sing along …

Auf meinem Hauptblog (The Power Station) findet ihr heute eine SongListe, mit Liedern, die mich auf meinem bisherigen walk of life begleitet haben. Alte und neue Songs, Songs die ich mag, und Songs, die ich hasse. Ein bisschen old school (viele der Lieder sind schon über 20, 30 Jahre alt; die beiden ältesten stammen von 1967, sind also genauso alt wie ich).

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir Eure Listen schicken könntet. Lieder, die euch begeistert, inspiriert und vielleicht sogar getröstet haben.

Die ursprüngliche Idee stammt übrigens von einem Blogger/ einer Bloggerin, dessen/deren Weblog ich leider nicht mehr finden kann. Ein Klick und weg. Jedenfalls: man sollte über einen gewissen Zeitraum möglichst every day ein bestimmtes Lied posten. Ich hab das ganze etwas modifiziert. Auch die Zahl der Vorschläge etwas eingeschränkt: es waren ursprünglich 30, drei oder vier davon hab ich weggelassen.

Hier die ‚überarbeitete‘ Liste:

your favorite song
A song that reminds you of someone
A song that reminds of you of somewhere
A song that reminds you of a certain event
A song that you know all the words to
A song that you can dance to
A song that makes you dream
A song from your favorite band
A song from a band you hate
A song that is a guilty pleasure
A song that no one would expect you to love
A song that describes you
A song that you hear often on the radio
A song that you wish you heard on the radio
A song from your favorite album
A song that you listen to when you’re angry
A song that you listen to when you’re happy
A song that you listen to when you’re sad
A song that you want to play at your wedding
A song that you want to play at your funeral
A song that makes you laugh
A song that you wish you could play
A song that makes you feel guilty
A song from your childhood
Your favorite song at this time last year

a very long good-bye

Es ist Juli … midlifeloverBog ist Geschichte. Und obwohl ich hier fast nichts mehr poste, kommen im Durchschnitt immer noch mehr Leute auf diesen Blog als auf die Power Station. Warum macht Ihr mir den Abschied nur so verdammt schwer ?

heiße Hitze …

Auf der PowerStation gibt es heute ein paar sonnige Drag-me-to-hell-Songs. Ansonsten business as usual: heiß der Scheiß! (und der soll sogar noch heißer werden …)

gone …

nicht mehr hier, sondern dort

follow me, please …

Nein, Midlifelover ist Geschichte. Sorry, aber in Zukunft blogge ich nur bei The Power Station.

I did it again …

na logisch … schon wieder Power Station gepostet

POWER to the people …

Genau: wieder mal bei POWER STATION gebloggt. Es geht heute übrigens hauptsächlich um Brautmode. Bei dem exotischen subject müsst Ihr also nicht unbedingt alle vorbeischauen …seid aber like always, trotzdem herzlich willkommen.

hello and goodbye …

Alle Zeichen auf Veränderung. The great change. The big bang. The final cut. Was auch immer.
In den nächsten Tagen wird der MidlifeloverBlog seine Tore schließen. Und endgültig umziehen. Einerseits ist dieses Blog was die Zahl der Einträge auf der Startseite betrifft, nicht mehr zu retten . Es widersetzt sich jedem meiner „Einstellungs“wünsche, zeigt sich vollkommen blogresistent: 30 sich gleichzeitig öffnen wolllende posts sind einfach viel zu viel. Und Ladezeit ist auch LebensWARTEzeit. LebensERwartungszeit, und die ist bei mir inzwischen sehr gesunken. Nicht vom biologischen, sondern vom emotionalen Standpunkt aus betrachtet.
Andererseits: MidlifeCrisis. Dieses Schlagwort greift irgendwie nur noch bedingt: ich befinde mich in einer ständigen Krise, kämpfe mit mir und der großen, alles überwältigenden Liebe. But for now, love is just a weird construct. Und je länger ich allein bin, desto höher werden meine Ansprüche. Desto romantisch-surrealer wird mein Verlangen.

MidlifeLover ist somit bald Geschichte. Lasst mir bitte noch ein paar Tage Zeit, einen würdigen Abschied nehmen zu können, denBlogroll zu kopieren usw. As I promised before: ich werde täglich weiter schreiben: auf
THE POWER STATION und auch wieder auf JUSTANOTHERBOOKCLUB-BLOG. Sooo schnell werdet Ihr mich dann doch nicht los.

Was ich gehört habe ? Spinnerette „Baptized by Fire“

fashion. able. men …

Gay Talese kann man natürlich nicht nur hören und sehen, sondern auch lesen. Ein im äußerst (!) positiven Sinn old-fashioned , worth reading non-fiction author …also: vergesst endlich Tom Wolfe!

Was ich gehört habe ? „Swoon“ Chemical Brothers

(ein weiterer post heute auch auf dem sehr vernachlässigten justanotherbookclubBlog)

tita.nic …

ungleiche Zeilen
in Blut gegossene
Sicherheitsabstände
verrutschte
Nachtaufnahmen auch
viel gezählte
blind verwackelte
Gedanken schwere
die verstreut

kriegerischen Schauplätzen
falscher Sichtweisen
bieten
über Deck
gepeitscht doch

schon verschluckt

Waffen gewaltig
jetzt schwer
verdauend
ein Haifischmagen
dein du
liegt

auf dem
Wellenbogen
schwimmend
draußen
in der Kloake
freier Flanken
für die Ewigkeit
doch kein Land
unter Sicht weit
im Regen

vergessen

zertanzte Lungen
nackte Geschichten
auch vom Tod
erzählt das Leben

dir noch

auf den Grund

der Tatsachen …

midlifelover_crisis …

Stecke irgendwie in einer fetten „BlogKrise“ … alles, was mich sonst noch den Tag über beschäftigt hat, findet ihr frisch gepostet auf meinem Power Station Blog.

Was ich gehört habe ? „Babelonia“ School Of Seven Bells

chat the fuck up …

never let me go …

So wie´s aussieht, wieder mal eine äußerst gelungene Literaturverfilmung. Bei dem Autor (Kazuo Ishiquro), dem Cast (u.a. Keira Knightley), dem Regisseur (Mark Romanek) und dem Sciptwriter (Alex „the Beach“ Garland) fast schon eine unerfüllte Prophezeiung:

“ We are modeled on trash…“

Was ich gehört habe ? „This Fire“ Franz Ferdinand

open loop …

Manchmal besteht das Leben einfach nur aus explodierenden Köpfen, feuerspeienden Drachen oder alptraumhaften Penisvergrößerungen;im Grunde genommen ist es (“ the LIFE“) sowieso nichts weiter als ein zeichnerisches Gesamtkunstwerk in Schwarzweiß mit etwas rot und gelb vermischt. Ein bisschen Tim Burton, etwas Woody Allen und ganz viel George A. Romero:

Der Clip passt jedenfalls ganz gut zu meiner heutigen wechselhaften Stimmung. Melo mit einem kleinen Schuss Dramatik. Und bloß die Olive nicht vergessen.
Tja, ich weiß nicht, wie ich das besser beschreiben kann: es ist wie nach übermäßigem Alkoholkonsum. Ich habe einen Riesenkater, alles Sinne sind betäubt. Ich bin weder erleichtert, noch total am Boden zerstört. Irgendwie aber trotzdem beides. Ein weicher Pulli, der dann doch unglaublich kratzt.
Es regnet. Meine Ironie hat sich tief vergraben. Und der Leichenbestatter hat gerade ein paar Wochen Urlaub. So sieht´s aus.

Das Leben ist schön und scheiße. Man sollte sich nur nicht scheiden lassen…

divorce song …

Here in some stranger’s room
Late in the afternoon
What am I doing here at all?
Ain’t no doubt about it
I’m losing you
I’m losing you

Somehow the wires got crossed
Communication’s lost
Can’t even get you on the telephone
Just got to shout about it
I’m losing you
I’m losing you

Well, here in the valley of indecision
I don’t know what to do
I feel you slipping away
I feel you slipping away
I’m losing you
I’m losing you

Well now, you say you’re not getting enough
But I remind you of all that bad, bad, bad stuff
So what the hell am I supposed to do?
Just put a bandaid on it?
And stop the bleeding now
Stop the bleeding now

I’m losing you
I’m losing you
Well, well, well

I know I hurt you then
But hell, that was way back when
Well, do you still have to carry that cross? (drop it)
Don’t want to hear about it
I’m losing you
I’m losing you
Don’t want to lose you now
Welllllllll!
So long ago

(Sorry, bin einfach zu müde, heute noch was Längeres zu posten. Und alles, was es sonst noch zu sagen gäbe, steht in meinem aktuellen PowerstationBlogPost)

Boxen_Stop …

And now to something completley different. Irgendwann nervt mein Jammer-Ich auch (und falls alle Stricke reißen sollten, und ich unbedingt öffentlich trauern will, wäre da neuerdings ja noch mein PowerStationBlog). Natürlich habe vor dem morgigen Tag Angst, große Angst sogar, weil ich nicht weiß, was genau auf mich zukommt, und ich bis zum Schluss an ein kitschig-romantisches „Happy End“ geglaubt habe (ein Artikel aus der vorvorletzten (?) NEON über TrennungsPaare, die sich zum zweiten Mal ineinander verliebt haben, hat dabei eine nicht unbedeutende Rolle gespielt). Weil ich naiv war, anzunehmen, dass trotz des Trümmerfeldes noch Hoffnung auf Wiederaufbau bestehen würde. Typisch Märchenprinz, mehr Märchen als Prinz : schwerst neurotisch und ohne Masterplan unterwegs.

Ok. Anderes Thema: vor zwei Tagen hatte ich einen Sporttraum. Normalerweise träume ich ja von angezogenen unbekleideten Frauen, Naturkatastrophen (Tsunamis, der ultimativen Sintflut, LOST_Insel-Träumen, Staffel 7), und vom fallschirmlosen Sprung aus 1000 m Höhe. Diesmal war es jedoch noch abgedrehter als sonst: ich stand auf einem einsamen Fußballfeld, war sowohl MittelfeldSpieler als auch Torwart. Jedenfalls hat mein MittelfeldspielerIch mit einem gezielten Schuss aus kurzer Entfernung mein TorwartIch außer Gefecht gesetzt. Der Ball traf den Keeper direkt am Kopf und er ging sofort zu Boden. Es war wie eine grellheiße Explosion und selbst als ich aufwachte, fühlte ich noch diesen dumpfen Schmerz. Ziemlich symbolischer WMAlptraum, schätze ich.

