Old Lace, The Philadelphia Story, oder an der Spitze: Bringing Up Baby. Cary Grant ist neben Humphrey Bogart sowieso einer meiner (alten) HollywoodLieblingsLieblinge.
Egal. Es gibt einen weiteren Film, der mir einige Rätsel aufgibt. Sinn_liche Rätsel, er hat auch einen starken philosophischen Ansatz, aber etwas „leichter“, eher eine „sweet pill“. Besonders was den sogenannten Vorfilm („Hotel Chevalier“) betrifft. Eigentlich fast besser als der gesamte (Nach)film (Wes Anderson´s „The Darjeeling Limited“).
Und mittlerweile bin ich so weit, mir einen überlebensgroßen StarSchnitt von Natalie Portmann über meinem Bett (wo sonst ?) aufzuhängen. Und daneben einen kleinen Altar aufbauen, an dem ich dann …
Aber alles wir das, hier (der erste Teil von „Hotel Chevalier“) Und wer genau zuhört, kann sogar irgendwann die Worte „Christmas“ hören …
(Irgendwie lustig, dass Jason Schwartzman sowohl in Huckabees als auch in „The Darjeeling Limited“ mitspielt; purer Zufall oder mag er es „philosophisch“ ?)
Gestern wollte ich ja mit aller Kraft noch daran glauben, aber genau das war mein Fehler. Ich sollte in Zukunft realistischer sein. Und verdammtnochmal auch weniger rumjammern.
Stattdessen verabreiche ich mir heute eine filmische (Glücks)Therapie, vielleicht hilft´s ja trotzdem:
Irgendwie hat Dustin Hoffmann Recht. So logisch wie er argumentiert, lassen sich alle Probleme, ja, das ganze Leben tatsächlich auf ein einziges Laken zurückführen (und lösen) …
Was ich gehört habe ? „Mrs. Cold“ Kings Of Convenience
Ach ja, unumstößlicher Vorsatz für morgen: Endlich mal auf meine letzten Comments reagieren … bis dahin „DANKE“ to all my *commentatores*
Heute also 6. Dezember. St. Nicholas Day.
Bei meinen Kindern, die an nichts mehr glauben (können), seit sie in der 2. Klasse von ihren Mitschülern/ Mitschülerinnen über fast alles aufgeklärt wurden, ist es immer noch so, dass sie vor dem InsBettGehen zumindest einen ihrer nicht blankpolierten Schuhe vor die Wohnungstür stellen, in der Hoffnung und der festen Überzeugung, dass am nächsten Morgen der WerOderWasAuchImmer ein paar Dinge hineingesteckt hat. Und so war es natürlich auch in diesem Jahr. Alice hat auch diesmal wieder dafür gesorgt, dass das alte Ritual erhalten blieb. Kinderschokoladen-Nikoläuse and other candies. Und ich habe -wie in den Jahren zuvor- DVDs verschenkt. Meine Tochter bekam “Paris, Paris“. Mein Sohn “Zohan” (seltsamerweise lief der damals im Kino ab 6, und hat jetzt einen ab 12-Jugendschutzaufdruck auf dem DVD-Cover; wahrscheinlich ein ähnlicher kontroverser StreitFall wie “Keinohrhasen” (dessen Freigabe dann nachträglich auch nach oben korrigiert wurde) oder Harry Potter … aber egal) und für Alice hab ich “Colour of Magic” besorgt. Sie steht auf Fantasy und besonders auf die Terry Pratchett- Scheibenwelt- Bücher. Ich dagegen kann damit überhaupt nichts anfangen.
Und eigentlich wollte ich ihr in diesem Jahr wirklich nichts schenken. Weil ich es nicht für angemessen fand und sie sich sehr anweisend gegenüber verhält, sie tut so, als sein ich ein Fremder für sie. Ein Eindringling. Ein ungebetener Gast, der in der Zeit, in der sie arbeiten muss, auf die Kinder aufpasst… ein notweniges Übel , das man in Kauf nehmen muss. Kann sein, dass ich mir das alles aber auch nur wieder einbilde. Seitdem sie aus der Kur zurück ist, hat sie sich total verändert. Sie wirkt verbittert, ausgebrannter als je zuvor …lebensmüder.
Und da sie heute Spätdienst hat, und ich sie daher noch nicht sehen und sprechen konnte, bin ich gespannt, ob und wie sie auf ihr Geschenk reagieren wird. Ok. nichts ist mehr so, wie es war. Und trotzdem wünsche ich mir wenigstens ein kleines Stück von unserer ehemaligen Liebe und Zuneigung zurück, nur ein winzigkleines Stück davon…
Was ich gehört habe ? Razorlight “Dalston”
Edit: Kurz bevor ich diesen post in meinen Blog setzen konnte, tauchte Alice auf, etwas früher als erwartet. Sie war erkältet, nahm mein Geschenk trocken und zurückhaltend entgegen. Früher hätte ich eindeutig erkennen können, ob sie sich freut oder nicht, und falls nicht, was die Ursache gewesen wäre. Heute ist sie mir genauso fremdartig wie ich ihr… nur zwei Unbekannte, die sich zufällig irgendwo begegnen …