Kick Ass (Kritik)

Gestern war ich mal wieder im Kino. Kick Ass. Ein Film, dessen Plot sich in einem Satz zusammenfassen lässt: 2 (oder 3) vermeintliche SuperHelden legen sich mit einen SuperBösewicht an. Und kriegen natürlich mächtig was auf den Arsch. Hört sich nicht gerade spannend an. Aber diese Prämisse gilt ja fast für alle ActionMovies, und in diesem Fall actiongeladene COMIC_Verfilmungen . Gut gegen Böse. Und ohne zuviel verraten zu wollen: das Gute siegt.
Das wirklich Neue und Außergewöhnliche an der Geschichte sind die Protagonisten: Jungendliche zwischen 11 und 17 (?). Im wirklichen Leben echte Nerds, unscheinbar und ungeliebt. Jugendliche, die sich durch ihren Schulalltag quälen.
Ok, ich hab Hit Girl vergessen. Diese Figur ragt über den ganzen Film, überragt ihn. Und diese Figur wird überleben, wenn die eigentliche Filmstory längst in Vergessenheit geraten sein wird. Denn es handelt sich bei ihr um ein Mädchen, die von ihrem Vater zu einer gnadenlosen MaterialArtsKillerMaschine ausgebildet wurde. Cool und tänzerisch elegant mordet sie sich bis zum Schluss durch. Erinnert dabei an Jet Li und Kill Bill. Was sicher Absicht ist. Kick Ass ist gespickt mit Side Kicks auf Filme wie Batman, den Sopranos und vielleicht auch SuperBad.
Mein Problem fängt ab dem letzten Drittel des Films an: als sich die Handlung plötzlich zu einer gnadenlose Folterstudie wandelt. Auf einmal ist nichts mehr lustig. Sondern nur noch unglaublich brutal. Egal, dass danach noch kommt. Für mich hat die Folterszene alles versaut. Aber vielleicht bin ich da auch überempfindlich (und zu alt). Es gibt Filme, bei denen mich so was nicht stört. Aber in diesem Fall hat der Film sich selbst verraten (ok, es gibt schon am Anfang von Kick Ass eine barbarische Szene, die für mich äußerst unpassend war , und nichts mehr mit einer Superheldenkomödie zu tun hat). Aber wie gesagt: ich bin immer etwas (über)sensibel. Und habe auch einen nicht ganz einfachen Filmgeschmack. Mit “Herr der Ringe” und “Harry Potter” kann ich z. B. bis heute nichts anfangen. “Hellboy” dagegen liebe ich. Eine der besten ComicVerfilmungen ever. Und natürlich auch Iron Man. Der 2. Teil, der ja jetzt bald in die Kinos kommt, ist da Pflichtprogramm.

Kann sein, dass ich auch mit einer zu hohen Erwartungshaltung in Kick Ass gegangen bin. Nachdem ich das erste Mal den Trailer gesehen habe, dachte ich nur : Wow, DA muss ich unbedingt rein. Und jetzt ? Das Gefühl einen guten, aber leider nur guten Film mit einigen für mich unpassenden Stellen erlebt zu haben. Aber hey, es war ja nur ein Film. Das echte Leben geht weiter … gnadenlos … und manchmal auch filmreif brutal. Nur wer würde sich das dann angucken wollen ?

Und jetzt bin ich auf Kittynn´s Kritik gespannt. Sie war nämlich fast zu gleichen Zeit im selben Film. Nur an einem völlig anderen Ort. Sie in Österreich und ich in Germany (Nürnberg).

Was ich gehört habe ? “Short And Entertaining “ Jamaica

Edit: Schon klar, richtig muss es Kick (Bindestrich !) Ass heißen, aber das ändere ich jetzt mal nicht. Bloggerische Freiheit und so … 🙂

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