Zum Schluss, dass „vollkommen Neue“, besser gesagt, für mich als No-Go-Sportsman (außer Schwimmen) eine etwas ungewohnte Filmliste. Eine Zusammenstellung der meiner Meinung nach 10 besten Sportfilme:

  1. Girlfight
  2. Any given Sunday
  3. Blue Crush
  4. Kick it like Beckham
  5. Im Rausch der Tiefe (Le grand bleu)
  6. Million Dollar Baby
  7. Days of Thunder
  8. A League of their own
  9. Friday Night Lights
  10. Ali

(Irgendwie ziemlich viele „BoxingMovies“ dabei, oder täusch ich mich ?)

Was ich gehört habe ? Hot Hot Heat „What is rational“

only 2 days left …

Now I´m afraid of everything. Because  everything possibly could happen…

In Wolken …

Noch nie konnte ich einen Songtext so innerlich spüren wie diesen. Stephan Eichers „In Wolken“ ist der momentane Fingerabdruck meiner durcheinander geratenen Gefühlswelt. Hinter jedem Wort sehe ich Alice und mich. Das Scheitern unserer Liebe. Die Lügen und die Liebe. Das Heute, das kein Morgen mehr sein kann:

IN WOLKEN

Ich glaub’ es ist genug
Jetzt noch eine zu dichten
Kennst Du mich doch zu gut

Die Wahrheit ist gefrässig
Die Wahrheit ist ein Tier
Die Wahrheit wird nicht müde
sie lässt nicht mehr von dir

Und Dein Gesicht liegt in Wolken
während Du schläfst
ich weiss genau das bin ich
an dem Du so trägst
Ja Dein Gesicht liegt in Wolken
das wollte ich nicht
glaub’ mir wenn ich‘s könnte
ich trüg’ es
ich trüg’ es für Dich

Warum nur willst Du wissen
wie alles wirklich war
am Ende sind die Lügen
doch fast genauso wahr

Die Wahrheit ist ein Fieber
Die Wahrheit wütet blind
Die Wahrheit nimmt kein Ende
sie reisst Dich mit sich hin

Und Dein Gesicht liegt in Wolken
während Du schläfst…

Ich glaub es ist genug
jetzt noch eine zu dichten
kennst du mich doch zu gut

Die Wahrheit ist gefrässig
Die Wahrheit ist ein Tier
Die Wahrheit wird nicht müde
sie lässt nicht mehr von dir

Und Dein Gesicht liegt in Wolken
während Du schläfst…

Warum nur willst du wissen
wie alles wirklich war
Am ende sind die lügen
doch fast genauso wahr

(Einen weiteren post findet Ihr heute auch wieder auf meinem Power-

the old new one …

Seit heute Morgen habe ich ein neues Blog: The Power Station. Einfach weil ich es wollte. Jetzt und sofort. Es war eine spontane Über_Nacht_Entscheidung.

Mehr ist manchmal nicht genug. Was nicht unbedingt mit Gier und Unersättlichkeit zu tun hat. Nein, ich will  nur ein emotionales Gleichgewicht herstellen. So ein ZweitBlog ist für mich kein ZweitAuto, sondern etwas, was mein innere Balance ausgleichen könnte. Und außerdem: it´s time for a change. Alles ändert sich. Die Welt dreht sich viel zu schnell und ich kann sie nicht stoppen oder langsamer machen. Das Einzige, was ich kann,  ist versuchen, für mich diesen aussichtslosen rat race zu entschleunigen. Mir noch bewußter zu werden, wer ich bin und vor allem,  wer ich nicht bin.

In the happiest case werde ich eine gespaltene Persönlichkeit sein. Gespalten in meinem Verhalten. Garantiert echt lupenreines Spaltmaterial. Und von daher passt „The (nuclear)  Power Station“ sicher ganz gut.

Meine beste PowerStationBloggerZeit ist wahrscheinlich am frühen Morgen. Dann, wenn der Tag noch nicht so richtig angefangen hat. Mein Gedanken also noch unverbraucht sind, ein Rest alptraum_behaftet … verklebt mit nicht mehr ganz rekonstruierbaren HorrorStories  (wenn, dann träume ich nur weirdes Zeug)…

Eben, morgen ist auch noch ein Tag.  Offizieller Beginn der Fußball_WM. In den nächsten Wochen stehen mir dann ab einem gewissen Zeitpunkt die Frei-und HallenBäder wieder zur fast alleinigen Nutzung zur Verfügung. Und Kinos sowieso …

Btw: immer mehr Frauen sind fußballbegeistert … wieso ???

Was ich gehört habe ? „I Was Drunk“  Riva Starr Ft. Noze

heartwork …

Ein tatsächlicher und zugleich symbolischer Akt von ungeheurer Tragweite: recovern. Nicht nur den Computer, sondern irgendwie auch mein Leben. Denn mein Leben spielt sich zum großen Teil vor dem PC ab. Und in den Tagen, in denen dieses Wunderwerk der Technik nicht mehr funktionstüchtig war, wurde ich krank. Und zu der Krankheit kamen dann Subkrankheiten. So genau lassen sich die Zusammenhänge wahrscheinlich nie entknoten, und die Gründe meiner Niedergeschlagenheit sind so mannigfach, so vielseitig und über- und untereinanderlagernd, so fucked up, dass ich oft selbst nicht weiß, was mich am Denken hält. Am Denken und am Leben.
Der PC ist jedenfalls ein wichtiger Bestandteil meiner Lebenswirklichkeit, und wenn man diese unsichtbare Nabelschnur, – wenn auch nur für sehr kurze Zeit durchtrennt-, stürze ich ab. In tiefste Tiefen.  I truly confess: Ich bin süchtig, total abhängig, wie ein Süchtiger an einer Nadel. (Oh my Lady Heroin; ja ich denke, mein PC ist inzwischen genauso feministisch wie ich). Ich brauche ungehinderten Zugang zu meinen e-mail-account, zu twitter, youtube, lastfm.  Unlimited access to the internet. Und wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, werde ich automatisch unruhig und un-ausstehlich.
Auf alle Fälle ist der fatal error nun behoben. Nur ich habe vorher keine Sicherungskopien machen können. Meine ganzen Musikdateien sind gelöscht worden. Ein paar Songs hab ich noch auf meinem MP3_Player gespeichert. Ansonsten bin ich blank und offen für Neues, Ungehörtes. Unerhörtes. Radikal und Revolutionär. Indie und der ganze Rest. Ab und zu auch mal konventioneller Pop und massenkompatibler Mainstream ( etwa wieder einer meiner klassischen Antagonismen ?) Übrigens: ich nehme gerne auditive Spenden entgegen …
Ach ja. Neuer Browser wurde auch installiert: Google Chrome. Außergewöhnlich gut. Thx für den Tipp, Kittynn !
Ok, nun zu was völlig Anderem. Ein Stilbruch. Etwas, was ich gestern schon posten wollte. Aber nicht konnte. Weil mein Kopf es nicht wahrhaben will. Und ich jedes Mal, wenn etwas wirklich Schlimmes und (UN)Erwartetes stattfindet, ich in meine ironische Schockstarre falle. Das nimmt dann teilweise tragikomische, clowneske Züge an. Wobei ich Clowns nicht mag. Alles was auch nur im entferntesten mit Zirkus (auch Zoos) zu tun hat, ist mir fremd. Eingesperrte Tiere, herausgerissen aus ihrem natürlichen Lebensraum und als Anschauungsobjekte missbraucht, ich kann daran nichts Faszinierendes entdecken. Und der Nürnberger Tiergarten ist ein Ort der ganz besonderen „Grausamkeiten“: immer wieder mal verendet ein Delphin im sogenannten „Delphinarium“, und der Elefant, der mit einer metallenen Fußkette im „ElefantenHaus“ fixiert war, und der genauso alt war wie ich, ist auch inzwischen tot. Wenn ich in seine Augen sah, konnte ich eine resignierende Traurigkeit entdecken. Ich war schon lange nicht mehr in diesem öffentlichen Tiergefängnis, aber an der Gesamtsituation wird sich wohl nicht viel geändert haben.
Zurück zum eigentlichen Thema:
Ihr wißt, mein Freund (der allerbeste, allereinzigste (ja, genau: wieder dieser schrägste Superlativ)  MÄNNLICHE Buddy ) ist chronisch erkrankt: malignes Lymphon. Erst gab es da einen großen Hoffnungsschimmer, also einen weitaus größeren als nach einer erneuten Biopsie: nun ist der verdammte „Cancer“ (so bezeichnet ihn mein Freund) auch im Knochenmark festgestellt worden. Die derzeitige, und in meinen Augen auch einzig richtige Therapie: abwarten. Abwarten, dass der Körper sich soweit selbst stärken, vielleicht sogar „regenerieren“ kann. Sozusagen das eigene Immunsystem als biologische Abwehrquelle nutzen.
Er hat mich am Samstag angerufen. Auf seinem Cell Phone. Ein über einstündiger Long Distance Call aus Canterbury. Das Phänomen: wir können, auch wenn wir Wochen (manchmal leider auch Monate) nichts voneinander gehört haben, gleich an vorangegangene Gespräche anknüpfen. So als wären wir nie getrennt worden, als gäbe es diese räumliche Entfernung nicht. Und diesmal hörte sich seine Stimme außergewöhnlich nah an. So als würde er direkt neben mir sitzen. Er in seinem englischen Garten und ich auf meinem Nürnberger Balkon. Strange and kind of bizzare.  Im Hintergrund abendliches Vogelgezwitscher. Für diese eine Stunde existierten meine Probleme mit Alice nicht. Die ganze Scheidungsangelegenheit war in weiter Ferne gerückt. Natürlich haben wir uns darüber unterhalten. Weil es einfach auch nicht ganz ausblendbar ist. Angesichts seiner gesundheitlichen „Probleme“ aber in keinem Verhältnis steht. Mein Freund ist – und das ist für mich das Erstaunlichste und Wunderbarste an der Geschichte-, so wie immer. Fast so wie immer. Es gab ein paar Gesprächssekunden, in denen ich seine Verzweiflung spüren konnte. Sekunden, in denen ich eine unverkennbar schwermütige Irritation heraushören konnte. Ja, ich denke, das Ganze lässt sich wahrscheinlich mit einer Art Out-of-the-Body-Erfahrung gleichsetzen. Man ist örtlich betäubt, schwebt ein paar schmerzhafte Zentimeter über den Boden. Man steht neben sich und kann, das was um einen herum passiert, nur bruchstückhaft wahrnehmen. Dieses auch mir bekannte Gefühl brachte mich ihm noch näher. Und dann sagte er einen Satz der mich erschütterte. Etwas was mich wirklich, wirklich aus der Fassung brachte. Ein Satz, der wie ein heller Stern über dieser ganzen ScheißSituation leuchtet: “ Es tut mir Leid, dass du so geschockt warst.“ Er meinte den Tag, als er mir das erste Mal von seiner Krankheit erzählte, und ich daraufhin ihm per mail und auch im Blog meine Erschütterung ausdrückte. Ja, ich war geschockt. Und bin es nach wie vor.
In letzter Zeit geschehen so viele unfassbare Dinge. Es ist wie ein Kartenhaus, das langsam in sich zusammenfällt. Vielleicht auch zusammenfallen muss, damit etwas Neues entstehen kann. Damit aus den Trümmern der Vergangenheit eine neue, bessere Zukunft entstehen kann. Ich weiß es nicht. Und oft will ich es nicht wissen. Ich schließe einfach meine Augen, versuche nicht hinzuhören, meide das Offensichtliche. Und glaube. Ein atheistischer, irrationaler Glaube. An etwas, was nicht da sein kann, aber schon da ist. Möglicherweise finde ich deshalb keine Liebe. Niemanden, der da ist. Körperlich da ist. Der mich auffängt, wenn ich falle. Ja, ich glaube, dass dieser Mensch bereits irgendwo da draußen auf mich wartet. Und ich auf ihn. Kann sein, dass sich unsere Wege schon gekreuzt haben, wir aber zu blind und zu taub waren, uns schützend in die Arme zu fallen. Uns unsere Liebe einzugestehen.
Alice hatte zu unserer Hochzeit eine Karte bekommen. Darauf stand der Spruch: „Die Ehe ist kein Fertighaus“. Nein, ist sie nicht. Die Ehe, und somit auch das beste Fertighaus ist anfällig für Stürme und Erschütterungen jeder Art, und in unserem Fall tatsächlich nur noch ein abbruchreifes, windschiefes Kartenhaus. That´s ironic. Bittere, schwärzeste Ironie. Aber Ironie ist ja nichts weiter als eine in glänzendschönes Bonbonpapier eingewickelte Wahrheit … total überzuckert …
Was ich gehört habe ? „We Still Here“ Fantastic Planet

BIOS …

ComputerCrash 3. Tag ! Alles läuft auf eine Neuinstallation hinaus. Sowas hab ich noch nie gemacht. Aber immerhin konnte ich die erforderliche F2-Taste finden (yeahyeah !) UND drücken ( was als PC-Dummie ja immer eine gewisse Herausforderung darstellt).

Bis jetzt sitze ich noch vor Alice´ Bildschirm.  Ziemlich ungewohnt. Andere Tastatur, andere Maus, anderer Desktop,  alles anders.

Eigentlich wollte ich auch über was ganz ANDERES (irgendwie gefällt mir das Wort) schreiben. Hatte mir auch schon einen eingängigen Titel (“ heartwork“) ausgedacht, und dann bestand der Abend doch nur aus verzweifelter GoogleRecherche (key words: windows xp, Benutzerkonto, taskmanager, explorer, etc.). Aus verzweifelter, haarsträubender und verzettelter Suche nach dem einzig richtigen Artikel.  Aus RotweinTrinken.  Je später und aussichtsloser der Kampf mit der Materie wurde,  desto trinkbedürftiger wurde ich .  Also noch mehr Wein und abschließend noch 2 Bier (Beck´s). Irgendwann hatte ich dann doch noch die Lösung ( hoffentlich, denn bis jetzt NUR die Lösung und keine praktische Ausführung, die findet dann bei mir „at home“ statt) herausgegooglet. Und klar, ich fiel dann erleichtert und angeschlagen ins Bett und schaffte es sogar noch, ein bisschen Kurt Vonnegut zu lesen. Vor Jahrzehnten hatte ich mich mal „Slaugtherhouse-Five“ herangewagt (auch das „Breakfast for Champions“- Buch war mal (abgebrochene ?) Lektüre; die vielleicht zu Recht in Vergessenheit geratene gleichnamige Verfilmung mit Bruce Willis und Nick Nolte war eine Filmerfahrung der „besonderen Art“) . An den Inhalt kann ich mich jedoch nicht mehr erinnern. Auf alle Fälle geht es in dem aktuellen Buch („Der taubenblaue Drachen“) viel um den 2.WeltKrieg, um die Bombardierung Dresdens, ums „Soldatenleben“. Im zweiten ( interessanteren ???) Teil dann wahrscheinlich über persönliche Schreiberfahrungen. Aber so weit bin ich noch nicht.

Vonnegut ist im Vergleich zu Bukowski (ok, dieser Vergleich ist etwas fahrlässig und begründet sich eigentlich nur in ähnlichen Obsessionen ( bei Bukowski ist es das Trinken, bei Vonnegut das Rauchen), und einem ähnlichen Charisma; und beiden hängt irgendwie dieser Kultstatus an; wobei mir Bukowski sympathischer, weil irgendwie „lebensechter“, ist).

Ok., it´s time to go now. Ich hoffe, dass ich heute Abend wieder bloggen kann.

no sleep till …

An Schlaf war heute Nacht nicht zu denken. Die meiste Zeit wälzte ich mich von einer auf die andere Seite.  Das Perpetuum Mobile in meinem Kopf drehte sich ohne die kleinste Unterbrechung um immer gleiche Gedanken, Ängste, Sorgen, Befürchtungen.  Und immer wieder hab ich mich dann durch Lesen versucht abzulenken. Meinen Fokus auf etwas anderes zu richten. Was bei mir ja sowieso nicht geht. Genauso wenig,  wie ich nie richtig betrunken werde;  sich zwar irgendwann mein Körper verabschiedet, ich mich am nächsten Tag aber noch an alle peinlichen und unpeinlichen Details erinnern kann.

Meine Gedanken lassen sich einfach nie ganz abstellen, höchstens  minimal abschwächen. Schreiben hilft da zum Beispiel ein bisschen.  Schreiben kann mich wieder zu mir selbst bringen. Weil ich über das Schreiben etwas manifestieren kann. Ich kann mir besser über bestimmte (BewusstSeins)Zustände und Situationen klar werden. Auch wenn ich sie dann nie so präzise formulieren kann, wie ich es gern hätte.

Ein Teil von mir ist für immer in mir verschüttet. Versiegelt und für ewig in einem mentalen Atomendlager geparkt. Der Rest ist in ständiger Aufruhr, unstoppable. Und Schreiben ist da für mich die einzig denkbare Therapie. Nur ich und diese Tastatur.  Keine Person, der ich mich anvertrauen könnte. Mein Problem ist nach wie vor das  Sprechen.  Das Nichtsprechen. Das Kein-blindes-Vertrauen-in- einen-Menschen- setzen-können. Ich kann mich immer nur halb öffnen. Bis zu einem gewissen Grad auch körperliche Nähe zulassen, Berührungen. Es ist zu kompliziert, mit mir über einen längeren Zeitraum zusammenzuleben.  Einerseits suche ich die größtmögliche Nähe und Geborgenheit, andererseits beanspruche ich zu große Freiräume. Zu viel Platz zum Atmen.

Das ist mein größtes Problem: mich nicht fallenlassen zu können. Bedingungsloses Eintauchen in die Welt eines Anderen. Über die empathische Verbindung hinaus, über das bloße Nachempfinden, über den Status des Mit_leidens. Denn es muss da noch etwas Stärkeres geben, etwas was auch nicht mit dem  Schlagwort  „Seelenverwandtschaft“ zu beschreiben ist.

Nur einmal kam ich an diesen Zustand, an dieses unglaubliche Gefühl des Einswerden mit einem Menschen. Mit einem Menschen, den ich heute noch liebe. Gegen die Zeit. Gegen die Vernunft.  Against all odds.

Davor und danach gab es sehr viele intensive und aufregend schöne Momente mit anderen Personen . Mein Herz ist in viele kleine Teile zerlegt worden, die doch ein Ganzes bilden. Es ist dadurch  größer geworden. Unendlich groß. Es hat mehr Energie und auch ein paar selbstverschuldete tiefe Risse bekommen. Das Wort „Liebe“, so wie es sein müsste,  konnte ich aber nicht wiederfinden.   Letztendlich bin ich  immer noch durch ein unsichtbares festen Seil mit Alice verbunden. Etwas, das ich nicht lösen kann. Nicht von alleine…

Was ich gehört habe ? Nirvana „Pennyroyal Tea“

mortal impact …

So wie´s aussieht, hab ich endgültig mich und meinen PC geschrottet. Ich komme immer nur bis zur Windows XP Willkommensseite,  nicht weiter … kein rebooten (F8), noch nicht mal der task-manager lässt sich durch den „Klammergriff“ aufrufen.

Deshalb  sitze ich jetzt vor Alice´ PC und versuche meine Gedanken aus der Einbahnstraße, sozusagen im Rückwärtsgang, auf die normale Spur zurückzusetzen . Was gar nicht so einfach ist.

I´m depressed. Deeply depressed. Wieder eine nicht lokalisierbare Traurigkeit, die im Grunde meinen ganzen Körper befallen hat. Ich stelle mir 1000 und mehr Fragen. Sinnlose Sinn- und (Über)lebensfragen.  Es gibt keinen Ausweg, nur unwegsame Nebenstraßen, abschüssige Sackgassen. Verdammt viele Ablenkungsmöglichkeiten.  Und legal drugs.

Tatsache ist, dass nun offiziell der Divorce- Countdown angefangen hat. Ich atme tief durch, und zähle mit geschlossenen Augen von 10 bis 0.  Nächste Woche, am 14.06., haben Alice und ich den ersten Gerichtstermin. Thema: „Versorgungsausgleich“.  Keine Ahnung, was mich da erwarten wird. Und ich habe Angst. Wie vor einer Operation mit ungewissem Ausgang.  Es ist,  als würde ich langsam sterben.  Bis vor kurzem ging ich ja noch davon aus, dass „alles wieder gut wird“.  Mein ganz persönlicher Seifenblasentraum. Nothing but a miserable fairy tale.

Stattdessen führen Alice und ich jetzt noch nicht mal mehr Smalltalk. Unsere Kommunikation ist auf das bisher tiefste Niveau gesunken. Minimal talk, wenn überhaupt. Wir gehen uns nicht nur körperlich aus dem Weg, sondern auch mit unseren Blicken. Wir meiden uns, um uns nicht über die wirklich wichtigen Dinge unterhalten zu müssen. Wir schweigen uns aus.

Heute hat Alice Nachtdienst im Klinikum und ich bin wieder night-watchman für die Kids. Manche Dinge ändern sich eben nie. Liebe scheint dagegen ein sehr flexibler Begriff zu sein. Dehnbar bis an die äüßerste Belastungsgrenze. Und daüber hinaus. Vielleicht ist das ja, was Liebe überhaupt ausmacht.  Grenzen überschreiten. Positiv gesehen hieße das dann wohl  Fortschritt, über die eigentliche Liebe hinaus (was immer das bedeuten mag), negativ Missachtung, Egomanie und Schmerzen. Pfeile, die immer mitten ins Hez treffen und Wunden, die nie heilen. Etwas bleibt immer zurück. Auch wenn man es leugnet und die Narben unter einer dicken Schicht Vergangeheit, persönliche Jahresringe, verborgen halten kann. Jahresringe, die nichts als Eiterblasen sind, die jeden Augenblick  platzen können.

Ich habe wahrscheinlich beide Grenzlinien überschritten, mehrmals. Ich war ein Pendel, und bin es immer noch. Wild und unentschlossen ziehe ich meine Bahn. Einerseits vielleicht rücksichtsvoll, andererseits aber nur meinem Ego verpflichtet. Natürlich habe ich mich seit der Trennung von Alice geändert. Denke noch mehr nach, forsche nach Ursachen und finde dann doch immer nur halbe, unfertige Antworten.  Liebe ist für mich nach wie vor  ein Rätsel, das warum auch. Das besonders.

Ich frage mich oft, wieso ich mich scheinbar so leicht und leichtsinnig in virtuelle Frauen verlieben kann. Ich lese am Tag mindestens 20 Blogs, die meisten von jungen Frauen verfasst. Die Annonymität und Vielfalt des Internets fasszinieren mich mich immer wieder. Ich sehne mich nach deckungsgleichen Gefühlen.

Was mich am meisten anzieht, sind die Worte dieser  Bloggerinnen . Ihre Wortspiele.  Sie werfen mit einer einzigen Geste  100 Sätze  in die Luft und fangen sie dann problemlos wieder auf. Und basteln daraus hochintelligente Zusammenhänge. Dazu werde ich nie fähig sein. Mein Denken ist zu wirr, zu unstrukturiert. Ein Blatt im Wind. Un-perfekt. Deshalb vielleicht auch diese stille Bewunderung. Meine Unfähigkeit vs. die Virtuosität „fremder“, virtueller Ichs.

Mein eigenes Ich setzt sich aus vielen HalbIchs zusammen. Aus Halbwahrheiten, Mythen, leicht widerlegbaren Legenden.  Ich bin nicht ich. Nicht dieses Schreib_ich. Nicht dieses Blog-Ich. Nicht diese wirklichkeitstreuen 100 Prozent.  Kann sein, dass man zwischen den Zeilen lesen muss, um so etwas wie eine ungefähre Vorstellung von dem zu erhalten, wer oder was ich zu sein glaube. Sein könnte. Ich liebe die Idee des menschlichen Puzzles. Das kommt meiner Person dann vielleicht am nächsten. Ein Puzzle mit vielen Leerstellen und einem noch unvollendeten Rand. Es fehlen Teile. Und ich glaube, dass ich sie absichtlich versteckt habe.  Ja, ich will einfach nicht, dass dieses Spiel jemals fertig wird.

Was ich gehört habe ? Marsmobil „Ordinary Boy“

pc trouble …

Mein Feuriger Fuchs hat das Forscher Fenster gekillt (oder vice versa). Fakt ist, dass ich nur noch mit ein paar fiesen Tricks ins Internet komme. Ich hab schon alles Mögliche versucht, aber die WebAbstürze lassen sich einfach nicht  beheben. Wahrscheinlich muss ich meinen Computer mal rebooten (sic !). Wenn nicht über Nacht ein Wunder geschieht, werde ich also morgen den halben Tag mit der Lösung dieses PC-Problems beschäftigt sein.

Es ist alles so anstrengend und unfair. Heute Morgen beim Schwimmen  fing es an: das war kein normales Schwimmen, sondern ein ParcoursRitt, ein auf dem Wasser stattfindender Hindernislauf. Die üblichen Schwimmverhaltensregeln galten plötzlich nicht mehr, und nach einer Stunde meinen Körper-Kreuz-und-Quer-durchs-Becken-manövrierend,  fühlte ich mich einfach nur noch fix und fertig, irgendwie auch innerlich ausgetrocknet. Als hätte ich eine Karibikkreuzfahrt auf einem Leck geschlagenen Billigdampfer hinter mir.

Und seitdem liege ich mehr oder weniger betäubt  im Bett, lese, verfluche meine mangelnden ComputerKenntnisse und gucke mir immer wieder ein paar neue „Six Feet Under“-Episoden an.

Auch eine Methode, das wirkliche Leben zu ignorieren, ich weiß.

Aber hat irgendjemand einen besseren Vorschlag ?

disturbances …

„Ich habe mir das Leben in meinem eigenen Kopf  immer wieder wie ein ungebärdiges Parlament mit einem schwachen Vorsitzenden und Splittergruppen ausgerasteter Extremisten vorgestellt, darum blicke ich nicht auf andere herab, wenn sie genauso sind. Vielleicht ist es das, was unsere „Menschlichkeit“ bedeutet.“

(aus: Rivka Galchen: Atmosphärische Störungen, Rowohlt, 2010)

Was ich gehört habe ? Lil´ Louis „French Kiss“

perfect day …

Wenn es nach mir ginge, müsste man den heutigen  Feiertag (Fronleichnam) in “Frank´s freaky Funeral Day” umbenennen. Denn im Grunde habe ich heute nichts anderes gemacht, als mir eine “Six feet Under”- Episode nach der anderen  anzugucken.  Bei so einem suboptimalen  Wetter (cold, cold rain) wahrscheinlich die einzig vernünftige Option.

Die Show ist einfach das bisher Beste, Traurigste und auch Witzigste, was ich an TV-Serien sichten konnte (es gibt bestimmt noch hunderte unentdeckte, gut gemachte Serien, aber ich bin da noch ein “freshman”, bisher hab ich z. B. nur ein paar Staffeln “24” , “ The Sopranos“,“ Rome” oder “Veronica Mars” angeguckt ; mir fehlen also noch grundlegende TV-Erlebnisse  (“Lost” oder “How I met your mother” sollen nicht schlecht sein)). Ohne Übertreibung, auch wenn die Serie schon älter ist, und somit gesehen mittlerweile auch  als “Prototyp” innovativer, neuartiger  (HBO) Serienkost gilt: ich bin absolut begeistert und durch den heutigen Tag  zum unverbesserlichen Serienjunkie geworden.  Ich kann  es gar nicht erwarten, mir gleich die noch fehlenden drei oder vier Episoden  der Undertaker-Serie anzuschauen. Danach fall ich dann bestimmt in einen unruhigen Schlaf.

Ich hoffe nur, dass ich wenigstens  vom BestattungsBusiness träumen darf, von der FisherFamily  und deren “Verbündeten“… besonders von Brenda Chenowith ( I love her so much ) ….

Was ich gehört habe ? Tunng  “Bullets”

today´s evening program …

Böse,  ab 18 und… mit Mena Suvari:

Danach vielleicht noch ein/zwei Episoden aus „Six Feet Under“ (Michael C. „Dexter“ Hall als David Fisher: überirdisch ) gucken , so sieht mein Abend aus.

… und Ihr so ?

soulmine in my head …

Aus aktuellem Anlass heute nur wieder ein PlatzhalterPost. Platz ist übrigens  genau das Stichwort: ich hab den ganzen Tag schon das Gefühl, als würde mir jeden Moment der Schädel platzen. Als hätte sich in meinem Kopf ein fieser kleiner Minenarbeiter eingenistet, der es nun genießt, seine gut platzierten Sprengladungen im Minutentakt hochgehen zu lassen.

Statt gleich ein painkiller zu nehmen, quäle ich mich lieber die ganze Zeit rum.  Bis die Drähte in meinem Kopf zum Glühen anfangen, so lang versuche ich die Foltermethoden meines Kopfbewohners  zu ignorieren.

Jetzt endlich:  Gerade 1 Paracetamol mit einem halben Liter Wasser … und es ist schon ein gutes Gefühl, wenn der Schmerz so langsam nachlässt, und stattdessen ein wohligtauber Zustand an seine Stelle tritt … wie unter einer Glasglocke, man bekommt Flügel und schwebt dahin.

HeadacheDay braucht natürlich auch HeadacheMusic … also nichts Headbangerhaftes, sondern etwas BeruhigendEinschläferndes. Etwas, bei dem ich langsam und sanft hinweggleiten kann. Aber auch nicht zu sumpfig. Und wer eignet sich für solche Grenzsituationen besser als Mr. Soul himself. Nein, nicht Sam Cooke oder Simply Red (Mick Hucknall), sondern einer der allein mit seiner Stimme Dinge und Menschen zum Schmelzen bringen kann: Mr. Pusherman_Isaac Hayes (keine Ahnung, ob den überhaupt noch jemand kennt; naja, zumindest den 70er JahreTitelTrack zu „Shaft“ dürfte der/die  ein oder andere  von Euch schon mal gehört haben).

Hier also mein akustischer  PainKiller des heutigen Tages  (übrigens mit Tom Jones als DuettPartner; so hab ich die Nummer bisher noch nicht gehört):

(Jetzt hab ich doch wieder mehr als erwartet geschrieben, ergo muss es mir schon etwas besser gehen)

Edit: Gerade festgestellt: bei dem Song wird man ja gezwungen,  mit dem Kopf  rhythmische Bewegungen zu machen, aua ! Muss mir wohl doch ein langsameres Lied suchen …

smoke gets in my eyes …

Klar, Rauchen ist ungesund, kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen und lässt definitiv unsere Haut altern.

Wo sind die Zeiten des gedankenlosen Genießens geblieben ? Vor 20 Jahren war über die Hälfte der Nürnberger stark nikotinabhängig. Und heute sind diese Menschen aus dem Stadtbild fast verschwunden, und wenn du dennoch eine/n sehen willst, musst du abgelegene Raucherecken oder dubiose Kneipen aufsuchen. Ok., ich übertreibe. Aber irgendwie sind Raucher mittlerweile vom Aussterben bedroht. Wenn, dann frönen sie in Lungenkliniken oder Privaträumen ihrer Lust, also halböffentlich, aber nicht mehr so, dass wir als Passivraucher auch unseren Spaß dabei hätten. Ja, früher hat irgendwie noch jeder geraucht: Politiker, Showmaster (auch dieser Begriff stirbt langsam aus), Rockstars (noch so ein antiquierter Begriff) und selbst Ärzte (die es ja eigentlich hätten wissen sollen). Jede und jeder hat geraucht. Immer und überall. Auch ich war einer dieser Süchtigen. Am Schluss habe ich über 2 Schachteln weggequalmt. Irgendwann bekam ich davon immer häufiger Kopfschmerzen oder Schwindelanfälle. Also ab ich´s gelassen. Hört sich jetzt sehr einfach an, war es aber nicht. Drei Anläufe waren nötig, bis ich davon loskam.
Worauf ich eigentlich hinaus will: mehr Toleranz. Denn es ist ja so, das die letzten verbliebenen Spezies dieser Art immer mehr wie Aussätzige behandelt werden. Potentielle Verbrecher, die man auf Distanz halten muss. Die weltweite Gesundheitsmafia legt immer noch strengere Verordnungen fest und dreht regelmäßig an der Preisschraube. Spätestens bei der nächsten fälligen Kriegssteuer werden einige Politiker an ihre einst so zahlreichen Tabakkonsumenten denken. Gut, ich polemisiere. Aber um was es mir an diesem sogenannten WeltNichtrauchertag geht, ist wirklich mehr Verständnis für “Andershandelnde“ zu entwickeln. Und Andersdenkende. Beim Rauchen fängt liberales Denken an. Und wo hört es auf …?
Also: try to be more tolerant! In allen Lebensbereichen.

Das war´s auch schon. Meine heutige Wutrede (naja, soo aufgebracht war ich auch nicht, nur etwas erregt; und geredet hab ich eigentlich auch nicht, nur still vor mich hin getippt) endet dann mit einem hoffentlich versöhnlichen Musikstück. Normalerweise wollte ich an dieser Stelle ja “Smoke on the water” einbauen, aber angesichts des Wetters …. Regen Regen und noch mehr Regen. Das tu ich Euch dann doch besser nicht an. Deshalb: Gainsbourg. Und die Deneuve (wobei Gainsbourg, was Rauchen angeht, natürlich kein gutes Vorbild abgibt):

ESC 2010

Eine sehr mittelmäßige Veranstaltung, und trotzdem: we had maximum fun. Normalerweise ja ein Widerspruch, aber wenn man live zum Song Contest twittert und dazu noch so anregende Gesellschaft (kittynn, yeah: Austria 12 points !) hat, dann ist einem alles, aber auch alles egal. Wovon ich spreche ? Vom gestrigen European Song Contest. Früher hieß der ja mal besser: Grand Prix. Da Grand Prix aber französisch ist und außer den (echten) Franzosen gestern niemand in dieser Sprache gesungen und gesprochen hat, sondern fast nur noch (gebrochenes !) Englisch, ist es nur konsequent, das Ganze dann auch umzubenennen. Aber Umbenennung bedeutet ja nicht automatisch bessere Qualität. Das Gegenteil war der Fall: mit tropft jetzt noch der Schmalz aus den Ohren. Drei Viertel der Songs würden glatt als rezeptfreies Schlafmittel durchgehen. Der Rest als Abführmittel. Sorry, aber was da teilweise abgeliefert wurde, war unter dem medialerträglichen Durchschnitt. Ok, ich hatte eh keine große Erwartungshaltung. Und im Grunde genommen wurden die Songs von 10 Jahren noch mal recycelt. Oder Futur: die Lieder von diesem Jahr hören wir in 1o Jahren wieder, nur etwas abgeändert, mit anderen Interpreten und möglicherweise in Avatar-3D. Am besten haben mir da noch der aserbaidschanische (eine regentröpflerische Ballade) und französische Beitrag gefallen:

Man muss kein Franzose sein, um den Text zu verstehen, zwei Wochen Anfängerkurs reichen da völlig. Zumindest ein guter inoffizielle FußballWMHymne DanceFloorAct, mehr aber leider auch nicht.

Kittynn favorisierte übrigens den etwas ruhigeren, belgischen Beitrag. Da sang ein einsamer Junge mit noch einsamerer Gitarre. War nicht ganz so mein Geschmack, aber ich hatte auch zwei Corona intus, somit war mein Urteilsvermögen an dieser Stelle schon etwas getrübt. Schöntrinken war sowieso unser gemeinsames Motto. Anders hätten wir wahrscheinlich den Abend auch nicht überlebt.

Und eh klar, jeder weiß mittlerweile, wer gewonnen hat.

Lena erinnert mich jedes Mal an die frühe MTV-Tschirner, aber inzwischen gehört diese ja zum festen TilSchweigerEquipment, und hat sich dem mainstream unterworfen. Vielleicht löst Lena sie ja irgendwann mal ab, immerhin hatte sie auch schon ein bisschen TVErfahrung (ihr ganz persönliches RTL-NippleGate). Naja, letztlich war bei Lena sowieso der JungMädchenCharme Sieg entscheidend. Und ihr gebritischtes Englisch. Und ihr steifes Getanze. Und ihr Lächeln. Und der dauergrinsende (bekiffte ?) „Papa“ Stefan Raab im Background …

Wie dem auch sei. Das LiveTwittern hat wahnsinnig Spaß gemacht, aber es gibt weitaus bessere Musik. Seit ein paar Tagen höre ich z.B. verstärkt das aktuelle “The Heavy“- Album: The House That Dirt Built.
Die Jungs kommen übrigens auch aus EurovisionsLand (GB), haben aber im Unterschied zu ihren EurovisionsKollegen eine unglaublich musikalische Ausdruckskraft. Von Voodoo über Funk kann man da alles raushören, was man gerade will und braucht. Und ihre Videos sind auch allererste Sahne (UNBEDINGT TUBEN: “How you like me now ?”). Deshalb, zum Schluss, um das Niveau mal wieder etwas anzuheben, mein Lieblingssong aus der CD (leider nur als AudioStandbild ):

Tja, hier passt einfach alles: Text. Melodie. Stimme … also, Scheiß auf den ESC. Die wahren Helden leben abseits des Highway to Hell.

supersüß & supersexy …

Ich finde, der gleichnamige (*eingedeutschte*) Filmtitel eignet sich gut für einen BlogOpener. Jedenfalls ist es ist wieder mal Zeit für eine meiner BestOfListen. Kann sein, dass sie niemand groß vermisst hat. Wie dem auch sei, diesmal eine Zusammenstellung meiner allerliebsten, allerschönsten und allerintelligentesten (eine meiner Favoritinnen spricht z. B. sechs Sprachen, hat eine eigene Produktionsfirma, und ist bekennende Veganerin) Film- und TV-Darstellerinnen. Wenn mich nicht alles täuscht, gab es vor ungefähr 2 Jahren schon mal so ein *tenpack*. Inzwischen hat sich mein Geschmack aber bestimmt etwas geändert. Ich schätze, einige Schauspielerinnen sind neu hinzugekommen, andere wiederum haben es leider nicht ganz ins Finish geschafft: u. a. Charlotte Gainsbourg , Jeanne Moreau oder Ellen Page …

Übrigens, hinter den jeweiligen Namen findet Ihr die meines Erachtens beste darstellerische Leistung:

1. Eva Mendes (“Hitch”)

2. Lucy Liu (“Lucky Number Slevin”)

3. Natalie Portman ( “Garden State”)

4. Kat Dennings (“Charlie Bartlett”)

5. Scarlett Johannson (“Vicky Cristina Barcelona”)

6. Katee Sachhoff (“24”- 8. Staffel)

7. Nicole Kidman (“Moulin Rouge”)

8. Kat Dennings (“Charlie Bartlett”)

9. Jodie Foster (“The Brave One”)

10. Johnny Depp ( …weil er einfach der femininste männliche Schauspieler ist)

His best performance ever, auch wenn es „nur“ eine MiniMiniRolle war, und er wirklich zu den Besten der Besten zählt, und somit JEDER Film mit ihm eine Offenbarung ist (klingt jetzt wie eine schlechte Ausrede ich weiß, aber wahrscheinlich brauchte ich, um J.D. richtig würdigen zu können, einen ExtraPost) :


(And They Lived Happily Ever After … Ils se marièrent et eurent beaucoup d’enfants)

Was ich gehört habe ? The Heavy “How you like me now ?”

far away, so close …

Heute Morgen, um kurz nach halb 9, ist Alice losgefahren. Nach Ungarn. Without me. Es ging einfach nicht. Gestern Abend hatten wir noch kurz Gelegenheit, miteinander zu sprechen. Und da habe ich festgestellt: zumindest zum jetzigen Zeitpunkt habe ich die richtige Entscheidung getroffen. Wir haben uns über eine halbe Stunde unverfänglich und somit bedeutungslos unterhalten. Die Zahl unserer Schweigeminuten sollte auch ein Indiz für unser stark verbalgestörtes Verhältnis sein – sie raucht, ich schaue ihr mehr oder weniger begeistert zu, wir nippen abwechselnd an unseren RotweinGläsern (wobei ich größere Schlücke mache als sie), wir starren über die Balkonbrüstung (sic!), heulen dabei anbetungswürdig den Mond an und haben uns aber nichts wirklich Wichtiges zu sagen. Blablabla…. laaaaange Pause….blablabalbla … Mond anhimmeln … blablablabla … Balkon verlassen (ich: nach “Hause” fahren). Wir reden, um nicht schweigen zu müssen. Und schweigen, um nicht reden zu müssen. Überaus schlechte Beziehungsprognose, ich weiß.

Auch wenn ich gerade todunglücklich bin, will ich jetzt nicht gleich in eine unproduktive “Dann-heul-doch”-Phase abdriften. Stattdessen hab ich mir vorgenommen, mal wieder (trotz des fragwürdigen Wetters) einen WischundWegTag (anders formuliert: mal wieder GRÜNDLICH aufräumen, all inclusive) einzulegen (in meiner GhettoZelle sieht es atomschlag_mäßig aus, und das ist noch schöngeredet), am Samstag Abend vielleicht sogar den European Song Contest gucken (sehr nerdig, ich weiß, aber manchmal mach ich auch einfach unvernünftige Sachen; und inzwischen hab ich auch eine Art HassLiebe zu Lena M-L. entwickeln können), mails schreiben/ beantworten, spams löschen, eventuell etwas twittern, Musik hören, LANGE schlafen …

Und im schlimmsten Fall liegen hier auch noch ein paar DVDs rum ( unter anderem *Charlie Bartlett*, und den MUSS ich mir angucken, allein schon wegen Schuldirektor Robert Downey Jr.). Ansonsten werde ich mich sinnlos mit Chips und (Luft)schokolade vollfressen (scheiß auf meine BikiniFigur) und mein SingleDasein genießen (so lange es noch geht). So richtig erwachsen werde ich sowieso nicht mehr. Jedenfalls nicht in DIESEM Leben …

(Ach ja, bevor ich´s vergesse: in besonderen Situationen hilft manchmal öffentliches Rumjammern: gestern hatte ich über 50 Besucher auf meinem Blog: monatlicher Rekord !; nicht dass ich mich zukünftig von solchen Zahlen beeinflussen lassen will (neeein !), aber trotzdem: danke, wer immer Ihr auch seid ).

Was ich gehört habe ? Mano Negra “King Kong Five”

alea iacta est …

Nein, keine nächtliche Inspiration. Nichts, das mir die Entscheidung abnehmen oder wenigstens leichter machen würde. Ich habe weder von Alice noch von Ungarn geträumt. Somnambulistische Wunder gibt es nicht. Und überhaupt: meine Erwartungshaltung an diesen nun nicht stattfindenden gemeinsamen Urlaub war so übermäßig groß, dass es auch kein WUNDER ist, dass ich mich entschlossen habe, hier zu bleiben. Vielleicht die falsche Entscheidung. Vielleicht auch feige und risikolos, aber das komische Bauchgefühl sagt mir, dass es so besser ist. Vielleicht werde ich es irgendwann bereuen. Bestimmt werde ich das. Die möglicherweise “letzte Chance” nicht wahrgenommen zu haben.

Mein Bauch als emotionaler Gradmesser hat mich aber bisher noch nie im Stich gelassen. Trotzdem, ich fühle mich schlechter denn ever. So als hätte ich Alice durch meine Entscheidung verletzt. Als hätte ich sie zurückgewiesen. But we´re living seperate lives now, jeder für sich und irgendwo treffen wir uns dann auch wieder, nur leider oft nicht in der Mitte, sondern nur am äußersten Rand. Dort halten wir uns dann gegenseitig fest, um nicht kopfüber hinabzustürzen, aber das war´s auch schon …

Niemand von uns macht den ersten Schritt und jeder stirbt für sich allein …

Was ich gehört habe ? Richard Hawley “Oh my love”

hungarian rhapsody …

Should I stay or should I go now ? Ein Refrain als Endlosschleife auf meinen kariösen Synapsen. Am Freitag würde es losgehen. Eine richtige deadline gibt es nicht. Aber irgendwann sollte ich mich dann natürlich doch entschieden haben. Mein Kopf sagt nach wie vor eher nein, rein intuitiv tendiere ich zu einem eventuellen Ja.

50:50 also.

Klar, ich weiß, manchmal sollte man einfach das tun, was man denkt, tun zu müssen. Auch wenn man dabei verliert. Alle Risiken eingehen und mal ohne nachzudenken, es einfach tun. Do it!, wie schon Sol LeWitt schrieb. Just do it !

Alice, die Kids …und ich … fast so wie früher … fast gleiches Transportmittel (roter VW Polo), fast gleicher Ort (Ungarn: Balaton), nur literally ein völlig anderer point of departure.

Vielleicht fällt heute Nacht ja die Entscheidung: Zwischen 2.00 und 3.00, wenn ich aus meiner embryonalen in die horizontale Stellung entgleite. Die Stille der Nacht hat mir ja schon so manche bizarre Erleuchtung gebracht (verdammt, das reimt sich jetzt auch noch)…

Was ich gehört habe ? Faithless “Not going home” (hm, was für ein zufällig_vieldeutiger track mal wieder)

Licht und Schatten …

Zeit kann gnadenlos sein. Sie tickticktackt mit gleichmäßigen Pendelschlägen an uns vorbei, streckt uns dabei die Zunge raus, und wenn sie gut gelaunt ist, macht sie uns auch noch unverschämterweise das V-Zeichen… und wir stehen dann einfach nur da, bestenfalls die Fäuste in den Taschen, und schauen der Chronologie der Ereignisse zu …lassen die Zeit wie einen stromlinenförmigen GreyhoundBus an uns vorbeifahren, ohne Backgroundchor, so leise wie möglich. Denn jeder unserer etwas heftigeren Atemzüge könnte chaostheoretisch zu schweren Gleichgewichtsstörungen führen. Und so gesehen war ich gestern leider etwas “out of order”. Kein Lebenszeichen von mir, nur ein paar magere tweets und natürlich irgendwann ein schlechtes Gewissen (aber das geht ja nur mich was an; ein noch schlechteres Gewissen hatte ich aufgrund meines letzten Eintrags und der aufgeworfenen Frage, ob ich nicht besser eine längere Bloggerpause einlegen sollte, oder sogar ganz aufhören: ok, alles verraucht und Schnee von gestern; wahrscheinlich waren das nur meine männlichen Hormone, die mit mir durchgegangen sind; also ciao und bis zur nächsten SinnCrisis).
Aber gestern war ich zeitlich wirklich nicht in der Lage, IRGENDWAS zu posten. Der Frühling und das wirklich erstaunlich gute Wetter hatten mich fest im Griff. Und außerdem war gestern KidsDay incl. abendlichem Grillen mit Alice und ExSchwiegerMum. Tja, no time at all.
Aber dafür hab ich – mein Sohn leistete mir physische und psychische Beihilfe-, ein paar Fotos geschossen: der Nürnberger Stadtpark ist so etwas wie mein zweites, auch öffentlich zugängliches Wohnzimmer. Wenn man mich tatsächlich mal als vermisst melden sollte, dann würde man mich als Erstes dort suchen. Wahrscheinlich wäre ich auf der großen Wiese, gleich neben dem Neptunbrunnen oder am Kiosk zu finden. Auf dem Spielplatz wohl eher nicht, dafür bin ich doch schon etwas zu erwachsen …
Jedenfalls haben mein Sohn und ich ein paar wacklige, unterbelichtete DigiCamBilder von diesem geschichtsträchtigen denkwürdigen Ort gemacht, die ich hier jetzt mal unkommentiert einfüge. Nicht gerade feinstes Augenfutter aber dafür endlich mal wieder was zum Gucken:

Was ich gehört habe ? Pati Yang “The Boy in your Eyes”

*** aholic …

Nachdem ich heute Nacht (zwischen 2.00 und 3.00 Uhr) die Eva-Hesse_Biographie ausgelesen habe (btw., wann hat man ein Buch wirklich “ausgelesen”; etwa, dann wenn man die Story für sich verarbeitet hat, wenigstens die Essenz des Buches in Erinnerung behält ?; wobei es Bücher gibt, die mich schon nach den ersten Seiten kaltlassen und mich schnell ermüden; ich finde dann keinen eigenen Resonanzboden und zweifele automatisch an meiner Intelligenz, weil das Buch im Vorfeld von allen hoch gelobt wurde und anscheinend nur ich zu blöd bin, den allgemein positiven Kritiken Folge zu leisten (Harry P. und Tolkins´ “Lord of the Rings” sind die besten Bespiele für diese von mir aufgestellte Unfähigkeitsthese: trotz mehrfacher LeseAnläufe finde ich keinen Zugang zu dieser Art Lektüre; auch den jeweiligen Verfilmungen kann ich rein gar nichts abgewinnen), habe ich schon das nächste Buch angefangen (auch hier die Frage: wann und wo fängt man ein Buch wirklich an: beim Cover, indem man den Klappentext überfliegt, beim Betrachten des Autorenfotos oder erst, wenn dann man den ersten Satz liest ?; bei mir ist es immer eine haptische Annäherung, ich muss das Buch in meinen Händen drehen und wenden können, darin blättern, die Seiten fühlen, über das Papier streicheln; in diesem Sinne ist es schon ein merkwürdig erotisches Verhältnis, das ich zu einem Buch aufbauen muss, um es dann lesen zu können; komisch, aber das sind so meine ticks; und zur LeseErotik gehören dann auch definitiv KEINE ESELSOHREN, Anstreichungen, schriftliche Anmerkungen und Fettspuren).
“Atmosphärische Störungen” von Rivka Galchen liest sich bis jetzt wie ein moderner kafkaesker Roman, etwas geisteskrank mit ein paar meteorlogischen Exkursen. Das Wetter hat uns ja alle irgendwie im Griff. Aber so, dass man vom Wetter verrückt wird, oder zumindest glaubt, ein Geheimagent der “Royal Academy of Meteorology” zu sein, ist schon eine ganz andere Wahrnehmungsebene.
Übrigens der beste, erste Satz ever: “Letzten Dezember kam eine Frau in meine Wohnung, die genauso aussah wie meine Frau.”

Tja, ansonsten stecke ich wieder in einer fetten Sinnkrise. Nicht nur, dass ich mich frage, ob das tägliche Bloggen bei abnehmender Besucherzahl überhaupt noch angebracht ist (klar, eigentlich sollte ich mich von Statistiken nicht beeinflussen lassen, tue ich dann aber doch …) und ob meine mühsam auferlegte Struktur dann wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen würde. Ich danach noch depressiver und unausgeglichener werden würde. Andererseits weiß ich, dass, wenn ich einmal mit dem Bloggen aufhöre, ich nur schwer wieder den Weg zurück finden würde. Ich bin träge, kopflastig und gravitätisch ( nicht erdgebunden, mit Ketten oder so; sondern eher ein “drag me to hell”_Typ) und genau das sind die Faktoren, die ich tagtäglich mehr oder wenig erfolgreich bekämpfen will. Und ohne Blog bin ich wahrscheinlich nur ein halber Mensch. Der Blog ist somit das einzig “reale” Fenster zur Außenwelt.

Egal. Vor ein paar Tagen hat Alice mir ein Angebot gemacht, über das ich mir immer mehr den Kopf zerbreche. Sie hat mich gefragt, ob ich mit den Kids und ihr für eine Woche nach Ungarn fahre. Nur die Kids, sie und eben ich. Eine nie wiederkommende Chance, so wie sie es formuliert. Und ich bin hin- und hergerissen. Mein Kopf sagt nein, und mein Gefühl sagt njein. Also keine eindeutige Entscheidung. Immerhin sind wir jetzt über 3 Jahre getrennt, faktisch und auch sonst so. Wir schweigen uns an und dann wieder können wir uns stundenlang unterhalten, es ist schwierig. Aber 3 Jahre sind 3 Jahre. Es ist inzwischen viel passiert. Wir haben uns verändert, sind in verschiedene Richtungen gegangen, und sind nun Yin und Yang … eigentlich würden wir vielleicht inzwischen perfekt zusammenpassen, stoßen uns aber gleichzeitig auch immer wieder extrem ab …

Was ich gehört habe ? “The Bitter End“ Placebo

Eva H. …

Totz (oder wegen) des guten Wetters: bad headache today. Vielleicht muss ich auch nur meine Dosis emotionalen Insulins erhöhen.

Momentan fällt mir alles unendlich schwer. Dinge, die sonst so nebenbei passieren, erfordern zur Zeit wahnsinnig viel Aufmerksamkeit. Ich verzettele mich ständig, lasse mich zu gerne ablenken und versinke dann in eine Art Schockstarre, aus der ich nur schwer wieder herausfinde. Und ich schlafe schlecht. Und wenn ich nicht schlafen kann, mitten in der Nacht, fange ich an zu lesen. Damit ich nicht nachdenken muss, nicht in Panik verfalle. Was allerdings auch nicht so einfach ist. Denn ich lese seit ein paar Tagen eine Biographie über Eva Hesse und entdecke dabei ähnliche Lebenslinien. Eva Hesse schwebte immer über einem seelischen Abgrund, wollte in der Kunst ihr eigenes Ich herausfordern, eine künstlerische ÜberIdentität erreichen und hat trotz häufiger privater und beruflicher Rückschläge nie aufgegeben. Ihre Karriere hat eigentlich erst nach ihrem frühen Tod begonnen. Ruhm an dem sie wahrscheinlich letztendlich auch zerbrochen wäre ….weil sie immer wieder von Selbstzweifeln geplagt wurde, ihren eigenen künstlerischen Ansprüchen im Weg stand, die Ordnung im Chaos gesucht hat; sie hatte ein festes soziales Netzwerk; Freunde, die bereit waren, sie aufzufangen, und doch ist sie immer Einzelgängerin geblieben, sie konnte hinter ihrem Lachen ihre Traurigkeit verstecken.
Ihre Ängste und Gefühle schrieb sie in unzähligen “diaries” nieder. Diese Tagebücher waren für sie mehr als reine Protokolle alltäglicher Geschehnisse, sondern therapeutische Selbstbefragungen, verzweifeltes Suchen nach Antworten, wieso und weshalb es ihr nie gelingen wollte, Anerkennung zu finden … und Liebe. Tiefgreifende Liebe, keine Liebschaften oder Flirts. Etwas, was es schon in ihrer Kindheit so nicht gab. Genau wie bei mir. Auch wenn es leichtsinnig und auch anmaßend wäre, Eva Hesses Leben auch nur entfernt mit meinem vergleichen zu wollen ( ihre Mutter litt wie meine an Depressionen/ (gespielten) Migräneanfällen; sie war für 3 Monate in einem Kinderheim (ich 9 Jahre lang) und sie hat die Trennung von ihrem Mann nie ganz überwunden), so ist es doch merkwürdig, wie oft ich bei der Lektüre an meine eigene Vergangenheit erinnert werde …

Was ich gehört habe ? “Simple As“ Kid Cudi

film der gewalt …

My very first „Cronenberg“:

Was ich gehört habe ? Snowflake „Malachai“

words …

The world does not need words. It articulates itself
in sunlight, leaves, and shadows. The stones on the path
are no less real for lying uncatalogued and uncounted.
The fluent leaves speak only the dialect of pure being.
The kiss is still fully itself though no words were spoken.

And one word transforms it into something less or other–
illicit, chaste, perfunctory, conjugal, covert.
Even calling it a kiss betrays the fluster of hands
glancing the skin or gripping a shoulder, the slow
arching of neck or knee, the silent touching of tongues.

Yet the stones remain less real to those who cannot
name them, or read the mute syllables graven in silica.
To see a red stone is less than seeing it as jasper–
metamorphic quartz, cousin to the flint the Kiowa
carved as arrowheads. To name is to know and remember.

The sunlight needs no praise piercing the rainclouds,
painting the rocks and leaves with light, then dissolving
each lucent droplet back into the clouds that engendered it.
The daylight needs no praise, and so we praise it always–
greater than ourselves and all the airy words we summon.

by DANA GIOIA

(Was ich gehört habe ? „Life Magazine“ Cold Cave)

virtual letter …

„Mich kann man leicht glücklich und leicht traurig machen“
Eva Hesse, artist …

I love Paris …

Für mich immer noch einer der besten Beiträge des Episodenfilms „Paris je t´aime“. Und komischerweise von Tom Tykwer, einem Regisseur, dessen sonstige Arbeiten mir eher nichts sagen, quasi nichtssagend sind. Ich kann mit seinen anderen Filmen, ob es nun „Winterschläfer“ oder „Lola rennt“ ist, wenig anfangen. Und seine internationalen Blockbuster „Das Parfüm“ oder “ The International“ habe ich (noch) nicht gesehen.
Ok, deutsche Filme haben bei mir grundsätzlich einen schweren Stand. Meist sind es ja sowieso nur schwache Raubkopien amerikanischer Vorbilder.

Dieser kurze Episodenfilm jedoch ist ein zauberhaftes Juwel. Poetisch, verspielt und ganz auf die beiden Hauptdarsteller zugeschnitten. Und nicht zu vergessen, die dritte, vielleicht sogar wichtigste Akteurin: Paris selbst. Wer schon mal dort war, kann die im Film wiedergegebene Stimmung noch besser nachempfinden. Und auf alle, denen der deutsche depressivgraue Frühling so langsam auf die Nerven geht, könnte er sogar heilende Wirkung haben. Außerdem: trotz seiner Eigenständigkeit erinnert der Clip auch ein bisschen an einen anderen, erfolgreichen ParisFilm: “Die fabelhafte Welt der Amélie (Le fabuleux destin d’Amélie Poulain) von Jean Pierre Jeunet. Was in dem Fall gar nicht abwertend gemeint ist.
Naja, und irgendwie ist Natalie sowieso Audreys long-lost American sister…

Und wer jetzt Lust bekommen hat, sich mal den kompletten „Paris, je t´aime“_Film anzusehen, dem sei auch die CoenBrothersEpisode mit Steve Buscemi empfohlen .. wenn auch nur 5 Minuten lang, ist es dennoch gaaaanz großes Kino.

Was ich gehört habe ? La Roux „Bulletproof“

Leben in Hosen …

Das Leben geht weiter, sagt man. Und tatsächlich, es geht weiter. Der Alltag hat mich wieder voll im Griff. Nur meine Gedanken schweifen immer wieder ab, örtlich betäubt. Und ich würde es sowieso nur schlimmer machen, wenn ich mich jetzt in grenzenlose Betroffenheit flüchten würde. Aber ich werde bestimmt in Zukunft immer wieder über meinen very best friend und seine Krankheit berichten (übrigens genau der, der vor ungefähr einem halben Jahr mal für einen Tag Gastblogger war und der momentan in Canterbury seinen Bachelor in “Economics” macht) und vielleicht hat der ein oder andere ja von Euch auch persönliche Erfahrungen ( “malignes Lymphon” ) gemacht oder kennt jemanden, der jemanden kennt … jedenfalls würde ich gerne noch mehr über diese Krankheit in Erfahrung bringen. Jenseits der im Internet zu findenden Infos. InsiderBerichte eben.

Life goes on. Und ich werde auch mein Selbststudium (strukturale Therapie) vorantreiben; diesmal habe ich mich wieder mit Fashion und Style beschäftigt, und feststellen müssen, dass ich Hosenanzüge nicht mag. Nicht nur weil sie oldfashioned sind, sondern weil sie grundsätzlich immer unsexy aussehen. Ok., es gibt seltene Ausnahmen wie Marlene Dietrich oder Katherine Hepburn, aber die haben dieses Kleidungsstück ja zu ihrem persönlichen Statement machen können. Heute sind Hosenanzüge fast ausschließlich Businesskleidung. Was für den Mann der Anzug (mit oder ohne Krawatte), ist für Frau eben oft noch der Hosenanzug (mit und ohne Krawatte, wobei ich Krawatten bei Frauen sehr attraktiv finde). Allein dieses Wort. Gänsehautfaktor 10. Im Englischen klingt es allerdings auch nicht besser: pantsuit oder trouser suit. Auf Französisch “tailleur-pantalon”, und im Spanischen “traje pantalón”. Nur die Italiener, Chinesen und Russen kennen laut leo.org anscheinend keine solche Garderobe.
Apropos sexy Kleidung: Agent Provocateur finde ich sehr ansprechend. Kein Wunder, denn die sind ja auch fast ausschließlich auf unanständig gute Dessous spezialisiert:

Was ich gehört habe ? Peaches „Lovertits“ (passt ja diesmal sogar irgendwie)

My grandparents were born in Poland. Maybe I´m alienated. Or I´m an alien.
Ich fühle mich hier fremd. Verstehe die Sprache, aber die Menschen nicht. Und die Menschen verstehen mich nicht. Es kommt daher immer wieder zu Missverständnissen. Und deshalb schweige ich oft. Oder nicke. Nicken ist sowieso die beste Alternative, wenn man nicht ständig bejahen will. Mein Nicken ist aber oft ein unausgesprochenes Nein. Aber das wissen die, die sich noch mit mir unterhalten wollen, nicht. Geheucheltes Interesse also, oder sagen wir so: ich spiele ihr Spiel, nur mit meinen Regeln.
Niemand kennt mich wirklich, noch nicht mal ich selbst. Ich bin immer wieder erstaunt über meine Fähigkeit zu lügen oder die Wahrheit so verdrehen, dass sie zu MEINER Wahrheit wird. Dirty little tricks. Meist dienen sie der Bequemlichkeit oder dem Selbstschutz. Und manchmal ist es so, dass ich Angst habe, vor dem was ich wirklich sagen könnte. Nein, es geht nicht darum, jemanden durch meine Worte zu verletzten -was ich sowieso viel zu oft tue-, sondern dass sich meine Worte zu einer Wahrheit manifestieren könnten. Erst sammle ich die Fakten, recherchiere und dann … weiß ich weniger als zuvor.

Und eigentlich verweigere ich mich … seit ein paar Tagen weiß ich jetzt, dass mein very best friend schwer erkrankt ist: malignes Lymphon … und alles was ich schreibe, ist ein Nichtschreibenkönnen …es gelingt mir einfach nicht, den einen entscheidenden Eintrag zu posten, ihm zu zeigen, dass ich da bin … wie viel ER (my dearest friend) mir bedeutet … und überhaupt … was ich tun soll …wie ich reagieren soll (ich habe ihm eine mail geschrieben, aber das ist bei weitem nicht genug) …ich habe inzwischen im Internet auch einiges über diese Krankheit herausgefunden und weiß jetzt, dass ER es schaffen wird (no doubt!) , so wie er immer ALLES geschafft hat … sehr gute Heilungschancen, und das ist das einzige, was jetzt zählt …

Ich bin innerlich so aufgewühlt, dass ich meine Worte erst wieder finden muss … in diesem totalen GedankenChaos … und manchmal reichen Worte einfach nicht aus …und manchmal möchte ich verstummen, schweigen …für immer.

life is a lifemare …

Und auf einmal ist da ein großer, leerer Raum, weißgestrichen, ohne Fenster. Das große Nichts. Und die Zeit bleibt stehen. Für ein paar Sekunden nur dieser Raum. Du, ich und dieser Raum. Klaustrophobie und Wahnsinn, ein Blitzschlag mitten ins Herz.

Danach ist nichts mehr wie es mal war. Alles hat plötzlich ein anderes Gesicht bekommen. Alles was wichtig war, ist es jetzt nicht mehr. No sun, no rain, no nothing ( das Nichts hinter dem Nichts). Und ich stehe neben mir, aber es ist keine außerkörperliche Erfahrung, kein beruhigendes, spiritistisches Erlebnis. Es ist verdammt real und tut weh, überall. Ich brenne. Am ganzen Körper, even inside. That´s life. Kein mehrstöckiges Gebäude mit großräumigen Zimmern, nur diese eine weiße Idiotenzelle. Ein namenloser Aufwachraum im Niemandsland.

Das nackte Leben. Schicksalsvoll und sinnentleert. Irgendwo zwischen Glauben, Liebe, Hoffnung. Who really cares ?

Nein, das Leben ist nicht fair, überhaupt nicht …

moon no light …

blocked …

Mein Schlaf- und Wachrhythmus ist wieder mal out of control. Seit über drei Stunden bin ich nun wach, hab mich hin- und hergewälzt, verzweifelt versucht, wieder einzuschlafen. Und bin dann schließlich doch aufgestanden. Müder als je zuvor. Vollgepumpt mit einem Liter Kaffee sitze ich jetzt hier, vor dem PC, lese wieder mal ein paar Weblogs (seitdem FireFox nicht mehr funktioniert, hab ich leider auch keinen funktionierenden feedreader mehr) und klicke mich durch unzählige youtubeVideos. Prokrastiniere also. Andererseits tut es auch mal gut, sich eine Auszeit zu nehmen. Und vielleicht liegt da ja sowieso das Problem. Dass ich glaube, keine Zeit mehr zu haben. Und andererseits sehr verschwenderisch damit umgehe. Es ist eher das Gefühl, etwas zu verpassen. Die lose Struktur (als Widerspruch in sich) zu verlassen und in schlafwandlerischer Unruhe (ja, schon wieder ein Antagonismus) dahinvegetieren zu müssen.
Und ohne Struktur ? Wäre es wahrscheinlich genauso. Ich bin, was ich bin. Nicht der oder das, was ich sein möchte. Ich bin weder liebenswert noch liebend. Ich zögere und verzögere. Und ich handle oft impulsiv. Ohne nachzudenken. Ohne das Für und Wider abzuwägen. That´s my destiny. Ich stelle mir selbst Fallen, und bin oft viel zu nah dran, um die wirkliche Schönheit mancher Dinge wahrzunehmen. Und immer wieder nehme ich mir vor, mich zu ändern. Meine Vorstellung von der Welt, von den Menschen. But I´m weak. So please forgive me. Ich bin unendlich fehlbar. Und sowieso, ich sage viel zu selten, wie sehr es mir Leid tut. Immer wieder Menschen zu verletzen. Ich verletze, indem ich mich nicht melde. Indem ich schweige. Nicht weil ich schweigen will, sondern etwas in mir schweigt. Es ist ein innerer Magnet, der wie ein übermächtiger Staubsauger sämtliche Lebensenergie aufsaugt, bis nichts mehr übrigbleibt. Und dann verschwinde ich . In einer Art schwarzem Loch. Es ist beängstigend, wie ich mich damit abgefunden habe. Keine Kraft mehr habe, mich dagegen zu wehren. Es einfach geschehen lasse. Ich lasse mich treiben …

Paradox: zwar kann ich mein eigenes Psychogram erstellen, kenne alle Ursachen und (Aus)Wirkungen; weiß, dass ich total rücksichtslos bin, und doch kann ich dagegen nichts unternehmen …

(Was ich gelernt habe ? Jetzt nur so gebrainstormed: ich mag Ed Hardy nicht. Entdecke aber gleichzeitig die modische Eleganz Pierre Cardins´. Das kleine Schwarze ist zeitlos, unersetzlich und sexy. Und überhaupt: die “H & M Fashion Against Aids -Aktion” finde ich ganz groß.)

Was ich gehört habe ? “One Life Stand“ Hot Chip

reh_lachs (don´t do it …)

Keine Lust zu gar nichts. Kopf und Akku leer. Also ist heute wieder mal der perfekte Tag für ein LückenbüßerVideo à la YouTube.

(Words without music …)

Was ich gelernt habe ? (Griech.) Götter sind auch nur Menschen. Sie lügen, betrügen, lieben, hassen, trixen rum … they are just like us …

Hable despacio, por favor …

Zweiter Tag meines Selbststudiums also. Diesmal ist Spanisch angesagt. Vor ungefähr einem Jahr habe ich ja schon mal versucht, mir ein paar Grundkenntnisse beizubringen. Naja, viel scheint davon nicht hängen geblieben zu sein. Es sieht so aus, als müsse ich wieder bei Null beginnen. Außerdem hab ich festgestellt, dass alle CDRom- Anfangskurse (denn nur so klappt´s lern- und motivationstechnisch bei mir) irgendwie ähnlich strukturiert sind. Die Lektionen fangen mit Bahnhöfen an und enden dann im Restaurant oder in einer Apotheke. Schon klar, dass diese SpanischLehrgänge speziell Urlaubssituationen wiedergeben. Was ich aber eigentlich möchte, ist, einen einfachen spanischen BlogText zu lesen (möglichst ohne dabei ein OnlineÜbersetzungsprogramm zu benutzen) oder an einem SmallTalk teilnehmen. Jedenfalls nichts allzu kompliziertes am Anfang.
Naja, wenigstens ist jetzt wieder ein neuer Anfang gemacht. Und ein paar neue Vokabeln hab ich auch gelernt. Also was will man mehr …?

Was ich gehört habe ? „Shine A Light“ Wolf Parade

black is black …

Wieder was dazugelernt (Selbststudium: Style & Fashion): “ Frauen die Schwarz tragen, führen ein farbenfrohes Leben“. Dieser Werbespruch der Luxuseinkaufskette Neiman Marcus ist von F. Truffauft und Jeanne Moureau in „La mariée était en noir“ übrigens sehr eindrucksvoll in Szene gesetzt worden (siehe obenstehenden YouTubeClip).

Was ich gehört habe ? „omething Good Can Work (rx)“Two Door Cinema Club

gut und böse …

Für mich Almodovars bisher bester Film: La mala educación – Schlechte Erziehung. Nicht nur, weil er teilweise autobiographische Züge trägt, sondern auch die Bildsprache und die inhaltliche Konzeption hier bis zur Perfektion ausgereift ist. Schon in seinen vorangegangenen Filmen „Alles über meine Mutter“ (Todo sobre mi madre) und „Sprich mit ihr“ hat man Almovars Stil- und Erzählsicherheit bewundern können. Doch La mala educación hat noch einen ganz anderen Vorzug. Durch die verschachtelte, auf vielen Zeitebenen spielende Story bewahrt der Film bis zum Schluss sein bitteres Geheimnis. Und man erkennt, dass es nicht nur eine, sondern viele Wahrheiten gibt. Immer wieder werden vermeintlich Schuldige zu Opfern und umgekehrt. Während des Films kann man sehr gut seine eigenen Feindbilder überprüfen.
Insgesamt war es eine über 100minütige, therapeutische Sitzung, die mein vorurteilsgeprägtes Weltbild wenn nicht zum Einsturz, so doch immerhin ins Wanken gebracht hat. Der Mensch ist nicht nur, das was er ist, sondern auch das, was er vorgibt zu sein und was andere in ihm sehen wollen. La mala educacíon hat etwas in mir bewegt, was noch kein Film geschafft hat: ich weiß weniger als je zuvor, über die Menschen, ihren Hoffnungen, den Ängsten und verborgenen Leidenschaften, und gleichzeitig fühle ich mich in diesen Dingen allwissend. Verstehend und ohne Verständnis. Zweigeteilt. Innerlich aufgepeitscht und dabei von grenzenloser Gelassenheit.

Was ich gehört habe ? „You’ve Got The Love (the Xx Rework)“ Florence & The Machine

« Older entries

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.